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Gebiet der Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft allgemeine adsorptive Trennung von Triglyceriden.
Spezieller betrifft diese Erfindung ein neues Verfahren zur Abtrennung
eines ersten Triglycerids, das einen Docosahexaensäurerest
umfaßt,
von wenigstens einem anderem Triglycerid unter Verwendung einer
chromatographischen Trennzone mit einer stationären Phase, die Metallionen
besitzt, welche in der Lage sind, mit einer Doppelbindung eines
Fettsäurerestes
des ersten Triglycerids unter Bildung eines Metallkomplexes mit
dem Fettsäurerest
eine Koordinationsbindung zu bilden.
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Hintergrund der Erfindung
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Docosahexaensäuren („DHA") sind 22-Kohlenstoff-,
natürlich
vorkommende, unverzweigte Fettsäuren,
die 6 Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen enthalten. Es ist
bekannt, daß viele
Triglyceride, die einen DHA-Rest (und besonders Triglyceride mit
zwei DHA-Resten) besitzen, günstige
Nährstoffeigenschaften
und pharmazeutische Eigenschaften haben. Beispielsweise können solche
Verbindungen verwendet werden, um kardiovaskuläre und entzündliche Krankheiten zu behandeln.
Sie können
auch Arzneien für
Kinder zugegeben werden, um die Entwicklung des Hirns und der Retina
zu fördern.
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Wie
hier verwendet, ist ein „Triglycerid" ein Ester von drei
Fettsäuren
und Glycerin und hat die allgemeine chemische Formel: CH2(OOCR1)CH(OOCR2)CH2(OOCR3), worin OOCR1,
OOCR2 und OOCR3 jeweils Fettsäurereste
sind. Jeder Rest kann gesättigt
sein (d.h., alle Bindungen zwischen den Kohlenstoffatomen sind Einfachbindungen)
oder ungesättigt
(d.h., der Rest enthält
ein oder mehrere Kohlenstoff Kohlenstoff-Doppelbindungen oder -Dreifachbindungen),
und die Doppelbindungen können
jeweils cis- oder trans-Konfiguration haben. Um zu erläutern ein
Triglycerid mit zwei 4, 7, 10, 13 16 oder 19-DHA-Resten (d.h. ein
Fettsäurerest
mit 22 Kohlenstoffatomen, und 6 Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
zwischen dem 4. & 5.,
dem 7. & 8, dem
10. & 11., dem
13. & 14., dem
16. & 17. und
dem 19. & 20.
Kohlenstoffatom, gerechnet von der Carbonylgruppe des Restes, gerechnet
von der Carbonylgruppe des Restes, wobei der Kohlenstoff der Carbonylgruppe
das erste gerechnete Kohlenstoffatom ist) und einem Palmitinsäurerest
(d.h. ein gesättigter
Fettsäurerest,
der 16 Kohlenstoffatome umfaßt)
kann die folgende Formel (I) haben (ohne Berücksichtigung, ob die Doppelbildungen
cis- oder trans-Konfiguration haben):
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Gleichermaßen kann
ein Triglycerid mit einem 4, 7, 10, 13, 16, 19-DHA-Rest, einem 4,
7, 10, 13, 16-Docosapentaensäurerest
(„DPA") (d.h. einen Fettsäurerest,
der 22 Kohlenstoffatome und 5 Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
zwischen dem 4. & 5.,
dem 7. & 8, dem
10. & 11, dem
13. & 14. sowie
dem 16. & 17.
Kohlenstoffatom, gerechnet von der Carbonylgruppe des Restes, wobei
der Kohlenstoff der Carbonylgruppe das erste gerechnete Kohlenstoffatom
ist), und einem Palmitinsäurerest
eine cis- oder trans-Konfiguration sein:
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Ungesättigte Fettsäurereste
von Triglyceriden sind manchmal in der Literatur durch eine Omega („ω")-Zahl identifiziert.
Diese Nomenklatur wird hier verwendet. Die Omega-Zahl bezeichnet
die Position der ersten Doppelbindung, wenn man von der endständigen Methylgruppe
des Fettsäurerestes
aus rechnet. Beispielsweise ist in der Formel (II) der DHA-Rest
ein ω-3-Fettsäurerest
und der DPA-Rest ist ein ω-6-Fettsäurerest.
Oftmals haben die Fettsäurereste
(und besonders die DHA-Reste)
die günstigsten
Herzkranzgefäßwirkungen
und sind ω-3-Fettsäurereste,
obwohl auch andere Fettsäurereste
(wie Arachidonsäure
und γ-Linolensäure, die
beide ω-6-Fettsäurereste
sind) sich auch als günstig
erwiesen.
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Quellen
von Triglyceriden, die wenigstens einen DHA-Rest enthalten, sind
beispielsweise, aber nicht ausschließlich, modifizierte Pflanzenöle, Meerestieröle (zum
Beispiel Robben- und Walspeck, siehe beispielsweise Patent Abstracts
of Japan, Band 1997, Nr. 06), Fischöle (zum Beispiel Mehadenöl, Lachsöl, Makrelenöl, Dorschäl, Heringsöl, Sardinenöl, Capelinöl und Thunfischöl), Meeresalgen
und menschliche Milch. Solche Quellen enthalten jedoch typischerweise
noch viele andere Kategorien von Verbindungen. Diese Verbindungen
schließen
verschiedene andere Triglyceride, die eine breite Vielzahl von Fettsäureresten
(z. B. den ω-6 DPA-Rest
in der Formel (II)) mit variierenden Graden von Nährstoff-
oder pharmazeutischem Wert. Es ist daher oftmals erwünscht, ein
Triglycerid, welches mindestens einen DHA-Rest enthält (besonders
ein Triglycerid, das zwei DHA-Reste besitzt) aus anderen Verbindungen
in der Quelle, bevor das Triglycerid für Nahrungs- oder pharmazeutische
Zwecke verwendet wird.
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Zahlreiche
Methoden wurden alleine oder in Kombination miteinander verwendet,
um spezielle Fettsäuren
und deren Derivate (d.h. Ester, Amide, Triglyceride, usw.) aus verschiedenen
natürlich
vorkommenden Quellen zu isolieren (oder wenigstens zu konzentrieren).
Diese Verfahren schließen
fraktionierte Kristallisation bei niedrigen Temperaturen, Molekulardestillation,
Kristallisation von Harnstoffadukt, Extraktion mit Metallsalzlösungen,
Fraktionierung von Fluid bei überkrischen
Bedingungen auf im Gegenstrom arbeitenden Kolonnen, sowie Chromatographie
mit stationärem
Bett).
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Ein
Chromatographiesystem mit stationärem Bett kann eine nicht-polare
stationäre
Phase (d.h. ein chromatographisches Phasenumkehrsystem) oder eine
polare stationäre
Phase (d.h. ein chromatographisches System mit normaler Phase) verwenden.
Die Verwendung eines chromatographischen Systems mit Umkehrphase
ist in T. Nakahara, T. Yokochi, T. Higashihara, S. Tanaka, T. Yaguchi & D. Honda in „Herstellung
von Docosahexaen- und Docosapentaeinsäuren durch Schizochytrium sp.,
isoliert aus Yap Islands" JAOCS,
Band 73, Nr. 11, Seiten 1421 – 26
(1996) beschrieben. Nakahara et al. berichten über eine Isolierung von vier
Triglyceriden, die DHA-Reste enthalten, aus Mikromeeresalgen (d.
h. Schizochytrium sp.) durch ein Flüssigkeits-Chromatographieverfahren
mit hoher Leistung und einer Umkehrphase unter Verwendung einer
mobilen Aceton/Acetonitril-Phase
und eines stationären
Octodecylsilanphase („ODS"). Die stationäre Phase
trennt die Triglyceride auf der Basis der Stärke der Van der Waals'schen Kräfte zwischen
der stationären
Phase und den Fettsäureresten
der Triglyceride. Eine solche stationäre Phase neigt dazu, in Relation
zu anderen herkömmlichen
Phasen (zum Beispiel Kieselgel), die in Chromatographie mit normaler
Phase verwendet wurden, kostspielig zu sein.
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Dünnschicht-Silberionen-Chromatographie
und Chromatographie von Triglyceriden mit überkritischem Fluid sind in
H. Kallio, T. Vanhonen & R.
R. Linko in „Dünnschicht-Silberionen-Chromatographie und Chromatographie
mit überkritischem
Fluid bei baltischen Herings-Triglyceriden", J. Agrig Food Chemistry, Band 39,
1991, Seiten 1573 – 1577
(1991) offenbart.
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Andere
haben eine Verwendung von Flüssigkeits-Chromatographie
hoher Leistung, welche eine stationäre Phase verwendet, die Silberionen
umfaßt,
beschrieben. Die Trennung unter Verwendung einer solchen Kolonne
beruht auf dem Prinzip, daß ein
Metallion (zum Beispiel ein Silberion) reversibel mit Elektronen
von einem π-Orbital
einer Doppelbindung zwischen Kohlenstoffatomen eines ungesättigten
Fettsäurerests
koordinativ bindet, um einen Metallkomplex mit dem ungesättigten
Fettsäurerest
zu bilden. Die Festigkeit des Komplexes neigt dazu, beispielsweise
von der Kettenlänge
des Festsäurerests,
der Anzahl der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen in dem Rest,
den Positionen der Doppelbindungen und davon, ob die Doppelbindungen
cis- oder trans-Konfigurtion
haben, abzuhängen.
Obwohl diese Technik verwendet wurde, um Triglyceride von Gemischen
von Triglyceriden zu trennen, sind die Triglycerid-Typen, die nach
dieser Technik getrennt wurden, bisher noch begrenzt. Die Anwendung
von Flüssigkeits-Hochleistungs-Chromatographie
zur Trennung von Triglyceriden wurde beispielsweise in 1. Elflnan-Borjesson,
S. V. D. Hark & M.
Harrod in „Gradienten
von π-Heptan
und Acetonitril in Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographieanalysen
mit Silberionen von cis- und trans-Bindungen in Lipiden", JAOCS, Band 74,
Nr. 9, Seiten 1177 – 80
(1997) diskutiert. Eine getrennte Diskussion einer solchen Anwendung
kann man in P. Laakso & P.Voutilainen
in „Analyse
von Triacylglycerolen mit Silberionen-Nochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie – Chemische
Ionisierungs-Massenspektrometrie bei Atmosphärendruck", Lipide, Band 31, Nr. 12. Seiten 1311 – 21 (1996)
finden. Eine weitere getrennte Diskussion einer solchen Anwendung
kann man in G. Dobson, W. W. Christie & B. Nikolova-Damyanova in „Review: Silberionen-Chromatographie von
Lipiden und Fettsäuren", J. Chrom. B. Band
671, Seiten 197 – 222(1995) finden.
Eine weitere separate Diskussion einer solchen Anwendung findet
sich in B. Nilolova-Damyanova, „Silberionen-Chromatographie
und Lipide", Advances
in Lipid Methology – One,
Ch. 6, Seiten 182 – 237
(W. W. Christie, Herausgeber The Oily Press, Ayr, Schottland 1992).
Chromatographie unter Verwendung von Kohlendioxid als überkritisches
Fluid einer silberhaltigen Säule
zur Abtrennung von Triglyceriden ist in EP-A-0 644 157 beschrieben.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Diese
Erfindung bietet ein zuverlässiges
und kosteneffektives Verfahren, das verwendet werden kann, um ein
Triglycerid, das wenigstens einen DHA-Rest umfaßt (und besonders Triglyceride
mit zwei DHA-Resten) von seiner natürlich vorkommenden Quelle abzutrennen,
die typischerweise wenigstens ein anderes Triglycerid enthält. Dieses
Verfahren überwindet
die folgenden primären
Schwierigkeiten: (1) die hier betroffenen Triglyceride sind hochkomplexe
Moleküle
und (2) oftmals gibt es nur einen feinen Unterschied (wie einen
Unterschied von einer Doppelbindung) in der Struktur zwischen dem
erwünschten
Triglycerid und dem anderen Triglycerid oder den anderen Triglyceriden
in der Quelle.
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Nach
einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung bekommt man ein Verfahren
zur Abtrennung eines ersten Triglycerids, das einen Docosahexaensäurerest
umfaßt,
von einem zweiten, indem man ein Beschickungsgemisch, welche Triglycerid
aus Meeresalgen einschließlich
des ersten Triglycerids und des zweiten Triglycerids enthält, in eine
erste chromatographische Trennzone einführt und eine erste Fraktion
dieses Beschickungsgemisches in der genannten ersten Trennzone isoliert,
wobei diese erste Fraktion ein Massenverhältnis des ersten Triglycerids
zu dem zweiten Triglycerid hat, das größer als jenes in dem Beschickungsgemisch
ist, und wobei die erste Trennzone eine stationäre Phase umfaßt, die
Metallionen enthält,
welche zu einer koordinativen Bindung mit einer Doppelbindung eines
Fettsäurerests
des ersten Triglycerids in der Lage ist.
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Nach
einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung bekommt man ein
Verfahren zur Abtrennung eines ersten Triglycerids, das einen Docosahexaensäurerest
umfaßt,
von einem zweiten Triglycerid, indem man ein Beschickungsgemisch,
welches Triglyceride aus Meeresalgen einschließlich des ersten Triglycerids und
des zweiten Triglycerids in eine chromatographische Trennzone einführt und
eine Fraktion des Beschickungsgemischs in dieser Trennzone isoliert,
wobei diese Fraktion des Beschickungsgemischs ein Massenverhältnis des
ersten Triglycerids zu dem zweiten Triglycerid aufweist, das größer als
jenes in dem Beschickungsgemisch ist, wobei die Trennzone eine stationäre Phase
umfaßt,
die Metallionen enthält,
die aus der Gruppe Silber-, Magnesium- und Calciumionen ausgewählt sind.
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Nach
einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung bekommt man ein
Verfahren zur Abtrennung eines ersten Triglycerids, das zwei ω-3-Docosahexaensäurereste
und einen Palmitinsäurerest
umfaßt,
von einem zweiten Triglycerid, das einen ω-3-Docosahexaensäurerest,
einen ω-6-Docosapentaensäurerest
und einen Plamitinsäurerest
umfaßt,
indem man ein Beschickungsgemisch, welches Triglyceride aus Meeresalgen einschließlich des
ersten Triglycerids und des zweiten Triglycerids enthält, in eine
Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographiesäule einführt, die
eine stationäre
Phase umfaßt,
welche (a) Kieselgel und (b) Metallionen aus der Gruppe der Silberionen
und Magnesiumionen umfaßt,
und das erste Triglycerid aus der Säule durch Kontakt der stationären Phase
mit einem Eluirmittel eluiert, um ein Eluat mit einem Massenverhältnis des
ersten Trglycerids zu dem zweiten Triglycerid zu bekommen, das größer als
jenes in dem Beschickungsgemisch ist.
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Andere
Merkmale dieser Erfindung werden teilweise ersichtlich und teilweise
nachfolgend ausgeführt.
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Detaillierte Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wurde ein neues und brauchbares Verfahren für die Abtrennung und
Gewinnung eines erwünschten
Triglycerids mit einem DHA-Rest (und besonders ein Triglycerid mit
zwei DHA-Resten) von einem Gemisch, das wenigstens ein anderes Triglycerid
enthält,
entwickelt. Diese Methode erwies sich als besonders brauchbar für die Abtrennung
von Triglyceriden von dem Öl
von Meeresmikroalgen (zum Beispiel goldenen Meeresmikroalgen).
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Die
Triglyceride, die unter Verwendung des Verfahrens der vorliegenden
Erfindung abgetrennt und gewonnen werden, umfassen allgemein wenigstens
einen DHA-Rest und vorzugsweise einen ω-3-DHA-Rest. Dieser DHA-Rest
kann in irgendeiner der drei Positionen im Glycerol-Grundgerüst angeordnet
sein (d.h. der Rest kann OOCR1, OOCR2 oder OOCR3 in der
allgemeinen Formel CH2(OOOR1)CH(OOCR2)CH2(OOCR3). Es wurde herausgefunden, daß das Verfahren
besonders brauchbar zur Abtrennung und Gewinnung von Triglyceriden
mit zwei DHA-Resten ist (zum Beispiel Formel (I) oben), die in irgendwelchen
der drei Positionen am Glycerol-Grundgerüst angeordnet sein können. Diese
Methode ist brauchbar, selbst wenn das Anfangsgemisch andere Triglyceride
enthält,
die einen DHA-Rest umfassen. In der Tat wurde mit dieser Erfindung
herausgefunden, daß dieses
Verfahren besonders brauchbar ist zur Abtrennung und Gewinnung eines
Triglycerids, das zwei DHA-Reste und einen Palmitinsäurerest
umfaßt
(zum Beispiel Triglycerid mit der Struktur der Formel (I) oben)
von einem Gemisch, das auch ein Triglycerid mit einem DHA-Rest,
einem DPA-Rest und einem Palmitinsäurerest enthält (zum
Beispiel einem Triglycerid mit der Struktur der Formel (II) oben),
Und, wenn erwünscht,
kann dieses Verfahren weiter verwendet werden, um ein zweites Triglycerid
abzutrennen und zu gewinnen (zum Beispiel ein Triglycerid mit der
Struktur der Formel (II) oben) aus dem Gemisch.
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Typischerweise
ist der Mechanismus der Abtrennung, anders als bei der Ionenaustauschsäulenabtrennung,
hier nicht auf Ionenaustauschgleichgewichten basierend. Statt dessen
beruht die Abtrennung gewöhnlich
wenigstens teilweise auf Metallionen in der Kolonne, die koodinativ
reversibel mit Elektronen eines n-Orbital einer Doppelbindung zwischen
Kohlenstoffatomen eines ungesättigten
Fettsäurerests
des gewünschten
Triglycerids unter Bildung eines Metallkomplexes mit dem ungesättigten
Fettsäurerest
bindet. Dieser Komplex stammt von dem Ladungsüberführungstyp; der ungesättigte Fettsäurerest
wirkt als ein Elektronendonor, und das Silberion wird auch als ein
Elektronenakzeptor. So bleiben im wesentlichen alle Metallionen in
der Trennzone während
der ganzen Trennung.
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Die
Struktur der chromatographischen Trennzone, die gemäß der Erfindung
verwendet wird, kann stark variieren. Die Trennzone kann beispielsweise
eine Kolonne mit Packung oder eine offene Röhrenkolonne sein. Bei einer
besonders bevorzugten Ausführungsform
umfaßt
die Trennzone eine zylindrische Säule, die mit einem porösen Material
(d.h. der stationären
Phase) gepackt ist. Da zylindrische gepackte Säulen derzeit die am meisten
bevorzugte Struktur für
die Durchführung
der Trennung sind, konzentriert sich die folgende Diskussion auf
Ausführungsformen,
die eine zylindrische gepackte Kolonne verwenden. Es sollte jedoch
erkannt werden, daß diese
Erfindung nicht auf die Verwendung von Trennzonen mit zylindrisch
gepackten Kolonnen beschränkt
ist. Es sollte weiterhin erkannt werden, daß diese Erfindung ansatzweise
oder in kontinuierlicher Weise ausgeführt werden kann.
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Der
Durchmesser und die Länge
der Kolonne können
weitgehend variieren. Beispielsweise können Kolonnen mit Durchmessern
so eng wie 2 mm verwendet werden, besonders für analytische Zwecke. Andererseits
können
gewerbliche Kolonnen Durchmesser im Bereich von etwa 5 bis etwa
60 cm oder mehr haben. Vorzugsweise ist das Verhältnis der Länge zum Durchmesser etwa 5:1
bis etwa 125:1, stärker
bevorzugt etwa von 10:1 bis etwa 40:1 und am meisten bevorzugt von
etwa 10:1 bis etwa 25:1.
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Typischerweise
hat die stationäre
Phase die Form von Teilchen (manchmal als das „Packungsmaterial" bezeichnet). Die
bevorzugte Größe dieser
Teilchen variiert, je nach dem Durchmesser und der Länge der Kolonne,
sowie der Form der Teilchen. Kleinere Packungsgrößen erzeugen normalerweise
bessere Trennung, doch erzeugen kleinere Packungsgrößen einen
höheren
Duckabfall und Rückdruck.
So sind die Teilchen bevorzugt so klein wie möglich ohne Erzeugung von mehr
Rückdruck
als von der Struktur der Chromatographiezone toleriert werden kann.
Im allgemeinen liegt die bevorzugte Größe der Packungsbereiche von
etwa 1 bis etwa 1000 μm
in ihrer größten Abmessung.
Beispielsweise hat bei einer Ausführungsform dieser Erfindung
die Kolonne einen Innendurchmesser von etwa 2 mm bis etwa 10 mm,
und die Größe der Teilchen
liegt vorzugsweise bei etwa 3 bis etwa 20 μm in ihrer größten Abmessung.
Stärker
bevorzugt liegt die Größe der Teilchen in
einer solchen Kolonne bei etwa 5 μm
in ihrer größten Abmessung.
In größeren Kolonnen,
die typischerweise in gewerblichem Maßstab verwendet werden (d.h.
Kolonnen mit Durchmessern von etwa 5 bis etwa 60 cm) ist die Größe der Teilchen
vorzugsweise etwa 60 bis etwa 200 μm in ihrer größten Abmessung.
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Die
Teilchen sind auch vorzugsweise regelmäßig geformt, um Gleichmäßigkeit
in der gesamten Kolonne zu erzeugen. Typischerweise ist es bevorzugt,
daß die
Teilchen kugelig sind, da kugelige Teilchen dazu neigen, eine dichtere
Packung als Teilchen mit anderen Formen zu geben. In einigen Situationen
jedoch sind unregelmäßig geformte
Teilchen bevorzugt, um den Rückdruck
zu vermindern oder eine größere Oberfläche bei
einem bestimmten Rückdruck
zu erzeugen.
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Die
stationäre
Phase kann eine große
Vielzahl von Materialien umfassen. Vorzugsweise umfaßt die stationäre Phase
einen Träger
und Metallionen. Die Metallionen sind vorzugsweise an den Träger gebundne, so
daß sie
nicht aus der Kolonne während
des Trennverfahrens eluiert werden. Es ist bevorzugt, daß die Metallionen
in der Lage sind, koordinativ mit einer Doppelbindung eines Fettsäurerests
des enrwünschten
Triglycerids einen Metallkomplex mit dem ungesättigten Fettsäurerest
zu bilden. Beispiele geeigneter Metallionen sind Metallionen aus
der Gruppe Silber-, Magnesium- und Calciumionen. Bei einer besonders
bevorzugten Ausführungsform
umfassen die Metallionen Silberionen. Bei einer anderen besonders
bevorzugten Ausführungsform
sind die Metallionen Magnesiumionen. Bei noch einer anderen bevorzugten
Ausführungsform
sei betont, daß es
in einigen Fällen
erwünscht
sein kann, unterschiedliche Metallionen in der stationären Phase zu
vereinigen, besonders um eine erwünschte Selektivität zu erreichen.
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Die
Trägertypen
in der stationären
Phase können
weit variiert werden. Der Träger
kann beispielsweise Borax oder ein vernetztes Polystyrol umfassen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform hat der Träger Kieselsäurebasis.
Beispielsweise kann der Träger
ein Silikat umfassen. Geeignete Silikatträger sind beispielsweise Zeolith,
Calciumsilikat und Magnesiumsilikat (zum Beispiel Mg3(Si4O10)(OH)2 („Talkum") und FLORISIL® (Sigma
Chemical, St. Louis, MO)). In einer stärker bevorzugten Ausführungsform
umfaßt
der Träger
ein Kieselgel. Metallionen können
an das Kieselgel beispielsweise durch Vermischen des Kieselgels
mit einer Lösung,
die ein Salz von Metallionen enthält, gebunden werden. Diese
Methode ist in der Technik bekannt. Siehe zum Beispiel US-Patent
5,672,726 (Bindung von Silberionen an Kieselsäuregel durch Vermischen des
Kieselsäuregels
mit Ethanol, das 10g gelöstes
Silbernitrat per 100 g Kielsesäuregel
enthält),
welches hier durch Bezugnahme einbezogen wird. In der am meisten
bevorzugten Ausführungsform
ist der Träger
ein Kieselsäuregel mit
Liganden auf s einer Oberfläche.
Ein Beispiel einer geeigneten, gewerblich erhältlichen Kolonne, die ein Kieselgel
mit Liganden auf der Oberfläche
enthält,
ist das ChromSpher 5 Lipids HPLC-Kolonne aus Chrompack (Raritan,
NJ). Diese spezielle Kolonne verwendet, wie berichtet, Silber-modifiziertes
kugelförmiges
Kieselgel. Die Liganden auf der Oberfläche des Gels sind Sulfonsäurereste,
gebunden an Silberionen. In einer Ausführungsform wird Kieselsäuregel mit
Metallionen gesättigt.
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Die
Trennzone umfaßt
auch eine mobile Phase (manchmal als das „Eluirmittel" bezeichnet). Die
mobile Phase umfaßt
vorzugsweise ein nicht-polares Lösungsmittel.
Allgemein ist es bevorzugt, daß dieses
Lösungsmittel
ein unsubstituierter Kohlenwasserstoff ist. Dieser Kohlenwasserstoff
kann eine gerade Kette, verzweigte Kette oder zyklisch sein. Beispiele
besonders geeigneter Kohlenwasserstoffe sind Pentan, Hexan, Cyclohexan,
Isohexan, Heptan und Octan.
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Die
mobile Phase kann auch ein polares Lösungsmittel umfassen, wie ein
Nitril (zum Beispiel Acetonitril und Propionitril), einen Ester
zum Beispiel Ethylacetat) ein Keton (zum Beispiel Aceton, Methylethylketon und
Methylisoamylketon), Dichlormethan oder Chloroform. Das polare Lösungsmittel
macht typischerweise nicht mehr als etwa 5 Vol.-% der mobilen Phase
aus und stärker
bevorzugt etwa 0,1 bis etwa 2 Vol.-% der mobilen Phase. Der Zweck
der polaren Verbindung ist der, die Reversibilität der Komplexbildung zwischen
den Metallionen in der Kolonne und den Fettsäureresten zu verbessern. Dies
seinerseits vermindert (a) die Verweilzeit der Triglyceride in der
Trennzone und (b) die Menge des Eluiermittels. Das polare Lösungsmittel
löst vorzugsweise
die stationäre
Phase nicht oder stört
nicht die Technik, die angewendet wird, die Peaks in dem aus der
Säule austretenden
Eluat. Es ist besonders bevorzugt, beispielsweise Acetonitril als
die polare Komponente in der mobilen Phase zu verwenden, wenn die
Trennung (a) in der stationären
Phase unter Verwendung mit einem Kieselgel und mit Metallionen und
(b) Ultraviolettfeststellung verwendet wird, um das Eluat zu analysieren.
Wasser, Alkohole und Amine werden andererseits vorzugsweise vermieden,
wenn man solch ein System verwendet.
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Die
Abtrennung kann isokratisch erfolgen (d.h. die Konzentration der
polaren Komponente in der mobilen Phase ist während der Trennung im wesentlichen
konstant entlang der gesamten Länge
der Kolonne). Alternativ kann die Konzentration des polaren Lösungsmittels
in der mobilen Phase, die in die Kolonne eintritt, mit der Zeit
während
der Trennung variieren, was zu anschließender Entwicklung eines Gradienten
in der Konzentration in polarem Lösungsmittel (a) gegen den Abstand
entlang der Kolonne und (b) gegen die Zeit an einem Punkt in der
Kolonne führt.
Ein solcher Gradient neigt dazu, den Bereich der Zeit, in welcher
ein spezielles Triglycerid aus der Kolonne in dem Eluat erscheint,
zu verengen und dabei die Konzentration des Triglycerids zu steigern,
wenn es als ein Eluat aus der Kolonne auftaucht. Wenn ein Gradient
verwendet wird, ist der Grad der Veränderung in der Konzentration
der polaren Komponente gegenüber
der Zeit vorzugsweise konstant, und die Konzentration der polaren
Komponente in dem in die Kolonne eingeführten Eluirmittel liegt vorzugsweise
im Bereich von 0,1 Vol-% nahe dem Beginn der Abtrennung bis etwa
5 Vol-% nahe dem Ende der Abtrennung. Beispielsweise wenn Acetonitril
als die polare Komponente verwendet wird und ein Konzentrationsgradient
des Acetonitrils erwünscht
ist, ist es bevorzugt, daß der
Bereich der Acetonitrilkonzentration etwa 0,1 Vol.-% nahe dem Beginn
der Abrennung bis etwa 2 Vol.-% nahe dem Ende der Abtrennung ist.
Die bevorzugte Veränderungsgeschwindigkeit
in der Acetonitrilkonzentration liegt bei etwa 0,3 bis etwa 5,7
Vol.-% je Stunde und stärker
bevorzugt im Bereich von etwa 1 bis etwa 3 Vol.-% je Stunde. Allgemein
kann eine bessere Auflösung
unter Verwendung einer langsameren Veränderungsgeschwindigkeit in
der Konzentration der polaren Komponente erzielt werden. Eine langsamere
Veränderungsgeschwindigkeit
glättet
aber auch die Peaks und erzeugt daher stärker verdünntes Produkt.
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Die
Kolonne wird vorzugsweise vor der Durchführung der Trennung äquilibriert. Äquilibrierung
kann typischerweise erreicht werden, indem man die mobile Phase
allein (d.h. die nicht-polaren und polaren Lösungsmittel alleine, ohne das
Triglycerid-Beschickungsmaterial) durch die Kolonne während einer
Zeitdauer, vorzugsweise von etwa 15 bis etwa 120 Minuten passieren
läßt. Während der Äquilibrierung
geht die mobile Phase vorzugsweise durch die Kolonne mit der Geschwindigkeit,
die während
der Abtrennung verwendet wird. Bei den meisten Kolonnen kann eine Äquilibrierung
erreicht werden, indem man etwa 5 bis etwa 20 Kolonnenvolumenteile
der mobilen Phase durch eine feuchte Kolonne gehen läßt. Beispielsweise
wurde gemäß dieser Erfindung
gefunden, daß bei
Verwendung von zwei feuchten Chrompack ChromSpher 5 Lipid-HPLC-Kolonnen in
Reihe mit 2 mm Inndurchmesser und 250 mm Länge die mobile Phase vorzugsweise
durch die Kolonne während
etwa 120 Minuten bei 0,2 cm3/Min. geht.
Und für
eine feuchte ChromSpher 5 Lipid-HPLC-Kolonne mit 10 mm Innendurchmesser
und mit 250 mm Länge
geht die mobile Phase vorzugsweise durch die Kolonne während etwa
120 Minuten bei 3 cm3/Min.
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Bevor
das Triglycerid-Beschickungsmaterial in die Trennzone eingeführt wird,
wird es vorzugsweise zunächst
in einem Lösungsmittel
gelöst.
Es ist besonders bevorzugt, das Triglycerid-Beschickungsmaterial in dem gleichen
nicht-polaren Lösungsmittel
zu lösen,
wie es als das nicht-polare
Lösungsmittel
in der mobilen Phase verwendet wird. Somit wird beispielsweise,
wenn die mobile Phase Cyclohexan und Acetonitril enthält, das
Triglycerid-Beschickungsmaterial vorzugsweise in Cyclohexan gelöst. Allgemein
ist es bevorzugt, das Triglycerid-Beschickungsmaterial in ausreichend
Lösungsmittel
zu lösen,
so daß die
Konzentration des Triglycerid-Beschickungsmaterials in dem Lösungsmittel
bei etwa 1 bis etwa 10 mg/ml liegt.
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Vorzugsweise
wird, nachdem das Triglycerid-Beschickungsmaterial in dem Lösungsmittel
aufgelöst wurde
und die Trennzone äquilibriert
wurde, das Triglycerid-Beschickungsgemisch (d.h. das Lösungsmittel und
das Triglycerid-Beschickungsmaterial) in einen Beschickungsstrom
der mobilen Phase eingeführt,
welcher anschließend
in die Chromatographie-Trennzone eingeführt wird. Die bevorzugte Beladung
des Triglycerid-Beschickungsmaterials kann beispielsweise je nach
der Kolonnengröße und dem
erwünschten
Trennungsgrad variieren. Allgemeine wird bei einer Kolonne mit einem
Innendurchmesser von 10 mm diese vorzugsweise mit etwa 0,1 mg bis
etwa 100 mg Triglycerid-Beschickungsmaterial beladen, am meisten
bevorzugt mit etwa 10 mg Trglycerid-Beschickungsmaterial. Verdopplung
des Kolonnendurchmessers ermöglicht
typischerweise als Faustregel, das Vierfache an Triglycerid-Beschickungsmaterial
in die Kolonne einzuführen.
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Typischerweise
liegt die Trennungszeit bei etwa 20 Minuten bis etwa 6 Stunden.
Stärker
bevorzugt liegt die Abtrennungszeit bei etwa 20 Minuten bis etwa
2 Stunden. Wie die bevorzugte Beladung, kann die bevorzugte Fließgeschwindigkeit
der mobilen Phase variieren, beispielsweise je nach der Größe der Kolonne
und dem erwünschten
Trennungsgrad. Sie variiert auch beispielsweise mit der Menge an
Rückdruck,
den die Anlage tolerieren kann. Unter Anwendung der technischen
Lehre dieser Beschreibung und des allgemeinen Fachwissens kann der
Fachmann die geeignete Beladung und Fließgeschwindigkeit routinemäßig bestimmen.
-
Der
Fließwiderstand
der Kolonne erfordert gewöhnlich,
daß der
Beschickungsstrom der mobilen Phase in die Kolonne unter Druck eingeführt wird.
Typischerweise wird der Strom der mobilen Phase über eine Pumpe mit mäßigem Druck
oder eine Hochdruckpumpe eingeführt.
Dies bewirkt, daß der
Strom der mobilen Phase, der das Triglycerid-Beschickungsgemisch
enthält,
durch die Packung hindurchsickert und schließlich die Kolonne als eine
Reihe von Eluaten verläßt. Der
während der
Abtrennung verwendete Druck beeinflußt die Trennung allgemein nicht.
Der Druck sollte ausreichend sein, um die erwünschte Fließgeschwindigkeit der mobilen
Phase durch die Kolonne zu bekommen, vorzugsweise aber nicht so
groß,
daß die
Unversehrtheit der Kolonnenstruktur gefährdet wird. Für die meisten
Kolonnen liegt de bevorzugte Druck bei etwa 100 bis etwa 6000 psi
(700000 bis etwa 41000000 Pa) und stärker bevorzugt, bei etwa 500
bis etwa 3000 psi (3500000 bis 21000000 Pa).
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Die
Temperatur während
der Trennung ist allgemein nicht kritisch. Es ist jedoch bevorzugt,
Temperaturen zu vermeiden, die bewirken, daß die mobile Phase sieded oder
ein Abbau der Triglyceride verursacht wird. Typischerweise ist es
bevorzugt, daß die
Temperatur von etwa 0 bis etwa 60°C
und stärker
bevorzugt von etwa 20 bis etwa 25°C
beträgt.
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Wenn
ein Eluat aus der Kolonne kommt, kann es unter Verwendung verschiedener
quantitativer oder qualitativer analytischer, in der Technik bekannter
Einrichtungen analysiert werden, wie mit Refraktometern, Polarimetern
und Detektoren (zum Beispiel Ultraviolettdetektoren). Beispielsweise
kann eine Analyse des Eluats unter Verwendung eines Verdampfungs-Lichtstreuungsdetektors
(zum Beispiel Modell #750/14 der Applied Chromatography Systems
Ltd., Macclesfield, Cheshire, England) durchgeführt werden. Bei einer besonders bevorzugten
Ausführungsform
wird das Eluat unter Verwendung eines Ultraviolettdetektors, wie
des Diode-Array Ultraviolet Detektors (Hewlett-Packard, Palo Alto,
CA), der auf 205 nm eingestellt ist, analysiert. Bei Verwendung
einer solchen Analyse kann das Eluat mit der erwünschten Triglyceridzusammensetzung
isoliert und aus der Kolonne gewonnen werden.
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Bei
einer Ausführungsform
dieser Erfindung wird auch ein zweites Eluat aufgefangen, um ein
zweites Triglycerid zu isolieren und zu gewinnen. Dieses Triglycerid
kann selbst erwünscht
sein, zum Beispiel für
Nährzwecke
oder aus medizinischen Gründen.
Statt dessen kann das zweite Triglycerid anschließend hydrolysiert werden
(d.h. die Fettsäurereste
der Triglyceride können
von dem Glycerin-Grundgerüst
des Triglycerids unter Bildung der entsprechenden freien Fettsäuren) oder
umgeestert werden (d.h. die Fettsäurereste des Triglycerids können von
dem Glycerin-Grundgerüst
des Triglycerids abgespalten und dann zur Bildung zu Estern der Fettsäurereste
verwendet werden).
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Hydrolyse
des zweiten Triglycerids können
beispielsweise durch säurekatalysierte
oder basenkatalysierte Hydrolyse durchgeführt werden. Bei einer Ausführungsform
dieser Erfindung wird eine Hydrolyse des zweiten Triglycerids unter
Verwendung des säurekatalysierten
Verfahrens durchgeführt,
bei dem man das Triglycerid bei etwa 20 bis 150°C (am meisten bevorzugt bei
etwa 100°C)
in einem Gemisch inkubiert, das Wasser und eine Mineralsäure enthalt
(zum Beispiel ein Gemisch von Wasser und HCl mit einer HCl-Konzentration von
etwa 4 bis etwa 10 Gew.-%). Die Triglycerid-Konzentration in dem
Gemisch von Säure
und Wasser liegt vorzugsweise bei etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.-% und
am meisten bevorzugt bei etwa 1 Gew.-%. Um die Hydrolyse unter Verwendung
einer Base durchzuführen,
wird ein Basenkatalysator (zum Beispiel KOH) anstelle eines Säurekatalysators
verwendet. Ungeachtet dessen, ob der Katalysator eine Säure oder
eine Base ist, wird die Hydrolyse vorzugsweise in einer nicht-oxidierenden
Atmosphäre
durchgeführt
(d.h. die At mosphäre
umfaßt nicht-oxidierende
Gase, wie N2 und/oder ein Edelgas, und vorzugsweise
besteht sie im wesentlichen aus nicht-oxidierendem Gas).
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Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
wird das zweite Triglycerid umgeestert, um Alkylester des Fettsäurerestes
zu bilden. Umesterung ist allgemein in der Technik bekannt, siehe
zum Beispiel W. W. Christie, „Herstellung
von Esterderivaten von Fettsäuren
für chromatographische
Analyse", Advances
in Lipid Methodology – Band
zwei, Ch. 2, Seiten 70 – 82
(W. W. Christie, Herausgeber, The Oily Press, Dundee, United Kingdom,
1993). (wird hier unter Bezugnahme einbezogen). Die durch die Umesterung
gebildeten Alkylester sind vorzugsweise niedermolekulare Alkylester
der Fettsäurereste
und stärker
bevorzugt Methylester oder Ethylester der Fettsäurereste, d.h. die Alkylester
der Formal (III):
worin R
1 vorzugsweise
ein Hydrocarbylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und stärker bevorzugt
mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen ist und R
2 ein
geradkettiger Hydrocarbylrest der Fettsäure ist. Beispielsweise hat
der Methylester 4, 7, 10, 13, 16, 19-DHA und die Formel (IV) (ohne
Berücksichtigung,
ob die Doppelbindungen cis oder trans sind):
-
-
Gleichermaßen hat
der Ethylester von 4, 7, 10, 13, 16, 19-DHA die Formel (V) (ohne
zu berücksichtigen,
ob die Doppelbindungen cis oder trans sind):
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-
Ethylester
sind allgemein am meisten bevorzugt, da sie typischerweise weniger
giftig sind, wenn man sie ißt.
Beispielswiese hydrolysieren Ethylester typischerweise unter Bildung
von Ethanol beim Aufschließen, während Methylester
typischerweise hydrolysieren und beim Aufschluß Methanol bilden.
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Bei
einer Ausführungsform
dieser Erfindung wird das Triglycerid umgeestert, um die Alkylester
der Fettsäurereste
durch säurekatalysierte
Umesterung zu bilden, bei der das Triglycerid durch einen Alkohol
in Gegenwart eines Säurekatalysators
umgeestert wird. Säurekatalysierte
Umesterung kann beispielsweise durch Inkubieren eines Triglycerids
bei etwa 20 bis etwa 50°C
(am meisten bevorzugt bei etwa 100°C) in einem Gemisch, das Alkohol
und eine Mineralsäure
(zum Beispiel HCl) enthält,
vorzugsweise unter einer nicht-oxidierenden Atmosphäre und in
Abwesenheit von Wasser (d.h. das Gemisch von Alkohol und Säure besteht
im wesentlichen nicht aus Wasser) durchgeführt werden. Bei einer Ausführungsform
wird das Gemisch von Triglycerid, Säure und Alkohol wenigstens
etwa 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Bei einer anderen Ausführungsform
wird das Gemisch von Triglycerid, Säure und Alkohol auf etwa 20
bis etwa 50°C über Nacht
gehalten. Der Alkohol hat die Formel R1-OH
(worin R1 wie oben für Formel III) definiert ist,
und so ausgewählt
wird, daß der erwünschte Fettsäureester
gebildet wird. Beispielsweise kann Methanol zur Bildung von Methylestern
verwendet werden, und Ethanol kann zur Bildung von Ethylestern benutzt
werden. Da säurekatalysierte
Umesterung typischerweise reversibel ist, ist der Alkohol vorzugsweise
in einem großen Überschuß vorhanden,
so daß die Reaktion
im wesentlichen vollständig
abläuft.
Vorzugsweise liegt die Triglycerid-Konzentration in dem Alkohol/Säuregemisch
bei etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.-% und am meisten bevorzugt bei etwa
1 Gew.-%. In den meisten Fällen
ist die Säure
vorzugsweise HCl. Wenn die Säure
HCl ist, liegt die Konzentration an HCl in dem Alkohol/HCl-Gemisch vorzugsweise
bei etwa 4 bis etwa 10 Gew- %. Ein solches Gemisch kann nach verschiedenen
Methoden hergestellt werden, die bekannt sind, wie Einperlen von
trockenem gasförmigem
Chlorwasserstoff in trockenes Ethanol. Obwohl HCl am meisten bevorzugt
ist, können
auch andere Säuren
alternativ verwendet werden. Eine solche Säure ist H2SO4, die typischerweise in einer Konzentration
von etwa 0,5 bis etwa 5 Gew. % in dem Alkohol verwendet wird. Es
sei jedoch bemerkt, daß,
weil H2SO4 ein stark
oxidierendes Mittel ist, sie bevorzugt nicht mit langen Rückflußzeiten
(d.h. länger
als etwa 6 Stunden) bei hohen Konzentration (d.h. größer als
etwa 5 Gew.-%) oder bei hohen Temperaturen (d.h. höher als
150°!C)
verwendet wird. Ein anderes Beispiel einer geeigneten Säure ist
Bortrifluorid, welches vorzugsweise bei einer Konzentration von etwa
1 bis etwa 20 Gew.-% in dem Alkohol verwendet wird. Bortrifluorid
ist jedoch weniger bevorzugt als HCl, da Bortrifluorid eine größere Neigung
besitzt, unerwünschte
Nebenprodukte zu erzeugen.
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Ein
Triglycerid kann alternativ beispielsweise durch basenkatalysierte
Umesterung umgeestert werden, indem man das Triglycerid mit einem
Alkohol in Gegenwart eines basischen Katalysators umestert. In diesem
Fall kann das Umesterungsmittel beispielsweise Natrium- oder Kaliummethoxid
(vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa 2 M) in wasserfreiem Ethanol sein.
Andere Basen können
auch verwendet werden, obwohl Basen (zum Beispiel KOH), die in dem
Gemisch unter Bildung von Wasser reagieren, weniger bevorzugt sind,
da Wasser dazu neigt, die Fettsäureester
unter Bildung von freien Fettsäuren
zu hydrolysieren.
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Die
Abtrennung der freien Fettsäuren
oder Alkylester, die aus der Hydrolyse oder Umesterung des zweiten
Triglycerids resultieren, können
unter Verwendung beispielsweise einer Trennzone durchgeführt werden,
die eine stationäre
Phase umfaßt,
welche Metallionen aufweist, die koordinativ an eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
der erwünschten
Fettsäure
oder des erwünschten
Esters binden können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Gemisch, welches die freien Fettsäuren oder Alkylester enthält, in die gleiche
Trennzone eingeführt,
die anfangs zur Isolierung der Triglyceride benutzt wird, während die
Triglyceride abgetrennt werden oder danach. Die mobile Phase umfaßt vorzugsweise
ein nicht-polares Lösungsmittel (am
meisten bevorzugt einen unsubstituierten Kohlenwasserstoff, wie
Pentan, Hexan, Cyclohexan, Isohexan, Heptan oder Octan) und ein
polares Lösungsmittel
(wie Acetonitril, Ethylacetat, Dichlormethan, Chloroform oder Aceton).
Das polare Lösungsmittel
macht vorzugsweise bis nicht mehr als etwa 5 Vol.-% der mobilen
Phase aus (stärker
bevorzugt etwa 0,1 bis etwa 2 Vol.-% der mobilen Phase) und löst die stationäre Phase nicht oder
stört nicht
die Technik, die verwendet wird, die Peaks in dem Eluat zu ermitteln,
welches aus der Kolonne auftaucht. Die Trennung kann isokratisch
sein oder eine mobile Phase verwenden, die einen polaren Lösungsmittelkonzentrationsgradienten
enthält.
Die bevorzugte Beladung, Fließgeschwindigkeit
der mobilen Phase, der Druck und die Temperatur fallen allgemein
in die gleichen Bereich wie jene für die Triglycerid-Trennung unter
Verwendung der gleichen Trennzone.
-
Eine
andere Methode zur Abtrennung vieler freier Fettsäuren und
niedermolekularer Alkylester von Fettsäuren aus Gemischen von Fettsäuren und
niedermolekularen Alkylestern von Fettsäuren unter Verwendung von Silberionen
mit Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie
sind in der Technik bekannt. Eine Diskussion, die ein Beispiel einer
solchen Methode zeigt, kann man beispielsweise in 1. Elfman-Borjesson,
S. V. D. Haerk & N,.
Harrod, „Gradienten
von n-Heptan und Acetonitril in Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie-Analysen
der cis- und trans-Bindungen in Lipiden mit Silberionen", JAOCS, Band 74,
Nr. 9, Seiten 1177 – 80
(1997) (unter Bezugnahme hier einbezogen) (die Trennung des Ethylesters
von DHA aus einer 395 μg-Probe
von Fischöl,
das auch den Ethylester von Eicosapentaensäure enthält, unter Verwendung eines
4,6 × 250
mm Chrompack ChromSpher Lipids, einer Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographiekolonne
einer mobilen Phase von Heptan/Acetonitril, einem Acetonitril-Gradienten
von 0,1 bis 0,3 Vol.-% in der mobilen Phase, einer mobilen Phase
mit einer Fließgeschwindigkeit
von 3 ml/Min. und einer Trenntemperatur von 23 bis 25°C). Eine
getrennte allgemeine Diskussion solcher Trennungen kann man beispielsweise
in B. Nikolova-Damyanova, „Silberionen-Chromatographie
und Lipide", Advances
in Lipid Methodology-One,
Ch. 6, Seiten 182 – 237
(W. W. Christie, Herqausgeber, The Oily Press, Ayr, Schottland 1992)
hier durch Bezugnahme eingeführt)
finden. Eine weitere getrennte allgemeine Diskussion kann man beispielsweise
in G. Dobson, W. W. Christie, & B.
Nilolova-Dayanova „Überblick:
Silberionen-Chromatographie
von Lipiden und Fettsäuren", J. Chrom. B., Band
671, Seiten 197 – 292,
1995) finden (einbezogen hier durch Bezugnahme).
-
Wenn
die erwünschte
freie Fettsäure
oder der Alkylester erst isoliert und gewonnen wurden, kann die freie
Fettsäure
oder der Alkylester selbst direkt verwendet werden (zum Beispiel
für medizinische
oder Nährstoffzwecke).
Alternativ kann, wenn die isolierte Verbindung eine freie Fettsäure ist,
die freie Fettsäure
beispielsweise zu einem Alkylester verestert werden. Wenn andererseits
die isolierte Verbindung ein Alkylester ist, kann der Alkylester
beispielsweise unter Bildung der entsprechenden freien Fettsäure hydrolysiert
oder unter Bildung eines anderen Esters umgeestert werden. Diese
Ausführungsform
ist besonders brauchbar zur Gewinnung von DHA-Resten aus Triglyceriden
in Fällen,
wo die Triglyceride selbst weniger erwünscht sind infolge der anderen
Fettsäurereste,
die in den Triglyceriden vorhanden sind.
-
Definitionen
-
Wenn
nichts anderes angegeben ist, bedeutet der Begriff „Hydrocarbyl" einen Rest, der
ausschließlich aus
Kohlenstoff und Wasserstoff besteht. Das Hydrocarbyl kann verzweigt
oder unverzweigt sein, kann gesättigt
oder ungesättigt
sein und kann eine Ringstruktur umfassen.
-
Beispiele
-
Die
folgenden Beispiele sollen das Verfahren der vorliegenden Erfindung
weiter erläutern
und erklären.
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Beispiel 1
-
Zwei
Silberionen-Chromatographiekolonnen mit enger Bohrung (d.h. 1 ChromSpher
5 Lipid HPLC-Kolonne von Chrompack, Raritan, NJ) in Reihe wurden
verwendet, ein DHA-reiches Öl,
extrahiert aus goldenen Meeresmikroalgen (Kelco, San Diego, CA)
zu analysieren. Dieses Öl
enthält
einen weiten Bereich von Triglycenden. Von den Fettsäureresten
in diesen Triglyceriden schätzte
Kelco, daß etwa
9,1% 14-Kohlenstoff-gesättigte
Fettsäurereste
vorlagen. Etwa 22,8% waren 16-Kohlenstoff-gesättigte Fettsäurereste.
Etwa 2,4% waren ω-6,20-Kohlenstoff-Fettsäurereste
mit drei Doppelbindungen, etwa 2,2% waren ω-3,20-Kohlenstoff Fettsäurereste
mit drei Doppelbindungen, etwa 2,2% waren ω-3,20-Kohlenstoff-Fettsäurereste
mit fünf
Doppelbindungen, etwa 16,2% waren ω-6,22-Kohlenstoff-Fettsäurereste
mit fünf
Doppelbindungen (DPA) und etwa 40,9% waren ω-3,22-Kohlenstoff-Fettsäurereste mit sechs Doppelbindungen
(DHA).
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Die
Kolonnen hatten jeweils eine Länge
von 250 mm (d.h. die Gesamtlänge
der beiden Kolonnen war 500 mm) und einen Innendurchmesser von 2
mm. Die Packung war mit Silbermodifizierte kugelige Kieselsäure mit
Ligandenbedeckung. Die mobile Phase enthielt 1,0% Acetonitril in
Cyclohexan, die Trennung erfolgte bei einer Temperatur von etwa
22°C. Vor
Durchführung
der Trennung wurden die Kolonnen zunächst äquilibriert, indem man die
mobile Phase durch die Kolonnen mit einer Fließgeschwindigkeit von 0,2 ml/Min.
während
etwa 2 Stunden gehen ließ.
Das Triglycerid-Beschickungsmaterial wurde in die Kolonne als ein
Gemisch eingeführt, das
1 mg/ml des DHA-reichen Öls
in Cyclohexan enthielt. Etwa 10 μl
dieses Gemisches wurden in den Beschickungsstrom der mobilen Phase
eingespritzt, während
die Fließgeschwindigkeit
der mobilen Phase auf 0,2 ml/Min. aufrechterhalten wurde. Das Eluat
wurde dann unter Verwendung eines Dioden-Array-Ultraviolettdetektors von Hewlett-Packard,
auf 250 nm eingestellt, analysiert. Zwei Hauptpeaks erschienen in
dem Eluat bei etwa 24,4 Minuten und bei etwa 30,3 Minuten. Die Peaks
hatten keine Überlappung
miteinander.
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Infolge
der in diesem Experiment analysierten kleinen Probenmenge konnte
die Zusammensetzung der Peaks nicht analysiert werden. So wurde
ein zweites Experiment unter Verwendung einer größeren Kolonne und einer größeren Probenmenge
durchgeführt
und ist in Beispiel 2 diskutiert.
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Beispiel 2
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Eine
chromatographische Silberionenkolonne (d.h. eine Chrompack ChromSpher
5-Lipid-HPLC-Kolonne)
mit zwei 4, 7, 10, 13, 16, 19-DHA-Resten und einem Palmitinsäurerest
von bei Kelco angereichertem DHA-Öl (in Beispiel 1 oben beschrieben)
und speziell zur Isolierung und Gewinnung des Triglycerids aus einem
Gemisch, das zusätzlich
ein Triglycerid mit einem 4, 7, 10, 13, 16, 19-DHA-Rest, einem 4,
7, 10, 13, 16-DPA-Rest und einem Palmitinsäurerest besteht. Diese Tren nung
wurde bei einer Temperatur von etwa 22°C durchgeführt. Die Kolonne hatte eine
Länge von
250 mm und einen Innendurchmesser von 10 mm. Die mobile Phase enthielt
1,0% Acetonitril in n-Hexan.
Bevor die Trennung durchgeführt
wurde, wurde zunächst die
Kolonne äquilibriert,
indem die mobile Phase durch die Kolonne mit einer Fließgeschwindigkeit
von 3 ml/Min. während
etwa 2 Stunden hindurchlief. Das Triglycerid-Beschickungsmaterial
wurde in die Kolonne als ein Gemisch eingeführt, das 10 mg/ml DHA-reiches Öl in n-Hexan
enthielt. Spezieller wurden etwa vier Proben dieses Gemisches von
20 ml (d.h. insgesamt etwa 8 mg Triglyceride) in den Beschickungsstrom
der mobilen Phase eingespritzt, während die Fließgeschwindigkeit
der mobilen Phase auf 3 ml/Min. gehalten wurde. Das Eluat wurde
dann unter Verwendung eines Dioden-Array-Ultraviolettdetektors von
Hewlett-Packard, der auf 205 nm eingestellt war, analysiert. Zwei
große
Peaks erschienen in dem Eluat, die jenen entsprachen, die in der
analytischen Kolonne in Beispiel 1 erhalten wurden. Diese Peaks
hatten keine Überlappung
miteinander. Etwa 1,5 mg wurden aus dem ersten Peak und etwa 3,5
mg aus dem zweiten Peak gesammelt.
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Um
die Zusammensetzung der beiden Peaks zu bestimmen, wurden die gesammelten
Anteile der Peaks jeweils durch Elektrospray-Tandem-Massenspektrometrie-Kennzeichnung
analysiert. Insbesondere wurden die Peaks in 10 mM Ammoniumacetat
zur Bildung von Probenlösungen
mit einem Gehalt von 10 μg der
Triglyceride per ml Lösung
gelöst.
Etwa 4 μl
je Minute von jeder Probenlösung
wurden in ein Massenspektrometer Sciex API-III ES/MS/MS (Toronto,
Kanada) unter Verwendung eines Multipliers von 6000 Volt, einer Ionensprayspannung
von 5000 Volt und 60-Volt-Öffnung gegeben.
Diese Analyse zeigte, daß das
Triglycerid in dem ersten Peak ein Gesamtmolekulargewicht hatte,
das zu einem Triglycerid mit einem DHA-Rest, einem DPA-Rest und
einem Palmitinsäurerest
bestand. Es wird auch gezeigt, daß das Triglycerid in diesem
Peak einen Bestandteil mit einem Molekulargewicht enthielt, das
zu jenem eines Palmitinsäurerestes
paßte
und daß ein
Bestandteil ein Molekulargewicht hatte, das zu jenem des DPA-Restes
paßte,
und einen Bestandteil hatte, dessen Molekulargewicht zu dem DHA
paßte.
Das Triglycerid in dem zweiten Peak hatte andererseits ein Gesamtmolekulargewicht,
das zu jenem eines Triglycerids mit zwei DHA-Resten sowie einem
Palmitinsäurerest paßte. Das
Triglycerid enthielt auch einen Bestandteil mit einem Molekulargewicht,
das zu jenem eines Palmitinsäurerestes
paßte,
und einen Bestandteil mit einem Molekulargewicht, das zu einem DHA-Rest
paßte.
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Um
zu bestimmen, ob die DHA-Reste in den Triglyceriden beider Peaks
4, 7, 10, 13, 16, 19-DHA-Reste
und jene des DPA-Rests in dem ersten Peak ein 4, 7, 10, 13, 16-DPA-Rest
war, wurde eine Probe des Kelco-DHA-reichen Öls umgeestert und durch eine
Silberionen-Chromatographiesäule
geschickt, um eine Trennung zu bekommen, die ihrerseits die Silberionen-chromatographische
Spaltung gewerblich verfügbarer
Standards von 4, 7, 10, 13, 16, 19-HDA und 4, 7, 10, 13, 16-DPA-Methylestern
(Matreya, Inc., Pleasant Gap, PA) verfügbar sind. Spezieller wurden
etwa 100 mg der Kelco DHA-reichen Säure in 2,0 ml einer 4%-igen
HCl in Methanol während
2 Stunden bei 100°C
inkubiert, um die Triglyceride in dem Öl umzuestern (d.h. die Fettsäurereste
der Triglyceride wurden von den Glycerol-Grundgerüsten der
Triglyceride unter Bildung von Methylestern der Fettsäurerest
abgespalten). Etwa 1,0 ml Toluol wurde zugegeben, und das Gemisch
ließ man
bei 100°C
eine weitere Stunde stehen. Danach wurde das Gemisch zwischen 2
ml H2O und 2 ml Hexan aufgeteilt. Die Hexan-Fraktion
ergab 80 mg gelbes Öl.
Etwa 10 μm
des gelben Öls
wurden in zwei Silberionen-Chromatographiesäulen mit enger Bohrung (d.h.
ChromSpher 5 Lipis-HPLC-Kolonnen
mit Innendurchmesser von 2 mm und Längen von 250 mm) in Reihe bei
einer Temperatur von etwa 22°C
eingeführt.
Die mobile Phase enthielt 1,0% Acetonitril in Cyclohexan und war
durch die Kolonnen mit einer Fließgeschwindigkeit von 0,2 ml/mm während etwa
2 Stunden vor der Äquilibrierung
der Kolonnen gegangen. Die Fließgeschwindigkeit
während der
Trennung war auch 0,2 ml/mm. Zwei Hauptpeaks wurden bei etwa 10
und 12 Minuten eluiert. Diese Peakzeiten entsprachen den Peakzeiten,
die man erhielt, wenn die Matreya-Standardproben durch die Säule unter den
gleichen Säulenbedingungen
geschickt wurden.