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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Acrylsäure, die
durch Oxidation von Propylen und/oder Acrolein auf katalytischem
Wege oder nach einem Redoxverfahren hergestellt wurde.
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Das
hauptsächlich
angewandte, herkömmliche
Verfahren zur Synthese von Acrylsäure erfolgt durch katalytische
Oxidation von Propylen unter Verwendung eines sauerstoffhaltigen
Gemisches. Diese Umsetzung wird im Allgemeinen in der Gasphase durchgeführt und
umfasst meistens zwei Schritte:
- – in dem
ersten Schritt wird Propylen fast quantitativ zu einem acroleinreichen
Gemisch oxidiert, in dem die Acrylsäure einen geringen Anteil ausmacht;
und
- – in
dem zweiten Schritt wird das Acrolein vollständig zu Acrylsäure umgesetzt.
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Die
Reaktionsbedingungen dieser beiden Schritte sind unterschiedlich
und erfordern die sehr genaue Einstellung der Betriebsparameter
der Reaktoren.
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Die
Umsetzung kann auch in nur einem Reaktor durchgeführt werden,
in diesem Fall ist es jedoch erforderlich, große Mengen des Acrolein abzutrennen
und zum Oxidationsschritt zurückzuführen.
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Der
Redoxweg wurde in den französischem
Patentanmeldungen FR-A-2 760 008 und 2 760 009 beschrieben: Die
erste Druckschrift bezieht sich auf den ersten Schritt der Acrylsäureherstellung,
d. h. die Herstellung von Acrolein durch Oxidation von Propylen
in der Gasphase in Abwesenheit von molekularem Sauerstoff, in dem
das Propylen über
eine spezielle feste Zusammensetzung von Mischoxiden geleitet wird,
die als Redoxsystem fungiert und den für die Reaktion erforderlichen
Sauerstoff liefert; die zweite Druckschrift bezieht sich auf den
zweiten Schritt der Herstellung der Acrylsäure, in dem ein gasförmiges Gemisch
aus Acrolein und Wasserdampf und gegebenenfalls einem Inertgas über eine
spezielle, feste Zusammensetzung von Mischoxiden geleitet wird,
die als Redoxsystem dient und den für die Reaktion erforderlichen
Sauerstoff liefert.
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Diese
Reaktionen werden in der Regel in Rohrbündelreaktoren durchgeführt, wobei
die Verfahren als Verfahren mit "Festbett"-Katalysator (herkömmlicher katalytischer Weg)
oder Verfahren mit "Festbett"-Wirkstoff (neuer
Redoxweg) bezeichnet werden.
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Es
ist für
jeden der genannten Schritte (Herstellung von Acrolein aus Propylen
und Herstellung von Acrylsäure
aus Acrolein) auch ein so genanntes "Wanderbett"-Verfahren bekannt, wobei das Bett aus
den genannten festen Wirkstoffpartikeln besteht, die mit Kieselsäure umhüllt sind,
wobei die Umsetzung in einem Reaktor vom Steigrohr-Typ oder "Riser"-Typ durchgeführt wird.
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Die
beiden genannten Oxidationsverfahren (katalytisch und Redox) führen zu
einem gasförmigen
Reaktionsgemisch, die einen Teil der Bestandteile gemeinsam haben.
Das Gemisch besteht
- – einerseits aus Verbindungen,
die unter normalen Druck- und Temperaturbedingungen nicht kondensierbar
sind: nicht umgesetztes Propylen, Endprodukte der Oxidation, wie
Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, Propan oder weitere Alkane, die
gegebenenfalls als Verunreinigungen in dem verwendeten Propylen
enthalten sind; und
- – andererseits
aus bei Atmosphärendruck
und einer Temperatur in der Nähe
von Raumtemperatur flüssigen,
kondensierbaren Verbindungen:
– Acrylsäure;
– "niedrigsiedende" organische Verbindungen, d. h. Verbindungen
mit einem Siedepunkt unter dem Siedepunkt von Acrylsäure: bei
der Reaktion gebildetes Wasser; nicht umgesetztes Acrolein; und
Verbindungen, die bei konkurrierenden Oxidationsreaktionen gebildet
werden, wie Essigsäure,
Formaldehyd und dergleichen; und
– "hochsiedende" organische Verbindungen, d. h. mit
einem Siedepunkt über
dem Siedepunkt von Acrylsäure:
Maleinsäureanhydrid,
Furfurylaldehyd, Benzaldehyd und dergleichen.
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Abgesehen
von den Verbindungen, die in beiden Verfahren vorliegen, ist die
Zusammensetzung des gasförmigen
Gemisches aus der Oxidation von Propylen nach einem Redoxverfahren,
das durch die Trennung der Schritte der Oxidation von Propylen oder
Acrolein und der Reoxidation des wirksamen Feststoffes gekennzeichnet
ist, deutlich von der Zusammensetzung eines katalytischen Verfahrens
verschieden, in dem die Oxidation von Propylen oder Acrolein und
die Reoxidation des Katalysators gleichzeitig erfolgen. Wegen der
Trennung der Schritte der Oxidation von Propylen (in Abwesenheit
von Luft oder in Gegenwart einer geringen Luftmenge) und der Regeneration
des wirksamen Feststoffs durch Luft enthält das Reaktionsgas eines Redoxverfahrens
keinen Stickstoff, der die nicht kondensierbare inerte Hauptkomponente
des herkömmlichen
katalytischen Oxidationsverfahrens ist. Das Volumen der inerten
Verbindungen ist daher bei einer Redoxreaktion viel kleiner.
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Im
Gegensatz zu einem katalytischen Verfahren ist die im Falle eines
Redoxverfahrens angestrebte Umwandlung der Reaktanten nicht vollständig, und
das Gasgemisch enthält
daher eine nicht zu ver nachlässigende
Menge an nicht umgesetztem Propylen; außerdem ist die Konzentration
von Wasser und Acrolein in den aus einem Redoxreaktor stammenden
Gasen höher.
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Wegen
dieser Besonderheiten erfordert es die Rentabilität des Verfahrens,
nicht umgesetztes Propylen und Acrolein quantitativ rückzugewinnen.
Dagegen muss der Wasserdampf zum Teil entlüftet werden, um zu vermeiden,
dass es sich in der Gasrückführleitung,
die den Reaktor speist, anreichert.
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Es
ist auch im Falle einer herkömmlichen
katalytischen Reaktion interessant, diese Aufgaben zu lösen.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren
zur Reinigung von Acrylsäure
anzugeben, das es insbesondere ermöglicht, die nicht umgesetzten
Reaktanten (Propylen, Acrolein) selektiv und quantitativ aus den
nicht kondensierten Gasen am Kopf der Absorptionskolonne wiederzugewinnen,
um sie zu dem Reaktionsschritt zurückzuführen, und eine ausreichende
Wassermenge abzutrennen, um die Anreicherung des Wassers in dem
Umlauf von neu in den Reaktor eingeführten Gasen und rückgeführten Gasen
zu vermeiden.
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Die
in der Literatur beschriebenen Reinigungsverfahren bestehen darin,
das aus der Reaktion erhaltene Gasgemisch zu kondensieren und die
organischen Verbindungen durch Waschen im Gegenstrom mit Wasser
oder hochsiedenden hydrophoben Lösungsmitteln
zu extrahieren.
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In
dem französischen
Patent Nr. 1 558 432 ist ein Verfahren beschrieben, das darin besteht,
Acrylsäure
aus den Gasen, die bei der Oxidation von Propylen oder Acrolein
gebildet werden, durch Absorption im Gegenstrom mithilfe von aliphatischen
oder aromatischen Es tern mit hohen Siedepunkten oder Tributylphosphat oder
Trikresylphosphat abzutrennen. Nach dem Absorptionsschritt werden
die niedrigsiedenden Verbindungen (Acrolein, Formaldehyd) am Kopf
einer ersten Destillationskolonne entfernt, und an einer zweiten
Destillationskolonne kann am Kopf eine wässrige Lösung von Acrylsäure erhalten
werden, die im Vergleich mit dem Stand der Technik konzentrierter
ist. Die beanspruchten Lösungsmittel
sind relativ polar und daher weist die nach dem Absorptionsschritt
erhaltene rohe Acrylsäurelösung einen
hohen Wassergehalt auf. Hierdurch ist das Verfahren wenig attraktiv,
da die folgende Abtrennung von Wasser weitere kostenintensive Arbeitsgänge erforderlich
macht.
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Das
französische
Patent Nr. 2 002 126 beschreibt die Verwendung eines Gemisches von
Fraktionen mit hohem Siedepunkt, das am Boden von zur Reinigung
von aus Acrylsäure
hergestellten Estern eingesetzten Kolonnen gewonnen wird, wobei
hauptsächlich
Maleate, Polyacrylsäuren
und Polyacrylate enthalten sind. Das Verfahren ermöglicht es,
in nur einem Schritt am Kopf einer Destillationskolonne den größten Teil
der Verbindungen mit niedrigen Siedepunkten, wie Acrolein, Formaldehyd,
Wasser und Essigsäure,
zu entfernen. Dieses Verfahren zur Herstellung von Acrylestern ist
jedoch für
die Herstellung von reiner Acrylsäure schlecht geeignet, insbesondere
wegen der Gegenwart der zum Absorptionsschritt rückgeführten Veresterungsderivate
in dem anfänglichen
rohen Acrylsäuregemisch.
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In
dem französischen
Patent Nr. 2 146 386 ist ein Verfahren zur Reinigung von Acrylsäure durch
Absorption mit einem hochsiedenden hydrophoben Lösungsmittel, das aus Biphenyl
und Diphenylether besteht, beschrieben. In dem französischen
Patent Nr. 2 196 986 ist ein Verfahren zur Reinigung von Acrylsäure durch Absorption
mithilfe eines Lösungsmittels
beschrieben worden, das aus einem Carbonsäureester mit einem Siedepunkt über 160 °C besteht.
Als Beispiel für
ein solches Lösungsmittel
kann das Diethylphthalat genannt wer den. Das amerikanische Patent
Nr. 5 426 221 beschreibt ein Verfahren zur Reinigung von Acrylsäure durch Absorption
mithilfe eines Gemisches von hochsiedenden hydrophoben Lösungsmitteln,
das aus Biphenyl, Diphenylether und Dimethylphthalat besteht. Diese
drei Patente ermöglichen
es, nach dem Extraktionsschritt eine wasserfreie Lösung zu
erhalten, aus der ein wesentlicher Teil der niedrigsiedenden organischen
Produkte entfernt wurde, die das anfängliche Gasgemisch bilden (Acrolein,
Formaldehyd, Essigsäure),
und vereinfachen daher die spätere
Reinigung der Acrylsäure
ganz wesentlich. Die Gewinnung von Acrolein und das Entfernen von
Wasser aus den nicht absorbierten Gasen zur Rückführung in den Reaktionsschritt
ist nicht beschrieben worden.
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Außerdem hat
die Verwendung von relativ polaren Lösungsmitteln vom Typ der Carbonsäureester
den Hauptnachteil, dass die Bildung von neuen Verunreinigungen durch
Hydrolyse als Nebenreaktion begünstigt wird,
die zur Dissoziation des Esters in die Carbonsäure und den entsprechenden
Alkohol führt,
wobei der Alkohol überdies
mit der Acrylsäure
unter Bildung des Acrylsäureesters
des jeweiligen Alkohols reagieren kann. In Gegenwart von Wasser
wird daher das Dimethylphthalat als Nebenreaktion hydrolysiert,
wobei diese Reaktion durch das thermische Niveau des Absorptionsschritts
begünstigt
wird. Diese unerwünschte
Nebenreaktion führt
zur Bildung von neuen Verunreinigungen, wie Phthalsäureanhydrid
und Methanol, das mit der Acrylsäure unter
Bildung des entsprechenden Esters (Methylacrylat) reagiert. Die
Bildung dieser Verunreinigungen verkompliziert die späteren Schritte
der Reinigung von Acrylsäure.
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In
dem französischen
Patent Nr. 2 287 437 ist ein Verfahren zur Gewinnung von Acrylsäure beschrieben
worden, in dem die in den Reaktionsgasen enthaltene Acrylsäure im Gegenstrom
in einer Kolonne mit einem vom Kopf der Kolonne herabfließenden Flüssigkeitsstrom
absorbiert wird, der aus dem Rücklauf
eines Teils des am Boden die ser Kolonne entnommenen Stroms stammt.
Der herabfließende
Flüssigkeitsstrom
hat eine Temperatur, die nicht mehr als 15 °C unter dem Taupunkt des Gasstroms
liegt. Dieses Verfahren ermöglicht
es, den Hauptteil des Acrolein abzutrennen, indem es in den am Kopf
der Kolonne gewonnenen Gasen beseitigt wird, wobei die Acrylsäureverluste
in diesen Gasen begrenzt sind. Dieses Verfahren wird experimentell
im Rahmen einer Absorption durch Wasser beschrieben. Sein Hauptnachteil
besteht darin, dass eine Acrylsäurelösung gebildet
wird, die in Wasser sehr verdünnt
ist (2 % Acrylsäure
in Wasser in Beispiel 1), wobei die Hauptmenge des Wassers am Boden
der Kolonne rückgewonnen
wird. Die Herstellung von reiner Acrylsäure aus solchen Lösungen erfordert
unter diesen Umständen
eine sehr teure Dehydratisierung. Außerdem kann das beschriebene
Verfahren im Rahmen einer Absorption mit einem hochsiedenden Lösungsmittel
nicht angewandt werden, ohne dass große Acrylsäureverluste am Kopf auftreten.
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In
dem europäischen
Patent Nr. 706 986 ist ein Verfahren zur Gewinnung von Acrylsäure durch
Absorption mithilfe eines hydrophoben hochsiedenden Lösungsmittels
beschrieben worden, in dem mithilfe eines Absorptionsabschnitts
mit Wasser, der sich am Kopf der Absorptionskolonne mit dem hochsiedenden
Lösungsmittel
befindet, der Gasstrom, der die nicht absorbierten Verbindungen
enthält,
von allen bei der Temperatur des eingespritzten kalten Wassers kondensierbaren
Bestandteilen (Acrolein ist logischerweise ein Teil dieser Bestandteile)
befreit werden kann und in den restlichen Gasen nur die inerten,
zur Verdünnung
dienenden Gase (hauptsächlich
Stickstoff) sowie die durch Oxidation entstehenden Gase (CO, CO2) abgezogen werden können. In diesem Verfahren werden
also keine Bedingungen beschrieben, die eine Rückführung des Acrolein in den Reaktionsschritt
ermöglichen.
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Die
Anmelderin hat überraschend
festgestellt, dass es unter bestimmten Bedingungen möglich ist,
selektiv den Hauptteil des in den aus der Absorptionskolonne stammenden
Gasen enthaltenen Wassers und gleichzeitig die in den Gasen enthaltenen
nicht absorbierten organischen Verbindungen, insbesondere Essigsäure, zu
entfernen, ohne dass die wertvollen, nicht umgesetzten Reaktanten
(Propylen, Acrolein) kondensiert werden, die somit leicht in den
Reaktionsschritt rückgeführt werden
können.
Da nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
die während
des Reaktionsschritts nicht umgesetzten Reaktanten praktisch quantitativ
gewonnen und rückgeführt werden
können,
werden durch das erfindungsgemäße Verfahren
die Verfahren der Oxidation von Propylen und/oder Acrolein zur Herstellung
von Acrylsäure
insbesondere auf dem Redoxweg bei nicht vollständiger Umwandlung des Propylen
und Acrolein in Abwesenheit von Sauerstoff oder in Gegenwart einer
geringen Menge von Sauerstoff sehr attraktiv.
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Ein
weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ergibt sich
daraus, dass durch die selektive Beseitigung des Wassers die rückgewinnbaren
Bestandteile in dem nicht kondensierten Restgas konzentriert werden.
Hierdurch wird einerseits der zur Reaktion rückgeführte Strom konzentrierter an
Propylen und Acrolein, wodurch die Ausbeute der Reaktion erhöht wird.
Andererseits kann durch diesen Anreicherungseffekt der Durchsatz
des Restgasspülstroms
vermindert werden, der erforderlich ist, um die Anreicherung der nicht
kondensierbaren Oxidationsendprodukte (Kohlenmonoxid und Kohlendioxid)
zu vermeiden, d. h. es gehen weniger wertvolle Substanzen verloren.
Da der Großteil
des Wassers aus dem Strom des Restgasgemisches, der aus der Absorptionskolonne
stammt, entfernt wird, weist er einen deutlich höheren Heizwert auf, sodass
es möglich
ist, ihn in einem Dampfkessel zu beseitigen oder als Brennstoff
wieder zu verwenden, sodass das Verfahren im Vergleich mit den derzeitigen
herkömmlichen
Verfahren ökonomischer
ist.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung
von Acrylsäure,
die durch Oxidation des gasförmigen
Substrats Propylen und/oder Acrolein auf katalytischem Weg oder
Redoxweg hergestellt wird, wobei das Gasgemisch aus dieser Reaktion
hauptsächlich
aus Propylen, wenn das Substrat aus Propylen gebildet wird, den
Oxidationsendprodukten, Acrylsäure,
Acrolein, Wasserdampf, Essigsäure
und den hochsiedenden Reaktionsnebenprodukten besteht, das durch
die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:
- – das gasförmige Reaktionsgemisch
wird zum Boden einer Absorptionskolonne (C1) geleitet, die am Kopf im
Gegenstrom mit mindestens einem hochsiedenden hydrophoben Absorptionslösungsmittel
gespeist wird, sodass man erhält:
– am Kopf
der Kolonne (C1) einen Gasstrom, der aus Propylen und den Oxidationsendprodukten
des Gemisches, den Hauptmengen an Wasser und Essigsäure und
Acrolein zusammengesetzt ist; und
– am Boden der Kolonne (C1)
einen Strom, der aus Acrylsäure,
dem oder den hochsiedenden Absorptionslösungsmitteln, den hochsiedenden
Reaktionsnebenprodukten und geringeren Mengen an Essigsäure und Wasser
besteht;
- – vom
Kopf der Absorptionskolonne (C1) wird der Gasstrom zu einem Wärmetauscher
(C3) geleitet, wo er mit einem herabfließenden Flüssigkeitsstrom innig in Kontakt
gebracht wird, der am Kopf des Wärmetauschers
(C3) zugeführt
wird und aus dem zuvor abgekühlten
Flüssigkeitsrücklauf eines
Teils des Stroms vom Boden des Wärmetausches
(C3) besteht, wodurch am Kopf des Wärmetauschers (C3) ein Gasstrom
erhalten wird, der abgesehen von dem größten Teil des Wassers und der
gesamten Essigsäure,
die in dem Strom am Boden des Wärmetausches
(C3) entfernt werden, die Komponenten enthält, die in dem in den Wärmetauscher
(C3) zugeführten
Strom vorliegen,
und dadurch, dass:
- – als
hochsiedendes hydrophobes Absorptionslösungsmittel mindestens eine
nicht hydrolysierbare hydrophobe aromatische Verbindung verwendet
wird, die aufweist:
– einen
Siedepunkt im Bereich von 260 bis 380 °C und vorzugsweise 270 bis 320 °C unter Atmosphärendruck;
– eine Kristallisationstemperatur
unter 35 °C
und vorzugsweise unter 0 °C;
und
– eine
Viskosität
unter 10 mPa·s
in einem Temperaturbereich von 30 bis 80 °C.
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Das
Reaktionsgas besitzt im Allgemeinen die folgende Zusammensetzung
(in Mol ausgedrückt):
- – 3
bis 20 %, insbesondere 7 bis 10 % der Acrylsäure;
- – 10
bis 45 %, insbesondere 15 bis 30 % Wasser;
- – 0,1
bis 1 %, insbesondere 0,3 bis 0,4 % Essigsäure;
- – 0,1
bis 6 %, insbesondere 1 bis 3 % Acrolein; und
- – 40
bis 80 % und insbesondere 50 bis 70 % nicht kondensierbare Verbindungen.
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Die
hydrophobe(n) aromatische(n) Verbindungen) sind insbesondere unter
den Verbindungen der folgenden allgemeinen Formeln (I) und (II):
worin
bedeuten:
– R
1 Wasserstoff, C
1-4-Alkyl
oder Cycloalkyl;
– R
2 C
3-8-Alkyl, Cycloalkyl,
-O-R
4 (wobei R
4 C
3-8-Alkyl oder Cycloalkyl bedeutet), -O-Ph-(R
5)-R
6 oder -Ph-(R
5)-R
6 (wobei R
5 und R
6 jeweils
unabhängig
Wasserstoff oder C
1-4-Alkyl bedeuten) (Ph
ist ein Phenylring);
– R
3 Wasserstoff oder C
1-4-Alkyl;
und
– n
1 oder 2;
und den Verbindungen der allgemeinen Formel (III)
ausgewählt:
worin bedeuten:
– R
7 Wasserstoff oder C
1-4-Alkyl;
und
– R
8 C
1-4-Alkyl.
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Aus
dieser Gruppe wird vorzugsweise der Ditolylether in Form nur eines
Isomers oder eines Isomerengemisches ausgewählt, wobei dies die folgenden
Vorteile hat:
- – nur ein Bestandteil (keine
Probleme hinsichtlich der Trennung durch Destillation);
- – leichtere
Abtrennung der niedrigsiedenden Verbindungen (hauptsächlich Essigsäure) im
Schritt Absorption-Stripping und der hochsiedenden Verbindungen
in den folgenden Kolonnen;
- – niedriger
Erstarrungspunkt (–54 °C), wodurch
jegliche Kristallisationsprobleme bei kalter Witterung vermieden
werden.
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Die
Absorptionskolonne (C 1) kann mit einem oder mehreren reinen Lösungsmitteln
und/oder einem oder mehren Lösungsmitteln
gespeist werden, die aus der Rückführung eines
oder mehrerer Ströme
stammen, die in den späteren
Reinigungsschritten erhalten werden.
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Nach
verschiedenen speziellen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung:
- – wird eine
Absorptionskolonne (C 1) verwendet, die:
– in ihrem unteren Teil mit
mindestens einen Kühlabschnitt
(S1), der mit einem Rückführsystem
für einen Teil
des am unteren Teil des Abschnitts oder der Abschnitte (S1) gewonnenen
Stroms durch einen externen Austauscher (E1) hindurch zur Rückführung des
Stroms zum Kopf des Abschnitts oder der Abschnitte ausgestattet
ist; und
– in
ihrem oberen Teil einen Bereich (S2) für die Absorption und Rektifikation
des Gasgemisches aufweist;
- – wird
die Absorption in der Kolonne (C1) bei Atmosphärendruck oder bei einem Druck
in der Nähe
von Atmosphärendruck
und einer Temperatur des Lösungsmittels
oder der Lösungsmittel
von 20 bis 100 °C durchgeführt;
- – wird
die Absorption in der Kolonne (C 1) in Gegenwart mindestens eines
Polymerisationsinhibitors durchgeführt, der insbesondere unter
den Phenolderivaten, wie Hydrochinon und seinen Derivaten, beispielsweise
dem Hydrochinonmethylether, Phenothiazin und seinen Derivaten, beispielsweise
Methylenblau, Chinonen, wie Benzochinon, Metallthiocarbamaten, wie
Kupferdibutyldithiocarbamat, Verbindungen mit Nitrosogruppen, beispielsweise
N-Nitrosophenylhydroxylamin, und Aminen, beispielsweise p-Phenylendiaminderivaten,
ausgewählt
ist. Der Inhibitor oder Inhibitoren können mit dem hydrophoben Absorptionslösungsmittel
zugeführt
werden.
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Nach
einer speziellen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird der aus der Kolonne (C 1) stammende
Strom zu einer Destillationskolonne (C2) geleitet, in der die Destillation
durchgeführt
wird, um zu erhalten:
- – am Kopf einen Strom, der
aus den niedrigsiedenden Verunreinigungen besteht, die zum unteren
Teil der Absorptionskolonne (C1) geleitet werden; und
- – am
Boden einen Strom, der aus Acrylsäure in Lösung in dem oder den Absorptionslösungsmitteln,
einem geringen Anteil Essigsäure,
den hochsiedenden Reaktionsnebenprodukten und dem oder den Polymerisationsinhibitoren
besteht.
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Die
Destillation in der Kolonne (C2) wird vorteilhaft bei einem Druck
von 2,66 × 103
Pa bis 3,33 × 104 Pa
(d. h. 20 bis 250 mm Hg), einer Temperatur am Kopf von 40 bis 90 °C und einer
Temperatur am Boden von 60 bis 150 °C durchgeführt.
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Der
Wärmetauscher
(C3) ist insbesondere ein Direktkontakt-Kondensator oder eine spezielle Kondensationskolonne.
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Vorteilhaft
sorgt man im Übrigen
dafür,
dass der am Kopf des Wärmetauschers
(C3) erhaltene Gasstrom zumindest zum Teil zum Reaktionsschritt
rückgeführt wird.
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Der
Arbeitsgang in dem Wärmetauscher
(C3) kann bei Atmosphärendruck
oder einem Druck in der Nähe
von Atmosphärendruck
und einer Temperatur am Kopf von 30 bis 90 °C und vorzugsweise 50 bis 80 °C durchgeführt werden.
Der prozentuale Anteil des im Wärmetauscher
(C3) entfernten Wasser ist insbesondere 20 bis 80 Gew.-% und spezieller
30 bis 70 Gew.-%.
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Die
einzige beigefügte
Figur zeigt schematisch eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Diese
Anlage umfasst eine Absorptionskolonne C1, eine Destillationskolonne
C2 und eine Kolonne für die
partielle Kondensation C3.
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Absorptionskolonne C1
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Am
Boden der Absorptionskolonne C1 wird ein Strom 1 zugeführt, der
aus dem gasförmigen
Reaktionsgemisch besteht, das bei der Oxidation von Propylen und
Acrolein in Abwesenheit von Sauerstoff gebildet wird und hauptsächlich besteht
aus:
- – einerseits
den Verbindungen, die bei den Druckbedingungen der Kolonne nicht
kondensierbar sind:
– Propylen;
– den Oxidationsendprodukten:
CO, CO2;
- – andererseits
den kondensierbaren Verbindungen:
– Acrylsäure;
– Acrolein;
– Wasserdampf;
– Essigsäure;
– höhersiedenden
Reaktionsnebenprodukten in geringen Mengenanteilen.
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Die
Absorptionskolonne C1 wird am Kopf im Gegenstrom mit einem Strom 2 gespeist,
der aus einem hochsiedenden hydrophoben Lösungsmittel mit einem Siedepunkt
besteht, der bei Atmosphärendruck über 200 °C liegt.
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Die
Absorptionskolonne C1 weist vorzugsweise auf:
- – in ihrem
unteren Bereich einen oder mehrere Kühlabschnitte S1, die mit einem
Rückführsystem
für einen Teil
(3) des im unteren Bereich von S1 gewonnenen Stroms 4 durch
einen externen Austauscher E1 hindurch ausgestattet sind, um diesen
Strom zum Kopf dieses Abschnitts rückzuführen;
- – in
seinem oberen Bereich einen Abschnitt S2, in dem die Absorption
und Rektifikation des Gemisches stattfindet.
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Das
Lösungsmittel
(2) wird über
dem Abschnitt S2 zugeführt.
Das zugeführte
Lösungsmittel
kann ein reines Produkt sein oder aus dem Rücklauf des in den späteren Reinigungsschritten
erhaltenen Stroms stammen.
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Vorzugsweise
arbeitet die Kolonne C1 unter einem Druck in der Nähe von Atmosphärendruck.
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Der
Strom 4, der am Boden der Kolonne C1 erhalten wird, ist
hauptsächlich
zusammengesetzt aus:
- – Acrylsäure;
- – Lösungsmittel;
- – geringen
Mengen Essigsäure
und Wasser; sowie
- – Stabilisatoren
(Polymerisationsinhibitoren).
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Destillationskolonne C2
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Vorteilhaft
entfernt man die niedrigsiedenden Verunreinigungen aus dem Strom 4,
indem er in die Destillationskolonne C2 geleitet wird, in der die
Verunreinigungen zusammen mit etwas Acrylsäure und Lösungsmittel am Kopf entfernt
werden.
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Der
auf diese Weise erhaltene Strom 5 wird an einer Stelle
in die Kolonne C1 geleitet, die sich im unteren Bereich der Kolonne
und vorzugsweise am Kopf oder Fuß eines Kühlabschnittes S1 befindet.
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Der
am Boden der Kolonne C2 erhaltene Strom 6 besteht dann
hauptsächlich
aus:
- – Acrylsäure gelöst in dem
Lösungsmittel;
- – einer
geringen Menge Essigsäure;
sowie
- – hochsiedenden
Verunreinigungen, die aus Nebenreaktionen stammen und in dem Strom
des Reaktionsgases in sehr geringen Mengenanteilen enthalten sind.
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Die
Kolonne C2 arbeitet vorzugsweise unter vermindertem Druck.
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Kolonne
für die
teilweise Kondensation C3 Der aus der Kolonne C1 stammende Gasstrom 7 enthält die anfänglich in
dem Reaktionsgas enthaltenen und nicht absorbierten Verbindungen:
- – bei
dem Arbeitsdruck der Kolonne nicht kondensierbare Produkte: Propylen,
CO, CO2;
- – Wasser;
- – Acrolein;
- – Essigsäure.
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Der
Strom 7 wird zum Boden einer Kolonne C3 geleitet, wo das
Gasgemisch mit einem am Kopf der Kolonne C3 zugeführten, herabfließenden Flüssigkeitsstrom 8 in
innigen Kontakt kommt, welcher aus dem Rücklauf eines zuvor durch einen
externen Tauscher E2 abgekühlten
Teils des Stroms 9 vom Boden der Kolonne C3 besteht.
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Der
Gasstrom 10 am Kopf der Kolonne C3 enthält die Verbindungen, die in
dem zugeführten
Strom (Strom 7) der Kolonne C3 vorliegen, abgesehen von
dem größten Teil
des Wassers und der gesamten Essigsäure, die in dem Strom 9 entfernt
werden.
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Der
Hauptteil des Stroms 10 wird vorteilhaft zum Reaktionsschritt
(Strom 11) zurückgeführt, um
die enthaltenen wertvollen Reaktanten umzuwandeln. Dieser Strom
(Strom 12) kann etwas gespült werden, um die Anreicherung
von nicht kondensierbaren Verbindungen, die die Endprodukte der
Oxidation des Propylen sind: CO, CO2 in
dem so gebildeten Rücklauf
zu vermeiden.
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Die
Kolonne C3 arbeitet vorteilhaft unter einem Druck in der Gegend
von Atmosphärendruck.
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Die
folgenden Beispiele erläutern
die vorliegende Erfindung, ohne sie jedoch einzuschränken. In
den Beispielen sind die Mengenanteile in Gewichtsprozent angegeben,
falls nichts Gegenteiliges gesagt wird.
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Das
in diesen Beispielen verwendete Gasgemisch hat eine Zusammensetzung,
die der Zusammensetzung eines Gasgemisches entspricht, das aus einem
Oxidationsreaktor mit katalytischem Wanderbett stammt, welcher unter
den Bedingungen für
die Herstellung von Acrylsäure
aus Propylen arbeitet. Er wird durch vollständige Verdampfung eines Flüssigkeitsstroms
in einem Luftstrom gebildet, wobei der Flüssigkeitsstrom aus den Hauptbestandteilen
des wirklichen Reaktionsgemisches besteht, nämlich:
- – Acrylsäure;
- – Acrolein;
- – Essigsäure; und
- – Wasser.
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Die
in den Verdampfer zugeführte
Luft ersetzt in identischen Konzentrationen das Gasgemisch der nicht
kondensierbaren Verbindungen, die für das wirkliche Gasgemisch
aus dem Oxidationsreaktor mit Wanderbett charakteristisch sind.
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Im
Folgenden wird nun die zur Durchführung der Beispiele verwendete
Anlage beschrieben, wobei auf die einzige Figur der beigefügten Zeichnung
Bezug genommen wird.
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Kolonne 1
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Das
auf diese Weise gebildete Gasgemisch (1) wird bei einer
Temperatur von etwa 160 °C
zum Boden einer adiabatischen Kolonne C1 mit einem Innendurchmesser
von 38 mm geleitet, die einen unteren Kühlabschnitt (S1), der mit einem
Element vom Typ Sulzer EX ausgestattet ist, und einen oberen Abschnitt
Absorption/Destillation (S2) aufweist, der mit zehn Füllkörperelementen
vom Typ Sulzer EX ausgestattet ist. Die Zuführung des Reaktionsgases (1)
erfolgt unter dem Kühlabschnitt
(S1).
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Die
Kolonne C1 wird am Kopf ihres oberen Abschnittes S2 mit einem Strom 2 gespeist,
der aus einem Gemisch verschiedener Ditolyletherisomere besteht,
in dem zuvor 0,5 % Hydrochinonmethylether als Polymerisationsinhibitor
gelöst
wurden. Die Zufuhrtemperatur des Absorptionslösungsmittels kann mit einem
Austauscher eingestellt werden.
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Der
Arbeitsdruck der Kolonne C1 ist Atmosphärendruck.
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Kolonne C2
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Die
am Boden der Absorptionskolonne C1 erhaltene Flüssigkeit 4 wird mit
einer Pumpe in den oberen Bereich einer Kolonne C2 mit einem Innendurchmesser
von 38 mm geleitet, die mit fünf
perforierten Böden ausgestattet
sind, die in Höhe
des vierten Bodens von unten mit Überläufen versehen sind.
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Die
Kolonne C2 ist am Boden mit einem Verdampfer mit Thermosiphon und
am Kopf mit einem Kühler ausgestattet.
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Die
Destillation wird in dieser Kolonne C2 unter vermindertem Druck
von 1,87 × 104
Pa (140 mm Hg) durchgeführt.
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Der
am Boden der Kolonne C2 entnommene Flüssigkeitsstrom 6 stellt
das Acrylsäurerohgemisch
dar, das von den niedrigsiedenden Verbindungen befreit ist: unkondensierbare
Stoffe, Wasser, Acrolein, Essigsäure
teilweise.
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Kolonne C3
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Der
am Kopf der Kolonne C 1 erhaltene, nicht absorbierte Gasstrom 7 wird
zum Boden einer Kolonne C3 mit einem Durchmesser von 38 mm geleitet,
die bis zu einer Höhe
von 40 cm mit Glasringen von 8 mm Durchmesser gefüllt ist.
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Ein
Teil 8 des kondensierten Flüssigkeitsstroms, der am Boden
der Kolonne C3 gewonnen wird, wird mit einer Pumpe über einen
Austauscher E2, durch den der Flüssigkeitsstrom 8 auf
die gewünschte
Temperatur abgekühlt
werden kann, zum Kopf der Kolonne geleitet.
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Der
Anteil des vom Boden der Kolonne C3 zum Kopf der Kolonne geleiteten
Stroms ist etwa das 10fache des am Boden gewonnenen Durchsatzes.
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Die
Kolonne C3 arbeitet unter Atmosphärendruck.
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BEISPIEL 1
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Das
synthetische Gasgemisch wird durch vollständige Verdampfung des Gemisches
in einem Luftstrom (430 l/h) in den Mengenanteilen, die den Verbindungen
im flüssigen
Zustand entsprechen, erhalten.
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Seine
Zusammensetzung wird so gewählt,
dass ein wirkliches Gas simuliert wird, wie es den Reaktor für die Oxidation
von Propylen und Acrolein nach dem Verfahren verlässt, bei
dem der Oxidationsschritt in Abwesenheit von Sauerstoff an einem
Wanderbettkatalysator durchgeführt
wird, wobei der Umwandlungsgrad des Propylen 60 % und der des Acrolein
70 % beträgt.
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Das
Gemisch besteht aus:
- – einerseits kondensierbaren
Verbindungen:
–Acrylsäure 110,7
g/h (38,8 %)
–Wasser
139,2 g/h (48,7 %)
–Acrolein
31,7 g/h (11,1 %)
–Essigsäure 3,9
g/h (1,4 %);
- – andererseits
einem Luftstrom (430 Nl/h), der die Summe der nicht kondensierbaren
Verbindungen darstellt, die in dem wirklichen Reaktionsgemisch vorliegen.
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Das
Gasgemisch 1 wird bei einer Temperatur von 152 °C in die
Kolonne C1 zugeführt.
Am Kopf der Kolonne C1 wird der Ditolylether 2 (Gemisch
von verschiedenen Isomeren + 0,5 % Hydrochinonmethylether als Polymerisationsinhibitor)
mit einem Durchsatz von 1341 g/h und bei einer Temperatur von 50 °C zugeführt. Die
Temperatur am Kopf der Kolonne erreicht 64,1 °C, die Temperatur am Boden der
Kolonne 92,6 °C.
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Die
Heizleistung am Verdampfer der Kolonne C2 wird so eingestellt, dass
alle Spuren von Wasser in dem Strom am Boden dieser Kolonne entfernt
werden. Der am Boden der Kolonne C2 erhaltene Acrylsäurestrom 6 (1497
g/h) enthält:
- – 7,36
% Acrylsäure;
- – 0,15
% Essigsäure;
- – 0,014
% Acrolein; und
- – weniger
als 0,1 % Wasser.
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Aus
dem am Boden der Kolonne C3 erhaltenen Strom werden 1500 g/h gewonnen
und zum Kopf dieser Kolonne rückgeführt, nachdem
dieser Strom in dem Austauscher abgekühlt wurde. Die Temperatur der nicht
kondensierbaren Dämpfe,
die die Kolonne C3 am Kopf verlassen, beträgt 45 °C. Der Strom am Boden der Kolonne
C3 (123,5 g/h) enthält:
- – 1,74
% Acrylsäure;
- – 0,89
% Essigsäure;
und
- – 0,99
% Acrolein.
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Unter
diesen Bedingungen:
- – erreicht der Grad der aus
den Reaktionsgasen gewonnenen Acrylsäure in dem Strom am Boden der
Kolonne C2 99,5 %;
- – ist
der Gehalt des gewonnenen Acrolein am Kopf der Kolonne C3 zur Rückführung zum
Reaktionsschritt 94,1 %; und
- – der
Grad der Wasserbeseitigung aus dem Strom am Boden dieser letztgenannten
Kolonne 86 %.
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BEISPIEL 2
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In
diesem Beispiel ist die Zusammensetzung des Reaktionsgemisches am
Auslass des Verdampfers so, dass eine Oxidation von Propylen und
Acrolein nach dem Verfahren mit Trennung des Oxidationsschrittes (in
Abwesenheit von Sauerstoff) und des Schrittes der Regeneration des
Katalysators (in Gegenwart von Sauerstoff) simuliert wird, sodass
der Umwandlungsgrad von Propylen 90 % und der Umwandlungsgrad von
Acrolein 90 % beträgt.
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Das
Gasgemisch besteht dann:
– einerseits
aus den kondensierbaren Verbindungen:
| – Acrylsäure | 116,3
g/h (40,74 %) |
| – Wasser | 151,2
g/h (53,0 %) |
| – Acrolein | 13,3
g/h (4,65 %) |
| – Essigsäure | 4,6
g/h (1,64 %); |
und
– andererseits
einem Luftstrom (280 Nl/h), der die Summe der in dem wirklichen
Reaktionsgemisch vorliegenden, nicht kondensierbaren Verbindungen
repräsentiert.
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Dieses
Gasgemisch wird bei einer Temperatur von 152 °C in die Kolonne C1 geleitet.
Es trifft im Gegenstrom auf einen Ditolyletherstrom (1170 g/h),
der am Kopf der Kolonne bei der Temperatur von 70 °C zugeführt wird.
Am Kopf der Kolonne wird eine Temperatur von 72,7 °C und am
Boden der Kolonne eine Temperatur von 92,7 °C gemessen.
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Am
Verdampfer der Kolonne C2 wird eine solche Heizleistung eingestellt,
dass in dem Strom am Boden der Kolonne kein Wasser mehr enthalten
ist. Der am Boden der Kolonne C2 erhaltene rohe Acrylsäurestrom
(1285 g/h) enthält:
- – 8,86
% Acrylsäure;
- – 0,12
% Essigsäure;
- – 0,003
% Acrolein; und
- – weniger
als 0,01 % Wasser.
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Aus
dem am Boden der Kolonne C3 erhaltenen Strom werden 1500 g/h gewonnen
und nach Abkühlen in
dem Austauscher zum Kopf der Kolonne zurückgeführt. Die Temperatur der nicht
kondensierten Dämpfe
am Kopf der Kolonne C3 beträgt
44 °C. Der
Strom am Boden der Kolonne C3 (133,5 g/h) enthält:
- – 2,24 %
Acrylsäure;
- – 2,06
% Essigsäure;
und
- – 0,11
% Acrolein.
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Unter
diesen Bedingungen:
- – erreicht die Menge der aus
den Reaktionsgasen gewonnenen Acrylsäure in dem Strom am Boden der Kolonne
C2 97,8 %;
- – ist
die Menge des in dem Strom am Kopf der Kolonne C3 gewonnenen Acrolein,
das rückgeführt werden soll,
98,1 %; und
- – der
Anteil des aus dem Strom am Boden dieser Kolonne entfernten Wassers
84 %.
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BEISPIEL 3
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Der
in Beispiel 2 beschriebene Versuch wird unter den gleichen Bedingungen
wiederholt, abgesehen von der Temperatur, auf die das Gasgemisch
aus der Kolonne C2 in der Kolonne C3 abgekühlt wird.
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In
der nachstehenden Tabelle sind für
verschiedene am Kopf der Kolonne C3 gemessenen Temperaturen die
gewonnenen Acroleinmengen (Anteil des am Kopf der Kolonne C3 gewonnenen
Acrolein, bezogen auf das anfänglich
in dem Reaktionsgas enthaltene Acrolein), und die Menge des entfernten
Wassers (prozentualer Anteil des am Boden der Kolonne C3 entfernten
Wassers, bezogen auf das anfänglich
in dem Reaktionsgas enthaltene Wasser) angegeben.
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