DE60012476T2 - Steppmaschine mit variablen Abständen zwischen den Nähköpfen - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steppmaschine mit variablen Abständen zwischen den Heftern (Nähköpfen).
- Es ist bekannt, dass eine Steppmaschine einen Tuchtransportschlitten und eine Mehrzahl von Heftern aufweist, die das Tuch gemäß einem vorbestimmten Muster absteppen.
- Bei Steppmaschinen führen der Tuchtransportschlitten und die Hefter relative Bewegungen aus, die es der Nähnadel ermöglichen, sich auf dem Tuch mit zwei Freiheitsgraden zu bewegen, um eine Nahtlinie auszubilden, die dem vorgesehenen Weg folgt.
- Bei Steppmaschinen sind die Hefter auf einem Rahmen angebracht, der einen ersten Träger umfasst, der über dem Tuch liegt und einen zweiten Träger, der parallel zum ersten Träger ist und unter dem Tuch liegt.
- Der erste Träger trägt eine Führung für den Nähkopf des Hefters, während der zweite Träger eine Führung für die sogenannte Greiferanordnung trägt.
- Um der Nähnadel zu ermöglichen, dass sie in Kooperation mit dem Greifer wirkt, sind mechanische Transmissionen und/oder elektrische Verbindungen vorgesehen, so dass die Nähnadel sich bei ihren Bewegungen über das Tuch im Gleichschritt, und in perfekter vertikaler Ausrichtung, mit der Greiferanordnung bewegt.
- Herkömmliche Steppmaschinen weisen Betriebseinschränkungen auf, wenn es notwendig ist, eine Vielzahl von Heftern zu führen, die unabhängig voneinander arbeiten, so dass jeder einem eigenen Weg folgt.
- Wegen dieser Schwierigkeiten sind die Hefter meist starr miteinander verbunden und können nur parallele Wege verfolgen.
- EP-A-0931867 offenbart eine Steppmaschine mit einem Paar voneinander beabstandeter Hefter (
12a ,12b ), die auf entsprechenden Schlitten gelagert sind, die einzeln durch ihren eigenen Linearmotor betätigt werden, der durch eine computerisierte numerische Steuerung gesteuert wird. - US-A-5287820 offenbart eine Nähmaschine mit einem Paar durch einen wählbar bestimmten Abstand voneinander beabstandeter Hefter, und die auf einem gemeinsamen Antriebsmechanismus getragen sind, der gleichzeitig das Paar Hefter zusammen bewegt.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist deshalb, eine Steppmaschine zur Verfügung zu stellen, die nicht unter den herkömmlichen Nachteilen leidet, d. h. die eine Mehrzahl von Heftern umfasst, die so betätigt werden können, dass sie unabhängig voneinander arbeiten, um konvergierende und divergierende Stichlinien zu verfolgen.
- Gemäß der Erfindung wird eine Steppmaschine zur Verfügung gestellt, wie sie in den beigefügten Ansprüchen definiert ist.
- Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform ersichtlich, die nur als nicht einschränkendes Beispiel in den begleitenden Zeichnungen dargestellt ist, worin die einzige Figur eine Perspektivansicht eines Trägerrahmens für zwei Hefter einer Steppmaschine ist.
- Mit Bezug zur obigen Figur bezeichnet das Bezugszeichen
1 einen Rahmen einer Steppmaschine, der aus zwei horizontalen Trägern2 und3 gebildet ist, die über einander gelegen sind und an ihren entgegenge setzten Ende durch zwei entsprechenden vertikale Ständer4 und5 verbunden sind. - Die Träger
2 und3 und die Ständer4 und5 umschließen eine Öffnung6 , durch die ein zu steppendes Tuch7 zugeführt wird. Zum Zwecke der Klarheit der Darstellung wird angenommen, dass das Tuch7 horizontal auf einem Rahmen (nicht gezeigt) gespannt ist, der in Längsrichtung A im rechten Winkel zum Rahmen1 beweglich ist. - Es sind zwei zueinander parallele zylindrische Stangen
8 und9 an den Enden des oberen Trägers2 befestigt und vom Träger beabstandet. Die Stangen8 und9 bilden eine Führung, entlang der Schlitten10 und11 entlang eines Querweges B verschiebbar sind, der zum Weg A senkrecht ist; wobei solche Schlitten Nähköpfe12 und13 von zwei Heftern tragen, die allgemein mit den Bezugszeichen14 und15 bezeichnet sind. Das Verschieben jedes Schlittens auf den Stangen8 und9 wird durch zwei Paar freier Rollen durchgeführt, wobei obere durch das Bezugszeichen16 und die unteren durch das Bezugszeichen17 bezeichnet sind. Die Rollen16 und17 sind entlang ihres Umfangsbereichs mit einer Nut versehen und greifen tangential über und unter den Stangen8 und9 ein. - Die Hefter
14 und15 umfassen Greiferanordnungen18 und19 , die synchron mit entsprechenden Nähköpfen12 und13 betätigt werden. Die Greiferanordnungen sind auf Schlitten20 und21 angebracht, die aufgrund von oberen geschlitzten Radpaaren22 und unteren geschlitzten Radpaaren23 auf zwei Stangen24 und25 verschiebbar sind, die mittels ihrer gegenüberliegenden Enden am unteren Träger3 , parallel zu den oberen Teilen8 und9 befestigt sind. - Die Hefter
14 und15 werden durch mechanisches Verbinden der Schlitten10 und20 des Hefters14 mit entsprechenden Schlitten11 und21 des Hefters15 und synchrones Betätigen solcher Schlitten entlang des Querweges B über das Tuch7 bewegt. - Die Schlitten
11 und21 werden mittels eines flexiblen und undehnbaren Riemens26 betätigt, der zum Beispiel aus Stahl gebildet ist, dessen Enden an zwei L-förmigen Elementen27 und28 befestigt sind, wobei das L-förmige Element27 starr am Schlitten11 befestigt ist. Das andere L-förmige Element28 ist mit einem Gewindestift29 versehen, der aus dem L-förmigen Element27 hervorsteht und durch zwei Halter30 und31 geführt ist, die am Schlitten21 befestigt sind. - Eine Mutter
32 mit einer entsprechenden Gegenmutter ist auf ein Ende des Stifts29 aufgeschraubt, der über den Halter30 hervorsteht, um einen Schraubspanner bereitzustellen, der den Riemen26 spannt, indem er auf das L-förmige Element28 wirkt. - Der Riemen
26 ist in einer geschlossenen Schlaufe um vier Leitrollen33 ,34 ,35 und36 sowie eine Festscheibe37 gewunden. Die Leitrollen33 –36 sind an den Ecken eines imaginären Rechtecks an gegenüberliegenden Enden der Träger2 und3 angeordnet. Die Festscheibe37 ist auf einem Ständer3 zwischen den Riemenscheiben34 und36 gelagert, so dass der Riemen26 entlang eines Zickzackweges mit vier parallelen, übereinander gelegenen und koplanaren Teilen38 ,39 ,40 ,41 verläuft, wobei die Teile38 und40 davon sich in die selbe Richtung bewegen, die zur Richtung der Teile39 und41 entgegengesetzt ist. - Der Schlitten
21 des Hefters15 ist am Teil40 durch eine Klemme42 befestigt, so dass die beiden Schlitten11 und21 sich entsprechend in Richtung der Betätigung des Riemens26 bewegen. - Zur Betätigung des Riemens
26 ist die Riemenscheibe37 mit einem Tellerrad43 versehen, das hier in ein Ritzel44 auf einem Elektromotor45 eingreift, der auf einem Halter (nicht gezeigt) angebracht ist, der aus dem Rahmen1 auskragt. - Bewegung wird vom Hefter
15 zum Hefter14 durch zwei reversible Elektromotoren46 und47 übertragen, die auf den Schlitten11 und21 angebracht sind, und deren Wellen durch Gewindestangen48 und49 gebildet sind, die dieselbe Steigung aufweisen, die sich zwischen den Teilen38 ,39 und40 ,41 des Riemens26 erstrecken und parallel zu den Stangen8 ,9 und24 ,25 sind. - Die Gewindestangen greifen in Innengewinde
50 ,51 ein, die auf den Schlitten10 ,20 des Hefters14 befestigt sind. Die Motoren46 ,47 werden so gesteuert, dass sie sich mit der selben Winkelgeschwindigkeit in die selbe Richtung bewegen. - Der Betrieb der Steppmaschine ist aus der obigen Beschreibung ersichtlich. Wenn die Motoren
46 und47 nicht laufen, ermöglicht eine Steuerung des Motors45 , dass die Steppmaschine15 sich in die eine oder andere Richtung entlang des Querweges B bewegt und deshalb auch, mittels der Stangen48 und49 , die Steppmaschine14 sich in die selbe Richtung bewegt, um zwei parallele Stichlinien auf dem Tuch7 vorzusehen. - Durch Betätigen der Motoren
46 und47 ist es jedoch möglich, gleichzeitig die Schlitten10 ,20 des Hefters14 zu oder von entsprechenden Schlitten11 und21 des Hefters15 zu bewegen, was den Nähkopf12 in perfekter vertikaler Ausrichtung mit der entsprechenden Greiferanordnung18 hält. Dementsprechend können die Hefter14 und15 bei ihrer Relativbewegung in Bezug auf das Tuch näher zusammen oder weiter auseinander bewegt werden und können zwei Stichlinien ausbilden, die in Bezug aufeinander irgendeinem konvergenten oder divergenten Weg folgen. - In der praktischen Ausführungsform der Steppmaschine sind im Rahmen des selben erfinderischen Konzepts zahlreiche Modifikationen und Variationen möglich. Zum Beispiel ist es möglich, einen dritten Hefter auf den Führungen
8 ,9 ,24 ,25 zu installieren, der wie der Hefter14 gesteuert wird, indem auf den Schlitten11 ,21 des Hefters15 zwei zusätzliche Motoren vorgesehen werden, die zwei Gewindestangen antreiben, die mit einer Gewindekupplung in entsprechende Innengewinde eingreifen, die auf den Schlitten des dritten Hefters befestigt sind. Mit Vorteil ist das Innengewinde vom Kugelumlauftyp. Eine andere Ausführungsform verwendet statt der Gewindestangen48 und49 entsprechende Zahnstangen, deren eines Ende an den Schlitten10 und20 befestigt ist, und die in Ritzel eingreifen, die an den Abtriebswellen der Motoren46 und47 angebracht sind. - Alle Details können außerdem durch andere technisch äquivalente Elemente ersetzt sein.
- Praktisch können die verwendeten Materialien sowie die Abmessungen gemäß der Erfordernisse und dem Stand der Technik beliebig sein.
- Wo in irgendeinem Anspruch genannte technische Merkmale von Bezugszeichen gefolgt sind, wurden diese Bezugszeichen nur einzig zum Zweck der besseren Verständlichkeit der Ansprüche eingefügt und dementsprechend besitzen solche Bezugszeichen keinerlei einschränkende Wirkung auf die Interpretation eines Elements, das als Beispiel durch solche Bezugszeichen identifiziert ist.
Claims (9)
- Steppmaschine, die umfasst: einen Rahmen (
1 ) gebildet aus einem ersten Träger (2 ), der horizontal über einem zu steppenden Tuch (7 ) angeordnet ist, und einen zweiten Träger (3 ), der unter dem Tuch (7 ) angeordnet ist, wobei die Träger (2 ,3 ) mit entsprechenden Führungen (8 ,9 ;24 ,25 ) für Schlitten (10 ,11 ;20 ,21 ) zum Tragen von Nähköpfen (12 ,13 ) und, entsprechend, einer Greiferanordnung (18 ,19 ) mindestens zweier Hefter (14 ,15 ) versehen sind, wobei einer (15 ) davon mit Mitteln zum Bewegen eines der Nähköpfe (13 ) und der Greiferanordnung (19 ) synchron und entlang eines selben Weges und mit der selben Orientierung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitten (11 ,21 ), die den einen der Nähköpfe (13 ) und die Greiferanordnung (19 ) des ersten Hefters (15 ) tragen, entsprechende Motorelemente (46 ,48 ,50 ;47 ,49 ,51 ) tragen, die zwischen den Schlitten (11 ,21 ) verbunden sind, die den ersten Hefter (15 ) tragen, und die Schlitten (10 ,20 ), die einen weiteren der Nähköpfe (12 ) und die Greiferanordnung (18 ) des zweiten Hefters (14 ) tragen, zur synchronen Bewegung der Schlitten (10 ,20 ), die den zweiten Hefter (14 ) tragen, zu oder von den entsprechenden Schlitten (11 ,21 ), die den ersten Hefter (15 ) tragen, und worin, wenn die Motorelemente nicht laufen, der erste und zweite Hefter sich zusammen bewegen. - Steppmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorelemente Elektromotoren (
46 ,47 ) umfassen, die auf den Trägerschlitten (11 ,21 ) des einen der Nähköpfe (13 ) und der Greiferanordnung (19 ) des ersten Hefters (15 ) getragen sind, und geeignet sind, entsprechende Gewindestangen (48 ,49 ) zu betätigen, die parallel und drehbar in Innengewinde (50 ,51 ) eingreifen, die auf den Schlitten (10 ,20 ) getragen sind, die den anderen der Nähköpfe (12 ) und die Greiferanordnung (18 ) des zweiten Hefters (14 ) tragen. - Steppmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorelemente Elektromotoren umfassen, die auf den Schlitten (
11 ,21 ) getragen sind, die einen der Nähköpfe (13 ) und die Greiferanordnung (19 ) des ersten Hefters (15 ) tragen, und geeignet sind, entsprechende Zahnstangen zu betätigen, die parallel sind und ein Ende aufweisen, das an den Schlitten (10 ,20 ) befestigt ist, die den anderen der Nähköpfe (12 ) und der Greiferanordnung (18 ) des zweiten Hefters (14 ) tragen. - Steppmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung des ersten Hefters (
15 ) ein flexibler und undehnbarer Riemen (26 ) vorhanden ist, der einen Punkt (27 ) am Schlitten (11 ) des ersten Hefters (15 ) befestigt aufweist und in einer geschlossenen Schlaufe um vier Leitrollen (33 ,34 ,35 ,36 ) und eine Festscheibe (37 ) gewunden ist, wobei die Leitrollen (33 ,34 ,35 ,36 ) auf dem Rahmen (1 ) an den Ecken eines imaginären Rechtecks angeordnet sind und die Festscheibe (37 ) zwischen zwei übereinander liegenden Leitrollen (34 ,36 ) angeordnet ist, so dass der Riemen (26 ) entlang vierer paralleler, koplanarer und übereinander liegender Teile (38 ,39 ,40 ,41 ) verläuft, die sich paarweise in eine gleiche Richtung bewegen, wobei die Schlitten (11 ,21 ) zum Lagern des einen der Nähköpfe (13 ) und entsprechend der Greiferanordnung (19 ) des ersten Hefters (15 ) auf zwei (38 ,40 ) der Teile befestigt sind, die sich in die selbe Richtung bewegen. - Steppmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Elektromotoren (
46 ,47 ) des reversiblen Typs auf den Schlitten (11 ,21 ) angebracht sind, wobei ihre Wellen Gewindestangen (48 ,49 ) umfassen, die die selbe Steigung aufweisen und zu den Teilen (38 ,39 ,40 ,41 ) des Riemens (26 ) parallel sind und in Innengewinde (50 ,51 ) eingreifen, die auf den Schlitten (10 ,20 ) befestigt sind, die den anderen der Nähköpfe (12 ) und die Greiferanordnung (18 ) des zweiten Hefters (14 ) tragen, wobei die Elektromotoren (46 ,47 ) so gesteuert sind, dass sie die Schlitten (10 ,20 ) mit der selben Geschwindigkeit und in die selbe Richtung bewegen. - Steppmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Elektromotoren (
46 ,47 ) des reversiblen Typs auf den Schlitten (11 ,21 ) angebracht sind, wobei ihre Wellen mit Ritzeln versehen sind, die in Zahnstangen eingreifen, die parallel zu den Teilen (38 ,39 ,40 ,41 ) des Riemens (26 ) sind und Enden aufweisen, die an den Schlitten (10 ,20 ) befestigt sind, die den anderen der Nähköpfe (12 ) und die Greiferanordnung (18 ) des zweiten Hefters (14 ) tragen, wobei die Elektromotoren (46 ,47 ) so gesteuert sind, dass sie die Schlitten (10 ,20 ) mit der selben Geschwindigkeit in die selbe Richtung bewegen. - Steppmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen dritten Hefter aufweist, der gesteuert wird, indem auf den Schlitten (
11 ,21 ) des ersten Hefters (15 ) zwei zusätzliche Motoren vorgesehen sind, die zwei Gewindestangen antreiben, die mit einer Gewindekupplung in entsprechende Innengewinde eingreifen, die auf den Schlitten befestigt sind, die den Nähkopf und die Greiferanordnung des dritten Hefters tragen. - Steppmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innengewinde (
50 ,51 ) vom Kugelumlauftyp sind. - Steppmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Festscheibe (
37 ) mit einem Tellerrad (43 ) versehen ist, das in ein Ritzel (44 ) auf einem Antriebsmotor (45 ) eingreift.
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