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ERFINDUNGSGEBIET
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Vorliegende
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen
Herstellung monofunktioneller aromatischer Chlorformiatprodukte
nach einem Grenzflächenverfahren.
Die monofunktionellen aromatischen Chlorformiate sind zur Verwendung
als Endverschlussmittel (endcapping agents) bei der Polymersynthese
geeignet.
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Vorliegende
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Polycarbonats,
bei dem das Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung monofunktioneller
aromatischer Chlorformiatprodukte an eine Grenzflächen-Polycarbonatsynthese
gekoppelt ist. Die durch das kontinuierliche Verfahren hergestellten
Endverschlussmittel werden in die Grenzflächen-Polycarbonatsynthese eingeführt, um
das erwünschte
Polycarbonatprodukt zu erhalten.
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Vorliegende
Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Steuern der Variabilität des Molekulargewichts von
Polycarbonat, hergestellt in einer Reihe von Chargen. Das Verfahren
macht vom Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung monofunktioneller
aromatischer Chlorformiatprodukte nach einem Grenzflächenverfahren Gebrauch.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
Einführung
monofunktioneller aromatischer Chlorformiate in eine Polymersynthese
stellt ein Mittel zur Steuerung des Molekulargewichts des zu bildenden
Polymeren bereit. In der Regel ist, je größer die Menge des in eine Polymersynthese
eingeführten
Endverschlussmittels ist, das Molekulargewicht des Polymerprodukts
um so niedriger. Monofunktionelle aromatische Chlorformiate sind
als Endverschlussmittel bei der Grenzflächen-Polycarbonatsynthese besonders
geeignet, weil sie die Herstellung eines Polycarbonats in einer einzigen
Phosgenierungsstufe mit einem wesentlich geringeren Spiegel von
Diarylcarbonat(en) (DAC) ermöglichen
als Produkte, die unter Verwendung eines hydroxyaromatischen Endverschlusses,
wie z. B. mit p-Cumolphenol, hergestellt werden.
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Die
Arylcarbonate besitzen einen niederen Schmelzpunkt im Vergleich
zur Glasübergangstemperatur von
Polycarbonat und sind deshalb die letzten Komponenten, die während eines
Polycarbonat-Formgebungsvorgangs erstarren. Deshalb erfordert Polycarbonat
mit signifikanten Spiegeln von DAC längere Formgebungs-Zykluszeiten im Vergleich
zu Polycarbonat, das im Wesentlichen von DAC frei ist. Ferner kann
ein Polycarbonat mit einem Gehalt an Diarylcarbonaten zu unerwünschten
Wirkungen führen,
weil DAC sublimieren kann, wie z. B. einem „plate-aut" bei dem das DAC aus vorherigen Formgebungs-Zyklen
kondensiert und sich auf der Form abscheidet und bei nachfolgenden
Formgebungen zu Fehlern führt.
Unter dem im Vorliegenden benutzten Begriff „DAC" wird verstanden, dass er auch Di(alkylphenylcarbonate)
und Di(arylphenyl)carbonate umfasst.
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Bei
der Herstellung von monofunktionellen aromatischen Chlorformiaten
wäre es
erwünscht,
die Herstellung des Nebenprodukts DAC zu minimieren. Dies würde ermöglichen,
dass das monofunktionelle aromatische Chlorformiat in einer nachfolgenden
Polymerisation zu benutzen ist, ohne zuerst durch solche Verfahren wie
eine Destillation gereinigt zu werden. Bei nachfolgender Diskussion
bezieht sich der Begriff „MAC" oder „MACs" auf eine monofunktionelle
aromatische Chlorformiatverbindung oder ein Gemisch monofunktioneller aromatischer
Chlorformiatverbindungen.
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Ein
bekanntes Verfahren zur Herstellung von MACs nach einem Grenzflächenverfahren
umfasst die absatzweise Herstellung von MACs mit nachfolgender Lagerung
für spätere Verwendung
bei einer Polymerisation.
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Das
U.S.-Patent 5.399.657 (Van Hout u.a.) offenbart ein Verfahren zur
Herstellung von MAC in einem absatzweisen Verfahren. Eine Lösung von
Phosgen in einem Lösungsmittel
wird in einen Reaktor eingeführt, dem
sodann Phosgen und eine Phenolverbindung unter Aufrechterhaltung
der Temperatur bei einem Wert im Bereich von 3–5°C zugegeben werden. Der pH-Wert
wird innerhalb eines gewünschten
Bereichs durch Zugabe einer wässerigen
Alkalilösung
gehalten. Überschüssiges Phosgen
wird sodann aus dem Produkt durch Umsetzung mit Alkali abgereichert.
Die Herstellung von MACs im U.S.-Patent 5.399.657 bringt lange Chargenzeiten,
typischerweise im Bereich von 30 bis 60 Minuten, mit sich.
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Das
U.S.-Patent 5.274.164 (Wettling u.a.) offenbart ein Verfahren zur
Herstellung von Arylchlorformiaten durch Umsetzung von Phenolen
mit Phosgen in Anwesenheit organischer Phosphorverbindungen. Das Verfahren
erfordert lange Reaktionszeiten, und die Zugabe eines Katalysators,
wie z. B. von organischen Phosphorverbindungen, erfordert extra
Verfahrensstufen zur Wiedergewinnung des Katalysators aus dem Produkt.
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Das
U.S.-Patent Nr. 4.864.011 (Bussink u.a.) offenbart ein Verfahren
zur Herstellung eines aromatischen Polycarbonats mit einem MAC-Endverschlussmittel.
Gemäß Bussink
liegt das MAC entweder vor der Phosgenzugabe vor, oder wird an einem
einzigen Punkt bei der absatzweisen Polymerisation zugegeben, um Polycarbonat
mit wenig DAC zu bilden. Dieses Verfahren hat jedoch verschiedene
Nachteile. Um MAC der Polymerisation an einem speziellen Punkt während der
Polymerisation zu liefern, muss das MAC synthetisiert, gereinigt
und gelagert werden. Ferner erfordert die Zufuhr einer MAC-Menge
an einem speziellen Punkt im absatzweisen Verfahren üblicherweise
eine zusätzliche
Vorrichtung zur Lagerung und Beschickung. Es wäre erwünscht, ein Verfahren zu entwickeln,
durch das die MACs direkt hergestellt werden könnten, ohne das Erfordernis
für eine
Reinigung, und auf kontinuierliche Weise. Es wäre sogar erwünschter,
ein kontinuierliches Verfahren zu entwickeln, durch das MACs auf
eine Weise „auf
Bedarf" („on-demand") hergestellt werden
könnten. Dies
würde ein
direktes Koppeln des MAC-Verfahrens an ein absatzweises oder kontinuierliches
Polymerisationsverfahren erlauben, insbesondere ein Polycarbonat-Herstellungsverfahren.
Ein derartiges direkt gekoppeltes Verfahren wäre erwünscht, weil es die Risiken,
welche mit dem Aufrechterhalten eines Lagerbestands von MAC verbunden
sind und von phosgenhaltigen Materialien, die mit der MAC-Herstellung
vermeiden würde.
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Ein „nach Bedarf"-Verfahren für die MAC-Herstellung
würde ferner
eine wesentliche Verringerung sowohl der Risiken einer Phosgenaussetzung
als auch der Produktionskosten im Vergleich zu einem absatzweisen
Verfahren zur MAC-Herstellung bereitstellen. Keine der weiter oben
diskutierten Offenbarungen erfüllt
diese Kriterien.
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Ferner
wäre erwünscht, ein
Verfahren zu entwickeln, das geringere Verfahrenszeiten zur Herstellung der
MACs erfordert, das mit einem kontinuierlichen bzw. absatzweisen
Verfahren zur Polycarbonatherstellung gekoppelt werden kann (ohne
Reinigung von MAC) um ein Produkt mit einem geringen DAC-Gehalt
und einer guten Qualität
herzustellen.
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Auch
wäre erwünscht, ein
Verfahren zu entwickeln, bei dem eine hervorragende Molekulargewichtssteuerung
eines in einer Grenzflächenreaktion
hergestellten Polycarbonats erreicht wird. Die Molekulargewichtssteuerung
wird üblicherweise
durch die Standardabweichung des Molekulargewichts für eine Reihe
von Chargen gemessen. Eine gute Molekulargewichtssteuerung, d.h.
Steuerung der Variabilität
des Molekulargewichts des bei einer Umsetzung oder einer Reihe von
Umsetzungen hergestellten Polycarbonts bezieht sich direkt auf die
Steuerung der Molekulargewichtsviskosität. Das Molekulargewicht bestimmt
die Molekulargewichtviskosität;
deshalb führt
die Aufrechterhalten des Molekulargewichts in einem engen Bereich
zur Aufrechterhaltung der Molekulargewichtsviskosität in einem
engen Bereich. Es ist erwünscht,
die Molekulargewichtsviskosität
in einem engen Bereich zur Steuerung der Verarbeitbarkeit des Produkts
zu halten. Beispielsweise würde
eine enge Steuerung der Molekulargewichtsviskosität über eine
Reihe von Produktchargen ermöglichen,
dass eine Formgebungsvorrichtung, die Polycarbonat aus diesen Chargen
verarbeitet, ausgedehnte Zeiträume
ohne Einstellung betrieben wird.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Vorliegende
Erfindung löst
diese Probleme und stellt ferner überraschende Eigenschaften
zur Verfügung.
Diese und weitere Ziele der Erfindung werden leichter gewürdigt, wenn
man folgende Offenbarung und die Patentansprüche in Betracht zieht. Die
zur Verwendung bei vorliegender Erfindung geeigneten monofunktionellen
aromatischen Chlorformiate (MAC) können durch ein kontinuierliches
Verfahren erhalten werden. Das monofunktionelle aromatische Chlorformiat
(MAC) hat typischerweise die Struktur (I)
worin n eine ganze Zahl von
1 bis 5 ist und R
1 ein Wasserstoffatom,
eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen,
eine Arylgruppe, die substituiert oder unsubstituiert sein kann,
eine cycloaliphatische Gruppe, die substituiert oder unsubstituiert
sein kann, oder eine Arylalkylgruppe ist, die substituiert oder
unsubstituiert sein kann; sie kann nach einem Verfahren erhalten
werden, das die Stufen
- a) der Einführung
1)
einer wässerigen
Alkalilösung;
2)
eines Carbonylchlorids;
3) mindestens einer monofunktionellen
hydroxyaromatischen Verbindung; und
4) eines inerten organischen
Lösungsmittels
in ein kontinuierliches Reaktionssystem umfasst; und
- b) das Bewirken eines Kontakts zwischen 1), 2), 3);
und
4) für
eine Zeit und bei Bedingungen bewirkt, die zur Bildung eines MAC
der Struktur (I) ausreicht.
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In
einem Aspekt betrifft die Erfindung die Herstellung von Polycarbonatprodukten
in einem absatzweisen Grenzflächenpolymerisationsverfahren,
das an das kontinuierliche Verfahren zur Herstellung von MAC-Produkten
und ein Verfahren zum Steuern der Variabilität des Molekulargewichts in
einer Reihe von Produktchargen unter Anwendung dieses Verfahrens
gekoppelt ist.
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Bei
einer Ausführungsform
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Polycarbonats, umfassend
die Stufen:
- a) Einbringen zumindest einer Dihydroxyverbindung,
eines inerten organischen Lösungsmittels,
von Wasser, Alkali, Carbonylhalogenid und Katalysators in ein Gefäß und Aufrechterhalten
des pH-Werts des Reaktionsgemischs zwischen etwa 4 und etwa 12;
sowie
- b) innerhalb eines Intervalls von 0 bis etwa 90% der gesamten
Carbonylhalogenidzugabe zum Gefäß, ein Reaktionssystem
aktiviert wird, das monofunktionelle aromatische Chlorformiate (MAC)
bildet und Einführen
des MAC innerhalb des Intervalls von 0 bis etwa 90% der gesamten
Carbonylhalogenid-Zugabe zum Gefäß; wobei
das MAC-Reaktionssystem mit dem Gefäß gekoppelt ist, und wobei
Mittel zur Zufuhr des MAC aus dem Reaktionssystem zum Gefäß bereitgestellt
sind.
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Die
Erfindung betrifft ferner einer Verfahren zum Steuern der Variabilität des Molekulargewichts
durch Wiederholung des Verfahrens für die Anzahl von erwünschten
Chargen, mit im Wesentlichen der gleichen Menge Carbonylhalogenid,
Alkali und MAC sowie inerten organischen Lösungsmittel.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Polycarbonats,
umfassend die Stufen:
- a) Einbringen mindestens
einer Dihydroxyverbindung, eines inerten organischen Lösungsmittels,
von Wasser und gegebenenfalls Alkali, wodurch ein Reaktionsgemisch
gebildet wird;
- b) nach der Stufe a) gleichzeitiges Einführen eines Carbonylhalogenids
und Alkalis in das, das Reaktionsgemisch enthaltende Gefäß unter
Aufrechterhalten des pH-Werts des Reaktionsgemischs zwischen etwa 4
und etwa 12;
- c) Aktivieren eines Reaktionssystems, welches monofunktionelle
aromatische Chlorformiate (MAC) innerhalb eines Intervalls von 0
bis etwa 90% der gesamten Carbonylhalogenidzugabe zum Gefäß, und Einführen des
MAC in das Gefäß innerhalb
des Intervalls von 0 bis etwa 90% der gesamten Carbonylhalogenidzugabe
zum Gefäß; wobei
das MAC-Reaktionssystem an das Gefäß gekoppelt ist, und wobei
Mittel zur Zufuhr des MAC aus dem Reaktionssystem zum Gefäß bereitgestellt
sind.
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Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Steuern der Variabilität des Molekulargewichts
durch Wiederholen des Verfahrens für die Anzahl gewünschter
Chargen mit im Wesentlichen der gleichen Menge von Carbonylhalogenid,
Alkali und MAC.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein schematisches Schaubild einer Ausführungsform zur Herstellung
von MAC durch ein kontinuierliches Verfahren.
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2 ist
ein schematisches Schaubild einer Ausführungsform der Erfindung zur
Herstellung von Polycarbonat, bei dem ein kontinuierliches Verfahren
zur MAC-Herstellung
an eine Polycarbonat-Herstellungsreaktion gekoppelt ist.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Vorliegende
Erfindung kann unter Bezugnahme auf folgende detaillierte Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung und der hierin eingeschlossenen Beispiele leichter
verstanden werden.
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Bevor
vorliegendes Verfahren und vorliegende Vorrichtung offenbart und
beschrieben werden, wird darauf hingewiesen, dass vorliegende Erfindung
nicht auf spezielle systemische Verfahren oder besondere Formulierungen
begrenzt ist; sie können
als solche selbstverständlich
variiert werden. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, dass die im
Vorliegenden benutzte Terminologie zwecks Beschreibung spezieller
Ausführungsformen
benutzt wird und nicht beschränkend
sein soll.
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In
vorliegender Beschreibung und den folgenden Patentansprüchen wird
auf eine Anzahl von Begriffen bezug genommen, welche definiert werden,
und folgende Bedeutung besitzen:
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Die
Einzahlformen von „ein" bzw. „eine", und „der", „die" bzw. „das" umfassen, wenn der
Zusammenhang nicht klar etwas Anderes vorschreibt, die Mehrzahl.
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Unter „wahlweise" oder „gegebenenfalls" ist zu verstehen,
dass das nachfolgend beschriebene Ereignis oder der nachfolgend
beschriebene Umstand eintreten oder nicht eintreten können, und
dass die Beschreibung Fälle
umfasst, wo dieses Ereignis oder dieser Umstand auftritt, sowie
Fälle,
wo sie nicht auftreten.
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Wenn
nicht anders angegeben, ist die „molare Strömungsrate" in Mol pro Minute
angegeben.
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„Mittlere
Temperatur des Gemischs" ist
als die Temperatur definiert, welche ein Gemisch von zwei oder mehreren
kombinierten Strömen
ein Gleichgewicht unter adiabatischen Bedingungen, d.h., mit keiner
Eingabe oder keinem Verlust an Wärme
erreicht.
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Ein „auf Nachfrage"-Verfahren, wie im
Vorliegenden benutzt, ermöglicht
die Herstellung der erforderlichen Produktmenge während eines
ausgewiesenen Zeitintervalls. Ein derartiges Verfahren ist vor und
nach dem ausgewiesenen Zeitintervall außer Betrieb. Ein „auf Nachfrage"-Verfahren bildet
ein brauchbares Produkt von dem Augenblick an, wo es begonnen wird,
bis zu der Zeit, wo es abgebrochen wird. Ein derartiges Verfahren
kann auch kontinuierlich über
ein unbestimmten Zeitintervall betrieben werden, um beispielsweise
ein kontinuierliches Polycarbonat-Syntheseverfahren mit einem MAC-Endverschluss
zu beschicken. Eine „monofunktionelle
hydroxyaromatische" Gattung
wie sie im Vorliegenden in Betracht gezogen wird, enthält eine
einzige Hydroxylgruppe oder einen einzigen Hydroxylrest. In einer
MAC ist dieser Hydroxylrest durch eine Chlorformiatgruppe ersetzt.
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Der
im Vorliegenden benutzte Begriff „Polycarbonat" umfasst Copolycarbonate,
Homopolycarbonate und (Co)polyestercarbonate.
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Die
Begriffe „Endverschlussmittel" und „Kettenabbruchmittel" werden wechselseitig
austauschbar verwendet.
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Ein „Halbabsatz"-Reaktor nimmt eine
anfängliche
Materialcharge auf, wonach ein oder mehrere Reaktanden und gegebenenfalls
Lösungsmittel
zum Reaktor während
des Verlaufs der Umsetzung zugegeben werden. Derartige Reaktoren
werden jedoch oft einfach als „diskontinuierliche"-Reaktoren bezeichnet.
Die Begriffe „absatzweise" bzw. „diskontinuierlich" und „halb-absatzweise" werden durch den
Rest der Beschreibung hindurch wechselseitig austauschbar verwendet.
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In
einem Aspekt betrifft vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
von Polycarbonaten, bei dem ein Verfahren zur Herstellung hydroxyaromatischer Halogenformiat-Endverschlussmittel
mit einem Reaktionssystem zur Herstellung von Polycarbonatprodukten
gekoppelt ist.
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I Kontinuierliches
Verfahren zur Herstellung von MACs
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Endverschlussmittel
umfassen, sind jedoch hierauf nicht begrenzt, Phenylchlorformiat,
tert.-Butylphenylchlorformiat, p-Cumylchlorformiat, Chromanchlorformiat,
Octylphenyl- oder Nonylphenylchlorformiat oder deren Gemisch; bevorzugter
Phenylchlorformiat, p-Cumylchlorformiat oder ein Gemisch derselben;
noch bevorzugter p-Cumylphenylchlorformiat.
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Ein
bevorzugtes System ermöglicht
die kontinuierliche Herstellung durch Grenzflächenreaktion von MACs, wobei
das Produkt einen geringen DAC-Spiegel und nicht-umgesetzte monofunktionelle
hydroxyaromatische Verbindung aufweist. Das kontinuierliche Verfahren
kann in einer beliebigen Anlageanordnung durchgeführt werden,
in der eine kontinuierliche Umsetzung bewirkt werden kann, einschließlich, jedoch
nicht hierauf begrenzt, einschließlich einer Reihe kontinuierlicher
gerührter
Behälterreaktoren
(CSTRs), eines Röhrenreaktors
oder einer Reihe von Röhrenreaktoren,
einem oder mehreren Schleifenreaktoren in Reihe und/oder parallel,
eines Netzwerks von CSTRs und Röhrenreaktoren,
eines Säulenreaktors
mit Mischern in verschiedenen Stufen und einer bewegten Kolonne.
Das Reaktionssystem kann mehr als eine Stufe umfassen, und ein Kühlen sowie
eine Einführung
von zusätzlichen
Reagenzien kann zwischen den Stufen bewirkt werden.
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Die
Produkte des kontinuierlichen Verfahrens für die Herstellung von MAC können einer
Polycarbonatsynthese vor oder während
einer absatzweisen Polycarbonatsynthese zugegeben werden. In einer
Ausführungsform
der Erfindung wird ein Reaktionssystem, indem das kontinuierliche
Herstellungsverfahren für
MAC bewirkt wird, mit einem absatzweisen Polymerisationsreaktor
gekoppelt, und die Produkte des MAC-Reaktors werden in den absatzweisen
Reaktor vor oder während
der Polycarbonatsynthese eingebracht. Die Verfahrensbedingungen
im Reaktions system zur Herstellung der MACs können variiert werden, und in
der Regel können
beliebige Verfahrensbedingungen angewandt werden, vorausgesetzt,
dass die Umsetzung zwischen dem Carbonylchlorid und der monofunktionellen
hydroxyaromatischen Verbindung unter Bildung des Produkts MAC auftritt.
Der Beschickungsstrom oder die Beschickungsströme, welche in das Reaktionssystem
eintreten, besitzen vorzugsweise eine mittlere Beschickungstemperatur
des Gemischs im Bereich von etwa –10°C bis etwa 40°C; bevorzugter
etwa 0°C
bis etwa 25°C.
Der Beschickungsstrom bzw. die Beschickungsströme enthalten das Carbonylchlorid,
inertes organisches Lösungsmittel,
eine wässerige
Alkalilösung
und monofunktionelle hydroxyaromatische Verbindung, die in das Reaktionssystem
eintritt.
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Die
Temperatur des Gemischs im Reaktionssystem wird vorzugsweise unterhalb
etwa 60°C,
bevorzugter unterhalb etwa 50°C,
gehalten. Der im Vorliegenden verwendete Begriff „Gemisch" bezieht sich auf
den Inhalt des Reaktionssystems, einschließlich, jedoch nicht hierauf
begrenzt, des Lösungsmittels
oder der Lösungsmittel,
der Reaktanden und des Alkalis. Da die Umsetzung exotherm ist, erhöht sich
die Temperatur des Reaktionsgemischs, wenn dieses durch das Reaktionssystem
geführt
wird. Die Temperatur, bei der ein besonderes System gehalten wird,
hängt von
den speziellen Lösungsmitteln,
Reaktanden, den Kühlmitteln
usw. ab.
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Das
Reaktionssystem kann gekühlt
oder adiabatisch betrieben werden. Geeignete Kühlmittel umfassen einen Kühlmantel,
einen Wärmeaustauscher
als Vorkühler,
einer Wärmeaustauscher
in einer Umlaufschleife, einen Wärmeaustauscher
zwischen Abschnitten eines Mehrfachreaktorsystems oder einen Rückflusskühler. Das
Reaktionsgefäß oder die
Reaktionsgefäße können gekühlt werden,
oder Wärme
kann zwischen den Reaktionsgefäßen abgeführt werden,
wenn das System mehr als eine Stufe umfasst. Für die Einfachheit der Bauart
und des Betriebs wird bevorzugt, das System adiabatisch zu betreiben.
Um adiabatische Reaktorbedingungen zu erreichen, können das
Reaktionsgefäß oder die
Reaktionsgefäße gemäß typischer
industrieller Praxis isoliert sein.
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Vor
Einführung
in das Reaktionssystem können
der Beschickungsstrom oder die Beschickungsströme gegebenenfalls durch geeignete
Mischvorrichtungen, einschließlich,
ohne jedoch hierauf begrenzt zu sein, eines in-line-Mischers oder
statischen Mischers und eines Mischdüsenmischers. Wie erwähnt, beziehen
sich „Beschickungsstrom" oder „Beschickungsströme" wie im Vorliegenden
definiert, auf die Komponenten, welche in das Reaktionssystem eintreten,
und können
einen oder mehrere in das Reaktionssystem eintretende Ströme umfassen.
Vor dem Reaktionssystem kann eine Mischzone eingerichtet werden,
das Reaktionssystem kann eine Mischzone umfassen, oder beides kann
der Fall sein.
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Während es
sich im Reaktionssystem befindet, wird das Gemisch vorzugsweise
in einer Intensität
bewegt, welche zumindest ausreicht, um die Trennung der wässerigen
und organischen Phase zu verhindern. Wenn eine Trennung eintritt,
wird die Umwandlung der Reaktanden zum Produkt verringert. Das Bewegen
der wässerigen
und organischen Phase sollte derart reguliert werden, dass kein
Phosgen durch Erhöhung
seiner Hydrolyserate vergeudet wird, was bei einem übermäßig intensiven
Vermischen eintreten kann.
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Die
wässerige
Alkalilösung
wird vorzugsweise in das kontinuierliche Reaktionssystem in einem
von dem Strom getrennten Strom eingeführt, welcher die monofunktionelle
hydroxyaromatische Verbindung enthält und dem Strom, der das Carbonylhalogenid
enthält.
Bei einer Ausführungsform
wird der Strom aus der wässerigen
Alkalilösung
bei der stromaufwärts
gelegenen Eingabe des Reaktionssystems eingeführt. Die wässerige Alkalilösung kann
aber auch bei einem beliebigen Punkt oder bei einer beliebigen Eingabe
im Reaktionssystem eingeführt
werden, was ermöglicht,
dass die Umsetzung im System des Carbonylhalogenids und der monofunktionellen
hydroxyaromatischen Verbindung das MAC bildet. Der Strom der wässerigen
Alkalilösung
kann gegebenenfalls in zwei oder mehrere Ströme geteilt werden, welche die
gleiche oder eine verschiedene molare Strömungsrate aufweisen. Diese
Ströme
können
an verschiedenen Punkten im Reaktionssystem ein geführt werden.
Es wird bevorzugt, den Strom der wässerigen Alkalilösung am
stromaufwärts
gelegenen Einlass des Reaktionssystems einzuführen.
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Bei
einer Ausführungsform
umfasst das Reaktionssystem ferner einen ersten Vorkühler zur
Einrichtung einer Eingabetemperatur für die monofunktionelle hydroxyaromatische
Verbindung und das inerte organische Lösungsmittel, einen zweiten
Vorkühler
zur Einrichtung einer Eingabetemperatur für die wässerige Alkalilösung sowie
eine Mischvorrichtung, die an den ersten Vorkühler und den Beschickungsstrom
des Carbonylhalogenids gekoppelt ist. Die monofunktionelle hydroxyaromatische
Verbindung wird vorzugsweise bei dieser Ausführungsform im Lösungsmittel
gelöst.
Die wässerige
Alkalilösung
wird in den zweiten Vorkühler
eingespeist. Die gekühlte
wässerige
Alkalilösung,
und der Ausgangsstrom aus der Mischvorrichtung werden sodann in
den Reaktor, vorzugsweise einen Röhrenreaktor, eingespeist.
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Bei
dem hierin beschriebenen kontinuierlichen Verfahren ist es üblich, dass
das Reaktorprodukt etwas nicht-umgesetztes Carbonylchlorid und etwas
nichtumgesetztes Alkali enthält.
Da Alkali vorzugsweise in einen getrennten Strom eingeführt wird
und zur Umwandlung der monofunktionellen hydroxyaromatischen Verbindung
in das MAC erforderlich ist, ist es möglich, das Ausmaß der Umsetzung
oder Umwandlung in einen gegebenen Abschnitt des Reaktors durch
Einstellen des Anteils der zu diesem Abschnitt zugegebenen Alkalilösung zu
steuern.
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Unter
im Wesentlichen adiabatischen Reaktionsbedingungen bestimmt die
Menge des in den Reaktorabschnitt eingeführten Alkalis zur Menge der
hydroxyaromatischen Verbindung und anderen Beschickungen das Ausmaß des Temperaturanstiegs
in diesem Abschnitt. Die Temperaturempfindlichkeit der Reaktionsselektivität hinsichtlich
der MAC-Synthese und weg von der DAC-Bildung ist ein Schlüsselfaktor,
der bei der Bestimmung der pro Stufe zuzugebenen Alkalimenge, der
Anzahl von Stufen und der Notwendigkeit für ein Kühlen zwischen den Stufen, insbesondere
unter adiabatischen Bedingungen, in Betracht gezogen wird.
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Das
Carbonylchlorid und Alkali werden in das Reaktionssystem bei Strömungsraten
eingeführt,
welche auf molare Verhältnisse
zur Beschickungsrate der monofunktionellen hydroxyaromatischen Verbindung bezogen
sind. So werden durch Benutzung eines Reaktionsverfahrens, bei dem
das Aufrechterhalten der molaren Strömungsverhältnisse des Alkalis und Carbonylhalogenids
zur Beschickungsrate der monofunktionellen hydroxyaromatischen Verbindung
die Hauptaufmerksamkeit gewidmet wird, wobei dem pH-Wert lediglich
eine sekundäre
Aufmerksamkeit gegeben wird, die Hydrolyse des Carbonylhalogenids
und die Bildung der unerwünschter
Nebenprodukte, wie z. B. DAC, und die restliche hydroxyaromatische
Verbindung auf ein Minimum herabgesetzt. Diese Verhältnisse
können
je nach der erwünschten
Qualität
der Produktlösung,
den Erfordernissen der Produktionsrate und den Betriebsparametern
des Reaktionssystems schwanken.
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Das
Verhältnis
der molaren Strömungsraten
des Carbonylchlorids, wie z. B. Phosgens zur monofunktionellen hydroxyaromatischen
Verbindung in das Reaktionssystem ist vorzugsweise etwa 1,05:1 bis
etwa 10:1, bevorzugter etwa 1,5:1 bis etwa 5:1, noch bevorzugter
etwa 2:1 bis etwa 4:1. Das Verhältnis
der molaren Strömungsraten
des Alkalis (als Äquivalente
von NaOH) zur monofunktionellen hydroxyaromatischen Verbindung im
Reaktionssystem ist vorzugsweise etwa 1,1:1 bis etwa 3:1, bevorzugter
etwa 1,2:1 bis etwa 2:1, noch bevorzugter etwa 1,3:1 bis etwa 1,7:1.
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Die
Komponenten können
in getrennten Strömen
in das Reaktionssystem eingespeist werden, oder es können alternativ
einige Komponenten vor Einführung
in das Reaktionssystem vereint werden. Beispielsweise können das
Carbonylchlorid und die monofunktionelle hydroxyaromatische Verbindung
jeweils in einen oder mehreren Beschickungsströmen bei einer Eingabe am stromaufwärts gelegenen
Ende des Reaktionssystems oder an einer Eingabe bei irgendeinem
Punkt im Reaktionssystem eingeführt
werden. Die molaren Gesamtverhältnisse
müssen
jedoch im Reaktionssystem, d.h., zwischen der Eingabe und Ausgabe
des Reaktionssystems, aufrecht erhalten werden.
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Bei
einer Ausführungsform
wird das Carbonylchlorid mit dem inerten organischen Lösungsmittel
vor Einführung
in das Reaktionssystem als homogene Lösung vermischt. Bei einer anderen
Ausführungsform
wird das Carbonylchlorid mit dem inerten organischen Lösungsmittel,
indem zumindest eine monofunktionelle hydroxyaromatische Verbindung
gelöst
wurde, vermischt, woraufhin das Gemisch als homogene Lösung eingespeist
wird. Das Carbonylchlorid kann aber auch in das Reaktionssystem
in Form eines Gases eingeführt
werden. Die wässerige
Alkalilösung
wird vorzugsweise in das Reaktionssystem in einen vom Eingabestrom
oder den Eingabeströmen,
welche das Carbonylchlorid und die monofunktionelle hydroxyaromatische
Verbindung enthalten, getrennten Strom in das Reaktionssystem eingespeist.
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Wenn
das Reaktionssystem mehr als eine Stufe umfasst, kann die Beschickung
in das Reaktionssystem zwischen den Stufen eingeführt werden.
Die Beschickung kann eine oder mehrere der folgenden Bestandteile
umfassen: wässerige
Alkalilösung,
inertes organisches Lösungsmittel,
Carbonylchlorid, und monofunktionelle hydroxyaromatische Verbindung.
Bei einer Ausführungsform
der Erfindung ist der Reaktor ein Röhrenreaktor, der eine bis vier
Stufen umfasst.
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Die
monofunktionelle hydroxyaromatische Verbindung kann in das Reaktionssystem
als Lösung,
Feststoff, als Schmelze oder ein Gemisch derselben eingeführt werden.
Das Gewicht der Eingabe der monofunktionellen hydroxyaromatische
Verbindung ins Reaktionssystem, bezogen auf das Gewicht der Eingabe
des inerten organischen Lösungsmittels
ins Reaktionssystem beträgt
etwa 0,5:99,5 bis etwa 20:80. Die monofunktionelle hydroxyaromatische
Verbindung kann ganz oder teilweise in den, in das Reaktionssystem
eingeführten organischen
Lösungsmittelstrom
einbezogen sein. Bei einer Ausführungsform
ist die monofunktionelle hydroxyaromatische Verbindung im inerten
organischen Lösungsmittel
gelöst,
und der Strom wird in eine Eingabe des Reaktionssystems an dem stromaufwärts gelegenen
Ende eingespeist. Wenn sie im inerten organischen Lösungsmittel
gelöst
ist, wird es bevorzugt, dass die monofunktionelle hydroxyaromatische
Verbindung etwa 1 bis 20 Gew.% der Lösung umfasst. Gegebenenfalls
kann Carbonylchlorid, wie z. B. Phosgen, in diesem Strom gelöst sein.
Alternativ können
das inerte organische Lösungsmittel
und die hydroxyaromatische Verbindung in getrennten Strömen an der
Eingabe des Reaktionssystems am stromaufwärts gelegenen Ende eingeführt werden,
oder jeder Strom kann in zwei oder mehrere Ströme unterteilt und an Eingabepunkten
längs des Reaktionssystems
eingeführt
werden.
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Die
Verweilzeit des Reaktionsgemischs im Reaktionssystem ist eine Funktion
der volumetrischen Strömungsrate
durch das Reaktionssystem. Wenn das Reaktionssystem z. B. ein Röhrenreaktor
ist, können
die Länge
und der Durchmesser des Reaktors verändert werden, um eine erwünschte Verweilzeit
und damit eine optimale Ausbeute an dem gewünschten Produkt MAC zu erreichen.
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Eine
Erwägung
der Bauart, die für
Reaktoren mit idealer Strömung üblich ist,
sind von Levenspiel in der Monographie Chemical Reaction Engineering,
John Wiley and Sons, 1962, beschrieben. Vorzugsweise ist das Verhältnis der
Länge zum
Durchmesser des Röhrenreaktors
mindestens etwa 10, bevorzugter mindestens etwa 20.
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Es
wird bevorzugt, das Reaktionssystem zur Herstellung von MAC im Wesentlichen
unter aminfreien Bedingungen zu halten. Unter „im Wesentlichen aminfrei" wird verstanden,
dass das Strömungsrate-Gewichtsmittel
der Aminspiegel, umfassend Triethylamine, jedoch nicht hierauf begrenzt,
in allen Beschickungsströmen bei
weniger als 50 Teilen pro Million (ppm), vorzugsweise unterhalb
etwa 10 ppm, noch bevorzugter, unterhalb etwa 5 ppm, gehalten wird.
Die Anwesenheit von Aminen im Reaktionssystem führt zu unerwünschten
Nebenprodukten wie z. B. DAC. Gegebenenfalls kann der Beschickungsstrom
bzw. die Beschickungsströme,
welche in das Reaktionssystem eintreten, durch Säureextraktion gereinigt werden;
manche der Beschickungsströme können gereinigt
werden, indem man den gewünschten
Strom über
ein Absorptionsmittelbett zur Entfernung freier Amine führt. Ferner
wird auch bevorzugt, andere Kondensationskatalysatoren neben Aminen
zu vermeiden, einschließlich,
ohne jedoch hierauf begrenzt zu sein, quartärer Ammoniumsalze und quartärer Phosphoniumsalze
sowie Organophosphorkatalysatoren.
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Gegebenenfalls
kann das MAC-Reaktionsprodukt mit weiteren Verarbeitungsstufen behandelt
werden. Obgleich das MAC-Reaktionsprodukt aus dem erfindungsgemäßen Verfahren
genügend
geringe DAC-Spiegel besitzt, um ohne weitere Reinigung zur Polymerherstellung,
wie z. B. eines Polycarbonats, verwendet werden können, kann
gegebenenfalls die Produktlösung
durch fraktionierte Destillation vor Einführung in eine Polycarbonatherstellung
weiter gereinigt werden.
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Bei
einer Ausführungsform
wird das Verfahren zur Herstellung von MAC in einem in 1 veranschaulichten
Röhrenreaktorsystem
durchgeführt.
Der Röhrenreaktor
kann auf eine beliebige Weise angeordnet sein, jedoch wird bevorzugt,
dass der Röhrenreaktor
horizontal angeordnet ist. Der Beschickungsstrom 1 mit
einem Gehalt an der monofunktionellen hydroxyaromatischen Verbindung
und ein Lösungsmittel
werden in den Vorkühler 3 eingespeist.
Das Produkt des Vorkühlers 3,
und ein Beschickungsstrom 2 mit einem Gehalt an Carbonylchlorid,
wie z. B. Phosgen, werden in die Mischvorrichtung 4 eingespeist.
Ein getrennter Strom einer wässerigen
Alkalilösung 5 wird
in den Vorkühler 6 eingespeist.
Die Ausflüsse
aus der Mischvorrichtung 4 und dem Vorkühler 6 werden sodann
in den Röhrenreaktor 7 eingespeist.
Das Schema des Reaktors 7 umfasst Mischelemente im Reaktor.
Gegebenenfalls kann der Röhrenreaktor 7 isoliert
sein. Der Austrag aus dem Röhrenreaktor 7,
enthaltend das Produkt MAC (Produktstrom) kann ferner verarbeitet
werden, oder er kann in einen Reaktor zur Polymerherstellung, beispielsweise
einen Reaktor zur Polycarbonatherstellung, geführt werden.
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Das
in 1 gezeigte Verfahren kann kontinuierlich oder
auf eine „auf
Nachfrage"-Weise
betrieben werden, je nach der beabsichtigten Verwendung des Produkts
MAC. Wenn das Verfahren auf eine „auf Nachfrage"-Weise betrieben
wird, kann es begonnen werden, während
eine absatzweise Polycarbonatherstellung in einem getrennten Gefäß durchgeführt wird.
Das Produkt MAC kann in den Reaktor zur Polycarbonatherstellung
während
der Phosgenierungsstufe der absatzweisen Polycarbonatherstellung
eingeführt
werden, und dann vor Abschluss der Polycarbonatcharge beendet werden.
Der Strom des Produkts MAC kann direkt in den Reaktor für die Polycarbonatherstellung
ohne Notwendigkeit einer weiteren Reinigung geliefert werden.
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Wie
in 2 gezeigt, kann ein Röhrenreaktorsystem in Reihe
an einem Reaktor 17 zur Polycarbonatherstellung angeschlossen
sein. Eine Ausführungsform
der absatzweisen Polymerisation wird im Abschnitt II der Beschreibung
diskutiert. Der Reaktor zur Polycarbonatherstellung kann entweder
kontinuierlich oder absatzweise betrieben werden. Bei der kontinuierlichen
Betriebsart wird das Produkt aus dem Reaktor 7 in den Reaktor 17 zur
Polycarbonatherstellung kontinuierlich eingeführt. Bei der absatzweisen Betriebsart
kann der Polycarbonatreaktor mit Monomerem, beispielsweise Bisphenol
A (BPA) 11, Lösungsmittel 12,
Katalysator 13, Wasser 14, Phosgen 15 und
einer wässerigen
Alkalilösung 16 beschickt
werden, wie im U.S.-Patent
4.864.011 beschrieben. Bei der in diesem Patent offenbarten Polymerisation
wird zur Polycarbonatherstellung ein MAC-Kettenabbruchmittel zugegeben,
nachdem 20 bis 80% des Carbonylhalogenids, das insgesamt zuzugeben
wird, dem Reaktor zugeführt
wurde. Jedes Beispiel im Patent 4.864.011 zeigt, dass die gesamte
Charge von Chlorformiat an einem einzigen Punkt im absatzweisen
Polymerisationsverfahren zugegeben wird.
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Folgende
Diskussion legt die Reaktanden, einschließlich des Alkalis, und die
Lösungsmittel
dar, welche zur Verwendung bei der Herstellung der MAC-Produkte,
die zur Verwendung als Endverschlussmittel brauchbar sind, geeignet
sind. Die beschriebenen speziellen Komponenten dienen lediglich
zu Zwecken der Veranschaulichung, und die zur Verfügung gestellten
Aufzählungen
sollen nicht erschöpfend
sein.
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Geeignete
monofunktionelle hydroxyaromatische Verbindungen, welche beim erfindungsgemäßen Verfahren
zur Herstellung von MAC verwendet werden können, sind durch die allgemeine
Formel II wiedergegeben.
worin n eine ganze Zahl
von 1 bis 5 ist, und R
1 ein Wasserstoffatom,
eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen,
eine Arylgruppe, die substituiert oder unsubstituiert sein kann,
eine cycloaliphatische Gruppe, die substituiert oder unsubstituiert
sein kann, oder eine Arylalkylgruppe bedeutet, die substituiert
oder unsubstituiert sein kann. Es wird bevorzugt, dass n 1 gleich
ist, und dass R
1 in der para-Stellung vorliegt.
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Monofunktionelle
hydroxyaromatische Verbindungen, wie in Formel (II) definiert, umfassen,
ohne jedoch hierauf beschränkt
zu sein, Phenol, p-tert.-Butylphenol, o-Cresol, m-Cresol, p-Cresol,
o-Ethylphenol, p-Ethylphenol, p-Cumylphenol, Chroman, p-Octylphenol,
p-Nonylphenol, α-Naphthol, β-Naphthol
und deren Gemische. Bevorzugte monofunktionelle hydroxyaromatische
Verbindungen sind Phenol, tert.-Butylphenol, p-Cumylphenol, Chroman
und deren Gemische; p-Cumylphenol wird mehr bevorzugt.
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Geeignete
organische Lösungsmittel
zur Verwendung im Verfahren zur Herstellung von MAC umfassen ein
beliebiges inertes organisches Lösungsmittel,
das im Wesentlichen in Wasser unlöslich und gegenüber den
Verfahrensbedingungen inert ist. Das inerte organische Lösungsmittel
sollte auch unter den Reaktionsbedingungen eine Flüssigkeit
sein, und sollte nicht mit dem Carbonylhalogenid, der hydroxyaromatischen
Verbindung oder dem Alkali reagieren. Es ist erwünscht, dass das Produkt MAC
im Lösungsmittel
löslich
ist. Geeignete inerte organische Lösungsmittel umfassen, ohne
jedoch hierauf beschränkt
zu sein, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Cyclohexan
und Heptan; aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol, Xylol; substituierte
aromatische Kohlenwasserstoffe wie Chlorbenzol, Dichlorbenzol und
Nitrobenzol; chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Chloroform,
Methylenchlorid sowie Gemische irgendwelcher vorgenannter Lösungsmittel.
Die zuvor genannten Lösungsmittel
können
auch mit Ethern vermischt sein, einschließlich, jedoch nicht hierauf
begrenzt Tetrahydrofuran. Chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe
werden bevorzugt, insbesondere Methylenchlorid.
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Die
Umsetzung zur Herstellung von MAC erfordert eine Alkalimetallbase
und/oder eine Erdalkalimetallbase, im Vorliegenden als Alkali bezeichnet.
Die Alkaliverbindung wird vorzugsweise als wässerige Lösung, umfassend die Alkalimetallbase
und/oder Erdalkalimetallbase, eingeführt.
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Geeignete
Alkalimetallverbindungen, welche als Alkali im Reaktionssystem verwendet
werden können,
umfassen, sind jedoch nicht hierauf beschränkt, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Lithiumhydroxid, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat,
Lithiumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Lithiumcarbonat
und deren Gemische.
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Geeignete
Erdalkalimetallverbindungen, welche als Alkali im Reaktionssystem
benutzt werden können,
umfassen, sind jedoch nicht hierauf beschränkt, Calciumhydroxid, Bariumhydroxid,
Magnesiumhydroxid, Strontiumhydroxid, Calciumhydrogencarbonat, Bariumhydrogencarbonat,
Magnesiumhydrogencarbonat, Strontiumhydrogencarbonat, Calciumcarbonat,
Bariumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Strontiumcarbonat und deren Gemische.
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Die
Stärke
der wässerigen
Alkalilösung
kann schwanken; jedoch wird bevorzugt, dass die Alkaliverbindung
etwa 10 Gew.% bis etwa 50 Gew.% der wässerigen Alkalilösung, vorzugsweise
etwa 15 bis etwa 40 Gew.%, umfasst. Das am meisten bevorzugte Alkali
ist Natriumhydroxid, und die wässerige
Alkalilösung
umfasst vorzugsweise etwa 15 Gew.% bis etwa 40 Gew.% Natriumhydroxid.
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II Absatzweises
Verfahren zur Herstellung von Polycarbonat durch Grenzflächenpolymerisation
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In
einem Aspekt betrifft vorliegende Erfindung die Herstellung von
Polycarbonatprodukten in einem absatzweisen Grenzflächen-Polymerisationsverfahren,
das mit dem kontinuierlichen Verfahren zur Herstellung von MAC-Produkten
gekoppelt ist, wie im Abschnitt I vorliegender Beschreibung dargelegt,
sowie ein Verfahren zum Steuern der Variabilität des Molekulargewichts in
einer Reihe von Produktchargen unter Anwendung dieses Verfahrens.
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Polycarbonate,
welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellt werden können,
umfassen typischerweise Struktureinheiten der Formel
worin mindestens etwa 60%
der Gesamtanzahl von Gruppen R aromatische organische Reste, und
der Rest derselben aliphatische, alicyclische oder aromatische Reste
sind. Vorzugsweise ist jeder Rest R ein aromatischer organischer
Rest, und bevorzugter ein Rest der Formel
worin A
1 und
A
2 jeweils ein monocyclischer zweiwertiger
Arylrest, und Y ein überbrückender
Rest sind, indem ein oder zwei Carbonatatome A
1 und
A
2 trennen.
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Derartige
Reste können
von dihydroxyaromatischen Verbindungen der Formeln OH-R-OH und OH- A1-Y-A2-OH oder ihren
entsprechenden Derivaten abgeleitet sein. A1 und
A2 umfassen, sind jedoch nicht hierauf beschränkt, unsubstituiertes
Phenylen, vorzugsweise p-Phenylen, oder substituierte Derivate desselben. Der überbrückende Rest
Y ist meistens eine Kohlenwasserstoffgruppe und vorzugsweise eine
gesättigte
Gruppe, wie z. B. Methylen, Cyclohexyliden oder Isopropyliden. Isopropyliden
wird mehr bevorzugt. So sind die am meisten bevorzugten Polycarbonate
diejenigen, welche Reste von 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan, auch
als „Bisphenol
A" bekannt, umfassen.
In einer Ausführungsform
ist das Polycarbonat ein Homopolymer von Bisphenol A.
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(Co)polyestercarbonate
können
auch nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellt werden. Das Polyestercarbonat kann Reste aliphatischer
oder aromatischer Disäuren
umfassen. Die entsprechenden Derivate aliphatischer oder aromatischer
Disäuren,
wie z. B. die entsprechenden Dichloride, können auch bei der Polymerisation
benutzt werden.
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In
die Umsetzung können
auch zur Herstellung von beispielsweise verzweigten Polycarbonaten
polyfunktionelle Verbindungen eingeführt werden. Polycarbonate,
einschließlich
aromatischer Polycarbonate, werden typischerweise durch Umsetzung
eines Carbonylhalogenids wie Phosgen und eines Bisphenols wie Bisphenol
A in Gegenwart eines phenolischen Endverschlussmittels an der Grenzfläche hergestellt.
Bekannte Verfahren umfassen die Zugabe des phenolischen Endverschlussmittels
zu Beginn der Grenzflächenreaktion, was
zur Bildung eines unerwünschter
Diarylcarbonate (DAC) führt.
Im Gegensatz hierzu wird bei einem bevorzugten absatzweisen Polycarbonatherstellungsverfahren,
wie im Vorliegenden beschrieben, das MAC auf eine „auf Nachfrage"-Art und Weise (on-demand
manner) hergestellt und während
der absatzweisen Polymerisation innerhalb eines begrenzten Intervalls
zugegeben.
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Überaschenderweise
wurde gefunden, dass, wenn die absatzweise Polymerisation zur Herstellung von
Polycarbonaten, wie im Abschnitt II vorliegender Beschreibung definiert,
mit einem kontinuierlichen Verfahren zur Herstellung von MAC, wie
im Abschnitt I der Beschreibung beschrieben, gekoppelt wird, das
Molekulargewicht des Polycarbonatprodukts über eine Reihe von Chargen
hinweg eine geringere Variabilität
zeigte, als wenn zuvor bekannte Verfahren zur Endverschlusszugabe
angewandt wurden, wie z. B. die Zugabe eines geschmolzenen oder
festen Endverschlussmittels, insbesondere von p-Cumylphenol. Auch
wurde unerwarteterweise entdeckt, dass, wenn die absatzweise Polymerisation
zur Herstellung von Polycarbonat mit dem kontinuierlichen Verfahren
zur Herstellung von MAC, dargelegt, im Abschnitt I vorliegender
Beschreibung, durch Zugabe des MAC-Endverschlussmittels über einen
Intervall während
der absatzweisen Polycarbonatherstellung hinweg gekoppelt wird,
der Endspiegel von DAC im Polycarbonatprodukt geringer war als der
durch Zugabe von MAC zur Polycarbanatherstellung an einem einzigen
Punkt im absatzweisen Polycarbonatherstellungsverfahren, wie von
Bussink u.a. im U.S.-Patent 4.864.011 offenbart, zuvor erhaltene
Spiegel. Bei einer Ausführungsform
umfasst die kombinierte MAC- und absatzweise Polycarbonatherstellung
die Stufen des
- 1) Einbringens mindestens einer
Dihydroxyverbindung, eines inerten organischen Lösungsmittels, von Wasser, Alkali,
Carbonylhatogenid und eines Katalysators in ein Gefäß und das
Aufrechterhalten des pH-Werts
des Reaktionsgemischs zwischen etwa 4 und etwa 12 während des
Einbringens; und
- 2) innerhalb eines Intervalls zwischen 0 und etwa 90% der gesamten
Carbonylhalogenidzugabe zum Gefäß, die Aktivierung
eines Reaktionssystems, das monofunktionelle aromatische Chlorformiate
(MAC) bildet und der Einführung
des MAC in das Gefäß innerhalb
des Intervalls von 0 bis etwa 90% der gesamten Carbonylhalogenidzugabe
zum Gefäß; wobei
das MAC-Reaktionssystem mit dem Gefäß gekoppelt ist, und wobei
Mittel zur Zufuhr des MAC vom Reaktionssystem zum Gefäß bereitgestellt
sind.
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Die
erste Stufe des Verfahrens wird im Vorliegenden als die absatzweise
Formulierung bezeichnet. In dieser Stufe wird eine absatzweise Grenzflächenpolycarbonatumsetzung
in der Regel durch Beschicken eines Gefäßes mit einem Gemisch aus Lösungsmittel,
einem oder mehreren Monomeren, wie z. B. Bisphenol A, und gegebenenfalls
eine Comonomeren wie 2,2-Bis(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl)propan),
Wasser und einem Katalysator, wie z. B. Triethylamin, eingeleitet.
Die jeweiligen Mengen Lösungsmittel
und Monomer sind eingestellt, um eine erwünschte Polycarbonatendkonzentration
in der organischen Phase, vorzugsweise im Bereich von etwa 5 Gew.
% bis etwa 25 Gew. %, bevorzugter im Bereich von etwa 15 Gew.% bis
etwa 25 Gew.%, was das während
der Formulierung zugegebene Lösungsmittel
sowie das während
der MAC-Herstellung und -Zugabe zugegebene Lösungsmittel ausmacht, zu erreichen.
Die während
der absatzweisen Formulierung zugegebene Wassermenge wird so eingestellt,
dass die Endkonzentration des Nebenprodukts Alkalihalogenids, z. B.
Natriumchlorids, vorzugsweise im Bereich von etwa 10 Gew.% bis zur
Sättigung
liegt, für
Natriumchlorid etwa 26 Gew.% beträgt, bevorzugter von etwa 15
Gew.% bis etwa 25 Gew.%. Diese Bereiche werden üblicherweise in der Industrie
benutzt und sind im U.S.-Patent 3.173.891 beschrieben, welches durch
Bezugnahme in vorliegende Beschreibung einbezogen wird.
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Während der
absatzweisen Phosgenierung der Polycarbonatumsetzung wird zur Aufrechterhaltung des
pH-Werts der Umsetzung vorzugsweise im Bereich von etwa 4 bis etwa
12, bevorzugter im Bereich von etwa 7 bis etwa 11 für Polyestercarbonatumsetzungen,
und bevorzugter im Bereich von etwa 9 bis etwa 11 für Bisphenol
A-Polycarbonatherstellungen, Alkalimetallbase und/oder Erdalkalimetallbase
zugegeben. Die Arten und Konzentrationen der im Abschnitt I vorliegender
Beschreibung beschriebenen Basen sind auch im Polycarbonat-Herstellungsverfahren
brauchbar.
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Während der
absatzweisen Formulierung ist der MAC-Herstellungsreaktor außer Betrieb,
wenn der MAC-Herstellungsreaktor als Verfahren „auf Nachfrage" betrieben wird.
Es wird bevorzugt, das Reaktionssystem als „auf-Nachfrage"-Verfahren zu betreiben.
Der Reaktor zur MAC-Herstellung kann entweder zurzeit oder etwa
zurzeit des Beginns der Phosgenzugabe oder zu einer ausgewiesenen
Zeit nach dem Carbonylhalogenid, beispielsweise wenn die Phosgenzugabe
für den
absatzweisen Polymerisationsreaktor beginnt, starten. Wenn eine
zuvor festgelegte Bedingung bei der absatzweisen Polymerisation
erreicht wurde, beispielsweise ein spezieller Prozentsatz der Carbonylhalogenidgesamtzugabe,
wird der Reaktor zur MAC-Herstellung gestartet, und die MAC-Reaktorprodukte
werden innerhalb eines zuvor festgelegten Intervalls der absatzweisen Polymerisation
zugeführt.
Dieses Intervall ist wiederum üblicherweise
als Prozentsatz des Carbonylhalogenid-Gesamtsolts zum Polymerisationsreaktor
ausgewiesen. Das durch das „auf
Nachfrage"-Verfahren
hergestellte MAC-Produkt wird während
des Intervalls von 0 und etwa 90% der Phosgenzugabe zur absatzweisen Polycarbonatherstellung
zugegeben. Bevorzugter wird das MAC-Produktgemisch aus dem „auf Nachfrage"-Verfahren während des
Intervalls von etwa 10 und etwa 30% der Phosgenzugabe zur absatzweisen
Polycarbonatherstellung zugegeben. Noch mehr wird bevorzugt, dass
das MAC-Produktgemisch aus dem „auf Nachfrage"-Verfahren während des
Intervalls von 10 und etwa 60% der Phosgenzugabe zur absatzweisen
Polycarbonatherstellung zugegeben wird. Alternativ kann, wenn das
MAC-Herstellunsverfahren einfach kontinuierlich und kein Verfahren „auf Nachfrage" ist, der absatzweise
Polymerisationsreaktor mit MAC-Produktgemisch innerhalb der gleichen,
zuvor angegebenen Intervalle beschickt werden, aber das MAC-Produktgemisch wird
aus einem Lagerungsgefäß, wie z.
B. einem Druckausgleichbehälter,
anstelle direkt aus dem MAC-Herstellungsreaktor eingespeist.
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Die
Raten der Carbonylhalogenid- und Alkalizugabe für die Polycarbonatherstellungsreaktion
können während des
Verlaufs der Polymerisation schwanken. Obgleich es bevorzugt wird,
sowohl das Phosgen als auch das Alkali der Polymerisation während des
Intervalls zuzugeben, bei dem MAC erzeugt und zum Poly merisationsreaktor
zugegeben wird, um die Zykluszeit der absatzweisen Umsetzung zu
minimieren, liegt es innerhalb des Umfangs vorliegender Erfindung,
die Zugabe von Phosgen und/oder Alkali zum Polymerisationsreaktor
während
eines Teils oder der Gesamtheit des Intervalls, während dem
MAC in den Polymerisationsreaktor eingespeist wird, auszusetzen
oder zu verringern.
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Die
Gesamtmenge des zur absatzweisen Polycarbonatherstellung zugesetzten
MAC liegt im Bereich von etwa 1 Mol% bis etwa 20 Mol%, bezogen auf
die Anzahl Mole des bifunktionellen Monomeren bei der Polymerisation,
vorzugsweise im Bereich von etwa 1 Mol% bis etwa 7 Mol%, bezogen
auf die Anzahl Mole des bifunktionellen Monomeren bei der Polymerisation.
Die Zugaberate des MAC-Produktgemischs zur Polycarbonatherstettung
kann im Verlauf der Zugabe zur absatzweisen Polymerisation schwanken,
jedoch wird bevorzugt, das MAC-Gemisch bei im Wesentlichen konstanter
Rate zur Polycarbonathersteltung zuzugeben.
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Es
wird bevorzugt, zuvor einen Reaktionsendpunkt für die absatzweise Grenzflächenpolycarbonatherstellung
festzulegen. Der zuvor festgelegte Reaktionsendpunkt für eine absatzweise
Grenzflächenpolycarbonatherstetlungsreaktion
kann z. B. das Erreichen einer speziellen Gesamtmenge der Phosgen-
oder Alkalizugabe zur Polycarbonathersteltungsreaktion sein. Alternativ
können
die Eigenschaften der Reaktorinhalte absatzweise oder kontinuierlich
gemessen werden, beispielsweise das Gewichtsmittel-Molekulargewicht
kann durch Laserlichtstreuung überwacht
werden. Wenn die gemessene Eigenschaft ein erwünschtes Niveau erreicht, bedeutet
dies den Endpunkt der Umsetzung. Bei diesem Punkt wird die Zugabe
von Carbonylhalogenid abgebrochen; die Alkalizugabe kann fortgeführt werden,
bis ein pH-Endwert
der Umsetzung erreicht ist.
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Das
Polycarbonat aus dem absatzweisen Polymerisationsverfahren kann
gemäß gut bekannten
Praktiken auf dem Fachgebiet für
Lösungspolymerisationen
wiedergewonnen werden. Einige gut bekannte Verfahren, wie z. B.
eine Antilö sungsmittel-Ausfällung, sind
in Chemistry and Physics of Polycarbonates, H. Schnell und Polycarbonates
von W. F. Christopher und D. W. Fox beschrieben.
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Der
Transport von MAC aus dem kontinuierlichen Reaktionssystem, das
zur Herstellung des MAC zur Polycarbonatherstellungsreaktion (absatzweise
Polymerisation) benutzt wird, kann durch ein beliebiges Zuführungssystem
erreicht werden, beispielsweise durch eine Leitung zwischen den
beiden Reaktionssystemen. Die Zufuhrzeit zwischen dem MAC-Reaktionssystem
und der Polycarbonatherstellung hängt von der Länge und
dem Durchmesser des Zufuhrsystems ab; es wird bevorzugt, dass die
Zufuhrzeit im Bereich von 1 bis etwa 30 Sekunden liegt. Vorzugsweise
liegt das MAC-Reaktionssystem so nahe wie möglich dem absatzweisen Reaktor,
um das Risikopotenzial einer Phosgen-Aussetzung zu minimieren.
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Es
sollte darauf hingewiesen werden, dass die Reinheit von MAC durch
Verzögerungen
in einer Zusatzleitung zwischen dem MAC-Herstellungsreaktor und
dem Polycarbonatherstellungsreaktor unbeeinflusst ist. Das Reaktionsprodukt
aus dem kontinuierlichen Verfahren zur Herstellung von MAC, beschrieben
im Abschnitt I der Beschreibung, enthält nicht nur MAC, sondern auch
nicht-umgesetztes Carbonylhalogenid und Alkali sowie Lösungsmittel
und wässerige
Alkalihalogenidlösung.
Deshalb neigt das restliche Carbonylhalogenid und Alkali zur Wiederumwandlung
hydrolysiertem Produkts zum erwünschten
MAC, wenn irgendeine Hydrolyse des MAC-Produkts zurück zur monofunktionellen
hydroxyromatischen Verbindung innerhalb des Röhrenreaktors verläuft, oder
während
das MAC-Produktgemisch zum Polycarbonat-Polymerisationsreaktor geführt wird.
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Folgende
Diskussion legt Reaktanden und Lösungsmittel
dar, welche zur Verwendung bei der Herstellung des Polycarbonats
durch ein absatzweises oder kontinuierliches Grenzflächenpolymerisationsverfahren geeignet
sind. Die Lösungsmittel,
Alkali, Carbonylhalogenide und monofunktionelle hydroxyaromatische
Verbindungen, welche bei der Herstellung des MAC, diskutiert im
Abschnitt I vorliegender Beschreibung, verwendet werden können, können auch
beim absatzweisen Verfahren zur Polycarbonatherstellung benutzt
werden. Die speziellen Reaktanden und Katalysatoren, die beschrieben
werden, dienen nur zur Veranschaulichung, und die bereit gestellten
Aufzählungen
sollen nicht erschöpfend
sein.
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Geeignete
Carbonylhalogenide zur Verwendung beim Herstellungsverfahren von
Polycarbonat umfassen, sind jedoch nicht hierauf begrenzt, Carbonylchlorid,
Carbonylbromid, Carbonyliodid, Carbonylfluorid und deren Gemische.
Diphosgen und Triphosgen sind auch geeignete Carbonylhalogenide.
Phosgen ist das bevorzugte Carbonylhalogenid.
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Geeignete
organische Lösungsmittel
zur Verwendung bei der Polycarbonatherstellung umfassen irgendein
organisches Lösungsmittel,
das im Wesentlichen in Wasser unlöslich und gegenüber den
Verfahrensbedingungen inert ist. Das organische Lösungsmittel
sollte auch eine Flüssigkeit
unter den Reaktionsbedingungen sein und nicht mit dem Carbonylhalogenid
oder dem Alkali reagieren. Geeignete organische Lösungsmittel
umfassen, sind jedoch nicht hierauf begrenzt, aliphatische Kohlenwasserstoffe
wie Pentan, Hexan, Cyclohexan und Heptan; aromatische Kohlenwasserstoffe
wie Toluol, Xylol; substituierte aromatische Kohlenwasserstoffe,
wie z. B. Chlorbenzol, Dichlorbenzol und Nitrobenzol; chlorierte
aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Chloroform und Methylenchlorid
sowie Gemische irgendwelcher der zuvor genannten Lösungsmittel.
Die zuvor genannten Lösungsmittel
können
auch mit Ethern vermischt sein, einschließlich jedoch nicht hierauf
begrenzt, Tetrahydrofuran. Chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe
werden bevorzugt, insbesondere Methylenchlorid. Geeignete Bisphenole
oder Diphenole, welche bei der Polymerisation von Polycarbonat benutzt werden
können,
umfassen, ohne hierauf begrenzt zu sein:
Resorcin, 4-Bromresorcin,
Hydrochinon, 4,4'-Dihydroxybiphenyl,
1,6-Dihydroxynaphthalin, Bis(4-hydroxyphenyl)methan, Bis(4-hydroxyphenyl)diphenylmethan,
Bis(4-hydroxyphenyl)-1-naphthylmethan, 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)ethan,
1,2-Bis(4-hydroxyphenyl)ethan, 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl) phenylethan,
2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan(„Bisphenol A"), 2-(4-Hydroxyhenyl)-2-)3-hydroxyphenyl)propan,
2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)butan, 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)isobutan, 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)cyclohexan,
trans-2,3-Bis(4-hydroxyphenyl)-2-buten,
2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)adamantan, α, α'-Bis(4-hydroxyphenyl)toluol, Bis(4-hydroxyphenyl)acetonitril,
2,2-Bis(3-methyl-4-hydroxyphenyl)propan,
2,2-Bis(3-ethyl-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis(3-ethyl-4-hydroxyphenyl)propan,
2,2-Bis(3-n-propyl-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis(3-sek.-butyl-4-hydroxyphenyl)propan,
2,2-Bis(3-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis(3-cyclohexyl-4-hydroxyphenyl)propan,
2,2-Bis(3-allyl-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis(3-methoxy-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)propan,
2,2-Bis(2,3,5,6-tetramethyl-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis(3,5-dichlor-4-hydroxyphenyl)propan,
2,2-Bis(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis(2,6-dibrom-3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)propan, α,α-Bis(4-hydroxyphenyl)to-luol, α,α,α',α'-Tetramethyl-α,α'-bis(4-hydroxyphenyl)p-xylol, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)hexafluorpropan,
1,1-Dichlor-2,2-bis(4-hydroxyphenyl)ethylen, 1,1-Dibrom-2,2-bis(4-hydroxyphenyl)ethylen,
1,1-Dichlor-2,2-bis(5-phenoxy-4-hydroxyphenyl)ethylen,
4,4'-Dihydroxybenzophenon,
3,3-Bis(4-hydroxyphenyl)-2-butanon,
1,6-Bis(4-hydroxyphenyl)-1,6-hexandion, Ethylenglycolbis(4-hydroxyphenyt)ether,
Bis(4-hydroxyphenyl)ether, Bis(4-hydroxyphenyl)sulfid, Bis(4-hydroxyphenyl)sulfoxid,
Bis(4-hydroxpyphenyl)sulfon, Bis(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)sulfon,
9,9-Bis(4-hydroxyphenyl)fluoren, 2,7-Dihydroxypyren, 6,6'-Dihydroxy-3,3,3',3'-tetramethylspiro(bis)indan („Spirobündanbisphenol"), 3,3-Bis(4-hydroxyphenyl)phthalid,
2,6-Dihydroxydibenzo-p-dioxin, 2,6-Dihydroxythianthren, 2,7-Dihydroxyphenoxathün, 2,7-Dihydroxy-9,10-methylphenazin,
3,6-Dihydroxydibenzofuran, 3,6-Dihydroxydibenzothiophen, 2,7-Dihydroxycarbazol,
4,4-Bis(4-hydroxyphenyl)heptan, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)hexan,
und
andere halogenierte oder alkylierte Derivate. Es ist auch möglich, Gemische
von Mono- und/oder Bischlorformiate der erwünschten Bisphenol- oder Mo no-
und/oder Bischlorformiatcarbonat-Oligomergemische des gewünschten
Bisphenols zu verwenden. Das bevorzugte Bisphenol ist 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan
(oder Bisphenol A). Die entsprechenden Derivate der Diphenole können auch
verwendet werden.
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Geeignete
polyfunktionelle Verbindungen, die bei der Polymerisation von verzweigtem
Polycarbonat verwendet werden, umfassen, ohne hierauf begrenzt zu
sein: 1,1,1-Tris(4-hydroxyphenyl)ethan, 4-[4-[1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)-ethyl]dimethylbenzyl],
Trimellitsäureanhydrid,
Trimellitsäure
oder deren Säurederivate.
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Geeignete
Dicarbonsäuren
oder Dicarbonsäuredichloride,
welche mit Bisphenolen bei der Polymerisation von Polyestercarbonaten
verwendet werden können,
umfassen, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein: 1,10-Decandicarbonsäure, 1,12-Dodecandicarbonsäure, Terephthalsäure, Isophthalsäure, Terephthaloyldichlorid
und Isophthaioyldichiorid.
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Die
Polycarbonathersteliung kann in Gegenwart eines Katalysators, beispielsweise
eines tertiären Amins,
und/oder eines Phasentransferkatalysators, wie z. B. eines Tetraalkylammoniumsalzes,
durchgeführt werden.
Geeignete tertiäre
Amin-Katalysatoren
umfassen, sind jedoch nicht hierauf beschränkt, Triethylamin, Tripropylamin
und Tributylamin. Phasentransferkatalysatoren umfassen, ohne jedoch
hierauf beschränkt
zu sein, Tetrabutylammoniumbromid und Methyltributylammoniumbromid.
Die Menge des Aminkatalysators kann im Bereich von etwa 0,25 bis
etwa 10 Mol%, bezogen auf die Dihydroxyverbindung, liegen. Der Phasentransferkatalysator
kann im Bereich von 0 bis etwa 2 Mol%, bezogen auf die Dihydroxyverbindung,
liegen. Das Katalysatorgemisch kann in den Reaktor vor Zugabe des
Carbonylhalogenids eingebracht werden, oder es kann in den absatzweisen
oder kontinuierlichen Polymerisationsreaktor während der Zugabe des Carbonylhalogenids
einprogrammiert werden.
-
BEISPIELE
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Folgende
Beispiele werden dargelegt, um den Durchschnittsfachmann auf dem
Gebiet mit einer vollständigen
Beschreibung zu versehen, wie die Zusammensetzungen und Verfahren,
welche im Vorliegenden beansprucht werden, gemacht und bewertet
werden; sie sollen nicht den Umfang dessen begrenzen, was die Erfinder
als ihre Erfindung ansehen. Es wurden Anstrengungen unternommen,
um die Genauigkeit bezüglich der
Zahlen (wie z. B. Mengen, Temperatur usw.) zu gewährleisten,
jedoch sollten Fehler und Abweichungen zugestanden werden. Wenn
nicht anders angegeben, beziehen sich Teile auf das Gewicht, während die
Temperatur in °C
angegeben wird.
-
BEISPIEL 1
-
Ein
Röhrenreaktor
wurde aus Rohren mit einem Durchmesser von 0,64 cm (0,25 inch) aus
rostfreiem Stahl 316 und Armaturen SWAGELOK®, hergestellt
von Swagelok Company, konstruiert und mit statischen Mischelementen
gepackt. Die Gesamtlänge
des Reaktors war 0,4 m (16,5 inches). Der Reaktor wurde mit Textilgewebe
als Isoliermaterial isoliert. Der Reaktor wurde aus zwei Beschickungsströmungen beschickt:
einer Lösung
von Phosgen und p-Cumylphenol (PCP) in Methylenchlorid und NaOH/Wasser.
Jede Beschickungslösung
wurde unabhängig
voneinander zum Reaktor über
eine Vorkühlungsschlange,
die in ein auf 4°C
gehaltenes Wasserbad getaucht war, gepumpt. Die Einzelheiten der
Umsetzung sind in folgender tabellarischer Aufstellung gezeigt.
Die Produktzusammensetzung wird als Gewichtsteile des organischen
Phasenprodukts berichtet.
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BEISPIELSWEISE
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Gew.%
PCP = 100 (Gew. PCP)/(Gew. PCP + Gew. PCF + Gew. DAC)
- Beschickung
(1): 4,5 g/Min. p-Cumylphenol
92,1 g/Min. Methylenchlorid
4,2
g/Min. COCl2
- Beschickung (2): 25 Gew.% NaOH-Lösung
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Der
Rest des aromatischen Produkts dieser Umsetzungen war p-Cumylphenylchlorformiat,
das erwünschte
Produkt. Diese Ergebnisse zeigen, dass sehr geringe DAC-Spiegel
und eine im Wesentlichen vollständige
PCP-Umwandlung erreicht wurden.
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BEISPIEL 2
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Wie
in Beispiel 1 wurde ein Röhrenreaktor
mit der Ausnahme konstruiert, dass er zwei Abschnitte von 17,8 cm
(7 inch) umfasste, welche Mischelemente enthielten, gefolgt von
einem Abschnitt ungepackten Rohrs von 15,2 m (50 foot). Der gesamte
Reaktor war mit Textilgewebe isoliert. Dieser Reaktor wurde mit
den nachfolgend gezeigten Beschickungen 1 und 2 gespeist. Die Beschickungen
wurden vor Einführung
in den Reaktor auf 4°C
gekühlt.
Reaktionsproben wurden nach dem ersten und dem zweiten Mischabschnitt
von 17,8 cm (7 inch) und nach dem umgepackten Abschnitt von 15,2
m (50 foot) entnommen.
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- Beschickung (1): 4,5 g/Min. p-Cumylphenol
92,1 g/Min.
Methylenchlorid
4,2 g/Min. COCl2
- Beschickung (2): 25 Gew.% NaOH-Lösung (1,5 Mol NaOH/Mol PCP)
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Die
Produktzusammensetzung wird nachfolgend gezeigt. Der Rest des aromatischen
Produkts war p-Cumyphenylchlorformiat.
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Dieses
Beispiel zeigt, dass das Produkt nicht weiter nach einer zusätzlichen
Verweildauer Röhrenreaktor
oder in der stromabwärts
gelegenen Leitung in DAC übergeführt wird.
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BEISPIEL 3
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Das
Beispiel 2 wurde mit 5 ppm Triethylamin in der Methylenchlorid-Beschickungslösung wiederholt. Die
Ergebnisse sind nachfolgend angeführt:
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Dieses
Beispiel zeigt, dass das Reaktionsprodukt gegenüber der Anwesenheit geringer
Triethylaminspiegelempfindlich ist.
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BEISPIEL 4
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Beispiel
2 wurde unter Verwendung von lediglich der beiden gepackten Abschnitte
mit folgender Beschickungszusammensetzung wiederholt. Die Vorkühlungs bad-Temperatur
wurde auf Werte zwischen 20° und 35°C eingestellt.
Die Produktzusammensetzung wurde am Ende der zweiten Mischzone gemessen.
- Beschickung (1). 4,5 g/Min. p-Cumylphenol,
92,1 g/Min.
Methylenchlorid
5,2 g/Min. COCl2
- Beschickung (2): 24 Gew% NaOH Lösung (1,5 Mol NaOH/Mol PCP)
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Dieses
Beispiel zeigt, dass die Umsetzung über einen weiten Temperaturbereich
vorgenommen werden kann, ohne hohe DAC-Spiegel in das Produkt einzuführen.
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BEISPIELE (POLYCARBONAT)
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Folgende
Beispiele betreffen die Herstellung eines Polycarbonats nach einem
absatzweisen Grenzflächenpolymerisationsverfahren,
gekoppelt mit dem kontinuierlichen Verfahren zur Herstellung von
MAC, das als Endverschlussmittel verwendet wird.
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BEISPIELE 5 bis 10
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Ein
Chlorformiat-Herstellungsreaktor wurde aus mit Teflon ausgekleidetem
Rohr, gepackt mit statischen Mischelementen, konstruiert. Der Reaktor
hatte einen Innendurchmesser von 2,54 cm (1 inch) und eine Länge von
1,52 m (5 feet). Der Reaktor wurde mit 3 Beschickungsströmungen gespeist:
einer Lösung
von 4 Gew.% p-Cumylphenol (PCP) in Methylenchlorid, Phosgengas und
einer 25 gew.%igen Lösung
von NaOH in Wasser. Die PCP-Lösung
wurde durch einen Wärmeaustauscher
gepumpt, um sie auf die gewünschte
Beschickungstemperatur abzukühlen,
bevor sie zum Chlorformiat-Herstellungsreaktor geschickt wurde.
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Ein
bewegter Polycarbonat-Herstellungsreaktor war mit Einlässen zur
Einspeisung von Phosgen und NaOH, einer pH-Sonde zum Messen und
Steuern des pH-Werts der Umsetzung und einem Rückflusskühler ausgestattet. Dieser Reaktor
wurde mit 90,7 kg (200 pounds) BPA, 212 Liter (56 Gallonen) Wasser,
352 Liter (93 Gallonen) Methylenchlorid und 450 ml Triethylamin
beschickt. 113,4 kg/Std. (250 pounds/Std.) wurden zum Polycarbonat-Herstellungsreaktor
gegeben, und es wurde eine wässerige
Alkalilösung
(50 Gew.% NaOH) zur Aufrechterhaltung eines pH-Werts von 9–11 zugesetzt. Unter Aufrechterhaltung
der Phosgen- und NaOH-Ströme
zum Polycarbonatreaktor wurde der MAC-Herstellungsreaktor mit Methylenchlorid
in den Polycarbonatreaktor ausgespült. Sodann wurden Phosgen und
NaOH/Wasser zu der Methylenchloridspülung bei in folgender Tabelle
beschriebenen zuvor festgelegten Raten zugegeben. Nachdem die Ströme des Phosgens
und NaOH/Wasser eingerichtet waren, wurde die Methylenchloridspülung abgebrochen,
und eine gekühlte
Lösung von
4 Gew.% PCP in 116,6 kg (257 pounds) Methylenchlorid wurde zum Chlorformiatherstellungsreaktor
gepumpt, während
die Phosgen- und NaOH/Wasser-Ströme
zum Chlorformiat-Herstellungsreaktor aufrecht erhalten wurden. Nach
Zugabe der 4 gew.%igen PCP-Methylenchloridlösung wurde der Chlorformiat-Herstellungsreaktor
kurz mit Methylenchlorid gespült,
und die Ströme
von Phosgen und NaOH/Wasser wurden abgebrochen. Der Phosgenstrom
wurde zum Polycarbonatreaktor fortgesetzt, bis insgesamt 39,5 kg
(87 pounds) erreicht waren. Während
dieser Zeit wurde der pH-Wert auf 9–11 durch Zugabe 50%iger Natronlauge
aufrecht erhalten. Nach Abstellen des Phosgens wurde die Methylenchloridphase
der Polycarbonatumsetzung untersucht. Das auf Di-p-Cumylphenylcarbonat
(ein DAC) analysierte erhaltene Polymer und die Ergebnisse werden
weiter unten berichtet.
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Folgende
Definitionen werden in nachfolgender Tabelle benutzt:
- Startzeit
= Zeit in Minuten nach Beginn der Phosgenierung, als der MAC-Reaktor
gestartet war.
- Beschickungszeit = Zeitintervall, während dessen die 4 gew.%ige
PCP-Lösung
in Methylenchlorid in den Chlorformiat-Herstellungsreaktor eingespeist
wird.
- Gew.% NaOH = Gew.% NaOH in Wasser, zugegeben zum MAC-Herstellungsreaktor.
- RNaOH = Mole NaOH pro Mol PCP, eingespeist
in den Chlorformiat-Herstellungsreaktor,
- Rphos = Mole Phosgen pro Mol PCP, eingespeist
in den Chlorformiat-Herstellungsreaktor
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Die
vorhergehende Tabelle zeigt, dass der DAC-Spiegel im Polymerprodukt
unterhalb etwa 200 ppm innerhalb eines breiten Bereichs der Betriebsbedingungen
des MAC-Herstellungsreaktors liegt. Zum Vergleich zeigt Beispiel
10, dass der DAC-Spiegel
des Polymerprodukts signifikant höher war, wenn weder Phosgen noch
Alkali zum ChlorFormiat-Herstellungsreaktor zugegeben waren. Dies
gibt den DAC-Spiegel
des Polymerprodukts wieder, der auftritt, wenn PCP anstelle von
p-Cumylphenylchlorformiat
zum Polycarbonat-Herstellungsreaktor innerhalb eines Intervalls
während
der Polycarbonatherstellung zugegeben wird.
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BEISPIEL 11 (POLYCARBONAT)
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Der
kombinierte Chlorformiat-Herstellungsreaktor und Polycarbonat-Herstellungsreaktor
wurden wie im Beispiel 5 (Polycarbonat) betrieben, um eine Reihe
von 6 Polycarbonatchargen mit dem gleichen MAC-Endverschlussmittelspiegel
herzustellen. Das Gewichtsmittel-Molekulargewicht (Mw)
des Produkts wurde für
jede Charge gemessen. Es war überraschend,
zu finden, dass das Molekulargewicht völlig übereinstimmend war wie in nachfolgender
Tabelle gezeigt. Für
diesen Satz von Daten ist die Standardabweichung des Molekulargewichts
lediglich 52 Mw-Einheiten, was mit der Variabilität der Molekulargewichtsmessung
vergleichbar ist. Wenn die herkömmliche
Technik der Endverschlussmittel-Zugabe angewandt wird, ist die Molekulargewichts-Variabilität etwa 150
MwEinheiten.
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VERGLEICHSBEISPIEL 1
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Bussink
u.a. (U.S.-Patent 4.864.011) berichten über DAC-Spiegel für Polycarbonatpolymerisationen, bei
denen das gesamte MAC an einem einzigen Punkt bei der Phosgenierung
zugegeben waren. Der MAC- (als Phenylchlorformiat) Endverschluss-Mittelspiegel
für die
von Bussink berichteten Umsetzungen war 5,6 Mol% der sich wiederholenden
BPA-Einheiten. Bei den Beispielen vorliegender Erfindung wurden
im Wesentlichen die gleichen Mol% (5,5) von MAC als p-Cumylphenylchlorformiat
verwendet. Nachfolgende Tabelle vergleicht die molare Konzentration von
DAC zwischen den Ergebnissen von Bussink und dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Das erfindungsgemäße Verfahren
hat einen signifikant geringeren molaren DAC-Spiegel im Polycarbonatprodukt
als der niederste Spiegel, der von Bussink u.a. berichtet wird.
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