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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Durchfluss-Druckregler und
spezieller einen Durchfluss-Druckregler für eine automatische Kraftstoffanlage,
welcher einen Ventilsitz umfasst, der eine Geometrie besitzt, welche
das Geräusch
und den Kraftstoffdruck reduziert, die mit hohen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeiten
durch den Ventilsitz verbunden sind.
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In
den meisten modernen Kraftstoffanlagen von Kraftfahrzeugen werden
Kraftstoffeinspritzventile verwendet, um die Motorzylinder mit Kraftstoff
für die Verbrennung
zu versorgen. Die Kraftstoffeinspritzventile sind auf einer Kraftstoff-Verteilerleitung
angebracht, denen mittels einer Pumpe Kraftstoff zugeführt wird.
Der Druck, mit welchem der Kraftstoff der Kraftstoff-Verteilerleitung
zugeführt
wird, muss dosiert werden, um die einwandfreie Funktion der Kraftstoffeinspritzventile
sicherzustellen. Die Dosierung wird unter Verwendung von Druckreglern
vorgenommen, welche den Druck des Kraftstoffes im System in allen
Drehzahlbereichen des Motors steuern.
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Bei
bekannten Druckreglern wird, wie in 7 dargestellt,
ein federbelasteter Ventilsitz mit einem in Längsrichtung angeordneten Strömungsdurchlass
verwendet. Eine detaillierte Ansicht eines bekannten Ventilsitzes
ist in 8 dargestellt.
Der Ventilsitz ist zu einer geschlossenen Position hin vorbelastet,
um das Fließen
von Kraftstoff durch den Druckregler bei niedrigen Kraftstoffdrücken zu
verhindern. Wenn sich der Kraftstoffdruck in der Anlage aufbaut, überwindet
der Druck gegen den Ventilsitz die Vorspannkraft der Feder und ermöglicht damit, dass
Kraftstoff durch den Ventilsitz strömt, wodurch der Kraftstoffdruck
in der Anlage gesteuert wird.
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Bei
der Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit durch bekannte Kraftstoffregler,
gemessen in Litern pro Stunde, besteht die Tendenz, dass sie bei
hoher Motordrehzahl, gemessen in Umdrehungen pro Minute, niedrig
ist, da große
Mengen von Kraftstoff beim Verbrennungsvorgang verbraucht werden.
Bei niedrigen Motordrehzahlen wird bei der Verbrennung weniger Kraftstoff
verbraucht, und die Durchflussgeschwindigkeiten durch die Druckregler
sind hoch. Diese hohen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeiten durch
die Ventilsitze bekannter Druckregler erzeugen unannehmbar hohe
Geräusch-
und Druckpegel.
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In
US 2.348.388 wird ein bekannter
Fluid-Druckregler beschrieben.
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Es
wird ein Ventilsitz benötigt,
welcher das mit der Strömung
zusammenhängende
Geräusch und
den Druck auch bei hohen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeiten in
annehmbaren Grenzen hält.
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Gemäß der Erfindung
wird ein Durchfluss-Druckregler bereitgestellt, welcher umfasst:
ein Gehäuse,
das einen Einlass und einen Auslass aufweist, die entlang einer
Längsachse
versetzt zueinander angeordnet sind; ein Verschlusselement, welches
den Durchfluss durch einen Durchlass ermöglicht oder verhindert; eine
Trennwand, welche das Gehäuse
in eine erste Kammer und eine zweite Kammer aufteilt, und einen
an der Trennwand aufgehängten
Ventilsitz, wobei der Ventilsitz den Durchlass aufweist, welcher
eine Verbindung der ersten Kammer mit der zweiten Kammer herstellt,
wobei der Durchlass einen ersten Abschnitt entlang der Längsachse und
einen zweiten Abschnitt, der sich quer zur Längsachse erstreckt, umfasst,
wobei der erste Abschnitt einen ersten Verbindungsweg zwischen der
ersten Kammer und der zweiten Kammer herstellt und der zweite Abschnitt
einen zweiten Verbindungsweg zwischen dem ersten Abschnitt und der
zweiten Kammer herstellt.
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Durch
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wird ein Durchfluss-Druckregler bereitgestellt,
welcher einen im Wesentlichen konstanten Geräuschausgang von niedrigen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeiten
bis zu hohen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeiten aufrechterhält. Ferner
ist der Druck des Kraftstoffes bei der maximalen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit
im Wesentlichen gleich dem oder kleiner als der Kraftstoffdruck
bei der minimalen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit im Regler.
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Vorzugsweise
weist der Ventilsitz einen ersten Sitzteil und einen zweiten Sitzteil
auf, die entlang der Längsachse
auf einander gegenüberliegenden Seiten
der Trennwand angeordnet sind, so dass der erste Sitzteil in der
ersten Kammer angeordnet ist und der zweite Sitzteil in der zweiten
Kammer angeordnet ist. Der erste Abschnitt des Durchlasses erstreckt
sich entlang der Längsachse
durch den ersten Teil des Sitzes hindurch und in den zweiten Teil
hinein. Der zweite Abschnitt des Durchlasses erstreckt sich quer
zur Längsachse
im zweiten Teil des Sitzes.
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Der
Ventilsitz kann eine in der ersten Kammer angeordnete erste Fläche, eine
in der zweiten Kammer angeordnete zweite Fläche und eine zwischen der ersten
Fläche
und der zweiten Fläche
angeordnete Seitenfläche
umfassen. Der erste Abschnitt des Durchlasses kommuniziert mit der
ersten Fläche
und der zweiten Fläche.
Der zweite Abschnitt kommuniziert mit dem ersten Abschnitt und der
Seitenfläche.
Der erste Abschnitt weist eine erste Wand auf, die sich von der
ersten Fläche
zur zweiten Fläche
erstreckt. Der zweite Abschnitt weist eine zweite Wand und eine
dritte Wand auf, die jeweils mit dem ersten Abschnitt und der Seitenfläche kommunizieren.
Die erste Wand, die zweite Wand und die dritte Wand können jeweils
eine zylindrische Gestalt besitzen. Die erste Wand kann einen ersten
Durchmesser, einen zweiten Durchmesser und einen dritten Durchmesser
aufweisen, wobei der erste Durchmesser einen vorgegebenen Wert aufweist.
Der zweite Durchmesser befindet sich in der Nähe der zweiten Wand und der
dritten Wand. Der Durchmesser der zweiten Wand und der dritten Wand
weist einen Wert auf, der ungefähr
gleich der Quadratwurzel des vorgegebenen Wertes ist. Bei der bevorzugten
Ausführungsform
erstrecken sich die zweite Wand und die dritte Wand jeweils durch
die erste Wand hindurch zu einander diametral gegenüberliegenden
Stellen an der Seitenfläche.
Die erste Wand, die zweite Wand und die dritte Wand weisen relativ
eine erste Mittelachse, eine zweite Mittelachse bzw. eine dritte
Mittelachse auf, welche sich in einem gemeinsamen Punkt schneiden,
der sich im zweiten Teil des Sitzes befindet.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Trennwand eine Membran, und ein erstes vorbelastendes Element
ist in der zweiten Kammer angeordnet. Das Verschlusselement umfasst
eine Kugel, die in einem Halteelement angeordnet ist. Das Gehäuse umfasst
ein erstes schalenförmiges
Element und ein zweites schalenförmiges
Element. Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat der Durchfluss-Druckregler
gemäß der vorliegenden
Erfindung einen Schall-Nennwert (Lautheit) in Sone, welcher von
einer niedrigen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit bis zu einer
hohen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit im Wesentlichen konstant
bleibt.
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Der
Druck des Kraftstoffes im Regler gemäß der vorliegenden Erfindung
bleibt im Wesentlichen konstant oder verringert sich leicht, wenn
sich die Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit durch den Regler von
einer minimalen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit auf eine maximale
Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit erhöht.
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Durch
die vorliegende Erfindung wird auch ein Verfahren zur Herstellung
einer inversen Korrelation der maximalen Druck- und Durchflusswerte
eines Durchflussreglers bei gleichzeitiger Stabilisierung der Geräuscherzeugung
des Durchflussreglers bereitgestellt, wobei der Durchflussregler
ein Gehäuse
mit einem Einlass und einem Auslass, die entlang einer Längsachse
versetzt zueinander angeordnet sind, eine Trennwand, welche das
Gehäuse
in eine erste Kammer und eine zweite Kammer aufteilt, und einen
an der Trennwand aufgehängten
Ventilsitz, wobei der Ventilsitz einen Durchlass aufweist, welcher eine
Verbindung zwischen der ersten Kammer und der zweiten Kammer herstellt,
und ein Verschlusselement, welches den Durchfluss durch den Durchlass ermöglicht oder
verhindert, umfasst, wobei das Verfahren umfasst: Herstellen eines
ersten Verbindungsweges zwischen der ersten Kammer und der zweiten Kammer über einen
ersten, sich entlang der Längsachse
erstreckenden Abschnitt des Durchlasses; und Herstellen eines zweiten
Verbindungsweges zwischen dem ersten Abschnitt und der zweiten Kammer über einen
zweiten, sich quer zur Längsachse
erstreckenden Abschnitt des Durchlasses.
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Die
beigefügten
Zeichnungen, welche mit in diese Anmeldung einbezogen sind und einen
Bestandteil dieser Patentbeschreibung darstellen, zeigen derzeit
bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung und dienen zusammen mit der weiter oben gegebenen
allgemeinen Beschreibung und der weiter unten gegebenen ausführlichen
Beschreibung dazu, die Merkmale der Erfindung zu erläutern.
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1 zeigt einen Durchflussregler
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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2 zeigt den Ventilsitz des
in 1 dargestellten Durchflussreglers.
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3 zeigt eine Schnittansicht
des Ventilsitzes entlang der Linie 3-3 von 2.
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4 zeigt eine detaillierte
Ansicht eines Ventilsitzes.
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5 ist ein Diagramm, welches
den Zusammenhang zwischen dem in Sone gemessenen Geräusch und
der Durchflussgeschwindigkeit veranschaulicht.
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6 ist ein Diagramm, welches
den Zusammenhang zwischen dem Druck und der Durchflussgeschwindigkeit
veranschaulicht.
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7 zeigt einen Druckregler
nach dem bekannten Stand der Technik.
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8 zeigt eine detaillierte
Ansicht eines Ventilsitzes nach dem bekannten Stand der Technik.
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Ausführliche Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsform
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1 zeigt einen Durchfluss-Druckregler 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung. Der Durchfluss-Druckregler 10 umfasst ein Gehäuse 20.
Das Gehäuse 20 wird
durch eine Trennwand 30 in eine erste Kammer 40 und
eine zweite Kammer 50 aufgeteilt. Die Trennwand 30 weist
einen Durchlass 60 auf, welcher eine Verbindung der ersten
Kammer 40 mit der zweiten Kammer 50 herstellt.
Ein Verschlusselement 70 ermöglicht oder verhindert den
Durchfluss durch den Durchlass 60. Ein Filter 80 ist
im Durchflussweg des Gehäuses 20 angeordnet.
Das Gehäuse 20 weist
einen Einlass 202 und einen Auslass 204 auf, die
entlang einer Längsachse
A versetzt zueinander angeordnet sind. Das Gehäuse 20 kann ein erstes
schalenförmiges
Element 206 und ein zweites schalenförmiges Element 208 umfassen,
welche mittels einer Quetschverbindung aneinander befestigt sind,
so dass ein einheitliches Gehäuse 20 mit
einem hohlen Inneren 211 gebildet wird. Obwohl das einheitliche
Gehäuse
von zwei miteinander verbundenen Elementen gebildet wird, könnte das
einheitliche Gehäuse
selbstverständlich
auch von mehreren zusammengebauten Elementen gebildet werden, oder es
könnte
sich auch um ein aus einem Stück
bestehendes Element handeln. Der Einlass 202 des Gehäuses 20 befindet
sich im ersten schalenförmigen Element 206,
und der Auslass 204 des Gehäuses 20 befindet sich
im zweiten schalenförmigen
Element 208. Beim Einlass 202 kann es sich um
eine Vielzahl von Öffnungen 210 handeln,
die sich im ersten schalenförmigen
Element 206 befinden. Beim Auslass 204 kann es
sich um einen Kanal 212 handeln, der im zweiten schalenförmigen Element 208 angeordnet ist.
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Das
erste schalenförmige
Element 206 kann einen ersten Boden 214, eine
erste seitliche Wand 218, die sich vom ersten Boden 214 aus
in einer ersten Richtung entlang der Längsachse A erstreckt, und einen
ersten Flansch 220, der sich von der ersten seitlichen
Wand 218 aus in einer im Wesentlichen quer zur Längsachse
A verlaufenden Richtung erstreckt, umfassen. Das zweite schalenförmige Element 208 kann
einen zweiten Boden 222, eine zweite seitliche Wand 224,
die sich vom zweiten Boden 222 aus in einer zweiten Richtung
entlang der Längsachse
A erstreckt, und einen zweiten Flansch 226, der sich von
der zweiten seitlichen Wand 224 aus in einer im Wesentlichen
quer zur Längsachse
A verlaufenden Richtung erstreckt, umfassen. Eine Trennwand 30,
bei der es sich um eine Membran 300 handeln kann, ist zwischen
dem ersten Flansch 220 und dem zweiten Flansch 226 befestigt,
so dass sie die erste Kammer 40 und die zweite Kammer 50 voneinander trennt.
Der erste Flansch 220 kann um den Umfangsrand des zweiten
Flansches 226 herumgebogen sein und kann mittels Quetschverbindung
am zweiten Flansch 226 befestigt sein, so dass ein einheitliches Gehäuse 20 gebildet
wird.
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Ein
erstes vorbelastendes Element 90, welches vorzugsweise
eine Feder ist, befindet sich in der zweiten Kammer 50.
Das erste vorbelastende Element 90 befindet sich mit einem
Positionierelement 228 am Boden 222 des zweiten
schalenförmigen
Elements 208 im Eingriff und bewirkt eine Vorbelastung der
Membran 300 in Richtung des Bodens 214 des ersten
schalenförmigen
Elements 206. Das erste vorbelastende Element 90 belastet
die Membran 300 des Reglers 10 mit einer vorgegebenen
Kraft, welche mit dem für
den Regler 10 gewünschten
Druck im Zusammenhang steht. Der Boden 222 des zweiten schalenförmigen Elements 208 weist
einen mit einer Vertiefung versehenen Mittelteil auf, welcher zusätzlich zu
dem Positionierelement 228 den Auslasskanal 212 zur
Verfügung
stellt. Das erste Ende der Feder 90 ist am Positionierelement 228 befestigt,
während das
zweite Ende der Feder 90 von einem Halteelement 302 gestützt werden
kann, welches an einem Ventilsitz 304 befestigt ist, der
in einer zentralen Öffnung 306 in
der Membran 300 angebracht ist.
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2 zeigt einen bevorzugten
Ventilsitz 304. Der Ventilsitz 304 ist mittels
der Trennwand 30 im Gehäuse 20 (1) aufgehängt, so
dass er den Durchlass 60 zur Verfügung stellt, der einen ersten Abschnitt 602 und
einen zweiten Abschnitt 604 aufweist. Der Ventilsitz 304 weist
einen ersten Sitzteil 304A und einen zweiten Sitzteil 304B auf,
die entlang der Längsachse
A angeordnet sind. Der erste Sitzteil 304A ist in der ersten
Kammer 40 angeordnet und der zweite Sitzteil 304B ist
in der zweiten Kammer 50 angeordnet (1). Der erste Abschnitt 602 des Durchlasses 60 erstreckt
sich entlang der Längsachse
A sowohl im ersten Teil 304A als auch im zweiten Teil 304B des
Ventilsitzes 304. Der zweite Abschnitt 604 des
Durchlasses 60 erstreckt sich quer zur Längsachse
A im zweiten Teil 304B des Ventilsitzes 304.
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Der
Ventilsitz 304 weist vorzugsweise eine in der ersten Kammer 40 (1) angeordnete erste Fläche 308,
eine in der zweiten Kammer 50 (1) angeordnete zweite Fläche 310 und
eine sich zwischen der ersten Fläche 308 und
der zweiten Fläche 310 erstreckende
Seitenfläche 312 auf.
Der erste Abschnitt 602 des Durchlasses 60 kommuniziert
mit der ersten Fläche 308 und
der zweiten Fläche 310.
Der zweite Abschnitt 604 des Durchlasses 60 kommuniziert
mit dem ersten Abschnitt 602 und der Seitenfläche 312.
Der erste Abschnitt 602 weist eine erste Wand 606 auf,
die sich von der ersten Fläche 308 zur zweiten
Fläche 310 erstreckt.
Der zweite Abschnitt weist eine zweite Wand 608 und eine
dritte Wand 610 auf, die sich von der ersten Wand 606 zur
Seitenfläche 312 erstrecken.
Die erste Wand 606, die zweite Wand 608 und die
dritte Wand 610 können
jeweils eine zylindrische Gestalt besitzen. Die erste Wand 606 weist
einen ersten Durchmesser 606A, einen zweiten Durchmesser 606B und
einen dritten Durchmesser 606C auf, wie in 2 dargestellt. Der erste Durchmesser 606A der
ersten Wand 606 hat einen vorgegebenen Wert. Der zweite
Durchmesser 606B befindet sich in der Nähe der zweiten Wand 608 und der
dritten Wand 610. Der Durchmesser D der zweiten Wand 608 und
der dritten Wand 610, der in 3 dargestellt
ist, hat einen Wert, der ungefähr gleich
der Quadratwurzel des vorgegebenen Wertes ist. Die zweite Wand 608 und
die dritte Wand 610 können
sich jeweils durch die erste Wand 606 hindurch zu einander
diametral gegenüberliegenden Stellen
an der Seitenfläche 312 erstrecken.
Die erste Wand 606, die zweite Wand 608 und die
dritte Wand 610 definieren eine erste Mittelachse A, eine
zweite Mittelachse B bzw. eine dritte Mittelachse C, welche sich
in einem gemeinsamen Punkt Oim zweiten Teil 304B des Sitzes 304 schneiden.
Die Mittelachsen A–C
und der Punkt 0 sind in den 2 und 3 dargestellt.
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Es
ist anzumerken, dass der Ventilsitz 304 als ein aus einem
Stück bestehender
Ventilsitz gefertigt sein kann, oder auch in Form von einzelnen
Bauteilen, die zusammengebaut werden können. Der Ventilsitz 304 kann
verwendet werden, um vorhandene Ventilsitze nachzurüsten, die
nur einen in Längsrichtung
verlaufenden Durchflussweg besitzen. Zum Beispiel können die
gesonderten Bauteile eine Kappe umfassen, die einen zweiten Abschnitt 604 des Durchlasses 60 zur
Verfügung
stellt, der eine zweite Wand 608 und eine dritte Wand 610 aufweist.
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An
einem Ende des Durchlasses 60, das der zweiten Fläche 310 des
Sitzes gegenüberliegt,
befindet sich eine Anlagefläche 62,
an welcher das Verschlusselement 70, bei dem es sich um
eine Ventilbetätigungskugel 64 handeln
kann, anliegt. 4 zeigt die
Kugel 64, die an der Ventilfläche 62 anliegt. Diese Fläche 62 beginnt
an einem inneren Rand einer Aussparung 66, welche Seitenwände 68 aufweist,
die zur Achse A des Ventilsitzes 304 hin zusammenlaufen. Dieses
Ende des Ventilsitzes 304 ist zur ersten Kammer 40 (1) hin geöffnet. Bei
der Fertigung des Ventilsitzes 304 wird die Anlagefläche 62 einer
solchen Oberflächenbehandlung
unterzogen, dass eine glatte Dichtfläche für die Kugel 64 gewährleistet
ist.
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4 zeigt, dass das Verschlusselement 70 eine
Kugel 64 umfassen kann, die in einem Halteelement 72 angeordnet
ist. Das Halteelement 72 befindet sich in der ersten Kammer 40 (1) und weist einen flachen
Ring 720 auf, der an einem Ventilbetätigungsgehäuse 722 befestigt
ist. Das Gehäuse 722 kann
einen inneren Trichter 724 aufweisen, welcher einen konischen
Teil 726, der dem flachen Ring 720 zugewandt ist,
und einen zylindrischen Teil 728, der durch eine Endwand 729 verschlossen
ist, umfasst. Der konische Teil 726 des Trichters 724 kann
die Kugel 64 stützen.
Der zylindrische Teil 728 des Trichters 724 stützt eine
Feder 74, welche die Kugel 64 in Richtung der
Trennwand 30 (1)
vorbelastet. Der konische Teil 726 ist so bemessen, dass er
die Bewegung der Kugel 64 nicht behindert. Die Kugel 64 wird
durch den flachen Ring 720 auf einer der Feder 74 gegenüberliegenden
Kugelfläche
gehalten. Der Ring 720 weist eine zentrale Öffnung 720A auf,
welche etwas kleiner als der Durchmesser der Kugel 64 ist.
Die Öffnung 720A wird
einer Feinbearbeitung unterzogen, um zu verhindern, dass eine raue
Fläche
die Kugel 64 berührt.
Am weiten Ende des Trichters 724 ist eine Aussparung 76 ausgebildet.
Der Ring 720, welcher sich oberhalb des Hauptdurchmessers
der Kugel oder ihrer horizontalen Achse befindet, ist in der Aussparung 76 angeordnet,
so dass er an der Innenseite des oberen Randes des Ventilbetätigungsgehäuses 722 anliegt.
Der Ring 720 weist einen Außendurchmesser auf, welcher
kleiner als der Durchmesser der Aussparung 76 des Gehäuses 722 ist,
und kann zur Verhinderung einer Trennung vom Gehäuse 722 gesichert
sein, indem der obere Rand 722A des Ventilbetätigungsgehäuses 722 über dem
Ring 720 umgebördelt
ist. Der Ring 720 wird in der Aussparung 76 am
Ende des Trichters 724 nicht starr festgehalten, sondern
kann sich sowohl axial als auch radial frei in der Aussparung 76 bewegen.
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Ein
Verfahren des Zusammenbaus des Kraftstoffreglers 10 besteht
darin, zunächst
das Ventilbetätigungsgehäuse 722 an
dem ersten schalenförmigen
Element 206 zu befestigen. Die kleine Vorspannfeder 74 wird
in die Bohrung 728 eingesetzt. Anschließend wird die Kugel 64 im
konischen Teil 726 des Trichters 724 positioniert,
der im Ventilbetätigungsgehäuse 722 ausgebildet
ist. Danach wird der Ring 720 in die Aussparung 76 am
oberen Rand des Gehäuses 722 eingesetzt,
und die Ränder 722A des Gehäuses 722 werden
umgebördelt,
um den Ring 720 in der Aussparung 76 festzuhalten.
Der Ventilsitz 304 wird in der zentralen Öffnung 306 der
Membran 300 zwischen einem Flansch 304C des Ventilsitz-Elements 304 und
dem Federhalteelement 302 angebracht und befestigt. Diese
vervollständigte Membran
wird auf der Fläche
des oberen Flansches 220 des ersten schalenförmigen Elements 206 angebracht.
Die Vorspannfeder 90 wird im Federhalteelement 302 positioniert,
und das zweite schalenförmige Element 208 wird
anschließend über der
Feder 90 angebracht und auf der Membran 300 positioniert. Der
Flansch 220 des ersten schalenförmigen Elements 206 wird
nach unten umgebördelt,
um das zweite schalenförmige
Element 208 zu befestigen. Das erste und das zweite schalenförmige Element 206, 208 und
die Membran 300 bilden ein einheitliches Element. Der Druck,
unter dem der Kraftstoff gehalten wird, wird durch die Federkraft
der Vorspannfeder 90 bestimmt.
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Nachfolgend
wird die Funktionsweise des Durchfluss-Druckreglers beschrieben.
Die Vorspannfeder 90 bewirkt über das Halteelement 302,
dass die Trennwand 30 zum Boden 214 des ersten
schalenförmigen
Elements 206 hin vorbelastet wird. Die Feder 74 bewirkt,
dass die Kugel 64 zur Anlagefläche 62 im Ventilsitz-Element 304 hin
vorbelastet wird. Wenn die Kugel 64 an der Fläche 62 anliegt
befindet sich der Ventilsitz in einer geschlossenen Position, und
durch den Regler kann kein Kraftstoff strömen.
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Durch
die Öffnungen 210 strömt Kraftstoff
in den Regler 10 ein und übt einen Druck auf die Trennwand 30 aus.
Wenn der Druck des Kraftstoffs größer als die von der großen Vorspannfeder 90 ausgeübte Kraft
ist, bewegt sich die Membran 300 in axialer Richtung, und
die Kugel 64 hebt von der Anlagefläche 62 des Ventilsitz-Elements 304 ab.
Der Kraftstoff kann dann durch den Regler 10 strömen. Der
Kraftstoff strömt
in den ersten Abschnitt 602 des Durchlasses 60 ein
und strömt
anschließend
weiter in den zweiten Abschnitt 604. Im zweiten Abschnitt 604 strömt der Kraftstoff
durch die Strömungsdurchlässe im zweiten
Teil 304B des Sitzes 304 hindurch. In den Durchlässen wird
der Kraftstoff parallel bzw. quer zur Längsachse A gelenkt und verlässt den
Ventilsitz 304 durch die zweite Fläche 310 und die Seitenfläche 312.
Versuche haben gezeigt, dass diese Austrittsgeometrie am Ventilsitz
einen im Wesentlichen konstanten Geräuschausgangspegel von einer
niedrigen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit bis zu einer hohen
Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit gewährleistet. Ferner wurde festgestellt,
dass der Kraftstoffdruck im Regler 10 im Wesentlichen konstant
bleibt oder leicht abnimmt, wenn sich die Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit
von einer niedrigen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit zu einer
hohen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit erhöht.
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Da
der Druck des einströmenden
Kraftstoffes verringert wird, überwindet
die Kraft der großen
Vorspannfeder 90 den Kraftstoffdruck und bewegt das Ventilsitz-Element 304 in
die Position zurück,
in der es an der Kugel 64 anliegt, wodurch der Durchlass 60 im
Ventilsitz-Element 304 geschlossen
wird.
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Wie
aus 5 ersichtlich ist,
zeigt die Kurve 102, dass das mit der Strömung zusammenhängende Geräusch bei
Verwendung des Reglers 10 gemäß der vorliegenden Erfindung
innerhalb eines Bereiches von Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeiten
im Wesentlichen konstant gehalten wird. Dagegen zeigt die Kurve 104,
dass sich das Geräusch
wesentlich verstärkt,
wenn sich die Strömung
durch herkömmliche
Regler verstärkt.
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Wie
aus 6 ersichtlich ist,
zeigt die Kurve 106, dass der Kraftstoffdruck im Regler 10 bei
der maximalen Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit im Wesentlichen
gleich dem oder kleiner als der Kraftstoffdruck bei minimaler Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit
ist. Dagegen zeigt die Kurve 108 die Erhöhung des
Kraftstoffdruckes, wenn sich die Kraftstoffdurchflussgeschwindigkeit
durch herkömmliche Regler
erhöht.
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Obwohl
die Erfindung unter Bezugnahme auf gewisse bevorzugte Ausführungsformen
offenbart wurde, können
im Rahmen des in den beigefügten Ansprüchen definierten
Schutzbereiches der Erfindung zahlreiche Modifikationen und Änderungen
gegenüber
den beschriebenen Ausführungsformen
vorgenommen werden. Dementsprechend soll die Erfindung nicht auf
die beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt
sein, sondern den vollen Umfang haben, der durch die Formulierungen
der folgenden Ansprüche
definiert ist.