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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Echtzeit-Klassifizierungsverfahren
der Detektionssignale eines Gammastrahlendetektors, das ermöglicht,
eine Diskriminierung zwischen den einer direkten Strahlung entsprechenden
Signalen und den einer indirekten oder diffusen Strahlung entsprechenden
Signalen durchzuführen.
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Unter
direkten Strahlen versteht man Strahlen, die – nachdem sie von einer radioaktiven
Zone abgestrahlt worden sind – direkt
mit dem Detektor interagieren. Die indirekten Strahlen hingegen
interagieren einmal oder mehrmals mit einem die radioaktive Zone
umgebenden Stoff bzw. Milieu, ehe sie mit dem Detektor interagieren.
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Die
Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung, insbesondere eine Gammakamera,
welche das Klassifizierungsverfahren durchführt.
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Schließlich betrifft
die Erfindung ein Verfahren zur Korrektur der Detektions-Gleichmäßigkeit
einer Vielzahl von Detektionselementen des Detektors.
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Die
Anwendungsgebiete der Erfindung sind insbesondere die Herstellung
medizinischer Bilder und die Medizin, zur Herstellung von Gammakameras.
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Stand der Technik
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In
der Nuklearmedizin gibt es bestimmte Diagnoseverfahren, bei denen
man dem Patienten Radioelemente in Form eines radioaktiven Tracers
wie zum Beispiel Technetium, Jod oder Thallium injiziert.
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Anschließend wird
eine Gammakamera benutzt, um die vom Patienten stammenden Gammastrahlen
zu detektieren und um ein Bild der Gewebe oder des betreffenden
Organs herzustellen. Der Kontrast des Bildes hängt von der Fixierung der Radioelemente
durch die Gewebe ab.
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Die
verwendeten Gammakameras sind meistens Kameras des Anger-Typs. Eine
solche Kamera ist in der 1 schematisch dargestellt.
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Die
Gammakamera umfasst im Wesentlichen einen szintillierenden Kristall 10,
ausgestattet mit einem Kollimator 12 und einer Vielzahl
von Fotovervielfachern 14, die durch ein transparentes
Material 16 mit dem Szintillationskristall optisch gekoppelt sind.
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Eine
Schwerpunktberechnung, durchgeführt mit
dem durch jeden Fotovervielfacher als Reaktion auf ein Ereignis
gelieferten Signal ermöglicht,
die Stelle des Kristalls zu lokalisieren, wo die Gammastrahlung
mit dem Material interagiert hat.
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Diese
Lokalisierung ermöglicht,
auch die Position einer radioaktiven Zone 18 zu kennen,
die die Strahlung emittiert. Dies ist insbesondere dank des Kollimators 12 möglich, der – wie die 1 zeigt – ermöglicht,
die Strahlen zu eliminieren, deren Einfallwinkel nicht im Wesentlichen
senkrecht ist zur Eingangsfläche
des Detektors.
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Die
Gammastrahlen, die den Szintillationskristall erreichen, können – wie der
Strahl 20 der 1 – Strahlen sein, die nach dem
Verlassen der radioaktiven Zone 18 direkt mit dem Detektor
interagieren. Diese Strahlen sind Teil eines in der Folge des Texts
mit "Direktstrahlung" bezeichneten Phänomens.
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Andere
Strahlen hingegen interagieren einmal oder mehrmals mit dem die
radioaktive Zone umgebenden Stoff bzw. Milieu, ehe sie den Szintillator erreichen.
Dies ist zum Beispiel der Fall des Strahls 21 in der Figur,
der außerhalb
der radioaktiven Zone ein erstes Mal im Körper des Patienten interagiert. Nach
dieser ersten Wechselwirkung erreicht ein gestreuter Gammastrahl
von schwächerer
Energie den Szintillator. Dieses Phänomen, zurückzuführen auf den Compton-Effekt,
wird in der Folge des Textes "Streustrahlung" genannt.
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Man
sieht in der Figur, dass die Streustrahlung eine falsche Lokalisierung
der radiaktiven Zone verursachen könnte und zu einer Verschlechterung des
Kontrasts des medizinischen Bildes führt, indem sie Geräusch einführt.
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Wie
oben erwähnt
ist die Streustrahlung durch die Tatsache gekennzeichnet, dass ihre
Energie niedriger ist als die der Direktrahlung.
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Indem
man eine Diskriminierung der Detektionssignale durchführt, das
heißt
diejenigen ausscheidet, deren Energie-Amplitude sich außerhalb
eines bestimmten Fensters befindet, ist es möglich, den Beitrag der Streustrahlung
zu eliminieren.
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Im
Allgemeinen legt man ein Amplitudenfenster um den Amplituden-Maximalwert
herum fest, in Abhängigkeit
der Energie der Signale bei einer bestimmten Emissionsenergie der
radioaktiven Zone.
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Wenn
das Fenster schmal ist, erhöht
man den Kontrast des Bildes, indem man die Akzeptanz der Streustrahlung
begrenzt. Dies geschieht aber auf Kosten der Anzahl der effektiv
detektierten Ereignisse, das heißt der zu Herstellung eines
Bildes verwertbaren Ereignisse.
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Wenn
hingegen das Fenster breiter ist, ist die Zahl der Ereignisse für einen
gleichen Messzeitraum größer, aber
der Bildkontrast wird schlechter.
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Im
Rahmen der Anwendungen zur Herstellung medizinischer Bilder ist
es nicht möglich,
den Patienten zu starke radioaktive Dosen zu injizieren, und außerdem sollte
die Untersuchung nicht zu lange dauern. Also sind die Anzahl der
pro Zeiteinheit effektiv gemessenen Ereignisse und die Energieauflösung des
Detektors wichtige Parameter.
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Unter
Energieauflösung
versteht man das Verhältnis
der Energie-Peak-Breite auf halber Höhe einer Verteilung um den
Emissionsenergiewert herum zur Emissionsenergie.
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Eine
neuere Entwicklung von Gammakameras, bei denen die Szintillations-Detektoren durch Halbleiter-Detektoren
ersetzt wurden, hat eine Verbesserung der Erfassung der Ereignisse
hinsichtlich der Effizienz und Energieauflösung gebracht.
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Die
Detektoren aus Halbleitern wie zum Beispiel CdTe, CdZnTe, AsGa,
PbI2 konvertieren die Gammaphotonen direkt
in Ladungsträger.
Für eine Strahlung
mit derselben Intensität
entspricht die Anzahl der erzeugten Ladungsträger einer Größenordnung,
die höher
ist als diejenige, die man mit den Szintillationsdetektoren bei
indirekter Detektion erzielt. Also ist auch die Auflösung der
Halbleiterdetektoren besser.
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Die 2 zeigt
die Struktur eines Halbleiterdetektors. Dieser umfasst eine Platte 30,
die integrierte elektronische Schaltungen 32 trägt und auf
die eine Vielzahl Detektionselemente 34 montiert sind.
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Die
Detektionselemente 34 sind Halbleiterblöcke mit zwei parallelen entgegengesetzten
Seiten, auf denen Elektroden vorgesehen sind. Ein an die Elektroden
angelegtes elektrisches Feld bewirkt eine Migration der Ladungsträger, das
heißt
der Elektronen und der Löcher,
erzeugt durch die Wechselwirkung der Strahlung mit dem Halbleiter.
Die in der Figur nicht dargestellten Elektroden sind auch vorgesehen,
die Ladungen aufzunehmen und zu den ICs der Platte 30 zu
leiten, um dort ein Detektionssignal zu erzeugen.
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Es
wandern nicht alle in dem Halbleiter erzeugten Ladungen direkt zu
den Elektroden. Die Störstellen
in den Halbleitern fangen nämlich
einige Ladungsträger
bei ihrer Migration ein und reduzieren ihre Lebensdauer, und dies
um so mehr, je dicker der Ladungsträger ist.
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Die
durch eine Gammastrahlung erzeugte Ladung verteilt sich auf eine
durch die Elektronen getragene Ladung und eine durch die Löcher getragene Ladung.
Die Beweglichkeit der Löcher
ist jedoch geringer als die der Elektronen, und ihre Sammeleffizienz
ist schlechter. Also tragen nicht alle erzeugten Ladungen im gleichen
Maße zu
dem schließlich
gelieferten Signal bei.
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In
dem Energiespektrum des Detektionssignals drückt sich dies durch eine "Schleppe" aus, die einer schwächeren Energie
als der Energie der Photonen entspricht, die das Material der Detektionselemente
erreichen.
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Die "Schleppe" ist charakteristisch
für das Einfangen
von Ladungen vor ihrer Sammlung.
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Diejenigen
detektierten Ereignisse, deren Energie niedriger ist als die Energie
der empfangenen Gammaphotonen, vermischen sich dann wegen des Einfangvorgangs
mit jenen, die aus der weiter oben erwähnten Streustrahlung resultieren
und deren Energie ebenfalls niedriger ist als die der Direktstrahlung.
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Also
hat bei den Halbleiterdetektoren das Vorsehen eines Amplitudenakzeptanzfensters
für die Signale
die Konsequenz, dass nicht nur die der Streustrahlung entsprechenden
Ereignisse eliminiert werden, sondern auch die von dem Einfangen
der Ladungen betroffenen Ereignisse, die jedoch einer Direktstrahlung
entsprechen.
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Die
Schwierigkeiten beim Sammeln der Ladungen und die Einflüsse auf
das Detektionssignal werden in dem Patent FR-2 738 919 beschrieben. Dieses
Patent schlägt
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verwertung eines durch einen
Detektor gelieferten Signals vor, die ermöglichen, sich frei zu machen
von den schlechten Transporteigenschaften der Löcher in dem Material der Detektionselemente.
Das beschriebene Verfahren hat eine elektronische Korrektur nach
der Erfassung eines biparametrischen Spektrums des Beitrags derjenigen
Ereignisse zum Gegenstand, von denen nicht die gesamte in dem Detektor
erzeugte Ladung gesammelt werden konnte und deren Signale eine Gesamtamplitude
aufweisen, die kleiner ist als die erwartete Amplitude.
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Die
praktische Anwendung dieser Methode bei einer Gammakamera für den medizinischen
Gebrauch würde
erfordern, während
der Untersuchung ein biparametrisches Spektrum mit einer guten Statistik
für jedes
Pixel zu erfassen. Aus Gründen
der Dosis und der Erfassungszeit ist dies jedoch im Rahmen der Klinik-Untersuchungen
nicht möglich.
Die Korrekturverarbeitung würde
eine große
Speicherleistung erfordern und dazu führen, die anzuwendende Korrektur
mittels Programm und nachträglich
zu berechnen. Eine solche Verarbeitung ist folglich langwierig und
muss ebenso oft durchgeführt
werden, wie es in dem Detektor Pixel gibt. Da die Verarbeitung nach
der Erfassung erfolgt, ist es unmöglich, das Bild der akzeptierten
Ereignisse in Echtzeit anzuzeigen.
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Dies
stellt für
die medizinische Diagnose ein großes Handicap dar.
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Eine
weitere bei den Detektoren existierende Schwierigkeit besteht darin,
dass die Effizienz des Detektierens und Sammelns der Ladungen nicht
für alle
Detektionselemente gleich ist.
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Das
Sammeln der Ladungen hängt
von der Struktur und der kristallinen Qualität der Detektionselemente ab.
Sie hängt
auch von dem an die Elektroden angelegten elektrischen Feld ab und
von eventuellen Materialdefekten, die Ladungen einfangen könnten.
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Auch
leichte Änderungen
der Oberflächen oder
Dicken der Detektionselemente beeinflussen ihre Detektionseffizienz.
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Diese
Erscheinungen führen
zu ungleichmäßigen Bilder,
die keine genaue medizinische Diagnose ermöglichen.
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A
priori wäre
es möglich,
für jedes
Detektionselement einen festen, angepassten Korrekturmultipliktionskoeffizienten
zu ermitteln, um eine gleichmäßige Detektionseffizienz
zu erhalten.
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Diese
Lösung
ist jedoch nicht zufriedenstellend, denn sie liefe darauf hinaus,
bei den ineffizientesten Detektionselementen nicht existierende
Ereignisse künstlich
zu erfassen (Korrekturkoeffizient über 1) und Ereignisse der effizientesten
Detektionselemente zu eliminieren (Korrekturkoeffizient unter 1).
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Darstellung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Klassifizierung der Ereignisse eines Halbleiterdetektors zum Gegenstand,
die ermöglichen,
die Signale, die von Ereignissen stammen, die aus einer Streustrahlung resultieren,
und die Signale von Ereignissen, die aus einer unvollständigen Sammlung
von Ladungen resultieren, zu unterscheiden.
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Eine
weitere Aufgabe besteht dann, ein Verfahren vorzuschlagen, das ermöglicht,
eine Korrektur der Detektions-Gleichmäßigkeit der verschiedenen Detektionselemente
eines Detektors zu gewährleisten.
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Noch
eine Aufgabe ist es, ein solches Korrekturverfahren vorzuschlagen,
das ermöglicht,
selektiv und bevorzugt die Ereignisse zu berücksichtigen, die aus der Direktstrahlung
resultieren.
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Schließlich ist
es auch eine Aufgabe der Erfindung, eine Verarbeitungsverfahren
vorzuschlagen, das in Echtzeit und kontinuierlich durchgeführt werden
kann, um die Herstellung eines Momentanbilds zu ermöglichen
und derart die medizinische Diagnostik zu erleichtern.
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Zur
Erfüllung
obiger Aufgaben hat die Erfindung ein Verfahren zur Klassifizierung
von Signalen von Detektionsereignissen eines wenigstens ein Halbleiter-Detektionselement
umfassenden Gammastrahlungsdetektors zum Gegenstand. Dieses Verfahren
besteht darin:
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a) während einer Kalibrierungsphase
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- – für jedes
Ereignissignal einen Amplitudenwert und einen Signalaufsteigzeit-Wert
zu ermitteln,
- – für eine wenigstens
ein Detektionselement enthaltende Gruppe ein biparametrisches Detektionsspektrum
von Ereignissen mit Amplituden- und Aufsteigzeitwerten zu erfassen,
- – für jedes
Spektrum wenigstens ein biparametrisches Akzeptanzfenster zu ermitteln,
das jeweils einer für
eine Strahlungsenergie charakteristischen Amplitude/Aufsteigzeit-Korrelation entspricht,
und
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b) während einer Prüfphase
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- – in
Echtzeit für
jedes detektierte Ereignissignal jeder Detektionselementegruppe
ein Amplituden- und Aufsteigzeitwertepaar zu ermitteln,
- – in
Echtzeit eine Klassifizierung der Ereignisse durchzuführen, indem
die Signale selektiert werden, deren Amplituden- und Aufsteigzeitwerte sich
innerhalb des biparametrischen Fensters der entsprechenden Detektionselementegruppe
befinden, und die Signale auszuscheiden, deren Amplituden- und Aufsteigzeitwerte
sich außerhalb dieses
biparametrischen Fensters befinden.
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Unter
biparametrischem Fenster versteht man ein Fenster, das begrenzt
wird durch zwei für
die Ereignisse charakteristische Parameter. Es handelt sich im vorliegenden
Fall um die Amplitude und die Aussteigzeit der den detektierten
Ereignissen entsprechenden Signale.
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Die
Erfindung basiert auf dem physikalischen Prinzip, gemäß dem die
Signale der Ereignisse, die aus der Direktstrahlung resultieren
aber der eingangs erwähnten
Energiespektrums-"Schleppe" entsprechen, eine
andere Korrelation zwischen Amplitude und Aufsteigzeit aufweisen
als die Ereignisse, die aus der Streustrahlung resultieren.
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Die
erste Phase des Verfahrens, das heißt die Kalibrierungsphase kann
ohne einen zu untersuchenden Patienten stattfinden.
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Eine
Strahlungsquelle, die dem radioaktiven Material entspricht, das
dem Patienten injiziert wird, wird vor dem Detektor angeordnet.
Die Aktivität
dieser Quelle und die Aussetzungsdauer können größer sein als bei der Untersuchung
eines Patienten. Man kann also in der Kalibrierungsphase ein Spektrum
erfassen, das sich über
eine große
Anzahl Ereignisse erstreckt.
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Vorzugsweise
benutzt man eine Quelle mit einem im Wesentlichen gleichmäßigen Fluss.
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Die
Kalibrierungsphase kann gleichzeitig für alle Detektionselemente oder
nur für
einen Teil der Elemente stattfinden.
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Um
die Größe des Erfassungsspeichers
in der Kalibrierungsphase zu reduzieren, ist es möglich, sukzessive
mehrere Gruppen von Detektionselementen zu verarbeiten, von denen
jede ein oder mehrere Elemente enthält.
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Das
Verfahren kann mit einer monoenergetischen Quelle durchgeführt werden
oder einer Quelle, deren Emissionsspektrum mehrere Hauptpeaks mit unterschiedlichen
Energien aufweist.
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In
diesem letzteren Fall kann man für
jede der Energien der Strahlung ein biparametrisches Fenster ermitteln.
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Im äußersten
Fall kann man für
jede Hauptemissionsenergie der Quelle und für jedes der Detektionselemente
des Detektors ein biparametrisches Fenster ermitteln. Insbesondere
kann für
jedes Detektionselement oder jede Gruppe von Elementen die Kalibrierungsphase
sukzessive Schritte umfassen, in denen:
- – man eine
kontinuierliche Menge von Aufsteigzeit "Scheiben" definiert,
- – man
jedes Ereignis in Abhängigkeit
von seinem Aufsteigzeitwert einer Aufsteigzeit-Scheibe zuteilt,
- – man
für jede
Aufsteigzeit-Scheibe ein Amplitudenspektrum mit den Amplitudenwerten
der Ereignisse ermittelt, deren Aufsteigzeit in dieser Aufsteigzeit-Scheibe
enthalten ist,
- – man
für jede
Aufsteigzeit-Scheibe ein Amplitudenspektrum-Maximum bestimmt,
- – man
für jede
Aufsteigzeit-Scheibe ein Amplitudenintervall festlegt, das sich
beiderseits des genannten Maximums erstreckt.
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Die
Anzahl der Aufsteigzeit-Scheiben und das jeder Scheibe entsprechende
Aufsteigzeitintervall kann in Abhängigkeit von einer erwünschten
Auflösungsfeinheit
angepasst werden. Das Zeitintervall wird zum Beispiel in der Größenordnung
von 50 ns gewählt.
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Außerdem versteht
man unter einer kontinuierlichen Menge von Aufsteigzeit-Scheiben eine sukzessive
Menge von Scheiben, so dass jede obere Aufsteigzeit-Grenze einer
Scheibe der unteren Grenze der nachfolgenden Scheibe entspricht.
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Schließlich versteht
man unter Amplitudenspektrum für
jede Amplitude oder für
eine kontinuierliche Menge von Amplitudenintervallen die Aufstellung
bzw. Darstellung der Anzahl von Ereignissen, deren Signal eine solche
Amplitude aufweist.
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Vorzugsweise
kann man vor der Bestimmung des Maximums jedes Amplitudenspektrums eine
Glättung
dieses Spektrums durchführen.
Diese Glättung
kann durch mathematische Berechnung stattfinden.
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Das
für jede
Aufsteigzeit-Scheibe festgelegte Amplitudenintervall kann sich symmetrisch
und unsymmetrisch beiderseits des Maximums des Amplitudenspektrums
erstrecken.
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Außerdem kann
die Breite des Intervalls konstant sein oder nicht. Jedoch kann
man bei einer bevorzugten Anwendung ein Amplitudenintervall festlegen,
das eine von der Amplitude abhängige
Breite aufweist, die dem Maximum des Amplitudenspektrums jeder Aufsteigzeit-Scheibe
entspricht.
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Insbesondere
ist es möglich,
ein Amplitudenintervall vorzusehen, dessen Breite abnimmt in Abhängigkeit
von der Amplitude, die dem Maximum des Amplitudenspektrums jeder
Aufsteigzeit-Scheibe entspricht. Die Breite des Intervalls kann
auch in Abhängigkeit
von der betreffenden Aufsteigzeit-Scheibe reduziert werden.
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Eine
solche Messung ermöglicht,
die Größe der Bedeutung
zu reduzieren, die man den Ereignissen mit einer kleinen Amplitude
und/oder kleinen Aufsteigzeit beimisst. Diese Ereignisse sind schwieriger von
jenen zu trennen, die aus der Streustrahlung resultieren und stellen
daher einen weniger interessanten Beitrag zu Herstellung eines Bildes
dar.
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Während der
Prüfphase
ist es möglich,
für jedes
Ereignis zu verifizieren, ob der Amplitudenwert in dem Amplitudenintervall
enthalten ist, das der Aufsteigzeit-Scheibe zugeordnet ist, die
der Aufsteigzeit-Scheibe des genannten Ereignisses entspricht.
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Wenn
das Resultat der Verifizierung positiv ist, wird das Ereignis berücksichtigt;
im gegenteiligen Fall wird es ausgeschlossen bzw. zurückgewiesen.
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Diese
Verifizierungsoperation kann schnell und in Echtzeit durch geführt werden,
so dass es quasi keine Verzögerung
gibt zwischen der Detektion eines Ereignisses und der Herstellung
eines das genannte Ereignis berücksichtigenden
Bildes.
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Nach
einer speziellen, möglichen
Durchführungsart
des Verfahrens kann man in der Phase a) eine Tabelle der Amplituden-/Aufsteigzeitbereichspaare
erstellen, in der die Amplituden-/Aufsteigzeitbereichspaare, die
dem biparametrischen Fenster entsprechen, einer logischen Validationsgröße der Ereignisse
zugeordnet werden, und in dem die Bereichspaare außerhalb
des biparametrischen Fensters einer logischen Rückweisungsgröße der Ereignisse
zugeordnet werden; in Schritt b) verifiziert man für jedes
Ereignis, ob die Amplituden- und Aufsteigzeitwerte einem Amplitudenbereichspaar
entsprechen, das einer logischen Validations- oder Rückweisungsgröße zugeordnet
ist, und man verwirft die Ereignisse, die einer logischen Rückweisungsgröße entsprechen.
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Man
kann zum Beispiel den logischen Wert "1" den
Amplitude/Aufsteigzeit-Paaren zuordnen, die sich innerhalb des biparametrischen
Akzeptanzfensters befinden, und den logischen Wert "0" den Amplitude/Aufsteigzeit-Paaren,
die sich außerhalb
des biparametrischen Akzeptanzfensters befinden.
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Die
Erfindung betrifft auch ein Gleichmäßigkeitskorrektur-Verfahren
für einen
Strahlungsdetektor, das heißt
eine Korrektur, um für
die verschiedenen Detektionselemente des Detektors eine gleichmäßige Detektionseffizienz
zu erhalten.
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Dieses
Korrekturverfahren arbeitet mit Echtzeit-Klassifizierung, wie weiter
oben definiert, und umfasst außerdem
während
der Kalibrierungsphase:
- – das Zählen der Anzahl von detektierten
Ereignissen für
jede Detektionselementegruppe, wobei jede Gruppe jeweils durch wenigstens
ein Detektionselement gebildet wird, und
- – das
Modifizieren des biparametrischen Fensters, um eine Selektivität der Klassierung
für wenigstens
eine Detektionselementegruppe zu erhöhen, die eine größere Detektionseffizienz
aufweist, und/oder um diese Selektivität für wenigstens eine Detektionselementegruppe
zu verringern, die eine kleinere Detektionseffizienz aufweist.
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Die
Modifizierung des biparametrischen Akzeptanzfensters kann die Anpassung
wenigstens einer Amplituden- und/oder Aufsteigzeit-Akzeptanzschwelle
der Ereignisse umfassen.
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Die
Schaffung und Anpassung einer Amplituden- und/oder Aufsteigzeit-Akzeptanzschwelle
ermöglicht,
für jedes
Detektionselement oder für
jede Detektionselementegruppe eine mehr oder weniger große Anzahl
von Ereignissen zu berücksichtigen, die
Signalen mit einer kleinen Amplitude und/oder Aufsteigzeit entsprechen.
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Für die effizientesten
Detektoren, die sich für eine
Erhöhung
der Selektivität
der Klassifizierung eignen, ermöglicht
das erfindungsgemäße Verfahren,
prioritär
Ereignisse zu eliminieren, die Signalen mit kleiner Amplitude und/oder
kleiner Aufsteigzeit entsprechen und die einen sehr unsicheren Informationsbeitrag
zur Herstellung eines Bildes liefern.
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Wie
weiter oben angegeben, ist es nämlich schwieriger,
diese Ereignisse von denen zu unterscheiden, die von der Streustrahlung
stammen.
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Hingegen
ermöglicht
das Verfahren für
die Detektoren mit der geringsten Effizienz, bei denen es sich empfiehlt,
die Selektivität
der Klassifizierung zu reduzieren, eine größere Anzahl von Ereignissen
zu akzeptieren.
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Die
zusätzlichen
Ereignisse, selbst wenn sie Signalen entsprechen, die eine kleine
Amplitude und/oder Aufsteigzeit haben, tragen eine bessere Information
bei als die, welche man erlangt, indem man einfach die Anzahl der
Ereignisse mit einem arbiträren
Korrekturfaktor multipliziert.
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Mit
anderen Worten ermöglicht
das Verfahren, zusätzliche
reale Ereignisse eher zu berücksichtigen
als fiktive Ereignisse.
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Man
kann feststellen, das eine zusätzliche Korrektur
mittels eines Korrekturfaktors nicht ausgeschlossen ist. Jedoch
erstreckt sich eine solche Korrektur dann über einen kleineren Korrekturbereich.
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Um
die Selektivität
der Klassifizierung anzupassen, ist es möglich, die Anzahl der während einer bestimmten
Zeit durch ein Detektionselement oder eine Detektionselementegruppe
detektierten Ereignisse mit einem Sollwert bzw. Bezugswert der Anzahl der
Ereignisse zu vergleichen. Je nach Ergebnis des Vergleichs kann
man die Selektivität
der Klassifizierung jeweils höher
oder niedriger einstellen, wenn die Anzahl der detektierten Ereignisse
höher beziehungsweise
niedriger ist als der Sollwert bzw. Bezugswert.
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Der
Sollwert bzw. Bezugswert entspricht zum Beispiel der Anzahl der
von der Gesamtheit der Detektionselemente während des festgelegten Zeitraums
detektierten Ereignisse. Er kann auch die kleinste durch eines der
Detektionselemente detektierte Ereigniszahl sein.
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Das
Gleichmäßigkeitskorrektur-Verfahren kann
individuell für
jedes Detektionselement angewendet werden oder für Detektionselementegruppen,
die mehrere Detektionselemente umfassen.
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Die
Erfindung betrifft auch eine Echtzeit-Klassifizierungsvorrichtung
für Signale
von Detektionsereignissen, die von einer Vielzahl von Detektionselementen
stammen. Diese Vorrichtung umfasst:
- – Einrichtungen
um für
jedes Signal einen Signalamplitudenwert und einen Signalaufsteigzeitwert
zu messen,
- – Datenerfassungseinrichtungen,
fähig in
einer Kalibrierungsphase für
wenigstens eine Detektionselementegruppe ein biparametrisches Spektrum
von Amplituden- und Aufsteigzeitwerten zu speichern,
- – Einrichtungen,
um für
jede Detektionselementegruppe wenigstens eine Korrelation zwischen
den Amplituden- und Aufsteigzeitwerten zu ermitteln,
- – Einrichtungen
zur Selektion eines der genannten Korrelation entsprechenden biparametrischen Akzeptanzfensters
in dem Spektrum,
- – einen
Speicher, um für
jede Detektionselementegruppe wenigstens ein dem biparametrischen Akzeptanzfenster
entsprechendes Amplituden- und Aufsteigzeitwertbereichspaar abzuspeichern, und
- – Klassifizierungseinrichtungen
der Ereignisse, fähig
für jede
Detektionselementegruppe die für jedes
Detektionssignal in einer Prüfphase
gemessenen Amplituden- und Aufsteigzeitwerte zu vergleichen mit
den abgespeicherten Wertbereichspaaren und die Ereignisse zu selektieren,
deren Werte diesen abgespeicherten Bereichspaaren entsprechen.
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Die
Vorrichtung kann insbesondere eine Karte mit integrierten Schaltungen
mit anwendungsspezifischen Funktionen (ASIC) umfassen, verbunden mit
einer die Detektionselemente umfassenden Detektionsmatrix. Die IC-Karte
kann dann die Amplituden- und
Aufsteifzeitmesseinrichtungen bilden.
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Noch
genauer kann die Detektionselemente-Matrix mit ersten integrierten
Schaltungen des ASIC-Typs verbunden sein, die der Verstärkung, der Formung
und der Multiplexierung der Signale des Detektors dienen. Mit dem
Ausgang dieser ersten Schaltungen sind zweite Schaltungen verbunden,
die dazu bestimmt sind, die Signale so zu verarbeiten, dass man
für jedes
Signal vier Werte erhält,
nämlich die
X- und Y-Koordinaten der Position des detektierten Ereignisses in
einer durch die Detektionselemente gebildeten Detektionsebene, den
Wert für
die Signalamplitude und den Wert für ihre Aufsteigzeit.
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Die
X- und Y-Koordinaten der Position des Ereignisses können einfach
Werte in Abhängigkeit von
der Position in der Detektionsebene des Detektionselements sein,
welches das entsprechende Signal geliefert hat.
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Die
ersten und zweiten Schaltungen können auf
einer oder auf mehreren Karten integriert sein. Diese Karten sind
mit einer Aufnahmeplatte der Detektionselemente verbunden.
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Die
Einrichtungen bzw. Mittel zur Erfassung, zur Bestimmung einer Korrelation,
die Selektionsmittel und die Klassifizierungsmittel können in
Form eines Computerprogramms zur Verarbeitung der oben genannten
Signaldaten realisiert werden. Diese Mittel bzw. Einrichtungen können auch
in Form von anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen realisiert
werden.
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Schließlich kann
die Vorrichtung außerdem Einrichtungen
bzw. Mittel zur Anpassung des biparametrischen Fensters umfassen,
um für
jede Detektorengruppe eine gleichmäßige Effizienz der Detektion der
selektierten Ereignisse zu erhalten. Diese Mittel können ebenfalls
in Software-Form realisiert werden.
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Wie
oben erläutert,
ermöglicht
die Anpassung des biparametrischen Fensters, die Selektivität der Klassifizierung
zu modifizieren und so die zwischen den Detektionseffizienzen verschiedener
Detektionselemente existierenden Ungleichheiten zu kompensieren.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen besser aus
der nachfolgenden Beschreibung hervor. Diese Beschreibung, die nur
der Erläuterung
dient und keinesfalls einschränkend
ist, bezieht sich auf die beigefügten
Figuren.
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Kurzbeschreibung der Figuren
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Die 1,
schon beschrieben, ist eine vereinfachte schematische Darstellung
einer Schnittansicht eines Detektors einer Gammakamera des Anger-Typs;
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die 2,
schon beschrieben, ist eine partiell ausgebrochene und schematische
Ansicht eines Halbleiterdetektors;
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die 3 ist
ein Diagramm, das ein Erfassungsspektrum darstellt, das in dem erfindungsgemäßen Verfahren
angewendet wird, um ein biparametrisches Fenster zu bestimmen;
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die 4 ist
ein vereinfachtes Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Klassifizierungsvorrichtung.
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Detaillierte
Beschreibung von Realisierungsarten der Erfindung
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Die 3 zeigt
ein Ereigniserfassungs-Spektrum eines Detektionselements eines Halbleiterdetektors.
Die Ereignisse können
charakterisiert werden durch einen Aufsteigzeitwert und einen Amplitudenwert
des Detektionssignals. Jedoch – da sie
von einem selben Detektionselement stammen, haben alle Ereignisse
dieses Spektrums folglich dieselben Positionswerte. Die nachfolgende
Beschreibung ist jedoch auf eine Gruppe mit mehreren Detektionselementen
anwendbar, also auf Ereignisse mit unterschiedlichen Positionswerten.
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Aus
Gründen
der Vereinfachung wurde für das
dargestellte Spektrum eine monoenergetische Quelle benutzt.
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Das
Spektrum der 3 wird während der ersten Phase des
Verfahrens erfasst, das heißt
der Kalibrierungsphase. Die Erfassung wird fortgesetzt bis zu einer
ausreichend großen
Anzahl von Ereignissen für
eine Verarbeitung des statischen Typs. Das in der 3 dargestellte
Spektrum kann zum Beispiel 100 000 Ereignisse umfassen.
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Die 3 zeigt
die Ereignisse in Abhängigkeit
von der Amplitude des entsprechenden Signals, aufgetragen als Abszisse,
und der Aufsteigzeit des Signals, aufgetragen als Ordinate.
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Der
Aufsteigzeitmaßstab
ist in "Scheiben" unterteilt, von
denen jede eine bestimmte Breite aufweist. In der Figur ist eine
einzige Scheibe markiert, mit dem Bezugszeichen ti.
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Jedes
in der Kalibrierungsphase detektierte Ereignis ist in der Figur
durch einen Punkt dargestellt. Dieser wird einer bestimmten Aufsteigzeit-Scheibe zugeteilt,
in Abhängigkeit
von der Aufsteigzeit des durch das Detektionselement als Reaktion
auf dieses Ereignis erzeugten Signals.
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Mit
sämtlichen
einer selben Aufsteigzeit-Scheibe zugeteilten Ereignissen ermittelt
man ein Amplitudenspektrum. Das Amplitudenspektrum kann ermittelt
werden, indem man auch den Amplitudenmaßstab in Scheiben unterteilt
und indem man die Anzahl der Ereignisse in jeder Amplitudenscheibe erfasst.
Zum Schluss kann das Amplitudenspektrum geglättet werden.
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Als
Beispie ist für
die Aufsteigzeit-Scheibe ti ein Teil der
Glättungskurve
des Amplitudenspektrums schematisch in die Figur eingetragen. Diese Glättungskurve
trägt das
Bezugszeichen ai.
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Für jede Aufsteigzeitscheibe
sucht man anschließend
das Maximum des Amplitudenspektrums oder der Glättungskurve.
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Man
sieht, dass die Maxima der Amplitudenspektren, die den verschiedenen
Aufsteigzeitscheiben entsprechen, sich im Wesentlichen auf einer
mit C bezeichneten Kurve befinden.
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Diese
Kurve ist repräsentativ
für eine
Korrelation zwischen der Aufsteigzeit und der Amplitude von Ereignissen,
die aus der Detektion einer Direktstrahlung resultieren. Diese Kurve
wird in der Folge des Textes als "Korrelationskurve" bezeichnet.
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In
dem Beispiel der Figur gibt es aufgrund der benutzten monoenergetischen
Quelle nur eine einzige Korrelationskurve C.
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Wenn
die Quelle jedoch mehrere unterschiedliche Energieemissions-Spektrallinien
umfasst, kann man in dem Spektrum eine entsprechende Anzahl von
Korrelationskurven unterscheiden.
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In
diesem Fall empfiehlt es sich außerdem, für jedes Amplitudenspektrum
zu verifizieren, dass das bestimmte Maximum sich auch auf einer "physischen" Kurve befindet.
Mit anderen Worten läuft
dies darauf hinaus, die Maxima auf Korrelationskurven zu bestimmen,
die keine Neigungs- bzw. Steigungsdiskontinuitäten aufweisen.
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Ein
nachfolgender Schritt besteht darin, für jede Aufsteigzeitscheibe
ein Amplitudenintervall zu bestimmen, das sich beiderseits des Maximums
des Amplitudenspektrums erstreckt. Zum Beispiel ist in der 3 das
der Aufsteigzeitscheibe ti zugeordnete Intervall
mit si bezeichnet.
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Die
Ausdehnung des Intervalls beiderseits der Korrelationskurve kann
angepasst werden, um eine Klassifizierungs-Selektivität der mehr
oder weniger großen
Ereignisse zu erhalten, das heißt
um die mit der Streustrahlung verknüpften Ereignisse mehr oder
weniger selektiv auszuschließen.
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Bei
dem dargestellten Beispiel wird die Breite des Amplitudenintervalls
für die
großen
Amplituden und Aufsteigzeiten größer gewählt und
für die
kleinen Amplituden und Aufsteigzeiten kleiner. Sie kann auch global
in Abhängigkeit
von der Auflösung
der Detektionselemente angepasst werden.
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Die
Gesamtheit der Amplitudenintervalle um die Korrelationskurve herum,
ermittelt für
die Gesamtheit der Aufsteigzeiten, bildet in dem beschriebenen Beispiel
das biparametrische Akzeptanzfenster F.
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IN
dem Beispiel der Figur wird das Fenster F abgegrenzt durch zwei
Kurven F1 und F2,
die jeweils durch minimale und maximale Grenzwerte der für jede Aufsteigzeitscheibe
gewählten
Intervalle gebildet werden.
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Wie
weiter oben angegeben, haben nicht alle Detektionselemente eines
Detektors dieselbe Detektionseffizienz.
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Indem
man die Größe des biparametrischen Fensters
F variiert, ist es möglich,
die Klassifizierungs-Selektivität
zu modifizieren und folglich die Gleichmäßigkeitsfehler bzw. -mängel zu
korrigieren.
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Die
Modifikation der Größe des Fensters
erfolgt vorzugsweise, indem das Fenster an Ereignisse angepasst
wird, die den kleinsten Aufsteigzeit- oder Amplitudenwerten entsprechen.
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Die
Anpassung in dem beschriebenen Beispiel erfolgt durch das Vorsehen
einer Amplitudenschwelle und/oder einer Aufsteigzeit-Schwelle, deren Werte)
modifizierbar ist (sind). In der Figur sind die Amplituden- und
Aufsteigzeitschwellen jeweils mit Tha und Tht bezeichnet.
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Zum
besseren Verständnis
der zweiten Phase des Verfahrens empfiehlt es sich, jetzt das Blockschaltbild
der 4 zu betrachten.
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Das
Bezugszeichen 100 in der 4 bezeichnet
eine Matrix aus Halbleiter-Detektionselementen 102,
die eine Detektionsebene bilden. Diese Matrix ist mit derjenigen
vergleichbar, die mit Bezug auf die 2 beschrieben
wurde.
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Die
durch die Detektionselemente gelieferten Signale werden in eine
erste anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASCI) 110 eingespeist. Diese
Schaltung umfasst Verstärkungskanäle der Signale
für jedes
Detektionselement und Multiplexeinrichtungen der Kanäle.
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Eine
zweite Schaltung 112 dient dazu, die Amplitude und die
Aufsteigzeit jedes Signals zu bestimmen und die diesen Größen entsprechenden Werte
zu bilden, sowie Werte, welche die Koordinaten der Ereignisse darstellen.
Die Koordinaten der Ereignisse sind mit der Position des entsprechenden Detektionselements
in der Detektionsebene verknüpft.
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Die
Werte werden in einen Computer 114 eingespeist, der dazu
bestimmt ist, die Berechnungen und Verarbeitungen durchzuführen, die
mit der Kalibrierungsphase zusammenhängen, und dazu bestimmt ist,
aufgrund der Werte während
der Untersuchung ein (medizinisches) Bild herzustellen. Das Bild wird
auf dem Bildschirm 116 angezeigt.
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Der
Computer ist fähig,
während
der Kalibrierungsphase aufgrund der Werte für jedes Detektionselement eine
Akzeptanztabelle mit den Werten "1" und "0" zu erstellen. Die logischen Werte "1" werden entsprechenden Amplitude/Aufsteigzeit-Paaren
innerhalb des Korrelationsfensters zugeteilt, und die logischen
Werte "0" werden den Amplitude/Aufsteigzeit-Paaren außerhalb
des Korrelationsfensters zugeteilt. Noch genauer können die
logischen Werte Amplituden- und Aufsteigzeitbereichspaaren zugeteilt
werden.
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Als
Variante können
die Tabellen aufgrund der Grenzen des biparametrischen Fensters
ermittelt bzw. erstellt werden, das heißt – indem man sich auf die 3 bezieht – aufgrund
der das Fenster abgrenzenden Kurven F1 und
F2 und der Schwellenwerte Tha und Tht.
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Die
Akzeptanztabellen werden in einem in der 4 mit 120 bezeichneten
Speicher abgespeichert.
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Während der
Prüfphase
ermitteln die Schaltungen 110 und 112 aufgrund
der Signale der Detektionselemente immer die Amplitudenwerte, die
Aufsteigzeitwerte und die Koordinaten der Ereignisse.
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Diese
Werte werden benutzt, um in Echtzeit die Akzeptanztabelle des entsprechenden
Detektionselements abzufragen und den dem Amplitude/Aufsteigzeit-Paar
zugeordneten logischen Wert auszulesen.
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Wenn
dieser Wert "1" ist, wird das Ereignis für die Herstellung
eines Bilds berücksichtigt,
und wenn dieser Wert "0" ist, wird das Ereignis
ignoriert.
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Die
Abfrage der Akzeptanztabellen erfolgt in Echtzeit durch eine Direktadressierung
der betreffenden Tabelle in dem Speicher 120 dank der in
dem Ausgangssignal 112 enthaltenen Werte.
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Die
Modifizierung der Schwellen Tha und Tht kann ebenfalls durch den
Computer 114 erfolgen, gemäß dem oben beschriebenen Verfahren,
um die Detektionseffizienz der verschiedenen Detektionselemente
gleichmäßiger zu
machen.