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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erhalt
von Echtzeitmessungen der Nettoproduktionsraten von Flüssigkeit
und Gas einer Kohlenwasserstoffe produzierenden Quelle mit hoher
Genauigkeit.
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Kohlenwasserstoffe
produzierende Quellen produzieren typischerweise einen zweiphasigen Strom
mit Komponenten einer flüssigen
Phase und einer Gasphase. Diese Phasen werden üblicherweise separiert, beispielsweise
in Gas-Flüssigkeits-Separatoren, so dass
jede Phase nach Wunsch bearbeitet und verwendet werden kann.
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Die
US-A-5,841,020 zeigt
einen Behälter zum
Mischen und Messen von Multiphasenfluiden, welche über eine
Zufuhrleitung zugeführt
werden. Die flüssigen
und gasförmigen
Komponenten werden in dem Behälter
separiert und in einem Flüssigkeitsaufnahmeraum
sowie einem Gasaufnahmeraum gesammelt. An der Trennungsscuhicht
zwischen dem Gasaufnahmeraum und dem Flüssigkeitsaufnahmeraum bildet
sich eine Flüssigkeitsoberfläche, deren jeweilige
Höhe durch
einen Sensor gemessen wird. Die im Behälter befindlichen Fluide werden
durch eine Absaugeinrichtung sowie durch eine damit verbundene Drainageeinrichtung
in der Strömungsrichtung
als Strom aus dem Behälter
wieder heraus herausgesogen und daraufhin vermischt. Die Drainageeinrichtung
ist senkrecht zur Flüssigkeitsoberfläche angeordnet
und hat Öffnungen,
welche beim normaler. Betrieb des Behälters teils unterhalb, teils
oberhalb der Flüssigkeitsoberfläche liegen.
Die Drainageeinrichtung weist im Bereich der Zufuhröffnung eine Venturi-Düse auf, um die Durchflussrate
der gasförmigen
Komponente, die durch die Zufuhröffnung
in die Drainageeinrichtung fließt,
zu messen. Ein Drucksensor ist im Bereich des Gasaufnahmeraumes
befestigt, um den Druck der gasförmigen
Komponente zu messen. Eine Signalauswerteeinrichtung, welche die
gemessenen Werte empfängt,
berechnet anhand der gemessenen Werte eine gesamte Durchflussrate,
eine Durchflussrate der flüssigen
Komponenten sowie eine Durchflussrate der gasförmigen Komponenten.
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Es
ist wünschenswert,
genaue und aktuelle Messungen der Durchflussraten der unterschiedlichen
Produkte einer Kohlenwasserstoffe produzierenden Quelle zu erhalten.
Insbesondere ist es wünschenswert,
genaue und sofortige bzw. Echtzeitmessungen der Komponenten der
flüssigen
Phasen und der Gasphasen des produzierten zweiphasigen Stroms zur
Verfügung
zu stellen.
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Es
ist daher die vorrangige Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der Durchflussrate
einer flüssigen
Phase eines zweiphasigen Stromes in Echtzeit zur Verfügung zu
stellen.
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Es
ist weiterhin erwünscht,
ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung zur Verfügung zu
stellen, bei der die Genauigkeit der Messungen innerhalb von 2%
der tatsächlichen
Produktionsraten liegt.
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Es
ist weiterhin erwünscht,
ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung zur Verfügung zu
stellen, bei denen die Bestimmung der flüssigen Phase bezüglich des
enthaltenen Gases korrigiert wird, und ebenfalls eine genaue Bestimmung der
gesamten Durchflussrate an Gas zur Verfügung gestellt wird.
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Weitere
Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden
beschrieben.
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Die
Aufgaben werden durch die Lehre gemäß der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Besondere
Weiterbildungen sind in den abhängigen
Ansprüchen
angegeben.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung, werden die genannten Ziele und Vorteile auf einfache
Weise erreicht.
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Gemäß der Erfindung
wird ein Verfahren zur Bestimmung der Durchflussrate eines Stromes
einer flüssigen
Phase in einem zweiphasigen Strom in Echtzeit zur Verfügung gestellt,
wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: Bereitstellung eines
Stromes eines zweiphasigen Fluids, umfassend eine Gasphase mit bekannter
Gasdichte und einer flüssigen
Phase mit einer bekannten Flüssigkeitsdichte; Bereitstellung
eines Separators mit einem bekannten Volumengradienten, welcher
mit dem Flüssigkeitsstand
im Separator korrespondiert; Zuführen
des Stromes in den Separator zur Bereitstellung einer separierten
flüssigen
Phase, welche einen Teil der Gasphase als eingelagertes Gas und
eine separierte freie Gasphase im Separator umfasst; Messen der
Dichte der separierten flüssigen
Phase; Messen der zeitlichen Füllstandsänderung
der separierten flüssigen Phase
im Separaton und Bestimmung einer Durchflussrate der flüssigen Phase
anhand der zeitlichen Füllstandsänderung,
der Dichte der separierten flüssigen
Phase, der bekannten Gasdichte und der bekannten Flüssigkeitsdichte.
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Weiterhin
gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein System zur Bestimmung der Durchflussrate der
flüssigen
Phase in einem Zweiphasenstrom, umfassend eine flüssige Phase
mit einer bekannten Flüssigkeitsdichte
und einer Gasphase mit einer bekannten Gasdichte, zur Verfügung gestellt,
wobei das System folgendes aufweist: Einen Separator mit einem bekannten
Volumengradienten, welcher mit dem Flüssigkeitsstand im Separator
korrespondiert; dem Separator zugeordnete Mittel zur Bestimmung einer
gemessenen Dichte der separierten flüssigen Phase im Separator;
dem Separator zugeordnete Mittel zur Bestimmung des Flüssigkeitsstandes
im Separator und zur Bestimmung der zeitlichen Änderung des Flüssigkeitsstandes;
und dem Separator zugeordnete Verarbeitungsmittel zur Bestimmung der
Durchflussrate einer flüssigen
Phase anhand der zeitlichen Änderung
des Flüssigkeitsstandes,
der gemessenen Dichte, der bekannten Flüssigkeitsdichte und der bekannten
Gasdichte.
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Es
folgt eine detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.
Dabei ist:
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1 eine
schematische Ansicht einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
schematische Veranschaulichung der Kalibration des Separationsbehälters, und
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3 die
schematische Veranschaulichung des Betriebes des Systems und des
Verfahrens gemäß der Erfindung.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein System und ein Verfahren zur Bestimmung der Durchflussraten
einer flüssigen
Phase und einer gasförmigen
Phase in einem zweiphasigen Strom in Echtzeit zur Verfügung gestellt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden Messungen. eines Flüssigkeitsstandes und von Dichten
mittels eines Flüssigkeits-Gas-Separators
in Echtzeit erzielt, und mit dem bekannten Volumengradienten des
Separators derart korreliert, dass sofortige bzw. Echtzeit-Messungen
der Durchflussraten der Komponenten an flüssiger Phase und gasförmiger Phase
eines zweiphasigen Stromes zur Verfügung gestellt werden.
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Typischerweise
weist der zweiphasige Strom eine flüssige Phase wie beispielsweise
eine schwere flüssige
Kohlenwasserstoffphase, beispielsweise mit einer API-Dichte von
weniger als etwa 18 (0,946 g/cm3) und eine
Viskosität
von mehr als etwa 300 cp (300 mPa·s) bei 60°F (15,56°C) sowie eine eingeschlossene
Gasphase auf, so wie er von der Kohlenwasserstoff produzierenden
Quelle produziert wird. Beispielsweise wäre das Verfahren und das System gemäß der vorliegenden
Erfindung im Zusammenhang mit einem Fluidstrom sinnvoll, der von
einer Kohlenwasserstoffe produzierenden Quelle produziert wird,
welche typischerweise einen Anteil an flüssigem Kohlenwasserstoff in
Form von schwerem Rohöl
mit einer API-Dichte von 13 umfasst, bei dem bei Standardtemperaturen
und Standarddruck (60°F, 1
atm) eingeschlossenes Kohlenwasserstoffgas einen Anteil von etwa
40% des Gesamtvolumens ausmachen kann. Wenn dieser zweiphasige Strom
dem Separator zugeführt
wird, entweicht eingeschlossenes Gas aus der flüssigen Phase in den oberen
Bereich des Separators, wohingegen sich die flüssige Phase im unteren Bereich
des Separators ansammelt. Das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung ermöglicht
die Erzielung genauer Messwerte für die Durchflussraten der Flüssigkeit
und des Gases in Echtzeit bzw. in sofortiger Weise.
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1 zeigt
schematisch ein System 10 gemäß der vorliegenden Erfindung.
Das System 10 umfasst üblicherweise
einen Separator 12 mit einem Einlass 14 zur Zuführung des
zu separierenden zweiphasigen Stromes, einen Gasauslass 16 für das den Separator 12 verlassende
freie Gas und einen Flüssigkeitsauslass 18 für die den
Separator 12 verlassende separierte Flüssigkeit. Ein Gasdurchflussmesser 20 kann
im Bereich des Gasauslasses 16 geeignet angeordnet werden,
um den Durchfluss des den Separator 12 verlassenden freien
Gases zu messen. Zusätzlich
ist der Separator 12 vorzugsweise mit einem Drucksensor 22,
einem Temperatursensor 24, Einrichtungen 26 zur
Messung der Flüssigkeitsdichte im
Separator 12 und einer Einrichtung 28 zur Messung
des Niveaus der separierten flüssigen
Phase im Separator 12 verknüpft. Das System 10 weist
vorzugsweise zusätzlich
eine Einrichtung 30 zur Messung des Wassergehaltes der
den Separator 12 durch den Auslass 18 verlassenden
separierten Flüssigkeit
auf.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden Flüssigkeitsvolumen
im Separator 12 anhand des Niveaus der darin enthaltenen
Flüssigkeit
bestimmt. Gemäß der vorliegenden
Erfindung und um eine hohe Genauigkeit der Messungen sicherzustellen,
ist der Separator 12 vorzugsweise kalibriert, um so auf einfache
Weise genaue Volumenmessungen, welche mit dem Niveau der im Separator
enthaltenen Flüssigkeit
korrespondieren, zu erhalten, und so einen verlässlichen Volumengradienten,
der mit dem Flüssigkeitsniveau
im Separator korrespondiert, zur Verfügung zu stellen. Vorzugsweise
wird diese Kalibration zumindest zwischen einem bekannten oberen Füllstand 32 und
einem unteren Füllstand 34 im
Separator 12 durchgeführt,
wie dies im Folgenden ausführlicher
diskutiert wird. Das System 10 umfasst weiterhin vorzugsweise
ein Ablassregelventil 36 zur Regelung des Flüssigkeitsdurchflusses
durch den Auslass 18 und kann weiter vorzugsweise einen
Durchflussmesser 38 aufweisen, der im Bereich eines Kalibrationseinlasses 40 angeordnet
ist, wobei der Kalibrationseinlass 40 ein zusätzliches
Kalibrationsventil 42 aufweist, welches, wie ebenfalls
im Folgenden diskutiert wird, auf einfache Weise zur Kalibration
des volumetrischen Raumes im Separator 12, der mit bestimmten
darin aufgenommenen Flüssigkeitsfüllständen korrespondiert,
verwendet werden kann.
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Schließlich weist
das System 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung zusätzlich
einen Prozessor 44 auf, der mit den unterschiedlichen Komponenten des
Systems, wie sie oben aufgeführt
sind, verknüpft ist,
um so relevante Informationen von unterschiedlichen Einrichtungen
des Systems 10 zu erhalten und relevante Informationen,
die für
zukünftige
Kalibrationen und/oder Berechnungen sinnvoll sind, zu speichern.
Der Prozessor 44 ist darauf programmiert oder darauf angepasst,
einschlägige
Informationen, die wie beschrieben erhalten wurden, zu verwenden,
um so genaue Messdaten der Durchflussraten von Flüssigkeit
und Gas nach Wunsch zur Verfügung
zu stellen.
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Der
Separator 12 kann ein beliebiger geeigneter Separationsbehälter sein,
wie er dem Durchschnittsfachmann bekannt ist. Wie oben ausgeführt, ist
eine Kalibration eines Volumengradienten des Separators 12,
der mit dem darin befindlichen Flüssigkeitsniveau korrespondiert,
gemäß der vorliegenden Erfindung
von Vorteil, um so genaue, mit diesem Füllstand korrespondierende volumetrische
Messungen zur Verfügung
zu stellen, die nicht durch irreguläre Geometrien oder zusätzliche
Volumen, die mit der Innenwand des Separators 12 verbunden
sind, ungenau werden. Beispielsweise können Rohrleitungen die zu unterschiedlichen
Anzeigen und Messgeräten führen, bei
Berechnungen, die auf der Geometrie des Separators 12 basieren,
nicht einfach berücksichtigt werden.
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Bezugnehmend
auf 2 wird ein typisches Verfahren gemäß der Erfindung
zur Kalibration des Separators 12 veranschaulicht. Um die
Kalibration des Separators 12 zu beginnen, wird der Separator 12 anfangs
komplett entleert und der Druck wird abgelassen. Der Separator 12 wird
dann mit Wasser gefüllt,
und der Prozessor 40 speichert relevante Volumeninformationen,
die mit dem Wasserstand im Separator 12 korrespondieren,
um so eine Volumenkalibrationstabelle, die den gewünschten
Volumengradienten enthält,
zu beginnen. Das mit dem Flüssigkeitsniveau
korrespondierende Volumen wird mittels des Durchflussmessers 38 gemessen
und an den Prozessor 44 übertragen, so wie dies in 1 dargestellt
ist. Dieser Vorgang kann einmal oder mehrmals wiederholt werden,
bis das Volumen im Separator 12 ausreichend kalibriert
ist, und so das System 10 endgültig zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet ist.
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Bezugnehmend
auf 3 wird ein Betriebsverfahren des Systems 10 gemäß der vorliegenden Erfindung
veranschaulicht. Zu Beginn des Betriebes verfügt der Prozessor 44 bereits über bestimmte
bekannte Informationen über
die zu messenden Fluide, die von einer bestimmten Kohlenwasserstoffquelle oder
einer anderen Quelle eines zweiphasigen Stromes produziert werden.
Diese bekannten Informationen umfassen die Dichte der Gasphase und
der flüssigen
Phase. Das Ablassventil 36 ist geschlossen und der zweiphasige
Strom wird dem Separator 12 durch den Einlass 14 zugeführt. Dies
startet einen Befüllungszyklus,
während
dem sich der Separator 12 mit einem zweiphasigen Strom
füllt,
um so separiertes freies Gas in einem oberen Bereich 46 des
Separators 12 und weiterhin eine separierte flüssige Phase
in einem unteren Bereich 48 des Separators 12 zur
Verfügung
zu stellen. Die Durchflussrate des separierten freien Gases wird
gemessen und vom Prozessor 44 gespeichert. Der Anteil der
separierten flüssigen
Phase wird zu diesem Zeitpunkt nach wie vor eine gewisse Menge an
eingeschlossenem Gas enthalten. Während sich der Separator 12 in
Richtung des bekannten oberen Füllstands 32 füllt, wird die
Dichte der separierten flüssigen
Phase im Separator 12 mit Hilfe von Einrichtungen 26 zur
Messung der Dichte gemessen, und diese Information wird an den Prozessor 44 übertragen.
Dies wiederholt sich, bis das Niveau der separierten flüssigen Phase
im Separator 12 den oberen Füllstand 32 erreicht,
woraufhin der Prozessor 44 das Ablassventil 36 öffnet und
ein Ablasszyklus beginnt und so lange fortgesetzt wird, bis das
Niveau der separierten Flüssigkeit im
Separator den unteren Füllstand 34 erreicht.
Zu diesem Zeitpunkt kann der Prozessor 44, der zusätzlich die
Zeitspannen für
die Befüllungs-
und Entleerungszyklen überwacht
und gespeichert hat, die gewünschten
Durchflussraten der flüssigen
und gasförmigen
Phase anhand der gemessenen Dichte der separierten flüssigen Phase,
der bekannten Dichte der Gasphase, der bekannten Dichte der flüssigen Phase,
der gemessenen Durchflussrate des freien Gases durch den Auslass 16 und
der Zeitdauer zwischen dem oberen Füllstand 32 und dem
unteren Füllstand 34 auf
einfache Weise bestimmen. Diese Information wird in Echtzeit und
in genauer Weise zur Verfügung gestellt.
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Es
ist wohlbekannt, dass die flüssige
Kohlenwasserstoffphase, die von einem zweiphasigen Kohlenwasserstoffstrom
separiert wird, wobei letzterer von einer Kohlenwasserstoff produzierenden
Quelle produziert wird, typischerweise Wasser sowie flüssige Kohlenwasserstoffe
enthält.
Sofern dies der Fall ist, wird eine Einrichtung 30 zur
Messung des Wassergehaltes einer den Separator 12 durch
den Auslass 18 verlassenen flüssigen Phase zur Verfügung gestellt,
um den Wassergehalt der flüssigen
Phase zu messen und diese Information dem Prozessor 44 zur
Verfügung
zu stellen, um so das bekannte Volumen der flüssigen Phase genauer vorhersagen
zu können,
und um zusätzlich
die Bestimmung bzw. Messung der aktuellen Durchflussrate an flüssigen Kohlenwasserstoffen
und an Wasser zu ermöglichen.
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Das
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung ermöglicht
extrem genaue Messungen. Dies beruht teilweise darauf, dass die
Dichten von Gasen und von Flüssigkeiten
einen deutlichen Unterschied zueinander aufweisen. Insbesondere
sind die Dichten von Gasen ungefähr
tausend mal kleiner als die typischen in Rede stehende Flüssigkeitsdichten.
Daher können
die Gasdichten annähernd
als Null behandelt werden. Dies führt zu einer Unsicherheit bzw. zu
einem Fehler von 0,1%. Typischerweise hat ein Densitometer oder
eine andere konventionellerweise verwendete Einrichtung zur Messung
der Dichte, die als Einrichtung 26 sinnvoll wäre, ebenfalls
eine Unsicherheit bzw. einen Fehler von etwa 0,1%. Somit stellt
das System und das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung Messungen zur Verfügung,
welche eine Genauigkeit im Bereich von etwa 2% (Volumen-%), vorzugsweise
innerhalb von etwa 0,2% (Volumen-%), der tatsächlichen Werte aufweisen.
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Gemäß der Erfindung
wird die Abtrennung unter Benutzung eines beliebigen, konventionellen Separators
durchgeführt,
der typischerweise eine Wandstruktur aufweist, die einen Innenraum
bzw. eine Innenkammer bildet, die typischerweise eine im Wesentlichen
zylindrische Form aufweist. Gemäß der Erfindung
wird eine genaue Kalibration des mit unterschiedlichen Flüssigkeitsniveaus
korrespondierenden Flüssigkeitsvolumens
im Separator erzielt und verwendet, um genaue Messwerte zu erhalten, was
im Folgenden ausführlich
beschrieben wird. Der Separator weist typischerweise zusätzliche
Strömungsbereiche
wie Rohre, Messgeräte
und ähnliches
auf, was zu einer irregulären
Geometrie führt und
berück sichtigt
werden muss, um genaue Messwerte des Flüssigkeitsvolumens im Separator
zur Verfügung
zu stellen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung, wird eine Kalibration erstellt, die diese zusätzlichen
Bereiche berücksichtigt,
so dass das Volumen anhand des Flüssigkeitsniveaus ohne diese
Fehlerquelle bestimmt werden kann. Ein Prozessor zur Ausführung des
Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
wird mit der Kalibrationsinformation versehen, so dass, korrespondierend
zu einem bestimmten Flüssigkeitsniveau
im Separator, das Flüssigkeitsvolumen
im Separator mit hoher Genauigkeit in Echtzeit bestimmt werden kann.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird, während
der zweiphasige Strom dem Separator zugeführt wird, der Flüssigkeitsauslass
des Separators gesteuert, um so den Separator zyklisch zwischen
einem Befüllen
und Ablassen der separierten flüssigen Phase
zwischen einem oberen bekannten Füllstand und einem unteren bekannten
Füllstand
im Separator zu betreiben. Durch Messung der Flüssigkeitsdichte mittels konventioneller
Verfahren und durch Messung der Zeitspannen der Befüllungs-
und Entleerungszyklen, kann ein Prozessor, der mit der bekannten
Dichte der flüssigen
Phase und der Dichte der Gasphase programmiert wurde, die Durchflussrate
der flüssigen Phase
und die Durchflussrate der Gasphase, die aufgrund der Separation
des zweiphasigen Stromes resultieren, bestimmen.
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Im
Betrieb wird das Verfahren der vorliegenden Erfindung wie folgt
durchgeführt.
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Ein
zweiphasiger Strom aus flüssigen
und gasförmigen
Kohlenwasserstoffen wird einem Separator zugeführt, der mit einem Prozessor
zur Durchführung
der gewünschten
Messungen und Berechnungen verknüpft
ist. Der Prozessor weist gespeicherte Kalibrationsinformationen
auf, die einen mit einem Flüssigkeitsniveau
im Separator korrespondierenden Volumengradienten derart korrelieren,
dass anhand eines gemessenen Flüssigkeitsniveaus
auf einfache Weise genaue Informationen über das Flüssigkeitsvolumen erhältlich sind.
Der zweiphasige Strom im Separator teilt sich in eine Gasphase,
die den oberen Bereich des Separators füllt, und eine flüssige Phase,
die den unteren Bereich des Separators einnimmt, auf. Die flüssige Phase
im unteren Bereich des Separators wird typischerweise nach wie vor
ein zweiphasiges Fluid umfassen, das einen flüssigen Kohlenwasserstoff und
einen Anteil an Gas, der darin eingeschlossen verbleibt, aufweist.
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Gemäß der Erfindung
ermöglicht
eine Messung der Dichte der separierten flüssigen Phase gemeinsam mit
den bekannten Dichten der flüssigen und
der gasförmigen
Phase, die Bestimmung des Anteils an Gas, der in der flüssigen Phase
eingeschlossen verbleibt, so dass eine genauere Bestimmung der tatsächlichen
flüssigen
(insbesondere Kohlenwasserstoffe und Wasser) und der gasförmigen Phase
ermöglicht
wird.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird die Dichte der den Separator verlassenden flüssigen Phase
gemessen und Zeitmessungen werden beim Betrieb des Separators in
einem Befüllungs-
und einem Entleerungsmodus aufgenommen, um so das Nettovolumen der
flüssigen
Phase und das Nettovolumen der Gasphase für diese Zeitspannen in hoher Genauigkeit
zu bestimmen, um so die gewünschten Durchflussraten
der flüssigen
und der gasförmigen Phase
in Echtzeit zur Verfügung
zu stellen. Das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung
ermöglichen
auf vorteilhafte Weise die Bestimmung von Messwerten in Echtzeit
mit einer Genauigkeit innerhalb von etwa 2% und vorzugsweise einer
Genauigkeit innerhalb von etwa 0,2% vom tatsächlichen Durchfluss.
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In
manchen Fällen
kann der zweiphasige Strom auch Wasser beinhalten. Das Verfahren
und die Vorrichtung gemäß der Erfindung
ermöglichen die
genaue Bestimmung der Durchflussrate von Wasser, getrennt von der
Durchflussrate des flüssigen
Kohlenwasserstoffes. In dieser Hinsicht kann eine Einrichtung zur
Messung des Wasserverschnittes bzw. dessen Anteil am Flüssigkeitsstrom,
wie beispielsweise die Einrichtung 30, den Wasser- und Kohlenwasserstoffgehalt
der separierten flüssigen Phase
auf einfache Weise identifizieren. Zusammen mit den bekannten Dichten
von Kohlenwasserstoffen und Wasser ermöglicht diese Information eine
genauere Bestimmung der oben erwähnten
bekannten Dichte der flüssigen
Phase, und ermöglicht
ebenfalls die Bestimmung der aktuellen spezifischen Durchflussrate
von Wasser und der Durchflussrate an flüssigen Kohlenwasserstoffen,
wie dies gemäß der vorliegenden
Erfindung erwünscht
ist.
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Die
Erfindung ist nicht als auf die hierin beschriebenen und gezeigten
Veranschaulichungen beschränkt
aufzufassen, welche lediglich als Veranschaulichung bevorzugter
Möglichkeiten
zur Ausführung
der Erfindung aufzufassen sind.