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DE60010745T2 - Verfahren und vorrichtung zum brennschneiden eines aus stahl hergestellen werkstückes - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum brennschneiden eines aus stahl hergestellen werkstückes Download PDF

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DE60010745T2
DE60010745T2 DE60010745T DE60010745T DE60010745T2 DE 60010745 T2 DE60010745 T2 DE 60010745T2 DE 60010745 T DE60010745 T DE 60010745T DE 60010745 T DE60010745 T DE 60010745T DE 60010745 T2 DE60010745 T2 DE 60010745T2
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DE
Germany
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cutting
deburring
workpiece
jet
spray
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Veronique Prioretti
Françoise Prioretti-Hacking
Jean-Michel Prioretti
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K7/00Cutting, scarfing, or desurfacing by applying flames
    • B23K7/002Machines, apparatus, or equipment for cutting plane workpieces, e.g. plates
    • B23K7/003Machines, apparatus, or equipment for cutting long articles, e.g. cast stands, plates, in parts of predetermined length

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
  • Laser Beam Processing (AREA)
  • Milling, Broaching, Filing, Reaming, And Others (AREA)
  • Forging (AREA)
  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)
  • Arc Welding In General (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Brennschneiden von Werkstücken aus Stahl, wie beispielsweise Brammen, Bleche, Stränge und Walzblöcke.
  • Der technische Hintergrund ist im Dokument EP-A-0 639 416 aufgezeigt, das eine Zwei-Strang-Brennschneidanlage beschreibt, bei der jeder Strang einen beweglichen pendelartigen Brennschneideschlitten hat. Es kann ebenso auf das Dokument US-A-2 820 420 Bezug genommen werden, das eine Brennschneideanlage beschreibt, die auskragend an einem horizontal verschiebbaren Schlitten befestigt ist, sowie auf das Dokument WO-A-96/10818, das einen Laufkran beschreibt, der von einem vertikal teleskopisch verlängerbaren Arbeitsarm getragen ist.
  • Weiterhin wird auf die Dokumente US-A-2 288 026 und US-A-2 541 344 hingewiesen.
  • Beim Brennschneiden von Werkstücken aus Stahl, und insbesondere in der Stahlindustrie, von Brammen, Blechen, Strängen und Walzblöcken, werden im allgemeinen in Höhe der Ausgangsfläche des Brennschneidestrahls Rückstände nicht verbrannten Flüssigmetalls erzeugt, von dem ein Teil, der nicht durch den Brennschneidestrahl in die umgebende Atmosphäre geschleudert wird, an den Austrittsrändern der Schnittspalte hängen bleibt und dort aushärtet, und zwar über die gesamte Länge der Schnittspalte, wodurch sich ein Schneidegrat in Form eines Wulstes bildet. Daher weist jeder Schnittspaltenrand eines Schneideausgangs am Ende des Schneidevorgangs einen Wulst auf, der aus einer Mischung aus Basismetall und Eisenoxid besteht. Dieser ungewünschte Grat haftet fest am Körper der brenngeschnittenen Stücke und es hat sich als notwendig erwiesen, einen zusätzlichen Arbeitsschritt zum Entfernen dieser Grate vorzusehen, deren Größe von der Beschaffenheit des vorliegenden Stahls, der Schnittgeschwindigkeit und der Art und Einstellungen der Brennschneidevorrichtung abhängt. Das Abnehmen der Grate erfolgt im allgemeinen durch Entgraten, wobei dies manuell unter Verwendung eines Schneidbrenners, durch Meißeln oder Schleifen oder wiederum mechanisch mit Hilfe einer entsprechenden Vorrichtung durchgeführt werden kann. In jedem Fall handelt es sich hier um eine zusätzliche Behandlung, die sich durch erhöhte Kosten sehr nachteilig auf den Selbstkostenpreis auswirkt.
  • Um dieses Problem zu lösen, wurde bereits ein Verfahren zum Brennschneiden eines Werkstückes aus Stahl vorgeschlagen, bei dem ein Schneideelement derart positioniert wird, dass der Brennschneidestrahl auf eine erste Fläche des zu schneidenden Werkstückes gerichtet ist, und ein Entgratelement derart positioniert wird, dass der Entgratstrahl in Richtung des Austrittspunktes des Brennschneidestrahls auf eine zweite Fläche gerichtet ist, die der ersten abgewandt ist, um ein gleichzeitiges Entgraten des Schneidegrates durchzuführen, der sich auf der genannten zweiten Fläche bildet, wobei die Positionierung des Schneideelements und des Entgratelements derart ist, dass der Brennschneidestrahl an der oberen Fläche des Werkstücks in einer im wesentlichen vertikalen Richtung angreift, während der Entgratstrahl an der unteren Fläche des genannten Werkstücks in einer schrägen Richtung angreift, die auf den Austrittspunkt des Brennschneidestrahls gerichtet bleibt, wobei das Schneiden und das gleichzeitige Entgraten durch eine synchrone horizontale Verschiebung des Schneideelements und des Entgratelements erfolgen. In diesem Zusammenhang wird auf die Dokumente EP-A-0 017 807 (&US-A-4 336 078) und DE-A-29 43 539 verwiesen.
  • Im Falle des Stranggussverfahrens wurde bereits eine Vorrichtung zum Brennschneiden und zugehörigen Entgraten vorgeschlagen, bei der ein Schneideelement derart positioniert wird, dass der Brennschneidestrahl auf eine erste Fläche des zu schneidenden Werkstückes gerichtet ist, und ein Entgratelement derart positioniert wird, dass der Entgratstrahl in Richtung des Austrittspunktes des Brennschneidestrahls auf eine zweite Fläche gerichtet ist, die der ersten abgewandt ist, um ein gleichzeitiges Entgraten des Schneidegrates durchzuführen, der sich auf der genannten zweiten Fläche bildet. Ein derartiges Verfahren ist im Dokument WO-A-99/16570 beschrieben. Bei diesem Verfahren erfolgt die Positionierung des Schneidelements und des Entgratelements durch direkte Referenzierung auf dem kontinuierlichen Strang mit Hilfe einer beweglichen Zange. Sobald die Referenzierung erfolgt ist, werden das Schneideelement und das Entgratelement parallel zu den Seitenflächen des Strangs heruntergelassen, so dass durch horizontales Angreifen einer Seitenfläche des Strangs ein progressives Schneiden von oben nach unten und durch einen konstant nach unten gerichteten Angriff auf die andere Seitenfläche ein gleichzeitiges Entfernen des Schneidegrates, der sich auf dieser anderen Seitenfläche bildet, erfolgt. Somit ist bei dieser Technik der Brennschneidestrahl horizontal und in Richtung einer Seitenfläche des Strangs gerichtet, und zwar während der gesamten Dauer des Schneidevorgangs.
  • Diese Technik ist sicher vorteilhaft zum Brennschneiden in Stranggussverfahren einzusetzen, doch zum Brennschneiden von anderen Stahlprodukten ist sie nur begrenzt geeignet.
  • Vor allem ist festzustellen, dass sich dieses Verfahren nicht zum Brennschneiden von Brammen oder anderen sehr breiten Werkstücken eignet. Da das Brennschneiden horizontal erfolgt, ist eine derartige Anordnung nicht möglich, wenn das zu schneidende Werkstück eine große Breite hat, wie bei Brammen oder Blechen der Fall. Es ist utopisch, das zu schneidende Werkstück mit den Referenz-Zangen einspannen zu wollen und insbesondere einen Brennschneidestrahl zu realisieren, der ausreicht, um den Schnitt über die gesamte Breite des Werkstücks zu erzielen.
  • Diese Technik eignet sich weiterhin nicht für Schneidvorgänge in Längsrichtung, das heißt zum Schneiden von Werkstücken in ihrer Länge. Ein derartiges Schneiden erfolgt im Fall von Brammen oder Blechen häufig. Diese Technik ist sowohl in physikalischer Hinsicht für Brammen im Strangguss, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht bei Brammen und Blechen außerhalb des Stranggusses ungeeignet, da die nötige Handhabung der Werkstücke kostspielig ist oder zur Umsetzung der Technik sehr große und komplexe Anlagen eingesetzt werden müssen.
  • In jedem Fall wurde in der Praxis im Ausgangsbereich des Brennschneidestrahls eine starke Rauchentwicklung beobachtet, die durch das Nachverbrennen von Rückständen nicht verbrannten Flüssigmetalls entsteht, das von dem Brennschneidestrahl und dem Entgratstrahl weggeschleudert wird.
  • Die Erfindung ist auf eine Brennschneidetechnik gerichtet, durch welche die vorstehend beschriebenen Nachteile und/oder Beschränkungen behoben werden können.
  • Die Erfindung ist daher auf ein Verfahren zum Brennschneiden eines Werkstücks aus Stahl sowie auf eine Vorrichtung zur Umsetzung dieses Verfahrens gerichtet, die dazu imstande sind, unabhängig von der Breite des zu schneidenden Werkstücks ein gleichmäßiges Schneiden von sehr unterschiedlichen Stahlstücken zu erzielen ohne einen Schneidegrat entstehen zu lassen, wobei zugleich die Rauchentwicklung verringert wird. Anhand der untersuchten Technik soll es ins besondere möglich sein, Längsschnitte unter technisch und wirtschaftlich optimalen Bedingungen durchzuführen.
  • Dieses Problem ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Brennschneiden eines Werkstückes aus Stahl, bei dem ein Schneideelement derart positioniert wird, dass der Brennschneidestrahl auf eine erste Fläche des zu schneidenden Werkstückes gerichtet ist, und ein Entgratelement derart positioniert wird, dass der Entgratstrahl in Richtung des Austrittspunktes des Brennschneidestrahls auf eine zweite Fläche gerichtet ist, die der ersten abgewandt ist, um ein gleichzeitiges Entfernen des Schneidegrates durchzuführen, der sich auf der genannten zweiten Fläche bildet, wobei die Positionierung des Schneideelements und des Entgratelements derart ist, dass der Brennschneidestrahl an der oberen Fläche des Werkstücks in einer im wesentlichen vertikalen Richtung angreift, während der Entgratstrahl an der unteren Fläche des genannten Werkstücks in einer schrägen Richtung angreift, die auf den Austrittspunkt des Brennschneidestrahls gerichtet bleibt, wobei das Schneiden und das gleichzeitige Entgraten durch eine synchrone horizontale Verschiebung des Schneideelements und des Entgratelements erfolgen, und wobei sich das Verfahren dadurch auszeichnet, dass unter dem Werkstück ein Sprühelement positioniert wird, derart, dass während des Schneidevorgangs in Richtung der von dem Brennschneidestrahl weggeschleuderten schmelzflüssigen Partikel ein Fluidstrahl gesprüht wird, um die Rauchentwicklungen zu verringern.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Sprühstrahl auf den Scheitel der Fallparabel der schmelzflüssigen Partikel gerichtet.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass das Sprühelement synchron mit dem Schneideelement und dem Entgratelement horizontal verschoben wird, wobei der Brennschneidestrahl, der Entgratstrahl und der Sprühstrahl in einer gleichen vertikalen Ebene verbleiben.
  • Des Weiteren besteht eine bevorzugte Ausführungsform darin, dass das Sprühelement von dem Träger des Entgratelements getragen ist, der den Brennschnittspalt durchläuft.
  • Auch ein Vorteil liegt darin, den Träger des Entgratelements und des Sprühelements derart vorzusehen, dass er während des Brennschneidevorgangs in eine vertikale Schwingung versetzt wird. Ein derartiges in vertikale Schwingung Versetzen ermöglicht es, den Vorschub des den Brennschnittspalt durchsetzenden Trägers zu erleichtern.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Umsetzung des vorstehend genannten Brennschneideverfahrens, wobei sich die Vorrichtung dadurch auszeichnet, dass sie einen Wagen umfasst, der auf zugehörigen Schienen horizontal verschiebbar ist, wobei der Wagen Träger für ein Schneideelement und ein Entgratelement trägt, die senkrecht über dem zu schneidenden Werkstück angeordnet sind, und wobei der Träger des Entgratelements eine dünne Lamelle umfasst, die dazu bestimmt ist, den Brennschnittspalt zu durchlaufen, wobei die dünne Lamelle, die das Entgratelement trägt, ferner ein Fluidsprühelement trägt.
  • Das Vorhandensein dieser Lamelle ist insofern äußerst zweckmäßig, als eine derartige Anordnung es ermöglicht, die Halterung für das Schneideelement, das Entgratelement und das Sprühelement oberhalb des zu schneidenden Werkstücks vorzusehen, wobei der unterhalb des Werkstücks gelegene Platz vollkommen freigehalten ist. Ferner ist durch die Steifigkeit der dünnen Lamelle das relative Positionieren der unterschiedlichen getragenen Elemente sowohl in ihrer Position als auch in ihrer Neigung sichergestellt.
  • Vorteilhafterweise ist sowohl das Entgratelement als auch das Sprühelement am Ende der dünnen Lamelle befestigt, wobei sie jeweils in einem jeweiligen vorgegebenen Winkel nach oben geneigt sind.
  • Das Zuführen der für das Entgratelement und das Sprühelement notwendigen Fluide kann durch unter dem zu schneidenden Werkstück angeordnete Mittel erfolgen. Um jedoch den Nachteilen, die aufgrund der Abgabe von Flüssigmetall zu erwarten sind, entgegenzuwirken, ist es zweckmäßig, ein Zuführen von oberhalb des Werkstücks vorzusehen.
  • Daher ist gemäß einer weiteren vorteilhaften Eigenschaft eine dünne Lamelle vorgesehen, die hohl ist, um das notwendige Fluid oder die notwendigen Fluide zuzuführen.
  • Ferner ist es zweckmäßig, die Lamelle derart vorzusehen, dass diese an einen Schwingungserzeuger gekoppelt ist, der Schwingungen mit geringer Amplitude in einer vertikalen Richtung erzeugen kann, wodurch das Risiko verringert wird, dass Metalltropfen in dem Brennschnittspalt haften bleiben, so dass das Vorankommen der dünnen Lamelle beim Brennschneidevorgang sichergestellt ist.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Träger für das Schneideelement, das Entgratelement und das Sprühelement individuell in einer vertikalen Richtung in ihrer Position einstellbar sind. Dieses individuelle Einstellen ist wichtig, um eine Anpassung an zu schneidende Werkstück unterschiedlicher Dicke vornehmen zu können.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsvariante verschiebt sich der Wagen entlang dem Werkstück und trägt einen Kragarm, an dem die Träger für das Schneideelement, das Entgratelement und das Sprühelement mittels eines Bügels, der verschiebbar an dem Kragarm gelagert ist, befestigt sind.
  • Alternativ ist es im Falle des Brennschneidens eines stranggegossenen Werkstücks von Vorteil vorzusehen, dass sich der Wagen oberhalb des Werkstücks verschiebt und eine bewegliche Zange trägt, die dazu bestimmt ist, das genannte Werkstück an ihren Seitenflächen einzuspannen, wobei der Wagen einen lösbaren Rahmen aufnehmen kann, der einen Schlitten trägt, der transversal zur Gussrichtung verschiebbar ist und die Träger für das Schneideelement, das Entgratelement und das Sprühelement trägt. Dies ermöglicht insbesondere die Verwendung der in dem erwähnten Dokument WO-A-99/16570 beschriebenen Anlage durch Ersetzen der Schneide- und Entgratanordnung mit horizontalem Brennschneidestrahl durch eine andere fest mit dem beweglichen Wagen verbundene Anordnung mit einem erfindungsgemäßen vertikalen Brennschneidestrahl.
  • Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung und der Zeichnungen, die bestimmte Ausführungsbeispiele betreffen, deutlich. Es wird auf die Figuren Bezug genommen, in denen:
  • 1 eine schematische Darstellung einer Anlage zur Umsetzung des erfindungsgemäßen Brennschneideverfahrens ist, wobei hier eine erste Ausführungsform gezeigt ist, bei der zwei separate Wagen eingesetzt werden, deren horizontale Verschiebung synchron erfolgt;
  • 2 eine schematische Darstellung einer weiteren Variante zur Umsetzung des erfindungsgemäßen Brennschneideverfahrens ist, bei der der Träger des Entgratelements und des Sprühelements den Brennschnittspalt durchläuft;
  • 3 eine vergrößerte Darstellung der bei der vorhergehenden Variante verwendeten Elemente ist, wobei eine dünne Lamelle das Entgratelement und Sprühelement trägt;
  • 4 eine Endansicht der in 3 dargestellten Elemente ist, anhand der das Durchlaufen des Brennschnittspalts durch die dünne Lamelle gut zu erkennen ist;
  • 5 eine Schnittansicht entlang V-V der 3 ist, anhand der der Leitungsverlauf der Fluide im Innern der dünnen Lamelle gut zu erkennen ist;
  • 6 und 7 eine End- bzw. Schnittansicht einer Vorrichtungsausführung zur Um setzung des Verfahrens ist, wobei sich ein tragender Wagen seitlich entlang dem zu schneidenden Werkstück bewegt;
  • 8 und 9 eine Seiten- bzw. Endansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist, bei denen sich der Wagen oberhalb eines stranggegossenen Werkstückes verschiebt und eine bewegliche Zange trägt, die dazu vorgesehen ist, das Werkstück einzuspannen.
  • 1 zeigt ein Werkstück aus Stahl, wie beispielsweise eine Bramme, einen Strang oder einen Walzblock, das gemäß dem erfindungsgemäßen Brennschneideverfahren geschnitten wird. Das zu schneidende Werkstück 1 hat eine obere Fläche 1.1 und eine untere Fläche 1.2 und liegt horizontal auf in der Figur nicht dargestellten Auflagen. Ein Wagen 2 kann sich mit Hilfe von Rollen 4 auf Schienen 3 bewegen und trägt mittels eines starren Trägers 16 ein Schneideelement 5, das ein Schneidbrenner ist. Das Schneideelement 5 ist derart angeordnet, dass der mit 6 bezeichnete Brennschneidestrahl die obere Fläche 1.1 des Werkstücks 1 in einer im wesentlichen vertikalen Richtung angreift. Unterhalb des Werkstücks 1 ist ein weiterer Wagen 7 vorgesehen, der durch zugehörige Räder 9 auf Schienen 8 verschiebbar ist. Dieser Wagen 7 trägt über einen Träger 17 ein Entgrat element 10, das derart angeordnet ist, dass der mit 12 bezeichnete Entgratstrahl die untere Fläche 1.2 des Werkstücks 1 in einer schrägen Richtung angreift, die auf den Austrittspunkt 14 des Brennschneidestrahls 6 gerichtet bleibt.
  • Bei dieser Ausführungsform, die insbesondere für einen Schneidvorgang in Längsrichtung vorgesehen ist, erfolgen das zugleich ablaufende Schneiden und Entgraten durch synchrones horizontales Verschieben des Schneideelements 5 und des Entgratelements 10 durch ein entsprechendes Steuern der Verschiebung des jeweiligen Wagens, 2, 7. Es ist zu erwähnen, dass das durch den Schneidbrenner durchgeführte Entgraten während des Schneidens „von unten her" erfolgt, d.h. unterhalb des Werkstücks, was gegenüber herkömmlichen Systemen mit horizontalem Brennschneidestrahl, wie beispielsweise im oben genannten Dokument WO-A-99/16570 beschrieben, von Vorteil ist. Das von unten her erfolgende Entgraten ist tatsächlich insofern besonders effizient als sich der Grat aufgrund der Gravitationskraft in dieser Position leicht löst und ein leichteres und schnelleres Abfallen des Grats erzielt ist. Da das Entgratelement 10 ferner hinter dem Brennschneidestrahl angeordnet ist, wird das Wegschleudern der Partikel stromabwärts nicht durch en in der Nähe befindliches Hindernis gestört.
  • In 1 ist ferner ein Sprühelement 11 zu sehen, das an einem zugehörigen Träger 18 befestigt ist, der von einem Wagen 7 getragen ist, der das Entgratelement 10 trägt.
  • Somit wird das Sprühelement 11 derart unter dem Werkstück 1 positioniert, dass während des Schneidevorgangs in Richtung der von dem Brennschneidestrahl 6 weggeschleuderten schmelzflüssigen Partikel ein Fluidstrahl 13 gesprüht wird, um die Rauchentwicklungen zu verringern. In der Praxis ist die Anordnung des Schneideeements 5, des Entgratelements 10 und des Sprühelements 11 derart, dass sich die drei Strahlen 6, 12, 13 jeweils in einer gleichen vertikalen Ebene entlang des Schneidvorgangs fortsetzen. Das Sprühfluid, das aus Wasser oder Sauerstoff bestehen kann, stellt gegenüber glühenden Partikeln eine Löschfunktion sicher. Durch diese Abgabe von kaltem Fluid an die nachbrennenden Stahlpartikel aus dem Brennschneidestrahl und dem Entgratstrahl, wird die Menge des sich entwickelnden Rauchs erheblich gesenkt.
  • Bei der soeben beschriebenen Ausführungsform ist der Träger des Schneidelements einerseits und der Träger des Entgrat- und des Sprühelements anderer seits zu beiden Seiten des zu schneidenden Werkstücks angeordnet. Dies bedarf einer exakten Synchronisierung der Steuerung des Vorschubs der beiden Wagen 2 und 7, damit die Strahlen 12 und 13 gegenüber dem Austritt des Brennschneidestrahls 6, der vor dem mit 1.3 bezeichneten Brennschnittspalt angeordnet ist, immer korrekt ausgerichtet sind. Die Erfindung sieht jedoch auch eine Ausführungsvariante vor, bei der die Träger auf einer gleichen Seite des zu schneidenden Werkstücks getragen und insbesondere oberhalb des Werkstücks angeordnet sind.
  • In Folgenden wird eine derartige, in 2 schematisch dargestellte Ausführungsform beschrieben.
  • Erfindungsgemäß ist das synchrone Verschieben des Schneideelements 5, des Entgratelements 10 und des Sprühelements 11 realisiert, indem die jeweiligen Träger dieser Elemente auf einer gleichen Seite des Werkstücks angeordnet sind, wobei einer der Träger den Brennschnittspalt 1.3 durchläuft. Im vorliegenden Fall sind die Träger 17 und 18 des Entgratelements 10 und des Sprühelements 11 an einem gemeinsamen Träger miteinander verbunden, der eine Lamelle 20 ist, die ausreichend dünn ist, um den Brennschnittspalt 1.3 durchlaufen zu können. Somit sind die Träger 16, 20 des Schneideelements 5 und des Entgratelements 10 über dem Werkstück 1 angeordnet und der Träger 20 des Entgratelements durchläuft den Brennschnittspalt 1.3. Es ist natürlich auch eine umgekehrte Ausführung denkbar, bei der der Wagen 2 nicht senkrecht über dem Werkstück 1 angeordnet wäre, sondern unter diesem. Es ist jedoch zweckmäßiger, eine darüberliegende Anordnung vorzusehen, da es so möglich ist, den Raum unterhalb des zu schneidenden Werkstücks vollkommen frei zu halten.
  • Der von der Lamelle 20 gebildete starre Träger, der den Brennspalt 1.3 durchläuft, erlaubt es, ein kompliziertes Synchronisieren der beiden separaten Wagen zu vermeiden und gewährleistet die Einhaltung der relativen Positionierung der drei Elemente 5, 10, 11 und somit die perfekte Positionierung der drei zugehörigen Strahlen 6, 12, 13.
  • Wie bereits bei 1 der Fall, trägt die dünne Lamelle 20 ein Sprühelement 11, dessen Strahl 13 in Richtung der von dem Brennschneidestrahl 6 weggeschleuderten schmelzflüssigen Partikel gerichtet ist. Es ist zweckmäßig, vorzusehen, dass der Sprühstrahl 13 in Richtung des mit 15 bezeichneten Bereichs zeigt, wel cher der Scheitelzone der Fallparabel der schmelzflüssigen Partikel entspricht. Somit unterliegen die Partikel zuerst der kinetischen Energie des Brennschneidestrahls 6 und des Entgratstrahls 12 und deren Bahn hat vor Beginn einer parabolischen Bahn, die ausschließlich dem Einfluss der Schwerkraft entspricht, einen Wendepunkt mit horizontaler Tangente. Dieser Wendepunkt, der dem vorstehend genannten Bereich 15 entspricht, bildet den idealen Zielpunkt für den Sprühstrahl, da die Partikel somit eine Geschwindigkeit von im wesentlichen null aufweisen.
  • Anhand der 3 bis 5 ist die Anordnung des Schneideelements 5, des Entgratelements 10 und des Sprühelements 11 mit den jeweiligen Strahlen 6, 12, 13 gut zu erkennen. In einer Schnittansicht ist die dünne Lamelle 20 zu sehen, welche die Elemente 10, 11 trägt und im vorliegenden Fall hohl ist, um die notwendigen Fluide zuzuführen. Es sind zwei Leitungen 21, 22 zu sehen, die zu den Innenräumen 23, 24 der Elemente 10, 11 führen, um die betreffenden Fluide zuzuführen, die über die Einmündungen 25, 26 ankommen. Das Entgratfluid ist allgemein Sauerstoff, es kann jedoch auch Wasser vorgesehen sein sowie jedes entsprechende Fluid. Zum Sprühen wird allgemein kaltes Wasser verwendet. Interessanterweise ist festzustellen, dass das Vorhandensein von kaltem Wasser in der dünnen Lamelle vorteilhaft für die Kühlung dieses Elements während dem Schneidevorgang und nach Beenden dieses Vorgangs ist.
  • Das Entgratelement 10 und das Sprühelement 11 sind beide am Ende der dünnen Lamelle 20 befestigt, wobei sie jeweils in einem vorbestimmten Winkel nach oben hin ausgerichtet sind. Diese Winkel werden derart gewählt, dass der Entgratvorgang für den Strahl 12, der auf den Austrittspunkt 14 des Brennschneidestrahl 6 gerichtet ist, und der Sprühvorgang für den Strahl 13, der auf die Scheitelzone der Fallparabel der schmelzflüssigen Partikel gerichtet ist, optimiert ist. In der Praxis sind die Träger des Schneideelements 5, des Entgratelements 10 und des Sprühelements 11 in vertikaler Richtung ausrichtbar. Durch das separate Einstellen des Schneidelements 5 und der Lamelle 20 kann somit eine Anpassung auf unterschiedlich Dicke zu schneidende Werkstücke vorgenommen werden.
  • Es ist ferner von Vorteil, die Lamelle 20 derart vorzusehen, dass sie an einen Schwingungserzeuger gekoppelt ist, der Schwingungen geringer Amplitude in vertikaler Richtung erzeugen kann. Ein solcher (nicht dargestellter) Schwingungserzeuger ist vorzugsweise in den Träger der dünnen Lamelle 20 integriert. Indem die dünne Lamelle 20 während dem Brennschneidevorgang in vertikale Schwingung versetzt wird, werden mögliche Metalltropfen, die sich im Brennschnittspalt an die Lamelle haften, abgeschüttelt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der Vorschub der Elemente 5, 10, 11 beim Brennschneidevorgang nicht behindert ist.
  • Im Folgenden wird eine bestimmte Ausführungsform der Vorrichtung zum Umsetzen des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Bezugnahme auf die 6 und 7 beschrieben.
  • Die zu schneidende Bramme 1 ist auf einem Längsschneidebereich 17 angeordnet, der mit einem Graben 18 zur Abgabe des Brennschneidestrahls ausgestattet ist. Ein motorgetriebener Wagen 102 verschiebt sich parallel zur Längsachse der Bramme mit Hilfe von Rollen 104 auf einer Bahn 103 entlang dem Werkstück 1. Der Wagen 102 trägt einen Kragarm 105, der hier einen rechtwinkligen Querschnitt hat, an dem ein Bügel 106 verschiebbar befestigt ist, der senkrecht über der zu schneidenden Bramme lagert. Der Bügel 106 kann in seiner Position an dem Arm 105 durch eine Schraube 107 fixiert sein. Wie noch besser in 3 zu sehen, trägt der Bügel 106 die Träger 16, 17, die jeweils mit dem Schneideelement 5, und dem Entgrat- und dem Sprühelement 10, 11 verbunden sind. Die Träger 16, 17 sind abnehmbar mit dem Bügel 106 verbunden, wobei durch ein Element zum Einstellen der Höhe ein entsprechendes Positionieren der Elemente ermöglicht ist. Das Verschieben der Träger 16, 17 erfolgt vertikal in einer Ebene, die der Ebene der drei Strahlen 6, 12, 13 entspricht. Jeder Träger 16, 17 kann durch die entsprechenden Schrauben 108, 109 in der gewünschten Höhe blockiert werden. Anhand der 3 ist die genaue geometrische Lage der relativen Position des Brennschneidestrahls 6, des Entgratstrahls 12 und des Sprühstrahls 13 zu sehen. Weiterhin sind hier die Zufuhrleitungen für die verschiedenen Elemente dargestellt, die an die oberen Enden der Träger 16, 17 angeschlossen sind. Man erkennt die Leitungen 110, 111, die dafür sorgen, dass das Schneideelement mit Sauerstoff zum Erhitzen und Schneiden sowie mit Brenngas versorgt wird, während die Leitungen 112, 113, dafür sorgen, dass das Entgratelement und das Sprühelement mit Sauerstoff oder Wasser zum Entgraten und mit Wasser zum Löschen der Nachverbrennung versorgt werden.
  • Im Folgenden wird im Bezug auf 8 und 9 eine weitere Ausführungsform beschrieben, die als Ausstattung einer Brennschneidevorrichtung der Art, die in dem Dokument WO-A-99/16570 beschrieben ist, dient. Die bekannte Vorrichtung, die insbesondere zum Brennschneiden eines stranggegossenen Werkstücks vor gesehen ist, umfasst einen Wagen, der mit einer beweglichen Zange ausgestattet ist, die dazu bestimmt ist, das Werkstück mittels ihrer Seitenflächen einzuspannen. Bei der bekannten Vorrichtung ist alternativ zum Pendel-Schneidesystem ohne Entfernen des Schneidegrates ein Rahmensystem vorgesehen, das ein Schneideelement und ein Entgratelement trägt, die derart angeordnet sind, dass der Brennschneidestrahl horizontal ist. Somit genügt es, diese Schneideanordnung durch eine erfindungsgemäße Anordnung auszutauschen, um einen Schnitt mit vertikalem Brennschneidestrahl zu erzielen, wobei ein Entgraten und ein Besprühen des stranggegossenen Werkstücks von unten erfolgt. Auf diese Weise können viele der bereits an der bekannten Vorrichtung verwendete Elemente genützt werden.
  • Schematisch sind hier die unterschiedlichen Bestandteile der Vorrichtung aufgezeigt und für nähere Details wird auf das Dokument WO-A-99/16570 verwiesen.
  • Es ist ein Wagen 202 zu sehen, der sich über Rollen 203 auf zugehörigen Schienen 204 verschiebt, die senkrecht über dem zu schneidenden Produkt 1 angeordnet sind. Die beiden Arme 205 einer beweglichen Zange, die an fest mit dem Wagen 202 verbundenen Bügeln 206 schwenkbar angeordnet sind, können durch Betätigung einer zugehörigen Spannvorrichtung 207 angenähert oder entfernt werden. Das stranggegossene Werkstück 1 wird auf Tragrollen A verschoben und der Wagen 202 wird, wenn die beweglichen Zange 205 gespannt ist, von der Bewegung des zu schneidenden Werkstücks angetrieben. Auf diese Weise ist die Synchronisierung mit der Bewegung des Werkstücks vollkommen sichergestellt. Ein motorisierter Fühler 208 tritt mit dem Produkt in Kontakt, wodurch die durch das zugehörige Schneideelement ausgeführte Brennschneidephase eingeleitet wird. Im vorliegenden Fall wurde das Pendel-Schneideelement oder das herkömmliche Schneideelement mit horizontalem Brennschneidestrahl durch eine erfindungsgemäße Brennschneideanlage ersetzt.
  • Es ist ein beweglicher Rahmen 220 zu erkennen, der durch Schrauben 221 mit der Wagenstruktur 202 verbunden ist. Der bewegliche Rahmen 220 trägt horizontale Gleitschienen 223, zwischen denen sich ein Schlitten 222 horizontal bewegt. Der Schlitten 222 wird von einer horizontalen Gewindespindel 224 angetrieben, die an die Abtriebswelle eines Antriebsmotors 225 gekoppelt ist. Der Schlitten 222 trägt einen Bügel 226, an dem die Träger 16, 17 befestigt sind, die mit dem zugehörigen Schneideelement 5 bzw. mit dem Entgrat- und dem Sprühele ment 10, 11 verbunden sind. Die Höhe der Träger kann natürlich durch Feststellen der zugehörigen Schrauben 227 eingestellt werden.
  • Sobald die Träger 16, 17 derart in Position sind, dass der Brennschneidestrahl und der Entgratstrahl an einem Punkt aufeinandertreffen, der sich in Höhe der Unterseite der zu schneidenden Bramme befindet, reicht es aus, den Betätigungsmotor 225 zu betätigen, um die horizontale Verschiebung der Elemente 5, 10, 11 auszulösen, wodurch eine Schneidephase eingeleitet wird, bei der ein gleichzeitiges Entgraten und Aussprühen von Fluid zur Reduzierung von Rauchentwicklung erfolgt. Die Verschiebung des Schlittens 222 quer zur Strangrichtung erfolgt derart präzise, dass ein perfektes Abnehmen des Schneidegrates in Höhe der Unterseite der Bramme garantiert ist. Durch das aus Gewindespindel 224 und Schlitten 222 gebildete Schrauben-Mutter-System ist eine gleichmäßige und präzise Vorwärtsbewegung der zuvor genannten unterschiedlichen Elemente sichergestellt.
  • Somit ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Brennschneiden erzielt, die ein effizientes Behandeln des Schneidegrats und der Nachverbrennungsauswürfe zur Reduzierung von Rauchentwicklung ermöglichen, wobei diese für alle Arten von zu schneidenden Werkstücken, unabhängig von deren Größe, eingesetzt werden können.

Claims (12)

  1. Verfahren zum Brennschneiden eines Werkstückes aus Stahl, bei dem ein Schneideelement (5) derart positioniert wird, dass der Brennschneidestrahl (6) auf eine erste Fläche des zu schneidenden Werkstückes (1) gerichtet ist, und ein Entgratelement (10) derart positioniert wird, dass der Entgratstrahl (12) in Richtung des Austrittspunktes (14) des Brennschneidestrahls auf eine zweite Fläche gerichtet ist, die der ersten abgewandt ist, um ein gleichzeitiges Entgraten des Schneidegrates durchzuführen, der sich auf der genannten zweiten Fläche bildet, wobei die Positionierung des Schneideelements (5) und des Entgratelements (10) derart ist, dass der Brennschneidestrahl (6) an der oberen Fläche (1.1) des Werkstücks (1) in einer im wesentlichen vertikalen Richtung angreift, während der Entgratstrahl (12) an der unteren Fläche (1.2) des genannten Werkstücks in einer schrägen Richtung angreift, die auf den Austrittspunkt (14) des Brennschneidestrahls (6) gerichtet bleibt, wobei das Schneiden und das gleichzeitige Entgraten durch eine synchrone horizontale Verschiebung des Schneideelements (5) und des Entgratelements (10) erfolgen, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Werkstück (1) ein Sprühelement (11) positioniert wird, derart, dass während des Schneidevorgangs in Richtung der von dem Brennschneidestrahl (6) weggeschleuderten schmelzflüssigen Partikel ein Fluidstrahl (13) gesprüht wird, um die Rauchentwicklungen zu verringern.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprühstrahl (13) auf die Scheitelzone (15) der Fallparabel der schmelzflüssigen Partikel gerichtet ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sprühelement (11) synchron mit dem Schneideelement (5) und dem Entgratelement (6) horizontal verschoben wird, wobei der Brennschneidestrahl (6), der Entgratstrahl (12) und der Sprühstrahl (13) in einer gleichen vertikalen Ebene bleiben.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sprühelement (11) von dem Träger (20) des Entgratelements (10) getragen wird, der den Brennschnittspalt (1.3) durchläuft.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (20) des Entgratelements (10) und des Sprühelements (11) während des Brennschneidevorgangs in eine vertikale Schwingung versetzt wird.
  6. Vorrichtung zum Durchführen des Brennschneideverfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Wagen (2; 102; 202) umfasst, der auf dazugehörigen Schienen horizontal verschiebbar ist, wobei der Wagen Träger (16, 17) für ein Schneideelement (5) und ein Entgratelement (10) trägt, die senkrecht über dem zu schneidenden Werkstück (1) hängen, und wobei der Träger (17) des Entgratelements (10) eine dünne Lamelle (20) enthält, die dazu bestimmt ist, den Brennschnittspalt (1.3) zu durchlaufen, wobei die dünne Lamelle (20), die das Entgratelement (10) trägt, ferner ein Fluidsprühelement (11) trägt.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das Entgratelement (10) als auch das Sprühelement (11) am Ende der dünnen Lamelle (20) befestigt sind, indem sie jeweils nach oben in einem jeweiligen vorgegebenen Winkel geneigt sind.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Lamelle (20) hohl ist, um das bzw. die erforderlichen Fluide zuzuführen.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Lamelle (20) an einen Schwingungserzeuger gekoppelt ist, der Schwingungen mit geringer Amplitude in einer vertikalen Richtung erzeugen kann.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (16, 17) für das Schneideelement (5), das Entgratelement (10) und das Sprühelement (11) individuell in einer vertikalen Richtung in ihrer Position einstellbar sind.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Wagen (102) entlang dem Werkstück (1) verschiebt und einen Kragarm (105) trägt, an dem die Träger (16, 17) für das Schneideelement (5), das Entgratelement (10) und das Sprühelement (11) mittels eines Bügels (106), der verschiebbar an dem Kragarm gelagert ist, befestigt sind.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, zum Brennschneiden eines stranggegossenen Werkstückes, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Wagen (202) über dem Werkstück (1) verschiebt und eine bewegliche Zange (205) trägt, die dazu bestimmt ist, das genannte Werkstück mittels ihrer Seitenflächen einzuspannen, wobei der Wagen einen lösbaren Rahmen (220) aufnehmen kann, der einen Schlitten (222) trägt, der transversal zur Gussrichtung verschiebbar ist, wobei der Schlitten die Träger (16, 17) für das Schneideelement (5), das Entgratelement (10) und das Sprühelement (11) trägt.
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