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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
Polyolefinen, insbesondere Polyethylen oder Polypropylen. Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung die Herstellung eines Polyethylens, das
eine mehrgipflige Molekulargewichtsverteilung, z.B. eine zweigipflige
Molekulargewichtsverteilung, aufweist.
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Es
ist bekannt, Polyethylen in Flüssigphasen-Schlaufenreaktoren
herzustellen, in denen Ethenmonomer und wahlweise ein alpha-olefinisches
Comonomer, das typischerweise 3 bis 10 Kohlenstoffatome aufweist,
durch eine Umlaufpumpe unter Druck in einem Schlaufenreaktor im
Kreislauf geführt
werden. Das Ethenmonomer und das Comonomer, sofern anwesend, sind
in einem flüssigen
Verdünnungsmittel,
wie z.B. einem Alkan, z.B. Isobutan, anwesend. Dem Reaktor kann
auch Wasserstoff hinzugefügt
werden. Auch wird dem Schlaufenreaktor ein Katalysator zugeführt. Der
Katalysator zum Herstellen von Polyethylen kann typischerweise einen
auf Chrom basierten Katalysator, einen Ziegler-Natta-Katalysator
oder einen Metallocenkatalysator umfassen. Die Reaktionsteilnehmer
in dem Verdünnungsmittel
und der Katalysator werden bei einer erhöhten Polymerisationstemperatur
um den Schlaufenreaktor geführt,
wodurch in Abhängigkeit
davon, ob ein Comonomer anwesend ist oder nicht, Polyethylenhomopolymer
oder -copolymer hergestellt wird. Ein Teil der Reaktionsmischung,
einschließlich
des Polyethylenproduktes, das als Aufschlämmungsteilchen in dem Verdünnungsmittel
suspendiert ist, wird zusammen mit nichtumgesetztem Ethen und Comonomer
entweder periodisch oder kontinuierlich aus dem Schlaufenreaktor
entfernt.
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Die
Reaktionsmischung, wenn sie aus dem Schlaufenreaktor entfernt wurde,
kann verarbeitet werden, um das Polyethylenprodukt aus dem Verdünnungsmittel
und den nichtumgesetzten Reaktionsteilnehmern zu entfernen, wobei
das Verdünnungsmittel
und die nichtumgesetzten Reaktionsteilnehmer typischerweise in den Schlaufenreaktor
zurückgeführt werden.
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Alternativ
kann die Reaktionsmischung einem zweiten Schlaufenreaktor, der mit
dem ersten Schlaufenreaktor in Reihe verbunden ist, zugeführt werden,
wo eine zweite Polyethylenfraktion hergestellt werden kann. Wenn
zwei Reaktoren in Reihe in dieser Weise eingesetzt werden, weist
das resultierende Polyethylenprodukt, das eine erste Polyethylenfraktion,
die in dem ersten Reaktor hergestellt wird, und eine zweite Polyethylenfraktion
umfasst, die in dem zweiten Reaktor hergestellt wird, typischerweise
eine zweigipflige Molekulargewichtsverteilung auf.
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Es
ist in dem Fachgebiet bekannt, einen Schlaufenreaktor unter Bedingungen
von hoher Temperatur und Druck zu betreiben, so dass das Verdünnungsmittel
unter überkritischen
Bedingungen vorliegt. Somit liegt das Verdünnungsmittel bei einem Druck,
der größer ist
als der kritische Druck Pc, und bei einer
Temperatur vor, die größer ist
als die kritische Temperatur Tc. Unter diesen
Bedingungen findet kein thermodynamischer Übergang zwischen der Gasphase
und der Flüssigkeitsphase
statt, und das homogene überkritische
Fluid weist die Eigenschaften eines dichten Gases und einer Flüssigkeit
von geringer Dichte auf.
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Z.B.
beschreibt
WO-A-92/12181 ein
Verfahren zum Homo- oder Copolymerisieren von Ethen in der Gegenwart
eines Ziegler-Natta-Katalysators
in einem Schlaufenreaktor unter überkritischen
Bedingungen. Das Verdünnungsmittel,
das sich im überkritischen
Zustand befindet, ist Propan. Es ist offenbart, dass die Benutzung
einer Propanphase in einem überkritischen
Zustand einige Vorteile schafft, nämlich dass der Wasserstoffgehalt
des Reaktors innerhalb eines breiten Bereiches eingestellt werden
kann und keine Druckstoßeffekte
aufgrund der großen
Kompressibilität
des über kritischen
Fluids auftreten, die anderenfalls gewöhnlich die Umlaufpumpe für das Verdünnungsmittel
beschädigen.
Diese Beschreibung macht deutlich, dass Propan und nicht z.B. Isobutan
als ein Verdünnungsmittel
benutzt werden sollte, da die Benutzung von Propan ermöglicht, dass
mehr Polymertypen in dem Reaktor hergestellt werden und auch die
Löslichkeit
von Polyethylen in Propan geringer ist als in Isobutan. Die Beschreibung
offenbart auch, dass, da der Siedepunkt von Propan niedrig ist,
die Kohlenwasserstoffe nach der Polymerisation leicht von den Polymerteilchen
abgetrennt werden können.
Die Beschreibung offenbart, dass zwei Schlaufenreaktoren in Reihe
zum Herstellen von Ethylenpolymeren und/oder -copolymeren, die eine
breite oder zweigipflige Molekulargewichtsverteilung aufweisen,
eingesetzt werden können.
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EP-B-0517868 offenbart
auch ein Mehrstufenverfahren zum Herstellen von Polyethylen, bei
dem überkritische
Bedingungen eingesetzt werden. Es ist offenbart, dass das inerte
Kohlenwasserstoffmedium, das unter überkritischen Bedingungen eingesetzt
wird, Propan ist. Es ist auch offenbart, dass das Polyethylen eine zweigipflige
Molekulargewichtsverteilung aufweisen kann.
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WO-A-96/18662 offenbart
ein Verfahren unter Benutzung überkritischer
Bedingungen zum Herstellen von Polyethylen, das eine mehrgipflige
Molekulargewichtsverteilung aufweisen kann. Wiederum ist offenbart, dass
es vorteilhaft ist, Propan als das inerte Kohlenwasserstoffmedium
unter überkritischen
Bedingungen zu benutzen.
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WO-A-96/34895 offenbart
ein Verfahren zum Herstellen von LLDPE-Polymeren, bei dem wiederum Propan
als ein Reaktionsmedium unter überkritischen
Bedingungen benutzt wird. Die LLDPE-Polymere werden unter Benutzung
eines Metallocenkatalysators hergestellt. Es ist offenbart, dass
die ausgezeichnete Polymermorphologie der Produkte, die mit den Metallocenkatalysatoren
hergestellt werden, zusammen mit der geringen Löslichkeit des Polymers in dem
Verdünnungsmittel
und der verhältnismäßig niedrigen
Dichte des Verdünnungsmittels,
besonders unter überkritischen
Bedingungen, zu sehr guten Absetzeigenschaften des Polymers und
somit zu effizientem Reaktorbetrieb (d.h. Verdünnungsmittelstrom in den Reaktor
kann minimiert werden) führt.
Es findet sich jedoch keine Offenbarung einer speziellen Reaktorstruktur,
die angibt, wie der Betrieb des Reaktors effizienter gemacht werden
kann.
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WO-A-97/13790 beschreibt
ein Verfahren zum Herstellen von Propylenhomo- oder -copolymeren
in einem Schlaufenreaktor unter überkritischen
Bedingungen. Es ist offenbart, dass ein Polypropylen, das eine zweigipflige
Molekulargewichtsverteilung aufweist, unter Benutzung zweier Reaktoren
in Reihe eingesetzt werden kann.
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Während die
oben spezifizierten Patentbeschreibungen, die überkritische Bedingungen für das Verdünnungsmittel
betreffen, die Vorteile der größeren Löslichkeit
von Wasserstoff in dem Verdünnungsmittel
und der leichteren Blitzverdampfung von Wasserstoff schaffen, wenn
die Reaktion in dem zweiten Reaktor fortgesetzt worden ist, kombiniert
mit verringertem Quellen des Polymers in dem überkritischen Verdünnungsmittel und
der Abwesenheit von Druckschocks aufgrund der hohen Kompressibilität des überkritischen
Verdünnungsmittels,
erfordert die Benutzung von Propan als Verdünnungsmittel trotzdem gewöhnlich die
Benutzung von Comonomeren mit geringer Zahl von Kohlenstoffatomen,
z.B. Buten, was gegen die Benutzung von Comonomeren mit hoher Zahl
von Kohlenstoffatomen, z.B. Hexen, spricht, die bei der Herstellung
von Polymeren helfen würden,
die bessere Eigenschaften aufweisen, als wenn Buten eingesetzt würde. Zudem
erfordert die Benutzung von Propan als Verdünnungsmittel gewöhnlich,
dass ein verhältnismäßig hoher
Druck über
dem kritischen Druck Pc von Propan angewendet
werden muss. Zudem erlauben die überkritischen
Verfahren, auf die sich oben bezogen wird, nicht, dass eine besonders
hohe Comonomerkonzentration in dem Reaktor eingesetzt wird, insbesondere
für Comonomere
mit hoher Kohlenstoffzahl, z.B. Hexen.
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Bei
der Herstellung von Polyolefinen, die eine zweigipflige Molekulargewichtsverteilung
aufweisen, unter überkritischen
Bedingungen, die in Reaktoren angewendet werden, die in Reihe verbunden
sind, weisen die oben ausgewiesenen Beschreibungen den Nachteil
auf, dass keine spezielle Offenbarung vorhanden ist, wie das Reaktionsmedium
von dem ersten Reaktor zu dem zweiten Reaktor überführt wird.<0}
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US-A-4754007 offenbart
ein Verfahren zum Copolymerisieren von Ethen, um LLDPE-Copolymere
zu bilden, wobei flüssiges
Propan als Verdünnungsmittel
in einem Aufschlämmverfahren
benutzt wird. Es ist offenbart, dass die Benutzung von Propan als
Verdünnungsmittel
eine wirtschaftlichere Herstellung von Copolymeren mit wünschenswerteren
physikalischen Eigenschaften schafft als Aufschlämmverfahren unter Benutzung
von Isobutan, Hexan oder anderen flüssigen Verdünnungsmitteln. Es gibt jedoch
keine Offenbarung, dass das Verdünnungsmittel
unter überkritischen
Bedingungen vorliegt.
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EP-A-0649860 offenbart
ein Verfahren zur Copolymerisation von Ethen in zwei Flüssigkeits-Vollschlaufenreaktoren
in Reihe, wobei das mittlere Molekulargewicht reguliert wird. Ein
Comonomer wird in den ersten Reaktor eingebracht, und Polymere mit
hohem und niedrigem mittlerem Molekulargewicht werden in dem ersten
bzw. dem zweiten Reaktor hergestellt. Der erste Reaktor ist mit
einem oder mehreren Absetzschenkeln versehen, um das Polymer mit
hohem mittlerem Molekulargewicht aus dem ersten Reaktor zu dem zweiten
Reaktor zu überführen. Die
Reaktion wird in einem Verdünnungsmittel,
z.B. Isobutan, in einem Aufschlämmverfahren durchgeführt. Dieses
Verfahren weist den Nachteil auf, dass, obwohl die Benutzung von Absetzschenkeln
zum Konzentrieren der Flocken zwischen dem ersten und dem zweiten
Reaktor die bevorzugte Polymerisation von Comonomer in der Fraktion
mit dem hohen Molekulargewicht ermöglicht, die Comonomermengen
in dem ersten und dem zweiten Reaktor trotzdem ziemlich nahe beieinander
liegen, da die Reaktoren im wesentlichen nicht unabhängig arbeiten.
Es wäre
wünschenswert,
in dem zweiten Reaktor niedrigere C
6/C
2-Verhältnisse
zu erzielen, wodurch sich verbesserte Eigenschaften des resultierenden
Polyolefinharzes ergeben würden.
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US-A-4740550 offenbart
ein mehrstufiges kontinuierliches Polymerisationsverfahren zur Herstellung von
schlagzähen
Propylen/Ethylen-Copolymeren, das die Benutzung eines Kreislauf-Rohrschlaufenreaktors zum
Homopolymerisieren von Propen, eines Zyklonabscheiders zum Entfernen
des Feingutes, eines Gasphasen-Wirbelbettreaktors zur zusätzlichen
Propenhomopolymerisation und eines Gasphasen-Wirbelbettreaktors zur
Propen/Ethen-Copolymerisation umfasst. Das Wesentliche der Offenbarung
ist, dass, da der erste Reaktor unter Aufschlämmbedingungen betrieben wird
und der zweite Reaktor unter Gasphasenbedingungen betrieben wird,
ein Hydrozyklonabscheider eingesetzt wird, um die Feinteilchen von
den groben Flockenteilchen, die dem Gasphasenreaktor zugeführt werden,
abzutrennen. Der Aufschlämmphasenreaktor
arbeitet mit einem flüssigen
Verdünnungsmittel,
und die Feinteilchen werden zu dem ersten Aufschlämmphasenreaktor
zurückgeführt. Dieses
Verfahren macht es erforderlich, dass die Reaktoren in der Flüssigkeits-
und der Gasphase betrieben werden, ebenso wie die Benutzung eines
Hydrozyklons, die unbequem ist.
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EP-A-0905153 offenbart
ein Verfahren zum Herstellen von hochdichtem Polyethylen in der
Gegenwart eines Ziegler-Natta-Katalysatorsystems
in zwei Flüssigkeits-Voll schlaufenreaktoren
in Reihe. Die Reaktoren werden beide mit einem flüssigen Verdünnungsmittel,
z.B. Isobutan, betrieben. In einem ersten Reaktor kommt es im Wesentlichen
zur Homopolymerisation, wahlweise mit einem geringeren Grad an Copolymerisation,
und Wasserstoff wird in den ersten Reaktor eingebracht, um die erforderliche
Homopolymerisation zu erzielen. Die Copolymerisation wird in dem
zweiten Reaktor durchgeführt.
Um das Eintreten von Wasserstoff in den zweiten Reaktor zu verringern
oder zu vermeiden, wird nach dem ersten Reaktor ein Hydrierkatalysator
in die Reaktionsteilnehmer eingebracht. Dieses Verfahren erfordert
die Benutzung eines zusätzlichen
Hydrierkatalysators.
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Die
vorliegende Erfindung strebt an, diese Probleme des Standes der
Technik zumindest teilweise zu bewältigen.
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Dementsprechend
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von
Polyolefinen bereit, die eine zweigipflige Molekulargewichtsverteilung
aufweisen, wobei das Verfahren das Herstellen einer ersten Polyolefinfraktion
in der Gegenwart eines Katalysators in einem ersten Schlaufenreaktor
und das Herstellen einer zweiten Polyolefinfraktion in der Gegenwart
des Katalysators in einem zweiten Schlaufenreaktor umfasst, der
mit dem ersten Reaktor in Reihe verbunden und diesem nachgeschaltet
ist, die erste und die zweite Polyolefinfraktion in dem zweiten
Schlaufenreaktor gemischt werden, um ein Polyolefin zu bilden, das eine
zweigipflige Molekulargewichtsverteilung aufweist, zumindest der
erste Schlaufenreaktor ein Verdünnungsmittel
unter überkritischen
Bedingungen enthält,
das um die Schlaufe des Reaktors geführt wird und wobei zumindest
der erste Schlaufenreaktor mit einer Flockenkonzentriervorrichtung
versehen ist, die mit der Schlaufe kommuniziert und in der die Polyolefinflocken
der ersten Fraktion in dem überkritischen
Verdünnungsmittel
konzentriert werden und Polyolefinflocken der ersten Polyol efinfraktion
zusammen mit einer Menge an überkritischem
Verdünnungsmittel
aus der Flockenkonzentriervorrichtung des ersten Schlaufenreaktors in
den zweiten Schlaufenreaktor überführt werden.
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Das
Polyolefin kann Polyethylen oder Polypropylen umfassen. Wenn Polyethylen
hergestellt wird, umfasst das Verdünnungsmittel typischerweise
mindestens ein C1- bis C4-Alkan.
Wenn Polypropylen hergestellt wird, umfasst das Verdünnungsmittel
typischerweise Propen.
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Vorzugsweise
ist ein Verfahren bereitgestellt, wobei die Flockenkonzentriervorrichtung
aus einem von oder einer Kombination aus einem abwärts herabhängenden
Absetzschenkel, einem Zyklon oder Hydrozyklon und einer Zentrifuge
ausgewählt
ist.
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Stärker bevorzugt
schließt
die Flockenkonzentriervorrichtung ein Ventil ein, das ermöglicht,
dass eine Menge der Polyolefinflocken zusammen mit einer Menge des überkritischen
Verdünnungsmittels
periodisch aus der Flockenkonzentriervorrichtung entfernt wird.
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Unter
einem bevorzugten Gesichtspunkt ist ein Verfahren bereitgestellt,
wobei das Verdünnungsmittel in
dem zweiten Schlaufenreaktor unter überkritischen Bedingungen betrieben
wird und der zweite Schlaufenreaktor mit einer zugehörigen Flockenkonzentriervorrichtung
versehen ist.
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Stärker bevorzugt
ist ein Verfahren bereitgestellt, das ferner das Rückführen von
Verdünnungsmittel, das
aus der Flockenkonzentriervorrichtung des zweiten Schlaufenreaktors
nach dem Entfernen von Polyolefinflocken daraus entfernt wird, in
den ersten und zweiten Schlaufenreaktor umfasst.
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Unter
einem anderen bevorzugten Gesichtspunkt ist ein Verfahren bereitgestellt,
wobei das Verdünnungsmittel
in dem zweiten Schlaufenreaktor unter flüssigen Bedingungen betrieben
wird und der zweite Schlaufenreaktor mit einer zugehörigen Flockenkonzentriervorrichtung
versehen ist.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst ferner die Benutzung, in einem Paar
in Reihe verbundener Schlaufenreaktoren zum Polymerisieren eines
Olefins in der Gegenwart eines Katalysators, um ein Polyolefin herzustellen,
das eine zweigipflige Molekulargewichtsverteilung aufweist und das
eine erste Polyolefinfraktion, die in einem ersten Schlaufenreaktor,
und eine zweite Polyolefinfraktion einschließt, die in einem zweiten Schlaufenreaktor
hergestellt wird, der dem ersten Schlaufenreaktor nachgeschaltet
ist, eines Verdünnungsmittels
unter überkritischen
Bedingungen in zumindest dem ersten Schlaufenreaktor zum Verstärken des
Absetzens von Polyolefinflocken in einer zugehörigen Flockenkonzentriervorrichtung
zumindest des ersten Schlaufenreaktors.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner noch die Benutzung, in einem
Paar in Reihe verbundener Schlaufenreaktoren zum Polymerisieren
von Ethen in der Gegenwart eines Katalysators, um Polyethylen herzustellen,
das eine zweigipflige Molekulargewichtsverteilung aufweist und das
eine erste Polyethylenfraktion, die Polyethylencopolymer umfasst,
das in einem ersten Schlaufenreaktor hergestellt wird, und eine
zweite Polyethylenfraktion einschließt, die Polyethylenhomopolymer
umfasst, das in einem zweiten Schlaufenreaktor hergestellt wird,
der dem ersten Schlaufenreaktor nachgeschaltet ist, eines Verdünnungsmittels
unter überkritischen
Bedingungen in zumindest dem ersten Schlaufenreaktor zum Verringern
der Menge an Comonomer in Lösung
in dem Verdünnungsmittel,
das von dem ersten Schlaufenreaktor zu dem zweiten Schlaufenreaktor überführt wird,
bereit.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch die Benutzung, in einem Paar in
Reihe verbundener Schlaufenreaktoren zum Polymerisieren von Ethen
in der Gegenwart eines Katalysators, um Polyethylen herzustellen, das
eine zweigipflige Molekulargewichtsverteilung aufweist und das eine
erste Polyethylenfraktion, die Polyethylenhomopolymer umfasst, das
in einem ersten Schlaufenreaktor hergestellt wird, und eine zweite
Polyethylenfraktion einschließt,
die Polyethylencopolymer umfasst, das in einem zweiten Schlaufenreaktor
hergestellt wird, der dem ersten Schlaufenreaktor nachgeschaltet
ist, eines Verdünnungsmittels
unter überkritischen
Bedingungen in zumindest dem ersten Schlaufenreaktor zum Verringern
der Menge an Wasserstoff in Lösung
in dem Verdünnungsmittel,
das von dem ersten Schlaufenreaktor zu dem zweiten Schlaufenreaktor überführt wird,
bereit.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner noch die Benutzung, in einem
Paar in Reihe verbundener Schlaufenreaktoren zum Polymerisieren
eines Olefins in der Gegenwart eines Katalysators, um ein Polyolefin herzustellen,
das eine zweigipflige Molekulargewichtsverteilung aufweist und das
eine erste Polyolefinfraktion, die in einem ersten Schlaufenreaktor
hergestellt wird, und eine zweite Polyolefinfraktion einschließt, die
in einem zweiten Schlaufenreaktor hergestellt wird, der dem ersten
Schlaufenreaktor nachgeschaltet ist, eines Verdünnungsmittels unter überkritischen
Bedingungen in dem ersten und dem zweiten Schlaufenreaktor zum Verringern
der Menge an Verdünnungsmittel,
die im Anschluss an das Entfernen einer Mischung aus Polyolefinflocken
und Verdünnungsmittel
aus einer Flockenkonzentriervorrichtung des zweiten Schlaufenreaktors
in die Schlaufenreaktoren zurückgeführt werden
muss, bereit.
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Durch
dieses Verfahren ist der zweite Reaktor unabhängiger von dem ersten gemacht
worden.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird nur als Beispiel mit Bezug auf die
begleitenden Zeichnungen beschrieben werden, in denen
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die 1 eine
Prinzipskizze eines Paares in Reihe verbundener Schlaufenreaktoren
zum Durchführen eines
Verfahrens zum Herstellen von Polyethylen gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist und
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die 2 eine
vergrößerte Prinzipskizze
eines Absetzschenkels und Ventilanordnung jedes Schlaufenreaktors
der Vorrichtung der 1 ist, die das Absetzen von
Polyethylen darin zeigt.
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In
der 1 ist eine Vorrichtung zur Herstellung eines Polyolefins,
insbesondere von Polyethylen, gezeigt, die allgemein als 2 gekennzeichnet
ist. Die Vorrichtung 2 umfasst einen ersten Schlaufenreaktor 4 und einen
zweiten Schlaufenreaktor 6, der durch eine Rohrleitung 8 mit
diesem in Reihe verbunden ist. Der erste Schlaufenreaktor 4 schließt einen
Einlass 10 ein, durch den Ethenmonomer und, wo angebracht,
Comonomer, wie z.B. Hexen, und Wasserstoff und Verdünnungsmittel
dem ersten Schlaufenreaktor 4 zugeführt werden. Eine Öffnung 11 ist
zum Einbringen eines Katalysators, z.B. eines auf Chrom basierten
Katalysators, in den Reaktor 4 geschaffen. Der auf Chrom
basierte Katalysator kann zusammen mit einem Cokatalysator eingesetzt
werden. Alternative Katalysatoren sind Ziegler-Natta-Katalysatoren
zusammen mit einem Cokatalysator, Metallocenkatalysatoren zusammen
mit einem Cokatalysator, und Katalysatoren der späten Übergangsmetalle
zusammen mit einem Cokatalysator. Alle diese Katalysatoren können auf
einen Gehalt von bis zu 10 Gramm Polyethylen pro Gramm Katalysator
vorpolymerisiert werden. Das Verdünnungsmittel kann ein Alkan,
wie z.B. ein C1-C4-Alkan
oder eine Mischung dieser, oder ein Olefinmonomer, wie z.B. Propen
zur Herstellung von Polypropylen, umfassen. Für jeden Bestandteil können getrennte
Einlässe
geschaffen sein. Der erste Schlaufenreaktor 4 ist mit einer
Pumpe (nicht gezeigt) zum Umpumpen von Verdünnungsmittel, das die Reaktionsteilnehmer
und den Katalysator enthält,
um den ersten Schlaufenreaktor 4 versehen. Der erste Schlaufenreaktor 4 ist
an einem Bodenabschnitt 12 auch mit einem Auslass versehen,
der allgemein als 14 gekennzeichnet ist, der mit einer
Flockenkonzentriervorrichtung versehen ist, die einen abwärts herabhängenden
Absetzschenkel 16 und ein Ventil 18 am Boden des
Absetzschenkels 16 umfasst. Die Auslassseite des Ventils 18 stellt
die Verbindung mit der Rohrleitung 8 her. Die Auslassseite
der Rohrleitung 8 umfasst einen Einlass 20 für den zweiten Schlaufenreaktor 6.
Mehrere zusätzliche
Einlässe,
allgemein als 22 gekennzeichnet, sind geschaffen, durch die,
sofern gewünscht,
zusätzliches
Monomer und Verdünnungsmittel
und wahlweise Comonomer und/oder Wasserstoff zur Einbringung in
den zweiten Schlaufenreaktor 6 zugeführt werden können. Wenn
in dem ersten Reaktor 4 erfindungsgemäß überkritisches Verdünnungsmittel
benutzt wird, kann das Absetzen in dem Reaktor 4 so groß sein,
dass eine zusätzliche
Zufuhr von Verdünnungsmittel
notwendig ist, um die Flocken von dem Auslass 18 der Konzentriervorrichtung 14 des
ersten Reaktors 4 zu dem zweiten Reaktor 6 zu
drücken.
Diese zusätzliche
Zufuhr ist das Gesamte oder ein Teil der Verdünnungsmittel- und Monomerzufuhr
zu dem zweiten Schlaufenreaktor. So kann etwas von diesen zusätzlichen
Komponenten über
einen Einlass 23 in die Rohrleitung 8 zum Unterstützen beim
Umwandeln der Polyethylenflocken durch die Rohrleitung 8 in
den zweiten Schlaufenreaktor 6 zugeführt werden. Der zweite Schlaufenreaktor 6 ist,
wie der erste Schlaufenreaktor 4, zum Umpumpen des Verdünnungsmittels,
das die Reaktionsteilnehmer und den Katalysator enthält, um den
zweiten Schlaufenreaktor 6 mit einer Pumpe (nicht gezeigt)
versehen. Der zweite Schlaufenreaktor 6 ist, wie der erste
Schlaufenreaktor 4, mit einem Auslass versehen, der allgemein
als 24 gekennzeichnet ist, der mit einer Flockenkonzentriervorrichtung
versehen ist, die einen abwärts
herabhängenden
Absetzschenkel 26, der sich von einem Bodenabschnitt 28 des
zweiten Schlaufenreaktors 6 erstreckt, und ein Ventil 30 am
Boden des Absetzschenkels 26 umfasst.
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Die
Absetzschenkel 16, 26 wirken, um die Polyethylenflocken
zu konzentrieren, bevor sie den Reaktor 4, 6 verlassen.
Der Absetzschenkel 16, 26 kann senkrecht oder
gegen die Senkrechte geneigt sein, z.B. unter einem Winkel von weniger
als 87°,
stärker
bevorzugt von weniger als 60° gegen
die Senkrechte. Die Absetzschenkel 16, 26 können zusätzlich oder
alternativ an einer Außenkante
eines Ellbogen- oder gebogenen Abschnitts der Reaktoren 4, 6,
z.B. in einer tangentiellen Ausrichtung angeordnet sein, so dass
sie ein tangentielles Flockenentfernrohr zur kontinuierlichen oder
diskontinuierlichen (z.B. periodischen) Entleerung von Polyethylenflocken
aus einer oder mehreren Leitungen des Reaktors 4, 6 bilden.
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Die
Flockenkonzentriervorrichtung kann alternativ einen Hydrozyklon
oder eine Zentrifuge umfassen. In anderen Ausführungsformen kann die Flockenkonzentriervorrichtung
eine Kombination aus zwei oder mehr von einem Absetzschenkel, einem
Hydrozyklon und einer Zentrifuge umfassen. Z.B. kann sich eine Zentrifuge einer
Absetzschenkel/Ventil-Anordnung
nachgeschaltet befinden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
kommuniziert der Auslass des Absetzschenkels des ersten Schlaufenreaktors
mit einer Zentrifuge. Der Zentrifuge wird zusätzlich ein Teil oder die gesamte
Verdünnungsmittelzufuhr
für den
zweiten Reaktor zugeführt.
Die Zentrifuge stößt rückgeführtes Verdünnungsmittel
an den ersten Reaktor und Flocken- und Verdünnungsmittelzufuhr an den zweiten
Reaktor aus.
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In
dem ersten Schlaufenreaktor 4 werden in einer besonderen
Betriebsweise zum Herstellen von Polyethylencopolymer Ethen, Comonomer,
typischerweise Hexen, Wasserstoff und der auf Chrom basierte Katalysator
mit dem Verdünnungsmittel,
das typischerweise mindestens ein C1-C4-Alkan, vorzugsweise eine Mischung aus C1-C4-Alkanen mit
Propan als einer Hauptkomponente umfasst, über die Einlässe 10 und 11,
wie oben beschrieben, in den ersten Schlaufenreaktor 4 eingebracht.
Wenn Polypropylen hergestellt wird, umfasst das Verdünnungsmittel
typischerweise Propen. Das Ethen und das Hexencomonomer sowie auch
Wasserstoff, sofern anwesend, sind in dem Verdünnungsmittel gelöst. Das
Verdünnungsmittel
befindet sich unter überkritischen
Bedingungen, d.h. bei einem Druck über dem kritischen Druck Pc und bei einer Temperatur über der
kritischen Temperatur Tc. Typischerweise
wird der erste Schlaufenreaktor 4 unter überkritischen
Bedingungen bei einem Druck von 37 bis 100 bar und einer Temperatur
von 70 bis 140°C,
stärker
bevorzugt von 80 bis 110°C
für Polyethylen
oder von 60°C
bis 100°C
für Polypropylen
mit einem Ziegler-Natta-Katalysator und von 50 bis 140°C mit einem
Metallocenkatalysator betrieben.
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Bei
Fortschreiten der Ethen-Copolymerisationsreaktion bildet sich Polyethylen
in der Form von Flocken in dem ersten Reaktor 4 und reichert
sich zunehmend in dem Absetzschenkel 16 am Bodenabschnitt 12 des
ersten Schlaufenreaktors 4 an. Die Polyethylenflocken setzen
sich unter der Einwirkung der Schwerkraft in dem Absetzschenkel 16 ab.
Periodisch, z.B. etwa alle 30 Sekunden, wird das Ventil 18 geöffnet, um
zu ermöglichen,
dass die Polyethylenflocken (umfassend eine copolymere erste Polyethylenfraktion
des schließlichen
Polyethylenharzes) durch die Rohrleitung 8 aus dem ersten
Schlaufenreaktor 4 abgezogen werden und über den
Einlass 20 dem zweiten Schlaufenreaktor 6 zugeführt werden.
Eine Menge des Verdünnungsmittels, zusammen
mit Ethen und Comonomer und Wasserstoff, die darin gelöst sind,
wird infolge des unvollständigen Verfestigens
der Polyethylenflocken und da das aus dem Absetzschenkel entfernte
Volumen gewöhnlich
an seiner Oberseite eine Schicht von Verdünnungsmittel mit nicht abgesetzten
Flocken enthält,
beim Öffnen
des Ventils 18 unvermeidlich ebenfalls von dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu
dem zweiten Schlaufenreaktor 6 überführt.
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In
dem zweiten Schlaufenreaktor 6 wird eine homopolymere zweite
Polyethylenfraktion hergestellt. Die zweite Polyethylenfraktion,
zusammen mit der ersten Polyethylenfraktion, setzt sich unter der
Einwirkung der Schwerkraft zunehmend in dem Absetzschenkel 26 am
Bodenabschnitt 28 des zweiten Schlaufenreaktors 6 ab.
Das Ventil 30 wird periodisch geöffnet, um zu ermöglichen,
das Polyethylenharz, welches die Mischung aus der ersten und der
zweiten Polyethylenfraktion umfasst, aus der Vorrichtung zu entfernen.
Beim Entfernen des Polyethylenharzes aus dem Absetzschenkel 26 wird
unvermeidlich zusätzlich
etwas Verdünnungsmittel aus
dem zweiten Schlaufenreaktor 6 entfernt, wobei das Verdünnungsmittel
in ihm gelöste
Reaktionsteilnehmer aufweist. Die ausgetragene Mischung wird zu
einem Abscheider 32 geführt,
wo die Polyethylenharzflocken von dem Verdünnungsmittel abgetrennt werden,
welches dann durch die Leitung 34 zurückgeführt wird. Das Polyethylenharz
wird über
den Auslass 36 des Abscheiders 32 zurückgewonnen.
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In
der veranschaulichten Ausführungsform
werden sowohl der erste als auch der zweite Reaktor unter überkritischen
Bedingungen betrieben. Der zweite Reaktor kann jedoch unter flüssigen oder überkritischen
Bedingungen betrieben werden. Auch wird in der veranschaulichten
Ausführungsform
der erste überkritische
Reaktor eingesetzt, um die Polyolefinfraktion mit hohem Molekulargewicht
herzustellen, und der zweite überkritische
oder unterkritische Reaktor wird eingesetzt, um die Polyolefinfraktion
mit niedrigem Molekulargewicht herzustellen. In alternativen Anordnungen
können
der erste und der zweite Reaktor stattdessen die Fraktion mit niedrigem
bzw. hohem Molekulargewicht herstellen.
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Erfindungsgemäß ermöglicht die
Benutzung von überkritischen
Bedingungen für
das Verdünnungsmittel
ein bedeutend effizienteres Entfernen von Polyethylenflocken aus
dem ersten und aus dem zweiten Schlaufenreaktor 4, 6,
der unter überkritischen
Bedingungen betrieben wird. Um die Effizienz des Verfahrens zu steigern,
ist es wünschenswert,
eine größtmögliche Menge
an Polyethylenflocken mit einer geringstmöglichen Menge an Verdünnungsmittel
zusammen mit darin gelösten
Reaktionsteilnehmern aus dem jeweiligen Absetzschenkel 16, 26 des
ersten und des zweiten Schlaufenreaktors 4, 6 zu
entfernen. Erfindungsgemäß ist herausgefunden
worden, dass die Benutzung von überkritischen
Bedingungen für
das Verdünnungsmittel
in Verbindung mit einem Absetzschenkel des ersten Schlaufenreaktors,
wobei das Absetzen der Polyethylenflocken unter der Einwirkung der
Schwerkraft erfolgt, dieses im Vergleich zu der Benutzung eines
flüssigen
Verdünnungsmittels,
das sich nicht unter überkritischen
Bedingungen befindet, bedeutend verstärkt ist.
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Für das Absetzen
von Polyethylenflocken wird die Absetzgeschwindigkeit durch den
Unterschied zwischen der nach unten gerichteten Schwerkraft, die
auf die Polyethylenflockenteilchen einwirkt, die in dem Verdünnungsmittel
suspendiert sind, und der nach oben gerichteten viskosen Kraft des
Verdünnungsmittels,
die auf die Polyethylenflocken einwirkt, während sie unter der Einwirkung
der Schwerkraft nach unten sinken, bestimmt. Die Schwerkraft hängt wiederum
von dem Dichteunterschied zwischen dem Polyethylenharz und dem Verdünnungsmittel
ab. Die Benutzung eines überkritischen
Verdünnungsmittels
verringert die Dichte des Verdünnungsmittels
im Vergleich zu der Flüssigkeitsphase
bedeutend. Für
Isobutan beträgt
die Dichte des Isobutans unter überkritischen
Bedingungen typischerweise etwa ein Drittel bis die Hälfte der
Dichte desselben Verdünnungsmittels
unter flüssigen
Bedingungen. Zudem ist die Viskosität des Verdünnungsmittels unter überkritischen
Be dingungen im Vergleich zu der Viskosität des Verdünnungsmittels, wenn es sich
unter unterkritischen Bedingungen befindet, bedeutend verringert.
Z.B. beträgt
die Verdünnungsmittelviskosität von Isobutan unter überkritischen
Bedingungen etwa ein Zehntel der Verdünnungsmittelviskosität, wenn
es sich unter unterkritischen Bedingungen befindet. Somit ist die
viskose Kraft, die gewöhnlich
dem Absetzen der Polyethylenflocken entgegenwirkt, unter überkritischen
Bedingungen bedeutend geringer als unter unterkritischen Bedingungen.
Zudem ist der Dichteunterschied zwischen dem Polyethylen und dem
Verdünnungsmittel
unter überkritischen
Bedingungen im Vergleich zu unterkritischen Bedingungen bedeutend
vergrößert. Wenn
das Verdünnungsmittel
z.B. Isobutan ist, beträgt
der Dichteunterschied zwischen dem Polyethylen und dem Verdünnungsmittel
unter überkritischen
Bedingungen etwa 0,65 g/cm3, wohingegen
der Dichteunterschied zwischen dem Polyethylen und dem Verdünnungsmittel
unter unterkritischen Bedingungen nur etwa 0,35 g/cm3 beträgt.
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Der
vergrößerte Dichteunterschied
unter überkritischen
Bedingungen vergrößert gewöhnlich die Schwerkraft,
die auf die Polyethylenflocken einwirkt, was wiederum gewöhnlich die
Absetzgeschwindigkeit vergrößert. Die
Absetzgeschwindigkeit bei Isobutan als Verdünnungsmittel ist unter überkritischen
Bedingungen etwa 20mal so groß wie
unter unterkritischen Bedingungen. Dies verstärkt in hohem Maße das Anreichern
von Flocken in den Absetzschenkeln der Schlaufenreaktoren, was zu
einer höheren
Rückgewinnungsgeschwindigkeit
von Polyethylenharz aus der Vorrichtung führt. Infolge der vergrößerten Absetzgeschwindigkeit
wird sogar mit verhältnismäßig feinen
Flockenteilchen ein befriedigendes Absetzen von Polyethylenflocken
erreicht, die sich anderenfalls nicht schnell genug absetzen würden, um
in effizienter Weise zurückgewinnbar
zu sein. Außerdem
erhöht
das überkritische
Verdünnungsmittel
gewöhnlich
den Verfestigungsgrad der Flockenteilchen, die sich in den Absetzschenkeln 16, 26 anreichern.
Das maximale Verfestigen oder Absetzen unter überkritischen Bedingungen ist
typischerweise etwa doppelt so groß wie das, welches unter unterkritischen
Bedingungen erreichbar ist. Angesichts des verstärkten Absetzens in dem Absetzschenkel 16, 26 für ein beliebiges
gegebenes Materialvolumen, das aus dem jeweiligen Absetzschenkel 16, 26 beim Öffnen des
jeweiligen Ventils 18, 30 entfernt wird, enthält im Vergleich
zu unterkritischen Bedingungen dieses gegebene Volumen unter überkritischen
Bedingungen gewöhnlich
eine kleinere Menge an Verdünnungsmittel.
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Die 2 zeigt
eine Diagrammdarstellung eines Absetzschenkels und einer Ventilanordnung
eines Schlaufenreaktors, welcher der Absetzschenkel 16, 26 sowohl
des ersten als auch des zweiten Schlaufenreaktors 4, 6 sein
kann. Der Absetzschenkel 40 umfasst eine röhrenförmige Wand 42,
die eine sich nach oben erstreckende Kammer 44 oberhalb
des Ventils 46 definiert. Die Polyethylenflocken 48 setzen
sich im untersten Abschnitt 50 der Kammer 44 ab,
und das Volumen der abgesetzten Polyethylenflocken wächst zunehmend nach
oben, wodurch das Verdünnungsmittel 52 verdrängt wird.
Für ein
beliebiges gegebenes Materialvolumen, das durch das Ventil 46 aus
dem Absetzschenkel 40 nach unten entlassen wird, umfasst
das gegebene Volumen unter unterkritischen Bedingungen, die nicht
erfindungsgemäß sind,
typischerweise etwa 60 Gew.% Polyethylenflocken 48 und
40 Gew.% Verdünnungsmittel 52,
in dem das Ethenmonomer und das Comonomer gelöst sein können. Im Gegensatz dazu kann
dasselbe Volumen unter überkritischen
Bedingungen infolge des schnelleren Absetzens und verstärkten Verfestigens
der Polyethylenflocken 48 am Boden des Absetzschenkels
typischerweise etwa 80 Gew.% Polyethylen und etwa 20 Gew.% überkritisches
Verdünnungsmittel 52 umfassen.
Um eine gegebene Menge an Polyethylenflocken aus entweder dem ersten
oder dem zweiten Schlaufenreaktor 4, 6 zu entfernen,
wird im Vergleich zu unterkritischen Bedingungen unter überkritischen
Bedingungen dementsprechend mit dem Polyethylenharz bedeutend weniger
Verdünnungsmittel
zusätzlich
entfernt.
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Hinsichtlich
des Absetzschenkels 16 des ersten Schlaufenreaktors 4 wird
dementsprechend zum Überführen einer
gegebenen Menge an Polyethylenflocken aus dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu
dem zweiten Schlaufenreaktor 6 im Vergleich zu unterkritischen
Bedingungen unter überkritischen
Bedingungen ein bedeutend verringertes Volumen überführt. Die im Vergleich zu unterkritischen
Bedingungen unter überkritischen Bedingungen
geringere Dichte des Verdünnungsmittel
bedeutet auch, dass für
ein beliebiges gegebenes Volumen an Verdünnungsmittel, das von dem Schlaufenreaktor 4 zu
dem zweiten Schlaufenreaktor 6 überführt wird, das von dem Überführen der
Polyethylenflocken von dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu
dem zweiten Schlaufenreaktor 6 herrührt, für eine beliebige gegebene Menge
an überführten Polyethylenflocken
dementsprechend ein beträchtlich
verringertes Gewicht an Verdünnungsmittel
vom dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu dem zweiten Schlaufenreaktor 6 überführt wird.
Dies führt
dementsprechend zu einem kleineren Gewichtsbetrag des überkritischen
Fluids, das erforderlich ist, um eine gegebene Menge an Polyethylen
von dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu dem zweiten Schlaufenreaktor 6 zu überführen. Da
für eine
beliebige gegebene Menge an überführtem Polyethylen
eine verringerte Menge an Verdünnungsmittel
von dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu dem zweiten Schlaufenreaktor 6 überführt wird,
wird, falls Comonomer und/oder Wasserstoff in dem ersten Schlaufenreaktor 4 unter überkritischen
Bedingungen anwesend sind/ist, dann weniger Comonomer und/oder weniger
Wasserstoff von dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu dem zweiten
Schlaufenreaktor 6 in Lösung
in dem Verdünnungsmittel überführt als
unter unterkritischen Bedingungen. Dies vergrößert somit die Unabhängigkeit der
beiden Reaktoren in hohem Maße.
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Wenn
der erste und der zweite Schlaufenreaktor 4, 6 eingesetzt
werden, um ein Polyethylenharz herzustellen, das eine zweigipflige
Molekulargewichtsverteilung aufweist, wird infolge einer hohen Comonomereinbindung,
um eine erste Polyethylenharzfraktion mit niedriger Dichte und hohem
Molekulargewicht herzustellen, in dem ersten Schlaufenreaktor 4 eine
Fraktion mit niedriger Dichte hergestellt, wohingegen in dem zweiten
Schlaufenreaktor 6 eine Polyethylenharz-Homopolymerfraktion
mit hoher Dichte und niedrigem Molekulargewicht hergestellt wird,
wobei kein Comonomer absichtlich in den zweiten Schlaufenreaktor 6 eingebracht
wird. Da für
eine beliebige gegebene Menge der ersten Polyethylenfraktion, die
von dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu dem zweiten Schlaufenreaktor 6 überführt wird,
weniger Verdünnungsmittel überführt wird,
so wird ebenfalls entsprechend weniger Comonomer, das darin gelöst ist, überführt, was
infolge der geringeren Comonomereinbindung zu verbesserter Homopolymerisation
in dem zweiten Reaktor führt.
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Somit
sorgt das verbesserte Absetzen der Polyethylenflocken in dem ersten
Schlaufenreaktor 4 gewöhnlich
für eine
verringerte Comonomerüberführung von
dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu dem zweiten Schlaufenreaktor 6.
Dies ermöglicht
wiederum, dass ein größerer Dichteunterschied
zwischen der Copolymerfraktion mit verhältnismäßig niedriger Dichte, die in
dem ersten Schlaufenreaktor 4 hergestellt wird, und der Homopolymerfraktion
mit verhältnismäßig hoher
Dichte, die in dem zweiten Schlaufenreaktor 6 hergestellt wird,
erzielt wird, wobei die Dichte des fertigen Verbundharzes als ein
gewünschter
Wert ausgewählt
wird. Dies ergibt ein Polyethylenverbundharz, das verbesserte mechanische
Eigenschaften aufweist. Da zudem für eine beliebige gegebene Menge
an überführtem Polyethylen
weniger Verdünnungsmittel
von dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu dem zweiten Schlaufenreaktor 6 überführt wird,
werden gewöhnlich
weniger Verunreinigungen von dem ersten Schlaufenreaktor 4 zu
dem zweiten Schlaufenreaktor 6 überführt. Dies verbessert die Homogenität des Polyethylenharzes
durch Maximieren der Aktivität
der Katalysatorkörner
in dem zweiten Reaktor.
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Erfindungsgemäß erhöht dementsprechend
die Benutzung von überkritischen
Bedingungen für
das Verdünnungsmittel
in einem Schlaufenreaktor, der einen Absetzschenkel aufweist, gewöhnlich die
Kapazität des
Reaktors, da bei gleicher Kapazität des Verdichters, der die
Reaktionsteilnehmer um die Schlaufe pumpt, infolge des verbesserten
Absetzens der Polyethylenflocken in dem Absetzschenkel bedeutend
mehr Polyethylen aus dem Reaktor entfernt wird. Dieses stärkere Absetzen
sorgt für
einen erhöhten
Reaktordurchsatz. Der Reaktor kann mit einer verringerten Anzahl
von Absetzschenkeln versehen werden, was die Investitionskosten des
Reaktors verringert.
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Da
für eine
beliebige gegebene Menge an Polyethylenflocken, die aus dem Absetzschenkel
entfernt wird, im Vergleich zu unterkritischen Bedingungen unter überkritischen
Bedingungen auch eine verringerte Menge an Verdünnungsmittel entfernt wird,
ist außerdem
die Menge an Verdünnungsmittel,
die Monomer und möglicherweise
Comonomer aufweist, die darin eingebunden sind, die zu dem Schlaufenreaktor
zurückgeführt wird,
geringer. Die Benutzung von überkritischen
Bedingungen für
ein Verdünnungsmittel
in einem Schlaufenreaktor mit einem Absetzschenkel erhöht die Wirtschaftlichkeit
des Rückführens des
Reaktorsystems in hohem Maße.
Zudem verringert die verringerte Menge an Verdünnungsmittel auch die Menge
an Verunreinigungen und Giften in den Reaktoren, was die Katalysatoraktivität vergrößert.
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Verbesserte
Absetzgeschwindigkeit und verbessertes Verfestigen der Flockenteilchen
in dem Absetzschenkel infolge der Benutzung überkritischer Bedingungen für das Ver dünnungsmittel
ermöglicht
gewöhnlich, dass
das Absetzen kleinerer Flockenteilchen erreicht wird. Solche kleinen
Flockenteilchen können
direkt zum Rotationsformen benutzt werden. Die Polyethylenflocken
weisen eine geringere Neigung zum Quellen auf. Die Flocken können bei
höheren
Temperaturen verarbeitet werden und weisen ein verbessertes Entgasen
auf. Zudem erlaubt das Erzielen eines zuverlässigen und effizienten Absetzens
von kleineren Flockenteilchen gewöhnlich die Benutzung von entsprechend
kleineren Katalysatorteilchen mit entsprechend höherer Katalysatoraktivität. Dies
erhöht
die Effizienz des Polymerisationsverfahrens.
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Die
im Vergleich zu dem unterkritischen Verdünnungsmittel verringerte Viskosität des überkritischen Verdünnungsmittels
ermöglicht
gewöhnlich
eine größere Diffusionsgeschwindigkeit
von Comonomer durch das Verdünnungsmittel,
was wiederum zu einer größeren Einbindung
von Comonomer in das Copolymer führt. Die
Einbindung von Comonomer ist homogener. Die größere Comonomereinbindung ermöglicht,
dass in dem Reaktor ein niedrigeres Comonomer/Monomer-Verhältnis erforderlich
ist, was wiederum die Neigung zum Quellen (d.h. die Neigung des
Polyolefins, sich in dem Verdünnungsmittel
zu lösen)
senkt.
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Beim
Herstellen des zweigipfligen Polyethylenharzes in den beiden Schlaufenreaktoren
in Reihe, um die mechanischen Eigenschaften des Harzes zu verbessern,
ist es wünschenswert,
dass die beiden Fraktionen, die in den beiden Reaktoren hergestellt
werden, einen großen
Dichteunterschied aufweisen, und dies wird durch Copolymerisieren
von Ethen und dem Comonomer in dem ersten Schlaufenreaktor und Homopolymerisieren
von Ethen in der im wesentlichen Abwesenheit von Comonomer in dem
zweiten Schlaufenreaktor erreicht. Das verbesserte Absetzen der
Polyethylenflocken in dem ersten Schlaufenreaktor verringert den
Gewichtsbetrag der überkritischen
Flüssigkeit,
die benötigt
wird, um eine gegebene Menge an Polyethylen von dem ersten Schlaufenreaktor
zu dem zweiten Schlaufenreaktor zu überführen, wodurch wiederum die
Comonomerüberführung von
dem ersten Schlaufenreaktor zu dem zweiten Schlaufenreaktor verringert
wird, wobei das Comonomer in dem Verdünnungsmittel gelöst ist.
Alternativ ermöglicht
die verringerte Comonomerüberführung eine
Vergrößerung der
Fraktion des Anteils mit niedriger Dichte für eine beliebige vorgeschriebene Enddichte
der Polyethylenflocken. Somit erhöht die Benutzung eines überkritischen
Verdünnungsmittels
in dem ersten Reaktor das Entkoppeln oder die Unabhängigkeit
der Polymerisationsreaktion, die in den Schlaufenreaktoren stattfindet.
Dies verbreitert den Bereich der Polymerprodukte, die von den beiden
in Reihe verbundenen Reaktoren hergestellt werden können.
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Z.B.
beträgt
für die
beiden Schlaufenreaktoren in Reihe, die nicht erfindungsgemäß unter
unterkritischen Bedingungen für
das flüssige
Verdünnungsmittel,
das Isobutan umfasst, betrieben werden, das Gewichtsverhältnis in
dem ersten Schlaufenreaktor der Isobutan- zu der Ethenzufuhr typischerweise
etwa 1,5, und im Isobutan sind etwa 1 Gew.% Ethen und 5 Gew.% Hexen
als Comonomer gelöst,
was ein Hexen/Ethen-Gewichtsverhältnis
von 5 ergibt. Bei einem gewerblichen Reaktor werden typischerweise
pro Tonne Polyethylen, die aus dem ersten Schlaufenreaktor entfernt
wird, etwa 75 kg Comonomer aus dem ersten Schlaufenreaktor entfernt.
In dem zweiten Schlaufenreaktor unter unterkritischen Bedingungen
beträgt
das Gewichtsverhältnis
der Verdünnungsmittel-
zu Ethenzufuhr etwa 1. Die Ethenkonzentration in dem Verdünnungsmittel
beträgt
etwa 2 Gew.%. In den zweiten Schlaufenreaktor wird kein zusätzliches
Comonomer eingebracht, jedoch wird das Hexencomonomer zusammen mit
dem Verdünnungsmittel
aus dem ersten Schlaufenreaktor in den zweiten Schlaufenreaktor überführt. Die
Hexenkonzentration beträgt
typischerweise etwa 0,5 Gew.%, was ein Gewichtsverhältnis der
Hexen/Ethen-Zufuhr
von etwa 0,25 ergibt. Diese Menge an Hexen in dem zweiten Schlaufenreaktor
bedeutet, dass etwas Hexen in die Polyethylenfraktion einbezogen
wird, die in dem zweiten Schlaufenreaktor hergestellt wird, wodurch
die homopolymere Natur der zweiten Polymerfraktion verringert wird.
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Im
Gegensatz dazu beträgt
die Dichte des überkritischen
Verdünnungsmittels,
wenn dieselbe Vorrichtung, die einen ersten Schlaufenreaktor, der
mit einem zweiten Schlaufenreaktor in Reihe verbunden ist, unter überkritischen
Bedingungen betrieben wird, infolge der im Vergleich zu dem flüssigen Verdünnungsmittel
verringerten Dichte des überkritischen
Verdünnungsmittels
typischerweise etwa ein Drittel bis die Hälfte der des flüssigen Verdünnungsmittels,
wobei das Gewichtsverhältnis
von Verdünnungsmittel-
zu Ethenzufuhr in dem ersten Schlaufenreaktor typischerweise etwa
0,3 bis 0,5 beträgt.
Die Ethen- und Hexenkonzentration in dem ersten Schlaufenreaktor
und entsprechend dem Gewichtsverhältnis von Hexen- zu Ethenzufuhr
sind gleich oder kleiner für
den Reaktor, wenn er mit flüssigem
Verdünnungsmittel
betrieben wird, wie oben beschrieben. Infolge der kumulativen Wirkung
des verbesserten Absetzens der Polymerflocken in dem ersten Schlaufenreaktor
und des verringerten Gewichtes eines beliebigen gegebenen Volumens
des Verdünnungsmittels
unter überkritischen
Bedingungen aufgrund seiner verringerten Dichte werden typischerweise
jedoch nur etwa 15 kg Comonomer pro Tonne Polyethylen von dem ersten
Schlaufenreaktor zu dem zweiten Schlaufenreaktor überführt. Dies
wiederum verringert typischerweise die Menge an Comonomer, die von
dem ersten Schlaufenreaktor zu einem zweiten Schlaufenreaktor überführt wird,
um einen Faktor von 5.
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Dementsprechend
ist das Hexencomonomer in dem zweiten Schlaufenreaktor in einer
Menge von nur etwa 0,1 Gew.% anwesend und das Ethenmonomer ist in
derselben Menge von etwa 2 Gew.% anwesend, was ein Hexen/Ethen-Gewichtsverhältnis in
dem zweiten Schlaufenreaktor von nur etwa 0,05% ergibt. Dieses ist im
Vergleich dazu, wenn sich das Verdünnungsmittel unter flüssigen Bedingungen
befindet, beträchtlich
verringert, wenn sich das Verdünnungsmittel
unter überkritischen
Bedingungen befindet. Zur Herstellung eines reinen Homopolymers
beträgt
das Hexen/Ethen-Gewichtsverhältnis
idealerweise null. Die verringerte Menge an Comonomer in dem zweiten
Schlaufenreaktor ermöglicht
eine Vergrößerung des
Dichteunterschieds zwischen den beiden Polyethylenfraktionen.
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Wenn
der zweite Schlaufenreaktor unter überkritischen Bedingungen betrieben
wird, verringert das verbesserte Absetzen der Polyethylenflocken
die Menge an Verdünnungsmittel,
die zusammen mit dem Polyethylenharz aus dem zweiten Schlaufenreaktor
entfernt werden muss.
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Das
verbesserte Absetzen der Polyolefinflocken bedeutet, dass für eine beliebige
gegebene Menge an zurückgewonnenen
Polyolefinflocken weniger Verdünnungsmittel
aus den Schlaufenreaktoren entfernt wird, was wiederum die Menge
an Material verringert, die zu dem ersten und dem zweiten Schlaufenreaktor zurückgeführt werden
muss. Typischerweise beträgt
die Menge an Verdünnungsmittel,
die unter überkritischen Bedingungen
zu den Schlaufenreaktoren zurückgeführt wird,
etwa die Hälfte
der unter flüssigen
Bedingungen.
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Das
verbesserte Absetzen der Polyolefinflocken ermöglicht, dass in dem ersten
und zweiten Schlaufenreaktor sehr feine Flocken hergestellt und
zurückgewonnen
werden. Dies wiederum verbreitert den Bereich an Katalysatoren,
die in dem Polymerisationsverfahren eingesetzt werden können. Die
Verbesserung des Absetzens der Polyethylenflocken steigert aufgrund
der Notwendigkeit kürzerer
Verweilzeiten der Reaktionsteilnehmer in dem Reaktor zudem die Produktivität des ersten
und zweiten Schlaufenreaktors. Da das überkritische Fluid eine geringere
Dichte als die überkritische Flüssigkeit
aufweist, weisen die Polyethylenflocken eine im Vergleich zu dem
flüssigen
Verdünnungsmittel
in dem überkritischen
Fluid geringere Löslichkeit
auf. Diese geringere Löslichkeit
ermöglicht,
dass höhere
Polymerisationstemperaturen angewendet werden, bevor ein nennenswertes
Solubilisieren des Polyethylens in dem Verdünnungsmittel eintritt. Dementsprechend
ist es bei Benutzung von überkritischem
Verdünnungsmittel
möglich,
bei einer höheren
Polymerisationstemperatur als bei einem flüssigen Verdünnungsmittel zu polymerisieren.
Dies sorgt wiederum für
größere Katalysatoraktivität. Diese
beiden Phänomene
führen
zu einer kumulativen Erhöhung
der Produktivität
der Herstellung von Polyethylen unter Benutzung von überkritischem
Fluid im Vergleich zu einem flüssigen
Verdünnungsmittel.
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Das
Arbeiten bei einem hohen Druck mit dem überkritischen Fluid ermöglicht zudem,
dass die Wasserstoff- und die Ethenkonzentration in dem überkritischen
Verdünnungsmittel
erhöht
werden, wodurch die Polymerisationsgeschwindigkeit bei der Herstellung
von Polyethylen erhöht
wird. Z.B. kann unter überkritischen Bedingungen
der Wasserstoff in dem ersten Schlaufenreaktor zu etwa 2 Vol.% anwesend
sein und in dem zweiten Schlaufenreaktor kann der Wasserstoff zu
etwa 0,1 Vol.% anwesend sein, wodurch sich ein Wasserstoffvolumenverhältnis für die beiden
Reaktoren von 20 ergibt. Im Gegensatz dazu ist es erforderlich,
dass der Wasserstoffgehalt unter unterkritischen Bedingungen mit
einem flüssigen
Verdünnungsmittel
in dem ersten Schlaufenreaktor, der für unterkritische Bedingungen
ausgelegt ist, aufgrund des niedrigeren Zulassungsdruckes des Reaktors
niedriger ist, typischerweise etwa 1 Vol.%, und in dem zweiten Schlaufenreaktor
kann der Wasserstoff noch zu etwa 0,1 Vol.% anwesend sein, was ein
geringeres Wasserstoffvolumenverhältnis für die beiden Reaktoren von
10 ergibt. Eine verringerte Wasserstoffüberführung von dem ersten Schlaufenreaktor
zu dem zweiten Schlaufenreaktor vergrößert den Viskositätsunterschied
zwischen den beiden Polyethylen fraktionen. Die verringerte Wasserstoffüberführung ermöglicht eine
Vergrößerung des
Molekulargewichtsunterschieds zwischen den beiden Fraktionen oder
ermöglicht,
dass eine verringerte Menge an Hydrierkatalysator zum Verbrauchen
des überführten Wasserstoffs
nötig ist.
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Unter
bevorzugten Gesichtspunkten können
die kritische Temperatur und der kritische Druck des überkritischen
Fluids durch Mischen von Kohlenwasserstoffen mit niedrigerem Siedepunkt,
z.B. Methan oder Ethan mit Propan oder Isobutan, variiert werden.
Propan und Ethan weisen zunehmend niedrigere kritische Temperaturen,
aber höhere
kritische Drücke
als Isobutan auf. Das überkritische
Fluid kann eine Mischung solcher Kohlenwasserstoffe umfassen, so
dass für
eine gegebene Vorrichtung, die konfiguriert ist, um bei bestimmten Temperaturen
und Drücken
betrieben zu werden, der überkritische
Zustand des Verdünnungsmittels
durch Ändern
der Zusammensetzung des überkritischen
Fluids erreicht werden kann. So kann der Druck des überkritischen
Fluids zum Optimieren des Betriebs der Reaktorpumpe der Schlaufenreaktoren
geändert
werden. Wenn Ethan mit Isobutan oder Propan gemischt wird, wird
der kritische Punkt bei einer niedrigeren Temperatur erreicht, wodurch
Temperaturprobleme, die durch das Schmelzen des Polyethylenpolymers
verursacht werden, verringert werden und ermöglicht wird, dass die Vorrichtung
bei niedrigeren Betriebstemperaturen betrieben wird. Außerdem beeinflussen
sowohl Wasserstoff als auch Ethen, wenn sie in dem Reaktor in dem überkritischen
Fluid anwesend sind, die kritische Temperatur und den kritischen
Druck des überkritischen
Fluids. So können
die Zusammensetzung des Verdünnungsmittels
sowie die Mengen an Wasserstoff und Ethen, die in den Reaktoren
anwesend sind, variiert werden, um sicherzustellen, dass der überkritische
Zustand mit einer gegebenen Vorrichtung, die innerhalb bestimmter
Druck- und Temperaturbereiche betrieben wird, erreicht wird. Der
kritische Punkt kann durch Zugabe von niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffen, einschließlich Methan
und Ethan, feinabgestimmt werden. Das Verdünnungsmittel kann eine Mischung
aus Propan, Ethan und Olefinmonomer umfassen.
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Für Polypropylen
ermöglicht
die Benutzung eines überkritischen
Verdünnungsmittels
mit Absetzschenkeln in dem ersten Reaktor, viele Flocken mit einer
minimalen Menge an Flüssigkeit
zu überführen. Demgemäß kann dem
zweiten Reaktor zusätzlicher
Cokatalysator und/oder Elektronendonator zugeführt werden, der dann von der
Cokatalysator- und/oder Elektronendonatorzufuhr in dem ersten Reaktor
verschieden sein kann. Dies ermöglicht,
die beiden Reaktoren ziemlich unabhängig zu betreiben, was nicht
möglich
ist, wenn die Flocken einfach z.B. durch ein waagerechtes Rohr ohne
eine erfindungsgemäße Konzentriervorrichtung überführt werden.
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Um
Polyethylen mit geringer Dichte herzustellen, das große Mengen
an einbezogenem Hexencomonomer enthält, muss das Hexen/Ethen-Verhältnis in
dem Reaktor groß sein.
Da die kritische Temperatur Tc von Hexen
hoch ist, wird die Hexenkonzentration begrenzt sein, kann aber erhöht werden,
wenn dem Verdünnungsmittel
Propan z.B. Ethan zugegeben wird. Durch Mischen von Kohlenwasserstoffen
kann der kritische Punkt des Verdünnungsmittels feinabgestimmt
werden und eine größere Hexenkonzentration
kann erreicht werden, ohne den überkritischen
Zustand zu verlassen. Durch Senken des kritischen Punktes kann eine
größere Comonomerkonzentration
erreicht werden, mit einer höheren
Katalysatorproduktivität.
Dies verursacht, dass in dem Reaktor größere Polyethylenteilchengrößen gebildet
werden, was ein verbessertes Absetzen ergibt. Dieses wiederum sorgt
für einen
verbesserten Reaktordurchsatz bei erhöhter Wirtschaftlichkeit der
Kreislaufführung.
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In
dem überkritischen
Fluid ist die Diffusionsgeschwindigkeit der Reaktionsteilnehmer
bedeutend größer als
in dem flüssigen,
typischerweise bis zu etwa 200mal so groß. Dies kann wiederum den Polymerisationsgrad
erhöhen.
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Die
vorliegende Erfindung wird nun mit Bezug auf die folgenden nichteinschränkenden
Beispiele ausführlicher
beschrieben.
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BEISPIEL 1 und VERGLEICHSBEISPIEL
1
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Im
Vergleichsbeispiel 1 wurde ein zweigipfliges Harz in zwei Reaktoren
(in der Tabelle 1 und 2 mit Rx abgekürzt) in Reihe unter den Bedingungen,
die in der Tabelle 1 spezifiziert sind, hergestellt. Für das Beispiel 1
wurden die entsprechenden Bedingungen zum Herstellen eines solchen
zweigipfligen Harzes in demselben Reaktorsystem berechnet. Es wird
erkannt werden, dass sowohl im Beispiel 1 als auch im Vergleichsbeispiel 1
im Vergleich zu dem zweiten Reaktor in dem ersten Reaktor eine verhältnismäßig große Menge
an Comonomer in der Form von Hexen anwesend war, wodurch eine Fraktion
mit niedriger Dichte in dem ersten Reaktor und eine Fraktion mit
hoher Dichte in dem zweiten Reaktor hergestellt wurde. Bei der Herstellung
des Polyethylenharzes des Beispiels 1 kann erkannt werden, dass
im Vergleich zu dem Vergleichsbeispiel 1 in dem zweiten Reaktor
eine verringerte Hexenkonzentration anwesend ist, was für das Vergleichsbeispiel
1 einen größeren Dichteunterschied
zwischen der ersten und der zweiten Fraktion ergibt. Es kann erkannt
werden, dass das Beispiel 1 auch eine Erhöhung der Absetzeffizienz der
Polyethylenflocken aufgrund der Benutzung des überkritischen Verdünnungsmittels
aufweist. Zudem ist die Zufuhrgeschwindigkeit des Verdünnungsmittels
in den zweiten Reaktor im Beispiel 1 geringer als im Vergleichsbeispiel
1. Außerdem
ist die Katalysatorproduktivität im
Beispiel 1 bedeutend größer als
im Vergleichsbeispiel 1.
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Die
Kriecheigenschaften der Harze wurden unter Benutzung eines Zeitstandszugversuches
mit umlaufend gekerbter Probe (FNCT) bestimmt, der vorwiegend in
Europa von den Harzherstellern zu Entwicklungszwecken benutzt wird.
In Abhängigkeit
von den ausgewählten
Versuchsbedingungen kann die Zeit bis zum Bruch stark verringert
werden, derart, dass Informationen über hochfeste Materialien in
einer kurzen Zeit erhalten werden können. Die Versuchsausrüstung ist
einfach; sie ist der übliche
Aufbau für
eine Zugkriechprüfung.
Bei dem Versuch wird ein Prüfkörper in
Wasser oder eine spezifizierte Tensidlösung bei 80°C oder 95°C getaucht. Eine konstante Last
wird auf den Prüfkörper (ein
kleiner Stab 10 × 10 × 100 mm)
aufgegeben und der Prüfkörper wird
an vier Seiten im rechten Winkel zu der Beanspruchungsrichtung eingekerbt.
Die Zeit bis zum Bruch wird als eine Funktion der angewendeten Beanspruchung
aufgezeichnet. Das Prüfverfahren
ist in Japan standardisiert worden (JIS K 6774). Im Hinblick auf
die vorliegende Erfindung wurden die folgenden Bedingungen angewendet:
Ein
Stabprüfkörper von
10 × 10 × 100 mm,
der an vier Seiten mit einer Rasierklinge bis zu einer Tiefe von
1,6 mm eingekerbt war, wurde in eine Lösung von 2 Gew.% Arkopal® N-100
(Handelsprodukt von Hoechst) bei 95°C (± 0,5°C) eingetaucht und eine konstante
Belastung von 4,0 MPa wurde angewendet, basiert auf dem anfänglich verbleibenden
Querschnitt an der Stelle, an der die Kerben angebracht waren.
Ein
Zeitstandszugversuch mit umlaufend gekerbter Probe (FNCT) an Harz
1 ergab Zeiten bis zum Bruch zwischen 200 und 300 Stunden. Im Gegensatz
dazu war die Zeit bis zum Bruch bei dem Harz 2 stark verbessert und
betrug 600 bis 1.000 Stunden. Dies zeigt, dass die Benutzung von
erfindungsgemäßem überkritischem Verdünnungsmittel
Harze mit verbesserten mechanischen Eigenschaften ergibt.
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BEISPIEL 2 und VERGLEICHSBEISPIEL
2
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In
diesen Beispielen wurde unter Benutzung der Bedingungen, die in
der Tabelle 2 gezeigt sind, ein zweigipfliges Polyethylenharz hergestellt.
Diese Beispiele unterscheiden sich von dem Beispiel 1 und dem Vergleichsbeispiel
1 darin, dass die Polyethylenfraktion mit verhältnismäßig niedriger Dichte in dem
zweiten Reaktor hergestellt wird und die Polyethylenfraktion mit
verhältnismäßig höherer Dichte
in dem ersten Reaktor hergestellt wird. Damit die Fraktion mit niedriger
Dichte, die einen hohen Grad an Comonomereinbindung aufweist, in
dem zweiten Reaktor hergestellt werden muss, musste Wasserstoff
entweder zwischen den beiden Reaktoren oder in dem zweiten Reaktor
durch die Benutzung eines kostspieligen Hydrierkatalysators verbraucht
werden. Die Benutzung eines überkritischen
Ver dünnungsmittels
in dem ersten Reaktor ermöglichte eine
sehr bedeutende Einsparung an solch einem Hydrierkatalysator, da
sehr wenig Wasserstoff von dem ersten Reaktor zu dem zweiten Reaktor überführt wurde.
Für Metallocenkatalysatoren
erlaubt das Verfahren, bei dem überkritisches
Verdünnungsmittel
benutzt wird, die Erzeugung von gröberem Molekulargewicht in dem zweiten
Reaktor sogar ohne die Benutzung von speziellen Hydrierkatalysatoren.
Wenn der Verbrauch des Wasserstoffs zudem in dem zweiten Reaktor
durchgeführt
wird, durchläuft
eine zweite bedeutende Menge an Hexen Hydrierung, was die Produktionskosten
erhöht.
Dementsprechend ist die Minimierung der Menge an Wasserstoff somit
wichtig, um eine verbesserte Verfahrenswirtschaftlichkeit zu erhalten.
Es kann erkannt werden, dass die Absetzeffizienz im Beispiel 2 im
ersten Reaktor des Beispiels 2 im Vergleich zu dem ersten Reaktor
des Vergleichsbeispiels 2 größer ist
und die Verdünnungsmittelzufuhrgeschwindigkeit
kleiner ist.
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