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Hintergrund
der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Laservorrichtung, die ein laseraktives Medium, ein
optisches Resonatorsystem, das eine optische Achse aufweist, eine
Anregungseinrichtung, die das laseraktive Medium anregt und eine
stimulierte Emission von Strahlung des laseraktiven Mediums ermöglicht,
und eine Kühleinrichtung,
die ein erstes und ein zweites Kühlelement
aufweist, die in beabstandeter, einander gegenüberliegender Beziehung mit
einander zugewandten Oberflächen
angeordnet sind, wobei das laseraktive Medium zwischen den Kühlelementen
entlang der optischen Achse vorhanden ist umfasst.
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Laservorrichtungen wie oben angegebene sind
allgemein in der Technik bekannt. Grundsätzlich müssen alle Arten von Laservorrichtungen
mit dem Problem der Wärmeverteilung
fertig werden. Bei einer Festkörper-Stablaservorrichtung
zum Beispiel wird die Oberfläche
des Stabs, der einer Anregung durch eine Pump-Lichtquelle wie einer
Xe-Lampe unterworfen
ist gekühlt
und somit wird ein Temperaturgradient abhängig von der Kühlleistung
und Wirksamkeit der Kühleinrichtung
erzeugt. Thermische Effekte im Inneren des Stabs beeinflussen stark
die optischen Eigenschaften sowohl des laseraktiven Materials wie
den Brechungsindex, der in Abhängigkeit von
der Temperaturverteilung und der Doppelbrechung variiert als auch
die der weiteren optischen Elemente, nämlich der sphärischen
Resonatorspiegel. Es ist schwierig und teuer ein Lasersystem von hoher
Qualität
zu entwerten, das frei von thermischem Qualitätsverlust ist, wenn die während des
Laserbetriebs erzeugte Wärmemenge
zunimmt auf Grund eines erwünschten
Anstiegs der Ausgangsleistung.
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Als Folge wurden Laservorrichtungen
entworfen, um beide der folgenden Gesichtspunkte zu verbessern:
- (i) Erhöhung
der Wärmeverteilung,
um eine höhere
Ausgabeleistung pro Volumeneinheit des aktiven Lasermaterials zu
erreichen, und
- (ii) Minimierung des Einflusses des Temperaturgradienten auf
die optischen Eigenschaften der Laservorrichtung.
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Auf dem Gebiet der Gaslaser, die
RF-Anregung verwenden wurden sogenannte Slab-Laser oder Zickzack-Laser entwickelt.
Diese Laser besitzen einander gegenüberliegende RF-Elektroden,
die aus rechteckigen Platten mit einer reflektierenden Oberfläche gebildet
sind. Diese Elektroden sind so angeordnet, dass dazwischen ein Volumen
gebildet wird, wobei der resultierende Zwischenraum mit einem laseraktiven
Gas gefüllt
ist. Der Abstand zwischen diesen Elektroden beträgt typischerweise etwa 2 bis
4 mm und kann bis zu 1 cm erhöht
werden, wenn ein zusätzlicher
Gasfluss vorhanden ist, während
die Breite der Spalte senkrecht zu dem Abstand sich in dem Bereich
von einigen cm befindet. Die Elektroden sind gekühlt und somit wird die Wärme von
dem Lasergas verteilt durch Leitungskühlung über die Oberflächen der
Elektroden. Als einer Ergebnis wird ein großes Kühlgebiet und somit eine große Kühlleistung eingerichtet.
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Gleichzeitig liefert diese Struktur
einen Temperaturgradienten, der im Wesentlichen nur senkrecht zur
den Oberflächen
der Elektroden ausgerichtet ist, mit Ausnahme von Verzerrungen an
den seitlichen Enden der Platten. Diese Struktur tendiert dazu den
Effekt von Temperaturgradienten aufzuheben, da der Laserstrahl sich
in der Ebene der Temperaturveränderung
im Zickzack bewegt. Der relativ große Abstand der Platten im Zentimeterbereich
jedoch resultiert in einem weiten Bereich von Reflexionswinkeln
in dieser Ebene. Deshalb wird die resultierende Mode der Strahlung
nicht länger
durch die sphärischen
Resonatorspiegel als eine Einzelmode festgelegt, sondern die Strahlung
besteht als Folge aus Multimoden. Viele Anwendungen von Laservorrichtungen
erfordern jedoch eine feine Fokussierung des Laserstrahls, um eine
hohe Leistungsdichte zu ereichen und somit ist ein Multimodenstrahl
nicht erwünscht.
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Ferner sind so genannte "Hohlleiter"-Laservorrichtungen
in der Technik bekannt, bei denen das Strahlungsfeld in beiden Transversalrichtungen
begrenzt ist durch hochglanzpolierte und stark reflektierende Seitenwände. Die
Strahlungsmode ist vollständig
durch den Hohlleiter-Hohlraum bestimmt, wohingegen der Resonator
nur aus ebenen Spiegeln besteht. Um eine Einzelmodenstrahlung aus
einem Hohlleiterlaser zu erhalten, werden die Ausmaße des Hohlleiter-Hohlraums
auf nur einige mm (2–4
mm) beschränkt.
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Hohlleiterlaser besitzen exzellente
thermische Eigenschaften, aber die Ausgangsleistung ist niedrig
aufgrund des kleinen aktiven Volumens.
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US-5,123,028 legt einen CO2-Slab-Laser offen, der eine Hohlleiter-Anordnung
einschließt,
die aus einem Paar von getrennt beabstandeten planaren Elektroden
mit einander gegenüberliegenden lichtreflektierenden
Oberflächen
gebildet wird. Die Begrenzung der Strahlung in der Ebene parallel
zu den Elektrodenoberflächen
wird durch einen instabilen Resonator mit negativem Zweig erreicht.
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WO 95/02909 beschreibt einen CO2-Slab-Hohlleiter-Laser, bei dem der Lichtfortpflanzungspfad
in der Ebene parallel zu den Hohlleiter-Oberflächen durch sphärische Spiegel
gefaltet wird.
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GB 2276031 legt eine Festkörper-Laservorrichtung
offen, die ein Slab-förmiges
Lasermedium umfasst, das ein Paar von optisch glatten Oberflächen besitzt.
In der Breitenausdehnung des Slab förmigen Lasermediums ist ein
instabiler Freiraum-Resonator vorhanden, wohingegen in der eng beabstandeten
Dickerichtung des Slab-Mediums eine Begrenzung der Strahlung durch
die optisch glatten Oberflächen
des Mediums erreicht wird.
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In dem US- Patent Nr. 4,719,639 wird
eine Laservorrichtung offengelegt, wobei durch hochglanzpolierte
und hochreflektierende Elektroden mit einem kleinen Abstand von
weniger als 5 mm in einer transversalen Richtung Hohlleiterbedingungen
geschaffen werden, während
die andere transversale Richtung "offen" bleibt, d. h. der optische Hohlraum
in dieser Richtung wird durch sphärische Resonatorspiegel begrenzt.
Eine Anordnung, wie sie in der obigen Offenlegung erwähnt ist
kann das aktive Volumen im Vergleich zu dem Hohlleiterlaser erhöhen, während andererseits
eine Einzelmodenstrahlung erhalten werden kann. Der Abstand der
Elektroden ist jedoch typischerweise auf 2–3 mm begrenzt. Zusätzlich erfordern
die Elektroden sowohl eine hohe optische Qualität als auch eine große Parallelität.
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US-A-5123023 legt eine Laservorrichtung
in Übereinstimmung
mit der Einleitung von Anspruch 1 offen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Mit Hinblick auf die oben erwähnten Probleme
und Nachteile des Stands der Technik ist es deshalb ein Ziel der
vorliegenden Erfindung eine Laservorrichtung mit einer kompakten
Struktur vorzulegen, die eine verbesserte optische Leistung besitzt
und eine fein fokusierbare Strahlung ausgibt.
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Das oben erwähnte Ziel wird durch eine Laservorrichtung
erreicht, die ein laseraktives Medium, ein optisches Resonatorsystem,
das eine optische Achse definiert, eine Anregungseinrichtung, die
das laseraktive Medium anregt und eine stimulierte Emission von
Strahlung des laseraktiven Mediums ermöglicht, und eine Kühleinrichtung
umfasst, die ein erstes und ein zweites Kühlelement aufweist, die in
beabstandeter, einander gegenüberliegender
Beziehung mit einander zugewandten Oberflächen angeordnet sind, wobei
das laseraktive Medium zwischen den Kühlelementen entlang der optischen
Achse vorhanden ist. Die Laservorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
dass ein optisches Element vorhanden ist, das auf dem optischen
Weg angeordnet ist, der durch das optische Resonatorsystem gebildet
wird, und das eine Brechkraft in einer ersten Ebene entlang der optischen
Achse und senkrecht zu den Oberflächen hat, die sich von einer
Brechkraft in einer zweiten Ebene entlang der optischen Achse und
senkrecht zu der ersten Ebene unterscheidet, wobei die Brechkraft in
der ersten Ebene des optischen Elementes so eingestellt ist, dass
sie Wechselwirkung der niedrigsten Strahlungsmodenordnung mit den
Oberflächen
des ersten (61) und des zweiten (62) Kühlelementes
verhindert.
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Der Ausdruck "Brechkraft" bezieht sich auf alle Arten von optischen
Elementen, speziell auf lichtbrechende, -ablenkende und -reflektierende
optische Elemente mit der Fähigkeit
einen Lichtstrahl parallel auszurichten oder zu streuen.
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Der Ausdruck "entlang der optischen Achse" schließt alle
Anordnungen der Ebenen parallel zu der optischen Achse oder die
optische Achse, die sich in den Ebenen befindet ein.
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"Eine
Ebene entlang der optischen Achse senkrecht zu den Oberflächen" stellt eine Vielzahl von
Ebenen dar, die parallel sind, wenn die Oberflächen der Kühlelemente e ben sind und einen
bestimmten Winkelbereich einschließen, wenn die Oberflächen gebogen
sind. Die obige Definition kann auch den Fall einschließen, bei
dem die "Ebenen" nicht länger eben
sind, sondern eine bestimmte Krümmung
entsprechend dem beabstandeten Verhältnis der Kühlelemente umfassen, zum Beispiel, wenn
die Oberflächen
der Kühlelemente
zylindrisch mit nicht zusammenfallenden Krümmungszentren sind. Die Definition
der in dieser Anwendungen verwendeten Strahlungsmode ist mit Bezug
auf die verwandte Technik in der folgenden Weise zu verstehen: Im
Falle einer Freiraumausbreitung des Laserstrahls bildet die TEM∞-Mode
die sog. Grundmode oder Mode der niedrigsten Ordnung, wohingegen
alle anderen Moden als Moden höherer
Ordnung bezeichnet werden.
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Für
eine Laservorrichtung mit einem quadratisch geformten Hohlleiter-Hohlraum
wird die EH11-Mode als die Grundmode oder
Mode niedrigster Ordnung angesehen und alle anderen Moden werden
als Moden höherer
Ordnung behandelt.
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Für
eine Laservorrichtung mit einem slabähnlichen Hohlleiter-Hohlraum
wird die Strahlungsmode mit einem einzigen Maximum in seiner Verteilung
in dem transversalen elektrischen Feld in der Nicht-Freiraum- Ausbreitungsrichtung
als die Grundmode oder Mode niedrigster Ordnung angesehen.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung wird bei der, wie oben definierten Laservorrichtung die
innerhalb des aktiven Volumens erzeugte Strahlung, d. h. innerhalb
des laseraktiven Mediums parallel ausgerichtet oder gestreut jeweils
durch ein optisches Element in der Ebene, die senkrecht zu Oberflächen der
ersten und zweiten Elemente der Kühleinrichtung ist, die den
Ort des laseraktiven Mediums definiert, um deren Krümmungen
in Kombination mit der Anordnung der sphärischen Resonatorspiegel, d.
h. die Abstände
der Resonatorspiegel und die Krümmung
des optischen Elementes, des Strahlungsfeldes in dieser Ebene zu
begrenzen. Die Beschränkung
des Winkelbereichs der Strahlung in der Ebene senkrecht zu den Oberflächen der
Kühlelemente
erlaubt eine größere Trennung
der Kühlelemente,
die vorher verwendet wurden zur Begrenzung der Laserstrahlung, während man
einen Betrieb der Laservorrichtung in einer Einzeltransversalmode
aufrechterhält.
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Die Laservorrichtungen in Übereinstimmung mit
der vorliegenden Erfindung vereinigt die Vorteile von kleinen Abmessungen
mit erhöhter
Ausgangsleistung. Verringerte Herstellungskosten erwachsen aus der
Tatsache, dass die Oberflächen
der Kühlelemente
nicht von hoher optischer Qualität
sein müssen
und die Zahl der Peripherievorrichtungen zum Kühlen des laseraktiven Mediums
verringert ist im Vergleich zu einer Laservorrichtung entsprechend dem
Stand der Technik. Zusätzlich
ist der Wartungsaufwand während
des Betriebs einer Laservorrichtung in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung niedrig, da die Temperaturbelastung der verschiedenen
Komponenten der Laservorrichtung reduziert ist auf Grund der erhöhten Kühlwirkung.
Ferner beeinflusst eine Fehlausrichtung der Kühlelemente auf Grund der thermischem
Expansion die Betriebseigenschaften der Laservorrichtung nur unerheblich,
da der Abstand der Kühlelemente
und ihre Parallelausrichtung keine kritischen Parameter darstellen.
Ein weiterer Vorteil ist eine verlängerte Lebensdauer, die aus
der verbesserten Kühlwirkung
resultiert.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung der
vorliegenden Erfindung sind Blendeneinrichtungen in dem optischen
Pfad angeordnet. Diese Blendeneinrichtungen können zum Beispiel durch Blenden
realisiert werden, welche den optisch effektiven Abstand der Oberflächen der
Kühlelemente
begrenzen. Bevorzugt wird die wechselseitige Anordnung des optischen
Elements, der optischen Resonatoreinrichtung und der Blendeneinrichtungen
optimiert, so dass die Strahlungsverluste an den Blendeneinrichtungen
minimiert werden. Der Prozess der Optimierung der Laservorrichtung
um einen Einzelmodenbetrieb in der Ebene, in der das optische Element die
Begrenzung der Strahlung regelt auszuwählen wird, durch diese Blendeneinrichtungen
beträchtlich erleichtert.
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Bei einer bevorzugten Ausführung der
vorliegenden Erfindung bilden das optische Element und das Resonatorsystem
in Kombination einen stabilen Resonator in der Ebene senkrecht zu
der Oberfläche der
Kühleinrichtung.
Als ein Ergebnis "berührt" bei dieser Anordnung
der Laserstrahl nie die Oberflächen
der Kühlelemente.
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Vorteilhafterweise ist die optische
Achse der Laservorrichtung in Abschnitte unterteilt, die einen Winkel
in Bezug zueinander bilden und damit wird die gesamte Längendimension
der Laservorrichtung reduziert, während gleichzeitig ein großes optisch
aktives Volumen beibehalten wird.
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Vorzugsweise umfasst das optische
Element eine reflektierende Oberfläche, um die optische Achse
in einen ersten und wenigstens einen weiteren Abschnitt zu teilen
und somit die Zahl der benötigten
optischen Komponenten in der Laservorrichtung zu reduzieren Das
optische Element jeweils zur Parallelausrichtung und Streuung ist
vorzugsweise ein zylindrischer Spiegel, der mit relativ niedrigen
Kosten hergestellt werden kann.
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Vorzugsweise sind die Krümmungen
der Spiegel des optischen Resonatorsystems so geformt, dass sie
gleichzeitig als das optische Element dienen können und damit die Zahl der
benötigten
optische Komponenten reduzieren. Ein Spiegel mit einem solchen Design
wäre vorzugsweise
bizylindrisch.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung der
vorliegenden Erfindung variiert der Abstand der Oberflächen entlang
der optischen Achse entsprechend einem Strahlprofil in diesem Abschnitt.
Durch diese Anpassungsmaßnahme
der Gestalt der Kühlelemente
an die Strahldurchmesseränderung
entlang der optischen Achse werden sowohl die Kühlwirkung als auch die optische
Leistung optimiert, da der Abstand der Oberflächen immer bei seinem minimal
benötigten
Wert bleibt.
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Vorzugsweise sind die ersten und
zweiten Elemente der Kühleinrichtung
aus einem elektrisch leitfähigen
Material. Dies liefert die Möglichkeit
die Elemente als Elektroden zu verwenden. Ferner impliziert eine
große
elektrische Leitfähigkeit üblicherweise
auch eine große
thermische Leitfähigkeit,
was eine einheitliche Temperaturverteilung über die Oberflächen der
Elemente bedeutet und somit einen eindimensionalen Temperaturgradienten
erzeugt.
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Bei einer bevorzugten Ausführung der
vorliegenden Erfindung ist die Anregungseinrichtung eine Hochfrequenzquelle,
die eine Leistungsanpassungsschaltung enthält, und die Hochfrequenzquelle
ist elektrisch mit dem ersten und dem zweiten Kühlelement der Kühleinrichtung
verbunden. Auf diese Weise können
die Dimensionen der Laservorrichtung weiter reduziert werden, da
die Elemente der Kühleinrichtung
eine Doppelfunktion besitzen.
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Das laseraktive Medium ist vorzugsweise
ein Lasergas. In Verbindung mit den Elementen der Kühleinrichtung,
die auch als RF-Elektroden dienen, wird eine effektive Kühlung des
Lasergases durch Leitungskühlung
ausgeführt
und somit wird ein leistungsstarker Gaslaser mit einem großen laseraktiven Volumen
innerhalb des Lasergases erzeugt im Vergleich zu Gaslasern entsprechend
dem Stand der Technik.
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Bei einer bevorzugten Ausführung der
vorliegenden Erfindung umfasst das Gas die Komponenten: CO2, N2, He, Xe. Die
Verwendung der zusätzlichen
Komponente Xe ergibt eine Erhöhung
der Ausgabeleistung von etwa 20–30%
auf Grund der Modifikation des Geschwindigkeitsspektrums der Elektronen,
welche die Molekülschwingungen
in CO2 und N2 anregen.
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Vorzugsweise umfassen die Kühlelemente Durchlasse,
um einen Gasstrom zur Erhöhung
der Kühlkapazität und zum
Ersatz der abgebauten CO2-Moleküle zu ermöglichen.
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Vorteilhafterweise ist das optische
Resonatorsystem ein instabiles Resonatorsystem mit negativem Zweig.
Der instabile Resonator mit negativem Zweig ist ein instabiles Resonatorsystem,
das einem Brennpunkt zwischen den Resonatorspiegeln umfasst. In
diesem Fall muss das optische Element einen parallelausrichtenden
Effekt besitzen, um das Strahlungsfeld zu begrenzen. Die Empfindlichkeit
gegenüber
Fehlausrichtung dieses Resonatortyps ist viel geringer als die eines
instabiles Resonators mit positivem Zweig oder eines stabilen Resonators.
Somit ist der Einfluss von thermischer Ausdehnung und mechanische
Belastung, der in einer Fehlausrichtung während des Betriebs resultiert
weniger wichtig im Vergleich mit Vorrichtungen entsprechend dem Stand
der Technik.
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Bei der Laservorrichtung der vorliegenden Erfindung
kann die Oberflächenentfernung
einer einzelnen Vorrichtung als ein Wert in dem Bereich von 2 mm
bis 15 mm ausgewählt
werden. Sogar für
einen Wert von 2 mm berührt
das sich ausbreitende Laserlicht niemals die Oberflächen der
Kühlelemente.
Darüber
hinaus kann, durch Anwendung eines zusätzlichen langsam fließenden Gasaustausches
zwischen den Kühlelementen
die Ausgabeleistung der Laservorrichtung bedeutet erhöht werden
(einige Male die Ausgangsleistung ohne Gasstrom).
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung der
vorliegenden Erfindung ist die optische Achse in einige Abschnitte
unterteilt, wobei sich diese einigen Abschnitte nicht in einer gemeinsamen
Ebene befinden. Unterschiedliche Teile einer Laservorrichtung, die
ein aktives Volumen enthalten können
somit in einer "dreidimensionalen" Struktur angeordnet
werden, die in einer Hochleistungsausgabevorrichtung mit kleinen
Gesamtabmessungen resultiert.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung der
vorliegenden Erfindung sind die Kühlelemente so geformt, dass
sie ebene Oberflächen
besitzen, die einander zugewandt stehen. Dies resultiert in einer einfachen
Geometrie des aktiven Volumens der Laservorrichtung und somit in
einem einfach zu bauenden optischen Element, da die Ebenen, in denen
das optische Element parallel ausrichtet oder streut jeweils parallel
sind. Somit kann das optische Element zum Beispiel als ein Zylinderspiegel
geliefert werden.
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Weitere bevorzugte Ausführungen
folgen aus den abhängigen
Ansprüchen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer ersten Ausführung der
vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt
eine schematische Schnittansicht senkrecht zu der Ansicht von 1 der ersten Ausführung entnommen
entlang der Linie II–II
in 1.
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3 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer zweiten Ausführung der
Laservorrichtung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
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4 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer dritten Ausführung der
vorliegenden Erfindung.
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5 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer vierten Ausführung der
vorliegenden Erfindung.
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6 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer fünften Ausführung der vorliegenden Erfindung.
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7 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer sechsten Ausführung der
Laservorrichtung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
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8 ist
eine Schnittansicht der sechsten Ausführung der vorliegenden Erfindung
in einer Ebene senkrecht zu 7 entnommen
entlang der Linie VIII–VIII
in 7.
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9 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführung der
Laservorrichtung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
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10 ist
eine schematische Schnittansicht der sechsten Ausführung der
vorliegenden Erfindung in einer Ebene senkrecht zu 9 entnommen entlang der Linie X-X in 9.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungen
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Mit Bezug auf 1 und 2 wird
eine bevorzugte Ausführung
der Erfindung im Detail beschrieben.
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Die schematische Schnittansicht von 1 zeigt eine erste Ausführung der
Laservorrichtung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, die eine Kühlvorrichtung 6 mit
Kühlelementen 61, 62, 63 und 64 aus
einem elektrisch und thermisch leitfähigen Material umfasst. Ein
optisches Resonatorsystem umfasst einen sphärischen Resonatorspiegel 2 und
einen sphärischen
Resonatorspiegel 3, die beide eine konkave Krümmung besitzen.
Die Resonatorspiegel 2 und 3 bilden ein unstabiles
Resonatorsystem mit negativen Zweig.
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Zwischen den Kühlelementen 61, 62, 63 und 64 befindet
sich ein Lasergas 1, das aus den Komponenten N2,
CO2, He und Xe zusammengesetzt sein kann.
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Das System umfasst weiterhin ein
optisches Element 10, das als ein Zylinderspiegel vorgesehen ist,
wobei die Zylinderachse des optischen Elements 10 senkrecht
zu der Zeichenebene ist. Eine optische Achse 4 wird durch
das optische Resonatorsystem definiert und durch das optische Element 10 in
zwei Abschnitte geteilt.
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Weiter sind Blendeneinrichtungen,
welche die Blenden 7, 8 und 9 umfassen
jeweils entlang der optischen Achse vorgesehen, wobei Blende 7 zwischen
sphärischem
Spiegel 2 und den Enden der Kühlelemente 61 und 62,
Blende 9 zwischen sphärischem
Spiegel 3 und den Enden der Kühlelemente 63 und 64 und
Blende 8 zwischen optischem Element 10 und den
anderen Enden der Kühlelemente 61, 62, 63 und 64 angeordnet
sind.
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Eine Anregungsvorrichtung 5 zur
Anregung des Lasergases zur Aussendung von Laserstrahlung ist, in Übereinstimmung
mit dieser Ausführung
eine Hochfrequenzquelle, die eine Leistungsanpassungsschaltung enthält. Die
RF-Quelle ist mit den Kühlelementen,
die als Elektroden dienen durch elektrische Verbindungen 11, 13, 15, 17 und 19 verbunden
und ist weiterhin mit einem Referenzpotenzial 20 verbunden.
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Jedes Paar von Kühlelementen 61, 62 und Kühlelementen 63, 64 bilden
jeweils ein Volumen, welches das Lasergas 1 enthält. Wenn
Anregungseinrichtung 5 einen RF-Strom über die elektrischen Verbindungen 11, 13, 15, 17 und 19 an
die jeweiligen Paare an Kühlelementen 61, 62 und 63, 64 liefert, wird
Lasergas 1 angeregt und gibt stimulierte Emission ab. Die
emittierte Strahlung wird in der Ebene senkrecht zu der Zeichenebene
aus 1 durch das Resonatorsystem
begrenzt, das ein instabiler Resonator mit negativem Zweig ist.
Die Eigenschaften dieses Resonatortyps werden mit Bezug auf 2 in dem folgenden Absatz
erklärt.
In dieser Ebene beeinflusst das optische Element 10 die
Funktion des Resonatorsystems nicht und teilt nur die optische Achse in
zwei Abschnitte.
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In der Zeichenebene von 1 ist das Strahlungsfeld
durch das Resonatorsystem, die Blendeneinrichtung und das optische
Element 10 begrenzt. Die Blendengrößen der Blenden 7, 8 und 9 begrenzen
die optisch wirksame Entfernung des jeweiligen Paares an Kühlelementen 61, 62 und 63, 64.
Wenn die Krümmungen
von den sphärischen
Spiegeln 2 und 3 und die Entfernung der Oberflächen jeweils von
den Kühlelementen 61, 62 und 63, 64 einmal
gegeben sind, werden die Entfernungen der sphärischen Spiegel 2 und 3 von
den jeweiligen Enden der entsprechenden Kühlelemente, die Entfernung
des optischen Elements 10 von den entsprechenden Enden
der Kühlelemente, die
Krümmung
des optischen Elements 10 und die Blendengröße der Blenden 7, 8, 9 so
ausgewählt,
dass sie einen stabilen Resonator bilden, die Strahlungsverluste
in den Blenden minimieren und gleichzeitig eine Strahlung einer
geeigneten Mode niedriger Ordnung liefern, die das Resonatorsystem
bei dem sphärischen
Spiegel 3 verlässt.
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2 ist
eine schematische Schnittansicht der ersten Ausführung der vorliegende Erfindung
in einer Ebene senkrecht zu der Zeichenebene aus 1. Für
ein besseres Verständnis
sind die beiden Abschnitte der optischen Achse 4 aus 1 in der Darstellung aus 2 in einer geraden Linie
angeordnet.
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In 2 ist
das optische Resonatorsystem gezeigt, das die sphärischen
Spiegel 2 und 3 umfasst, wobei der obere Teil
des sphärischen
Spiegels 3 ausgeschnitten ist, um eine Öffnung für den Laserstrahl vorzusehen,
damit er das Resonatorsystem verlassen kann. Ein Laserstrahl, der
das Resonatorsystem bei dem sphärischen
Spiegel 3 verlässt,
besitzt das Referenzzahlzeichen 50.
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In 2 wird
die Strahlung, die durch das Lasergas (nicht gezeigt) emittiert
wird einige Male zwischen den sphärischen Spiegeln 2 und 3 reflektiert
und verlässt
das Resonatorsystem als Laserstrahl 50 bei dem sphärischen
Spiegel 3. In der Zeichenebene von 2 beeinflusst das optische Element 10 die
Funktion des Resonatorsystems nicht. Spiegel 2 und 3 besitzen
konkave Krümmungen
und bilden einen instabilen Resonator mit negativem Zweig, d. h.
der Resonator umfasst einen Brennpunkt zwischen den sphärischen
Spiegeln und die Strahlung verlässt
das Resonatorsystem schon nach wenigen Reflexionen. Da der optischen
Pfad des aktiven Volumens zwischen den sphärischen Spiegeln 2 und 3 in
der Richtung des Abstandes von den Kühleinrichtungen durch diese
Kühleinrichtungen
begrenzt ist, muss der Laserstrahl in dieser Richtung "zurückgebogen" werden und das optische
Element 10 muss somit vom Kollimationstyp sein. Der instabile
Resonator ist relativ unempfindlich in Hinblick auf Fehlausrichtung.
Dieser Resonatortyp besitzt weiter den Vorteil, dass er eine Einzelmodenausgabe
liefert, während
er das Laservolumen zu einem hohen Prozentsatz ausfüllt.
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Eine weitere bevorzugte Ausführung der
vorliegenden Erfindung wird nun beschrieben mit Bezug auf 3, die eine schematische
Schnittansicht der Laservorrichtung in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung in der Ebene der Strahlfortpflanzung ist.
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Die Laservorrichtung der zweiten
Ausführung
umfasst ein optisches Resonatorsystem des instabilen Typs mit negativem
Zweig, das sphärische Spiegel 302 und 303 umfasst.
Eine optische Achse 304 wird durch optische Elemente 310, 320, 330, 340 und 350 in
einige Abschnitte geteilt, die als Zylinderspiegel vorgesehen sein
können.
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Zwei Kühlelemente 361 und 362 umfassende
Kühleinrichtungen 306 sind
so angeordnet, dass ihre inneren Oberflächen das laseraktive Medium einschließen und
dass der Strahlfortpflanzungspfad durch die optischen Elemente 310, 320, 330, 340, 350 hin
und zurück
geführt
wird.
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Ferner sind Blendeneinrichtungen
vorgesehen, die Blenden 370 bis 376 umfassen,
wobei die Blenden 370, 372, 374, 376 zwischen
einer Seitenkante des Paars von Kühlelementen 361, 362 und
jeweils dem sphärischen
Resonatorspiegel 302, dem optischen Element 320,
dem optischen Element 340 und dem sphärischen Resonatorspiegel 303 angeordnet
sind und die Blenden 371, 373, 375 sind
zwischen der anderen Seitenkante des Paars von Kühlelementen 361, 362 und
den jeweiligen optischen Elementen 310, 330, 350 vorgesehen.
Die Blenden 370 bis 376 begrenzen den optisch
wirksamen Abstand der Kühlelemente 361, 362.
Der Abstand ist senkrecht zu der Zeichenebene von 3 und als Folge erscheinen die Blenden
in 3 als durchgehende
Linien.
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Wenn ein laseraktives Medium (nicht
gezeigt) zwischen den Kühlelementen 361 und 362 angeregt
wird, wird eine Strahlung, die durch das angeregte laseraktive Medium
emittiert wird in der transversalen Richtung in der Zeichenebene
von 3 jeweils durch
die sphärischen
Spiegel 302 und 303 begrenzt. Im dieser Ebene
teilen die optischen Elemente die optische Achse in einige Abschnitte
aber beeinflussen die optische Begrenzungsoperation des Resonatorsystems
nicht. In der Richtung senkrecht zu der Zeichenebene wird die Begrenzung
der Strahlung durch sphärische
Spiegel 302, 303, Blenden 370 bis 375 und
die optischen Elemente 310 bis 350, die Zylinderspiegel
sein können
ausgeführt.
Die Abstände
der optischen Elemente 310 bis 350 von den Kühlelementen 361, 362,
die Blendengrößen der
Blenden 370 bis 375 zur Begrenzung eines optisch
wirksamen Abstandes der einander zugewandten Kühlelementoberflächen und
die Krümmungen
der optischen Elemente 310 bis 350 sind optimiert,
um einen stabilen Resonator in der Zeichenebene zu bilden, um die Strahlungsverluste
an den Blenden
370 bis 375 zu minimieren und eine
Strahlungsmode geeigneterweise niedriger Ordnung auszuwählen. In Übereinstimmung
mit dieser Ausführung
kann eine sehr kompakte Laservorrichtung realisiert werden auf Grund
der Tatsache, dass der optischen Pfad in einige Abschnitte unterteilt
wird und die Längenabmessung
der Vorrichtung entsprechend reduziert ist. Außerdem kann die Temperaturverteilung
in den Ebenen, in denen das laseraktive Medium die Kühlelemente
berührt ziemlich
konstant gehalten werden, was in einer höheren Zuverlässigkeit
während
eines Betriebs bei hoher Ausgabeleistung resultiert.
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Mit Bezug auf 4 und 5 werden
eine dritte und eine sehr ähnliche
vierte Ausführung
der vorliegenden Erfindung nun beschrieben.
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4 ist
eine schematische Schnittansicht, bei der jeweils Resonatorspiegel 402 und 403 einen instabilen
Resonator mit negativem Zweig in der Ebene senkrecht zu der Zeichenebene
bilden. Der Abstand zwischen den Resonatorspiegeln 402 und 403 ist
als L definiert. Krümmungen 410 der
jeweiligen Resonatorspiegel 402 und 403 in einer
Ebene senkrecht zu den Oberflächen
der Kühlelemente 461 und 462 sind
zusätzlich
so ausgebildet, dass ihr Radius, definiert als R, in einer Ebene
entsprechend der Zeichenebene von 4,
größer ist
als der Abstand der Resonatorspiegel L und somit einen stabilen
Resonator ergeben. Blendeneinrichtungen 407 und 408 sind
jeweils vor dem Resonatorspiegel 403 und 402 platziert.
Ein Lasergas ist jeweils zwischen den Oberflächen der Kühlelemente 461 und 462 vorhanden. Die
Kühlelemente
bestehen aus einem elektrisch und thermisch leitfähigen Material
und Kühlelement 461 ist
mit Hochfrequenzstromquelle 405 über eine elektrische Verbindung 411 verbunden,
wohingegen Kühlelement 462 mit
einem Referenzpotenzial 420 durch eine elektrische Verbindung 419 verbunden
ist.
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Der Radius R der Resonatorspiegel 403, 402 ist
so ausgewählt,
dass R > L, um einen
stabilen Resonator in der Zeichenebene von 4 zu bilden. Die Größe der Blendeneinrichtungen 407 und 408 wird
gewählt
den Laserstrahl so zu begrenzen, dass er die Oberflächen der
Kühlelemente
nicht berührt. Vorteilhafterweise
sind die Oberflächen
der Kühleinrichtungen
so ausgebildet, dass sie im Wesentlichen wie die Veränderung
des Strahlbereichs entlang der optischen Achse in der Zeichenebene
von 4 geformt sind.
Auf diese Weise wird die Kühlwirkung
erhöht
im Vergleich zu ebenen Kühloberflächen mit
einem konstanten Abstand.
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5 zeigt
eine ähnliche
Anordnung wie 4 mit
modifizierten Kühlelementen 561 und 562. Die
Kühlelemente 561 und 562 umfassen
Durchlasse 590, um einen Gasaustausch des Lasergases 501 mit
peripheren Kühleinrichtungen
(nicht gezeigt) zu erlauben, um die Kühlleistung der Laservorrichtung weiter
zu erhöhen.
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6 zeigt
eine Schnittansicht einer fünften Ausführung der
vorliegenden Erfindung, wobei die optische Achse in zwei Abschnitte
unterteilt ist.
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In 6 ist
eine Spiegeleinrichtung 600 mit einer ebenen reflektierenden
Oberfläche
vorgesehen, die eine weitere Blendeneinrichtung 609 vor
ihr besitzt und eine optische Achse 604 in zwei Abschnitte
unterteilt. Resonatorspiegel 603 und 602 bilden
einen instabilen Resonator mit negativem Zweig in der Ebene senkrecht
zu der Zeichenebene von 6. Die
Resonatorspiegel umfassen eine zusätzliche Krümmung 610 zur Bildung
eines stabilen Resonators in der Zeichenebene von 6 und sind somit bizylindrische Spiegel.
Vor den Resonatorspiegeln 603 und 602 sind jeweils
Blendeneinrichtungen 607 und 608 angeordnet. Kühlelemente 661, 662 und 663 sind
aus einem elektrisch und thermisch leitfähigen Material, das zwei laseraktive
Volumina ausbildet. Hochfrequenzstromquelle 605 ist mit
Kühlelementen 661 und 663 jeweils über elektrische
Verbindungen 611 und 617 verbunden. Kühlelement 662 ist über eine
elektrische Verbindung 619 mit einem Referenzpotenzial 620 verbunden.
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Spiegeleinrichtung 600 teilt
die optische Achse 604 in zwei Abschnitte und somit wird
Abstand L, der den Abstand der Resonatorspiegel in einer entsprechenden
Längsanordnung
definiert in zwei Teile mit jeweils der Länge von L/2 geteilt. Die Resonatorspiegel
bilden einen instabilen Resonator mit negativem Zweig in der Ebene
senkrecht zu der Zeichenebene von 6 und
durch die zusätzlichen
Krümmungen 610 und
die Blendeneinrichtungen 607, 608 und 609 wird
ein stabiler Resonator in der Zeichenebene von 6 gebildet, der die Strahlung in dieser Ebene
begrenzt. Spiegeleinrichtung 600 beeinflusst weder das
instabile Resonatorsystem noch das stabile Resonatorsystem. Der
Abstand der Oberflächen der
Kühleinrichtungen
kann variieren, um genau an den variablen Strahlabschnitt entlang
der optischen Achse angepasst zu werden.
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Eine weitere bevorzugte Ausführung der
vorliegenden Erfindung wird nun beschrieben mit Bezug auf 7 und 8.
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7 ist
eine schematische Schnittansicht senkrecht zu der optischen Achse
einer sechsten Ausführung
der Laservorrichtung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
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Der Laser aus 7 schließt eine Kühleinrichtung ein, die Kühlelemente 761 bis 769 aus
einem elektrisch und thermisch leitfähigen Material umfasst, wobei
Kühlelement 769 ein
Hohlzylinder ist, der von Zylinderplatten 761 bis 768 umgeben
ist, die entlang einer gedachten Zylinderoberfläche so angeordnet sind, dass
sie jeweils Lücken
zwischen dem inneren Zylinder 769 und den Zylinderplatten 761 bis 768 bilden.
Die Zylinderplatten sind über
elektrische Verbindungen 711 bis 718 und eine
Hochfrequenzspannungsquelle (nicht abgebildet) miteinander verbunden.
Ein Lasergas 701 ist in den Lücken vorhanden.
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Wenn die Kühlelemente 761 bis 769,
die auch als Elektroden dienen mit einem hochfrequenten Strom über elektrische
Verbindungen 711 bis 718 versorgt werden, wird
das Lasergas 701 zwischen dem Hohlzylinder 769 und
den Kühlelementen 761 bis 768 angeregt
und emittiert stimulierte Strahlung. Die Begrenzung des Strahlungsfeldes
wird mit Bezug auf 8 in
dem folgenden Abschnitt besprochen.
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8 ist
eine Schnittansicht der sechsten Ausführung der vorliegenden Erfindung
in einer Ebene senkrecht zu 7 und
dort durch die Schnittlinie VIII–VIII angezeigt.
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In 8 sind
jeweils Resonatorspiegel 703, 702 und 704, 705 vorgesehen,
die eine Krümmung des
Tontyps besitzen, d. h. die Brechkraft der Resonatorspiegel in den
Ebenen senkrecht zu der Ebene der Kühlelemente ist unterschiedlich
im Vergleich zu den transversalen Ebenen senkrecht dazu und somit wird
eine Begrenzung der Laserstrahlen in beide transversale Richtungen
innerhalb der aktiven Volumina, die jeweils durch die Kühlelemente 768, 769 und 764, 769 gebildet
werden erreicht. Resonatorspiegel 702 und 705 sind
teildurchlässig.
Außerdem sind
Kühlelemente 768, 769 und 764 so
geformt, dass sie im Wesentlichen mit den Abschnitten der Laserstrahlen
entlang ihres Ausbreitungspfads zusammenfallen. Die Laserstrahlen
werden jeweils bei den teildurchlässigen Spiegeln 702 und 705 ausgegeben. Die
Ausgabelaserstrahlen werden durch einen Kegelspiegel 730 zu
einem Axicon 720 gelenkt.
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9 zeigt
einen Schnitt einer Ausführung
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung ähnlich
dem, der mit Bezug auf 7 und 8 erläutert wurde. Verglichen mit
der Ausführung,
die in 7 dargestellt
ist bilden zusätzliche
Kühlelementen 971 bis 978 einen
Ring aus Zylindersegmenten. In 9 werden
Elemente, die identisch mit oder ähnlich zu entsprechenden Elementen
aus 7 sind durch entsprechende
Referenzzahlzeichen bezeichnet, mit Ausnahme einer 9 statt einer
7 als vorausgehendes Zeichen.
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10 zeigt
einen Schnitt entlang der Linie X-X in 9. In dem oberen Teil von 10 wird ein optischer Hohlraum
durch Resonatorspiegel 903, 902, die vom Tontyp
sind und einem konischen Spiegel 931 gebildet. In dem unteren
Teil von 10 wird ein
optischer Hohlraum durch Resonatorspiegel 913, 912,
die vom torischen Typ sind und einem konischen Spiegel 932 gebildet.
Die Laserstrahlausgänge
jeweils bei den teildurchlässigen
Resonatorspiegeln 902 und 913 werden durch einen
konischen Spiegel 930 zu einem Axicon 720 reflektiert.
Kühlelemente 968, 969 und 978, 969 sind
so geformt, dass sie im Wesentlichen mit dem Abschnitt des Laserstrahls entlang
des Ausbreitungspfads innerhalb der Resonatorspiegel 902 und 903 zusammenfallen.
Das Selbe gilt für
die Kühlelemente 974, 969 und 964, 969, die
in dem unteren Teil von 10 gezeigt
sind. Für eine
bessere Darstellung ist die Dicke von Kühlelement 969 willkürlich skaliert
und stimmt nicht mit der Skalierung von 9 überein.
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Für
Laservorrichtungen mit hoher Ausgangsleistung wurde, wie mit Bezug
auf 7, 8, 9 und 10 beschrieben die zylindrische
Geometrie gewählt,
um eine Herstellung der Vorrichtungen zur vereinfachen. Man bemerke
in dieser Hinsicht, dass es ein beträchtlicher Vorteil der vorliegenden
Erfindung ist, dass die Oberflächen
der Kühlelemente,
die das laseraktive Medium kontaktieren nicht auf ebene Flächen begrenzt
ist. Eine andere Geometrie ist jedoch möglich, z. B. eine Vieleckanordnung
wie quadratisch, hexagonal, etc.. In allen oben erwähnten Figuren,
welche die Ausführungen
der vorliegenden Erfindung beschreiben, die sich mit durch eine
Hochfrequenzstromquelle angeregten Gaslasern befassen, werden die
Kompensationsinduktivitäten,
die benötigt
werden für
eine einheitliche Verteilung des elektrischen Feldes in den Kühlelementen,
die als Elektroden dienen übergangen.
Vorzugsweise müssen, wenn
der Abstand der Kühlelemente
in der Richtung der optischen Achse variiert, die Induktivitäten geeignet
angepasst werden, um eine konstante Hochfrequenzleistungseingabe
entlang der Kühlelemente
zu erreichen.
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Die Eigenschaften der vorliegenden
Erfindung, die oben mit Bezug auf die bevorzugten Ausführungen
beschrieben wird, kann wie folgt zusammengefasst werden:
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Bei einer Laservorrichtung wird ein
vergrößerter Kühlbereich
geliefert durch Kühloberflächen, die
nicht notwendigerweise auf eine ebene Geometrie beschränkt sind
und ein Lasergas wird in der transversalen Richtung (respektive
Richtungen, wenn die Oberflächen
nicht eben sind) durch diese Kühloberflächen begrenzt.
Die Kühlelemente,
welche die Kühloberflächen liefern,
können
aus einem elektrisch leitfähigen
Material sein, um gleichzeitig als Elektroden zur Anwendung eines
hochfrequenten Stroms auf das laseraktive Mediums zu dienen. In der
(den) anderen transversalen Richtung (Richtungen) mit einer größeren Ausdehnung
ist das Strahlungsfeld durch sphärische
Resonatorspiegel begrenzt, die ein optisches Resonatorsystem, vorzugsweise
das eines instabilen Typs mit negativem Zweig bilden. In der (den)
transversalen Richtung (Richtungen), begrenzt durch die Kühleinrichtung,
muss der Betrieb des Resonatorsystems durch ein zusätzliches
optisches Element "assistiert" werden, um ein Zick-Zack-Laufen
des Laserstrahls und/oder ein Berühren der Kühloberflächen oder eine Abnahme des Abstands
der Kühloberflächen für einen
Betrieb des Lasers in einer Mode niedrigster Ordnung zu verhindern,
was in einem reduzierten aktiven Volumen und einer Notwendigkeit
von Oberflächen
von hoher Qualität
resultiert. Entsprechend dem instabilen Resonator, der bei den beschriebenen
Ausführungen
verwendet wird parallelisiert dieses zusätzliche optische Element die
Strahlung in der (den) Richtung (Richtungen) senkrecht zu den Kühloberflächen und
bildet somit in Verbindung mit den Resonatorspiegeln ein Resonatorsystem,
das den Kontakt der Mode niedrigster Ordnung der begrenzten Strahlung
mit den Kühloberflächen völlig vermeidet
und somit die Ausbildung eines Laserstrahls der niedrigsten transversalen
Ordnung erlaubt. Der Vorgang der Auswahl einer Strahlung der niedrigsten
Modenordnung kann durch Blendeneinrichtungen unterstützt werden.
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Die Realisierung der vorliegenden
Erfindung ist jedoch nicht auf Gaslaser beschränkt. Ein geeignet geformter
YAG-Kristall kann zum Beispiel als laseraktives Medium ver wendet
werden. Außerdem kann
die Anregung des laseraktiven Mediums durch optisches Pumpen oder
durch einen externen Laserstrahl ausgeführt werden.