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Hintergrund der Erfindung
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Es
gibt eine breite Vielfalt von Offenbarungen bezüglich flammhemmender Additive
für Polymere
wie Polyurethanschäume.
Zwei repräsentative
Beispiele von Offenbarungen dieses Typs, die sich auf Mischungen von
zwei unterschiedlichen flammhemmenden Additiven beziehen, schließen die
Folgenden ein:
Das US Patent Nr. 4,273,881 an J.G. Otten beschreibt
die Verwendung einer 50:50-Mischung des Flammverzögerungsmittels
A, das unter dem Warenzeichen ANTIBLAZE 19 verkauft wird, und Bis(2-chlorethyl)-2-chlorethylphosphonat
(siehe Spalte 9, Zeilen 61–62).
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Das
US Patent Nr. 3,956,200 an J. Biranowski beschreibt die Verwendung
von Flammverzögerungsmittel-Mischungen,
umfassend ein Polyglycolhydrogenpolyphosphonat und ein zusätzliches
nicht reaktives Flammverzögerungsmittel,
in einem Verhältnis
von etwa 20:1 bis 1:1, vorzugsweise von etwa 5:1 bis 1:1.
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Zusätzlich zu
den obigen Patentoffenbarungen werden der Polyurethan-Industrie auch bestimmte
Mischungen von monomeren und oligomeren Flammverzögerungsmitteln
verkauft, einschließlich
von Zusammensetzungen, die die Warenzeichen FYROL® 25
und FYROL® EFF
von Akzo Nobel Chemicals Inc. haben. Das Produkt, das unter der
ersteren Marke verkauft wird, schließt ein Oligomer ein, das eine
Mischung von sowohl Phosphat- als auch Phosphonat-Resten enthält, während das
Produkt, das unter der letzteren Marke verkauft wird, eine große Menge
(etwa 66 %) der oligome ren Komponente und eine geringere Menge (etwa 32,5
%) der monomeren flammhemmenden Komponente enthält.
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Kurzbeschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine flammhemmende Mischung,
umfassend ein (a) monomeres halogeniertes organisches Flammverzögerungsmittel,
das zur Verwendung in einer Polyurethanschaumzubereitung geeignet
ist; und (b) ein oligomeres Organophosphat-Flammverzögerungsmittel,
das einen Phosphorgehalt von nicht weniger als etwa 10 Gew.-% und
wenigstens drei Phosphorsäure-Einheiten
darin aufweist, wobei die Menge an (a) in der Mischung nicht kleiner
ist als die Menge an (b). Die Verwendung dieser Mischung in Polyurethanschaum-Zusammensetzungen
bildet einen anderen Aspekt der Erfindung.
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Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
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Die
monomeren halogenierten Flammverzögerungsmittel, die eine wesentliche
Komponente der Mischungen der vorliegenden Erfindung bilden, sind
solche Flammverzögerungsmittel-Additive,
die bisher verwendet wurden, um Polyurethanschäumen (insbesondere flexiblen
Polyurethanschäumen)
eine Flammhemmung zu verleihen.
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Eine
repräsentative
Klasse, die ausgewählt
werden kann, schließt
die halogenierten Phosphatester ein, die etwa 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatome
in ihren Alkylgruppen enthalten. Repräsentative Additive schließen Tris(dichlorpropyl)phosphat,
Tris(2-chlorethyl)phosphat, Tris(dibrompropyl)-phosphat, Tris(bromchlorpropyl)phosphat
und dergleichen ein. Eine andere Klasse sind polybromierte Diphenyloxid-enthaltende
Additive wie solche, die Pentabromdiphenyloxid (z.B. etwa 65 % bis
etwa 85 % Pentabromdiphenyloxid und etwa 15 % bis etwa 35 % eines
Arylphosphats) umfassen. Die Menge solcher Additive in der Mischung
reicht von etwa 50 bis etwa 95 Gew.-% der Mischung, mehr bevorzugt
von etwa 60 bis etwa 90 Gew.-%. Auch Kombinationen von halogenierten
Phosphatestern und polybromierten Diphenyloxid-enthaltenden Additiven
können
verwendet werden.
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Die
zweite Komponente der Mischung ist ein oligomeres Organophosphat-Flammverzögerungsmittel, das
einen Phosphorgehalt von nicht weniger als etwa 10 Gew.-% und wenigstens
drei Phosphatester-Einheiten darin aufweist (wenigstens zwei Phosphatester-Repetiereinheiten
und eine Phosphat-Verkappungseinheit).
Die Menge dieses Additivs in der Mischung reicht von etwa 5 Gew.-%
bis etwa 50 Gew.-% der Mischung, mehr bevorzugt von etwa 10 Gew.-%
bis etwa 30 Gew.-%. Ein repräsentatives
Additiv dieses Typs wird allgemein im US Patent Nr. 4,382,042 an
Hardy beschrieben, wobei die nicht halogenierten Versionen bevorzugt werden
(z.B. insbesondere die Ethylgruppe-enthaltende Zusammensetzung).
Diese Oligomere können
gebildet werden, indem man Phosphorpentoxid mit dem ausgewählten Trialkylphosphat
(z.B. Triethylphosphat) umsetzt, um einen Polyphosphatester zu bilden,
der P-O-P-Bindungen enthält,
der dann mit Epoxid (z.B. Ethylenoxid) umgesetzt wird, um das erwünschte Produkt
zu bilden. Dieses oligomere Organophosphat-Flammverzögerungsmittel
weist vorzugsweise die folgende Formel auf:

in der n (das die Phosphatester-"Repetier"einheiten bezeichnet)
auf der Basis des Zahlenmittels im Bereich von 2 bis etwa 20, vorzugsweise
von 2 bis etwa 10 liegt, und R aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus Alkyl, Halogenalkyl und Hydroxyalkyl, und R' Alkylen ist. Die
Alkyl- und Alkylengruppen enthalten im Allgemeinen etwa 2 bis etwa
zehn Kohlenstoffatome.
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Besonders
bevorzugte oligomere Polyphosphate, die hierin verwendet werden
sollen, umfassen Ethyl- und Ethylengruppen als Alkyl- und Alkylenreste,
sie haben eine Hydroxy-Funktionalität von nicht mehr als etwa 30
mg KOH/g, eine Säurezahl
von nicht mehr als etwa 2,5 mg KOH/g und einen Phosphorgehalt, der
von etwa 17 Gew.-% bis etwa 24 Gew.-% reicht.
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Die
flammhemmende Mischung der Erfindung kann mit etwa 2 bis etwa 35
Gewichtsteilen der Mischung pro 100 Gewichtsteile des Polyols in
der Zubereitung (Gew.-% in Bezug auf Polyol, Polyol %w/w) zu der
ausgewählten
Polyurethanschaumzubereitung gegeben werden. Die Gew.-% an Phosphor
in der abschließenden
Polyurethanschaumzubereitung reichen von etwa 0,25 Gew.-% bis etwa
3,5 Gew.-%. Der obige Typ von Flammverzögerungsmittel-Mischung ist
zur Verwendung in flexiblen und steifen Polyurethanschäumen besonders
geeignet, und bei bestimmten Ausführungsformen (z.B. bei Verhältnissen
von etwa 1:1 bis etwa 20:1 von monomerem Additiv:oligomerem Additiv)
in typischen flexiblen Polyester-Polyurethanschäumen hat
die Mischung unerwarteterweise eine größere Wirksamkeit aufgezeigt
als die Summe ihrer einzelnen Komponenten. Diese Leistungsfähigkeit
ist besonders attraktiv, da das oligomere Material typischerweise
kostspieliger ist als das monomere Material, wodurch die Kosteneffizienz
der Mischung besonders vorteilhaft wird.
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Die
Dichte des Schaums ist ein wichtiger Faktor. Im Allgemeinen wird – um den
Flammtest zu bestehen – umso
weniger Flammverzögerungsmittel-Additiv benötigt, je
größer die
Dichte ist. Dieser Effekt ist stärker
ausgeprägt,
wenn das vermischte Produkt gemäß der Erfindung
verwendet wird. Z.B. besteht die vorliegende Mischung, wenn sie
in einem Verhältnis
von 3:1 vorliegt, den TB117-Test in einem Schaum mit einer Dichte
von 16 kg·m–3 (nachstehend
Schaum einer Dichte von 1,0 genannt, da sein Gewicht 1,0 Pfund/Kubikfuß ist) bei
14 Polyol %w/w. Wenn die gleiche Mischung in einem Schaum mit einer
Dichte von 28,8 kg·m–3 (nachstehend
Schaum einer Dichte von 1,8 genannt) verwendet wird, besteht sie
den TB117-Test, wenn sie in einer Menge von 6 Polyol %w/w verwendet
wird.
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Diese
Wirksamkeit einer Mischung von Phosphor-enthaltenden Produkten als
Flammverzögerungsmittel
(wie durch die Menge gemessen wird, die notwendig ist, um einen
gegebenen Test zu bestehen) kann mit der Wirksamkeit der einzelnen
Verbindungen verglichen werden, indem man die Menge an Phosphor
bestimmt, die notwendig ist, um einen gegebenen Test zu bestehen.
Für Mischungen
aus zwei Produkten wird erwartet, dass die Menge an Phosphor, die
erforderlich ist, um den Test zu bestehen, zwischen die Mengen fällt, die
für die
einzelnen Verbindungen benötigt
werden. Wenn für
die Mischung weniger Phosphor benötigt wird als für jedes
einzelne Produkt, ist sie klar synergistisch/vorteilhaft. Z.B. (aus
den Beispielen 9 bis 19) benötigt
das Additiv-Produkt A, ein monomeres halogeniertes Flammverzögerungsmittel,
0,99 % Phosphor, um den TB117-Test zu bestehen, und das Produkt
B, ein oligomeres Organophosphat-Flammverzögerungsmittel, benötigt 0,95
% Phosphor, um den TB117-Test zu bestehen. Die Mischung der zwei
Produkte in einem Verhältnis
von 3:1 benötigt
0,60 % Phosphor, um den Test zu bestehen, wobei bei allen ein Schaum
mit einer Dichte von 1,8 verwendet wird.
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Wie
im US Patent Nr. 3,956,200 offenbart wird, konnten bevorzugte flexible
Schäume
wie folgt hergestellt werden:
Das tatsächliche Einfügen der
neuen Flammverzögerungsmittel-Mischung
in die Zubereitung von flexiblen Polyurethanschäumen kann durch eine Vielzahl
von Arbeitsweisen erreicht werden, einschließlich des vorhergehenden Zumischens
der Mischung oder ihrer einzelnen Komponenten zu dem Polyol-Reagens vor der Polymerisationsreaktion
der Mischung, oder die zwei einzelnen Komponenten der Mischung können als
separate Ströme
in den Mischkopf einer Schaummaschine eingeführt werden.
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Als
Beispiele von organischen Polyisocyanaten, die zur Herstellung der
Polyurethanschäume
verwendet werden können,
können
eine oder mehrere solcher Verbindungen verwendet werden, wie: Toluol-2,4-diisocyanat,
Toluol-2,6-diisocyanat,
4-Methoxy-1,3-phenylendiisocyanat, Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat, 4-Chlor-1,3-phenylendiisocyanat,
4-Isopropyl-1,3-phenylendiisocyanat, 4-Ethoxy-1,3-phenylendiisocyanat, 2,4-Diisocyanatdiphenylether,
3,3'-Dimethyl-4,4'-diisocyanatodiphenylmethan,
Mesitylendiisocyanat, Durylendiisocyanat, 4,4'-Methylen-bis(phenylisocyanat), Benzidindiisocyanat,
o-Nitrobenzidindiisocyanat, 4,4'-Diisocyanatodibenzyl,
3,3'-Bitolylen-4,4'-diisocyanat, 1,5-Naphthalindiisocyanat,
Tetramethylendiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat, Decamethylendiisocyanat,
Toluol-2,4,6-triisocyanat,
Tritolylmethyntriisocyanat, 2,4,4'-Triisocyanatodiphenylether, das Reaktionsprodukt
von Toluoldiisocyanat und Trimethylolpropan und das Reaktionsprodukt
von Toluoldiisocyanat und 1,2,6-Hexantriol.
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Alternativ
dazu können
als Polyisocyanat Prepolymere verwendet werden, die durch Umsetzung
eines oder mehrerer der obigen Polyisocyanate mit einer Polyhydroxy-Verbindung
wie einem Polyester mit terminalen Hydroxylgruppen, einem mehrwertigen
Alkohol, Glyceriden oder Hydroxy-enthaltenden Glyceriden usw. hergestellt
werden. Die Prepolymere sollten terminale Isocyanatgruppen aufweisen.
Um ihr Vorliegen zu gewährleisten,
ist es häufig
wünschenswert,
einen Überschuss
von 5 % oder mehr des Polyisocyanats bei der Herstellung des Prepolymers
zu verwenden. Typische Beispiele solcher Prepolymere mit Isocyanat-Endgruppen
sind solche, die aus Toluoldiisocyanat und Polyhydroxy-Verbindungen
gebildet werden. In den meisten Fällen wird eine Mischung von
80 % des 2,4-Isomers und 20 % des 2,6-Isomers von Toluoldiisocyanat verwendet,
um diese Prepolymere herzustellen. Somit können die Prepolymere verwendet
werden, die sich aus der Umsetzung von Toluoldiisocyanat und Ricinusöl, geblasenem
Tungöl,
geblasenem Leinöl
oder geblasenem Sojaöl
und von Toluoldiisocyanat und dem Polyester von Ethylenglycol, Propylenglycol
und Adipinsäure
ergeben.
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Beispiele
geeigneter Polyole sind Polyethylenglycole, Polypropylenglycole,
Ethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, Propylenglycol,
Dipropylenglycol, Tripropylenglycol, 1,4-Butandiol, Thiodiglycol,
Glycerin, Trimethylolethan, Trimethylolpropan, Ethertriole aus Glycerin
und Propylenoxid, Ether-enthaltende Triole aus 1,2,6-Hexantriol
und Propylenoxid, Sorbit-Propylenoxid-Addukte,
Pentaerythrit-Propylenoxid-Addukte, Trimethylolphenol, oxypropylierte
Saccharose, Triethanolamin, Pentaerythrit, Diethanolamin, Ricinusöl, geblasenes
Leinöl,
geblasenes Sojaöl,
N,N,N',N'-Tetrakis(2-hydroxyethyl)ethylendiamin,
N,N,N',N'-Tetrakis(2-hydroxypropyl)ethylendiamin,
gemischtes Ethylenglycol-Propylenglycoladipat-Harz, Polyethylenadipatphthalat
und Polyneopentylensebacat.
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Bei
der Herstellung der geschäumten
Polyurethane kann irgendeiner der konventionellen basischen Katalysatoren
verwendet werden, wie z.B. N-Methylmorpholin,
N-Ethylmorpholin, 1,2,4-Trimethylpiperazin, Trimethylamin, Triethylamin,
Tributylamin und andere Trialkylamine, das Veresterungsprodukt von
Adipinsäure und
Diethylethanolamin, Triethylamincitrat, 3-Morpholinopropionamid,
1,4-Bis(2-hydroxypropyl)-2-methylpiperazin, 2-Diethylaminoacetamid,
3-Diethylaminopropionamid, Diethylethanolamin, Triethylendiamin, N,N,N',N'-Tertrakis(2-hydroxypropyl)ethylendiamin,
N,N'-Dimethylpiperazin,
N,N-Dimethylhexahydroanilin, Tribenzylamin und Natriumphenolat.
Ebenso anwendbar sind Zinn-Verbindungen, z.B. Kohlenwasserstoff-Zinnacylate
wie Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinndiacetat, Dibutylzinndioctoat,
Tributylzinnmonolaurat, Dimethylzinndiacetat, Dioctylzinndiacetat,
Dilaurylzinndiacetat, Dibutylzinnmaleat, und Alkylzinnoxide wie
z.B. Dibutylzinndiethoxid, Dibutylzinndimethoxid, Diethylzinndibutoxid
sowie andere Zinn-Verbindungen, z.B. Octylzinnsäure, Trimethylzinnhydroxid,
Trimethylzinnchlorid, Triphenylzinnhydrid, Triallylzinnchlorid,
Tributylzinnfluorid, Dibutylzinndibromid, Bis(carboethoxymethyl)zinndiiodid,
Tributylzinnchlorid, Trioctylzinnacetat, Butylzinntrichlorid oder
Octylzinn-tris(thiobutoxid), Dimethylzinnoxid, Dibutylzinnoxid,
Dioctylzinnoxid, Diphenylzinnoxid, Zinn(II)octoat und Zinn(II)oleat.
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Herkömmliche
Tenside können
in einer Menge von 1 % oder weniger, z.B. 0,2 Gew.-% der Zusammensetzung,
zugegeben werden. Die bevorzugten Tenside sind Silicone, z.B. Polydimethylsiloxan
mit einer Viskosität
von 3–100
mPa·s
(cSt), Triethoxydimethylpolysiloxan, Molmasse 850, das mit einem
Dimethoxypolyethylenglycol einer Molmasse von 750 copolymerisiert
ist.
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Die
Verschäumungsreaktion
kann durchgeführt
werden, indem man Wasser vor der Zugabe des Polyisocyanats oder
gleichzeitig mit der Zugabe desselben zu dem Polyol gibt. Alternativ
dazu können
Schäume unter
Verwendung eines Schäumungs-
oder Treibmittels hergestellt werden. Diese sind üblicherweise
ein verflüssigtes
Halogen-substituiertes Alkan wie z.B. Methy lenchlorid. Besonders
bevorzugt werden solche Halogen-substituierten Alkane, die wenigstens
ein Fluoratom in ihren Molekülen
aufweisen, wie Dichordifluormethan, Dichormonofluormethan, Chordifluormethan
und Dichlortetrafluorethan. Wenn man diese Treibmittel verwendet,
so werden sie entweder in dem Polyol-Reaktionsteilnehmer oder dem
Polyisocyanat-Reaktionsteilnehmer
gleichmäßig verteilt,
worauf die Reaktionsteilnehmer vermischt werden, wobei die Temperatur
der Mischung während
der nachfolgenden Reaktion über
den Siedepunkt des verflüssigten
Gases ansteigen kann, um so ein poröses Polyurethan herzustellen.
Es sollte darauf hingewiesen werden, dass das Verschäumen auch
bewirkt werden kann, indem man die Verwendung eines Treibmittels
und die Zugabe von Wasser zum Polyol kombiniert.
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Die
flammhemmenden Polyurethanschäume,
die sich aus dem Verfahren der Erfindung ergeben, können bei
allen der oben aufgeführten
Endanwendungen solcher Schäume
verwendet werden, und insbesondere bei solchen Anwendungen, bei
denen dieselben durch ihre flammhemmenden Eigenschaften z.B. als
Isoliermaterialien für
die Gebäudekonstruktion
besonders brauchbar werden.
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Die
obige Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiterhin erläutert.
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Beispiele 1–8
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Die
folgenden Flammverzögerungsmittel-Testdaten
wurden unter Verwendung eines typischen flexiblen Polyether-Polyurethanschaums
erzeugt, der bei nominellen Dichten von 16, 24 und 28,8 kg·m–3 (Schaum einer
Dichte von 1,0, 1,5 bzw. 1,8) getestet wurde. Die Zubereitung, die
zur Bildung des Schaum verwendet wurde, wurde unter Verwendung eines
Polyetherpolyols mit einer Hydroxylzahl von 56, einem Wassergehalt von
3,55 %–5,6
%, einem Amingehalt von etwa 0,25 % und einem NCO-Index von 110
hergestellt.
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Die
folgenden Standardtests wurden verwendet:
TB117: veröffentlicht
durch State of California Department of Consumer Affairs, Bureau
of Home Furnishings and Thermal Insulation, 3485 Orange Grove Avenue,
North Highlands, CA 95660–5595,
Technical Bulletin Nr. 117, REQUIREMENTS TEST PROCEDURE AND APPARATUS
FOR TESTING THE FLAME RETARDANCE OF RESILIENT FIILING MATERIALS
USED IN UPHOLSTERED FURNITURE, Januar 1980 (Cal 117 Test) und
MVSS
302: veröffentlicht
von General Motors Corporation, Fisher Body Division, Material Development & Testing Laboratory,
Test Method 302, einschließlich
TM 32-10 ACCELERATED AGING (FLAMMABILITY), Juli 1983, und TM 32-12
FLAMMABILITY OF INTERIOR TRIM MATERIALS, Januar 1979, auch erwähnt in 49 CFR
547.302 Flammability of interior materials (1984) (MVSS-302 Test).
Eine kurze Beschreibung der Tests ist wie folgt:
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A. TB 117 A-Test
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Dieser
Test ist ein vertikaler Test im kleinen Maßstab mit einer Zündungszeit
von 12 Sekunden. Die Probengröße war 30,5 × 7,6 × 1,3 cm
(12'' × 3'' × ½''). Die Zündungsquelle wurde nach zwölf Sekunden
entfernt. Eine zweite Uhr wird gestartet, wenn die Probe weiterhin
brennt. Die Kriterien für
ein Versagen schlossen das Folgende ein: eine Probe, die ein individuelles
Brennen von 8 inch oder ein durchschnittliches Brennen von sechs
inch übersteigt.
Für die
Zeitkriterien war es notwendig, dass eine einzelne Probe kein individuelles Nachbrennen
mit Flamme oder Nachglühen
hat, das zehn Sekunden übersteigt,
oder ein durchschnittliches Nachbrennen mit Flamme oder Nachglühen hat,
das fünf
Sekunden übersteigt.
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B. TB 117 D-Test
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Dieser
Test ist ein Glimmtest, bei dem eine Zigarette als Zündquelle
unter einer Baumwolltuch-Abdeckung verwendet wird. Die Schaumprobe
wurde mit einem Standard-Samtbaumwolltuch bedeckt und in einen kleinen
Holzrahmen gelegt, um einen Scheinstuhl zu bilden. Die Rückseite
der Probe betrug 20,3 × 17,8 × 5,1 cm
(8'' × 7'' × 2'') und der Sitz betrug 20,3 × 10,2 × 5,1 cm
(8'' × 4'' × 2''). Die Probe wurde vor dem Test gewogen und
erneut gewogen, nachdem der Test beendet war. Wenn der Schaum mehr
als 20 % seines Gewichts verlor, wurde er als Ausfall beurteilt.
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C. MVSS 302-Test
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Dieser
Test ist ein horizontaler Flammtest, der als Richtlinie für Automobilhersteller
verwendet wird. Die Probengröße betrug
35,6 × 10,2 × 1,3 cm
(14'' × 4'' × ½''). Es liegt eine Linie 3,8 cm (1½'') vom Zündungspunkt entfernt vor. Eine
Flamme wurde 15 Sekunden lang angezündet. Die Zündungsquelle wurde dann abgeschaltet,
und die Probe wurde bewertet. Eine "DNI"-Bewertung gibt an,
dass die Probe die Verbrennung nicht unterstützte ("sie entzündete sich nicht"). Eine "SE"-Bewertung zeigt
an, dass die Probe sich entzündete, aber
nicht bis zur Festlegungszone brannte, die ein Punkt ist, beginnend
von der Markierung bei 3,8 cm (11½'') bis
zur Linie bei 8,9 cm (3½''). Eine "SENBR"-Bewertung zeigt an, dass die Probe
nach der Linie bei 3,8 cm (1½'') brannte, aber vor der Markierung bei
8,9 cm (3½'') erlosch. Eine "SE/B"-Bewertung
zeigt an, dass eine Probe nach der Markierung bei 8,9 cm (3½'') brannte, aber vor dem Endpunkt erlosch.
Dann wurde eine Geschwindigkeit von inch/min berechnet. Die Verbrennungsgeschwindigkeit
zeigt an, dass eine Probe über
die Markierung bei 8,9 cm (3½'') hinaus brannte. Eine Angabe einer
Verbrennungsgeschwindigkeit oder einer 5E/B-Bewertung, die höher als 10,2 cm/min (4,0 inch/min)
war, zeigt gemäß dem Test
ein Versagen an. Für diese
Untersuchung war eine minimale Leistungsfähigkeit von SENBR erforderlich.
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Eine
Anzahl von flammhemmenden Additiven wurde in den TB 117- und MVSS302-Tests
bei einer Vielfalt von Schäumen
verwendet, entweder allein oder in Kombination, wie nachstehend
weiter beschrieben wird. Sie waren wie folgt: Tris(dichlorpropyl)phosphat,
erhältlich
unter dem Warenzeichen FYROL® FR-2 von Akzo Nobel Chemicals
Inc.; eine Mischung aus 75 % Pentabromdiphenyloxid und 25 % Triarylphosphaten,
erhältlich
unter Warenzeichen FYROL® PBR von Akzo Nobel Chemicals
Inc., und "PEEOP", das Poly(ethylenethylenoxy)phosphat
des Typs ist, der in der gleichzeitig anhängigen US Serial No. 08/677,283
beschrieben wird und eine Molmasse von etwa 915 (Zahlenmittel der
Molmasse)/1505 (Massenmittel der Molmasse) und eine typische Hydroxylzahl
von weniger als etwa 5 hat.
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Da
der TB 117-Test das Bestehen zweier sehr unterschiedlicher Tests
erfordert, muss die Auswirkung jedes Flammverzögerungsmittel-Pakets auf jeden
Test berücksichtigt
werden. Z.B. ist es bei niedrigen Dichten leichter, den Glimmtest
(Teil D) zu bestehen, während
es bei hohen Dichten leichter ist, den Flammtest (Teil A) zu bestehen.
Das Additiv der Marke Fyrol® PBR arbeitet im Allgemeinen
beim Glimmtest besser als das Fyrol® FR-2-Additiv.
Dies ist nur wichtig, wenn der Glimmtest der zu bestehende Grenztest
wird. In der folgenden Tabelle werden der Gehalt zum Bestehen jedes
Tests sowie die Grenze zum Bestehen des gesamten Tests aufgeführt (F =
Flamm-Teil A und S = Glimm-Teil D).
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Die
folgenden Daten erläutern,
dass die relative Leistungsfähigkeit
von flammhemmenden Additiven mit der Schaumdichte sowie der verwendeten
Testmethode variiert. Die beschriebenen Mischungen ergeben unerwartete
synergistische Effekte bei einigen dieser Kombinationen (wenn die
Dichte zunimmt, wird üblicherweise
weniger flammhemmendes Additiv benötigt, um einen speziellen Test
zu bestehen).
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FR-Gehalte
für das
Bestehen
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Beispiele 9–15
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Die
folgenden Daten erläutern
die Teile an Flammverzögerungsmittel
(PEEOP und/oder die Marke FYROL FR-2), die notwendig sind, um tatsächlich den
MVSS 302-Test in einem Schaum einer Dichte von 1,5 zu bestehen,
und die theoretisch vorhergesagte Menge.
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Die
obigen Daten zeigen, dass bei jeder der getesteten Mischungen die
tatsächliche
Menge an Flammverzögerungsmittel,
die notwendig war, um den Test zu bestehen, unerwarteterweise geringer
war, als man aus einer einfachen arithmetischen Mittelwertbildung
des erwarteten Gehalts vorhersagen würde, und zwar aus der Bewertung
der Menge, die zum Bestehen des Tests für jedes der unverdünnten Materialien,
die die getestete Mischung ausmachen, notwendig war.
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Beispiele 10–14
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Die
folgenden Daten erläutern
die Teile an Flammverzögerungsmittel
(PEEOP und/oder die Marke FYROL FR-2), die notwendig sind, um den
MUSS 302-Test und
den TB 117-Test bei einem Schaum der Dichte 1,0 tatsächlich zu
bestehen.
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Die
folgenden zusätzlichen
Daten wurden erhalten:
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Beispiele 15–19
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Die
folgenden Daten erläutern
die Teile an Flammverzögerungsmittel
(PEEOP und/oder die Marke FYROL FR-2), die tatsächlich benötigt werden, um den MVSS 302-Test
und den TB 117-Test mit einem Schaum der Dichte 1,8 zu bestehen.
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Die
folgenden zusätzlichen
Daten wurden erhalten:
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Beispiele 20–24
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Die
folgenden Daten erläutern
die Teile an Flammverzögerungsmittel
(PEEOP und/oder die Marke FYROL FR-2), die tatsächlich benötigt werden, um den MVSS 302-Test
und den TB 117-Test mit einem Schaum der Dichte 1,5 zu bestehen.
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Die
folgenden zusätzlichen
Daten wurden erhalten:
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Aus
einer Analyse aller vorhergehenden Daten kann eine Anzahl von Schlussfolgerungen
gezogen werden:
Allgemein gesprochen reduziert eine Zunahme
der Dichte des Schaums die Menge an Flammverzögerungsmittel, die notwendig
ist, um einen speziellen Flammverzögerungstest zu bestehen.
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Es
ergab sich kein Vorteil daraus, bei einem Schaum der Dichte 1,0
das Material der Marke FYROL FR-2 mit dem Additiv PEEOP zu vermischen,
da das FR-2-Additiv den TB 117-Test mit 16 Teilen besteht, das PEEOP
den Test mit 7 Teilen besteht und Mischungen den Test mit 14 bis
15 Teilen bestehen.
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Bei
Schäumen
der Dichten 1,5 und 1,8 zeigten Mischungen (3:1) der FR-2: PEEOP-Additive
eine Verbesserung gegenüber
der Verwendung des unverdünnten
FR-2-Materials, da die Mischungen den TB 117-Test mit 6 Teilen bestanden,
während
das unverdünnte
FR-2-Material den Test mit 14 Teilen bestand. Die Mischung – obwohl
sie nur 25 % der PEEOP-Komponente enthält – ist nahezu genauso effizient
wie unverdünntes
PEEOP (das den Test mit 4 bis 5 Teilen bei einem Schaum der Dichten
1,5 oder 1,8 bestand), sie wäre
aber zur Herstellung sehr viel weniger kostspielig, und zwar aufgrund
der größeren Menge
des preiswerteren FR-2-Materials.
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Die
1:1- und 3:1-Verhältnisse
von FR-2:PEEOP in einem Schaum der Dichte 1,5 sind von Interesse. Die
Mischung eines Verhältnisses
von 1:1 weist einen Vorteil auf (Bestehen: 6 Teile im MVSS 302-Test)
gegenüber
der Verwendung des unverdünnten
FR-2-Materials (Bestehen: 15 Teile). Die 3:1-Mischung (Bestehen: 6 Teile) ist bezüglich der
Leistungsfähigkeit
dem Material eines Verhältnisses
von 1:1 gleichwertig, aber weniger kostspielig, weil sie einen größeren Anteil
an dem preiswerteren FR-2-Material enthält. Es ist auch vorteilhaft,
das Material des 3:1-Verhältnisses
in einem Schaum einer Dichte von 1,8 zu verwenden.
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Beispiele 25–34
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Diese
Beispiele erläutern
die Flammbarkeitseffizienz der Flammverzögerungsmittel der Marke FYROL-PCF
und PEEOP bei den zwei unterschiedlichen Verhältnissen von 6:1 und 3:1 in
einem Schaum der Dichte 1,5 pcf. Z.B. weist eine PCF/PEEOP-Mischung
bei einem Verhältnis
von 3:1 einen minimalen Grad an synergistischer Effizienz auf, aber
die Verwendung des Additivs der Marke FYROL PCF (das auch eine schlechte
Schleierbildung aufweist) ist eindeutig weniger synergistisch als
die bevorzugten Mischungen der Marke FYROL FR-2/FYROL PBR.
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Die
obigen Beispiele erläutern
nur bestimmte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung und sollten deshalb nicht in einem einschränkenden
Sinne aufgefasst werden. Der beabsichtigte Schutzumfang wird in
den anschließenden
Ansprüchen
beschrieben.