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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zum
Detektieren eines Gegenstandes in Bezug auf eine Oberfläche, wobei
die Oberfläche
nicht notwendigerweise eben ist. Im Sinne der vorliegenden Erfindung
ist unter einem Gegenstand zu verstehen: ein stoffliches, unbelebtes Element
und/oder eine Person oder ein Tier. Der Gegenstand im Sinne der
Erfindung kann statisch und/oder in Bewegung sein. Die Oberfläche im Sinne der
Erfindung kann eine virtuelle Oberfläche oder eine reale, gegebenenfalls
transparente, Oberfläche sein.
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Für eine große Anzahl
gewerblicher Anwendungen ist es notwendig, das Vorliegen eines Gegenstandes
zu detektieren und dessen Position in Bezug auf eine Oberfläche zu bestimmen,
insbesondere um zu beurteilen, ob sich der Gegenstand in Bezug auf die
Oberfläche
in Bewegung befindet. Die Untersuchung dieser Relativbewegung liefert
Informationen über
den Gegenstand und/oder die Oberfläche.
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Um
die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende und von ihr gelöste Aufgabe
im Rahmen einer konkreten gewerblichen Anwendung zu zeigen, wird
nachfolgend der besondere Fall von Fernüberwachungssystemen entwickelt,
die dazu ausgelegt sind, einen Eindringling zu detektieren, der
sich in einer vorbestimmten Umgebung bewegt. Diese Fernüberwachungssysteme
gestatten es, zwischen Personen mit ungewöhnlichem Verhalten gegenüber solchen
mit normalem Verhalten zu unterscheiden.
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Insbesondere
finden das Verfahren und das System gemäß der Erfindung zur Überwachung
eines Schwimmbeckens Anwendung, um ein Ertrinken zu verhindern.
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Das
am 26. August 1996 im Namen von Poseidon eingereichte Patent SP2
FR 96 10442 beschreibt ein solches Überwachungssystem für ein Schwimmbecken
unter Bezugnahme auf den Stand der Technik. Umfangreiche Auszüge aus dieser
Patentschrift werden in die vorliegende Beschreibung übernommen.
Die Überwachung
von Schwimmbecken findet entweder nicht statt oder wird mittels menschlicher Überwachung
durchgeführt.
Eine solche Überwachung
ist eine schwierige Aufgabe, welche ununterbrochene Aufmerksamkeit
verlangt und eine nervliche Ermüdung
der Personen, insbesondere der Bademeister, denen sie obliegt, mit
sich bringt. Tatsächlich
wird die Überwachung
von Schwimmbecken, zusätzlich
zu den Einschränkungen,
die bei jedem auf menschlichem Eingreifen beruhenden System vorgegeben sind,
z. B. Nachlassen der Wachsamkeit aufgrund einer momentanen Ermüdung oder Ablenkung,
aufgrund der Lichtreflexion an der bewegten Wasseroberfläche stark
erschwert, wobei dieses Phänomen
die visuelle Bestimmung eines unbeweglichen oder passiv sinkenden
Körpers
in einigen Metern Tiefe erschwert. Das Problem der Überwachung
von Schwimmbecken stellt sich vor allem bei öffentlichen Schwimmbädern.
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Im
Allgemeinen sinkt der verunglückte
Badegast nach unten, doch in selteneren Fällen kommt es vor, dass er
in einer bestimmten Lage bewusstlos unmittelbar unter der Wasseroberfläche treibt.
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Ab
dem Bewusstseinsverlust, der den Beginn des Ertrinkens kennzeichnet,
bleiben einem erfahrenen Retter, der insbesondere die Durchführung der
künstlichen
Beatmung beherrscht, etwa zwei bis drei Minuten Zeit, um dem Ertrinkenden
Hilfe zu leisten. Wird dieser Zeitraum eingehalten, so trägt der Ertrinkende
im Allgemeinen nach einem möglichen Krankenhausaufenthalt
zum Auspumpen seiner Lungen keine Folgen aus dem Unfall davon. Wenn
die Hilfsmaßnahmen
zwischen drei bis fünf
Minuten nach dem Bewusstseinsverlust erfolgen, wobei dieser Zeitraum
jedoch je nach Person schwankt, kann der Ertrinkende noch gerettet
werden; es besteht jedoch die Gefahr bestimmter irreversibler Schäden, insbesondere
im Gehirn. Nach mehr als fünf
Minuten ist die Lebensgefahr sehr groß.
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In
der US-Patentschrift
5 043 705 wurde
bereits vorgeschlagen, ein Sonar zu verwenden, um eine Schwimmbeckenüberwachung
durchzuführen. Bei
dieser Einrichtung verfügt
man über
mindestens ein Sender/Empfänger-Sonar
am Boden des Schwimmbeckens, und man überwacht mit diesem Gerät zumindest
einen horizontalen Abschnitt. Die Verwendung einer solchen Einrichtung
hat jedoch Nachteile. Tatsächlich
enthält
das mit einem Sonar gewonnene Signal Echos, die von den Wänden des Schwimmbeckens
erzeugt werden, und es ist äußerst schwierig,
das dadurch erzeugte Störsignal
zu beseitigen, um das Signal detektieren zu können, das dem untergetauchten
Körper
eines Ertrinkenden entspricht. Darüber hinaus gestattet es das
Sonar grundsätzlich
nur, den Körper
eines Ertrinkenden anhand des Luftvolumens zu orten, das er enthält; wenn jedoch
die Lungen eines Verunglückten
mit Wasser gefüllt
sind, entspricht das gewonnene Signal keineswegs dem, das man zurecht
erwartet und es kann möglicherweise
sogar von der Signalverarbeitung nicht erfasst werden. Somit ist
festzustellen, dass ein solches System nicht zufrieden stellend
sein kann.
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Ferner
wurde in der Patentanmeldung
WO 95/34056 vorgeschlagen,
zur Schwimmbeckenüberwachung
Kameras zu verwenden, die im sichtbaren Wellenlängenbereich arbeiten. Diese
Kameras sind so angeordnet, dass der beobachtete Bereich in einem
Volumen liegt, das nahe dem Boden des Schwimmbeckens und parallel
zu diesem verläuft. Bei
dieser Vorrichtung beobachten die Kameras nur einen parallel zum
Boden verlaufenden Abschnitt des Wassers, was bedeutet, dass die
Anzahl der Kameras vervielfacht werden muss, wenn der Boden nicht eben
ist, wobei der Hauptteil des Schwimmbeckenvolumens ohne Überwachung
bleibt. Zudem gestattet es diese Vorrichtung nicht, unbewegliche
Körper unmittelbar
unter der Wasseroberfläche
zu detektieren. Somit kann diese Vorrichtung ebenfalls nicht zufrieden
stellen.
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In
der Patentanmeldung SP2 (
FR 96
10442 , Poseidon) ist ein Überwachungssystem für ein Schwimmbecken
beschrieben, mit:
- – einer Detektionseinrichtung
(insbesondere Videokameras, die in wasserdichten Gehäusen angeordnet
sind), die so ausgebildet sind, um Bilder der im Wasser des Schwimmbeckens
untergetauchten Körper
in Form von elektrischen Signalen zu liefern, wobei diese Detektionseinrichtung an
den Wänden
des Schwimmbeckens an sorgfältig
verteilten Stellen vorgesehen sind, um zumindest einen Teil des
Wasservolumens im Schwimmbecken abzutasten;
- – Mitteln
zur Digitalisierung der erhaltenen elektrischen Signale;
- – Mitteln
zur Zwischen- und Dauerspeicherung der digitalen Bilddaten zu aufeinander
folgenden Zeitpunkten;
- – Mitteln
zum Vergleich zwischen den digitalen Bildern ein- und desselben
Körpers
zu aufeinander folgenden Zeitpunkten;
- – Mitteln
zur Beurteilung der Beschaffenheit eines Körpers (menschlicher Körper oder
nicht), der Bahn und der Änderungen
der Haltung des Körpers
anhand dieser aufeinander folgenden Bilder,
- – und
Entscheidungsmitteln, die so ausgebildet sind, um eine Alarmeinrichtung
im Falle einer verdächtigen
Bahn oder Bewegung des beobachteten Körpers auszulösen.
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Die
Mittel zum Vergleich der digitalen Bilder zwischen aufeinander folgenden
Zeitpunkten sind so ausgebildet, um nur Formen zu berücksichtigen,
deren Abmessungen zumindest denen eines Kindes entsprechen, so dass
Fehlalarme verhindert werden, die durch Fremdkörper verursacht werden können. Diese
Vergleichsmittel sind zudem so ausgebildet, um eine Form zu isolieren
und ihrer Bahn zu aufeinander folgenden Zeitpunkten zu folgen.
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Die
Beurteilungsmittel sind so ausgebildet, um anhand der Ergebnisse
der Vergleichsmittel die Langsamkeit einer Bewegung und/oder die
Unbeweglichkeit eines menschlichen Körpers im Schwimmbecken zu bestimmen.
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Die
Entscheidungsmittel sind so ausgebildet, um einen Alarm auszulösen, wenn
die Langsamkeit der Bewegung oder die annähernde Unbeweglichkeit des
Körpers
im Schwimmbecken eine vorbestimmte Dauer, insbesondere 15 Sekunden, überschreitet.
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Ein
oder mehrere Kontrollbildschirme sind nahe den Sitzen der Bademeister
oder in den Räumen
der Verantwortlichen angeordnet, welche die Überwachung des Schwimmbeckens
sicherstellen, wobei auf diesen Bildschirmen die Bilder eines als verdächtig betrachteten
Bereiches angezeigt werden. Der Alarm kann von einem akustischen und/oder
visuellen Meldegerät,
insbesondere mit Anzeige des Bereiches des Schwimmbeckens, in dem sich
ein verdächtiges
Ereignis abspielt, ausgelöst werden.
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So
perfektioniert sie auch sein mögen,
solche Systeme gestatten es nicht immer, einen Gegenstand vor einem
Hintergrund zu unterscheiden. Tatsächlich ist es, wenn man nur
eine Kamera verwendet, nicht immer möglich, einen Schlagschatten,
der sich auf dem Hintergrund bewegt, vom Körper eines passiv sinkenden
Badegastes zu unterscheiden. Wenn man mehrere Kameras verwendet,
die denselben Gegenstand von mehreren Blickpunkten beobachten, müsste es
der Parallaxeneffekt im Prinzip zwar gestatten, ein dreidimensionales
Objekt, das vor dem Hintergrund liegt, von einem zweidimensionalen
Fleck zu unterscheiden, der sich auf dem Hintergrund befindet. Damit
der Parallaxeneffekt jedoch ausreichend empfindlich ist, müssen mehrere
Bedingungen vereint sein. Einerseits ist es wünschenswert, dass sich die
Blickpunkte nahe dem beobachteten Gegenstand befinden. Diese erste
Bedingung impliziert, dass man mehrere Kameras verwendet, um einen
Bereich mit großer
Abmessung in Bezug auf die Abmessungen der Gegenstände zu überwachen, die
man zu detektieren sucht. Gleichzeitig ist ein solches System dabei
besonders teuer. Andererseits ist es wünschenswert, dass die Wiedergabe
der von jeder Kamera erfassten Farben identisch ist. Damit dies
der Fall ist, ist es jedoch notwendig, dass die optoelektronischen
Eigenschaften der Videokameras dieselben sind, was nicht immer der
Fall ist. Ferner kann der optische Pfad zwischen dem Gegenstand und
jeder Kamera durch Medien mit unterschiedlicher Brechzahl oder Transparenz
verlaufen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der beobachtete Körper in
einem Schwimmbecken untergetaucht ist, dessen Oberfläche bewegt
ist. Die Farbdarstellung des von jeder Kamera beobachteten Gegenstandes ist
nicht dieselbe. Dies führt
dazu, dass die geometrischen Korrelationen, die es gestatten, festzustellen, dass
die von jeder Kamera erzeugten Bilder (deren Konturen und Grauabstufungen),
die von ein- und demselben dreidimensionalen Gegenstand stammen,
der sich vor einem farbigen Hintergrund befindet, nicht mit Sicherheit überprüft werden
können. Dabei
ist eine Verwechslung zwischen einem Farbfleck (z. B. einem Schlagschatten)
am Boden des Schwimmbeckens und einem dreidimensionalen Gegenstand
nahe dem Boden möglich.
Folglich ergeben sich dabei Detektionsfehler und unbeabsichtigte Auslösungen der
Alarmsysteme.
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Ziel
der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile dieser bisher bekannten
Verfahren und Systeme, so leistungsfähig diese im übrigen auch sein
mögen,
zu vermeiden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
und System wurde ursprünglich
zur Überwachung
von Schwimmbecken und zum Verhindern eines Ertrinkens erdacht. Es
stellte sich jedoch schnell heraus, dass die Bildverarbeitungstechniken,
die darin bestehen, in allgemeiner Weise ein Bild eines dreidimensionalen
Gegenstandes in Bezug auf eine Oberfläche zu analysieren, auf Oberflächen, einschließlich virtueller
Oberflächen,
und auf Gegenstände
anwendbar waren, die vor oder hinter solchen Oberflächen angeordnet
sind. Sie sind daher in anderen Bereichen als dem der Überwachung
von Schwimmbecken anwendbar.
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Verfahren
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Detektieren eines
Gegenstandes in Bezug auf eine Oberfläche, insbesondere eine virtuelle Oberfläche, wobei
die Oberfläche
nicht notwendigerweise eben ist.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
umfasst den Schritt, ein zum betreffenden Blickpunkt gehöriges Synthesebild
durch eine geometrische Transformation zu erzeugen, die mindestens
eine perspektivische Projektion des Gegenstandes auf die Oberfläche umfasst,
und zwar ausgehend von mindestens zwei verschiedenen Blickpunkten
und für
jeden dieser Blickpunkte.
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Im
Laufe der Beschreibung ist unter einem zum betreffenden Blickpunkt
gehörigen
Synthesebild das Bild zu verstehen, das durch Anwendung der geometrischen
Transformation auf das beobachtete Geschehen erhalten wird, und
zwar ausgehend von diesem Blickpunkt und unabhängig davon, ob ein Gegenstand
vorliegt oder nicht.
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Das
Verfahren umfasst ferner den Schritt, zum Detektieren der Anwesenheit
des Gegenstandes und zur Bestimmung seiner Position in Bezug auf die
Oberfläche
eine Unterscheidung zwischen den Synthesebildern durchzuführen.
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Zur
Unterscheidung zwischen den verschiedenen Synthesebildern umfasst
das Verfahren ferner die folgenden Schritte:
- – die Oberfläche (2)
wird in ein Mosaik von Rasterflächen
(Zi) zerlegt, die jeweils einen Mittelpunkt (Ci) aufweisen,
- – jedem
Mittelpunkt (Ci) und jedem Blickpunkt wird eine spezifische Richtung
(Di) zugeordnet.
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Somit
wird jedes Synthesebild in virtuelle Rasterflächen (zi) zerlegt, wobei jede
Rasterfläche so
viele spezifische virtuelle Richtungen (di) aufweist, wie Blickpunkte
vorhanden sind.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
umfasst zur Unterscheidung zwischen den Synthesebildern folgende
weitere Schritte:
- – mindestens ein Paar von Synthesebildern
wird ausgewählt,
das mindestens einem Paar von Blickpunkten zugeordnet ist;
- – auf
jedem Synthesebild des ausgewählten
Paares werden Zonen gewählt,
die in jeder der verschiedenen spezifischen virtuellen Richtungen (di)
jeder virtuellen Rasterfläche
(zi) liegen;
- – die
Zonen werden miteinander verglichen, um gegensätzliche Unterschiede des einen
Synthesebildes gegenüber
dem anderen Synthesebild zu ermitteln.
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Beim
Auftreten von gegensätzlichen
Unterschieden bei dem Vergleich wird darauf geschlossen, dass ein
Gegenstand vorhanden ist.
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Vorzugsweise
werden zur Bestimmung, ob sich ein Gegenstand vor und/oder hinter
der Oberfläche
befindet, in jeder spezifischen virtuellen Richtung (di) die Vergleichszonen
auf der einen Seite und/oder der anderen Seite der Mittelpunkte
(ci) der virtuellen Rasterflächen
(zi) für
jeden Blickpunkt ausgewählt.
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Zur
Bestimmung, ob sich der Gegenstand mehr oder weniger weit von der
Oberfläche
entfernt befindet, werden vorzugsweise in jeder der spezifischen
virtuellen Richtungen (di) diejenigen Vergleichszonen ausgewählt, die
mehr oder weniger weit von den Mittelpunkten (ci) der virtuellen
Rasterflächen
(zi) entfernt liegen.
-
Vorzugsweise
umfasst das erfindungsgemäße Verfahren
den weiteren Schritt, die Position des Gegenstandes längs der
Oberfläche
abhängig
von der Position auf der Oberfläche
derjenigen Rasterflächen
(zi) zu ermitteln, für
welche gegensätzliche
Unterschiede gefunden wurden.
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Zur
Erzeugung jedes der zu einem bestimmten Blickpunkt gehörigen Synthesebilder
- – werden
vorzugsweise an jedem Blickpunkt radioaktive Strahlung und/oder
elektromagnetische Strahlung (insbesondere Licht) und/oder mechanische
Schwingungen des Gegenstandes erfasst, um ein Signal zu erzeugen,
- – wird
vorzugsweise das Signal zur Gewinnung der digitalen Daten digitalisiert,
- – werden
vorzugsweise die Synthesebilder anhand der so erhaltenen Daten berechnet.
-
Vorzugsweise
werden zum Empfangen der elektromagnetischen Strahlung, insbesondere
von Licht, und/oder der mechanischen Schwingungen, insbesondere
von Ultraschall, an jedem Blickpunkt eine optische Kamera und/oder
ein Sonar eingesetzt.
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Wenn
die Synthesebilder Zonen unterschiedlicher Farben aufweisen, werden
zur Ermittlung der gegensätzlichen
Unterschiede vorzugsweise auf jedem Synthesebild des ausgewählten Paares Farbkontrastumkehrungen
zwischen den Zonen ermittelt, die in jeder der spezifischen virtuellen
Richtungen (di) jeder Rasterfläche
(zi) liegen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
betrifft die Erfindung auch ein Verfahren, welches insbesondere zum
Detektieren eines Gegenstandes vor einem Hintergrund bestimmt ist,
wobei der Hintergrund in diesem Fall die Oberfläche bildet.
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Im
Falle dieser Ausführungsform
enthält
die geometrische Transformation ferner eine von einem bestimmten
Blickpunkt ausgehende Projektion auf eine Bezugsoberfläche (insbesondere
auf eine ebene Oberfläche),
welche zu einem bestimmten Blickpunkt gehört, wobei es sich um die Projektion
des virtuellen Bildes handelt, das aus der erwähnten perspektivischen Projektion
des Gegenstandes auf den Hintergrund in Abhängigkeit von dem bestimmten Blickpunkt
resultiert.
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Vorteilhafterweise
ist die Projektion auf die Bezugsoberfläche eine rechtwinklige Projektion. Ebenso
ist bei dieser Ausführungsform
das zu dem bestimmten Blickpunkt gehörige Synthesebild zusammengesetzt
aus:
- – dem
Bild, das durch Anwendung der geometrischen Transformation auf den
Gegenstand und ferner durch Überlagerung
auf die Bezugsoberfläche
erzeugt wird,
- – dem
Bild, das durch Anwendung der geometrischen Transformation auf eine
virtuelle Darstellung erzeugt wird, die aus Teilen des Hintergrundes
besteht, welche durch die perspektivische Projektion des Gegenstandes
nicht verdeckt sind.
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Vorzugsweise
werden zur Erzeugung des Synthesebildes auf einer Bezugsoberfläche anhand der
erwähnten
digitalen Daten die Daten berechnet, die sich auf das Synthesebild
auf der erwähnten
Bezugsoberfläche
beziehen.
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Die
Erfindung betrifft auch eine Anwendung, welche die zuvor beschriebenen
technischen Merkmale verwirklicht und zur Überwachung von Körpern in
einem Schwimmbecken bestimmt ist. Bei dieser Anwendung bilden der
Boden und/oder die Seitenwände
des Schwimmbeckens den Hintergrund. Für den Fall, dass nach Unterscheidung
der Synthesebilder darauf zu schließen ist, dass sich ein Körper im Schwimmbecken
befindet,
- – wird
der Unterscheidungsschritt wiederholt, um einen Körper, der
einer verdächtigen
Bahn folgt, insbesondere einen unbeweglichen Körper oder einen passiv sinkenden
Körper,
von einem Körper zu
unterscheiden, der einer normalen Bahn folgt,
- – ein
Alarmsignal gesendet wird, wenn der Körper während eines ungewöhnlich langen
Zeitraumes einer verdächtigen
Bahn folgt.
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Diese
Anwendung bezieht sich vorzugsweise auf den Fall, dass sich ein
Körper
in der Nähe
des Bodens befindet.
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Bei
dieser Anwendung
- – werden vorzugsweise mindestens
zwei Blickpunkte an geeignete Stellen der Seitenwände des Schwimmbeckens
gelegt, um zumindest einen Teil des Wasservolumens des Schwimmbeckens abzutasten,
- – verläuft die
Bezugsoberfläche
vorzugsweise genau parallel zur Wasseroberfläche des Schwimmbeckens.
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System
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Die
Erfindung betrifft außerdem
ein System zum Detektieren eines Gegenstandes in Bezug auf eine
Oberfläche,
insbesondere eine virtuelle Oberfläche, wobei die Oberfläche nicht
notwendigerweise eben ist.
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Das
erfindungsgemäße System
umfasst eine Detektionseinrichtung und eine erste Recheneinrichtung
einer zentralen Verarbeitungseinheit, welche durch geometrische
Transformation mit mindestens einer perspektivischen Projektion
des Gegenstandes auf die Oberfläche,
ausgehend von mindestens zwei verschiedenen Blickpunkten und für jeden
dieser Blickpunkte, ein zu dem betreffenden Blickpunkt gehöriges Synthesebild
erzeugt.
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Das
System weist zudem eine Unterscheidungseinrichtung zum Unterscheiden
zwischen den Synthesebildern auf. Diese Unterscheidungseinrichtung
gestattet eine Detektion der Anwesenheit des Gegenstandes und eine
Bestimmung seiner Position in Bezug auf die Oberfläche. Vorzugsweise
umfasst die Unterscheidungseinrichtung eine Teilungseinrichtung,
welche die Oberfläche
in ein Mosaik von Rasterflächen
(Zi) mit jeweils einem Mittelpunkt (Ci) und genauso vielen spezifischen
Richtungen (Di) wie Blickpunkten zerlegt. Auf diese Weise wird jedes Synthesebild
in virtuelle Rasterflächen
(zi) zerlegt, wobei jede Rasterfläche so viele spezifische virtuelle Richtungen
(di) aufweist, wie Blickpunkte vorhanden sind.
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Die
Unterscheidungseinrichtung umfasst zur Unterscheidung zwischen den
Synthesebildern ferner:
- – eine Auswahleinrichtung,
um mindestens ein Paar von Synthesebildern auszuwählen, welches mindestens
einem Paar von Blickpunkten zugeordnet ist,
- – eine
Wahleinrichtung, um auf jedem Synthesebild des ausgewählten Paares
Zonen zu wählen, die
in jeder der verschiedenen spezifischen virtuellen Richtungen (di)
einer jeden virtuellen Rasterfläche
(zi) liegen;
- – eine
Vergleichseinrichtung zum Vergleich der Zonen, wobei gegensätzliche
Unterschiede des einen Synthesenbildes gegenüber dem anderen Synthesebild
ermittelt werden.
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Bei
Auftreten von gegensätzlichen
Unterschieden bei dem Vergleich wird darauf geschlossen, dass ein
Gegenstand vorhanden ist.
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Vorzugsweise
werden zur Bestimmung, ob sich ein Gegenstand vor und/oder hinter
der Oberfläche
befindet, von der Einrichtung zur Wahl der Zonen in jeder spezifischen
virtuellen Richtung (di) Vergleichszonen auf der einen Seite und/oder
der anderen Seite der Mittelpunkte (ci) der virtuellen Rasterflächen (zi)
für jeden
Blickpunkt gewählt.
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Zur
Bestimmung, ob sich der Gegenstand mehr oder weniger weit von der
Oberfläche
entfernt befindet, werden vorzugsweise in jeder der spezifischen
virtuellen Richtungen (di) diejenigen Vergleichszonen von der Einrichtung
zur Wahl der Zonen ausgewählt,
die mehr oder weniger weit von den besagten Mittelpunkten (ci) der
virtuellen Rasterflächen
(zi) entfernt liegen.
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Vorzugsweise
bestimmt die Unterscheidungseinrichtung zur Unterscheidung zwischen
den Synthesebildern die Position des Gegenstandes längs der
Oberfläche
in Abhängigkeit
von derjenigen Position auf der Oberfläche der Rasterflächen (zi), bei
denen gegensätzliche
Unterschiede gefunden wurden.
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Zur
Erzeugung jedes der zu einem betreffenden Blickpunkt gehörigen Synthesebilder
umfasst das System vorzugsweise an jedem Blickpunkt Messfühler. Diese
Messfühler
umfassen Einrichtungen zum Empfangen von radioaktiver Strahlung und/oder
elektromagnetischer Strahlung (insbesondere Licht) und/oder mechanischen
Schwingungen des Gegenstandes, um ein Signal zu erzeugen.
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Das
System umfaßt
ferner:
- – eine
Einrichtung zum Digitalisieren des Signals und zur Gewinnung digitaler
Daten,
- – eine
Einrichtung zur Berechnung der Synthesebilder anhand der so erhaltenen
Daten.
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Vorzugsweise
sind als Messfühler
zum Empfangen der elektromagnetischen Strahlung, insbesondere von
Licht, und/oder der mechanischen Schwingungen, insbesondere von
Ultraschall, optische Kameras und/oder Sonare vorgesehen, die an jedem
Blickpunkt angeordnet sind.
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Wenn
die Synthesebilder Zonen unterschiedlicher Farben aufweisen, umfasst
die Unterscheidungseinrichtung zur Ermittlung der gegensätzlichen
Unterschiede auf jedem Synthesebild des ausgewählten Paares vorzugsweise eine
Einrichtung zur Ermittlung von Farbkontrastumkehrungen zwischen den
Zonen, die in jeder der spezifischen virtuellen Richtungen (di)
jeder Rasterfläche
(zi) liegen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
betrifft die Erfindung auch ein System, das insbesondere zum Detektieren
eines Gegenstandes vor einem Hintergrund bestimmt ist, wobei der
Hintergrund in diesem Fall aus der Oberfläche besteht.
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Bei
dieser Ausführungsform
enthält
die geometrische Transformation ferner eine Projektion auf eine
Bezugsoberfläche
(insbesondere eine ebene Oberfläche),
welche zu einem bestimmten Blickpunkt gehört, wobei es sich um die Projektion
des virtuellen Bildes, das von der erwähnten perspektivischen Projektion
des Gegenstandes auf den Hintergrund stammt, in Abhängigkeit
von dem bestimmten Blickpunkt handelt. Vorteilhafterweise ist die
Projektion auf die Bezugsoberfläche
eine rechtwinklige Projektion. Zudem ist das zu dem bestimmten Blickpunkt
gehörige
Synthesebild zusammengesetzt aus
- – dem Bild,
das durch Anwendung der geometrischen Transformation auf den Gegenstand
und ferner durch Überlagerung
auf die Bezugsoberfläche
erzeugt wird,
- – dem
Bild, das durch Anwendung der geometrischen Transformation auf eine
virtuelle Darstellung erzeugt wird, die aus den Teilen des Hintergrundes
besteht, welche nicht durch die perspektivische Projektion des Gegenstandes
verdeckt sind.
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Zur
Erzeugung des Synthesebildes auf einer Bezugsoberfläche berechnet
bei dieser Ausführungsform
vorzugsweise die Recheneinrichtung anhand der digitalen Daten diejenigen
Daten, die sich auf das Synthesebild auf der Bezugsoberfläche beziehen.
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Ferner
betrifft die Erfindung eine Anwendung, welche die zuvor beschriebenen
technischen Merkmale verwirklicht und zur Überwachung von Körpern in
einem Schwimmbecken bestimmt ist. Bei dieser Anwendung bilden der
Boden und/oder die Seitenwände
des Schwimmbeckens den Hintergrund. Für den Fall, dass nach Unterscheidung
der Synthesebilder darauf zu schließen ist, dass sich ein Körper im
Schwimmbecken befindet, weist das System ferner folgendes auf:
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Diese
Anwendung betrifft vorzugsweise den Fall, dass sich ein Körper in
der Nähe
des Hintergrundes befindet.
-
Bei
dieser Anwendung
- – werden vorzugsweise mindestens
zwei Blickpunkte an geeignete Stellen der Seitenwände des Schwimmbeckens
gelegt, um zumindest einen Teil des Wasservolumens des Schwimmbeckens abzutasten,
und
- – verläuft die
Bezugsoberfläche
vorzugsweise genau parallel zur Wasseroberfläche des Schwimmbeckens.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
von Ausführungsformen
der Erfindung, die lediglich als nicht einschränkendes Beispiel zur Veranschaulichung
dienen. Es zeigt:
-
1 eine perspektivische Darstellung eines
Gegenstandes vor einem Hintergrund und der perspektivischen Projektion
des Gegenstandes sowie eine virtuelle Darstellung des Hintergrundes, ausgehend
von einem ersten Blickpunkt;
-
2 eine perspektivische Darstellung desselben
Gegenstandes vor demselben Hintergrund und der perspektivischen
Projektion des Gegenstandes sowie eine virtuelle Darstellung des
Hintergrundes, ausgehend von einem zweiten Blickpunkt;
-
3a eine perspektivische Darstellung eines
Gegenstandes, der vor einem Hintergrund angeordnet ist und auf dem
die virtuellen Rasterflächen
Zi, deren Mittelpunkt Ci sowie die spezifischen Richtungen 3Di und 4Di,
die den Blickpunkten 3 und 4 zugeordnet sind,
eingezeichnet sind;
-
3b eine perspektivische Darstellung eines
Gegenstandes vor einem Hintergrund nach rechtwinkliger Projektion
auf eine erste Bezugsebene, die einem ersten Blickpunkt zugeordnet
ist, und auf eine zweite Bezugsebene, die einem zweiten Blickpunkt
zugeordnet ist;
-
4 eine perspektivische Darstellung der Synthesebilder
für den
Fall, dass kein Gegenstand vor dem Hintergrund vorhanden ist;
-
5a und 5b Draufsichten
auf die zwei in 3b dargestellten Bezugsebenen;
-
6 eine perspektivische Darstellung eines
Schwimmbeckens, in dem ein Körper
nahe dem Hintergrund untergetaucht ist, und
-
7 eine schematische Darstellung der opto-elektronischen
Vorrichtungen gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
-
Bei
der in den 1 bis 7 dargestellten
Ausführungsform
ist die Oberfläche,
in Bezug auf welche die Position eines Gegenstandes detektiert und
ermittelt wird, ein opaker Hintergrund. Die nachfolgende, detaillierte
Beschreibung ließe
sich vom Fachmann auf einen Gegenstand anwenden, der vor oder hinter
einer transparenten oder virtuellen Oberfläche liegt.
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In
den 1, 2, 3a und 3b ist
ein Gegenstand 1 vor einem Hintergrund 2 gezeigt.
Der unebene Hintergrund 2 ist durch eine "quadratische" Kontur mit der Form
einer "Lippe" begrenzt und weist
einen "Farbfleck" 50 auf,
der sich vom Hintergrund abhebt. Durch eine geometrische Transformation
mit einer perspektivischen Projektion auf den Hintergrund 2, ausgehend
von mindestens zwei unterschiedlichen Blickpunkten 3, 4 und
für jeden
dieser Blickpunkte, erfolgen:
- – eine perspektivische
Projektion 3a, 4a des Gegenstandes auf den Hintergrund
und
- – eine
virtuelle Darstellung 3b1, 3b2; 4b1, 4b2 der Teile
des Hintergrundes, die nicht durch die perspektivische Projektion
des Gegenstandes verdeckt werden.
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Das
Bezugszeichen 3b1 (bzw. 4b2) bezeichnet den (nicht
verdeckten) Teil des Hintergrundes, der, vom Blickpunkt 3 (bzw. 4)
gesehen, einen "Farbfleck" aufweist.
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Mit
dem Bezugszeichen 3b2 (bzw. 4b2) ist der (nicht
verdeckte) Teil des Hintergrundes bezeichnet, der, vom Blickpunkt 3 (bzw. 4)
gesehen, keinen "Farbfleck" aufweist.
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Die
virtuelle Darstellung 3b, 4b der nicht durch die
perspektivische Projektion des Gegenstandes 1 verdeckten
Teile ist die Vereinigung der Zonen 3b1 und 3b2 (Blickpunkt 3)
sowie der Zonen 4b1 und 4b2 (Blickpunkt 4).
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In 3a ist die Rasterung des Hintergrundes
dargestellt, die aus virtuellen Rasterflächen Zi besteht, die jeweils
einen Mittelpunkt Ci und zwei spezifische Richtungen 3Di (bzw. 3D1)
und 4Di (bzw. 4D1) aufweisen, welche durch Verbinden
der Blickpunkte 3 und 4 mit dem Mittelpunkt Ci
(bzw. C1) der betreffenden Rasterfläche Zi (bzw. Z1) erhalten werden.
In der Rasterfläche
Z1, die oben links liegt, sind deren Mittelpunkt C1 sowie die zugehörigen spezifischen
Richtungen 3D1 und 4D1 gezeigt.
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Wenn
die geometrische Transformation nur die oben beschriebene perspektivische
Projektion enthält,
besteht das Synthesebild im Sinne der vorliegenden Erfindung (nachfolgend
als 3c, 4c bezeichnet) aus den perspektivischen
Projektionen 3a und 4a des Gegenstandes auf den
Hintergrund.
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In 3b ist gezeigt, wie das Synthesebild 3c, 4c für den Fall
erzeugt wird, dass die geometrische Transformation nach einem perspektivischen Projektionsvorgang
eine rechtwinklige Projektion 6 auf Bezugsflächen 3e, 4e enthält, die
den Blickpunkten 3 und 4 zugeordnet sind.
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Bei
dem in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
wird jedes Synthesebild (3c bzw. 4c) durch eine
rechtwinklige Projektion 6 und Überlagerung jeder perspektivischen
Projektion (3a bzw. 4a) und jeder virtuellen Darstellung
des Hintergrundes (3b bzw. 4b) auf ebenen Bezugsoberflächen (3e bzw. 4e)
erhalten. Die rechtwinkligen Projektionen in der Richtung 6 der
virtuellen Projektionen 3a und 4a sind in 3b mit 30 bzw. 40 bezeichnet.
Es sei daran erinnert, dass sich jede virtuelle Darstellung 3b, 4b der nicht
durch die perspektivische Projektion 3a, 4a des Gegenstandes
auf den Hintergrund verdeckten Teile des Hintergrundes aus den oben
definierten Teilen 3b1, 3b2; 4b1, 4b2 zusammensetzt.
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Zur
Vereinfachung der Beschreibung sind die
1 bis
3 geometrische Konstruktionen. Tatsächlich werden
gemäß der folgenden
Beschreibung zur Erzeugung jedes der besagten Synthesebilder
3c,
4c des
Gegenstandes und des Hintergrundes, die einem betreffenden Blickpunkt
3,
4 zugeordnet
sind, physikalische Einrichtungen und Recheneinrichtungen eingesetzt.
Zuerst werden in jedem Blickpunkt
3,
4 die radioaktive
Strahlung und/oder elektromagnetische Strahlung (insbesondere Licht)
und/oder mechanischen Schwingungen, insbesondere Ultraschall, des
Gegenstandes und des Hintergrundes erfasst, um ein Signal zu erzeugen.
Bei der in
6 dargestellten Ausführungsvariante,
welche die Überwachung
von Schwimmbecken betrifft, wird zur Erfassung der vom Gegenstand
und vom Hintergrund ausgehenden Lichtstrahlen an jedem Blickpunkt
3,
4 eine
in einem Gehäuse
32,
42 angeordnete
opto-elektronische Kamera
31,
41 eingesetzt, wie
sie in der Patentanmeldung SP2 (
FR
96 10442 , Poseidon) beschrieben ist, auf deren Beschreibung
hiermit Bezug genommen wird. Das Ausgangssignal der Kamera stellt
das Bild des Gegenstandes
1 und des Hintergrundes
2 dar,
das von der opto-elektrischen Kamera erzeugt wird.
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Es
wäre auch
möglich,
an jedem Blickpunkt 3, 4 ein Sonar zu verwenden
und das Echo zu erfassen, das von den unterschiedlichen Teilen des
Körpers 1 und
des Hintergrundes 2 ausgesendet wird, sowie ein Signal
zu erzeugen, das deren Form und Inhalt darstellt.
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In
an sich bekannter Weise wird das von der Kamera und/oder vom Sonar
erzeugte Signal digitalisiert; anschließend werden die Synthesebilder
anhand der so erhaltenen digitalen Daten berechnet. Wenn der Hintergrund 2 eben
ist und/oder wenn eine analytische Darstellung des Hintergrundes
bekannt ist, lassen sich die virtuellen Projektionen 3a, 4a des Gegenstandes
auf dem Hintergrund 2 und/oder die virtuellen Darstellungen 3b, 4b der
Teile des Hintergrundes, die nicht durch die virtuellen Projektionen verdeckt
sind, direkt berechnen. Anschließend kann man dann die Synthesebilder 3c und 4c durch
rechtwinklige Projektion 6 der virtuellen Projektionen 3a, 4a der
virtuellen Darstellungen 3b, 4b auf den Bezugsoberflächen 3e und 4e berechnen,
deren analytische Darstellung zudem bekannt ist. Wenn der Hintergrund
nicht eben ist, wie dies in den 1 bis 4 dargestellt ist, wird der Hintergrund
vorab abgetastet, insbesondere mittels Durchführung einer topographischen
Bestimmung desselben, um ein digitales Modell davon zu erhalten.
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Die
spezifischen virtuellen Richtungen 3di und 4di jeder
der virtuellen Rasterflächen
zi der Synthesebilder, die den virtuellen Rasterflächen Zi
des den Hintergrund bildenden Mosaiks zugeordnet sind, werden durch
rechtwinklige Projektion auf den Bezugsebenen 3e und 4 der
oben definierten spezifischen Richtungen 3Di und 4Di erhalten.
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Wenn
kein Gegenstand 1 vor dem Hintergrund vorhanden ist (wie
in 4), werden die Synthesebilder 3c und 4c auf
die virtuellen Projektionen des Hintergrundes 2 auf den
Bezugsebenen 3e und 4e reduziert. Die beiden virtuellen
Projektionen 3c und 4c ähneln einander.
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Ist
vor dem Hintergrund ein Gegenstand 1 vorhanden (wie in
den 5a und 5b),
unterscheiden sich die Synthesebilder 3c und 4c voneinander. Sie
weisen voneinander verschiedene Zonen 30, 40 auf,
die längs
der spezifischen virtuellen Richtungen (3di, Figur 5a)
und (4di, 5b) verlaufen,
welche der (den) Rasterfläche(n)
Zi zugeordnet sind, die (bei der rechtwinkligen Projektion auf den
Bezugsebenen 3e und 4e) senkrecht zum Gegenstand verläuft (verlaufen).
Diese Zonen entsprechen den virtuellen Projektionen 3a und 4a des
Gegenstandes auf dem Hintergrund 2.
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Zur
Unterscheidung zwischen den Synthesebildern 3c, 4c und
zur Bestimmung des Vorliegens eines Gegenstandes 1 in Bezug
auf die Oberfläche 2 wird
folgendermaßen
vorgegangen: Ein Paar von Synthesebildern 3c, 4c,
das mindestens einem Paar von Blickpunkten 3, 4 zugeordnet
ist, wird gewählt. Jedes
Synthesebild 3c, 4c des gewählten Paares wird untersucht
(siehe 5a und 5b),
indem Zonen 3fi, 3gi (Bezugsebene 3e), 4fi, 4gi (Bezugsebene 4e)
ausgewählt
werden, die längs
jeder der spezifischen virtuellen Richtungen 3di, 4di jeder
virtuellen Rasterfläche
zi angeordnet sind. Anschließend
werden diese Zonen 3fi, 3gi, 4fi, 4gi unter
Ermittlung der gegensätzlichen
Unterschiede eines Synthesebildes 3c gegenüber dem
anderen 4c miteinander verglichen 3hi, 4hi.
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Insbesondere
wird, wenn die Synthesebilder 3c, 4c Zonen 3fi, 3gi, 4fi, 4gi mit
unterschiedlichen Farben aufweisen, folgendermaßen vorgegangen, um gegensätzliche
Unterschiede auf jedem Synthesebild 3c, 4c des
gewählten
Paares zu ermitteln. Es werden Farbkontrastumkehrungen zwischen
den Zonen 3fi, 3gi, 4fi, 4gi ermittelt,
die längs
jeder der spezifischen virtuellen Richtungen 3di, 4di jeder
Rasterfläche
zi liegen. Synthesebilder, welche andersfarbige Zonen darstellen,
werden insbesondere durch Einsatz von Videokameras erhalten.
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Wenn
bei einer bestimmten Anzahl von Rasterflächen zi (n kann dabei gleich
1 sein) gegensätzliche
Unterschiede eines Synthesebildes gegenüber dem anderen erscheinen,
z. B. wenn 3fi grau ist, 3gi aber nicht, und wenn 4fi nicht
grau ist, 4gi aber schon, wird daraus a fortiori geschlossen,
dass vor dem Hintergrund ein Gegenstand vorliegt. Durch Analyse
der Farbkontraste längs
der spezifischen virtuellen Richtungen 3di und 4di kann
durch Ermitteln der Kontrastumkehrungen geschlossen werden, ob vor
dem Hintergrund ein Gegenstand 1 vorliegt oder nicht. Die
Suche nach gegensätzlichen
Unterschieden kann sich jedoch auch auf andere Elemente als Farben
und Grauabstufungen beziehen. Gegensätzliche Unterschiede können auch
in den Formen, d. h. in der Hülle
der Konturen, gefunden werden.
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Unter
Bezugnahme auf 6 ist eine Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
und Systems zur Überwachung
von Körpern 1 in
einem Schwimmbecken 61 dargestellt. In 6 sind
Elemente zu erkennen, die bereits unter Bezugnahme auf die 1 bis 5 beschrieben
wurden; sie tragen dieselben Bezugszeichen. Beispielsweise besteht der
Hintergrund 2 aus dem Boden des Beckens 61 und/oder
aus dessen Seitenwänden 62.
Der Gegenstand 1 ist der Körper des verunglückten Badegastes.
Bei dieser Anwendung wird wie bereits oben beschrieben vorgegangen,
um die Synthesebilder zu unterscheiden und festzustellen, ob vor
dem Hintergrund, insbesondere in dessen Nähe, ein Körper vorhanden ist. Anschließend wird
der Unterscheidungsschritt wiederholt, um mittels Durchführung einer
Bewegungsanalyse einen Körper,
der einer verdächtigen
Bahn folgt, insbesondere einen unbeweglichen oder einen passiv sinkenden
Körper,
von einem Körper
zu unterscheiden, der einer normalen Bahn folgt. Wenn der Körper über einen
ungewöhnlich
langen Zeitraum einer verdächtigen
Bahn folgt, wird ein Alarmsignal ausgesendet.
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Bei
der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
und Systems zur Überwachung
eines Schwimmbeckens sind die beiden in ihren Gehäusen
32 und
42 aufgenommenen
optischen Kameras
31 und
41, die den Blickpunkten
3 und
4 zugeordnet sind,
an den Seitenwänden
62 so
angeordnet, dass sie zwischen sich einen 90°-Winkel bilden. Eine solche
Anordnung ist dazu geeignet, zumindest einen Teil des Wasservolumens
im Schwimmbecken abzutasten. In diesem Zusammenhang wird auf die
Patentanmeldung SP2 (
FR 96 10442 ,
Poseidon) verwiesen, auf die hiermit Bezug genommen wird. Die Bezugsebenen
3e und
4e verlaufen
genau parallel zur Wasseroberfläche
63 des
Schwimmbeckens.
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Nun
wird unter Bezugnahme auf 7 eine schematische
Ansicht der opto-elektronischen Vorrichtungen und der Recheneinrichtung
gemäß einer Ausführungsvariante
der Erfindung beschrieben.
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Bei
den Kabeln 33, 43, die durch die Gehäuse 32, 42,
welche die Kameras 31, 41 enthalten, hindurchlaufen,
handelt es sich um Koaxialkabel, die über eine Multiplexereinrichtung 71 mit
einem Mikrocomputer 72, z. B. vom "IBM-kompatiblen" Typ, verbunden sind, der um einen PENTIUM-Mikroprozessor
angeordnet ist. An jedes Kabel 33, 43 wird eine kontinuierliche
Spannung angelegt, die zur Speisung der entsprechenden Kamera 31, 41 dient.
Die Kamera 31, 41 sendet über das Kabel 33, 43 eine
Modulation, die das zu verarbeitende Signal bildet. Vor dem Eintritt
in die Multiplexereinrichtung 71 wird die Trennung der
kontinuierlichen Komponente durch eine Demodulationseinrichtung
sichergestellt, die nur der Multiplexereinrichtung das Signal liefert,
das von der "CCD"-Kamera stammt. Der
Mikrocomputer 72 enthält
eine zentrale Verarbeitungseinheit 73, eine Zwischenspeichereinrichtung
oder einen Schreib-/Lese-Speicher 74, eine Festspeichereinrichtung
oder eine Festplatte 75 und eine Fernsteuerkarte 76,
mit der eine Warneinrichtung 77 gesteuert werden kann. Ferner
ist der Mikrocomputer 72 mit einem Kontrollbildschirm E
verbunden, bei dem es sich um einen Tastbildschirm handelt, mit
dem eine Betriebssteuerung möglich
ist. Der Mikrocomputer 72 weist eine "Multimedia"-Konfiguration auf und ist mit einer
Videoaufnahmekarte 78 ausgestattet, die eine Einrichtung
zur Digitalisierung der von den Kameras 31, 41 gelieferten
elektrischen Signale bildet.
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Die
Bilder werden in Form von elektrischen Signalen mit einer Rate von
25 Bildern pro Sekunde über
eine Demodulations- und eine Multiplexereinrichtung, die in ihrer
Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 71 bezeichnet sind, von
der Videoaufnahmekarte 78 empfangen, die diese in digitale
Bilder umwandelt.
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Durch
das Multiplexen ist es möglich,
die Signale der Kameras 31, 41 mit ein- und derselben
Videokarte 78 zu verarbeiten. Es ist festzustellen, dass die
Anzahl der von derselben Karte verarbeiteten Kamerasignale größer als
zwei sein kann.
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Mit
der zentralen Verarbeitungseinheit 73 können die verschiedenen Berechnungen
durchgeführt
werden, mit denen die Synthesebilder 3c, 4c erzeugt
werden können.
Die zentrale Verarbeitungseinheit führt auch Berechnungen durch,
die eine Unterscheidung zwischen den Synthesebildern 3c, 4c dahingehend
gestatten, ob vor dem Hintergrund ein Gegenstand vorhanden ist oder
nicht, wobei die oben beschriebenen Verfahrensschritte angewandt
werden.
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Es
sind Speichereinrichtungen 74, 75 für die digitalen
Daten der Synthesebilder zu aufeinander folgenden Zeitpunkten t
(t + Dt) vorgesehen. Diese Speichereinrichtungen 74, 75 werden
durch Speichereinrichtungen des Mikrocomputers 72, insbesondere
durch die interne Schreib-/Lese-Speichereinrichtung 74 und
die Festplatte 75 des Computers, gebildet. Ferner ist eine
Einrichtung zum Vergleich zwischen den Synthesebildern zu aufeinander
folgenden Zeitpunkten t und (t + Dt) vorgesehen. Die Vergleichseinrichtung
besteht aus der zentralen Verarbeitungseinheit 73 des Computers
und einer geeigneten Software, die in einem internen Schreib-/Lese-Speicherbereich 74 gespeichert
ist. Das betreffende Zeitintervall Dt zwischen zwei Zeitpunkten
t und (t + Dt) reicht aus, damit im Falle einer normalen Bewegung
eines Schwimmers die Unterschiede zwischen den beiden aufeinander
folgenden Bildern eine solche Bewegung übersetzen. Das Zeitintervall
Dt ist jedoch so kurz wie möglich,
damit im Falle einer verdächtigen
Situation unverzüglich
Alarm ausgelöst wird.
Dieses Zeitintervall Dt kann in der Größenordnung von mehreren Zehntelsekunden
liegen. Die Vergleichseinrichtung berechnet zwischen zwei Zeitpunkten
t und (t + Dt) die Unterschiede zwischen den beiden Matrizen von
Synthesebildern. Somit gestattet es die Vergleichseinrichtung, die
Bereiche der Veränderung
zwischen zwei Bildern zu aufeinander folgenden Zeitpunkten, d.h.
die Bereiche einer Bewegung zwischen den beiden betreffenden Zeitpunkten, zu
erhalten. Die zentrale Verarbeitungseinheit 73, kombiniert
mit einer geeigneten Software, bildet zudem eine Einrichtung zum
Beurteilen der Beschaffenheit eines Körpers 1, dessen Synthesebild
gewonnen wird (menschlicher Körper
oder nicht), der Bahn und der Änderungen
des Verhaltens dieses Körpers.
Die zentrale Verarbeitungseinheit 73 und die Software sind
zudem dazu vorgesehen, eine Entscheidungseinrichtung zu bilden,
die zum Auslösen
eines Alarms im Falle einer verdächtigen
Bahn oder verdächtiger Bewegungen
des beobachteten Körpers
ausgelegt sind. Da die Matrix des ursprünglichen Bildes (leeres Schwimmbecken)
bekannt ist, können
die verschiedenen, sich im Schwimmbecken bewegenden Formen, die
von den Kameras erfasst werden, aufgezählt und einzeln verfolgt werden.