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DE60007933T2 - Steuervorrichtung zur Öffnung eines Sicherheitsventils des Gasdurchflusses eines Brenners - Google Patents

Steuervorrichtung zur Öffnung eines Sicherheitsventils des Gasdurchflusses eines Brenners Download PDF

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DE60007933T2
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Pascal Oudart
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Brandt Industries SAS
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Brandt Cooking SAC
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern des Öffnens eines Steuerventils zum Steuern der Gasdurchflussmenge eines Brenners. Die Erfindung findet insbesondere im Gebiet von Elektrohaushaltsgeräten bei Gasbrennern zum Hausgebrauch Anwendung, die beispielsweise in Gasöfen von Küchenherden oder bei Kochfeldern verwendet werden, die entweder eigenständig oder in den Küchenherden integriert sind.
  • Die meisten Gasbrenner funktionieren mit einem Steuerventil zum Steuern der Gasdurchflussmenge, das für einen Benutzer zugänglich ist. 1 zeigt ein Schema eines Ventils. Das Ventil RBT enthält insbesondere eine Gaszulaufleitung 1 und eine Gasablaufleitung 2 zum Brenner BRL, der dem Ventil entspricht, wobei diese Leitung einen Ablaufdurchgang 21 mit festem Durchmesser aufweist, der die maximale Gasdurchflussmenge im Brenner bestimmt. Das Ventil enthält ferner ein bewegliches Teil 3, das sogenannte Drehteil, das beispielsweise kegelförmig ist und einen Schlitz mit veränderlichem Querschnitt hat und vor einer Öffnung mit festem Durchmesser drehend mitgenommen wird, wodurch es möglich ist, die Gasdurchflussmenge einzustellen. Gewöhnlich wird das Drehteil mechanisch von einer für einen Benutzer zugänglichen Handhabe mitgenommen.
  • Im allgemeinen enthält das Steuerventil auch ein elektromagnetisches Sicherheitselement, beispielsweise ein Elektroventil 4, das es ermöglicht, den Ablaufdurchgang 21 beispielsweise im Falle eines unbeabsichtigten Erlöschens der Brennerflamme zu schließen. Dieses Elektroventil wird beispielsweise aus einem Elektromagneten 41 gebildet, der eine Dichtscheibe 42 mitnimmt, und ist mit einem Flammenerfassungssystem, beispielsweise einem Thermoelement TC, verbunden, das sich in der Flamme F des Brenners befindet. Wenn die Flamme erlischt, reicht der vom Thermoelement im Elektromagnet angelegte Strom itc nicht mehr aus, um die Dichtscheibe 42 zu halten, wodurch diese den Ablaufdurchgang 21 verschließt. Das Sicherheitselement 4 ist in eine Aufnahmemulde 54 des Steuerventil eingesetzt, wobei die Abmessungen dieser verschiedenen Teile standardgemäß sind und von einem Hersteller zum anderen wenig variieren.
  • Beim Zünden des Brenners BRL muss das Sicherheitselement ausgerückt sein, um das Öffnen des Ablaufdurchgangs 21 zu gestatten. Das Ausrücken erfolgt gewöhnlich durch einen vom Benutzer ausgeübten mechanischen Druck auf die Handhabe, wodurch ein sich an der Dichtscheibe 42 abstützender Mechanismus mitgenommen wird, womit das Öffnen des Steuerventils gestattet ist. Wenn die Flamme gezündet ist, liefert das Flammenerfassungssystem dem Elektromagneten einen Strom ite, der es ermöglicht, die Dichtscheibe so zu halten, dass der Durchgang 21 offen gehalten wird.
  • Es ist jedoch vorgesehen, das manuell mitgenommene Drehteil bestimmter Steuerventile durch motorisierte Drehteile zu ersetzen, die beispielsweise über Getriebemotoren angetrieben werden und deren Steuerung über eine elektronische Steuerung durch den Benutzer gewährleistet wird. Insbesondere ist bei dieser Art von Ventilen das mechanische Ausrücken des eingesetzten Sicherheitselements nicht mehr möglich.
  • Es ist eine elektronische Steuervorrichtung zum Steuern eines Ventils bekannt, wie sie in der EP 0 939 279 beschrieben ist, welche das Öffnen und Schließen eines Sicherheitselektroventils steuert.
  • Die Erfindung schlägt eine elektronische Steuervorrichtung zum Steuern des Öffnens des Ventils vor, mit der es gemäß einem Anwendungsbeispiel möglich ist, das Ausrücken des Sicherheitselements bei Steuerventilen mit motorisierten Drehteilen zu steuern.
  • Dazu betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Steuern des Öffnens zumindest eines Steuerventils zum Steuern der Gasdurchflussmenge eines Brenners, wie in den Ansprüchen 1 bis 11 definiert ist.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es somit, bei Brennern mit Ventilen mit motorisiertem Drehteil das Zünden des Brenners durch Steuern des Öffnens des Gasablaufdurchgangs im Ventil elektronisch zu steuern. Sie bietet jedoch zahlreiche weitere Möglichkeiten, wie etwa das Steuern von bestimmten Funktionen vom Typ schonendes Weiterkochen, Zeitschaltuhr, Wiederzünden, etc. sowohl bei Ventilen mit manuell angetriebenen Drehteilen als auch bei Ventilen mit motorisierten Drehteilen. Sie weist ferner den Vorteil auf, ein Elektroventil zu verwenden, das im Platzbedarf vergleichbar mit vorbekannten elektromagnetischen Sicherheitselementen ist, wodurch es möglich ist, weder den Aufbau von bestehenden Ventilen zu verändern, noch zusätzliche elektromagnetische Elemente außerhalb des Ventils hinzuzufügen.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich beim Lesen der nachfolgenden Beschreibung, die in den Figuren veranschaulicht ist, worin zeigt:
  • 1 beispielhaft ein Steuerventil zum Steuern der Gasdurchflussmenge aus dem Stand der Technik (bereits beschrieben),
  • 2 ein Schema einer beispielhaften Steuervorrichtung gemäß der Erfindung,
  • 3 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Elektroventils,
  • 4 ein Ausführungsbeispiel der elektronischen Steuermittel der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und
  • 5 ein Ablaufdiagramm, das beispielhaft die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeigt.
  • In diesen Figuren sind identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen angedeutet.
  • 2 zeigt ein Schema einer beispielhaften Steuervorrichtung gemäß der Erfindung. Es handelt sich um die Steuerung zumindest eines Steuerventils RBT zum Steuern der Gasdurchflussmenge eines Brenners BRL. In 2 ist nur ein Ventil dargestellt, jedoch kann die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Steuern von mehreren Ventilen Anwendung finden, die jeweils einem Brenner entsprechen. Die Brenner sind beispielsweise in einem Kochfeld montiert, das entweder eigenständig oder in einem Küchenherd integriert ist. Es kann sich auch um Brenner von Gasöfen, von Heizkesseln und allgemein um jegliche Art von Gasbrenner handeln, dessen Steuerung der Gasdurchflussmenge über ein Steuerventil erfolgt.
  • Wie in 1 enthält das Ventil insbesondere eine Gaszulaufleitung 1 und eine Gasablaufleitung 2 zum Brenner BRL, wobei die Ablaufleitung einen Ablaufdurchgang 21 mit festem, vorbestimmten Durchmesser aufweist, sowie beispielsweise ein Drehteil zum Steuern der Gasdurchflussmenge (nicht dargestellt). Das Ventil enthält auch eine Aufnahmemulde 5, die es ermöglicht, ein eventuell vorhandenes Sicherheitselektromagnetelement aufzunehmen.
  • Erfindungsgemäß enthält die Steuervorrichtung für jedes Steuerventil ein Elektroventil 4, welches einen solchen Bauraum einnimmt, dass es in der Aufnahmemulde 5 aufgenommen werden kann. Das Elektroventil 4 enthält insbesondere einen Elektromagneten 41 und eine Dichtscheibe 42, die groß genug ist, um das Verschließen des Ablaufdurchgangs 21 zu ermöglichen. Die Dichtscheibe wird axial vom Elektromagneten mitgenommen. Das Elektroventil 4 enthält ferner eine Rückstellfeder für die Dichtscheibe 42 (in 2 nicht dargestellt), mit welcher der Ablaufdurchgang 21 in Schließstellung gehalten werden kann, wenn keine Kraft von dem Elektromagneten ausgeübt wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines Elektroventils für eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist schematisch in 3 gezeigt. Bei diesem Beispiel handelt es sich um ein Elektroventil mit einem sogenannten U-förmigen Elektromagneten 41. Der Elektromagnet enthält eine einzige Wicklung 43, die über die beiden Schenkel der U-Form verteilt ist, eine gegebene Gesamtanzahl von Windungen enthält, sowie einen Anker 44, wobei die Dichtscheibe 42 über eine Achse 45 mit dem genannten Anker verbunden ist. Selbstverständlich können weitere Arten von Elektromagneten vorgesehen sein, wie etwa zylinderförmige Elektromagnete. In 3 ist ferner die Rückstellfeder (bei 46) für die Dichtscheibe 42 dargestellt, durch welche der Ablaufdurchgang 21 in Schließstellung gehalten werden kann, wenn von dem Elektromagneten keine Kraft auf den Anker ausgeübt wird. Die Feder 46 drückt auf die Dichtscheibe 42 und auf den Aufbau des Elektromagneten, der um die Wicklung herum positioniert ist.
  • Erfindungsgemäß enthält die Vorrichtung ferner elektronische Steuermittel (bei 6 in 2 gezeigt} zum Steuern des Elektroventils eines jeden Steuerventils. Diese Mittel ermöglichen es, in die Wicklung eines jeden Elektroventils einen gegebenen Spitzenstrom einzuleiten. Dieser Spitzenstrom sowie die Anzahl an Windungen in der Wicklung sind derart bemessen, dass das Produkt aus Spitzestrom und Windungsanzahl (in Amperewindungen angegeben) ausreicht, um mit der angelegten Elektroantriebskraft das Verschieben der Dichtscheibe 42 und das Öffnen des Ablaufdurchgangs 21 zu gestatten. Diese Steuermittel werden nachfolgend näher beschrieben. Vorteilhaft kann der Benutzer Zugang zu sämtlichen oder zu einem Teil der Funktionen dieser Steuermittel haben, die es ihm beispielsweise ermöglichen, das Zünden eines Brenners elektronisch zu steuern.
  • Somit ist das Elektroventil der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung in spezieller Weise bemessen. Gemäß einem Beispiel im Gebiet von Elektrohaushaltsgeräten, beispielsweise im Gebiet von Gasbrennern für Kochfelder oder Gasöfen, liegt die Rückstellkraft der Feder typischerweise im Newtonbereich bei einem Ablaufdurchgang 21 mit einem Durchmesser von etwa 6 mm. Die Feder ist so bemessen, dass sie den Sicherheitsnormen bezüglich Gasnetz entspricht. Die seitens Elektromagnet angelegte Elektroantriebskraft muss ausreichen, um die Rückstellkraft der Feder zu überwinden. Die Anmelderin hat aufgezeigt, dass bei diesem Beispiel mit einem U-förmigen Elektromagneten vom Typ, wie er vergleichbar ist mit denen, die bei den Sicherheitselementen aus dem Stand der Technik Anwendungen finden, und dessen Anker sich über eine Entfernung d von etwa 1,5 mm verlagern muss, das Produkt aus Windungsanzahl und Spitzenstrom in etwa im Bereich von 1000 Amperewindungen liegt, was einem Wert entspricht, der wesentlich höher ist als derjenige, der für den einfachen Halt des Ankers erforderlich ist. Dazu beträgt die Anzahl an Windungen der Wicklung beispielsweise etwa 1000. Diese Anzahl ist wesentlich höher als die Anzahl von Windungen, die gewöhnlich bei einem Sicherheitselement vorliegt, das auch einen U-förmigen Elektromagneten enthält (bei dieser An von Elektromagnet beträgt die Windungsanzahl nämlich etwa 10 auf jeder Wicklung). Um den erforderlichen Platzbedarf einzuhalten, schlägt die Anmelderin in diesem Beispiel vor, nur eine einzige Wicklung vorzusehen, deren Querschnitt des Drahts einen Durchmesser wesentlich unter 0,1 mm hat, was einer Größenordnung entspricht, die wesentlich unter der eines gewöhnlichen Sicherheitselements liegt.
  • Die Steuermittel 6 (siehe 2) enthalten Mittel 61 zur Kontrolle der in die Wicklung eines jeden Elektroventils gelieferten Energiemenge, wenn der Spitzenstrom angelegt ist. Da der Drahtquerschnitt nämlich vermindert ist, ist die Resistivität sehr hoch und es müssen Sicherheitsmittel eingesetzt werden, um die Verlustleistung in der Wicklung in Abhängigkeit von der Zeit zu begrenzen. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Steuermittel, welche diese Kontrollmittel darstellen. Sie sind beispielsweise aus einem Kondensator C gebildet, in dem die zum Verlagern der Dichtscheibe eines Elektroventils erforderliche Energie gespeichert wird. Der Lastkreis für den Kondensator C wird im Beispiel von 4 von einem Spannungsgenerator U0 gebildet, der mit den Anschlüssen des Kondensators über ein Netz verbunden ist, wobei parallel geschaltet ein erster Widerstand R1 (mit dem die Verlustströme der Kapazität gehalten werden können) und ein zweiter Widerstand R2 in Reihe mit einem ersten Schalter CT1 vorgesehen sind. Unter Schalter ist jegliche An von mechanischem oder elektrischem Schalter (aus einem Transistor gebildet) zu verstehen. Der Schalter CT1 schließt kurzzeitig (während einer Zeitspanne, die etwa dem dreifachen Produkt aus dem Wert von R2 und der Kapazität des Kondensators entspricht, d. h. typischerweise 1 Sekunde), um das Laden des Kondensators C zu beschleunigen, beispielsweise von 0 auf 50 V, wonach R1 diese Ladung hält. Dieser Vorgang erfolgt automatisch beispielsweise dann, wenn das Kochfeld oder der Ofen unter Spannung gesetzt wird, oder auch nach dem Zünden eines ersten Brenners. Somit wird der Kondensator unmittelbar wiederaufgeladen und ist bereit, sich erneut in die Wicklung eines Elektroventils zu entladen. Es könnte pro Elektroventil ein Kondensator dieser Art vorgesehen sein, jedoch ist in der Praxis tatsächlich nur ein Kondensator für sämtliche, den Brennern entsprechende Elektroventile erforderlich, da der Benutzer die Brenner im allgemeinen nacheinander und nicht gleichzeitig zündet.
  • Andererseits enthalten die Steuermittel bei diesem Beispiel und für jeden Brenner Übertragungsmittel 62 zum Übertragen der im Kondensator gespeicherten Energie zur Wicklung 43 des Elektroventils des Steuerventils des Brenners, um die Dichtscheibe des Elektroventils zu verschieben und das Öffnen des Ablaufdurchgangs des Ventils zu ermöglichen. Wie in 4 dargestellt ist, werden die Übertragungsmittel beispielsweise durch einen Schalter CT2 gewährleistet. Der Kondensator C entlädt sich nämlich über den Schalter CT2 in die Wicklung 43 des Elektroventils, was in der Wicklung einen Strom ib erzeugt. Pro Elektroventil besteht ein Schalter. Der Schalter CT2 wird beispielsweise vom Benutzer gesteuert, wenn dieser den entsprechenden Brenner zünden will.
  • Die elektronischen Steuermittel enthalten andererseits für jedes Elektroventil Mittel 63 zum Zuführen eines Haltestroms in die Wicklung des Elektroventils, um die Dichtscheibe so halten zu können, dass der Ablaufdurchgang 21 des entsprechenden Ventils offen gehalten bleibt. Bei dem Beispiel aus 4 sind die Mittel zum Zuführen des Haltestroms aus einer Energiequelle U1 gebildet, die mit den Anschlüssen der Wicklung über einen Widerstand R3 in Reihe mit einem dritten Schalter CT3 verbunden ist. Der Schalter CT3 schließt beispielsweise im wesentlichen gleichzeitig wie der Schalter CT2, wodurch unmittelbar der Haltestrom gewährleistet werden kann. Wenn der Kondensator C sich in die Wicklung des Elektroventils entladen hat, öffnet der Schalter CT2 (und der Kondensator kann erneut geladen werden), während der Schalter CT3 geschlossen bleibt.
  • Das Öffnen des Schalters CT3 kann beispielsweise von dem Benutzer gesteuert werden, wenn dieser den Brenner ausschalten will.
  • Gemäß einer Variante (in 2 dargestellt) enthalten die elektronischen Steuermittel ferner eine Elektronik 64 zum Messen eines Signals, das von einem Flammenerfassungssystem, beispielsweise einem Thermoelement TC, ausgegeben wird, das in der Flamme F eines jeden Brenners positioniert ist. Das Messsignal wird beispielsweise den Haltestromzuführmitteln 63 des dem Brenner entsprechenden Steuerventils zugeführt, wodurch es bei einem unbeabsichtigten Erlöschen der Flamme F möglich ist, die Zuführung des Haltestroms abzuschalten und den Ablaufdurchgang des Steuerventils zu schließen. Beispielsweise ermöglicht im Beispiel von 4 das Messsignal das Öffnen des Schalters CT3.
  • In der Praxis enthalten die Steuermittel 6 eine Ablaufsteuerung für die verschiedenen Schalter, beispielsweise mittels eines Zustandsgenerators oder eines Mikrocontrollers mit einem Ablaufprogramm. Der Benutzer wirkt dann mit Auslösen einer Ablauffolge auf diese Steuermittel ein.
  • 5 zeigt ein Ablaufdiagramm, das den Strom in in der Wicklung in Abhängigkeit von der Zeit t angibt, wobei bei einer beispielhaften Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung Steuermittel vom Typ wie anhand von 4 beschrieben vorgesehen sind. Beim Unterspannungsetzen wird CT1 kurzzeitig geschlossen, wodurch der Kondensator geladen werden kann. Zum Zeitpunkt t0 beschließt der Benutzer, den Brenner zu zünden und steuert das Schließen des Schalters CT2. Der Kondensator entlädt sich in die Wicklung 43, wodurch ein Spitzenstrom ip in die Wicklung eingeleitet wird, was die Verlagerung des Ankers des entsprechenden Ventils und das Öffnen des Ablaufdurchgangs ermöglicht. Parallel dazu schließt auch CT3, was in der Wicklung einen Haltestrom im gewährleistet. Zum Zeitpunkt t1 beschließt der Benutzer beispielsweise, den Brenner abzuschalten, und steuert das Öffnen des Schalters CT3. Der Vorgang kann für jeden Brenner wiederholt werden.
  • Die erfindungsgemäße Steuervorrichtung bietet vielfache Anwendungsmöglichkeiten. Neben der elektronischen Steuerung zum Einschalten eines Ventils durch einen Benutzer sind Funktionen vom Typ Wiederzünden, nachfolgendes schonendes Weiterkochen, Zeitschaltuhr, etc. möglich. Beispielsweise für das Wiederzünden kann bei Anbetracht des Ausführungsbeispiels der Kontrollmittel aus 4 die Erfassung einer nicht vorhandenen Flamme an einem Brenner das Schließen von CT2 und CT3 hervorrufen, um den Kondensator in die Wicklung zu entladen, damit der Brenner erneut gezündet wird und um ihn aufgrund des Haltestroms im gezündeten Zustand zu halten. Bei nachfolgendem schonenden Weiterkochen können das Schließen und Öffnen der Schalter CT2 und CT3 aufeinanderfolgend gesteuert werden, um das nachfolgende Zünden des Brenners zu gewährleisten und das schonende Weiterkochen zu ermöglichen.

Claims (11)

  1. Vorrichtung zum Steuern des Öffnens zumindest eines Steuerventils (RBT) zum Steuern der Gasdurchflussmenge eines Brenners, wobei das Steuerventil insbesondere eine Gaszulaufleitung (1) und eine Gasablaufleitung (2) zum Brenner enthält, wobei die Ablaufleitung einen Ablaufdurchgang (21) mit festem, vorbestimmten Durchmesser aufweist, sowie eine Mulde (5) zum Aufnehmen eines Sicherheitselektroventils zum Verschließen des Ablaufdurchgangs bei einem unbeabsichtigten Erlöschen der Flamme (F) des Brenners, wobei die Steuervorrichtung enthält: – für jedes Steuerventil ein Elektroventil (4), welches das Sicherheitselektroventil bildet und einen solchen Bauraum einnimmt, dass es in der Aufnahmemulde (5) aufgenommen werden kann, und insbesondere einen Elektromagneten (41) und eine Dichtscheibe (42) enthält, die groß genug ist, um das Verschließen des Ablaufdurchgangs zu gestatten, und axial vom Elektromagneten mitgenommen wird, sowie eine Dichtscheibenrückstellfeder (46), mit welcher der Ablaufdurchgang in Schließstellung gehalten werden kann, wobei der Elektromagnet eine einzige Wicklung (43) mit einer gegebenen Anzahl von Windungen enthält, die ferner das Öffnen des Ablaufdurchgangs (21) gestattet, – elektronische Mittel (6) zum Steuern des bzw. der Elektroventile, über die in die Wicklung eines jeden Elektroventils ein gegebener Spitzenstrom (ip) eingeleitet werden kann, wobei der Spitzenstrom derart ist, dass das Produkt aus demselben und aus der Windungsanzahl ausreicht, um mit der vom Elektromagneten angelegten Elektroantriebskraft das Verschieben der Dichtscheibe (42) des Elektroventils (4) beim Öffnen des Ablaufdurchgangs (21) hervorzurufen, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronischen Steuermittel (6) Mittel (61) zur Kontrolle der Verlustleistung in der Wicklung eines jeden Elektroventils in Abhängigkeit von der Zeit beim Öffnen des Ablaufdurchgangs enthalten, wobei die Kontrollmittel (61) einen Kondensator (C) und einen Lastkreis für den Kondensator enthalten, der es ermöglicht, die Energie zu speichern, die erforderlich ist, um eine Dichtscheibe eines Elektroventils zu verschieben.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronischen Steuermittel ferner enthalten – für jedes Steuerventil Übertragungsmittel (62) zum Übertragen der im Kondensator gespeicherten Energie zur Wicklung (43) des Elektroventils des Steuerventils, um die Dichtscheibe des genannten Elektroventils zu verschieben, – für jedes Steuerventil Mittel (63) zum Zuführen eines Haltestroms (im) in die Wicklung des Elektroventils des genannten Steuerventils, um die Dichtscheibe des genannten Elektroventils so zu halten, dass die Öffnung des Ablaufdurchgangs des genannten Steuerventils erhalten bleibt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel (62) und die Zuführmittel (63) zum Zuführen des Haltestroms von einem Benutzer gesteuert werden können, um das Öffnen bzw. Schließen des Ablaufdurchgangs des entsprechenden Steuerventils zu steuern.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronischen Steuermittel ferner eine Elektronik (64) zum Messen zumindest eines Signals enthalten, das von zumindest einer Einrichtung zum Erfassen der Flamme (F) eines Brenners ausgegeben wird, wobei das Messsignal den Haltestromzuführmitteln (63) des Steuerventils des genannten Brenners zugeführt wird, wodurch es bei einem unbeabsichtigten Erlöschen der Flamme (F) möglich ist, die Zuführung des Haltestroms in das Elektroventil des genannten Steuerventils abzuschalten und den Ablaufdurchgang des Steuerventils zu schließen.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet des genannten Elektroventils U-förmig ausgeführt ist und insbesondere eine auf die beiden Schenkel der U-Form verteilte Wicklung und einen Anker (44) enthält, wobei die Dichtscheibe des Elektroventils über eine Achse (45) mit dem genannten Anker verbunden ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Rückstellkraft der Feder des genannten Elektroventils im Newtonbereich und bei einer Verlagerung (d) des Ankers von etwa 1,5 mm das Produkt aus der Anzahl von Windungen der Wicklung und aus dem Spitzenstrom im Bereich von 1000 Amperewindungen liegt.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Windungen der Wicklung im Bereich von 1000 liegt und der Querschnitt des die Wicklung bildenden Drahts einen Durchmesser wesentlich unter 0,1 mm hat.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet des genannten Elektroventils zylinderförmig ist und insbesondere eine Wicklung und einen Kern enthält, der in der genannten Wicklung gleitet, wobei die Dichtscheibe des Elektroventils am genannten Kern befestigt ist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bzw. die Steuerventile mit einem Antriebssystem zum Steuern der Durchflussmenge versehen sind, das elektronisch von einem Benutzer gesteuert werden kann, wobei mit Aufsteuern des bzw. der Steuerventile durch den Benutzer insbesondere das Zünden des entsprechenden Brenners möglich ist.
  10. Kochfeld mit zumindest einem Gasbrenner und pro Brenner einem Steuerventil zum Steuern der Gasdurchflussmenge, wobei das Steuerventil insbesondere eine Gaszulaufleitung und eine Gasablaufleitung zum Brenner enthält, wobei die Ablaufleitung einen Ablaufdurchgang mit festem, vorbestimmten Durchmesser aufweist, sowie eine Aufnahmemulde zum Aufnehmen eines Sicherheitselektroventils zum Verschließen des genannten Ablaufdurchgangs, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Vorrichtung zum Steuern des Öffnens des bzw. der Steuerventile nach einem der vorangehenden Ansprüche enthält.
  11. Gasofen mit zumindest einem Gasbrenner und pro Brenner einem Steuerventil zum Steuern der Gasdurchflussmenge, wobei das Steuerventil insbesondere eine Gaszulaufleitung und eine Gasablaufleitung zum Brenner enthält, wobei die Ablaufleitung einen Ablaufdurchgang mit festem, vorbestimmten Durchmesser aufweist, sowie eine Aufnahmemulde zum Aufnehmen eines Sicherheitselektroventils zum Verschließen des genannten Ablaufdurchgangs, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Vorrichtung zum Steuern des Öffnens des bzw. der Steuerventile nach einem der Ansprüche 1 bis 9 enthält.
DE60007933T 1999-10-22 2000-10-20 Steuervorrichtung zur Öffnung eines Sicherheitsventils des Gasdurchflusses eines Brenners Expired - Lifetime DE60007933T2 (de)

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