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Die
Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur Überwachung
und/oder zum Betreiben eines oder mehrerer Objekte, und insbesondere
zur Kommunikation zwischen einem oder mehreren sich bewegenden Objekten,
wie Fahrzeugen, und wenigstens einer Überwachungsstation mittels Übertragungs-
und Empfangseinrichtungen. Dieses System und das Verfahren sind
besonders geeignet und vorgesehen für einen Austausch von Information
und Daten zwischen sich bewegenden Objekten, wie Autos, Lastwagen
oder anderen Fahrzeugen auf der einen Seite, und einer oder mehreren
Zentralstationen auf der anderen Seite, wie z.B. einer Servicestation eines
Herstellers oder einer Leitstation für ein Leiten oder einen Betrieb
der Fahrzeuge. Außerdem
sind das System und das Verfahren geeignet und vorgesehen für eine Kommunikation
mit Einrichtungen und Anlagen in entfernten Gebieten, die von einer
oder mehreren Zentralstationen betrieben, gesteuert, beobachtet
oder überwacht
werden.
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Die
Entwicklung von Fahrzeugen ist ein sehr zeitraubender Prozess. Ein
beträchtlicher
Teil der Vorbereitungszeit für
ein Fahrzeugprojekt ist die Zeit zum Testen von Komponenten und
vollständigen Fahrzeugen.
Diese Tests werden durch Effizienzprobleme verschiedener Art beeinflusst.
Während
des Betriebs solcher Fahrzeuge besteht keine Möglichkeit, die Tests zu überwachen
und die Qualität
der Tests zu verifizieren oder die Qualität der Daten zu überprüfen, bevor
die Fahrzeuge zu der entsprechenden Station zurückkehren. Außerdem besteht keine
Möglichkeit,
den Test-Setup während
des Betriebs in Ansprechung auf bestimmte Betriebsbedingungen, wie
z.B. Öltemperatur
oder Kraftstoffverbrauch oder in Ansprechung auf einen Wechsel der Wetterbedingungen
wie hohe oder geringe Temperaturen zu verändern. In solchen Fällen müssen die Fahrzeuge
zu der Zentralstation zurückkehren
und der Test-Setup muss entsprechend angepasst werden. Außerdem dauert
es eine lange Zeit zwischen der Datenerfassung und -auswertung.
Alles dies muss gleichzeitig für
eine Vielzahl von Fahrzeugen getan werden, was oft schwierig zu
handhaben ist und eine kostenaufwändige Organisation erfordert.
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Einem ähnlichen
Problem ist man ausgesetzt, wenn verschiedene Fahrzeuge im normalen Einsatz
beispielsweise durch eine Spedition betrieben werden. Die Routen
müssen
abhängig
von den Orten, an denen die Waren und Produkte aufgenommen werden
müssen,
und den Orten, an die die Waren und Produkte geliefert werden müssen, geplant werden.
Wenn diese Routen durch entlegene und wenig besiedelte Gebiete führen, müssen sie
außerdem
besonders sorgfältig
geplant werden unter Berücksichtigung
der momentanen Position jedes Fahrzeugs und der Betriebsbedingungen
jedes Fahrzeugs, wie Kraftstoff- und Ölverbrauch, Wartungsintervallen
und einem möglichen
Fehler einer Fahrzeugkomponente.
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Die
US-PS-5,917,405 offenbart Steuervorrichtungen und -verfahren für Fahrzeuge,
wobei eine erste Steuervorrichtung ein erstes Signal zum Aktivieren,
Deaktivieren, Freigeben oder Außerkraftsetzen
einer Fahrzeugkomponente, einer Fahrzeugvorrichtung, eines Fahrzeugsystems
oder eines Fahrzeuguntersystems erzeugt oder überträgt. Die erste Steuervorrichtung
ist an dem Fahrzeug angeordnet und spricht auf ein zweites Signal
an, wobei das zweite Signal von einer zweiten Steuereinrichtung
erzeugt oder übertragen
wird, die von dem Fahrzeug entfernt angeordnet ist. Die zweite Steuervorrichtung spricht
auf ein drittes Signal an, wobei das dritte Signal von einer dritten
Steuervorrichtung erzeugt und übertragen
wird, die von dem Fahrzeug entfernt und von der zweiten Steuervorrichtung
entfernt angeordnet ist. Diese Vorrichtungen und Verfahren sind
jedoch zur Überwindung
von Nachteilen und Mängeln von
Anti-Diebstahlsystemen und/oder Diebstahlabschreckungssystemen für Fahrzeuge
vorgesehen.
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Ein
erstes Ziel der Erfindung besteht darin, die Entwicklung von Fahrzeugen
(oder anderen sich bewegenden Objekten) einfacher und bezüglich der erforderlichen
Zeit zum Testen des Fahrzeugs und seiner Komponenten schneller zu
gestalten.
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Ein
zweites Ziel der Erfindung besteht darin, den Betrieb eines oder
mehrerer Fahrzeuge (oder anderer sich bewegender Objekte) effizienter
und ökonomischer
zu gestalten, indem die Verwendbarkeit erhöht und die Zeit minimiert oder
eliminiert wird, die für
eine Unterbrechung des Betriebes zur Wartung und/oder zum Tanken
erforderlich ist.
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Es
ist ein weiteres Ziel der Erfindung, ein System und ein Verfahren
für eine
Kommunikation zwischen wenigstens einem sich bewegenden Objekt,
wie einem Fahrzeug, und wenigstens einer Überwachungsstation (z.B. einer
Zentralstation) mit Hilfe von Übertragungs-
und Empfangseinrichtungen zu schaffen, durch die ein Testen, eine Überprüfung, eine Überwachung,
ein Betrieb und/oder eine Steuerung von Komponenten und/oder des
gesamten Objekts leichter, schneller und effizienter bzw. ökonomischer
gemacht werden.
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Diese
und andere Ziele werden durch ein System zur Überwachung und/oder für ein Betreiben eines
oder mehrerer Fahrzeuge (oder anderer sich bewegender Objekte) erreicht,
bei de nen jedem Objekt eine Internetadresse zugewiesen wird und
es eine Schnittstelle zum Internet über eine drahtlose Telekommunikationseinheit
umfasst, wobei Sensoren und/oder Aktuatoren zur Überwachung und/oder Beeinflussung
von Komponenten und/oder Zuständen
des Objekts mit der Schnittstelle verbunden sind, so dass eine Verbindung
zwischen einer Überwachungsstation
und jedem Objekt über
das Internet hergestellt werden kann, um Zustände der betreffenden Komponenten
mittels der Sensoren und/oder Aktuatoren auszuwerten, wobei jedes
Objekt eine Kommunikationsvorrichtung sowohl zur Sammlung und Analysierung
von Daten, als auch zur Übertragung und
zum Empfang von Programmen und Daten zu bzw. von der Überwachungsstation über das
Internet umfasst, und wobei die Kommunikationsvorrichtung mit den
Sensoren und/oder Aktuatoren und mit einem oder mehreren in dem
Objekt vorhandenen Bussen, einem Speicher und einem Computer verbunden
ist, um ein Ferntest-Anwendungsprogramm
mittels einer heruntergeladenen Setup-Datei für ein Ausführen vorher bestimmter Überwachungsprozesse
zu konfigurieren.
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Diese
und andere Ziele werden außerdem durch
ein Verfahren nach Anspruch 3 und ein Computerprogramm nach Anspruch
5 erreicht.
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Diese
Lösung
hat verschiedene Vorteile. Durch Überwachung sowohl der Fahrzeugkomponenten
als auch der Betriebsbedingungen während des Betriebs des Fahrzeuges
wird eine Auswertung und Vorhersage des Verhaltens, der Last, der
Abnutzung, der Zuverlässigkeit,
der Lebensdauer und der verbleibenden Zeit bis zu einem Versagen
verbessert. Eine solche Auswertung und Vorhersage kann außerdem dadurch
verbessert werden, dass bestimmte Zustände durch Aktuatoren beeinflusst
werden und die resultierende Reaktionen der entsprechenden Komponenten überwacht
werden. Hierdurch wird nicht nur die Entwicklung dem ersten Ziel entsprechend
beschleunigt, sondern es wird auch das Planen von Routen gemäß dem zweiten
Ziel erleichtert, da ein Versagen einer Komponente (oder ein Ausgehen
von Kraftstoff) effizient vorhergesagt werden kann, so dass die
entsprechende(n) Komponente(n) rechtzeitig und insbesondere anlässlich eines
normalen Stopps, z.B. zum Aufnehmen oder Abliefern von Waren oder
Produkten ausgetauscht werden kann, so dass Extra-Unterbrechungen des
Betriebs des Fahrzeugs zu Wartungszwecken weitgehend vermieden werden.
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An
der Überwachungsstation,
die z.B. eine Zentralstation ist, kann über das Internet eine Fernüberwachung
jeder durch einen Sensor erfassten physikalischen Größe sowie
eine Online-Datenanalyse durchgeführt werden. Ein Ferndatentransfer
der Testergebnisse führt
zu ei ner beträchtlichen
Reduzierung der Zeit, die zum Testen und Überprüfen der Fahrzeuge und ihrer
Komponenten während
des Entwicklungsprozesses erforderlich ist. Das System hat erweiterte
Triggerfähigkeiten
und kann sehr flexibel und einfach an verschiedene Nutzeranforderungen und
-fälle
angepasst werden, obwohl es trotzdem sehr klein und einfach zu realisieren
ist.
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Die
Unteransprüche
umfassen vorteilhafte Ausführungsformen
der Lösung
nach Anspruch 1.
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Weitere
Details, Merkmale und Vorteile sind aus der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen
anhand der Zeichnungen erkennbar. Es zeigen:
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1. ein erstes Diagramm der
Komponenten eines erfindungsgemäßen Systems
für ein
Fahrzeug,
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2 ein zweites Diagramm der
Komponenten eines erfindungsgemäßen Systems
für ein
Fahrzeug mit einer mobilen Kommunikationsplattform gemäß einer
ersten Ausführungsform,
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3 eine Homepage als wesentlicher
Teil der Kommunikationsplattform,
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4 eine zweite Ausführungsform
der mobilen Kommunikationsplattform, und
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5 ein Ablaufdiagramm der
Durchführung eines
Software-Setups und der Überwachung
eines Fahrzeugs.
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In 1 ist das erfindungsgemäße System zur
Kommunikation mit Fahrzeugen 10 mit einer Zentralstation 11 gezeigt,
das einen Computer mit einer Tastatur 111 und ein Display 110 umfasst.
Das System ermöglicht
eine Integration und eine Verbindung der Funktionalität zahlreicher
einzelständiger
Netzwerke und anderer Einheiten, wie einem oder mehreren In-Fahrzeug-Bussen 12 (oder
Netzwerken, die ihrerseits verschiedenartig sein können, z.B.
optische Busse), dem Internet 13 oder einem WAP (drahtloses Anwendungsprotokoll)
oder einer anderen mobilen Telekommunikationseinheit 126,
einem Netzwerk für mobile
Telekommunikation (GSM) über
einen Zellenbereich 14 oder ein Satellitensystem 15,
einem Intranet 16, das ein Inhouse-Computernetzwerk in
der Zentralstation ist und das Wissen von netzwerkenden Ingenieuren
beinhalten kann, oder einem Satellitennavigationssystem 17,
wie das GPS (globales Positioniersystem).
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Der
In-Fahrzeug-Bus 12 selbst ist mit Sensoren 121 zur
Messung von physikalischen Größen und einem
Speicher 122 zum Speichern dieser Werte, Aktuatoren 123 für eine Betätigung und Bewirkung von
Prozessen im Fahrzeug, als auch mit einem Computer 124 mit
einer Tastatur und einem Display 125 versehen. Die Einheiten
innerhalb des Fahrzeuges bilden eine mobile und interaktive Kommunikationsplattform.
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Das
erfindungsgemäße System
verwendet alle diese Einheiten und sorgt dafür, dass sie zusammenarbeiten.
Das System ist modular durch diese Einheiten aufgebaut und kann
fortlaufend in Verbindung mit irgendwelchen anderen Einheiten, Netzwerken
oder Komponenten weiterentwickelt werden.
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Wenn
ein Nutzer an der Zentralstation 11 mit einem der Fahrzeuge
kommunizieren will, startet er erst ein geeignetes Computerprogramm
oder eine Software an seinem Desktop-Computer 111. Diese Software
ist vorzugsweise ein gewöhnlicher Web-Browser
oder eine ähnliche
andere Software. Dann tippt er den Namen (oder die IP-Adresse) des Fahrzeugs 10 in
das Programm. Der Name wird dann in eine zugeordnete IP-Adresse
des Fahrzeugs übersetzt,
vorzugsweise durch das Intranet 16 der Station, und dann,
wenn es passend ist, an das Internet 13 übertragen.
Wenn das adressierte Fahrzeug 10 in dem Netzwerk durch
Suche der entsprechenden Telekommunikationseinheit 126 des
Fahrzeugs mittels seiner Telefonnummer gefunden wurde, wird eine Verbindung
zwischen dem Fahrzeug und der Zentralstation 11 über das
Zellennetzwerk hergestellt, das beispielsweise das GSM-Netzwerk 14 oder
das Satellitensystem 15 ist, und der Nutzer hat Zugang
zu einer Kommunikationsplattform des Fahrzeugs. Das Fahrzeug kann
außerdem
graphisch über
eine verknüpfte
Kartenseite auf dem Web-Browser des Nutzers lokalisiert werden.
Zu diesem Zweck kann das Satellitennavigationssystem 17 (GPS)
zur Auswertung der Position des Fahrzeugs mittels eines GPS-Empfangsgeräts innerhalb
des Fahrzeugs und zur Übertragung
von Positionsdaten zu der Zentralstation 11 über das
WAP-System 126 verwendet werden.
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2 zeigt detaillierter eine
alternative Ausbildung des erfindungsgemäßen Systems. Eine Kommunikationsvorrichtung
in Form einer mobilen Kommunikationsplattform 20 innerhalb
des Fahrzeuges umfasst einen Speicher 21 für HTML-Seiten,
einen FTP-Server 22, einen HTTP-Server 23 und
ein Gateway 24. Diese Einheiten werden durch ein Betriebssystem 25 und
eine Trigger- und Protokollieranwendung 26 gesteuert. Eine
sich im Test befindliche Einheit 30 ist über eine
RS-232/Ethernet-Schnittstelle mit TCP/IP (PPP) Protokoll mit dem
Gateway 24 verbunden. Außerdem sind eine Tastatur mit
einem Display 31 und einem GPS-Empfänger 32 mit
dem Betriebssystem 25 verbunden, während sich in dem Fahrzeug
befindende Verknüpfungen
oder Bussysteme 33 (wie J1708/J1587) mit der Trigger- und
Protokol lieranwendung 26 verbunden sind. Der FTP-Server 22 und
der HTTP-Server 23 sind über eine RS-232/Ethernet-Schnittstelle
mit dem TCP/IP (PPP) Protokoll mit einer Übertragungs- und Empfangseinrichtung 34 in
Form einer zellularen GSM- oder GPRS-Telekommunikationseinheit oder einer
Satellitentelekommunikationseinheit verknüpft, die eine Verbindung 40 zu
einem Modem-Pool und einem IP-Telefonrouter 41 herstellen
kann. Dieser Router 41 ist über das Internet oder das Intranet 42 mit
einer PC-Anwendung 43 an der Zentralstation verbunden, die
eine spezielle Setup-Software 44 für irgendeine getestete Einheit 30,
eine Trigger- und Protokollieranwendung 45 für die Setup-Software
und einen Web-Browser 46 für den Nutzer
an der Zentralstation umfasst. Die getestete Einheit 30 kann
irgendeine Komponente in einem Fahrzeug sein, die von der Zentralstation über eine
Homepage zugänglich
ist, die durch die Kommunikationsplattform des Fahrzeugs erzeugt
wird.
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3 zeigt eine solche Homepage,
die einem Nutzer dargestellt wird, nachdem eine Kommunikation mit
dem adressierten Fahrzeug (oder einem anderen Objekt) hergestellt
worden ist. Diese Homepage ist ein Hauptteil der Kommunikationsplattform, die
außerdem
den Computer 124 und Software zur Erzeugung der Homepage
umfasst. Gemäß 3 enthält die Homepage irgendeine
Information und Daten, die in Verbindung z.B. mit einer Entwicklung, einem
Test, einem Betrieb, einer Wartung, einer Navigation, einer Last
oder einer Führung
des Fahrzeuges und/oder eines seiner Komponenten 30 mittels der
Sensoren 121 und/oder der Aktuatoren 123 überwacht
werden. Zusätzliche
zu überwachende
Daten können
von dem Nutzer definiert werden. Alle diese Daten und Informationen
werden in dem Speicher 122 (1)
oder in dem Speicher 21 (2)
gespeichert und sind dem Nutzer zur Auswertung und anderen Zwecken über die
Homepage zugänglich.
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Außerdem umfasst
die Homepage interaktive Felder oder Knöpfe, die bei Aktivierung durch
eine Computermaus des Nutzers Aktuatoren oder andere Einrichtungen
im Fahrzeug beeinflussen. Mit solchen Aktuatoren können durch
den Nutzer Änderungen von
irgendwelchen Betriebs-, Leistungs- oder Wartungsparametern, eines
Test-Setups oder einer Konfiguration eines Testes oder einer Softwarekonfiguration
in dem Fahrzeug durchgeführt
werden.
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Die
Anwendung des erfindungsgemäßen Systems
hat bei dem Entwicklungsprozess von Fahrzeugen den Vorteil, dass
durch die Online-Kommunikation und die Online-Aktivierung von Aktuatoren
ein beträchtlicher
Teil der Hauptzeit für
das Fahrzeugtesten verringert wird aufgrund einer besseren Überwachung,
weniger Wegen, schnellerer Reaktion auf Einsatzprobleme, einer höheren Effizienz
bei der Verwendung der Testfahrzeuge, einem schnelleren Weg zur
Verifizierung der Qualität
des Testes bevor das Fahrzeug zurückkommt, Weg zur Verifizierung
der Qualität
des Testes bevor das Fahrzeug zurückkommt, einer erhöhten Einsatzfähigkeit
der Testfahrzeuge in der ganzen Welt, einer schnellen Fehlerdiagnose
und einer schnellen Rückwirkung
auf Testergebnisse. Insgesamt werden die Hauptzeit von dem Beginn
eines Tests bis zu dem ausgefüllten
Bericht gekürzt,
die Kosten verringert und die Qualität erhöht.
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Ein
weiterer Vorteil besteht darin, dass ein Fernfahrzeugtestsystem
eine verbesserte Diagnose und Datenprotokollierung ermöglicht.
Dies bedeutet, dass problemadaptierte Messungen von der Zentralstation 11 aus
durch den Nutzer durchgeführt
werden können.
Außerdem
können
durch verbesserte Post-Mortem-Triggerfähigkeiten jegliche Fehler aufgespürt werden.
Die Online-Datenanalyse macht die GSM-Bandbreite nicht zu einem
Hindernis für
die Datenübertragungen.
Während
Zeitabschnitten, in denen die Verbindung zwischen einem Fahrzeug 10 und
der Zentralstation 11 unterbrochen oder inaktiv ist, werden
die durch die Sensoren erfassten Daten in einem Speicher 122 für einen
späteren
Zugang durch den Nutzer gespeichert. Außerdem kann ein Fahrer des
Fahrzeugs Zugang zu der Homepage für ein Auslösen einer Diagnose im Falle
eines Versagens oder zu anderen Zwecken haben.
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Das
erfindungsgemäße System
bietet darüber
hinaus ein komplettes System für
eine Datenprotokollierung und eine Diagnose im Fahrzeug. Seine Ferntauglichkeit
erhöht
die Testeffizienz dramatisch. Die Modularität des Systems ermöglicht es
dem Nutzer das System für
jegliche Zwecke anzupassen, und es kann auch mit anderen Messvorrichtungen
integriert werden. Das System kann alle In-Fahrzeug-Daten (z.B.
J1939 und J1587 Bus) und alle Arten von analogen und digitalen Sensoren überwachen.
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Die
Modularität
des Systems liegt in verschiedenen Untersystemen. Zunächst ist
ein Fahrzeugferntest-Untersystem vorgesehen, das den J1587-Bus und
GPS-Daten mit verbesserten Triggerfähigkeiten (z.B. Eintrittsbereich,
Pegeltriggern, Verwendung von Boole-Ausdrücken für kombinierte Trigger) überwacht.
Es ist mit der Zentralstation 11 über ein GSM-/CDMA-/GPRS-Netzwerk fernverbunden und
ermöglicht
eine Online-Datenanalyse. Es umfasst außerdem den Computer 124 mit
einem Web-Server zur Erzeugung der Homepage.
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Das
System umfasst zweitens ein Hochleistungs-Datenerfassungsuntersystem,
das jegliche physikalischen Daten messen kann und das den internen
Datenbus 12 des Fahrzeugs umfasst. Dieses Untersystem umfasst
die Sensoren 121, die Aktuatoren 123 und eine
stak verbesserte Trigger- und Onlinedatenanalyse-Funktionalität (z.B.
Regenströmung/Paaranalyse, Histogramm,
mehrdimensionale Analyse etc.). Es kann über das erste Untersystem ferngesteuert
werden. Das System bietet besonders für normalen Betrieb Anwendungen,
die als gemeinsames Werkzeug für
eine statistische Datenprotokollierung im Fahrzeug dienen, eine "Blackbox" in einem Fahrzeug
zur Wiederherstellung eines Ereignisablaufs, und außerdem eine
Kommunikationsplattform für
Zubehör-Diagnosevorrichtungen.
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Das
System ist auch für
den normalen Einsatz des Fahrzeuges anwendbar und bietet Vorteile bei
der Planung von Routen von Fahrzeugen, die durch eine Überwachungsperson
von einer Zentralstation aus geführt
werden, z.B. bei einer Spedition. Durch Verbindung der Kommunikationsplattform
eines gewünschten
Fahrzeuges kann die Überwachungsperson
Daten aus dem Fahrzeug abziehen, die für die Planung der Routen relevant
sind. Wenn das Fahrzeug beispielsweise in wenig besiedelten Gebieten
fährt,
würde die Überwachungsperson
Daten über
die vorhandene Kraftstoffmenge, den Durchschnittskraftstoffverbrauch
sowie die derzeitige Position des Fahrzeugs anfordern. Auf der Basis
dieser Daten kann sie nun die Route hinsichtlich eines oder mehrerer
Zielorte und Tankstellen entlang des Weges optimieren.
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4 zeigt eine zweite modifizierte
Ausführungsform
der mobilen Kommunikationsplattform (MCP) 50 zum Sammeln
und Analysieren von Daten sowie zur Übertragung und dem Empfang
von Programmen und Daten zur bzw. von einer Zentralstation. Die
MCP umfasst einen Gateway 51 zur Kommunikation mit anderen
Vorrichtungen innerhalb des Fahrzeugs über In-Fahrzeug-Bus 12 (1). Außerdem umfasst sie einen Web-Server 52,
einen FTP-Server 53 und
eine Telefonnetzeinheit 54. Die MCP wird durch eine Mikroprozessoreinheit 59 mit
einem Echtzeit-Betriebssystem wie RTOS und einer Fahrzeugferntestanwendung
(RVT) 55 sowie mit anderen Anwendungsprogrammen 56 betrieben.
Für eine
Kommunikation mit einem Service-Center werden das Gateway 51,
der Web-Server 52, der FTP-Server 53 und die Telefonnetzeinheit 54 mit
einer Einheit 57 zur Verschlüsselung und Entschlüsselung
von übertragenen
und empfangenen Programmen bzw. Daten sowie mit einem PPP-Server 58 verbunden.
Die MCP 50 ist vorzugsweise eine kompakte Vorrichtung mit
einer Standardgröße für ein austauschbares
Anbringen innerhalb des Fahrzeugs.
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Die
MCP 50 ist über
eine Tastatur und ein Display 31 (2) und über den In-Fahrzeug-Bus 12 (1) mit den Sensoren 21 für eine Messung
physikalischer Größen, Betriebswerten
und anderer Parameter des Fahrzeugs verbunden und weist einen Zugang
zu dem permanenten Speicher 122 (z.B. einer kleinen Festplatte)
zum Speichern dieser Größen, Werte
und Parameter auf. Aktuatoren 123 für eine Betätigung und Beeinflussung von
Prozessen in dem Fahr zeug sind außerdem mit der MCP 50 verbunden
und werden durch diese gesteuert. Der In-Fahrzeug-Bus 12 ist beispielsweise
ein J1587-Bus oder ein CAN (Autobereichsnetzwerk)-Bus. Auch hier ist
außerdem
ein GPS-Empfänger 32 (2) mit der MCP für eine Erfassung
und Auswertung von Positionsdaten verbunden.
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Für eine Kommunikation
mit der Zentralstation (z.B. einem Service-Center) 11 ist
eine mobile Telekommunikationseinheit 126 (1); 34 (2) dem gewöhnlichen GSM- oder UMTS-Standard
entsprechend ausgestattet, der eine Verbindung über ein Netzwerk für mobile
Telekommunikation (ein Zellennetzwerk 14 oder Satellitensystem 15 nach 1), das Internet 13 und
ein Intranet 16 der Zentralstation 11 herstellt.
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Das
System ist besonders zur Überwachung von
Komponenten und Betriebszuständen
des Fahrzeugs mittels der Sensoren 121 angepasst, die die entsprechenden
Werte, wie Temperaturen, Drücke, Flüssigkeitshöhen, Kraftstoffverbrauch,
Positionen, Bewegungen, Geschwindigkeiten, Spannungen, elektrische
Werte, oder andere erfassbare Werte der Fahrzeugkomponenten erfassen,
während
das Fahrzeug fern von der Zentralstation fährt. Außerdem werden die Aktuatoren
in Ansprechung auf diese Werte auf eine gewünschte Art und Weise gesteuert.
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Für eine Überwachung
einer bestimmten Komponente oder Einheit des Fahrzeugs, wie des Getriebes,
der Bremsen oder des Motors, müssen
im Allgemeinen nur die Sensorwerte ausgewertet werden, die für solche
Komponenten relevant sind. Daher müssen die relevanten Sensoren
ausgewählt werden.
Außerdem
ist es manchmal gewünscht,
diese oder andere Werte nur bei einem bestimmten Ereignis oder zu
einer bestimmten Zeit oder während eines
bestimmten Betriebszustands des Fahrzeugs zu messen und auszuwerten,
so dass Start- und/oder Stoppbedingungen definiert werden müssen. Schließlich muss
bestimmt werden, ob die Messwerte der Sensoren in dem Speicher 122 protokolliert und/oder
auf einer Homepage der MCP 50 angezeigt werden.
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Diese
Bestimmungen werden in einer Setup-Datei für eine Einstellung der Fahrzeugferntestanwendung
(RVT) 55 in der MCP 50 gespeichert. Die Setup-Datei
wird durch einen autorisierten Administrator durch Ausführen einer
RVT-Trigger-Setup-Software an seinem Computer an der Zentralstation
erzeugt. Diese Prozedur und die Funktionen des RVT-Softwaresystems,
das aus einem (ersten) Fernteil 55 in der MCP und einem
zweiten Teil zur Erzeugung und zum Herunterladen einer Setup-Datei
in der Zentralstation besteht, werden nachstehend anhand des Flussdiagramms
erläutert,
das in 5 gezeigt ist.
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Nach
dem Starten der RVT-Trigger-Setup-Software in einem Schritt 200 werden
die gewünschten
Quellensensoren entsprechend den auszuwertenden Werten für einen
ersten Überwachungsprozess
T1 von einer Datenbank aller in dem Fahrzeug enthaltenen Sensoren
in dem Schritt 210 ausgewählt.
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Außerdem wird
in dem Schritt 220 eine Startbedingung durch Wählen eines
oder mehrerer dieser Sensoren definiert, wobei jedem einen Schwellwert zugeordnet
wird und diese mit boolschen Bedingungen kombiniert werden, so dass
der erste Überwachungsprozess
T1 gestartet wird, wenn einer oder mehrere der Sensorwerte den Schwellwert
erreichen.
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Dem
Schritt 230 entsprechend wird eine Stopp-Bedingung dadurch
definiert, dass auf ähnliche
Weise einer oder mehrere Sensoren ausgewählt werden, jedem ein Schwellwert
zugeordnet wird, und diese mit boolschen Bedingungen kombiniert
werden, so dass der erste Überwachungsprozess
T1 gestoppt wird, wenn einer oder mehrere der Sensorwerte den Schwellwert
erreichen.
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In
einem Schritt 240 wird für jeden der ausgewählten Sensoren
bestimmt, ob die Werte der Sensoren, die nach dem Starten und vor
dem Stoppen des Überwachungsprozesses
entsprechend der Start- bzw. der Stopp-Bedingung gemessen wurden, in
dem permanenten Speicher 122 protokolliert und/oder auf
einer Homepage der MCP angezeigt werden sollen, die durch den Web-Server 52 erzeugt wird.
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Entsprechend
dem Schritt 250 kann die Menge der Messwerte jedes Sensors
durch Konfigurierung einer Reduktionsbedingung verringert werden. Diese
Bedingung bestimmt beispielsweise, dass nur jeder zehnte Wert protokolliert
und/oder angezeigt wird, oder dass nur der Spitzenwert und/oder
der mittlere Wert protokolliert und/oder angezeigt wird.
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Außerdem kann
die Bedingung bestimmt werden, dass die Summe von z.B. zehn Werten
protokolliert und/oder angezeigt wird.
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Dann
wird ein zweiter Überwachungsprozess
T2 durch Wiederholung der Schritte 210 bis 250 für eine andere
Kombination von Sensoren definiert.
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Auf
der Basis dieser Auswahlen und Eingaben erzeugt die Setup-Software
eine entsprechende Setup-Datei, die verschlüsselt und, falls notwendig, komprimiert
wird und sofort in einem Speicher gemäß Schritt 260 gespeichert
wird, bis sie von der entsprechenden MCP für eine Einstellung der RVT-Anwendung 55 heruntergeladen
wird.
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Für eine Implementierung
der Setup-Datei an einem Zielfahrzeug, das überwacht oder gesteuert werden
soll, wird eine Verbindung zwischen der Zentralstation und der in
diesem Fahrzeug enthaltenen MCP durch den Administrator an der Servicestation
gemäß den anhand
der 1 und 2 erläuterten Prinzipien hergestellt.
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Gemäß Schritt 300 startet
der Administrator die RVT-Software an seinem Computer und gibt die Adresse
der MCP innerhalb eines Zielfahrzeugs ein. Die Adresse ist der Name
der MCP, der gemäß Schritt 310 in
eine IP-Nummer übersetzt
wird und über
ein Intranet und das Internet an einen Router übertragen wird, der entsprechend
Schritt 320 die IP-Nummer in eine Telefonnummer der mobilen
Telekommunikationseinheit 126 (1) oder 34 (2) umwandelt, die in dem Zielfahrzeug
enthalten ist, und stellt einen Anruf durch Verwendung dieser Telefonnummer über ein
mobiles oder Satellitentelekommunikationsnetzwerk 14, 15 (1) an die MCP des Zielfahrzeugs
gemäß Schritt 330 her.
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Wenn
die Verbindung hergestellt worden ist und die Autorisation des Administrators
verifiziert worden ist, wird die Setup-Datei gemäß Schritt 400 heruntergeladen
und gemäß Schritt 410 in
der Verschlüsselungs-/Entschlüsselungseinheit 57 entschlüsselt (und
falls notwendig dekomprimiert). Entsprechend Schritt 420 wird
die Setup-Datei dann durch die Mikroprozessoreinheit 59 und
die RTOS in der RVT-Anwendung implementiert, die dann die Erzeugung
der Homepage startet, und die Verbindung zwischen der Zentralstation
und der MCP kann beendet werden.
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Wenn
die RVT-Software oder die RVT-Anwendung selbst aktualisiert oder
verändert
werden müssen,
wird ein Herunterladen von der Zentralstation wie oben beschrieben
durchgeführt.
Bevor die neue Software installiert wird, wird die alte Software jedoch
in einem Speicher zwischengespeichert, und dann wird neue Software
in der RVT-Anwendung 55 implementiert. Wenn die neue RVT-Software
richtig funktioniert, wird die alte Software gelöscht. Sonst wird die alte Software
wieder durch die Mikroprozessoreinheit 59 und die RTOS
implementiert.
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Wenn
das Fahrzeug in entfernten Gebieten fährt, und wenn es gewünscht ist,
das Fahrzeug entsprechend dem definierten ersten und zweiten Überwachungsprozess
T1 und T2 zu überwachen,
startet eine Überwachungsperson
des Fahrzeugs einen Internet-Browser und einen Computer und gibt
den Namen der entsprechenden MCP ein. Nach Herstellung der Verbindung
entsprechend den Schritten 310 bis 330 aktiviert
er die entsprechenden Prozesse T1 und T2 über den Browser entsprechend
Schritt 500 durch Drücken
eines entsprechenden Knopfes auf der Homepage, so dass ein Startbefehl
an die RVT-Anwendung übertragen
wird. Nun überwacht
die RVT-Anwendung die entsprechenden Sensoren und wartet auf das
Auftreten der Startbedingungen zum Starten der Überwachungsprozesse T1 und
T2, wie es obenstehend entsprechend den Schritten 210 bis 250 definiert
wurde.
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Wenn
nun die RVT-Anwendung erfasst, dass die definierte Startbedingung
aufgetreten ist, startet der entsprechende Überwachungsprozess entsprechend
Schritt 510, und die Messwerte der ausgewählten Sensoren
werden in dem permanenten Speicher 21 (2) protokolliert und/oder werden auf
einer Homepage der MCP entsprechend den Bestimmungen in Schritt 240 sowie
in einer reduzierten Form entsprechend der Konfiguration in Schritt 250 sichtbar
gemacht.
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Wenn
die RVT-Anwendung erfasst, dass die definierten Stopp-Bedingungen
auftreten, werden die Messwerte der ausgewählten Sensoren nicht länger berücksichtigt,
und der entsprechende Überwachungsprozess
wird beendet (Schritt 520), bis die Startbedingung wieder
auftritt.
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Für das Auswerten
der Sensorsignale stellt die Überwachungsperson
eine Verbindung mit der Haupt-Homepage der MCP des Fahrzeugs her,
die in dem Web-Server 52 der entsprechenden MCP gemäß Schritt 600 gehalten
wird. Die Haupt-Homepage umfasst verschiedene Unterseiten mit verschiedenen Inhalten
hinsichtlich der Messgeschichte und -konfiguration.
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Eine
erste Unterseite zeigt eine allgemeine Information über eine
Identifikationsnummer der MCP, einen Namen des Prozesses, letzte
Aktualisierung und eine Messinformation wie eine kurze Beschreibung,
die Zeit, wann die letzte Messung gestartet wurde, und andere vorherbestimmte
Informationen. Die zweite Unterseite zeigt die MCP-Signale an, die
zur Ansicht auf der Homepage gemäß dem oben genannten
Schritt 240 ausgewählt
wurden, das heißt die
aktuellen Messwerte der Sensoren. Auf einer dritten Unterseite werden
J1587-Fehlercodes an gezeigt, die ausgegeben wurden, seit die Startbedingung
aufgetreten ist. Abwechselnd werden nur die letzten zehn Fehlercodes
auf dieser Unterseite angezeigt.
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Schließlich zeigt
eine vierte Unterseite die Fahrzeugposition, die durch den GPS-Empfänger 32 (2) auf einer Karte bestimmt
worden ist, sowie beispielsweise die aktuelle Zeit, den Kurs, die
Geschwindigkeit und die Höhe
des Fahrzeugs.
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Gemäß Schritt 610 kann
die Überwachungsperson
die Messwerte der Sensoren heraufladen, die zur Protokollierung
in dem permanenten Speicher 21 der MCP gemäß dem oben
genannten Schritt 240 über
das mobile Telekommunikationssystem und das Internet ausgewählt worden
sind, wie es anhand der oben genannten Schritte 300 bis 330 erläutert wurde Um
Zeit zu sparen werden die Messwerte vorzugsweise auf gewöhnliche
Weise komprimiert. Außerdem
können
die Daten vor dem Heraufladen verschlüsselt werden, wie es anhand
des oben genannten Schrittes 260 erläutert wurde. Nach dem Heraufladen,
Dekomprimieren und Entschlüsseln
kann die Überwachungsperson
eine graphische Darstellung der Werte für eine bessere Interpretation
und Auswertung erzeugen.
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Außerdem kann
die Überwachungsperson gemäß Schritt 620 die
in dem oben genannten Schritt 250 konfigurierte Reduktionsbedingung
rekonfigurieren, wenn beispielsweise bestimmte Testergebnisse eine
modifizierte Auswertung der Sensorsignale erfordern.
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Wenn
eine Überwachung
des Fahrzeugs nicht länger
gewünscht
ist, können
die Prozesse T1 und T2 deaktiviert werden, nachdem auch die Verbindung
zu der Homepage der MCP hergestellt worden ist. Zu diesem Zweck
wird vorzugsweise ein Passwort vorgesehen, wenn es erwünscht ist,
dass nur der Administrator (oder andere autorisierte Personen) die
Prozesse deaktivieren kann.
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Schließlich ist
auch die MCP selbst mit einem "Fehler"-Knopf versehen,
der durch den Fahrer des Fahrzeugs gemäß Schritt 700 gedrückt wird, wenn
er irgendein ungewöhnliches
Verhalten oder Geräusch
des Fahrzeugs oder einer seiner Komponenten bemerkt. Wenn dieser
Knopf gedrückt
wird, wird eine vorherbestimmte Testroutine gemäß Schritt 710 durch
die RVT-Anwendung
aktiviert, durch die die Messwerte und das Verhalten der vorherbestimmten
Sensoren sowie das Verhalten des Fahrers hinsichtlich des durch
ihn gefahrenen Weges des Fahrzeugs in dem permanenten Speicher 21 für Herunterlade-
und Diagnosezwecke gemäß Schritt 720 durch
die Überwachungsperson
gemäß den oben genannten
Schritten 600 und 610 proto kolliert werden. Hierdurch
wird die Fehlererfassung schneller und einfacher. Die Testroutine
kann unabhängig
von irgendeinem aktiven Überwachungsprozess
T1 und T2 aktiviert werden und wird von dem Fahrer deaktiviert,
wenn das ungewöhnliche
Verhalten oder die ungewöhnlichen
Geräusche
verschwinden.
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Außerdem kann
eine Fehlererfassung durch Wartungspersonal an der Zentralstation
durch Verbindung mit der MCP des entsprechenden Fahrzeugs und durch
eine Fernfehlersuche durch Heraufladen von Fehlercodes entsprechender
Komponenten durchgeführt
werden, die den Zustand, das Verhalten und den Status der Komponente
anzeigen.
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Eine
bevorzugte Anwendung dieser Datenerfassung und -auswertung ist das
Testen und Überwachen
von Fahrzeugkomponenten und Betriebsbedingungen während der
Entwicklung eines Fahrzeugs.
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Aber
auch in einem normalen Betrieb des Fahrzeugs bietet das erfindungsgemäße Verfahren ernste
Vorteile zur Planung von Routen hinsichtlich der Vorhersage einer
Nutzung, von Fehlern und Defekten jeglicher Komponenten abhängig von
den Fahreigenschaften und folglich für die Planung von erforderlichen
Wartungsarbeiten und -intervallen.
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Wenn
beispielsweise ein Profil der Fahreigenschaften des Fahrzeugs hinsichtlich
der Frequenz und der Anzahl von Bremsvorgängen erstellt wird, kann eine
Vorhersage auf der Basis eines die Bremsklötze erfassenden Sensorsignals
gemacht werden, wie lange das Fahrzeug gefahren werden kann, bevor
die Bremsklötze
gewechselt werden müssen.
Das Selbe gilt ähnlich
für andere
Komponenten, die insbesondere abhängig von bestimmten Umgebungsbedingungen
und/oder dem Weg, den der Fahrer das Fahrzeug fährt, einer Abnutzung unterworfen
werden.
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Unter
Berücksichtigungen
solcher Vorhersagen kann eine Komponente, deren Defekt in naher Zukunft
zu erwarten ist, vorsichtshalber anlässlich beispielsweise eines
Stopps oder einer Aufnahme von Kraftstoff oder Öl ausgetauscht werden. Durch Auswertung
der geeigneten Sensorsignale kann weitgehend verhindert werden,
dass das Fahrzeug zu Wartungszwecken zu einer zentralen Servicestation
zurückgebracht
werden muss. Dies ermöglicht seinerseits
eine ökonomischere
Verwendung des Fahrzeugs.
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Das
erfindungsgemäße System
und das erfindungsgemäße Verfahren
sind auch für
andere sich bewegende Objekte, wie Flugzeuge und Schiffe, anwendbar,
die mit geeigneten Sensoren und Aktuatoren für eine entsprechende Überwachung
und/oder Steuerung ausgestattet sind. Außerdem können Anlagen und Einrichtungen
mit dem erfindungsgemäßen System
und gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren überwacht
und gesteuert werden.
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Die
RVT-Anwendungssoftware ist vorzugsweise ein Computerprogramm und
auf einem computerverwendbaren Medium für eine Installierung auf einem
Computer gespeichert und wird dann auf die MCP heruntergeladen.
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Die
Erfindung ist auch zum Testen, Überprüfen, Überwachen,
Betreiben und/oder Steuern von stationären Objekten, wie Einrichtungen,
Anlagen oder anderen Objekten insbesondere in Gebieten geeignet,
die von irgendeiner Zentral- oder Servicestation entfernt sind.