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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Querkopfdüse.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Querkopfdüse und ein
Strömungskammersystem
zum gleichzeitigen und gleichmäßigen Beschichten
einer Anzahl von Drähten
oder anderen langgestreckten, fadenförmigen Elementen mit geschmolzenen
thermoplastischen Kunststoffen. Das System ermöglicht eine individuelle Einstellung
des Kunstharzflusses zu jedem Formhohlraum, weist geringe Anschaffungskosten
auf, ist leicht zu reinigen und zur Massenproduktion geeignet.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
die Klasse von Extrusionsgeräten,
die allgemein als Querkopfdüsen
bekannt sind. Ein oder mehrere elektrische Drähte oder andere langgestreckte,
fadenförmige Elemente
werden axial durch dieses Gerät
bewegt, während
ein fließfähiges Beschichtungsmaterial
injiziert wird, so daß das
Beschichtungsmaterial in einer oder mehreren im wesentlichen konzentrischen Schichten
auf das/die fadenförmige(n)
Elemente) aufgebracht wird, wenn dieses) das Gerät verläßt. Es ist dies die herkömmliche
Art des Aufbringens von zum Beispiel einer Kunststoff-Isolierschicht
auf eine elektrische Leitung.
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Die Querkopfdüsentechnik wird normalerweise
dazu benutzt, eine Isolierschicht zu erzeugen, die einen elektrisch
leitenden Kernfaden umgibt. Eine dem Prozeß innewohnende Eigenschaft
ist die gleichbleibende Fähigkeit,
ein gleichmäßiges Querschnittflächenverhältnis zwischen
Kern und Beschichtung zu erzeugen. Wegen dieser Fähigkeit wurde
der Prozeß neuerdings
zur Herstellung von zylindrischen Pellets übernommen, die lange Glasfaserkerne
enthalten, die von einer thermoplastischen Matrix umgeben sind.
Durch das gleichzeitige Beschichten von vielen Glasfasersträngen mit
einer Mehrfach-Querkopfdüse
können über 1000
lb/hr Verbundmaterial hergestellt werden. Die Erfindung revolutioniert
die Herstellung von langfaserig verstärkten thermoplastischen Verbundmaterialien.
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Qualitativ hochwertige Langfaser-Verbundmaterialien
erfordern ein gleichbleibendes Massenverhältnis zwischen der Glasfaser
und der thermoplastischen Matrix. Ein Massenverhältnis von 30 Prozent Glasfaser
zu 70 Prozent thermoplastischem Kunstharz ist typisch für die Industrie.
Die Querkopfdüsentechnik
ergibt durch das Aufrechterhalten von stabilen Querschnittflächen und
Dichten eine extrudierte, beschichtete, faserverstärkte Matrix,
die in Pellets segmentiert werden kann. Diese Pellets weisen gleichbleibende
Eigenschaften auf, was für
die Herstellung von qualitativ hochwertigen Spritzguß- oder
Formpreßprodukten
sehr wichtig ist.
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Die bekannten Querkopfdüsen weisen
in der Regel eine Anzahl von Elementen auf, die zusammenwirkend
in einer Axialbohrung des Körpers
angeordnet sind, wobei der geschmolzene Kunststoff durch eine radiale
Bohrung eingeführt
wird. Die Elemente werden durch konisch zulaufende Paßflächen in
der gewünschten
Beziehung gehalten.
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Durch das Vorsehen von mehreren Axialbohrungen
im Körper
und der Anzahl von Elementen können
mehrere fadenförmige
Elemente gleichzeitig beschichtet werden. Die axialen Kammern stehen
mit einer zentralen Strömungskammer
oder einem Verteiler über
eine radiale Bohrung in Verbindung, um einen Teil des fließfähigen Kunstharzes
aufzunehmen.
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Die mit den bekannten Querkopfdüsen verbundenen
Probleme umfassen zum Beispiel eine geringe Produktionsrate, eine
ungleichmäßige Verteilung
des Kunstharzflusses auf die einzelnen Anschlüsse, eine Stagnation des Flusses
innerhalb der Strömungskammer,
eine schwierige Reinigung und hohe Anschaffungskosten.
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Querkopfdüsen mit einzelnen Axialbohrungen
zum Beschichten von langgestreckten fadenförmigen Elementen weisen nur
eine eingeschränkte Eignung
zur Massenherstellung auf. Das Erfordernis nach höheren Produktionsraten
führte
zu der Einführung
von komplizierteren Querkopfdüsen
mit einer Anzahl von Hohlräumen,
die von einer einzigen Strömungskammer
versorgt werden.
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Die Konstruktionen für die Strömungskammern
von Querkopfdüsen
mit mehreren Hohlräumen unterscheiden
sich sehr stark. Allgemein bekannt sind die "Fischschwanz"- oder "Kopfhänger"-Konstruktionen,
die jedoch Stagnationspunkte im Fluß des Kunstharzes hervorrufen.
In den Stagnationspunkten kann sich das Kunstharz sammeln und aushärten, mit
der Folge von verstopften Auslässen
und kostspieligen Ausfällen.
Bei der vorliegenden Erfindung werden Stagnationspunkte durch eine
Strömungskammer
mit einer kontinuierlichen linearen Strömung vermieden. Jeder radiale
Auslaß wird längs eines
linearen Strömungsweges
versorgt, mit einem Kammerabschluß am letzten Auslaß. Am Ende
der Kammer kann ein einziger Stagnationspunkt auftreten. Das Reinigen
der Kammer an dieser Stelle und das Entfernen von ausgehärtetem Material wird
durch das Entfernen einer Kunstharzfreigabeschraube erleichtert,
die sich genau am potentiellen Stagnationspunkt befindet. Die Kammerkonstruktion mit
einer linearen Strömung
verringert sowohl die Häufigkeit
einer erforderlichen Reinigung als auch die Schwierigkeit beim Ausführen einer
solchen Wartungsarbeit.
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Ein Nachteil einer Kammer mit linearer
Strömung
ist, daß der
Druck des Kunstharzes längs
des Strömungsweges
abfällt,
so daß in
Strömungsrichtung
weiter hinten gelegene radiale Anschlüsse weniger Fluß erhalten
als in Strömungsrichtung
weiter vorn liegende. Bei der vorliegenden Erfindung wird dieser
Nachteil durch das Vorsehen von variablen Einschränkungsvorrichtungen
oder Einstellschrauben an jedem Auslaß zum Ausgleichen des Flusses durch
die einzelnen Auslässe
kompensiert. Die Einstellschrauben erlauben eine individuelle Steuerung des
Kunstharzflusses zu jedem Auslaß,
wodurch jedes fadenförmige
Element gleich beschichtet wird.
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Im allgemeinen ist es wünschenswert,
die Anzahl der Elemente in einer Querkopfdüse minimal zu halten. Wie bei
anderen strukturellen Anordnungen hat eine Verringerung der Teile
normalerweise eine Verringerung der Anschaffungskosten, der Montage-
und Demontagezeiten, der Häufigkeit
von Ausfällen
und des Ersetzens von Teilen zur Folge. Dabei wird jedoch natürlich vorausgesetzt,
daß die
Arbeitsgeschwindigkeit, die Qualität des fertigen Produkts und
dergleichen nicht durch das Weglassen von bestimmten Elemen ten negativ
beeinflußt
wird. Insbesondere ist es beim Betreiben einer Querkopfdüse sehr
wichtig, das geschmolzene Beschichtungsmaterial gleichmäßig um die
sich axial bewegenden fadenförmigen
Elemente zu verteilen.
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Mit der vorliegenden Erfindung soll
eine Querkopfdüsenanordnung
mit vereinfachtem Aufbau und mit im allgemeinen geringeren Kosten
geschaffen werden, die weniger Komponenten enthält und die leicht und schnell
repariert werden kann und die nur ein Minimum an Reinigung erfordert,
die jedoch zum gleichzeitigen Beschichten einer Anzahl von fadenförmigen Elementen
bei einer Massenproduktion geeignet ist und die eine individuelle
Steuerung des Kunstharzflusses zu jedem radialen Auslaß und jeder Axialbohrung
aufweist.
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Erfindungsgemäß wird eine Querkopfdüse zum Beschichten
einer Anzahl von fadenförmigen Elementen
mit thermoplastischem Kunstharz geschaffen, die umfaßt:
einen
länglichen
Hauptkörper;
eine
in dem Hauptkörper
angeordnete Strömungskammer,
deren eines Ende mit dem Außenraum
des Hauptkörpers
in Verbindung steht und deren anderes Ende geschlossen ist;
eine
Anzahl von mit der Strömungskammer
in Verbindung stehenden Strömungsauslässen;
eine
Anzahl von in dem Hauptkörper
ausgebildeten Formhohlräumen,
deren jeder mit einem Strömungsauslaß gegenüber der
Strömungskammer
in Verbindung steht; und
eine Anzahl von in den Formhohlräumen angeordneten
Formelementen,
wobei die Querkopfdüse dadurch gekennzeichnet ist, daß die Außenseite
eines Formelements und die Innenseite des entsprechenden Formhohlraums
einen Kunststoff-Strömungsweg
definieren.
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Die
DE 2 220 913A beschreibt zwar einen im wesentlichen ähnlichen
Querkopfdüsenaufbau,
der jedoch nicht das Merkmal des Kunstharz-Strömungsweges aufweist, der von
der Außenseite
eines Formelements und der Innenseite eines entsprechenden Formhohlraums
gebildet wird.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
gibt ein Standard-Einschraubenextruder das thermoplastische Kunstharz
an eine einzige zylindrische Strömungskammer
ab. Die Strömungskammer
steht über individuelle
radiale Strömungsauslässe mit
12 Formhohlräumen
in Verbindung, die sich unter der Kammer befinden. Die Strömungskammer
ist an jedem Ende durch eine abnehmbare Endkappe verschlossen. Die
in Strömungsrichtung
untere Endkappe ist geneigt, um den Kunstharzfluß zu dem letzten radialen Auslaß zu richten,
und weist eine verschließbare Durchgangsbohrung
auf, die das Reinigen der Strömungskammer
erleichtert. Während
des normalen Betriebs verschließt
eine Kunstharz-Freigabeschraube diese Bohrung. In jedem der 12 radialen
Strömungsauslässe sitzt
eine Einstellschraube zum Verändern
der Querschnittfläche
des Auslasses und damit der effektiven Einschränkung an jedem Auslaß. Die Axialbohrungen
oder Formhohlräume
sind zur Aufnahme eines zylindrischen Formkolbens zylindrisch ausgebildet.
Der zylindrische Abstand zwischen dem Formkolben und dem Formhohlraum
definiert einen Weg für
den Kunstharzfluß.
Der Strömungsweg
verjüngt
sich konisch zu dem Punkt hin, an dem das fadenförmige Element aus einer kleineren
axialen Bohrung in der Mitte des Formkolbens austritt. Das Kunstharz
wird auf das fadenförmige
Element aufgebracht, während
sich dieses durch den Formhohlraum bewegt, um einen Verbundmatrixstrang herzustellen.
Durch die Strömungskammer
wird der Kunstharzfluß gleichmäßig auf
die einzelnen Formhohlräume
verteilt. Die nachfolgende Bearbeitung des Verbundstranges kann
das Kühlen
und das Segmentieren in Pellets umfassen.
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Weitere Merkmale und andere Aufgaben
und Vorteile gehen aus der folgenden genauen Beschreibung in Verbindung
mit den Zeichnungen hervor. Es zeigen:
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1 eine
Vorderansicht der Erfindung in einer Arbeitsumgebung mit einem Einschraubenextruder
und einem Gatter mit Glasfaserpackungen;
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2 eine
Aufsicht auf die Vorrichtung der 1;
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3 einen
Längsschnitt
durch die Strömungskammer
und eine Anzahl von Strömungsauslässen und
Formhohlräumen;
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4 eine
Schnittansicht eines der Formhohlräume und der Formelemente; und
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5 eine
Detail-Seitenansicht eines Formkolbens.
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In den 1 und 2 ist zur Bearbeitung durch die
Querkopfdüse 20 auf
einem Gatter 10 wenigstens eine Glasfaserpackung oder Spule 12 angeordnet. Jeder
Glasfaserstrang 14, der vorzugsweise aus einer Vielzahl
von Fäden
besteht, wird durch eine Strangführung 16 gezogen.
Die Strangführung 16 richtet
die Glasfaserstränge 14 für den Durchlauf durch
die Querkopfdüse 20 mit
einem erfindungsgemäßen Aufbau
aus.
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Die Faserverstärkung, die zur Verwendung bei
der vorliegenden Erfindung geeignet ist, kann aus einer großen Vielzahl
von Materialien ausgewählt werden.
Die hauptsächliche
Einschränkung
ist die, daß sich
die Faser nicht vor dem Erreichen der Prozeßtemperatur für das als
Matrixmaterial ausgewählte
Kunstharz zersetzen darf. Glasfasern wie PERFORMAXTM,
Kohlenstofffasern und Aramidfasern werden bevorzugt. Kontinuierliche
Faserstücke
in der Form eines Vorgarns, einer Spule oder einer Glasfaserpackung
werden ebenfalls bevorzugt.
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Das/die fadenförmige(n) Glasfaserelement(e)
können
verschiedene Formen aufweisen. Das bevorzugte Material ist PERFORMAXTM, eine Handelsmarke der Owens-Corning Fiberglas
Technology Inc. PERFORMAXTM wird als Spulenpackung 12 in
Bandform gehandelt. Das Einrollen des 1,6 bis 12,7 mm (1/16 bis
1/2 Zoll) breiten Bandes zu einer Rolle mit einem Durchmesser von
etwa 0,8 bis 3,2 mm (1/32 bis 1/8 Zoll) bildet das fadenförmige Element 14.
Das Einrollen erfolgt, wenn das Element in die axiale Bohrung 34
im Formkolben eingezogen wird. Im Gegensatz zu der Beschichtung
eines elektrischen Leiters braucht sich bei dem fertig beschichteten
Verbundstrang 22 das fadenförmige Element nicht genau in
der axialen Mittellinie des beschichteten Stranges 22 befinden.
Ein typischer beschichteter Strang 22 hat einen Durchmesser
von 1,6 bis 6,4 mm (1/16 bis 1/4 Zoll) und weist einen Glasfasergehalt
von 20 bis 70 Gew.-% auf. 30 Prozent sind typisch. Der beschichtete
Strang 22 kann für
die nachfolgende Verwendung beim Formpreß- oder Spritzgießen in 6,4
bis 25,4 mm (1/4 bis 1 Zoll) lange Pellets geschnitten werden.
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Geeignete thermoplastische Kunstharze zum
Ausbilden der kontinuierlichen thermoplastischen Matrix sind allgemein
bekannt. Zum Beispiel können
Polyolefine wie Polypropylen verwendet werden. Es kann auch Polyester,
PVC, Polykarbonat, eine Polykarbonat/ABS-Verbindung (wie CYCOLOY®)
und ein Polyamid wie NYLONTM verwendet werden.
Thermoplastische Kunststoffe hoher Leistungsfähigkeit, die sogenannten Hochtechnologiekunststoffe,
wie Polyether-Ether-Keton (PEEK) und Polyetherimid (wie ULTEM®)
und Polyphenylen-Diketon (PPDK) sind ebenfalls geeignet.
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Das thermoplastische Kunstharz wird
in den Kunstharz-Zuführtrichter 24 eingefüllt und
durch einen Einschraubenextruder 18 oder dergleichen in
ein geschmolzenes Zuführmaterial
umgewandelt.
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Allgemein enthält das der Querkopfdüse 20 zugeführte Material
im Bereich von etwa 20 bis etwa 70 Gewichtsprozent Verstärkungsfasern 14,
wobei der Rest der Zuführung
aus dem thermoplastischen Matrixmaterial besteht. Vorzugsweise umfaßt die Querkopfdüse 20 elektrische
Widerstandsheizer 36, 37 und wird im wesentlichen
auf einer Temperatur im Bereich von etwa 170°C bis etwa 350°C gehalten. Die
typischen Temperaturen reichen von etwa 180°C bis etwa 300°C. Funktionell
gesprochen wird die Düse 20 auf
einer Temperatur gehalten, die ausreicht, bei den in der Düse herrschenden
Drücken das
Polymer ausreichend zu erweichen, um die verstärkenden Fasern zu benetzen
und eine kontinuierliche thermoplastische Matrix ohne sichtbare
Lücken oder
Risse zu bilden. Gewöhnlich
wird die Düse 20 bei
einer Temperatur im Bereich von etwa 10°C bis etwa 100°C über dem
Erweichungspunkt des ausgewählten
Polymers gehalten. Zum Überwachen
und Steuern der Temperatur der Düse 20 werden
ein oder mehrere Thermoelemente 35 oder gleichwertige Temperaturmeßeinrichtungen
verwendet.
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Wie in den 3 und 4 gezeigt,
umfaßt
die Querkopfdüse 20 einen
Düsenkörper 25.
Der Düsenkörper 25 ist
ein länglicher
Block, vorzugsweise aus Edelstahl oder einem anderen, korrosions-
und temperaturfesten, bearbeitbaren Material. Ein wesentliches Merkmal
des Düsenkörpers 25 ist
die über
seine ganze Länge
verlaufende Strömungskammer 38. Wie
sowohl in der 3 als
auch in der 4 gezeigt,
ist die Strömungskammer 38 ein
zylindrischer Durchgang durch die volle Länge des länglichen Blocks des Düsenkörpers 25.
Die Strömungskammer 38 ist
an beiden Enden des Düsenkörpers 25 offen.
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In der Strömungskammer 38 sind
zwei Endkappen 27 und 28 angeordnet. Die einlaßseitige
Endkappe 27 weist einen zylindrischen Vorsprung mit etwa
dem Durchmesser der Strömungskammer 38 und
einen Flansch auf, der sich über
den Durchmesser der Strömungskammer
hinaus erstreckt. Der zylindrische Vorsprung ist konzentrisch zu
der Kammer in die Strömungskammer 38 eingesetzt.
Der äußere Flansch
wird dazu verwendet, die Endkappe 27 mit Schrauben oder
dergleichen am Düsenkörper 25 zu befestigen.
Die Endkappe 27 ermöglicht über eine Einlaßbohrung 29,
die konzentrisch zur Strömungskammer angeordnet
ist, eine Verbindung zwischen der Strömungskammer 38 und
dem Äußeren des
Düsenkörpers 25.
Das thermoplastische Kunstharz wird vom Extruder 18 zu
der Einlaßbohrung 29 geliefert und
strömt
wie gezeigt durch die Strömungskammer 38.
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Gegenüber der einlaßseitigen
Endkappe 27 ist in der Strömungskammer 38 die
Reinigungs-Endkappe 28 angeordnet. Ähnlich wie die einlaßseitige Endkappe 27 weist
die Reinigungs-Endkappe 28 einen zylindrischen Vorsprung
mit etwa dem Durchmesser der Strömungskammer 38 und
einen Flansch auf, der größer ist
als die Kammer. Der zylindrische Vorsprung weist zwei besondere
Merkmale auf, eine geneigte Fläche 31 und
eine mit einem Gewinde versehene Reinigungsöffnung 23. Der zylindrische
Vorsprung ist so in die Strömungskammer 38 eingesetzt, daß die geneigte
Fläche 31 so
gerichtet ist, daß Kunstharz
in den angrenzenden Kunstharz-Strömungsauslaß 40 gelenkt wird.
Die Reinigungsöffnung 23 ist
parallel zum zylindrischen Vorsprung angeordnet und verläuft in der
Mitte des kleinsten Querschnitts der geneigten Fläche 31 durch
den zylindrischen Vorsprung der Reinigungs-Endkappe 28.
Die Endkappe 28 ist so angeordnet, daß der kleinste Querschnitt
an den Strömungsauslaß 40 angrenzt. Durch
diese Anordnung befindet sich die Reinigungsöffnung 23 neben dem
Kunstharz-Strömungsauslaß 40,
wo sich stagnierendes oder erhärtetes
Kunstharz sammelt. Die Reinigungsöffnung 23 ist mit
einem zu einer Kunstharz-Freigabeschraube 26 passenden Gewinde
versehen, die die Reinigungsöffnung
im normalen Betrieb verschließt.
Die Reinigungs-Endkappe 28 ist über den externen Flansch mittels Schrauben
oder dergleichen am Düsenkörper 25 befestigt.
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Mit der Strömungskammer 38 steht
eine Anzahl von radial gerichteten Kunstharz-Strömungsauslässen 40 in
Verbindung. In der 3 sind
12 solcher Strömungsauslässe 40 gezeigt,
die über
die ganze Länge
der Strömungskammer 38 linear
in gleichen Abständen
angeordnet sind. Die Achsen der Strömungsauslässe 40 verlaufen parallel
zueinander und senkrecht zur Achse der Strömungskammer 38 und
sind auf die Formhohlräume 30 gerichtet.
Im Betrieb bilden die Strömungsauslässe 40 zwölf individuelle
Strömungswege
für das
thermoplastische Kunstharz von der Strömungskammer 38 zu
den Formhohlräumen 30.
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Die 4 zeigt
einen Querschnitt durch einen der Formhohlräume 30 des Düsenkörpers 25. Die
Strömungskammer 38 liegt
senkrecht zu der Ebene, die durch die Seite der Zeichnung gebildet wird.
Der Strömungsauslaß 40 ist
radial von der Strömungskammer 38 weg
und vertikal nach unten zu dem Formhohlraum 30 gerichtet.
Der Formhohlraum 30 ist eine zylindrische Kammer durch
den Düsenkörper 25,
deren Achse senkrecht zu sowohl der Strömungskammer 38 als
auch dem Strömungsauslaß 40 liegt. Über die
Länge des
Düsenkörpers 25 sind 12
Formhohlräume 30 so
angeordnet, daß ihre
Achsen mit den Achsen der Strömungsauslässe 40 zusammentreffen.
Die einzelnen Formhohlräume
erstrecken sich vollständig
durch den Düsenkörper 25.
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Zwischen der Strömungskammer 38 und dem
Formhohlraum 30 befindet sich ein kleiner zylindrischer
Einstellhohlraum 48. Der Einstellhohlraum 48 erstreckt
sich von der Rückseite
des Düsenkörpers 25 nach
vorn, schneidet den Strömungsauslaß 40 und
endet jenseits des Strömungsauslasses, ohne
sich ganz durch den Düsenkörper zu
erstrecken. Der Einstellhohlraum 48 liegt parallel zum Formhohlraum 30 und
ist mit einem Gewinde für
die Aufnahme einer Einstellschraube 42 versehen. Im Betrieb
wird die Einstellschraube 42 so in den Einstellhohlraum 48 eingesetzt,
daß das
Ende der Einstellschraube in den Querschnitt des Strömungsauslasses 40 ragt.
Durch Verändern
der Einschraubtiefe der Einstellschraube 42 kann der Strömungswiderstand
in den einzelnen Strömungsauslässen 40 so verändert werden,
daß der
Kunstharzfluß zu
jedem der Formhohlräume 30 gleich
ist.
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Die Einrichtung zur Veränderung
des Widerstandes jedes der Strömungsauslässe ist
nicht auf einen Einstellhohlraum 48 und eine Einstellschraube 42 beschränkt. Es
kann jede An von variabler Einschränkung angewendet werden. Zum
Beispiel kann eine Verstelldüse,
ein Schieber, ein Regelventil, ein federbelastetes Ventil oder ein
Ventil mit einer flexiblen Membran verwendet werden.
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Die kompletten Formhohlräume werden
ausgebildet, wenn der Düsenkopf 44 am
Düsenkörper 25 angebracht
wird. Der zylindrische Formhohlraum 30 ist zu dem konischen
Formhohlraum 46 ausgerichtet, um einen kompletten Formhohlraum
mit einem sich verjüngenden
Ende zu bilden. Der Düsenkopf 44 ist so
angrenzend an den Düsenkörper 25 angebracht, daß der konische
Formhohlraum 46 zum Formhohlraum 30 konzentrisch
ist. Der Düsenkopf 44 ist
mit Schrauben oder dergleichen so am Düsenkörper 25 angebracht,
daß aus
dem fertigen Formhohlraum kein Kunstharz austritt. Am sich verjüngenden
Ende des konischen Formhohlraums 46 befindet sich eine konzentrische
Ausgangsöffnung 39 im
Düsenkopf 44.
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In jedem kompletten Formhohlraum
befindet sich ein Formkolben 32. Der Formkolben 32 weist
einen zylindrischen Formkolbenkörper 56 mit
einer konischen Formspitze 54 auf. Der Formkolben 32 ist konzentrisch
zum Formhohlraum 30 und zum konischen Formhohlraum 46 angeordnet
und wird von einer Befestigungsplatte 33 gehalten, die
gegenüber dem
Düsenkopf 44 am
Düsenkörper 25 angebracht ist.
Die Befestigungsplatte 33 ist mit Schrauben oder dergleichen
am Düsenkörper 25 befestigt
und so angeordnet, daß eine
durch die Platte 33 verlaufende Eingangsöffnung 41 konzentrisch
zum Formhohlraum 30 liegt. Nach dem Einbau in den fertigen
Formhohlraum ist die konische Formspitze 54 des Formkolbens 32 so
angeordnet, daß der
Abstand zwischen der Außenseite
des Formkolbens 56, 54 und den Innenwänden des
Formhohlraums 30, 46 einen umlaufenden Strömungsweg
bildet, der sich konisch zur Ausgangsöffnung 39 verjüngt.
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Die 5 zeigt
den Aufbau des Formkolbens 32 im Detail. Der zylindrische
Körper
des Formkolbens weist drei Durchmesser auf. Der Hauptdurchmesser
ist größer als
der des Formhohlraums 30 und wird als Anschlag verwendet,
wenn der Formkolben in eine Schulterbohrung eingesetzt wird, die von
hinten in den Düsenkörper 25 eingearbeitet
ist. Der mittlere Durchmesser ist im wesentlichen gleich dem Durchmesser
des Formhohlraums 30 und wird dazu verwendet, den Kolben
konzentrisch im Formhohlraum anzuordnen. Der kleinere Durchmesser, der
Kolbenkörper 56,
ist konzentrisch zum Formhohlraum 30 und legt im Zusammenwirken
mit dem Formhohlraum einen zylindrischen Strömungsweg fest. Der Kunstharzfluß wird durch
eine nach innen gekrümmte
Strömungsführung 52, die
am Übergang vom
Kolbenkörper
56 zum mittleren Durchmesser des Formkolbens 32 ausgebildet
ist, auf die Ausgangsöffnung 39 gerichtet.
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Der Bewegungsweg des langgestreckten
fadenförmigen
Glasfaserstranges 14 wird durch ein zylindrisches Kolbenloch 34 festgelegt,
das längs
dessen Längsachse
durch den Formkolben 32 gebohrt ist. Der Eingang zu diesem
Kolbenloch 34 kann abgeschrägt sein, wie es durch die Lochabschrägung 50 gezeigt
ist, um Schäden
am Glasfaserstrang 14 zu vermeiden. Der bevorzugte Glasfaserstrang 14 ist wie
ein Band geformt. Dieses Band wird durch das Kolbenloch 34 beim
Eintreten des Stranges 14 in das Kolbenloch 34 an
der Lochabschrägung 50 zu
einer Rolle eingerollt. Die Lochabschrägung 50 verringert die
Beanspruchung der Glasfasern beim Einrollen des Bandes.
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Die beschichteten Stränge 22 werden
von der Querkopfdüse 20 durch
eine Abzieheinrichtung wie eine der gemeinhin bei Querkopfdüsenbearbeitungen
verwendeten Greif-Abzieheinrichtungen
abgezogen. Alternativ kann ein rotierender Formkern verwendet werden,
auf den das Material aufgespult wird oder der dazu verwendet werden
kann, eine Faserwicklung auf einen faserverstärkten thermoplastischen Gegenstand
aufzubringen. Wenn der Formkern eine Spule trägt, wird das aufgenommene Material
in der Regel als Prepreg bezeichnet, das dann in Pellets geschnitten
und formpreß-
oder spritzgegossen werden kann, um langfaserige Verbundstoffe mit großer struktureller
Festigkeit zu ergeben. Außerdem können zusätzlich zwischen
der Düse 20 und
den Abzieheinrichtungen Einrichtungen zum Abkühlen oder anderweitigen Nachbehandeln
des beschichteten Stranges/der beschichteten Stränge 22 vorgesehen werden.
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An den Außenseiten des Düsenkörpers 25 angebrachte
elektrische Widerstandsheizer heizen den Düsenkörper auf. Die 3 und die 4 zeigen
beide obere und untere Heizer 36 und 37. Ein optionaler
Aufbau umfaßt
eine Anzahl von elektrischen Widerstandsheizern, die in einen oder
mehrere Querdurchgänge
eingesetzt sind, die sich durch den Düsenkörper 25 erstrecken.
Am Düsenkörper 25 sind zur Überwachung
und zur Steuerung der Düsentemperatur
ein oder mehrere Thermoelemente 35 angebracht.
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Im Betrieb wird der Glasfaserstrang 14 mit
einer Geschwindigkeit durch die Querkopfdüse 20 gezogen, die
im allgemeinen im Bereich von etwa 3 bis zu etwa 195 Zoll/Sekunde
liegt und gewöhnlich
im Bereich von etwa 6 bis etwa 60 Zoll/Sekunde. Die Verweilzeit
in der Querkopfdüse 20 liegt
im allgemeinen im Bereich von etwa 0,015 Sekunden bis zu etwa 1
Sekunde, sie variiert mit dem Querschnitt des Artikels und dem Erweichungspunkt
des verwendeten Kunstharzes. Die Düse 20 befindet sich
auf einer ausreichend hohen Temperatur, um die thermoplastische
Matrix zu erweichen, und die Ausgangsöffnung 39 ist ausreichend
klein, um die Matrix in einen gleichmäßig beschichteten Strang 22 umzuformen. Vorzugsweise
wird der die Düse 20 verlassende
beschichtete Strang 22 durch eine Kühleinrichtung gekühlt, zum
Beispiel durch ein Wasserkühlbad,
so daß die
Querschnittkonfiguration der Ausgangsöffnung 39 in dem Produkt
wiedergegeben wird, das auf einem Formkern aufgenommen wird.
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Auf das Gestell 10 können neue
Glasfaserpackungen 12 aufgesetzt und in das Kolbenloch 34 eingefädelt werden,
während
der Prozeß weiterläuft. Die
axiale Bewegung des ursprünglichen
Stranges 14 zieht den zweiten Strang in den Durchgang,
woraufhin der ursprüngliche
Strang dann abgeschnitten wird. Ein üblicheres Verfahren zum Einführen einer neuen
Glasfaserpackung 12 ist das Verspleißen des hinteren Endes der
ursprünglichen
Packung mit dem vorderen Ende der neuen Glasfaserpackung. Vorzugsweise
werden als Spleißmaterial
Stücke
der thermoplastischen Matrix verwendet, so daß das fertige Verbundmaterial
keine fremden Verunreinigungen enthält. Zum Ersetzen der Glasfaserpackungen 12 ist
keine Prozeßunterbrechung
erforderlich.
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Der Düsenkörper 25 wird am besten
aus einem Stück
hergestellt. Die Strömungskammer 38, die
Formhohlräume 30 und
die Einstellhohlräume 48 können in
die Oberfläche
des Düsenkörpers 25 eingebohrt
werden. Die Strömungsauslässe 40 gehen jedoch
radial von der Strömungskammer 38 aus.
Da die Strömungsauslässe, wie
es in der 4 gezeigt ist,
nicht leicht in der Strömungskammer 38 ausgebildet
werden können,
können
sie durch radiales Bohren von der Außenseite des Düsenkörpers 25 durch die
Strömungskammer 38 in
die Formhohlräume 30 hergestellt
werden. Die sich ergebenden radialen Bohrungen, die eine Verbindung
zwischen der Strömungskammer 38 und
der Außenseite
des Düsenkörpers 25 herstellen,
werden dann so verschlossen, daß keine
Verbindung möglich
ist.
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Alternativ kann der Düsenkörper 25 aus
zwei Abschnitten aufgebaut werden (nicht gezeigt). Der obere Abschnitt
umfaßt
die Strömungskammer 38 und
der untere Abschnitt die Formhohlräume 30. Die Einstellhohlräume 48 können sich
im oberen oder unteren Abschnitt befinden. Der obere und der untere Abschnitt
des Düsenkörpers 25 sind
so befestigt, daß die
Strömungsauslässe 40 durch
eine fehlerhafte Ausrichtung nicht eingeschränkt werden. Zum Befestigen
der beiden Abschnitte können
Schrauben oder dergleichen verwendet werden.
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Alle Komponenten der Querkopfdüse 20 sind so
befestigt, daß zwischen
den Elementen kein thermoplastisches Kunstharz austreten kann, ausgenommen
dort, wo es in der vorliegenden Beschreibung oder den diesbezüglichen
Zeichnungen angegeben ist.