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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
im Allgemeinen eine Technologie zum Reinigen des Abgases von Verbrennungsmotoren,
die in Automobilen oder ähnlichem
montiert sind, und im Besonderen eine Technologie zur Verbesserung
der Abgasemissionen durch eine frühzeitige Aktivierung eines
Abgasreinigungskatalysators, der in einer Abgasführung des Verbrennungsmotors
vorgesehen ist.
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In den vergangenen Jahren wurde von
Verbrennungsmotoren, die in Automobilen oder ähnlichem montiert sind, verlangt,
im Abgas enthaltene gesundheitsgefährdende gasförmige Bestandteile
zu entfernen, bevor das Abgas in die Umgebungsluft ausgestoßen wird.
Hinsichtlich dieser Forderung wurde eine Technologie vorgeschlagen,
bei der ein Abgasreinigungskatalysator, der die im Abgas enthaltenen
gesundheitsgefährdenden
gasförmigen
Bestandteile entfernt, in einer Abgasführung eines Verbrennungsmotors
vorgesehen ist.
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Als vorstehend beschriebener Abgasreinigungskatalysator
wurde eine große
Anzahl verschiedener Abgasreinigungskatalysatoren entwickelt, unter
anderem beispielsweise ein Drei-Wege-Katalysator, ein NOx-Okklusions-Reduktions-Katalysator,
ein selektiver NOx-Reduktions-Katalysator, ein Oxidations-Katalysator
und ein Abgasreinigungskatalysator, der aus einer geeigneten Kombination
dieser Abgasreinigungskatalysatoren besteht. Diese Abgasreinigungskatalysatoren
sind im Allgemeinen in der Lage, die gesundheitsgefährdenden
gasförmigen Bestandteile
des Abgases zu entfernen, wenn sie bei oder oberhalb einer vorgegebenen
Temperatur aktiviert werden. Das bedeutet, dass diese Abgasreinigungskatalysatoren
die gesundheitsgefährdenden
gasförmigen
Bestandteile des Abgases bei einer Temperatur unterhalb dieser vorgegebenen
Temperatur nicht ausreichend entfernen können, beispielsweise bei einem
Kaltstart des Verbrennungsmotors.
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Insbesondere bei einem Kaltstart
des Verbrennungsmotors neigt die Verbrennung des Gemisches aufgrund
niedriger Temperaturen innerhalb der Zylinder dazu, instabil zu
werden. Dadurch stößt der Verbrennungsmotor
eine relativ große
Menge von unverbrannten Kraftstoffbestandteilen aus. Wenn der Abgasreinigungskatalysator
inaktiv ist, wird eine große
Menge unverbrannter Kraftstoffbestandteile in die Umgebungsluft
ausgestoßen,
ohne gereinigt zu werden.
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Dementsprechend ist es wichtig, bei
einem Kaltstart des Verbrennungsmotors den Abgasreinigungskatalysator
frühzeitig
zu aktivieren, um die Verschlechterung der Abgasemissionen während des Startens
und unmittelbar nach dem Starten zu verhindern.
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Hinsichtlich dieser Forderung veröffentlicht das
japanische Patent Nr. 2710269 einen Vorschlag für eine Katalysator-Heizbrennervorrichtung
für einen fremdgezündeten Verbrennungsmotor.
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Diese in der Patentveröffentlichung
des vorstehend genannten Patents beschriebene Katalysator-Heizbrennervorrichtung
für den
fremdgezündeten Verbrennungsmotor
enthält
einen Abgasreinigungskatalysator in einer Abgasführung des Verbrennungsmotors
und einen Brenner in der Abgasführung,
angebracht in Strömungsrichtung
vor dem Abgasreinigungskatalysator. Wenn der Verbrennungsmotor nach
dem Kaltstart erwärmt
wird, wird eine Hälfte
der Zylinder des Verbrennungsmotors mit einem fetten Gemisch zur
Erzeugung eines brennbaren Gases betrieben und die Kraftstoffeinspritzung für die andere
Hälfte
wird unterbrochen. Das aus der erstgenannten Hälfte der Zylinder ausgestoßene brennbare
Gas und die aus der letztgenannten Hälfte der Zylinder ausgestoßene Luft
werden vermischt und im Brenner verbrannt und heizen dadurch den Abgasreinigungskatalysator
schnell auf.
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Der in einer derartigen Katalysator-Heizbrennervorrichtung
verwendete Brenner für
den fremdgezündeten
Verbrennungsmotor verfügt über eine Kammer
zum Mischen und Verbrennen des brennbaren Gases und der Luft. Allerdings
hat dieser Brenner im Vergleich zur Abgasführung einen größeren Querschnitt
und eine größere Wärmekapazität. Dadurch wird
die Wärme
des Abgases an den Brenner übertragen,
wenn der Brenner nicht in Betrieb ist.
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Dann wird, wenn die Wärme des
Abgases an den Brenner übertragen
wird, der in Strömungsrichtung
hinter dem Brenner vorgesehene Abgasreinigungskatalysator durch
das Abgas mit niedriger Temperatur abgekühlt, wodurch die Möglichkeit
besteht, dass die Temperatur des Abgasreinigungskatalysators auf
eine Temperatur unterhalb der Aktivierungstemperatur abgesenkt wird.
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Darüber hinaus befindet sich der
Brenner der vorstehend beschriebenen Katalysator-Heizbrennervorriehtung
für den
fremdgezündeten
Verbrennungsmotor in Strömungsrichtung
unmittelbar hinter den Abgaskrümmern.
Dadurch neigt das brennbare Gemisch innerhalb des Brenners dazu,
durch das Pulsieren des Abgases beeinflusst zu werden, wodurch die
Verbrennung des brennbaren Gemisches dazu neigt, instabil zu werden.
Darüber
hinaus wird eine Umgebungstemperatur der Abgasführung und des Brenners direkt
nach dem Kaltstart des Verbrennungsmotors niedrig, wodurch die Verbrennung
des brennbaren Gemisches dazu neigt, instabil zu werden.
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Eine dergestalt instabile Verbrennung
des brennbaren Gemisches im Brenner erschwert eine vollständige Verbrennung
des brennbaren Gemisches und kann möglicherweise zu einem Ausstoß einer
eher erhöhten
Menge unverbrannter Kraftstoffbestandteile in die Umgebungsluft
führen.
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Das Dokument WO 97/25525 veröffentlicht einen
Verbrennungsmotor mit einem Katalysator und einem Abgas-Zündsystem als Unterstützung zur
Verkürzung
der Zündzeit
des Katalysators. Überschüssiger Kraftstoff
wird im Nachbrenner verbrannt, indem Luft über eine Luftpumpe und ein
Ventil ohne Durchgang der Luft durch die Brennkammern des Motors zugeführt wird.
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Darüber hinaus zeigt das Dokument
WO 94/24423 ein Verfahren zum Betrieb eines Motors mit einem Nachbrenner
und einem Katalysator in Strömungsrichtung
hinter dem Nachbrenner. Dieses Verfahren ist dem in der vorstehend
beschriebenen Vorrichtung entsprechend Dokument WO 97/25525 genutzten
Verfahren sehr ähnlich.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung wurde in
Betrachtung der vorstehenden konventionellen Probleme erdacht. Ein
erstes Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine unerwünschte Temperaturabnahme eines
Abgasreinigungskatalysators während
des normalen Betriebs zu verhindern und die Verschlechterung der
Abgasemissionen zu verhindern, indem eine Technologie bereitgestellt
wird,
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die in der Lage ist, das brennbare
Gas und Luft zu vermischen, ohne eine spezielle Brennkammer zum
Mischen des brennbaren Gases und Luft vorzusehen, in einer Vorrichtung
zum Vorwärmen
eines Abgasreinigungskatalysators durch Verbrennung des brennbaren
Gemisches in einer Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Abgasreinigungskatalysator.
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Ein zweites Ziel der vorliegenden
Erfindung besteht darin, eine Verschlechterung der Abgasemissionen
aufgrund der Verbrennung des brennbaren Gemisches zu verhindern
und einen Abgasreinigungskatalysator frühzeitig zu aktivieren, indem
eine Technologie zur Stabilisierung der Verbrennung des brennbaren
Gemisches in einer Vorrichtung zum Vorwärmen eines Abgasreinigungskatalysators
durch Verbrennung des brennbaren Gemisches in einer Abgasführung in
Strömungsrichtung
vor dem Abgasreinigungskatalysator bereitgestellt wird.
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Dieses Ziel der Erfindung wird durch
ein Katalysatorheizgerät
mit Eigenschaften entsprechend Anspruch 1 erreicht. Weitere Entwicklungen
werden in den entsprechenden Ansprüchen definiert.
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In einem wie vorstehend beschrieben
konstruierten Katalysatorheizgerät
werden die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
und die Zündvorrichtung
betätigt,
wenn der Haupt-Abgasreinigungskatalysator beheizt werden muss.
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Wenn die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
betätigt
wird, werden Kraftstoff und Luft in Strömungsrichtung vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator
in die Abgasführung
zugeführt
und treten in den Neben-Abgasreinigungskatalysator
ein.
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Der Neben-Abgasreinigungskatalysator
verfügt über eine
Vielzahl von Durchströmungskanälen, deren
Durchmesser im Vergleich jeweils viel kleiner als derjenige der
Abgasfüllung
ist. Dadurch werden der in diesen kleinen Durchströmungskanälen strömende Kraftstoff
und die Luft ausreichend miteinander vermischt. Als Ergebnis ist
das Gas, das aus dem Neben-Abgasreinigungskatalysator herausströmt, ein
brennbares Gas bestehend aus vorher vermischtem Kraftstoff und Luft,
namentlich ein brennbares Gemisch.
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Das brennnbare Gemisch, das aus dem
Neben-Abgasreinigungskatalysator
austritt, wird zur Verbrennung durch die Zündvorrichtung gezündet, die
in der Abgasführung
zwischen dem Neben-Abgasreinigungskatalysatar und dem Haupt-Abgasreinigungskatalysator
vorgesehen ist. Heißes
verbranntes Gas, erzeugt durch die Verbrennung des brennbaren Gemisches,
strömt
in den Haupt-Abgasreinigungskatalysator,
der in Strömungsrichtung
hinter der Zündvorrichtung
angeordnet ist. Wenn das heiße verbrannte
Gas durch den Haupt-Abgasreinigungskatalysator strömt, wird
eine große
Menge Wärme vom
verbrannten Gas auf den Haupt-Abgasreinigungskatalysator übertragen,
wodurch der Haupt-Abgasreinigungskatalysator schnell auf einen Aktivierungstemperaturbereich
aufgeheizt wird.
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Dadurch werden entsprechend des erfindungsgemäßen Katalysatorheizgeräts des Verbrennungsmotors
der Kraftstoff und die Luft im Neben-Abgasreinigungskatalysator vermischt.
Dadurch entfällt die
Notwendigkeit des Vorsehens einer speziellen Vormischkammer zum
Mischen des Kraftstoffs und der Luft. Als Ergebnis wird, wenn sich
der Verbrennungsmotor im normalen Betriebszustand befindet, die
Wärme des
Abgases nicht an eine derartige Vormischkammer übertragen, so dass der Haupt-Abgasreinigungskatalysator
nicht durch das Abgas niedriger Temperatur unerwünscht gekühlt wird.
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Im erfindungsgemäßen Katalysatorheizgerät kann die
Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung den
Kraftstoff und die Luft in die Abgasführung in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator zuführen, unmittelbar bevor der Verbrennungsmotor
gestartet wird.
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In diesem Fall wird der Haupt-Abgasreinigungskatalysator
auf den Aktivierungstemperaturbereich aufgeheizt, bevor der Verbrennungsmotor
mit der Verbrennung des Gemisches beginnt, in anderen Worten, bevor
der Verbrennungsmotor das verbrannte Gemisch als Abgas ausstößt. Dadurch
können
im Abgas enthaltene gesundheitsgefährdende gasförmige Bestandteile
im Haupt-Abgasreinigungskatalysator zu dem Zeitpunkt herausgereinigt
worden sein, zu dem der Verbrennungsmotor nach dem Abschluss des
Startvorgangs beginnt, das verbrannte Gemisch als Abgas auszustoßen.
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Um den Kraftstoff und die Luft in
die Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator unmittelbar vor dem Abschluss
des Startens des Verbrennungsmotors zuzuführen, kann die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
so ausgelegt werden, dass der Kraftstoff und die Luft in die Abgasführung in
Strömungsrichtung vor
dem Neben-Abgasreinigungskatalysator
zugeführt
wird, indem die Betätigung
eines Kraftstoffeinspritzventils in jedem Zylinder des Verbrennungsmotors
ermöglicht
wird und zur gleichen Zeit die Betätigung einer Zündkerze
in jedem Zylinder während
des Drehens der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors unterbunden wird,
wodurch jeder Zylinder ein unverbranntes Gemisch ausstößt.
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Um den Kraftstoff und die Luft in
die Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysatcr unmittelbar vor dem Abschluss
des Startens des Verbrennungsmotors zuzuführen, kann die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
so ausgelegt werden, dass der Kraftstoff und die Luft in die Abgasführung in
Strömungsrichtung vor
dem Neben-Abgasreinigungskatalysator
zugeführt
wird, indem die Betätigung
einer Zündkerze
in jedem Zylinder des Verbrennungsmotors unterbunden wird und zur
gleichen Zeit die Betätigung
eines Kraftstoffeinspritzventils in einem oder mehreren Zylindern
während
des Drehens der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors ermöglicht wird,
so dass der oder die vorstehend erwähnten Zylinder ein unverbranntes
Gemisch ausstoßen.
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Um den Kraftstoff und die Luft in
die Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator unmittelbar vor dem Abschluss
des Startens des Verbrennungsmotors zuzuführen, kann die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
so ausgelegt werden, dass der Kraftstoff und die Luft in die Abgasführung in
Strömungsrichtung vor
dem Neben-Abgasreinigungskatalysator
zugeführt
werden, indem die Betätigung
eines Kraftstoffeinspritzventils in jedem Zylinder des Verbrennungsmotors
ermöglicht
wird und zur gleichen Zeit die Betätigung der Zündkerze
in einem oder mehreren Zylindern während des Drehens der Kurbelwelle
des Verbrennungsmotors unterbunden wird, so dass der oder die vorstehend
erwähnten
Zylinder ein unverbranntes Gemisch ausstoßen.
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Gleichzeitig kann im erfindungsgemäßen Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
so angepasst sein, dass der Kraftstoff und die Luft in die Abgasführung in
Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator unmittelbar nach Abschluss
des Startens des Verbrennungsmotors zugeführt werden.
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In diesem Fall wird das brennbare
Gemisch in der Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Haupt-Abgasreinigungskatalysator
unmittelbar nach dem Starten des Verbrennungsmotors verbrannt und dadurch
wird der Haupt-Abgasreinigungskatalysator schnell auf den Aktivierungstemperaturbereich
aufgeheizt.
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Als Ergebnis kann die Verschlechterung
der Abgasemissionen unmittelbar nach dem Starten des Verbrennungsmotors
verhindert werden, auch wenn der Verbrennungsmotor mit einem Haupt-Abgasreinigungskatalysator
in inaktivem Zustand gestartet wird.
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Um den Kraftstoff und die Luft in
die Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator unmittelbar vor dem Abschluss
des Startens des Verbrennungsmotors zuzuführen, kann die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
so ausgelegt werden, dass der Kraftstoff und die Luft in die Abgasführung in
Strömungsrichtung vor
dem Neben-Abgasreinigungskatalysator
zugeführt
wird, indem unmittelbar vor dem Abschluss des Startens des Verbrennungsmotors
einer oder mehrere Zylinder des Verbrennungsmotors dazu gebracht werden,
Abgas auszustoßen,
das unverbrannten Kraftstoff enthält, und die verbleibenden Zylinder dazu
gebracht werden, Abgas auszustoßen,
das unverbrannte Luft enthält.
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Die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
kann so ausgelegt werden, dass sie einen oder mehrere Zylinder des Verbrennungsmotors
dazu bringt, Abgas auszustoßen,
das unverbrannten Kraftstoff enthält, indem ein fettes Gemisch
in diesem vorstehend erwähnten
einen oder mehreren Zylindern verbrannt wird, so dass der unverbrannte
Kraftstoff in dem Abgas verbleibt, das von diesem vorstehend erwähnten einen
oder mehreren Zylindern ausgestoßen wird.
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Die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
kann so ausgelegt werden, dass sie diesen vorstehend erwähnten einen
oder mehrere Zylinder des Verbrennungsmotors dazu bringt, Abgas
auszustoßen,
das unverbrannten Kraftstoff enthält, indem Haupt-Kraftstoff
für die
Verbrennung vom Kraftstoffeinspritzventil in diesen vorstehend erwähnten einen oder
mehrere Zylinder eingespritzt wird und dann sekundär Kraftstoff
daraus eingespritzt wird, so dass der unverbrannte Kraftstoff in
dem Abgas enthalten ist, das von diesem vorstehend erwähnten einen
oder mehreren Zylindern ausgestoßen wird. Der Zeitpunkt für die sekundäre Einspritzung
von Kraftstoff kann in der zweiter. Hälfte des Ausdehnungshubs von
diesem vorstehend erwähnten
einen oder mehreren Zylindern oder während dessen Ausstoßhub nach
dem Abschluss der Verbrennung des Haupt-Kraftstoffs liegen.
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Die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
kann so ausgelegt werden, dass sie einen oder mehrere Zylinder des
Verbrennungsmotors dazu bringt, Abgas auszustoßen, das unverbrannten Kraftstoff
enthält,
indem für
das Auftreten einer Niedertemperaturverbrennung in diesem vorstehend
erwähnten
einen oder mehreren Zylindern gesorgt wird. In diesem Fall wird
der durch das/die Kraftstoffeinspritzventil(e) eingespritzte Kraftstoff
in dem/den Zylinder(n) mit der Niedertemperaturverbrennung nicht
vollständig
verbrannt, wodurch ein relativ großer Anteil unverbrannten Kraftstoffs
in dem durch diese(n) Zylinder ausgestoßenen Abgas verbleibt.
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Hier kann das Verfahren für die Durchführung einer
Niedertemperaturverbrennung exemplarisch durch ein Verfahren mit
der Bezeichnung Abgasrezirkulation (EGR) zur Rezirkulation eines
Teils des im Abgassystem strömenden
Abgases des Verbrennungsmotors in dessen Einlasssystem dargestellt
werden.
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Die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
kann so ausgelegt werden, dass sie den/die anderen Zylinder des
Verbrennungsmotors dazu bringt, Abgas auszustoßen, das unverbrannte Luft
enthält, indem
in diesem/diesen vorstehend erwähnten
Zylinder(n) ein mageres Gemisch verbrannt wird.
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Die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
kann so ausgelegt werden, dass sie den/die anderen Zylinder des
Verbrennungsmotors dazu bringt, Abgas auszustoßen, das unverbrannte Luft
enthält, indem
die Betätigung
des Kraftstoffeinspritzventils/der Kraftstoffeinspritzventile dieses/dieser
vorstehend erwähnten
anderen Zylinder unterbunden wird.
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Die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung
kann so ausgelegt werden, dass sie den Kraftstoff und die Luft in
die Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator zuführt, indem
unmittelbar nach dem Abschluss des Startens des Verbrennungsmotors
ein fettes Gemisch in jedem Zylinder des Verbrennungsmotors verbrannt
wird und gleichzeitig Sekundärluft
in die Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator
zugeführt
wird. Dabei ist zu beachten, dass sich der Ausdruck „die Abgasführung in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator" wie hier verwendet auf
die Führung
von den Brennkammern des Verbrennungsmotors zum Neben-Abgasreinigungskatalysator
bezieht und beispielsweise eine Abgasführung, die an die im Verbrennungsmotor
vorgesehenen Abgasauslässe
angeschlossen ist, oder die Abgasführung umfasst, die an den Verbrennungsmotor angeschlossen
ist.
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Das erfindungsgemäße Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
kann zusätzlich
Flammrückschlagvorrichtungen
zum Verhindern des Rückschlagens
der Flamme des von der Zündvorrichtung gezündeten brennbaren
Gemisches in die Abgasführung
enthalten.
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In diesem Fall wird, da die Flamme
des von der Zündvorrichtung
gezündeten
brennbaren Gemisches nicht in die Abgasführung zurückschlägt, die Flamme stabilisiert
und der Haupt-Abgasreinigungskatalysator kann zuverlässig beheizt
werden.
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Hier kann die Flammrückschlagvorrichtung ein
Drahtgeflecht mit einer Vielzahl von Löchern sein, deren Durchmesser
kleiner als oder genauso groß wie
ein Flammlöschdurchmesser
ist. Allerdings ist es vorteilhaft, den Durchmesser der Abgasführung im Neben-Abgasreinigungskatalysator
kleiner als oder genauso groß wie
den Flammlöschdurchmesser
zu gestalten, um die Funktion der Flammrückschlagvorrichtung dem Neben-Abgasreinigungskatalysator hinzuzufügen.
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Im erfindungsgemäßen Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
kann der Haupt-Abgasreinigungskatalysator
ein sogenannter „Wall-flow"- Katalysator sein, der ein poröses Basismaterial
einschließlich
eines Durchströmungskanals
enthält, dessen
in Strömungsrichtung
vorderes Ende offen und dessen in Strömungsrichtung hinteres Ende
geschlossen ist, sowie eines Durchströmungskanals, dessen in Strömungsrichtung
vorderes Ende geschlossen und dessen in Strömungsrichtung hinteres Ende
offen ist, wobei der erstgenannte Durchströmungskanal und der letztgenannte
Durchströmungskanal
wabenförmig
alternierend vorgesehen sind.
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Dadurch wird durch die Verbrennung
des brennbaren Gemisches erzeugter Ruß oder ähnliches durch den Haupt-Abgasreinigungskatalysator entfernt,
wodurch die Verschlechterung der Abgasemissionen aufgrund der Verbrennung
des brennbaren Gemisches verhindert wird.
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Im erfindungsgemäßen Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
kann die Zündvorrichtung so
ausgelegt sein, dass die Flamme, die aus der Zündung des brennbaren Gemisches
resultiert, in einem Bereich in Strömungsrichtung vor einem Katalysatorträger innerhalb
des Haupt-Abgasreinigungskatalysators erzeugt wird. Vorzugsweise
weist der Bereich in Strömungsrichtung
vor dem Katalysatorträger
innerhalb des Haupt-Abgasreinigungskatalysators
eine wärmeisolierte
Struktur auf.
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Entsprechend eines derartigen Katalysatorheizgeräts des Verbrennungsmotors
mit vorstehend beschriebener Struktur wird das brennbare Gemisch im
Bereich in Strömungsrichtung
vor dem Katalysatorträger
innerhalb des Haupt-Abgasreinigungskatalysators
verbrannt. Dadurch entfällt
die Notwendigkeit einer speziellen Brennkammer zum Verbrennen der
brennbaren Kammer. Als Ergebnis wird die Wärme des Abgases nicht an die
Brennkammer übertragen,
wenn sich der Verbrennungsmotor im normalen Betriebszustand befindet.
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Das erfindungsgemäße Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
kann zusätzlich
Luftzuführvorrichtungen
enthalten, die nur Luft in die Abgasführung in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysatcr in einem vorbestimmten
Zeitraum nach dem Abschluss des Heizens des Haupt-Abgasreinigungskatalysators
zuführen.
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In diesem Fall wird die Luft in die
Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator nur für den vorbestimmten Zeitraum
nach dem Abschluss des Heizens des Haupt-Abgasreinigungskatalysators
zugeführt.
Dadurch wird das brennbare Gemisch, das in der Abgasführung vom
Neben-Abgasreinigungskatalysator zur Zündvorrichtung verblieben ist,
vollständig
entfernt. Als Ergebnis erfolgt keine Verbrennung des brennbaren
Gemisches in der Abgasführung
nach dem Abschluss des Heizens des Haupt-Abgasreinigungskatalysators.
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Es ist zu beachten, dass, wenn das
erfindungsgemäße Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
so strukturiert ist, dass der Haupt-Abgasreinigungskatalysator vor dem Starten
des Verbrennungsmotors beheizt wird, das Katalysatorheizgerät vorzugsweise
zusätzlich
folgendes enthält: Luftzuführvorrichtungen,
die nur Luft in die Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator
für einen
vorbestimmten Zeitraum nach dem Beheizen des Haupt-Abgasreinigungskatalysators
auf einen gewünschten
Temperaturbereich zuführen;
und Motorstartvorrichtungen zum Starten des Verbrennungsmotors nach
Ablauf des vorbestimmten Zeitraums.
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Die vorliegende Erfindung verwendet
folgende Vorrichtungen zur Erreichung des vorstehend genannten zweiten
Ziels.
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Genauer betrachtet enthält das erfindungsgemäße Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
darüber
hinaus: Abgasdrosselvorrichtungen zum Drosseln einer Durchflussmenge
des durch die Abgasführung
strömenden
Abgases, wenn die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung den Kraftstoff und
die Luft in die Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Neben-Abgasreinigungskatalysator zuführt, zusätzlich zu der an den Verbrennungsmotor angeschlossenen
Abgasführung;
einen Haupt-Abgasreinigungskatalysator,
vorgesehen in der Abgasführung
zum Reinigen des in der Abgasführung
strömenden
Abgases; einen Neben-Abgasreinigungskatalysator, vorgesehen in der
Abgasführung
in Strömungsrichtung
vor dem Haupt-Abgasreinigungskatalysator
zum Reinigen des in der Abgasführung
strömenden
Abgases; eine Zündvorrichtung,
vorgesehen in der Abgasführung
zwischen dem Neben-Abgasreinigungskatalysator
und dem Haupt-Abgasreinigungskatalysator;
und eine Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung zum Zuführen von
Kraftstoff und Luft in die Abgasführung in Strömungsrichtung vor
dem Neben-Abgasreinigungskatalysator.
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In einem wie vorstehend beschrieben
strukturierten Katalysatorheizgerät eines Verbrennungsmotors
werden, wenn der Haupt-Abgasreinigungskatalysator beheizt werden
muss, die Brennstoffkomponenten-Zuführvorrichtung und die Zündvorrichtung betätigt und
die Abgasdrosselvorrichtung drosselt die Durchflussmenge in der
Abgasführung.
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In diesem Fall wird, da die Abgasdrosselvorrichtung
die Durchflussmenge in der Abgasführung drosselt, der Druck in
der Abgasführung
vom Verbrennungsmotor zur Abgasdrosselvorrichtung erhöht, wodurch
das Pulsieren des vom Verbrennungsmotor ausgestoßenen Abgases unterdrückt wird.
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Als Ergebnis wird die Zündfähigkeit
des brennbaren Gemisches verbessert und die Verbrennung des brennbaren
Gemisches stabilisiert, wodurch der Abgasreinigungskatalysator zuverlässig beheizt
werden kann.
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Es ist zu beachten, dass im erfindungsgemäßen Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors die
Abgasdrosselvorrichtung in der Abgasführung in Strömungsrichtung
hinter der Zündvorrichtung
vorgesehen sein kann und vorzugsweise in der Abgasführung in
Strömungsrichtung
hinter dem Haupt-Abgasreinigungskatalysator
vorgesehen ist.
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In diesem Fall wird, wenn die Abgasdrosselvorrichtung
die Durchflussmenge des Abgases in der Abgasführung drosselt, der Druck in
der Abgasführung
erhöht,
wodurch das Pulsieren des Abgases unterdrückt wird. Darüber hinaus
wird eine Umgebungstemperatur in der Nähe der Zündvorrichtung erhöht, wodurch
die Zündfähigkeit
des brennbaren Gemisches verbessert wird.
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Wenn die Abgasdrosselvorrichtung
in der Abgasführung
in Strömungsrichtung
hinter dem Haupt-Abgasreinigungskatalysator
vorgesehen ist, strömt
verbranntes Gas des brennbaren Gemisches durch den Haupt-Abgasreinigungskatalysator
mit einer niedrigen Geschwindigkeit aufgrund der gedrosselten Durchflussmenge
des Abgases im Abgas.
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KURZBESCHREIBUNG DER ABBILDUNGEN
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1 ist
ein Diagramm, das eine schematische Struktur eines Verbrennungsmotors
zeigt, bei dem ein erfindungsgemäßes Katalysatorheizgerät angewandt
wird;
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2 ist
ein erstes Diagramm, das eine interne Struktur eines zweiten Abgasreinigungskatalysators
darstellt;
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3 ist
ein zweites Diagramm, das die interne Struktur des zweiten Abgasreinigungskatalysators
darstellt;
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4 ist
ein Blockdiagramm, das eine interne Struktur einer elektronischen
Steuereinheit (ECU) zeigt;
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5 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine entsprechend der Ausführung 1
zeigt;
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6 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine entsprechend der Ausführung 2
zeigt;
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7 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine entsprechend der Ausführung 3
zeigt;
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8 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine entsprechend der Ausführung 4
zeigt;
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9 ist
ein Diagramm, das eine schematische Struktur eines Verbrennungsmotors
zeigt, bei dem ein Katalysatorheizgerät entsprechend der Ausführung 5
angewandt wird;
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10 ist
ein Blockdiagramm, das eine interne Struktur einer ECU entsprechend
der Ausführung
5 zeigt;
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11 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine entsprechend der Ausführung 5
zeigt;
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12 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine entsprechend der Ausführung 6
zeigt;
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13 ist
ein Diagramm, das eine schematische Struktur eines Verbrennungsmotors
zeigt, bei dem ein Katalysatorheizgerät entsprechend der Ausführung 7
angewandt wird;
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14 ist
ein Blockdiagramm, das eine interne Struktur einer ECU entsprechend
der Ausführung
7 zeigt; und
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15 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine entsprechend der Ausführung 7
zeigt.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGEN
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Nachstehend werden spezifische Ausführungen
eines erfindungsgemäßen Katalysatorheizgeräts eines
Verbrennungsmotors unter Verweis auf die zugehörigen Abbildungen beschrieben.
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Ausführung 1
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Zuerst wird ein erfindungsgemäßes Katalysatorheizgerät eines
Verbrennungsmotors entsprechend Ausführung 1 unter Verweis
auf die Abbildungen 1 bis 5 beschrieben.
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1 ist
ein Diagramm, das eine schematische Struktur eines Verbrennungsmotors
zeigt, bei dem ein erfindungsgemäßes Katalysatorheizgerät angewandt
wird, sowie dessen Einlass- und Abgassystem.
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Der Verbrennungsmotor 1 aus 1 ist ein wassergekühlter Viertakt-Ottomotor
mit vier Zylindern 2a. Der Verbrennungsmotor 1 ist
mit Zündkerzen 2b ausgestattet,
die den entsprechenden Brennkammern der Zylinder 2a gegenüberliegen.
Der Verbrennungsmotor 1 ist darüber hinaus mit Kraftstoffeinspritzventilen 3 versehen,
deren Einspritzöffnungen den
entsprechenden Brennkammern der Zylinder 2a gegenüberliegen.
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Jedes Kraftstoffeinspritzventil 3 kommuniziert
mit einer Kraftstoffverteilerleitung 4, die wiederum mit
einer nicht abgebildeten Kraftstoffpumpe kommuniziert. Die Kraftstoffverteilerleitung 4 erhält den von
der Kraftstoffpumpe ausgestoßenen
Kraftstoff und verteilt den erhaltenen Kraftstoff an jedes der Kraftstoffeinspritzventile 3.
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Die Kraftstoffeinspritzventile 3 sind über elektrische
Leitungen an ihre jeweiligen Treiberstromkreise 5 angeschlossen,
so dass jedes Kraftstoffeinspritzventil 3 als Reaktion
auf eine darauf wirkende elektrische Spannungsversorgung vom jeweiligen
Treiberstromkreis 5 zum Einspritzen von Kraftstoff öffnet.
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Einlasskrümmer 5 sind so an
den Verbrennungsmotor 1 angeschlossen, dass sie mit den
entsprechenden Brennkammern der Zylinder 2a über die
nicht abgebildeten jeweiligen Einlässe kommunizieren.
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Die Einlasskrümmer 6 sind an einen
Ausgleichsbehälter 7 angeschlossen,
der wiederum an einen Luftfilterkasten 9 über eine
Einlassleitung 8 angeschlossen ist.
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Die Einlassleitung 8 ist
mit einer Drosselklappe 10 versehen, die mit einem nicht
abgebildeten Fahrpedal zur Einstellung der Durchflussmenge der durch
die Einlassleitung 8 strömenden Einlassluft kooperiert.
Die Drosselklappe 10 ist mit einem Drosselpositionssensor 11 versehen,
um ein elektrisches Signal entsprechend eines Öffnungsgrads der Drosselklappe 10 auszugeben.
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Ein Luftmengenmesser 12 zum
Ausgeben eines elektrischen Signals entsprechend der Masse des Einlassluftstroms,
der durch die Einlassleitung 8 strömt, ist in der Einlassleitung 8 in
Strömungsrichtung
vor der Drosselklappe 10 vorgesehen.
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Abgaskrümmer 13 sind so an
den Verbrennungsmotor 1 angeschlossen, dass sie mit den
entsprechenden Brennkammern der Zylinder 2a durch nicht
abgebildete entsprechende Abgasauslässe kommunizieren. Die Abgaskrümmer 13 sind
an ein Abgasrohr 14 angeschlossen, das wiederum an einen
nicht abgebildeten Schalldämpfer
in Strömungsrichtung
hinter dem Abgasrohr 14 angeschlossen ist.
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Das Abgasrohr 14 ist mit
einen ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zum Reinigen
von gesundheitsgefährdenden
gasförmigen
Bestandteilen aus dem Abgas, das im Abgasrohr 14 strömt, versehen.
Der erste Abgasreinigungskatalysator 15 ist eine Ausführung eines
erfindungsgemäßen Neben-Abgasreinigungskatalysators.
Der erste Abgasreinigungskatalysator 15 ist beispielsweise
ein Drei-Wege-Katalysator, der einen gitterartigen keramischen Träger aus
Cordierit mit einer Vielzahl von Durchgangslöchern, die sich in Strömungsrichtung des
Abgases erstrecken, und eine katalytische Schicht aufweist, mit
der die Oberfläche
des keramischen Trägers beschichtet
ist. Die katalytische Schicht besteht aus einer Edelmetallkatalysatorsubstanz
auf Platin-Rhodium (Pt-Rh)- oder Palladium-Rhodium (Pd-Rh)-Basis
auf der Oberfläche
eines porösen
Aluminiumoxids (Al) mit einer Vielzahl von Poren.
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Der wie vorstehend beschrieben strukturierte erste
Abgasreinigungskatalysator 15 wird bei einer Temperatur
aktiviert, die genauso groß wie
oder höher
als eine vorbestimmte Temperatur ist. Wenn das Abgas mit einem Kraftstoff-Luft-Verhältnis nahe
einem gewünschten
Verhältnis
in den ersten Abgasreinigungskatalysator 15 eintritt, lässt der
erste Abgasreinigungskatalysator 15 im Abgas enthaltene
Kohlenwasserstoffe (Kw) und Kohlenmonoxid (CO) mit darin enthaltenem
Sauerstoff (O2) reagieren, wodurch die Kohlenwasserstoffe
und das Kohlenmonoxid zu Wasser (H2O) und
Kohlendioxid (CO2) oxidiert werden. Gleichzeitig
lässt der
erste Abgasreinigungskatalysator 15 im Abgas enthaltene
Stickoxide (NOx) mit darin enthaltenen Kohlenwasserstoffen (Kw)
und Kohlenmonoxid (CO) reagieren, wodurch die Stickoxide (NOx) zu Wasser (H2O),
Kohlendioxid (CO2) und Stickstoff (N2) reduziert werden.
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Das Abgasrohr 14 ist mit
einem zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 in Strömungsrichtung hinter
dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 versehen. Der
zweite Abgasreinigungskatalysator 16 ist eine Ausführung eines
erfindungsgemäßen Haupt-Abgasreinigungskatalysators
und enthält
ein Gehäuse 16a hergestellt
aus einem zylindrischen Körper
mit verjüngten
Konusbereichen an beiden Enden und einen Katalysatorkörper 16b innerhalb
des zylindrischen Körpers
des Gehäuses 16a.
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Wie in den Abbildungen 2 und 3 gezeigt, ist der Katalysatorkörper 16b ein
sogenannter „Wall-flow"- Abgasreinigungskatalysator, der aus
einem porösen
Träger
und einer auf die Oberfläche
des porösen
Trägers
aufgebrachten katalytischen Schicht besteht. Der poröse Träger enthält erste
und zweite Durchströmungskanäle 160 und 161,
die wabenförmig
vorgesehen sind. Beim ersten Durchströmungskanal 160 ist
das in Strömungsrichtung
vordere Ende offen und das in Strömungsrichtung hintere Ende
geschlossen, während
beim zweiten Durchströmungskanal 161 das
in Strömungsrichtung
vordere Ende geschlossen und das in Strömungsrichtung hintere Ende
offen ist.
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Der vorstehend beschriebene Träger kann, als
Beispiel, eine poröse
Keramik und Zeolith enthalten und die katalytische Schicht kann
eine katalytische Schicht aus einer Edelmetallkatalysatorsubstanz
auf Platin-Rhodium (Pt-Rh)- oder Palladium-Rhodium (Pd-Rh)-Basis
auf der Oberfläche
eines porösen
Aluminiumoxids (Al) oder eine katalytische Schicht aus (i) mindestens
einem Element aus einer Gruppe bestehend aus alkalischen Metallen
wie Kalium (K), Natrium (Na), Lithium (Li) oder Cäsium (Cs), ein
alkalisches Erdmetall wie Barium (Ba) oder Kalzium (Ca) und ein
seltenes Erdelement wie Lanthan (La) oder Yttrium (Y) und (ii) ein
Edelmetall wie beispielsweise Platin (Pt) enthalten.
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Im wie vorstehend beschrieben strukturierten
zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 strömt das in
den zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 einströmende Abgas
zuerst in die ersten Durchströmungskanäle 160 und
dann durch in der Wandung des Trägers
vorgesehene Poren in die zweiten Durchströmungskanäle 161. Anschließend wird
das Abgas durch die zweiten Durchströmungskanäle 161 in das in Strömungsrichtung
hinten gelegene Abgasrohr 14 ausgestoßen.
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Während
das Abgas durch Poren in der Wandung des Trägers strömt, sammelt der Träger Partikelteilchen
wie beispielsweise Ruß und
unverbrannten Kraftstoff, die im Abgas enthalten sind, und die katalytische
Schicht auf der Oberfläche
des Trägers
reinigt im Abgas enthaltene gesundheitsgefährdende gasförmige Bestandteile
heraus.
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In 1 ist
der konische Bereich in Strömungsrichtung
vor dem Katalysatorkörper 16b im Gehäuse 16a des
zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 mit einem Zündgerät 17 versehen,
das durch ein piezoelektrisches Element gebildet wird. Dieses Zündgerät 17 stellt
eine erfindungsgemäße Zündvorrichtung
dar.
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Dieser konische Bereich des Gehäuses 16a ist
vorzugsweise aus einer wärmeisolierten
Struktur geformt. Ein Verfahren für die Erzeugung des konischen
Bereichs mit der wärmeisolierten
Struktur kann beispielsweise das Aufbringen einer keramischen Beschichtung
auf der inneren Oberfläche
des konischen Bereichs vorsehen, wobei die Außenwand des konischen Bereichs
so geformt wird, dass eine Doppelstruktur mit einer Vakuumschicht
zwischen den Wandungsflächen
der Doppelstruktur gebildet wird, und es können andere Verfahren verwendet werden,
um die wärmeisolierte
Struktur des konischen Bereichs zu erzeugen.
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Das Abgasrohr 14 ist mit
einem Luft-Kraftstoff-Verhältnissensor 18 zwischen
dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 und dem zweiten
Abgasreinigungskatalysator 16 versehen. Der Luft-Kraftstoff-Verhältnissensor 18 gibt
ein elektrisches Signal entsprechend dem Luft-Kraftstoff-Verhältnis des
im Abgasrohr 14 strömenden
Abgases, das heißt
dem Luft- Kraftstoff-Verhältnis des
in den zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 einströmenden Abgases,
aus.
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Der Luft-Kraftstoff-Verhältnissensor 18 wird beispielsweise
durch einen festen Elektrolytteil hergestellt aus Zirkondioxid (ZrO2), in eine zylindrische Form gebacken, eine äußere Platinelektrode,
welche die äußere Oberfläche des
festen Elektrolytteils umgibt, und eine innere Platinelektrode gebildet,
welche die innere Oberfläche
des festen Elektrolytteils bedeckt. Wenn eine Spannung zwischen
den Elektroden angelegt wird, gibt der Luft-Kraftstoff-Verhältnissensor 18 eine
Spannung mit einem Wert entsprechend der Sauerstoffkonzentration
im Abgas (der Konzentration unverbrannter Gasbestandteile, wenn das
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
fetter als das theoretische Luft-Kraftstoff-Verhältnis ist) aufgrund der Migration
der Sauerstoff-Ionen aus.
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Das Abgasrohr 14 ist mit
einer Abgasdrosselklappe 19 in Strömungsrichtung hinter dem zweiten
Abgasreinigungskatalysator 16 versehen. Die Abgasdrosselklappe 19 steuert
die Durchflussmenge des durch das Abgasrohr 14 strömenden Abgases. Die
Abgasdrosselklappe 19 ist mit einem Abgasdrosselstellglied 20 bestehend
aus einem Schrittmotor oder ähnlichem
zum Öffnen
und Schließen
der Abgasdrosselklappe 19 entsprechend der Stärke der angelegten
elektrischen Leistung versehen.
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Der Verbrennungsmotor 1 ist
mit einem Kurbelwellensensor 21 zur Ausgabe eines Impulssignals bei
jeder Rotation der Kurbelwelle (nicht abgebildet) um einen bestimmten
Winkel (beispielsweise 10 Grad) versehen. Der Kurbelwellensensor 21 wird durch
einen Schaltrotor am Ende der Kurbelwelle und einen elektromagnetischen
Aufnehmer gebildet, befestigt an einem Zylinderblock des Verbrennungsmotors 1.
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Der Verbrennungsmotor 1 ist
zusätzlich
mit einem Wassertemperatursensor 22 zur Ausgabe eines elektrischen
Signals entsprechend der Temperatur des Kühlwassers versehen, das in
einem Wassermantel fließt,
der im Zylinderblock und Zylinderkopf des Verbrennungsmotors 1 vorgesehen
ist.
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Der wie vorstehend beschrieben strukturierte Verbrennungsmotor 1 enthält darüber hinaus
eine elektronische Steuereinheit (ECU) 23 zur Steuerung des
Verbrennungsmotors 1. Verschiedene Sensoren wie der Drosselpositionssensor 11,
der Luftmengenmesser 12, der Luft-Kraftstoff-Verhältnissensor 18, der
Kurbelwellensensor 21 und der Wassertemperatursensor 22 sind über elektrische
Leitungen an die ECU 23 angeschlossen, so dass die Ausgangssignale
der Sensoren in die ECU 23 eingespeist werden.
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Darüber hinaus sind die Zündkerzen 2b, Treiberstromkreise 5,
ein Zündgerät 17 und
ein Abgasdrosselstellglied 20 über elektrische Leitungen an die
ECU 23 angeschlossen, so dass die ECU 23 diese
durch Nutzung der Ausgangssignalwerte der Sensoren als Parameter
steuern kann.
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Wie in 4 gezeigt,
enthält
die ECU 23 einen Hauptprozessor (CPU) 25, einen
Lesespeicher (ROM) 26, einen Arbeitsspeicher (RAM) 27,
einen Backup-RAM 28, einen Eingangsanschluss 29 und einen
Ausgangsanschluss 31, die untereinander mit einem bidirektionalen
Bus 24 verbunden sind. Die ECU 23 enthält darüber hinaus
einen Analog-Digital-Wandler
(A/D-Wandler) 30, der an den Eingangsanschluss 29 angeschlossen
ist.
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Der Eingangsanschluss 29 empfängt ein Ausgangssignal
von einem Sensor, der ein Signal in digitaler Form ausgibt, wie
der Kurbelwellensensor 21, und überträgt dieses Signal an die CPU 25 und/oder
den RAM 27.
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Darüber hinaus empfängt der
Eingangsanschluss 29 über
den A/D-Wandler 30 Ausgangssignale von Sensoren, die Signale
in analoger Form ausgeben, wie dem Drosselpositionssensor 11,
dem Luftmengenmesser 12, dem Luft-Kraftstoff-Verhältnissensor 18 und
dem Wassertemperatursensor 22, und überträgt diese Signale an die CPU 25 und/oder den
RAM 27.
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Der Ausgangsanschluss 31 ist
an die Zündkerzen 2b,
die Treiberstromkreise 5, das Zündgerät 17 und das Abgasdrosselstellglied 20 über elektrische
Leitungen angeschlossen, so dass ein von der ECU 23 ausgegebenes
Steuersignal an die Zündkerzen 2b,
die Treiberstromkreise 5, das Zündgerät 17 oder das Abgasdrosselstellglied 20 übertragen
wird.
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Der ROM 26 speichert verschiedene
Anwendungsprogramme, wie eine Zündzeitpunkt-Steuerroutine
zum Bestimmen des Zündzeitpunkts
jeder Zündkerze 2b,
eine Kraftstoffeinspritzmengen-Steuerroutine zum Bestimmen der von
jedem Kraftstoffeinspritzventil 3 einzuspritzenden Kraftstoffmenge, eine
Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Rückmeldungssteuerroutine zum
Durchführen
einer Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Rückmeldungssteuerung
der Kraftstoffeinspritzmenge, eine Kraftstoffeinspritzzeitpunkt-Steuerroutine
zum Bestimmen des Kraftstoffeinspritzzeitpunkts jedes Kraftstoffeinspritzventils 3 und
eine Abgasdrossel-Steuerroutine
zum Bestimmen des Öffnungsgrads
der Abgasdrosselklappe 19, und darüber hinaus speichert der ROM 26 eine
Katalysatorheizungs-Steuerroutine zum Beheizen des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16.
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Zusätzlich zu diesen Anwendungsprogrammen
speichert der ROM 26 weiterhin verschiedene Steuerkennfelder.
Diese Steuerkennfelder umfassen beispielsweise ein Zündzeitpunkt-Steuerkennfeld zum
Anzeigen des Verhältnisses
zwischen dem Betriebszustand des Verbrennungsmotors 1 und
dem Zündzeitpunkt,
ein Kraftstoffeinspritzmengen-Steuerkennfeld zum Anzeigen des Verhältnisses
zwischen dem Betriebszustand des Verbrennungsmotors 1 und
der Kraftstoffeinspritzmenge, ein Kraftstoffeinspritzzeitpunkt-Steuerkennfeld
zum Anzeigen des Verhältnisses
zwischen dem Betriebszustand des Verbrennungsmotors 1 und
dem Kraftstoffeinspritzzeitpunkt und ein Abgasdrosselklappenöffnungs-Steuerkennfeld
zum Anzeigen des Verhältnisses
zwischen dem Betriebszustand des Verbrennungsmotors 1 und
dem Öffnungsgrad
der Abgasdrosselklappe 19.
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Der RAM 27 speichert die
Ausgangssignale von den Sensoren, die Berechnungsergebnisse der CPU 25 und ähnliches.
Die Berechnungsergebnisse umfassen beispielsweise eine Motordrehzahl,
berechnet aus dem Ausgangssignal des Kurbelwellensensors 21.
Diese Daten werden jedes Mal, wenn der Kurbelwellensensor 21 ein
Signal ausgibt, aktualisiert.
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Der Backup-RAM 28 ist ein
nichtflüchtiger Speicher,
der geeignet ist, Daten auch bei einem Anhalten des Verbrennungsmotors 1 zu
speichern, und speichert einen Lernwert entsprechend der Zündungs-Steuerung,
einen Lernwert entsprechend der Kraftstoffeinspritz-Steuerung, einen
Lernwert entsprechend der Abgasdrossel-Steuerung und ähnliches.
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Die CPU 25 operiert entsprechend
der Anwendungsprogramme, die im ROM 26 gespeichert sind.
Die CPU 25 stellt den Betriebszustand des Verbrennungsmotors 1 aus
den Ausgangssignalen der Sensoren fest, die im RAM 27 gespeichert
sind. Auf der Grundlage des bestimmten Betriebszustands und der
Steuerkennfelder führt
die CPU 25 Steuerungen wie eine Zündungs-Steuerung und eine Kraftstoffeinspritz-Steuerung
durch und führt
auch eine Katalysatorheiz-Steuerung durch, die der Hauptgegenstand
dieses Patents ist.
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Die Katalysatorheiz-Steuerung ist
die Steuerung für
die frühzeitige
Aktivierung des Katalysatorkörpers 16b des
zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 und diese Steuerung
wird durchgeführt,
wenn der Verbrennungsmotor mit erstem und zweitem Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 in
inaktivem Zustand gestartet wird, beispielsweise wenn der Verbrennungsmotor 1 kaltgestartet
wird.
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Bei der Katalysatorheiz-Steuerung
bestimmt die CPU 25 zuerst, ob vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens
einer aktiv ist oder nicht, wenn der Verbrennungsmotor 1 gestartet
wird.
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Wenn die CPU 25 bestimmt,
dass sowohl der erste als auch der zweite Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 inaktiv
ist, führt
die CPU 25 einen Katalysatorheizvorgang durch, um den zweiten
Abgasreinigungskatalysator 16 frühzeitig zu aktivieren. Wenn die
CPU 25 bestimmt, das vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens einer
aktiv ist, und, vorzugsweise, wenn die CPU 25 bestimmt,
dass der zweite Abgasreinigungskatalysator 16 aktiv ist,
führt die
CPU 25 den Katalysatorheizvorgang nicht durch.
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Beim Katalysatorheizvorgang unterbindet die
CPU 25 zuerst das Anlegen der treibenden elektrischen Leistung
an die Zündkerzen 2b und
steuert den nicht abgebildeten Startermotor an und gleichzeitig
legt die CPU 25 die treibende elektrische Leistung an die
Treiberstromkreise 5 an, um die Kraftstoffeinspritzventile 3 anzusteuern.
Dann legt die CPU 25 die treibende elektrische Leistung
an das Zündgerät 17 an.
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In diesem Fall wird jeder Zylinder 2a des
Verbrennungsmotors 1 mit Luft und Kraftstoff versorgt. Da
aber die Zündkerzen 2b nicht
angesteuert werden, stößt jeder
der Zylinder 2a die Luft und den Kraftstoff in noch unverbranntem
Zustand wieder aus.
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Die von jedem Zylinder 2a ausgestoßene Luft
und Kraftstoff strömen
in den ersten Abgasreinigungskatalysator 15 durch die Abgaskrümmer 13 und
das Abgasrohr 14. Da die Abgasführung im ersten Abgasreinigungskatalysator 15 im
Vergleich zum Abgasrohr 14 einen sehr viel kleineren Durchmesser aufweist,
werden die Luft und der Kraftstoff miteinander vermischt, während sie
durch die Abgasführung mit
diesem geringeren Durchmesser strömen. Als Ergebnis bilden die
Luft und der Kraftstoff, wenn sie aus dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 austreten,
ein gut vermischtes und hervorragend brennbares Gemisch.
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Das aus dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 austretende
brennbare Gemisch erreicht den zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 durch das
Abgasrohr 14. Das brennbare Gemisch erreicht den zweiten
Abgasreinigungskatalysator 16 und strömt darin ein und wird durch
das Zündgerät 17 gezündet, das
im konischen Bereich in Strömungsrichtung
vor dem Katalysatorkörper 16b im
Gehäuse 16a des
zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 vorgesehen ist.
Da das Zündgerät 17 in
Strömungsrichtung unmittelbar
vor dem Katalysatorkörper 16b vorgesehen
ist, heizt die Flamme des brennbaren Gemisches den Katalysatorkörper 16b schnell
auf.
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Darüber hinaus ist der zweite Abgasreinigungskatalysator 16 der
vorliegenden Ausführung ein „Wall-flow"-Abgasreinigungskatalysator. Aus diesem
Grund wird der bei einer derartigen Verbrennung des brennbaren Gemisches
erzeugte Ruß oder ähnliches
durch den Haupt-Abgasreinigungskatalysator aufgefangen
und wird aus diesem Grund nicht in die Außenluft abgegeben.
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Es ist zu beachten, dass bei der
vorliegenden Ausführung
als Vorbereitung auf das Auftreten eines Rückschlags der bei der Verbrennung
des brennbaren Gemisches erzeugten Flamme in eine Richtung in Strömungsrichtung
vor das Zündgerät 17 die
Abgasführung
im ersten Abgasreinigungskatalysator 15 so ausgeführt ist,
dass sie einen Durchmesser kleiner als ein Flammlöschdurchmesser
aufweist. Als Ergebnis schlägt
die bei der Verbrennung des brennbaren Gemisches erzeugte Flamme
nicht in eine Richtung in Strömungsrichtung
vor den ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zurück, wodurch
die Verbrennung des brennbaren Gemisches stabilisiert wird.
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Darüber hinaus schließt beim
erfindungsgemäßen Katalysatorheizvorgang
die CPU 25 auch die Abgasdrosselklappe 19 auf
einen bestimmten Winkel. Als Ergebnis wird ein Druck innerhalb der
Abgasführung
vom Verbrennungsmotor 1 zur Abgasdrosselklappe 19 erhöht. Dann
wird das Pulsieren des Abgases durch den erhöhten Druck unterdrückt und die
Temperatur in der Abgasführung
erhöht.
Dadurch werden die Zündfähigkeit
und die Verbrennungsstabilität
des brennbaren Gemisches verbessert.
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Der vorstehend beschriebene Katalysatorheizvorgang
wird für
eine vorbestimmte Zeitdauer fortgesetzt. Diese vorbestimmte Zeitdauer
ist eine Zeitspanne, die erforderlich ist, um die Temperatur des
Katalysatorkörpers
16b durch den Katalysatorheizvorgang auf die Aktivierungstemperatur
anzuheben, und die Zeitspanne wird im Voraus experimentell herausgefunden.
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Dabei ist zu beachten, dass die vorbestimmte
Zeitdauer entweder ein fester Zeitwert oder ein variabler Zeitwert
sein kann, der entsprechend einer Katalysatorbetttemperatur des
Katalysatorkörpers 16b beim
Starten des Verbrennungsmotors 1 variiert wird.
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Nach der Fortführung des Katalysatorheizvorgangs
für die
vorbestimmte Zeitdauer führt
die CPU 25 einen Brenngemisch-Entfernungsvorgang für eine vorbestimmte
Zeitdauer durch, um das in der Abgasführung vom Verbrennungsmotor 1 zum
Zündgerät 17 verbliebene
brennbare Gemisch vollständig zu
entfernen.
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Beim Brenngemisch-Entfernungsvorgang unterbindet
die CPU 25 beispielsweise das Anlegen der treibenden elektrischen
Leistung an die Zündkerzen 2b und
unterbindet das Anlegen der treibenden elektrischen Leistung an
die Treiberstromkreise 5 und steuert das Abgasdrosselstellglied 20 so
an, dass die Abgasdrosselklappe 19 voll geöffnet wird.
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In diesem Fall wird jeder Zylinder 2a des
Verbrennungsmotors 1 nur, mit Luft versorgt und deshalb stößt jeder
der Zylinder 2a diese Luft wieder aus. Die von jedem Zylinder 2a ausgestoßene Luft
strömt nacheinander
durch die Abgaskrümmer 13,
das Abgasrohr 14, den ersten Abgasreinigungskatalysator 15,
das Abgasrohr 14, den zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 und
das Abgasrohr 14.
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Zu diesem Zeitpunkt strömt, da die
Abgasdrosselklappe 19 vollständig geöffnet ist, die von jedem Zylinder 2a ausgestoßene Luft
schnell in und durch die Abgaskrümmer 13,
das Abgasrohr 14, den ersten Abgasreinigungskatalysator 15,
das Abgasrohr 14, den zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 und
das Abgasrohr 14.
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Als Ergebnis wird das in der Abgasführung vom
Verbrennungsmotor 1 zum zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 (das
heißt
in den Abgaskrümmern 13,
dem Abgasrohr 14, dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 und
dem Abgasrohr 14) verbliebene brennbare Gemisch von der
durch die Abgasführung
strömende
Luft in den zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 hereingedrückt. Dadurch
wird das brennbare Gemisch in dem durch den Katalysatorheizvorgang
aktivierten Katalysatorkörper 16b gereinigt.
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Nach der Durchführung des Brenngemisch-Entfernungsvorgangs
für die
vorbestimmte Zeitdauer beginnt die CPU 25, die treibende
elektrische Leistung an die Zündkerzen 2b und
die Treiberstromkreise 5 anzulegen und startet den Verbrennungsmotor 1.
Da das in der Abgasführung
vom Verbrennungsmotor 1 zum zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 verbliebene
brennbare Gemisch vollständig
entfernt worden ist, wird in einem breiten Bereich von den Zylindern 2a des
Verbrennungsmotors 1 bis zum zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 keine
Flamme erzeugt.
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Anschließend wird die Katalysatorheiz-Steuerung
der vorliegenden Ausführung
im Detail beschrieben.
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Die CPU führt eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
wie in 5 abgebildet
durch, um die Katalysatorheiz-Steuerung
durchzuführen.
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Die Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
ist eine Routine, die im ROM 26 zur Durchführung beim Starten
des Verbrennungsmotors 1 gespeichert ist.
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In der Katalysatorheiz-Steuerungsroutine bestimmt
die CPU 25 in Schritt S501 zuerst, ob der erste oder der
zweite Abgasreinigungskatalysator 15, 16 aktiv
ist oder nicht.
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Das Verfahren zur Bestimmung, ob
der erste oder der zweite Abgasreinigungskatalysator aktiv ist oder
nicht, kann beispielsweise umfassen: die Bestimmung, ob die jeweilige
Katalysatorbetttemperatur des ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysators 15, 16 auf
eine Temperatur unterhalb der jeweiligen Aktivierungstemperaturen
gefallen ist oder nicht, basierend auf der Zeit, die seit dem letzten
Betriebsstopp des Verbrennungsmotors 1 bis zum erneuten Starten
desselben verstrichen ist; das Anbringen eines Temperatursensors
zur Ermittlung der Katalysatorbetttemperatur des ersten und des
zweiten Abgasreinigungskatalysators 15, 16 und
die Bestimmung, ob die Ausgangssignalwerte der jeweiligen Temperatursensoren
geringer als die jeweiligen Aktivierungstemperaturen sind oder nicht;
oder das Abschätzen der
jeweiligen Katalysatorbetttemperatur des ersten und des zweiten Abgasreinigungskatalysators 15, 16 anhand
des Ausgangssignals (Kühlwassertemperatur)
des Temperatursensors 22 und die Bestimmung, ob die abgeschätzten Werte
geringer als die jeweiligen Aktivierungstemperaturen sind oder nicht.
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Wenn die CPU 25 in Schritt
S501 bestimmt, das vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens
einer aktiv ist, (vorzugsweise, wenn bestimmt wird, dass der zweite
Abgasreinigungskatalysator 16 aktiv ist), beendet die CPU 25 die
Durchführung
dieser Routine und führt
die normale Start-Steuerung aus.
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Wenn die CPU 25 in Schritt
S501 bestimmt, dass sowohl der erste als auch der zweite Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 inaktiv
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S502 und beginnt
mit der Durchführung
des Katalysatorheizvorgangs. Genauer betrachtet steuert die CPU 25 das
Abgasdrosselstellglied 20 so an, dass die Abgasdrosselklappe 19 auf
den vorbestimmten Winkel geschlossen wird. Dann beginnt die CPU
mit dem Anlegen der treibenden elektrischen Leistung an den Startermotor,
an die Treiberstromkreise 5 für die entsprechenden Kraftstoffeinspritzventile 3 aller
Zylinder 2a und an das Zündgerät 17 und unterbindet
gleichzeitig das Anlegen der treibenden elektrischen Leistung an
die Zündkerzen 2b aller
Zylinder 2a.
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In Schritt S503 aktualisiert die
CPU 25 einen Zählerwert
eines ersten Zählers
C1 zum Zählen
der Durchführungszeit
des Katalysatorheizvorgangs.
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In Schritt S504 bestimmt die CPU 25,
ob der Zählerwert
des ersten Zählers
C1, der in Schritt S503 aktualisiert wurde, mindestens genauso groß wie oder
größer als
ein vorbestimmter Wert CS1 ist oder nicht, das heißt, ob der
Katalysatorheizvorgang mindestens für die vorbestimmte Zeitdauer
oder länger durchgeführt worden
ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S504 bestimmt, dass der Zählerwert
des ersten Zählers
C1 kleiner als der vorbestimmte Wert CS1 ist, führt die CPU 25 den Schritt
S503 und die daran anschließenden
Schritte erneut aus.
-
Andererseits geht, wenn die CPU 25 in Schritt
S504 bestimmt, dass der Zählerwert
des ersten Zählers
C1 genauso groß wie
oder größer als
der vorbestimmte Wert CS1 ist, die CPU 25 weiter zum Schritt
S505 und beginnt mit der Durchführung
des Brenngemisch-Entfernungsvorgangs. Genauer betrachtet unterbindet
die CPU 25 das Anlegen der treibenden elektrischen Leistung
an die Treiberstromkreise 5 entsprechend aller Zylinder 2a,
an die Zündkerzen 2b aller
Zylinder 2a und an das Zündgerät 17, während die
Ansteuerung des Startermotors fortgesetzt wird, und gleichzeitig
steuert die CPU 25 das Abgasdrosselstellglied. 20 so an,
dass die Abgasdrosselklappe 19 in den vollkommen geöffneten
Zustand zurückkehrt.
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In Schritt S506 aktualisiert die
CPU 25 einen Zählerwert
eines zweiten Zählers
C2 zum Zählen
der Durchführungszeit
des Brenngemisch-Entfernungsvorgangs.
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In Schritt S507 bestimmt die CPU 25,
ob der Zählerwert
des zweiten Zählers
C2, der in Schritt S506 aktualisiert wurde, mindestens genauso groß wie oder
größer als
ein vorbestimmter Wert CS2 ist oder nicht, das heißt, ob der
Brenngemisch-Entfernungsvorgang mindestens für die vorbestimmte Zeitdauer
oder länger
durchgeführt
worden ist.
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Wenn die CPU 25 in Schritt
S507 bestimmt, dass der Zählerwert
des zweiten Zählers
C2 kleiner als der vorbestimmte Wert CS2 ist, führt die CPU 25 den
Schritt S506 und die daran anschließenden Schritte erneut aus.
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Andererseits geht, wenn die CPU 25 in Schritt
S507 bestimmt, dass der Zählerwert
des zweiten Zählers
C2 genauso groß wie
oder größer als
der vorbestimmte Wert CS2 ist, die CPU 25 weiter zum Schritt
S508 und beendet die Durchführung
des Brenngemisch-Entfernungsvorgangs.
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In Schritt S509 setzt die CPU 25 die
jeweiligen Zählerwerte
des ersten und des zweiten Zählers C1,
C2 auf „Null" zurück und beendet
die Durchführung
dieser Routine. Anschließend
führt die
CPU 25 die normale Motorstart-Steuerung aus.
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Entsprechend der vorstehend beschriebenen
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
werden, wenn der Verbrennungsmotor 1 bei inaktivem erstem und
zweiten Abgasreinigungskatalysator 15, 16, wie beispielsweise
bei einem Kaltstart des Verbrennungsmotors 1, gestartet
wird, Kraftstoff und Luft in das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt, wobei der
Kraftstoff und die Luft innerhalb des ersten Abgasreinigungskatalysators 15 ausreichend
miteinander vermischt werden, wodurch sich ein hervorragend brennbares
Gemisch ergibt.
-
Dieses brennbare Gemisch wird durch
das Zündgerät 17 verbrannt,
das im konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 vorgesehen
ist, und der Katalysatorkörper 16b wird
durch die bei der Verbrennung des brennbaren Gemisches erzeugte
Flamme beheizt.
-
Zu diesem Zeitpunkt wird, da die
Abgasdrosselklappe 19 die Durchflussmenge im Abgasrohr 14 gedrosselt
hat, das Pulsieren des vom Verbrennungsmotor 1 ausgestoßenen Abgases
unterdrückt und
die Umgebungstemperatur innerhalb der Abgasführung erhöht. Als Ergebnis werden die
Zündfähigkeit
und die Verbrennungsstabilität
des brennbaren Gemisches verbessert. Darüber hinaus wird auch, wenn
die Durchflussmenge in der Abgasführung durch die Abgasdrosselklappe 19 gedrosselt
wird, die Geschwindigkeit verringert, mit der das verbrannte Gas
des brennbaren Gemisches durch den Katalysatorkörper 16b strömt. Dadurch
wird die Effizienz der Wärmeübertragung
vom verbrannten Gas auf den Katalysatorkörper 16b verbessert.
-
Dabei ist beim Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotor
entsprechend der vorliegenden Ausführung der erste Abgasreinigungskatalysator 15 in
Strömungsrichtung
vor dem zu beheizenden zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 vorgesehen
und das Zündgerät 17 ist
im konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 vorgesehen.
Dadurch können
der Kraftstoff und die Luft ausreichend vermischt und wie erwünscht verbrannt
werden, ohne dass eine spezielle Vormischkammer zum Mischen des
Kraftstoffs und der Luft und eine spezielle Brennkammer zum Verbrennen
des Kraftstoffs und der Luft vorgesehen ist.
-
Als Ergebnis wird, wenn sich der
Verbrennungsmotor im normalen Betriebszustand befindet, die Wärme des
Abgases nicht an die Vormischkammer, die Brennkammer und ähnliches übertragen, wodurch
das Abgas nicht mit einer niedrigen Temperatur in den Abgasreinigungskatalysator
strömt.
Dadurch kann verhindert werden, dass die Temperatur des Abgasreinigungskatalysators
auf einen Wert abgesenkt wird, der unterhalb der Aktivierungstemperatur
liegt, wodurch die Verschlechterung der Abgasemissionen vermieden
wird.
-
Beim Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
entsprechend der vorliegenden Ausführung ist der zweite Abgasreinigungskatalysator 16 ein „Wall-flow"-Katalysator. Aus
diesem Grund werden, auch wenn bei der Verbrennung des brennbaren Gemisches
Partikel wie beispielsweise Ruß erzeugt werden,
diese Partikel durch den zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 aufgefangen
und nicht in die Außenluft
abgegeben.
-
Beim Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
entsprechend der vorliegenden Ausführung hat der konische Bereich
des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 eine wärmeisolierte
Struktur. Dadurch wird die durch die Verbrennung des brennbaren
Gemisches erzeugte Wärme
nicht durch die Wandungsflächen
des konischen Bereichs abgegeben. Dadurch kann im Wesentlichen die
gesamte durch die Verbrennung des brennbaren Gemisches erzeugte
Wärme an
den Katalysatorkörper 16b übertragen
werden.
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Beim Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
entsprechend der vorliegenden Ausführung wird nur Luft vom Verbrennungsmotor 1 für eine vorbestimmte
Zeitdauer nach dem Abschluss des Heizens des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 ausgestoßen. Dadurch
kann das brennbare Gemisch, das in der Abgasführung verblieben ist, die sich
vom Verbrennungsmotor 1 bis zum Zündgerät 17 erstreckt, entfernt
werden. Als Ergebnis wird in einem breiten Bereich von den Zylindern 2a des
Verbrennungsmotors 1 bis zum Zündgerät 17 keine Flamme
erzeugt, wenn die Verbrennung des Gemisches im Verbrennungsmotor 1 begonnen
wird.
-
Darüber hinaus kann beim Katalysatorheizgerät des Verbrennungsmotors
entsprechend der vorliegenden Ausführung, da die Durchflussmenge
in der Abgasführung
gedrosselt wird, der zweite Abgasreinigungskatalysator 16 mit
verbesserter Zündfähigkeit
und Verbrennungsstabilität
des brennbaren Gemisches und auch mit verbesserter Effizienz der
Wärmeübertragung
vom verbrannten Gas auf den Katalysatorkörper 16b beheizt werden.
Als Ergebnis kann eine schnelle Aktivierung des Katalysatorkörpers 16b zuverlässig erzielt
werden.
-
Ausführung 2
-
Anschließend wird ein erfindungsgemäßes Katalysatorheizgerät eines
Verbrennungsmotors entsprechend Ausführung 2 unter Verweis
auf die Abbildung 6 beschrieben.
Dabei werden die von der Ausführung 1 unterschiedlichen
Strukturen beschrieben, während
die Beschreibung der gleichen Strukturen, ausgelassen wird.
-
In der vorhergehenden Ausführung 1 werden der
Kraftstoff und die Luft in das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 beim Drehen
der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors 1 zugeführt, indem
der Kraftstoff aus den Kraftstoffeinspritzventilen 3 aller
Zylinder 2a eingespritzt wird und gleichzeitig die Betätigung der Zündkerzen 2a aller
Zylinder 2b unterbunden wird. In der vorliegenden Ausführung werden
hingegen der Kraftstoff und die Luft in das Abgasrohr 14 in
Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 beim Drehen
der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors 1 zugeführt, indem
der Kraftstoff nur aus den Kraftstoffeinspritzventilen 3 von
einem oder mehreren Zylindern 2a eingespritzt wird und
gleichzeitig die Betätigung
der Zündkerzen 2a aller
Zylinder 2b unterbunden wird.
-
In diesem Fall führt die CPU 25 eine
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
wie in 6 abgebildet durch.
-
Die Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
aus 6 ist eine Routine,
die im ROM 26 zur Durchführung beim Starten des Verbrennungsmotors 1 gespeichert
ist.
-
Bei dieser Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
bestimmt die CPU 25 in Schritt S601 zuerst, ob der erste
oder der zweite Abgasreinigungskatalysator 15, 16 aktiv
ist oder nicht.
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Wenn die CPU 25 in Schritt
S601 bestimmt, das vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens
einer aktiv ist, beendet die CPU 25 die Durchführung dieser
Routine und führt
die normale Start-Steuerung
aus.
-
Wenn die CPU 25 andererseits
in Schritt S601 bestimmt, dass sowohl der erste als auch der zweite
Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 inaktiv ist,
geht die CPU 25 weiter zu Schritt S602 und beginnt mit
der Durchführung
des Katalysatorheizvorgangs. Genauer betrachtet steuert die CPU 25 das Abgasdrosselstellglied 20 so
an, dass die Abgasdrosselklappe 19 auf den vorbestimmten
Winkel geschlossen wird. Dann beginnt die CPU mit dem Anlegen der
treibenden elektrischen Leistung an den Startermotor, an den (die)
Treiberstromkreis(e) 5 für das (die) entsprechende(n)
Kraftstoffeinspritzventil(e) 3 eines oder mehrerer Zylinder 2a (beispielsweise
zweier Zylinder) und an das Zündgerät 17 und
unterbindet gleichzeitig das Anlegen der treibenden elektrischen
Leistung an die Zündkerzen 2b aller
Zylinder 2a.
-
In diesem Fall stoßen der
eine oder mehrere Zylinder 2a, welche (r) das (die) betätigte (n)
Kraftstoffeinspritzventil(e) 3 hat (haben), den Kraftstoff und
die Luft in unverbranntem Zustand aus, während der (die) verbliebene(n)
Zylinder 2a nur Luft ausstoßen. Die von den vorstehend
erwähnten
Zylindern 2a ausgestoßene
Luft und Kraftstoff werden durch den (die) entsprechenden Abgaskrümmer 13 in
das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt.
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Der Kraftstoff und die Luft, die
in das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung vor dem ersten
Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt werden, strömen in den
ersten Abgasreinigungskatalysator 15, wo der Kraftstoff
und die Luft miteinander zu einem hervorragend brennbaren Gemisch
vermischt werden.
-
Das derartig erzeugte brennbare Gemisch strömt aus dem
ersten Abgasreinigungskatalysator 15 in das in Strömungsrichtung
dahinter gelegene Abgasrohr 14 und dann in den konischen
Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16. Das
in den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 eingeströmte brennbare
Gemisch wird durch das Zündgerät 17 verbrannt,
das im konischen Bereich vorgesehen ist, und der Katalysatorkörper 16b des
zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 wird von der durch
die Verbrennung des brennbaren Gemisches erzeugten Flamme aufgeheizt.
-
Wie in 6 dargestellt,
geht die CPU 25 weiter zu Schritt S603, nachdem der Schritt
S602 durchgeführt
worden ist, und aktualisiert einen Zählerwert des ersten Zählers C1
zum Zählen
der Durchführungszeit
des Katalysatorheizvorgangs.
-
In Schritt S604 bestimmt die CPU 25,
ob der Zählerwert
des ersten Zählers
C1, der in Schritt S603 aktualisiert wurde, mindestens genauso groß wie oder
größer als
der vorbestimmte Wert CS1 ist oder nicht, das heißt, ob der
Katalysatorheizvorgang mindestens für die vorbestimmte Zeitdauer
oder länger durchgeführt worden
ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S604 bestimmt, dass der Zählerwert
des ersten Zählers
C1 kleiner als der vorbestimmte Wert CS1 ist, führt die CPU 25 den Schritt
S603 und die daran anschließenden
Schritte erneut aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S604 bestimmt, dass der Zählerwert
des ersten Zählers
C1 genauso groß wie
oder größer als
der vorbestimmte Wert CS1 ist, geht die CPU 25 weiter zum
Schritt S605 und beginnt mit der Durchführung des Brenngemisch-Entfernungsvorgangs.
-
In Schritt S606 aktualisiert die
CPU 25 einen Zählerwert
des zweiten Zählers
C2 zum Zählen
der Durchführungszeit
des Brenngemisch-Entfernungsvorgangs.
-
In Schritt S607 bestimmt die CPU 25,
ob der Zählerwert
des zweiten Zählers
C2, der in Schritt S606 aktualisiert wurde, mindestens genauso groß wie oder
größer als
ein vorbestimmter Wert CS2 ist oder nicht, das heißt, ob der
Brenngemisch-Entfernungsvorgang mindestens für die vorbestimmte Zeitdauer
durchgeführt
worden ist oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S607 bestimmt, dass der Zählerwert
des zweiten Zählers
C2 kleiner als der vorbestimmte Wert CS2 ist, führt die CPU 25 den
Schritt 5606 und die daran anschließenden Schritte erneut aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S607 bestimmt, dass der Zählerwert
des zweiten Zählers
C2 genauso groß wie
oder größer als
der vorbestimmte Wert CS2 ist, geht die CPU 25 weiter zum
Schritt S608 und beendet die Durchführung des Brenngemisch-Entfernungsvorgangs.
-
In Schritt S609 setzt die CPU 25 die
jeweiligen Zählerwerte
des ersten und des zweiten Zählers C1,
C2 auf „Null" zurück und beendet
die Durchführung
dieser Routine. Anschließend
führt die
CPU 25 die normale Motorstart-Steuerung aus.
-
Bei der vorstehend beschriebenen
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
können
die gleichen Effekte wie mit der Ausführung 1 erzielt werden.
Darüber
hinaus kann, da nur das (die) Kraftstoffeinspritzventil(e) 3 eines
oder mehrerer Zylinder 2a betätigt werden, die für den Katalysatorheizvorgang
benötigte
Kraftstoffmenge reduziert werden.
-
Dabei ist zu beachten, dass die vorstehende Beschreibung
der vorliegenden Ausführung
als Beispiel einen Fall schildert, in dem, wenn der Kraftstoff und
die Luft in das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung vor dem ersten
Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt werden, das (die) Kraftstoffeinspritzventil(e) 3 nur
in einem oder mehreren Zylinder(n) 2a betätigt werden,
während
die Betätigung
der Zündkerzen 2b aller
Zylinder 2a unterbunden wird. Allerdings kann das Beheizen
des Abgasreinigungskatalysators und das Starten des Verbrennungsmotors 1 auch
parallel durchgeführt
werden, indem die Betätigung
der Zündkerze(n) 2b und
des (der) Kraftstoffeinspritzventils(e) in dem (den) anderen als
dem (den) vorstehend erwähnten
Zylinder(n) 2a ermöglicht
wird.
-
Vergleichsbeispiel 1
-
Anschließend wird ein Katalysatorheizgerät eines
Verbrennungsmotors entsprechend eines Vergleichsbeispiels unter
Verweis auf die Abbildung 7 beschrieben.
Dabei werden die von der Ausführung 1 unterschiedlichen
Strukturen beschrieben, während
die Beschreibung der gleichen Strukturen ausgelassen wird.
-
In der vorhergehenden Ausführung 1 wird
die Katalysatorheiz-Steuerung unmittelbar vor dem Abschluss des
Startens des Verbrennungsmotors 1 durchgeführt, das
heißt
während
des Drehens der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors 1. Im
vorliegenden Beispiel wird hingegen die Katalysatorheiz-Steuerung
unmittelbar nach dem Starten des Verbrennungsmotors 1 durchgeführt.
-
Die Katalysatorheiz-Steuerung entsprechend
des vorliegenden Beispiels wird durchgeführt, wenn der erste und der
zweite Abgasreinigungskatalysator 15, 16 zum Zeitpunkt
des Abschlusses des Startens des Verbrennungsmotors 1 inaktiv
sind. Bei der Katalysatorheiz-Steuerung verbrennt die CPU 25 das
fette Gemisch in einem oder mehreren Zylindern 2a (beispielsweise
in zwei Zylindern) des Verbrennungsmotors 1 (Vorgang nachstehend
als „Fett-Betrieb" bezeichnet) und
verbrennt das magere Gemisch in dem (den) anderen Zylinder(n) 2a (beispielsweise
in den verbleibenden zwei Zylindern) (Vorgang nachstehend als „Mager-Betrieb" bezeichnet).
-
In diesem Fall enthält das von
dem (den) vorstehend erwähnten
einen oder mehreren Zylinder(n) 2a ausgestoßene Abgas
eine große
Menge von Kraftstoff in unverbranntem Zustand, während das von dem (den) vorstehend
erwähnten anderen
Zylinder(n) 2a ausgestoßene Abgas eine große Menge von
Luft (Sauerstoff) in unverbranntem Zustand enthält.
-
Das unverbrannte Kraftstoffbestandteile
enthaltende Abgas und das unverbrannte Luft enthaltende Abgas werden
durch die Abgaskrümmer 13 in
das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt und
strömen
dann in den ersten Abgasreinigungskatalysator 15.
-
Im ersten Abgasreinigungskatalysator 15 strömen das
unverbrannte Kraftstoffbestandteile enthaltende Abgas und das unverbrannte
Luft enthaltende Abgas durch einen Durchströmungskanal, dessen Durchmesser
im Vergleich viel kleiner als derjenige des Abgasrohrs 14 ist.
Dadurch werden der unverbrannte Kraftstoff und die Luft, die im
Abgas enthalten sind, ausreichend miteinander vermischt, wenn sie
durch diesen Durchströmungskanal
strömen.
-
Als Ergebnis wird im Abgas, das aus
dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 herausströmt, ein
gut vermischtes und hervorragend brennbares Gemisch aus dem Kraftstoff
und der Luft erzeugt. Dann wird das brennbare Gemisch durch das
Zündgerät 17 im
konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 verbrannt.
-
Anschließend wird die Katalysatorheiz-Steuerung
des vorliegenden Beispiels im Detail beschrieben.
-
Die CPU führt eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
wie in 7 abgebildet
durch, um die Katalysatorheiz-Steuerung
durchzuführen.
Die Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
ist eine Routine, die im ROM 26 zur Durchführung beim
Starten des Verbrennungsmotors 1 gespeichert ist.
-
In der Katalysatorheiz-Steuerungsroutine bestimmt
die CPU 25 in Schritt S701 zuerst, ob das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen ist
oder nicht. Das Verfahren zur Bestimmung, ob das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen ist,
kann beispielsweise eine Bestimmung enthalten, ob die Motordrehzahl
mindestens auf einen vorbestimmten Wert oder mehr erhöht worden
ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S701 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 nicht abgeschlossen
ist, führt
die CPU 25 solange wiederholt den Schritt S701 durch, bis
das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S701 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S702 und bestimmt,
ob der erste oder der zweite Abgasreinigungskatalysator 15, 16 aktiv
ist oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S702 bestimmt, das vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens
einer aktiv ist, beendet die CPU 25 die Durchführung dieser
Routine und führt
die normale Start-Steuerung
aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S702 bestimmt, dass sowohl der erste als auch der zweite Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 inaktiv
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S703 und beginnt
mit der Durchführung
des Katalysatorheizvorgangs.
-
Beim Katalysatorheizvorgang führt die
CPU 25 den Fett-Betrieb
beispielsweise beim ersten und zweiten der vier Zylinder 2a des
Verbrennungsmotors 1 durch, indem die Treiberstromkreise 5 für den ersten
und den zweiten Zylinder so angesteuert werden, dass ein Gemisch
mit einem Luft-Kraftstoff-Verhältnis
unter dem theoretischen Luft-Kraftstoff-Verhältnis (das
heißt
einem fetten Luft-Kraftstoff-Verhältnis) im
ersten und zweiten Zylinder erzeugt wird. Gleichzeitig führt die
CPU 25 den Mager-Betrieb beim
verbliebenen dritten und vierten Zylinder durch, indem die Treiberstromkreise 5 für den dritten
und vierten Zylinder so angesteuert werden, dass ein Gemisch mit
einem Luft-Kraftstoff-Verhältnis über dem theoretischen
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
(das heißt
einem mageren Luft-Kraftstoff-Verhältnis) im dritten und vierten
Zylinder erzeugt wird.
-
In diesem Fall stoßen der
erste und der zweite Zylinder im Fett-Betrieb das Abgas aus, das
eine große
Menge von Kraftstoff in unverbranntem Zustand enthält, während der
dritte und der vierte Zylinder im Mager-Betrieb das Abgas ausstoßen, das
eine große
Menge unverbrannter Luft (Sauerstoff) enthält. Das vom ersten und zweiten
Zylinder ausgestoßene Abgas
(das heißt
das unverbrannten Kraftstoff enthaltende Abgas) und das vom dritten
und vierten Zylinder ausgestoßene
Abgas (das heißt
das unverbrannte Luft enthaltende Abgas) werden durch die Abgaskrümmer 13 in
das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt.
-
Der Kraftstoff und die Luft, die
im Abgas enthalten sind, werden miteinander vermischt und bilden im
ersten Abgasreinigungskatalysator 15 ein hervorragend brennbares
Gemisch. Das dieses brennbare Gemisch enthaltende Abgas strömt aus dem
ersten Abgasreinigungskatalysator 15 in das in Strömungsrichtung
dahinter gelegene Abgasrohr 14 und anschließend vom
Abgasrohr 14 in den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16. Das
in den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 eingeströmte brennbare
Gemisch wird durch das im konischen Bereich vorgesehene Zündgerät 17 verbrannt
und der Katalysatorkörper 16b wird
durch die bei dieser Verbrennung des brennbaren Gemisches erzeugte
Flamme beheizt.
-
Wie in 7 dargestellt,
geht die CPU 25 weiter zu Schritt S704, nachdem der Schritt
S703 durchgeführt
worden ist, und aktualisiert einen Zählerwert eines Zählers C
zum Zählen
der Durchführungszeit
des Katalysatorheizvorgangs.
-
In Schritt S705 bestimmt die CPU 25,
ob der Zählerwert
des Zählers
C, der in Schritt S704 aktualisiert wurde, mindestens genauso groß wie der
vorbestimmte Wert CS ist oder nicht, das heißt, ob der Katalysatorheizvorgang
mindestens für
die vorbestimmte Zeitdauer oder länger durchgeführt worden ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S705 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C kleiner als der vorbestimmte Wert CS ist, führt die CPU 25 den
Schritt S704 und die daran anschließenden Schritte erneut aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S705 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C genauso groß wie oder
größer als
der vorbestimmte Wert CS ist, geht die CPU 25 weiter zum
Schritt S706 und beendet die Durchführung des Katalysatorheizvorgangs.
Die CPU 25 setzt den Zählerwert
des Zählers
C auf „Null" zurück und steuert
die Treiberstromkreise 5 so an, dass der Verbrennungsmotor 1 in
den normalen Betriebszustand übergeht.
-
Dabei können bei der vorstehend beschriebenen
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine, wenn der zweite Abgasreinigungskatalysator 16 nach
dem Starten des Verbrennungsmotors beheizt wird, der Kraftstoff
und die Luft ausreichend vermischt und wie erwünscht verbrannt werden, ohne
dass eine spezielle Vormischkammer zum Mischen des Kraftstoffs und
der Luft und eine spezielle Brennkammer zum Verbrennen des Kraftstoffs
und der Luft erforderlich sind, da der erste Abgasreinigungskatalysator 15 in Strömungsrichtung
vor dem zweiten Abgasreinigungskatalysator 16 vorgesehen
und das Zündgerät 17 im
konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 vorgesehen
ist.
-
Als Ergebnis wird, wenn sich der
Verbrennungsmotor im normalen Betriebszustand befindet, die Wärme des
Abgases nicht an die Vormischkammer, die Brennkammer und ähnliches übertragen, wodurch
das Abgas nicht mit einer niedrigen Temperatur in den Abgasreinigungskatalysator
strömt.
Dadurch kann verhindert werden, dass die Temperatur des Abgasreinigungskatalysators
auf einen Wert abgesenkt wird, der unterhalb der Aktivierungstemperatur
liegt, wodurch die Verschlechterung der Abgasemissionen vermieden
wird.
-
Dabei ist zu beachten, dass im vorstehenden Beispiel
das Gemisch mit einem mageren Luft-Kraftstoff-Verhältnis in
dem (den) Zylinder(n) 2a verbrannt wird, die unverbrannte
Luft ausstoßen
sollen. Allerdings ist es auch möglich,
die Kraftstoffeinspritzung bei dem (den) Zylinder(n) 2a zu
unterbinden, die unverbrannte Luft ausstoßen sollen.
-
Vergleichsbeispiel 2
-
Anschließend wird ein Katalysatorheizgerät eines
Verbrennungsmotors entsprechend eines zweiten Vergleichsbeispiels
unter Verweis auf die Abbildung 8 beschrieben.
Dabei werden die vom Vergleichsbeispiel 1 unterschiedlichen Strukturen
beschrieben, während
die Beschreibung der gleichen Strukturen ausgelassen wird.
-
Im vorstehend beschriebenen Vergleichsbeispiel
1 werden einer oder mehrere Zylinder 2a im Fett-Betrieb
betrieben, so dass sie unverbrannten Kraftstoff enthaltendes Abgas
unmittelbar nach dem Abschluss des Startens des Verbrennungsmotors 1 ausstoßen. Im
vorliegenden Beispiel werden einer oder mehrere Zylinder 2a mit
einem normalen Luft-Kraftstoff-Verhältnis betrieben. Dann wird
der Kraftstoff sekundär
von dem (den) entsprechenden Kraftstoffeinspritzventil(en) 3 während des
Ausdehnungshubs oder des Ausstoßhubs
des (der) Zylinder(s) 2a eingespritzt, so dass diese (r)
erwähnte(n) Zylinder 2a unverbrannten
Kraftstoff enthaltendes Abgas ausstoßen.
-
In diesem Fall führt die CPU eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
wie in 8 abgebildet durch.
-
Die Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
ist eine Routine, die im ROM 26 zur Durchführung beim Starten
des Verbrennungsmotors 1 gespeichert ist.
-
In der Katalysatorheiz-Steuerungsroutine bestimmt
die CPU 25 in Schritt S801 zuerst, ob das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen ist
oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S801 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 nicht abgeschlossen
ist, führt
die CPU 25 solange wiederholt den Schritt S801 durch, bis
das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S801 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen
ist, geht die CPU
25 weiter zu Schritt S802 und bestimmt,
ob der erste oder der zweite Abgasreinigungskatalysator 15, 16 aktiv
ist oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S802 bestimmt, das vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens
einer aktiv ist, beendet die CPU 25 die Durchführung dieser
Routine und führt
die normale Start-Steuerung
aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S802 bestimmt, dass sowohl der erste als auch der zweite Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 inaktiv
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S803 und beginnt
mit der Durchführung
des Katalysatorheizvorgangs.
-
Beim Katalysatorheizvorgang steuert
die CPU 25 beispielsweise die Treiberstromkreise 5 für den ersten
und den zweiten Zylinder der vier Zylinder des Verbrennungsmotors 1 so
an, dass ein Gemisch mit einem normalen Luft-Kraftstoff-Verhältnis im
ersten und zweiten Zylinder erzeugt wird, und steuert diese Treiberstromkreise 5 zusätzlich so
an, dass der Kraftstoff aus den entsprechenden Kraftstoffeinspritzventilen 3 sekundär während des
Ausstoßhubs des
ersten und zweiten Zylinders eingespritzt wird. Gleichzeitig steuert
die CPU 25 die Treiberstromkreise 5 für den dritten
und vierten Zylinder so an, dass ein Gemisch mit einem Luft-Kraftstoff-Verhältnis über dem
theoretischen Luft-Kraftstoff-Verhältnis (das heißt einem
mageren Luft-Kraftstoff-Verhältnis) im dritten
und vierten Zylinder erzeugt wird.
-
Dadurch werden der dritte und der
vierte Zylinder im Mager-Betrieb durch die CPU 25 betrieben.
-
In diesem Fall stoßen der
erste und der zweite Zylinder das Abgas aus, das den Sekundärkraftstoff
enthält,
während
der dritte und der vierte Zylinder Abgas ausstoßen, das eine große Menge
unverbrannter Luft (Sauerstoff) enthält. Das vom ersten und zweiten
Zylinder ausgestoßene
Abgas (das heißt das
unverbrannten Kraftstoff enthaltende Abgas) und das vom dritten
und vierten Zylinder ausgestoßene Abgas
(das heißt
das unverbrannte Luft enthaltende Abgas) werden durch die Abgaskrümmer 13 in
das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt.
-
Der Kraftstoff und die Luft, die
im Abgas enthalten sind, werden miteinander vermischt und bilden im
ersten Abgasreinigungskatalysator 15 ein hervorragend brennbares
Gemisch. Das dieses brennbare Gemisch enthaltende Abgas strömt aus dem
ersten Abgasreinigungskatalysator 15 in das in Strömungsrichtung
dahinter gelegene Abgasrohr 14 und anschließend in
den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16.
Das in den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 eingeströmte brennbare
Gemisch wird durch das im konischen Bereich vorgesehene Zündgerät 17 verbrannt
und der Katalysatorkörper 16b wird
durch die bei einer derartigen Verbrennung des brennbaren Gemisches
erzeugte Flamme beheizt.
-
Wie in 8 dargestellt,
geht die CPU 25 weiter zu Schritt S804, nachdem der Schritt
S803 durchgeführt
worden ist, und aktualisiert einen Zählerwert des Zählers C
zum Zählen
der Durchführungszeit
des Katalysatorheizvorgangs.
-
In Schritt S805 bestimmt die CPU 25,
ob der Zählerwert
des Zählers
C, der in Schritt S804 aktualisiert wurde, mindestens genauso groß wie der
vorbestimmte Wert CS ist oder nicht, das heißt, ob der Katalysatorheizvorgang
mindestens für
die vorbestimmte Zeitdauer oder länger durchgeführt worden ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S805 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C kleiner als der vorbestimmte Wert CS ist, führt die CPU 25 den
Schritt S804 und die daran anschließenden Schritte erneut aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S805 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C genauso groß wie oder
größer als
der vorbestimmte Wert CS ist, geht die CPU 25 weiter zum
Schritt S806 und beendet die Durchführung des Katalysatorheizvorgangs.
Die CPU 25 setzt den Zählerwert
des Zählers
C auf „Null" zurück und steuert
die Treiberstromkreise 5 so an, dass der Verbrennungsmotor 1 in
den normalen Betriebszustand übergeht.
-
Bei der vorstehend beschriebenen
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
können
die gleichen Effekte wie beim Vergleichsbeispiel 1 erzielt werden.
-
Vergleichsbeispiel 3
-
Anschließend wird ein Katalysatorheizgerät eines
Verbrennungsmotors entsprechend Vergleichsbeispiel 3 unter Verweis
auf die Abbildungen 9 bis 11 beschrieben. Dabei werden
die vom Vergleichsbeispiel 1 unterschiedlichen Strukturen beschrieben,
während
die Beschreibung der gleichen Strukturen ausgelassen wird.
-
Im vorstehend beschriebenen Vergleichsbeispiel
1 werden, wenn der unverbrannte Kraftstoff und die Luft in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 unmittelbar
nach dem Abschluss des Startens des Verbrennungsmotors 1 zugeführt werden,
einer oder mehrere Zylinder 2a des Verbrennungsmotors 1 im
Fett-Betrieb betrieben, während
der (die) andere(n) Zylinder 2a im Mager-Betrieb betrieben
werden. Als Ergebnis wird von dem (den) vorstehend erwähnten Zylinder(n) 2a Abgas
ausgestoßen,
das unverbrannten Kraftstoff enthält, während von dem (den) vorstehend
erwähnten anderen
Zylinder(n) 2a Abgas ausgestoßen wird, das unverbrannte
Luft enthält.
Im vorliegenden Beispiel werden sämtliche Zylinder 2a des
Verbrennungsmotors 1 im Fett-Betrieb betrieben, während die
Sekundärluft
in das von allen Zylindern 2a ausgestoßene Abgas zugeführt wird.
Dadurch wird das Abgas, das unverbrannten Kraftstoff und unverbrannte
Luft enthält,
in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt.
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Jeder Abgaskrümmer 13, der an den
Verbrennungsmotor 1 angeschlossen ist, ist mit einer Sekundärluft-Zuführdüse 32 versehen,
deren Einlassöffnung
gegenüber
dem Abgasauslass des entsprechenden Zylinders 2a liegt,
wie in 9 dargestellt.
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Die Sekundärluft-Zufuhrdüsen 32 sind,
wie in 10 dargestellt,
an den Ausgangsanschluss 31 der ECU 23 über elektrische
Leitungen angeschlossen und die Sekundärluft-Zufuhrdüsen 32 werden als Reaktion
auf das Anlegen der treibenden elektrischen Leistung durch die ECU 23 geöffnet und
leiten die von einer nicht abgebildeten Luftpumpe zugeführte Luft
in den Abgasauslass des jeweiligen Zylinders 2a.
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Anschließend wird die Katalysatorheiz-Steuerung
des vorliegenden Beispiels beschrieben.
-
In diesem Beispiel führt die
CPU eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
wie in 11 abgebildet
durch, um die Katalysatorheiz-Steuerung durchzuführen. Diese Katalysatorheiz-Steuerungsroutine ist
eine Routine, die im ROM 26 zur Durchführung beim Starten des Verbrennungsmotors 1 gespeichert ist.
-
In der Katalysatorheiz-Steuerungsroutine bestimmt
die CPU 25 in Schritt S1101 zuerst, ob das Starten des
Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen ist oder nicht.
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Wenn die CPU 25 in Schritt
S1101 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 nicht abgeschlossen
ist, führt
die CPU 25 solange wiederholt den Schritt S1101 durch,
bis das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen
ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1101 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S1102 und bestimmt,
ob der erste oder der zweite Abgasreinigungskatalysator 15, 16 aktiv
ist oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1102 bestimmt, das vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens
einer aktiv ist, beendet die CPU 25 die Durchführung dieser
Routine und führt
die normale Start-Steuerung
aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1102 bestimmt, dass sowohl der erste als auch der zweite Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 inaktiv
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S1103 und beginnt
mit der Durchführung
des Katalysatorheizvorgangs.
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Beim Katalysatorheizvorgang führt die
CPU 25 den Fett-Betrieb
beispielsweise bei sämtlichen Zylindern 2a des
Verbrennungsmotors 1 durch, so dass von sämtlichen
Zylindern 2a das Abgas ausgestoßen wird, das eine große Menge
von unverbranntem Kraftstoff enthält. Gleichzeitig legt die CPU 25 die
treibende elektrische Leistung an die Sekundärluft-Zufuhrdüsen 32 an,
so dass Sekundärluft
in die Abgasauslässe
der jeweiligen Zylinder 2a zugeführt wird.
-
In diesem Fall werden das Abgas,
das eine große
Menge unverbrannten Kraftstoff enthält, und die Sekundärluft in
die Abgasauslässe
sämtlicher
Zylinder 2a des Verbrennungsmotors 1 zugeführt. Das Abgas
und die Sekundärluft
werden von den Abgasauslässen
in die Abgaskrümmer 13 geleitet
und strömen
dann durch das Abgasrohr 14 in den ersten Abgasreinigungskatalysator 15.
-
Der im Abgas enthaltene unverbrannte
Kraftstoff und die Sekundärluft
werden miteinander vermischt und bilden im ersten Abgasreinigungskatalysator 15 ein
hervorragend brennbares Gemisch. Das dieses brennbare Gemisch enthaltende
Abgas strömt
aus dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 in das in
Strömungsrichtung
dahinter gelegene Abgasrohr 14 und anschließend in
den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16.
Das in den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 eingeströmte brennbare
Gemisch wird durch das im konischen Bereich vorgesehene Zündgerät 17 verbrannt
und der Katalysatorkörper 16b wird
durch die bei einer derartigen Verbrennung erzeugte Flamme beheizt.
-
Wie in 11 dargestellt,
geht die CPU 25 weiter zu Schritt S1104, nachdem der Schritt
S1103 durchgeführt worden
ist, und aktualisiert einen Zählerwert
des Zählers
C zum Zählen
der Durchführungszeit
des Katalysatorheizvorgangs.
-
In Schritt S1105 bestimmt die CPU 25,
ob der Zählerwert
des Zählers
C, der in Schritt S1104 aktualisiert wurde, mindestens genauso groß wie der
vorbestimmte Wert CS ist oder nicht, das heißt, ob der Katalysatorheizvorgang
mindestens für
die vorbestimmte Zeitdauer oder länger durchgeführt worden ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1105 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C kleiner als der vorbestimmte Wert CS ist, führt die CPU 25 den
Schritt S1104 und die daran anschließenden Schritte erneut aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1105 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C genauso groß wie oder
größer als
der vorbestimmte Wert CS ist, geht die CPU 25 weiter zum
Schritt S1106 und beendet die Durchführung des Katalysatorheizvorgangs.
Die CPU 25 setzt den Zählerwert
des Zählers
C auf „Null" zurück und steuert
die Treiberstromkreise 5 so an, dass der Verbrennungsmotor 1 in
den normalen Betriebszustand übergeht.
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Bei der vorstehend beschriebenen
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
können
die gleichen Effekte wie beim Vergleichsbeispiel 1 erzielt werden.
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Vergleichsbeispiel 4
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Anschließend wird ein Katalysatorheizgerät eines
Verbrennungsmotors entsprechend Vergleichsbeispiel 4 unter Verweis
auf die Abbildung 12 beschrieben.
Dabei werden die vom Vergleichsbeispiel 3 unterschiedlichen Strukturen
beschrieben, während
die Beschreibung der gleichen Strukturen ausgelassen wird.
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Im vorstehend beschriebenen Vergleichsbeispiel
3 werden, wenn der unverbrannte Kraftstoff und die Luft in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 unmittelbar
nach dem Abschluss des Startens des Verbrennungsmotors 1 zugeführt werden,
sämtliche
Zylinder 2a des Verbrennungsmotors 1 im Fett-Betrieb
betrieben und Sekundärluft
wird in das von allen Zylindern 2a ausgestoßene Abgas
zugeführt.
Im vorliegenden Beispiel werden hingegen sämtliche Zylinder 2a des
Verbrennungsmotors 1 mit einem normalen Luft-Kraftstoff-Verhältnis betrieben.
Während
des Ausstoßhubs
der Zylinder 2a wird der Kraftstoff sekundär von den
jeweiligen Kraftstoffeinspritzventilen 3 eingespritzt und
die Sekundärluft
wird von den jeweiligen Sekundärluft-Zufuhrdüsen 32 eingeleitet.
Dadurch wird das Abgas, das unverbrannten Kraftstoff (Sekundärkraftstoff)
und unverbrannte Luft (Sekundärluft)
enthält,
in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt.
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In diesem Beispiel führt die
CPU eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
wie in 12 abgebildet
durch.
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Die Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
aus 12 ist eine Routine,
die im ROM 26 zur Durchführung beim Starten des Verbrennungsmotors 1 gespeichert
ist.
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In der Katalysatorheiz-Steuerungsroutine bestimmt
die CPU 25 in Schritt S1201 zuerst, ob das Starten des
Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen ist oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1201 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 nicht abgeschlossen
ist, führt
die CPU 25 solange wiederholt den Schritt S1201 durch,
bis das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen
ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1201 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S1202 und bestimmt,
ob der erste oder der zweite Abgasreinigungskatalysator 15, 16 aktiv
ist oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1202 bestimmt, das vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens
einer aktiv ist, beendet die CPU 25 die Durchführung dieser
Routine und führt
die normale Start-Steuerung
aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1202 bestimmt, dass sowohl der erste als auch der zweite Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 inaktiv
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S1203 und beginnt
mit der Durchführung
des Katalysatorheizvorgangs.
-
Beim Katalysatorheizvorgang betreibt
die CPU 25 sämtliche
Zylinder 2a des Verbrennungsmotors 1 mit einem
normalen Luft-Kraftstoff-Verhältnis. Während des
Ausstoßhubs
der Zylinder 2a spritzt die CPU 25 den Kraftstoff
mit den jeweiligen Kraftstoffeinspritzventilen 3 sekundär ein, so
dass das Abgas, das unverbrannten Sekundärkraftstoff enthält, von den
Zylindern 2a ausgestoßen
wird. Darüber
hinaus legt die CPU 25 die treibende elektrische Leistung
an die Sekundärluft-Zufuhrdüsen 32 an,
so dass Sekundärluft
in die Abgasauslässe
der jeweiligen Zylinder 2a zugeführt wird.
-
In diesem Fall werden das Abgas,
das eine große
Menge unverbrannten Sekundärkraftstoff
enthält,
und die Sekundärluft
in die Abgasauslässe sämtlicher
Zylinder 2a des Verbrennungsmotors 1 zugeführt. Das
Abgas und die Sekundärluft
werden von den Abgasauslässen
in die Abgaskrümmer 13 geleitet
und strömen
dann durch das Abgasrohr 14 in den ersten Abgasreinigungskatalysator 15.
-
Der im Abgas enthaltene unverbrannte
Sekundärkraftstoff
und die Sekundärluft
werden miteinander vermischt und bilden im ersten Abgasreinigungskatalysator 15 ein
hervorragend brennbares Gemisch. Das dieses brennbare Gemisch enthaltende
Abgas strömt
aus dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 in das in
Strömungsrichtung
dahinter gelegene Abgasrohr 14 und anschließend in
den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16.
Das in den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 eingeströmte brennbare
Gemisch wird durch das im konischen Bereich vorgesehene Zündgerät 17 verbrannt
und der Katalysatorkörper 16b wird
durch die bei einer derartigen Verbrennung erzeugte Flamme beheizt.
-
Wie in 12 dargestellt,
geht die CPU 25 weiter zu Schritt S1204, nachdem der Schritt
S1203 durchgeführt
worden ist, und aktualisiert einen Zählerwert des Zählers C
zum Zählen
der Durchführungszeit
des Katalysatorheizvorgangs.
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In Schritt S1205 bestimmt die CPU 25,
ob der aktualisierte Zählerwert
des Zählers
C mindestens genauso groß wie
der vorbestimmte Wert CS ist oder nicht, das heißt, ob der Katalysatorheizvorgang mindestens
für die
vorbestimmte Zeitdauer oder länger
durchgeführt
worden ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1205 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C kleiner als der vorbestimmte Wert CS ist, führt die CPU 25 den
Schritt S1204 und die daran anschließenden Schritte erneut aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1205 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C genauso groß wie oder
größer als
der vorbestimmte Wert CS ist, geht die CPU 25 weiter zum
Schritt S1206 und beendet die Durchführung des Katalysatorheizvorgangs.
Die CPU 25 setzt den Zählerwert
des Zählers
C auf „Null" zurück und steuert
die Treiberstromkreise 5 so an, dass der Verbrennungsmotor 1 in
den normalen Betriebszustand übergeht.
-
Bei der vorstehend beschriebenen
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
können
die gleichen Effekte wie beim Vergleichsbeispiel 3 erzielt werden, während der
Verbrennungsmotor 1 mit einem normalen Luft-Kraftstoff-Verhältnis betrieben
wird.
-
Vergleichsbeispiel 5
-
Anschließend wird ein Katalysatorheizgerät eines
Verbrennungsmotors entsprechend Vergleichsbeispiel 5 unter Verweis
auf die Abbildungen 13 bis 15 beschrieben. Dabei werden
die vom Vergleichsbeispiel 1 unterschiedlichen Strukturen beschrieben,
während
die Beschreibung der gleichen Strukturen ausgelassen wird.
-
Im vorstehend beschriebenen Vergleichsbeispiel
1 werden unmittelbar nach dem Abschluss des Startens des Verbrennungsmotors 1 einer
oder mehrere Zylinder 2a des Verbrennungsmotors 1 im Fett-Betrieb
betrieben, so dass Abgas, das unverbrannten Kraftstoff enthält, von
diesem (diesen) Zylinder(n) 2a ausgestoßen wird. Im vorliegenden Beispiel
wird hingegen eine sogenannte Abgasrezirkulation. (EGR) durchgeführt, um
das Abgas zu einem oder mehreren Zylindern 2a zu rezirkulieren,
so dass eine Niedertemperaturverbrennung in diesem (diesen) Zylinder(n) 2a erfolgt.
Dadurch wird die Verbrennungstemperatur des Gemisches in diesem
(diesen) Zylinder(n) 2a abgesenkt, wodurch das Abgas ausgestoßen wird,
dass eine große
Menge unverbrannter Kraftstoffbestandteile enthält.
-
Wie in 13 dargestellt,
ist eine Abgasrezirkulations-Durchführung (EGR-Durchführung) 33 an
die Abgaskrümmer 13 angeschlossen.
Die EGR-Durchführung 33 ist
so verzweigt, dass sie an jeden Einlasskrümmer 6 angeschlossen
ist. Ein Abgasrezirkulations-Ventil (EGR-Ventil) 34 zum
Herstellen und Unterbrechen der Verbindung zwischen der EGR-Durchführung 33 und
dem jeweiligen Einlasskrümmer 6 ist
an der Verbindung zwischen der EGR-Durchführung 33 und dem jeweiligen
Einlasskrümmer 6 vorgesehen.
-
Wie in 14 dargestellt,
sind die EGR-Ventile 34 an den Ausgangsanschluss 31 der
ECU 23 über
elektrische Leitungen angeschlossen, so dass die EGR-Ventile 34 entsprechend
einem Steuerstrom von der ECU 23 geöffnet und geschlossen werden.
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Anschließend wird die Katalysatorheiz-Steuerung
des vorliegenden Beispiels im Detail beschrieben.
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Im vorliegenden Beispiel führt die
CPU eine Katalysatorheiz-Steuerungsroutine wie in 15 abgebildet durch, um die Katalysatorheiz-Steuerung durchzuführen. Die
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine ist eine Routine, die im ROM 26 zur
Durchführung beim
Starten des Verbrennungsmotors 1 gespeichert ist.
-
In der Katalysatorheiz-Steuerungsroutine bestimmt
die CPU 25 in Schritt S1501 zuerst, ob das Starten des
Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen ist oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1501 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 nicht abgeschlossen
ist, führt
die CPU 25 solange wiederholt den Schritt S1501 durch,
bis das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen
ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1501 bestimmt, dass das Starten des Verbrennungsmotors 1 abgeschlossen
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt S1502 und bestimmt,
ob der erste oder der zweite Abgasreinigungskatalysator 15, 16 aktiv
ist oder nicht.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1502 bestimmt, das vom ersten und zweiten Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 mindestens
einer aktiv ist, beendet die CPU 25 die Durchführung dieser
Routine und führt
die normale Start-Steuerung
aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1502 bestimmt, dass sowohl der erste als auch der zweite Abgasreinigungskatalysator 15 und 16 inaktiv
ist, geht die CPU 25 weiter zu Schritt 51503 und beginnt
mit der Durchführung
des Katalysatorheizvorgangs.
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Beim Katalysatorheizvorgang öffnet die
CPU 25 beispielsweise das (die) EGR-Ventil (e) 34 für einen
oder mehrere Zylinder 2a (beispielsweise den ersten und
den zweiten Zylinder) des Verbrennungsmotors 1 für eine Niedertemperaturverbrennung.
Dadurch wird das Abgas, das eine relativ große Menge unverbrannter Kraftstoffbestandteile
enthält,
von dem (den) vorstehend erwähnten
Zylinder(n) 2a ausgestoßen. Gleichzeitig führt die
CPU 25 den Mager-Betrieb bei dem (den) verbliebenen Zylinder(n) 2a (beispielsweise
beim dritten und vierten Zylinder) durch, wodurch das Abgas, das
eine relativ große Menge
unverbrannter Luft enthält,
von dem (den) verbliebenen Zylinder(n) 2a ausgestoßen wird.
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In diesem Fall stoßen der
erste und der zweite Zylinder das Abgas aus, das eine große Menge von
Kraftstoff in unverbranntem Zustand enthält, während der dritte und der vierte
Zylinder das Abgas ausstoßen,
das eine große
Menge unverbrannter Luft (Sauerstoff) enthält. Das vom ersten und zweiten Zylinder
ausgestoßene
Abgas (das heißt
das unverbrannten Kraftstoff enthaltende Abgas) und das vom dritten
und vierten Zylinder ausgestoßene
Abgas (das heißt
das unverbrannte Luft enthaltende Abgas) werden durch die Abgaskrümmer 13 in
das Abgasrohr 14 in Strömungsrichtung
vor dem ersten Abgasreinigungskatalysator 15 zugeführt.
-
Der Kraftstoff und die Luft, die
im Abgas enthalten sind, werden miteinander vermischt und bilden im
ersten Abgasreinigungskatalysator 15 ein hervorragend brennbares
Gemisch. Das dieses brennbare Gemisch enthaltende Abgas strömt aus dem
ersten Abgasreinigungskatalysator 15 in das in Strömungsrichtung
dahinter gelegene Abgasrohr 14 und anschließend vom
Abgasrohr 14 in den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16. Das
in den konischen Bereich des zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 eingeströmte brennbare
Gemisch wird durch das im konischen Bereich vorgesehene Zündgerät 17 verbrannt
und der Katalysatorkörper 16b des
zweiten Abgasreinigungskatalysators 16 wird durch die bei
einer derartigen Verbrennung des brennbaren Gemisches erzeugte Flamme
beheizt.
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Wie in 15 dargestellt,
geht die CPU 25 weiter zu Schritt S1504, nachdem der Schritt
S1503 durchgeführt
worden ist, und aktualisiert einen Zählerwert des Zählers C
zum Zählen
der Durchführungszeit
des Katalysatorheizvorgangs.
-
In Schritt S1505 bestimmt die CPU 25,
ob der aktualisierte Zählerwert
des Zählers
C mindestens genauso groß wie
der vorbestimmte Wert CS ist oder nicht, das heißt, ob der Katalysatorheizvorgang mindestens
für die
vorbestimmte Zeitdauer oder länger
durchgeführt
worden ist.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1505 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C kleiner als der vorbestimmte Wert CS ist, führt die CPU 25 den
Schritt S1504 und die daran anschließenden Schritte erneut aus.
-
Wenn die CPU 25 in Schritt
S1505 bestimmt, dass der Zählerwert
des Zählers
C genauso groß wie oder
größer als
der vorbestimmte Wert CS ist, geht die CPU 25 weiter zum
Schritt S1506 und beendet die Durchführung des Katalysatorheizvorgangs.
Die CPU 25 setzt den Zählerwert
des Zählers
C auf „Null" zurück und steuert
die Treiberstromkreise 5 so an, dass der Verbrennungsmotor 1 in
den normalen Betriebszustand übergeht.
-
Bei der vorstehend beschriebenen
Katalysatorheiz-Steuerungsroutine
können
die gleichen Effekte wie beim Vergleichsbeispiel 1 erzielt werden.