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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zur Steuerung der Wähl- und Schaltwelle eines Schaltgetriebes.
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Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung eine Vorrichtung zur Steuerung der Wähl- und Schaltwelle eines mechanischen
Schaltgetriebes in der Form eines "H",
bei dem die Zahnräder
durch axiale Verschiebungen ausgewählt werden und durch Verschiebungen
um einen Winkel eingreifen, wobei sich die Vorrichtung insbesondere
zum Einbau in Fahrzeuge mit einer transversalen Kraftübertragung eignet.
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Herkömmliche Schaltgetriebe für Fahrzeuge weisen
ein Schaltgetriebe auf, aus dem mindestens eine Wähl- und
Schaltwelle herausragt, durch die der Fahrer des Fahrzeugs das erforderliche
Zahnrad wählen
und schalten kann. Bei den meisten herkömmlichen Schaltgetrieben werden
die Zahnräder gewählt und
geschaltet, indem die Wähl-
und Schaltwelle einer Kombination von Drehungen und axialen Verschiebungen
unterzogen wird, wobei die mechanischen Schaltgetriebe die Form
eines "H" definieren. Mit
Bezug auf 1 sind die
Zahnradeingriffspositionen gemäß einer
Ausführung
in der Form eines doppelten "H" angeordnet, wobei
die Zahnräder
in Zweiergruppen unterteilt sind (zum Beispiel 1–2, 3–4 und 5–R), die allgemein als "Reihen" derart bekannt sind, dass
ausgehend von einer herkömmlicherweise
in der Mitte des doppelten "H" angeordneten Bezugsposition,
die "Reihe" durch axiale Verschiebungen
der Wähl-
und Schaltwelle selbst, gewählt
wird, und dass die Zahnräder
durch Drehung der Wähl-
und Schaltwelle selbst, eingreifen.
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Die herkömmlichen Vorrichtungen zur
Steuerung der Wähl-
und Schaltwelle weisen im Wesentlichen eine mit der Wähl- und
Schaltwelle des Schaltgetriebes verbindbare Steuer welle, und ein
Paar von Betätigungseinrichtungen
auf, die derart mit der Steuerwelle verbunden sind, dass diese die
Letztgenannte drehen und axial verschieben können.
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Insbesondere, falls die Reihe durch
axiale Verschiebungen der Wähl-
und Schaltwelle gewählt wird,
kann die die axiale Verschiebung der Steuerwelle steuernde lineare
Betätigungseinrichtung,
die Steuerwelle derart steuern, dass diese drei unterschiedliche
axiale Positionen einnimmt (vier Positionen für den Fall eines Schaltgetriebes
mit sechs Zahnrädern
plus Rückwärtsgang),
wobei jede Position der Auswahl einer Reihe entspricht, wohingegen die
die Winkeldrehung der Steuerwelle steuernde Betätigungseinrichtung, die Steuerwelle
derart steuert, dass diese drei verschiedene Winkelpositionen einnehmen
kann, wobei jede Position dem Eingriff eines Zahnrads oder der neutralen
Position entspricht.
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Die genannten Betätigungseinrichtungen werden
herkommlicherweise pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch betätigt und
werden durch ein elektronisches Steuerungssystem gesteuert.
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Zwei lineare Betätigungseinrichtungen aufweisende
Steuervorrichtungen haben hauptsächlich den
Nachteil, dass diese relativ komplexe Bestandteile erfordern, wie
beispielsweise hydraulische Betätigungseinrichtungen,
die mehrere Positionen, Ventile, Wegregelungseinrichtungen und Positionsaufnehmer
aufweisen, die die Herstellungskosten der Vorrichtung vergrößern. Insbesondere,
da die die Steuerwelle zur Auswahl der Reihen axial verschiebenden
linearen Betätigungseinrichtungen
mit mehreren Positionen, beim Positionieren der Steuerwelle sehr genau
sein müssen,
erfordert dies maschinenbauliches Verarbeiten und technische Lösungen,
die sehr spezialisiert sind, so dass die Vorrichtung zur Herstellung
besonders kostenintensiv ist.
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Die
EP
0 849 508 weist die in dem Oberbegriff von Anspruch 1 genannten
Merkmale auf.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es damit eine Vorrichtung zur Steuerung der Wähl- und
Schaltwelle von Zahnrädern
bereit zu stellen, die wirtschaftlicher und einfacher herzustellen
sind, als herkömmliche
derartige Vorrichtungen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird eine Vorrichtung zur Steuerung der Wählund Schaltwelle eines Schaltgetriebes
beansprucht, worin die Wähl- und
Schaltwelle zwischen einer Vielzahl von Schalteingriffspositionen,
die jeweils einem Eingriff eines Zahnrades oder einer neutralen
Position entsprechen, nachdem axiale Verschiebungen und/oder Drehungen
stattgefunden haben, bewegbar ist, wobei die Eingriffspositionen
des Getriebes entsprechend einem Auswahlmuster in Form eines "H" angeordnet sind, in dem die Zahnräder in Reihen
von zwei geteilt sind; wobei die Steuervorrichtung umfasst:
- – ein
Außengehäuse;
- – eine
Steuerwelle, die auf dem Gehäuse
aufgesetzt ist, so dass sie sich winkelmäßig um ihre eigene Achse drehen
kann, um ein Manöver
des Einrückens/Ausrückens des
Getriebes zu verwirklichen, und die axial entlang ihrer eigenen
Achse bewegbar ist, um ein Manöver
des Auswählens der
Reihe der Zahnräder
zu verwirklichen; wobei die Steuerwelle für jede Reihe von Zahnrädern auch
in der Lage ist, drei unterschiedliche Winkelpositionen anzunehmen,
die respektive einer neutralen Winkelposition und zwei Winkelpositionen zum
Einrücken
des Getriebes entsprechen;
- – Bewegungsmittel,
die so ausgeführt
sind, dass sie die Steuerwelle winkelmäßig um ihre eigene Längsachse
zwischen den drei unterschiedlichen Winkelpositionen bewegt und
- – Nockenführungsmittel,
die mechanisch mit der Steuerwelle verbunden sind und die während der Winkelbewegung
der Steuerwelle, was einen Übergang
zwischen zwei Einrükkungspositionen der
Zahnräder
in einer Reihe verwirklicht, so ausgeführt sind, dass wahlweise auf
die Steuerwelle selbst eine axiale Verschiebung ausgeübt wird, die
ausreichend ist, um den Übergang
zu der Reihe zu verwirklichen, die unmittelbar daneben liegt, so
dass der Übergang
zwischen zwei aufeinander folgenden Zahnrädern, die zu aufeinander folgenden
Reihen gehören,
verwirklicht wird; wobei die Steuervorrichtung dadurch gekennzeichnet
ist, dass die Nockenführungsmittel
axial entlang der Steuerwelle zwischen einer Vielzahl von Reihenschaltpositionen
bewegbar sind, an denen sie jeweils die Steuerwelle in die kombinierte
winkelmäßige und
axiale Bewegung führen
können,
was ausreichend ist, um den Übergang
des Getriebes zwischen zwei Zahnrädern, die zu einer einzigen Reihe
gehören,
in einen Übergang
des Getriebes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zahnrädern umzusetzen,
die zu zwei aufeinanderfolgenden Reihen gehören.
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Die vorliegende Erfindung wird unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, die ein nicht einschränkendes
Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellen. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines möglichen
Schaltmusters eines Schaltgetriebes in der Form eines "H" in Bezug auf die Wähl- und Schaltwelle des Schaltgetriebes
selbst;
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2 eine
erste perspektivische Ansicht, ohne zwecks Klarheit entfernten Teilen,
einer erfindungsgemäß hergestellten
Vorrichtung zur Steuerung der Wähl-
und Schaltwelle eines Schaltgetriebes;
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3 eine
zweite perspektivische Ansicht, ohne zwecks Klarheit entfernten
Teilen, der Vorrichtung zur Steuerung der Wähl- und Schaltwelle gemäß 2; und
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4 eine
Draufsicht, ohne zwecks Klarheit entfernten Teilen, auf die Vorrichtung
zur Steuerung der Wähl-
und Schaltwelle gemäß 2 und 3.
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Mit Bezug auf die Figuren bezeichnet
die Bezugszahl 1 eine vollständige Vorrichtung zur Steuerung
der Wähl-
und Schaltwelle 2 eines herkömmlicherweise in Motorfahrzeugen
und dergleichen Anwendung findenden mechanischen Schaltgetriebes 3 mit
einem Auswahlmuster in der Form eines "H".
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Mit Bezug auf 1 kann insbesondere die Vorrichtung 1 zur
Steuerung (die Steuervorrichtung 1) auf Befehl vorbestimmte
axiale Verschiebungen und/oder Drehungen auf die aus dem Schaltgetriebe 3 herausragende
Wähl- und
Schaltwelle 2 übertragen,
um beispiels weise in der Lage zu sein, durch Befehl den Übergang
Yahnrad yu dem nächsten
zu verwirklichen. Die Wähl-
und Schaltwelle 2 eines mechanischen Schaltgetriebes 3 in
der Form eines "H"s ist zwischen einer
Vielzahl von Schalteingriffspositionen bewegbar, die gemäß einem
in 1 dargestellten Auswahlmuster
in der Form eines doppelten "H"s angeordnet sind.
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In diesem Fall sind, gemäß einer
Anordnung, die Schalteingriffspositionen in der Form eines doppelten "H"s angeordnet, wobei die Zahnräder in Zweiergruppen
eingeteilt sind (beispielsweise 1–2, 3–4 und 5–R), die allgemein als "Reihen" derart bekannt sind,
dass ausgehend von einer herkömmlicherweise in
der Mitte des doppelten "H"s angeordneten Bezugsposition,
die "Reihe" durch axiales Verschieben der
Wähl- und
Schaltwelle 2 selbst ausgewählt wird, und die Zahnräder durch
Drehungen der Wähl-
und Schaltwelle 2 selbst, eingreifen.
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Es wird darauf hingewiesen, dass
ein mechanisches Schaltgetriebe in der Form eines "H"s ebenso mit zwei oder mehr Wähl- und
Schaltwellen 2 bereit gestellt werden kann: In diesem Fall
wird sich das Auswahlmuster unterscheiden, aber der Übergang
von einem Zahnrad zu dem nächsten
wird weiterhin durch Übertragung
vorbestimmter axialer Verschiebungen und/oder Drehungen auf zumindest
einer der Wähl-
und Schaltwellen 2 erfolgen.
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Mit Bezug auf die 2, 3 und 4 weist die Steuervorrichtung 1 ein
Außengehäuse 5 (dieses
ist nur teilweise in den Fig. dargestellt), eine Steuerwelle 6,
die beispielsweise zum Drehen eingebaut und axial innerhalb des
Gehäuses 5 bewegbar
ist, und ein herkömmliches
Bewegungsmittel 7 auf, das zum Drehen der Steuerwelle 6
um deren Längsachse
A, im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn, auf Befehl,
geeignet ist.
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Zusätzlich zu der Steuerwelle 6,
nimmt das Gehäuse 5 ebenso
das Bewegungsmittel 7 auf und das Gehäuse 5 kann auf dem
Schaltgetriebe 3 derart eingebaut werden, dass die Steuerwelle 6 nach
der Wähl-
und Schaltwelle 2 des Schaltgetriebes ausgerichtet ist,
wohingegen ein Ende der Steuerwelle 6 mit der Wähl- und
Schaltwelle des Schaltgetriebes 3 durch eine mechanische
herkömmliche
(nicht dargestellte) Kupplung verbunden werden kann, beispielsweise
zur Übertragung
der axialen Verschiebungen und der Drehungen, die zu der Steuerwelle 6 und
zu der Wähl-
und Schaltwelle 2 des Schaltgetriebes 3 übertragen
werden. Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel
besteht die Steuerwelle 6 der Steuervorrichtung 1 aus
einem Endabschnitt der Wähl-
und Schaltwelle 2 des Schaltgetriebes 3, wobei
in diesem Fall das Gehäuse 5 in
das Schaltgetriebe 3 aufgenommen werden kann.
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Das Bewegungsmittel 7 ist
zur Bewegung der Steuerwelle 6, auf Befehl, zwischen drei
verschiedenen Winkelpositionen, geeignet, wobei die Winkelpositionen
in dem dargestellten Beispiel um einen vorbestimmten Winkel a voneinander
winkelmäßig beabstandet
sind wobei jede Winkelposition einem Eingriff durch die Wähl- und
Schaltwelle 2 des Schaltgetriebes 3 von einem
der beiden Zahnräder
in der Reihe oder von der neutralen Position entspricht.
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Die Steuervorrichtung 1 weist
zudem ein Nockenführungsmittel 8 auf,
das auf der Steuerwelle 6 zwischen einer Vielzahl von Reihenwechselpositionen
bewegbar ist, und das die Steuerwelle 6 (wie es nachfolgend
ausführlicher
beschrieben wird) in kombinierter axialer Verschiebung und Drehung
zu jeder der Reihenwechselpositionen führen kann. Dies ist ausreichend
zur Veränderung
des Zahnradübergangs
zwischen zwei zu einer einzelnen Reihe gehörenden Zahnrädern, in
einen Zahnradübergang
zwischen zwei aufeinander folgenden Zahnrädern, die zu zwei aufeinander
folgenden Reihen gehören.
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Alternativ zur Veränderung
der Drehung der Steuerwelle 6 in kombinierte axiale Verschiebungen und
Drehungen, kann das Nockenführungsmittel 8 selektiv
die Drehung der Steuerwelle 6 während des Zahnradüberganges
zwischen zwei aufeinander folgenden Zahnrädern in einer einzelnen Reihe,
zur (nachfolgend ausführlicher
beschriebenen) Verwirklichung der eigenen Verschiebung entlang der
Steuerwelle 6, von einer Reihenwechselposition zu der angrenzenden
Position verwenden, wie beispielsweise um für die Ausführung eines aufeinander folgenden Reihenwechsels
bereit zu sein.
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Mit Bezug auf 4 und auf das dort dargestellte Beispiel
weist das Bewegungsmittel 7 einen sich radial von der Steuerwelle 6 erstreckenden
Steuerarm 10 und eine mechanisch mit dem freien Ende 10a des
Arms 10 verbundene lineare Betätigungseinrichtung 11 mit
drei Positionen auf, beispielsweise zum Verschieben des Arms 10 entlang
einer zu der Achse A senkrechten Ebene zur Drehung der Steuerwelle 6 um
die Achse A zwischen drei verschiedenen Winkelpositionen, die jeweils
einem Eingriff eines Zahnrades in der Reihe oder der neutralen Position entsprechen.
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In dem dargestellten Beispiel besteht
die lineare Betätigungseinrichtung 11 mit
den drei Positionen aus einem Doppeleffekt-Kolben 12, der
beispielsweise zum axialen Gleiten innerhalb eines sich innerhalb
des Gehäuses 5,
senkrecht zu der Steuerwelle 6 erstreckenden, zylindrischen
Hohlraums eingebaut ist. Insbesondere ist der zylindrische Hohlraum
in dem Gehäuse 5,
angrenzend an der Steuerwelle 6 bereitgestellt, wohingegen
das freie Ende des Armes 10 gleitend in einen Sitz 13 eingreift,
der in dem Körper
des Kolbens 12 bereitgestellt ist.
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Innerhalb des zylindrischen Hohlraums,
definiert der Kolben 12 zwei Kammern mit einem veränderlichen
Volumen, die zueinander komplementär sind und alternativ oder
gleich zeitig mit einer unter Druck stehenden Flüssigkeit gefüllt werden
beispielweise zur Verschiebung des Kolbens 12 innerhalb des
zylindrischen Hohlraums selbst, zwischen drei verschiedenen Positionen,
die jeweils einem Eingriff eines Zahnrades in der Reihe oder der
neutralen Position entsprechen. Wenn die zwei Kammern mit einem
veränderlichen
Volumen gleichzeitig gefüllt
werden, ist es möglich
den Kolben 12 innerhalb des zylindrischen Hohlraums, in
einer zentralen Position zu platzieren, die der Auswahl der neutralen
Position entspricht, wohingegen wenn nur eine der beiden ein veränderliches
Volumen aufweisenden Kammern gefüllt
wird, ist es möglich
den Kolben 12 derart zu platzieren, dass dieser an eine
der beiden Endwände des
zylindrischen Hohlraums stößt, was
der Auswahl des kleineren oder größeren Zahnrades in der Reihe entspricht.
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Es ist besonders vorteilhaft, dass
der Doppeleffekt-Kolben 12 wahlweise durch eine andere
lineare, drei Positionen aufweisende Betätigungseinrichtung oder durch
eine direkt auf die Steuerwelle 6 abgestimmte Drehbetätigungseinrichtung,
wie beispielsweise einen elektrischen Schrittmotor, ersetzt werden
kann.
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Andererseits weist das Nockenführungsmittel 8 in
dem mit Bezug auf die 2, 3 und 4 dargestellten Beispiel einen zylindrischen
Nocken 20 auf, der beispielsweise zum Gleiten innerhalb
des Gehäuses 5,
auf der Steuerwelle 6, mit der Fähigkeit zu alleinigen axialen
Verschiebungen abgestimmt ist, und ein Sperrmittel 21,
das selektiv eine axiale Verschiebung des zylindrischen Nocken 20 relativ
zu dem Gehäuse 5 verhindern
kann.
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Der zylindrische Nocken 20 erstreckt
sich koaxial relativ zu der Achse A, weist eine im Wesentlichen
zylindrische Form auf und hat an diametral gegenüberliegenden Positionen zwei
ein "S"-förmiges Profil
aufweisende Nuten 22, in die gleitend durch zwei sich radial
von der Steuerwelle 6 erstreckende Führungszapfen 23 eingegriffen
werden kann. Die zwei ein "S"-förmiges Profil
aufweisenden Nuten 22 sind relativ zueinander symmetrisch
und sind derart hergestellt, dass der Abstand zwischen den beiden im
Wesentlichen senkrecht zu der Achse A liegenden Ebenen des "S"-förmigen
Profils, dem zwischen zwei aufeinanderfolgenden Reihen bestehenden
Abstand d entspricht, das heißt
der Abstand ist zu der axialen Verschiebung gleich, die auf die
Wähl- und
Schaltwelle 2 zur Verwirklichung eines Reihenübergangs übertragen
werden muss.
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In dem dargestellten Beispiel ist
zur Bereitstellung alleiniger axialer Verschiebungen, auf der äußeren Seitenfläche 20a des
zylindrischen Nocken 20 ein Längsausgleich vorhanden, der
mit einem entsprechenden glatten Abschnitt der Wand des Gehäuses 5 zusammen
wirken kann, wie beispielsweise zur Verhinderung einer Drehung des
zylindrischen Nocken 20 um die Achse A.
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Andererseits besteht das Sperrmittel 21 aus einer
vereinfachten zwei Positionen aufweisenden, einteilig innerhalb
des Gehäuses 5 eingebauten
linearen Betätigungseinrichtung 24,
beispielsweise zur Bereitstellung einer eigenen Abtriebswelle 24a,
die der äußeren Seitenfläche 20a des
zylindrischen Nocken 20 selbst gegenüber liegt. Diese Abtriebswelle 24a ist
auf Befehl von und zu einer abgerufenen Position bewegbar, wobei
das Ende der Abtriebswelle 24a an der äußeren Seitenfläche 20a des
zylindrischen Nocken 20, beispielsweise zur Verhinderung einer
axialen Verschiebung, angeordnet ist.
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In diesem Fall sind auf der äußeren Seitenfläche 20a des
zylindrischen Nocken 20, in einer diametral zu dem Längsausgleich
gegenüberliegenden Position,
d. h. bei der linearen Betätigungseinrichtung 24,
Quernuten 25 in einer der Anzahl von Reihen in dem Schaltgetriebe 3 entsprechenden
Anzahl bereit gestellt. Diese Nuten 25 sind übereinander
in einer zu der Achse A der Steuerwelle 6 parallelen Richtung
ausgerichtet und sind voneinander um einen Abstand d beabstandet,
der dem Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Reihen des Schaltgetriebes 3 entspricht.
Das Ende der Abtriebswelle 24a kann wahlweise in eine dieser
Nuten 25 eingreifen, beispielsweise zur Verhinderung einer axialen
Verschiebung des zylindrischen Nocken 20 innerhalb des
Gehäuses 5.
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Es wird darauf hingewiesen, dass
in dem dargestellten Beispiel die lineare Betätigungseinrichtung 24 eine
elektrisch betriebene lineare Betätigungseinrichtung ist, wobei
diese aber ebenso ein hydraulischer Einzeleffekt-Kolben sein kann.
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Weiterhin ist die Steuereinheit 1 mit
Bezug auf die 2, 3 und 4 vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise,
mit einem zur Rückhaltung
der Steuerwelle vorgesehenen nachgiebigen Mittel 26 bereit gestellt,
das unerwünschte,
durch Vibrationen oder durch das Gewicht der Steuerwelle 6 selbst
verursachte, axiale Verschiebungen der Steuerwelle 6 innerhalb
des Gehäuses 5 verhindern
kann. Gemäß dem dargestellten
Beispiel besteht dieses nachgiebige Mittel 26 aus einem
mit dem offenen Ende der Steuerwelle 6 gegenüber liegenden,
tassenförmigen Körper 27,
einem beispielsweise innerhalb des tassenförmigen Körpers axial beweglich eingebauten Druckstab 28 und
einer (nicht gezeigten) spiralförmigen
Feder, die auf dem Grund des tassenförmigen Körpers 27 angeordnet
ist, beispielsweise zum Drücken
des Druckstabes 28 gegen die mit Vertiefungen 29 bereitgestellte
Oberfläche
der Steuerwelle 6. Die Vertiefungen 29 sind in
einer zu der Achse A der Steuerwelle 6 parallelen Richtung
ausgerichtet, sind in einer der Anzahl der Reihen in dem Schaltgetriebe 3 entsprechenden
Anzahl bereit gestellt und sind in einem dem Abstand zwischen zwei
aufeinander folgenden Reihen in dem Schaltgetriebe entsprechenden
Abstand d vonenander beabstandet.
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Nachstehend wird die Arbeitsweise
der Steuervorrichtung 1 der Wähl- und Schaltwelle 2 des
mechanischen Schaltgetriebes 3 unter der Annahme beschrieben,
dass sich der zylindrische Nocken 20 bei jeder Reihenwechselposition
im Stillstand befindet.
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Beim Wechseln des Zahnrades zwischen zwei
aufeinanderfolgenden und zu aufeinanderfolgenden Reihen gehörenden Zahnrädern wird
die Auswahl durch Betätigung
des beispielsweise zum Sperren des zylindrischen Nocken 20 bereit
gestellten Sperrmittels 21, und durch anschließendes durch das
Bewegungsmittel 7 erfolgendes Übertragen der für den innerhalb
der Reihe erfolgenden Übergang von
einem Zahnrad zu einem anderen in dieser Reihe befindlichen Zahnrad
notwendigen Drehung auf die Steuerwelle 6 ausgeführ. Da der
zylindrische Nocken 20 nicht axial übersetzt werden kann, überträgt die Steuerwelle 6 während der
Drehung selbst ebenso axialen Druck, der bei Kombination mit dem
durch Drehung verursachten Druck, den Zahnradübergang über die neutrale Position zwischen
zwei aufeinanderfolgenden und zu zwei aufeinanderfolgenden Reihen
gehörenden
Zahnrädern
ermöglicht.
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Bei einem Zahnradwechsel zwischen
aufeinanderfolgenden und der selben Reihe angehörenden Zahnrädern wird
die Auswahl durch Außerkraftsetzen
des Sperrmittels 21, damit beispielsweise axiale Verschiebungen
des zylindrischen Nocken 20 ermöglicht werden, und danach durch
das durch das Bewegungsmittel 7 erfolgende Übertragen
vorbestimmter Drehungen auf die Steuerwelle 6 ausgeführt, beispielsweise
für den Übergang
von einem Zahnrad über
die neutrale Position zu einem weiteren in der Reihe befindlichen
Zahnrad.
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Da der zylindrische Nocken 20 sich
nicht zusammen mit der Steuerwelle 6 selbst drehen kann,
ist während
der Drehung der Steuerwelle 6, diese axial, unter der Führung durch
die Nuten 22 verschoben, und zwar in den Ausmaß, das dem
Abstand d zwischen zwei Ebenen der "S"-förmigen Profile
und damit dem Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Reihen
entspricht. Mit anderen Worten ausgedrückt, wird der zylindrische
Nocken 20 axial entlang der Steuerwelle 6, von
einer Reihenwechselposition zu der nächsten verschoben, bei der,
falls erforderlich, der zylindrische Nocken 20 zur Führung des nachfolgenden Übergangs
von der Reihe, innerhalb der der derzeitige Zahnradübergang
stattfindet, zu einer daran angrenzenden Reihe bereit ist.
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Im Wesentlichen deshalb wird der
zylindrische Nocken 20, während des Zahnradwechsels innerhalb
einer einzelnen Reihe, in Schritten auf der Steuerwelle 6 zwischen
den verschiedenen Reihenwechselpositionen verschoben, wie beispielsweise um
bei jeder Gelegenheit in der Reihenwechselposition positioniert
zu sein, die den Übergang
zu der an der derzeitigen Reihe angrenzenden Reihe ermöglicht,
wobei der yzlindrische Nocken 20 in dieser Position selbstzentriert
ist.
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Da die vorstehende Beschreibung sowohl auf
einen Übergang
zu einem größeren Zahnrad
und auf einen Übergang
auf ein kleineres Zahnrad anwendbar ist, ist es offensichtlich,
dass die Steuervorrichtung 1 aufeinanderfolgende Eingriffe
der Zahnräder
verwirklicht.
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Die vorstehend beschriebene und dargestellte
Vorrichtung 1 zur Steuerung der Wählund Schaltwelle 2 der
Zahnräder
weist zahlreiche Vorteile auf. Einer der Vorteile ist die Beseitigung
der linearen Auswahlbetätigungseinrichtung
mit mindestens drei Positionen, die durch das einfachere und kostengünstig herzustellende
Nockenführungsmittel 8 ersetzt
wurde. Der zylindrische Nocken 20 mit "S"-förmigen Nuten 22 ist
einfach und kostengünstig
herzustellen. Die lineare Betätigungseinrichtung 24 kann elektromagnetisch
statt hydraulisch sein, wodurch sich auch eine offensichtliche Vereinfachung
der Steuerschaltung selbst ergibt.
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Ein weiterer Vorteil der Steuereinheit 1 besteht
in der Tatsache, dass das Nockenführungsmittel 8 keine
Regelung zur Wiedergewinnung eines Einbauspiels erfordert, und ist
nicht durch das Spiel relativ zu den einzelnen durch die Steuerwelle 6 während der
Auswahl der Zahnräder
eingenommenen Positionen beeinflusst. Tatsächlich ist der zylindrische
Nocken 20 nach jeder axialen Verschiebung entlang der Steuerwelle 6 selbstzentriert.