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Diese Erfindung betrifft einen elektroakustischen
Wandler mit einem Gehäuse,
in dem ein Anker mit mindestens zwei Ankerschenkeln untergebracht ist;
einer Spule mit einem Luftspalt, die mit dem Luftspalt um einen
Ankerschenkel montiert ist; einem magnetischen Element mit einem
Luftspalt, das ebenfalls mit dem Luftspalt um den einen Ankerschenkel
montiert ist, wobei der Luftspalt der Spule und derjenige des magnetischen
Elements weitgehend miteinander fluchtend angeordnet sind; einer Membran;
einem Verbindungselement, das ein freies Ende des einen Ankerschenkels
mit der Membran verbindet; und einer gedruckten Leiterplatte mit
Anschlussklemmen für
die Drähte
der Spule und für
Außenanschlüsse, wobei
die Spule an der gedruckten Leiterplatte angebracht ist.
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Solche Wandler finden insbesondere,
jedoch nicht ausschließlich,
Anwendung in Hörgeräten.
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Ein solcher Wandler ist beispielsweise
aus WO 91/10243 bekannt. Diese Veröffentlichung erkennt die Probleme
bei der Handhabung der Zuleitungsdrähte der Spule. Diese Drähte sind
oft mikroskopisch dünn
und müssen
mit robusteren Anschlussdrähten
verbunden werden, die die Spule mit den weiteren Schaltungen im
Hörgerät verbinden.
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In dieser Quelle des Standes der
Technik wird als Lösung
vorgeschlagen, die Spule vorzugsweise automatisch direkt beim Wickeln
an Anschlussbereichen einer flexiblen gedruckten Leiterplatte zu
befestigen, wodurch zunächst
die Zuleitungsdrähte
der Spule beispielsweise durch Schweißen oder Löten an den Anschlussbereichen
der gedruckten Leiterplatte befestigt werden und dann eine Seitenfläche der
Spule beispielsweise durch Kleben an der gedruckten Leiterplatte
befestigt wird. Die gedruckte Leiterplatte hat weiterhin zusätzliche
Anschlussbereiche, an denen die Außenanschlussdrähte beispielsweise
durch Löten
befestigt werden können.
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Eine flexible gedruckte Leiterplatte
hat den Vorteil, dass sie im Gehäuse
in jeder gewünschten Weise
verlegt werden kann. Oft kann jedoch auch eine gedruckte Leiterplatte
aus steifem Material verwendet werden.
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Ein Problem bei vorhandenen Spulenausführungen,
die noch nicht auf einer gedruckten Leiterplatte montiert sind,
und bei Spulenausführungen, die
wie bei der Technologie nach WO 91/10243 bereits auf einer möglicherweise
flexiblen gedruckten Leiterplatte vormontiert sind, besteht darin,
dass die Positionierung der Spule in Bezug zu den anderen Teilen
des Wandlers, insbesondere in Bezug zum Schenkel des Ankers und
zum Luftspalt des magnetischen Elements, eine mühsame, arbeitsintensive und
zeitraubende und somit kostspielige Tätigkeit ist.
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Die Erfindung will eine Lösung für dieses Problem
vorlegen und stellt hierzu einen Wandler der vorgenannten Art bereit,
der dadurch gekennzeichnet ist, dass die. Spule an der gedruckten
Leiterplatte mit einer ihrer Stirnseiten angebracht ist, die im
Wesentlichen senkrecht zur Längsachse
des Luftspalts angeordnet ist, und dass die gedruckte Leiterplatte mit
einer Öffnung
versehen ist, die dem Luftspalt der Spule entspricht. Vorzugsweise
ist die gedruckte Leiterplatte mit mindestens einer Aussparung versehen, die
geeignet ist, mit mindestens einem anderen Schenkel des Ankers zusammenzuwirken.
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Die Erfindung stellt weiterhin eine
Spulenausführung
für einen
elektromagnetischen Wandler, der eine Spule mit einem Luftspalt
und eine gedruckte Leiterplatte mit Anschlussklemmen für Drähte der Spule
und Außenanschlüsse aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Spule an der gedruckten Leiterplatte
mit einer ihrer Stirnseiten angebracht ist, die im Wesentlichen
senkrecht zur Längsachse
des Luftspalts angeordnet ist, und dass die gedruckte Leiterplatte
mit einer Öffnung
versehen ist, die dem Luftspalt der Spule entspricht.
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Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass
die gedruckte Leiterplatte fest mit dem Anker verbunden werden kann
und dass dadurch eine Spule, die fest mit der gedruckten Leiterplatte
verbunden ist, exakt in Bezug zum Anker positioniert werden kann.
Mittels eines automatischen Herstellungsverfahrens, wie es beispielsweise
in WO 91/10243 erklärt
ist, kann die Spule sehr genau in Bezug zu der gedruckten Leiterplatte
positioniert werden und kann an dieser beispielsweise mit Klebstoff
befestigt werden. Wenn daraufhin die gedruckte Leiterplatte in Bezug
zum Anker sehr genau positioniert werden kann, wird dadurch die
Lage der Spule in Bezug zum Anker ebenfalls sehr genau bestimmt.
Die Tätigkeit,
die hierzu erforderlich ist, besteht darin, die gedruckte Leiterplatte über den
Anker zu schieben, was eine Tätigkeit
ist, die einfach und schnell durchgeführt werden kann. Die Erfindung
ermöglicht
somit eine hervorragende Lösung
für das
vorstehend umrissene Problem.
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Nachstehend wird die Erfindung an
einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen sind:
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1 ein
Querschnitt eines an sich bekannten elektromagnetischen Wandlers;
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2 eine
perspektivische Darstellung einer auf eine gedruckte Leiterplatte
montierten Spule für einen
erfindungsgemäßen elektromagnetischen Wandler;
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3a eine
Explosionsdarstellung eines magnetischen Körpers, einer erfindungsgemäßen Spulenausführung und
eines Ankers; und
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3b eine
Darstellung, die die in 3a gezeigten
Teile in montiertem Zustand zeigt.
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Zur Erläuterung der Verwendung der
erfindungsgemäßen Spulenausführung in
einem elektroakustischen Wandler zeigt 1 schematisch
einen an sich bekannten Wandler zur Verwendung in einem Hörgerät.
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Der Wandler weist ein Gehäuse 1 mit
einem oberen Gehäuseteil 1a und
einem unteren Gehäuseteil 1b auf.
Das Innere des Gehäuses
ist über
eine Schnauze 3 mit der Umgebung verbunden. In dem Gehäuse ist
eine Membran 4 so angebracht, dass sie sich relativ zu
dem Gehäuse
frei bewegen kann, beispielsweise in der in der dänischen
Patentanmeldung 1004877 = EP-A-0.851.710 beschriebenen Weise. Die
Membran ist über
eine sogenannte Schaltzunge 5 mit dem Ende eines mittleren
Ankerschenkels 6a eines Ankers 6 verbunden. In
diesem Fall ist der Anker E-förmig,
wie deutlicher in 3 zu
erkennen ist, aber er kann auch U-förmig sein.
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Um den Ankerschenkel sind ein Magnet 7, der
in einem Polstück 8 untergebracht
ist, und eine Spule 9 vorgesehen. Der Magnet und die Spule
haben eine mittlere Öffnung,
die so um den Ankerschenkel 6a angeordnet ist, dass sich
der Ankerschenkel in diesen Öffnungen
frei bewegen kann. Zwischen der Spule und der Magnet-Polstück-Kombination
ist ein Klebfilm 2 vorgesehen, um diese Teile zueinander
zu fixieren. Die Spulen-Zuleitungsdrähte (nicht dargestellt) werden
durch das Gehäuse
zu einer gedruckten Leiterplatte 10 mit Anschlussklemmen 11 geführt, an
denen die Spulen-Zuleitungsdrähte
und die Außenanschlussdrähte beispielsweise
durch Löten
befestigt werden können.
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Elektrische Signale, die über die
Zuleitungsdrähte
der Spule zugeführt
werden, ermöglichen
eine Bewegung des Ankerschenkels 6a, die über die Schaltzunge
auf die Membran 4 übertragen
wird, die die Bewegung in die über
die Schnauze 3 wahrzunehmenden akustischen Signale umwandelt.
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Es ist klar, dass es eine mühsame und
arbeitsintensive Tätigkeit
ist, die Spule in dem in 1 gezeigten
Wandler zu positionieren und die Spulendrähte mit dem Print 10 zu
verbinden.
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2 zeigt
schematisch eine Ansicht der erfindungsgemäßen Spulenausführung. Die
kernlose Spule 9 kann an ihrer Peripherie mit Anschlussklemmen 12 für die Spulen-Zuleitungsdrähte 13a versehen
sein, wobei von den Anschlussklemmen 12 weitere Drähte 13b zu
der gedruckten Leiterplatte 14 führen. Ebenso können jedoch
die Spulen-Zuleitungsdrähte 13a direkt
mit den Anschlussbereichen 15 auf der gedruckten Leiterplatte 14,
die wie gewünscht
flexibel oder starr sein kann, verbunden werden. Der Spulenkörper 9 wird
beispielsweise durch Kleben über
eine Spulen-Stirnseite, die im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse
der mittleren Öffnung
in der Spule angeordnet ist, an der gedruckten Leiterplatte angebracht.
Das kann mit hoher Genauigkeit automatisch erfolgen.
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Die gedruckte Leiterplatte weist
weiterhin Anschlussbereiche (nicht dargestellt) zum Befestigen von
Anschlüssen
an der Außenseite
des Wandlers auf. Diese weiteren Anschlussbereiche sind über gedruckte
Leiterbahnen mit den Anschlussbereichen 15 verbunden oder
sind ein Teil davon.
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Eine elegante Lösung zur Herstellung einer Verbindung
zwischen der gedruckten Leiterplatte 14 und der Außenseite
des Wandlers besteht darin, Anschlussstifte vorzusehen, die an einem
Ende beispielsweise durch Löten
mit den Anschlussbereichen auf der gedruckten Leiterplatte 14 verbunden
werden und die durch Öffnungen
in der Gehäusewand
nach außen
ragen, die mit einer dort vorhandenen gedruckten Leiterplatte mit
weiterer Elektronik für
die Signalverarbeitung verbunden werden soll. Diese Anschlussstifte
können
starr oder geringfügig
flexibel sein und sollen isoliert durch die Öffnungen geführt werden,
die zu diesem Zweck in der Gehäusewand vorgesehen
sind. In 3a sind zwei
dieser Anschlussstifte 18 schematisch dargestellt.
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Wie in den 3a und b deutlich
zu erkennen ist, ist die gedruckte Leiterplatte 14 mit
einer Öffnung 16 und
Aussparungen 17a, b versehen, wobei die Öffnung 16 dem
Luftspalt der Spule entspricht und über den Ankerschenkel 6a geschoben
werden kann. Die Öffnung 16 ist
so bemessen, dass die freie Bewegung des Ankerschenkels nicht behindert
wird. Die Aussparungen 17a und b werden über die
zwei anderen Schenkel 6b und 6c des E-förmigen Ankers 6 geschoben.
Natürlich
können
die Aussparungen 17a, b, anstatt an einer Seite
offen zu sein, auch rundherum geschlossen sein oder eine andere
Form haben, die geeignet ist, um über die Ankerschenkel 6b, c geschoben
zu werden.
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Die Aussparungen 17a und b passen
genau über
die Ankerschenkel 6b und 6c, sodass die Position
der gedruckten Leiterplatte 14 zum Anker sehr genau ist.
Da die Positionierung der Spule 9 in Bezug zur gedruckten
Leiterplatte ebenfalls sehr genau erfolgen kann, ist das Problem
der Positionierung des Spulenkörpers
in Bezug zum mittleren Ankerschenkel auf einfache Weise gelöst worden.
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Es ist klar, dass der Grundgedanke
der Erfindung auch in einem U-förmigen
Anker, das heißt,
einem Anker, bei dem einer der Schenkel 6b oder 6c fehlt,
angewendet werden kann.
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Es ist auch klar, dass es weitere
Möglichkeiten
der exakten Positionierung der gedruckten Leiterplatte in Bezug
zum Anker als mittels der Aussparungen 17a und b gibt.