-
Die
vorliegende Anmeldung bezieht sich auf die ebenfalls anhängige und
gemeinsam übertragene
US-Patentanmeldung, Seriennummer
09/173,065 mit
dem Titel "Laminate", eingereicht am
16. Oktober 1998, auf die hierin Bezug genommen wird. Bezug genommen
wird auf die folgenden ebenfalls anhängigen, gemeinsam übertragenen
US-Patentanmeldungen, Seriennummer
09/267,493 mit
dem Titel "System
and method for two sided sheet treating", eingereicht am 12. März 1999,
Seriennummer
09/249,033 mit dem Titel "Pigmented backer
film and method of production",
eingereicht am 11. Februar 1999, Seriennummer
09/226,572 mit
dem Titel "System
and method for adhering laminate to an alternate substrate material", eingereicht am
7. Januar 1999, Seriennummer
09/294,723 mit dem
Titel "Laminate
employing liquid resistant film and two sided sheet", eingereicht am
19. April 1999, Seriennummer
08/978,026 mit dem
Titel "Polymeric
foam substrate and its use in combination with decorative surfaces", eingereicht am
25. November 1997, Seriennummer
09/161,270 mit
dem Titel "Polymeric
foam compositions and method of making, substrates made from such
compositions and method of making, products made from such substrates
and method of making",
eingereicht am 26. September 1998 und [Anwaltsregister Nr. 47526-P020-992466]
mit dem Titel "System
and method for producing a laminate employing a plastic film", eingereicht am
29. Juli 1999, auf deren Offenbarungen hierin Bezug genommen wird.
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf die Herstellung
laminierter Produkte, wie sie für
Böden,
Thekenplatten, Tischplatten und Wandverkleidungen verwendet werden
können, und
insbesondere auf Systeme und Verfahren zur Herstellung solcher Produkte,
die einen flüssigen
resistenten Film und ein weiteres Laminatmaterial, das dem laminierten
Produkt eine gewünschte
Kompensationseigenschaft verleiht, einschließen.
-
Die
Fähigkeit,
natürliche
Materialien zu imitieren, wurde über
die Jahre erheblich verbessert. Bei der Herstellung von Möbeln, Schränken, Thekenplatten,
Böden und
anderen Oberflächen
haben Dekorlaminate beispielsweise natürliche Materialien ersetzt. Bei
all diesen Anwendungszwecken kann eine Dekoroberfläche auf
eine Kernschicht oder ein Kernsubstrat, nämlich Sperrholz, Spanplatten,
Graupappe, Hartfaserplatten, Holzabfälle, Faserplatten mittlerer Dichte,
Faserplatten hoher Dichte, Inertmineralplatten, Plattenfels, Gipsbauplatten
und andere Substanzen aufgebracht werden. Die Kernschicht oder das Kernsubstrat
kann auch aus Wechselsubstratmaterialien (ASM) bestehen. Solche
ASM können
Nichtholzkerne oder -substrate wie z. B. synthetische oder Nichtzellulose-Substratmaterialien,
z. B. recycelte Kunststoffsubstrate, ABS/PC, Nylon, PVC oder dergleichen
einschließen.
Ein Kern oder Substrat ist jedoch nicht in alle Laminatprodukte
eingearbeitet.
-
Häufig wird
an der gegenüber
liegenden Seite des Substrates eine Verstärkungsschicht befestigt, um
die Bewegung der Dekoroberfläche
zu kompensieren oder einen anderen Nutzen zu bieten. Es ist im Stand
der Technik bekannt, dass sich herkömmliche Hochdrucklaminate mit
Zunahme oder Abnahme der Umgebungsfeuchtigkeit ausdehnen bzw. zusammenziehen.
Darüber
hinaus ist auch bekannt, dass ein längeres Einwirken von Flüssigkeiten,
z. B. Wasser, auf den Bodenverbundstoff aus Laminaten, die an das
Substrat auf Holzbasis gebunden sind, z. B. das Fließen von
Wasser durch den Unterboden, nicht nur auf herkömmliche Weise konstruierte
Laminate, sondern auch das Substrat beeinträchtigt, indem es ein Quellen,
eine Spitzenbildung oder eine Blasenbildung bewirkt.
-
Allgemein
ist die Dekoroberfläche
eines Laminatverbundstoffes wie z. B. eines Laminatbodens wie in 1 dargestellt konzipiert.
Ein Hochdrucklaminat 10 kann einen dünnen Aluminiumoxidhaltigen Zurichtebogen 11 aufweisen,
der mit einer Schutzsubstanz wie z. B. Melaminharz imprägniert ist,
die Farbechtheit, Härte,
chemische Beständigkeit
und auch Beständigkeit
gegenüber
kurzer Wassereinwirkung verleiht. Das Hochdrucklaminat 10 kann
eine Dekorlage 12 unter dem Zurichtebogen 11 besitzen, bei
der es sich um eine melaminbehandelte Lage handeln kann, sowie phenolharzimprägnierte
Kraftpapierbögen 13 und 14 unter
der Dekorlage.
-
Herkömmlicherweise
ist die Verstärkungsschicht ähnlich konzipiert.
Wie in 1 dargestellt, kann
die Verstärkungsschicht
eines dekorativen Hochdrucklaminats 10 zwei phenolharzimprägnierte Kraftpapierbögen 16 und 17 unter
dem Substrat 15 und eine Kompensations- bzw. Entlastungs-
oder Ausgleichsschicht 18 eines mit einer Schutzsubstanz imprägnierten
Zurichtepapiers unter den Kraftpapierbögen 16 und 17 umfassen,
um den Zurichtebogen 11 der Dekorseite zu kompensieren
bzw. zu entlasten. Bei Bodenlaminaten kann es sich bei solchen Schutzsubstanzen
um ein Melaminharz handeln. Typischerweise sind sowohl die Verstärkungsschicht als
auch die Dekorschicht mittels eines geeigneten Klebstoffes an das
Substrat 15 gebunden.
-
Wie
der Fachmann erkennen wird, sind die zuvor diskutierten Dekor- und
Verstärkungsschichten rein
beispielhaft und sollen die Beschreibung der vorliegenden Erfindung
nicht auf die zuvor beschriebenen Strukturen beschränken.
-
Nach
dem Verlegen z. B. durch Zusammenkleben mehrerer Laminatbodenstücke an den
Nähten,
ist das Dekorlaminat einer anderen Umgebung ausgesetzt als das Verstärkungslaminat.
Das heißt, das
exponierte Dekorlaminat ist Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen
der Raumumgebung ausgesetzt. Im Gegensatz dazu ist das Verstärkungslaminat
Temperatur- und Feuchtigkeitsänderungen
des Unterbodens, auf dem der Laminatboden aufgebracht ist, ausgesetzt.
Darüber
hinaus beeinträchtigt
eine längere
Einwirkung von Flüssigkeiten wie
z. B. Wasser, auf das Verstärkungslaminat,
z. B. das Eindringen von Feuchtigkeit durch den Unterboden, nicht
nur das Verstärkungslaminat,
sondern auch das Substrat. Die herkömmlichen Bodenplatten sind
jedoch nicht dafür
konzipiert oder anderweitig richtig daran angepasst, den Unterschied
zwischen den Umgebungen, denen das Dekor- bzw. das Verstärkungslaminat
ausgesetzt ist, zu kompensieren.
-
Eine
erfindungsgemäße Lösung, um
das Eindringen von Feuchtigkeit wie z. B. Wasserdampf oder Luftfeuchtigkeit
in die Verstärkungsschicht
zu verhindern, ist die Verwendung einer flüssigkeitsundurchlässigen Schicht,
z. B. einer Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht,
im unteren Teil der Verstärkungsschicht,
um das Eindringen von Feuchtigkeit wie z. B. Wasser in flüssiger Form
im Wesentlichen zu verhindern. Diese erfindungsgemäße Lösung ist
in der zuvor zitierten US-Patentanmeldung mit dem Titel "Laminate" im Detail offenbart.
-
Zwar
stellt die Einarbeitung der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
in die Verstärkungsschicht
des Laminatbodens gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der US-Patentanmeldung mit dem Titel "Laminate" eine erhebliche Verbesserung der Beständigkeit
des gesamten Verbundstoffes gegenüber stehendem Wasser dar, doch
man stellte fest, dass die Empfindlichkeit des Dekorlaminats gegenüber Bedingungen
geringer Luftfeuchtigkeit zunimmt, da in der darin offenbarten bevorzugten
Ausführungsform
die Melaminkompensationsschicht 18 in dem Verstärkungslaminat
durch eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht
ersetzt ist. Daher kann die Bewegung der Melaminschicht 11 der
Dekorseite unter Bedingungen geringer Luftfeuchtigkeit bewirken,
dass sich die Bodenplatte ohne Beständigkeit aufwirft, da die flüssigkeitsundurchlässige Schicht kein
gleichmäßiges und
entgegen gesetztes Schrumpfen erzeugt und daher die Seitenränder der Platte
nach oben zeigen (positive Aufwerfung). Eine solche positive Aufwerfung
der Bodenplatte ist visuell störend
und macht häufig
einen Austausch des gesamten Bodens notwendig. Das Verstärkungslaminat,
wie es in der bevorzugten Ausführungsform
in der zuvor zitierten US-Patentanmeldung mit dem Titel "Laminate" beschrieben ist,
besteht aus der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
auf einer Außenfläche eines
von mehreren phenolharzimprägnierten Kraftpapierbögen. Die
melaminbehandelte Kompensationslage ist in das in der bevorzugten
Ausführungsform
der zuvor zitierten US-Patentanmeldung mit
dem Titel "Laminate" beschriebene Verstärkungslaminat
nicht eingearbeitet, da zwischen der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
und der Melaminschicht unter Umständen keine ausreichende Bindung
erzielt wird. Es wurden Versuche unternommen, die durch Luftfeuchtigkeit
bewirkte Bewegung des Dekorlaminats durch Steigerung der Anzahl
und des Gewichts der phenolharzimprägnierten Kraftpapierbögen in dem
Verstärkungslaminat
zu kompensieren und/oder ihr entgegenzuwirken, um eine starke Verstärkungsschicht
zu erhalten. Solche Bemühungen
führten
jedoch nicht zu einer Verstärkungsschicht,
die stark genug ist, die Bewegung des Dekorlaminats zu kompensieren,
wenn zur Verbesserung der Ver schleißfestigkeit zwei oder mehr
melaminbehandelte Lagen in dem Dekorlaminat verwendet wurden.
-
In
der bevorzugten Ausführungsform
der zuvor zitierten US-Patentanmeldung mit dem Titel "Laminate employing
liquid resisutant film and two sided sheet" wird ein Verfahren zur Einarbeitung
einer melaminbehandelten Kompensationslage in das Verstärkungslaminat
beschrieben. In der bevorzugten Ausführungsform der zuvor zitierten
Anmeldung kann zwischen die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
und die Melaminschicht eine Phenolharzschicht eingefügt werden,
so dass sowohl die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
als auch die Melaminschicht in demselben Laminat verwendet werden können, um
die gewünschten
Flüssigkeitundurchlässigkeits-
und Kompensationseigenschaften zu verleihen. Um jedoch einen Verbundstoff
mit einem bestimmten charakteristischen Material auf der Außenfläche des
obersten Laminats oder Dekorlaminats richtig zu kompensieren, kann
es wünschenswert sein,
dass sich die Kompensationsschicht in der Nähe der unteren Außenfläche des
Verstärkungslaminates
befindet. Daher kann es wünschenswert sein,
dass sich die Melaminkompensationsschicht dann, wenn ein Laminatboden
eine melaminimprägnierte
Zurichteschicht als oberste Außenfläche der Dekorseite
besitzt, in der Nähe
der unteren Außenfläche des
Laminates befindet, um die oberste Zurichteschicht richtig zu kompensieren.
Wie in der bevorzugten Ausführungsform
der zuvor zitierten Patentanmeldung mit dem Titel "Laminate employing
liquid resistant film and two sided sheet" grenzt die Kompensationsschicht jedoch
nicht an die flüssigkeitsundurchlässige Schicht,
da eine Lage einer dritten Substanz wie z. B. eines Phenolharzes
zwischen die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
und die Kompensationsschicht eingefügt wird, da sich die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
und die Kompensationsschicht nicht richtig aneinander binden.
-
Daher
besteht im Stand der Technik Bedarf an einem System sowie einem
Verfahren zur Herstellung von Laminaten, die die Vorteile der Melaminkompensationsschicht
und die Vorteile der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
bieten.
-
Es
besteht im Stand der Technik weiterhin Bedarf an einem System sowie
einem Verfahren zur Herstellung von Laminaten, bei denen zwei Schichten,
z. B. eine Kompensationsschicht und eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht,
die die gewünschten Eigenschaften
verleihen, in einer Laminatanordnung aneinander angrenzend platziert
werden können.
-
Diese
und andere Aufgaben, Merkmale und technischen Vorteile werden durch
ein System sowie ein Verfahren erreicht, die eine Schicht mit einer
gewünschten
Eigenschaft so anpassen, dass sie mit einer anderen Schicht mit
einer gewünschten
Eigenschaft kompatibel ist, so dass beide Schichten, die die gewünschten
Eigenschaften verleihen, in einer Laminatpluatte aneinander angrenzend
verwendet werden können.
Eine Substanz in einer Kompensationsschicht eines Laminatverbundstoffes
wie z. B. Melamin in einer melaminharzimprägniuerten Lage kann beispielsweise
so angepasst werden, dass sie eine verbesserte Bindung mit einer
flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
wie z. B. einer Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht
bietet.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Kompensationslage wie z. B.
eine melaminimprägnierte
Lage angrenzend an die die flüssigkeitsundurchlässigen Eigenschaften verleihende
Schicht, z. B. eine Styren-Maleinsäureanhydrid-Schicht platziert.
Die Kompensationslage kompensiert vorzugsweise die durch die Bewegung einer
Schutzschicht in dem Dekorlaminat erzeugte Spannung und verhindert
beispielsweise eine positive Aufwerfung eines Bodenverbundstoffes.
Die Styren-Maleinsäureanhydrid-Schicht
verleiht dem Verbundstoff eine weitere gewünschte Eigenschaft, z. B. Flüssigkeitsundurchlässigkeit.
Die melaminimprägnierte
Lage der bevorzugten Ausführungsform
kann so angepasst werden, dass sie eine gewünschte Bindung mit der flüssigkeitsundurchlässigen Lage
bietet. Dies ist besonders nützlich,
da herkömmliche
melaminimprägnierte
Lagen keine gewünschte
Bindung mit der flüssigkeitsundurchlässigen Lage
bieten.
-
Daher
werden die Melaminschicht und die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
in dieser Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aneinander angrenzend platziert, so dass
dem Verbundstoff mit dem Verstärkungslaminat
sowohl Flachheit als auch eine verbesserte Beständigkeit gegenüber Flüssigkeiten
verliehen werden können.
Die Reihenfolge der Lagen in dem Verstärkungslaminat wird von der
her kömmlichen
Laminatkonstruktion so abgeändert, dass
die Kompensationslage nicht mehr die äußerste Schicht ist. In dieser
Ausführungsform
kann die Kompensationslage jedoch in der Nähe der Außenfläche des Laminates platziert
werden, um eine entsprechende Schicht der Dekorseite zu kompensieren
und so ein gewünschtes
Kompensationslaminat zu erzeugen.
-
In
der bevorzugten Ausführungsform
wird ein Haftvermittler wie z. B. Silan mit einer die gewünschte Kompensationseigenschaft
verleihenden Substanz, z. B. einem Melaminharz in einer zuvor bestimmten
Menge gemischt, um der Kompensationssubstanz die gewünschte Hafteigenschaft
zu verleihen. In der bevorzugten Ausführungsform beträgt die einem
Melaminharz zur Kompensation eines Laminates zugesetzte Silanmenge
0,1 bis 0,5 Gew.-% des Melaminharzes. Nun kann ein Laminatmaterial
z. B. mittels Beschichten, Sättigen
und/oder Imprägnieren eines
Zurichtebogens mit dem Melaminharz unter Verwendung herkömmlicher,
im Stand der Technik bekannter Verfahren, z. B. unter Verwendung
einer Kiss-Coating-Vorrichtung oder eines gegenläufigen Walzenstreichers mit
einem Melaminharz behandelt werden. Das melaminbehandelte Laminatmaterial kann
angrenzend an die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
platziert und Wärme
und Druck ausgesetzt werden, um das Harz wie im Stand der Technik
bekannt zu härten
und das gewünschte
Laminat mit den gewünschten
Flüssigkeitsbeständigkeits-
und Kompensationseigenschaften zu erzeugen, wobei die die gewünschten
Eigenschaften verleihenden Schichten aneinander grenzen.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann eine erste Seite eines Laminatmaterials
wie z. B. ein Kraftpapierbogen mit dem Gemisch aus Melaminharz und
Silan behandelt werden. Die andere Seite des Haltepapiers kann mit Melamin,
einem Gemisch aus Melamin und Silan oder einer Substanz, die dem
Laminat Struktureigenschaften verleiht, z. B. einem Phenolharz behandelt werden.
In der zuvor zitierten, gemeinsam übertragenen US-Patentanmeldung
mit dem Titel "System
and method for two sided sheet treating" sind ein System sowie ein Verfahren
zur Herstellung eines solchen Laminatmaterials sowie die Grundzüge der Vorteile der
doppelt behandelten Lage im Detail offenbart. Daher kann in dieser
alternativen Ausführungsform ein
solcher Kraftpapierbogen angrenzend an eine Schicht platziert werden,
die dem Laminat eine andere gewünschte
Eigenschaft verleiht, z. B. die flüssigkeitsundurchlässige Schicht,
wobei sich die melaminharzbehandelte Oberfläche neben der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
befindet, so dass die die gewünschte
Kompensationseigenschaft verleihende Schicht an die die gewünschte Flüssigkeitsundurchlässigkeitseigenschaft
verleihende Schicht grenzt. Eine solche Platzierung der Schichten
positioniert die melaminharzimprägnierte
Lage in der Nähe
der Außenfläche des
Laminats, so dass dem Laminat bessere Kompensationseigenschaften
verliehen werden, um eine positive Verwerfung des Verbundstoffes im
Wesentlichen zu verhindern.
-
Die
zuvor diskutierten unterschiedlichen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung bieten Vorteile, die im Stand der Technik nicht erhältlich sind.
Die so konstruierte Laminatplatte bietet beispielsweise aufgrund
der Einarbeitung der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht,
vorzugsweise als äußerster
Schicht, in das Verstärkungslaminat
Undurchlässigkeit
gegenüber
Flüssigkeiten
wie z. B. Wasser und aufgrund der Einarbeitung einer Schicht, z.
B. der melaminharzimprägnierten
Schicht in das Verstärkungslaminat
Kompensationseigenschaften, so dass der Verbundstoff über einen
breiteren Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungsbereich im Wesentlichen
flach bleiben kann. Darüber
hinaus kann die Kompensationssubstanz in der zuvor diskutierten
bevorzugten Ausführungsform
in der Nähe
der Außenfläche des
Laminats platziert werden, da die Kompensationsmelaminschicht von
der Außenfläche des
Verbundstoffes nur durch die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
getrennt ist, so dass die gewünschten
Kompensationseigenschaften entstehen. In typischen Laminaten bildet
die zu kompensierende Oberfläche,
z. B. der melaminimprägnierte
Zurichtebogen des Dekorlaminates die äußerste Fläche des Dekorlaminats. Daher
ist es wünschenswert,
dass sich die Kompensationsschicht in der Nähe der Außenfläche des Verstärkungslaminates
befindet.
-
Darüber hinaus
erlaubt ein mit der Kompensationssubstanz imprägnierter Zurichtebogen aus dem
Stand der Technik nur die Verwendung einer begrenzten Menge der
Kompensationssubstanz, z. B. Melamin, und kann daher dem Zug der
Melaminschicht des Dekorlaminates nicht widerstehen, insbesondere
wenn mehr als eine Schicht der melaminharzimprägnierten Lage in der Dekorseite
des Laminats ver wendet wird. Andererseits kann das Laminat der zuvor
diskutierten alternativen Ausführungsform mit
mehr Melaminharz pro Einheitsfläche
der Lage versehen werden, da der Kraftpapierbogen mehr Melamin absorbieren
kann als ein herkömmlicher,
in Laminaten aus dem Stand der Technik verwendeter Zurichtebogen,
so dass eine stärker
Verstärkungsschicht
entsteht. Daher kann das Laminat in der zuvor diskutierten alternativen
Ausführungsform
mit einer größeren Menge
der Kompensationssubstanz, z. B. Melamin, gesättigt werden, so dass das Laminat selbst
dann, wenn die Dekorseite mehr als eine melaminharzimprägnierte
Lage verwendet, flach bleiben kann, so dass dem Laminat eine gewünschte Schutzeigenschaft
verliehen wird.
-
Daher
ist es ein technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung, ein flüssigkeitsundurchlässiges Laminat
zur Verwendung bei Dekorplatten wie z. B. Bodenplatten bereitzustellen.
-
Es
ist ein weiterer technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung,
ein hydrophobes Laminat mit den gewünschten Kompensationseigenschaften
zur Verhinderung einer Verwerfung des Laminats unter Extrembedingungen
bereitzustellen.
-
Es
ist ein weiterer technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung,
ein Laminat mit einer flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
und einer an die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
angrenzenden Kompensationsschicht bereitzustellen.
-
Es
ist ein weiterer technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung,
ein flüssigkeitsundurchlässiges Bodenlaminat
mit einem Substrat auf Holzbasis bereitzustellen.
-
Es
ist ein weiterer technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung,
ein flüssigkeitsundurchlässiges Bodenlaminat
mit einer Kernschicht oder einem Kernsubstrat aus einem Wechselsubstratmaterial (ASM)
mit den gewünschten
Kompensationseigenschaften bereitzustellen.
-
Es
ist ein weiterer technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung,
ein äußerstes
wasserfestes Bodenlaminat mit einer die gewünschten Kompensationseigenschaf ten
verleihenden Schicht, die an die äußerte wasserfeste Schicht grenzt,
bereitzustellen.
-
In
den vorstehenden Angaben wurden die Merkmale und technischen Vorteile
der vorliegenden Erfindung in ihren Grundzügen recht ausführlich dargestellt,
damit die nachfolgende detaillierte Beschreibung der vorliegenden
Erfindung besser verständlich ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung, die den Gegenstand
der Ansprüche
der Erfindung bilden, werden nachfolgend beschrieben. Der Fachmann
sollte erkennen, dass die Konzeptionierung und die offenbarte spezifische
Ausführungsform
als Basis für
die Modifizierung oder Entwicklung anderer Strukturen zur Durchführung derselben
Zwecke der vorliegenden Erfindung genutzt werden können. Der Fachmann
sollte außerdem
erkennen, dass solche äquivalenten
Konstruktionen nicht vom Geist und Umfang der Erfindung, wie sie
in den beigefügten
Ansprüchen
dargelegt sind, abweichen.
-
Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Laminat zur Verwendung in einem
Endprodukt bereitzustellen, das Folgendes umfasst: eine erste thermoplastische
Schicht, die dem Endprodukt eine erste gewünschte Eigenschaft verleiht,
und eine zweite harzbehandelte Schicht, die dem Endprodukt eine zweite
gewünschte
Eigenschaft verleiht, wobei das Harz der zweiten Schicht mit einer
ersten Substanz angepasst wurde, um eine verbesserte Haftung der zweiten
Schicht an der ersten Schicht zu erzeugen, was die aneinander angrenzende
Positionierung der ersten und zweiten Schicht erlaubt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das Endprodukt aus der Gruppe
bestehend aus einer Bodenplatte, einer Thekenplatte, einer Tischplatte,
einer Außenwand,
einer Innenwand, einer Seitenverkleidung, einer Dachplatte, einer
Fassadenverkleidung und einer Arbeitsplatte ausgewählt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die zweite harzbehandelte Schicht
ein Kraftpapierbogen, der auf der einen Seite mit dem mit der ersten
Substanz angepassten Harz und auf der anderen Seite mit Phenolharz
beschichtet ist, wobei die phenolharzbeschichtete Seite des Kraftpapierbogens von
der ersten thermoplastischen Schicht abgewandt ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist eine erste Fläche eines ersten Laminatmaterials
mit dem mit der ersten Substanz angepassten Harz und eine entgegen
gesetzte Fläche
des ersten Laminatmaterials mit Phenolharz beschichtet, so dass
dem Laminat Struktureigenschaften verliehen werden.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das erste Laminatmaterial ein
Kraftpapierbogen.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das erste Laminatmaterial angrenzend
an die erste thermoplastische Schicht positioniert, wobei die phenolharzbeschichtete
Oberfläche
des Laminatmaterials von der ersten thermoplastischen Schicht abgewandt
ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Laminat weiterhin ein
zweites Laminatmaterial, das auf entgegen gesetzten Oberflächen mit
Melaminharz bzw. Phenolharz beschichtet ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das zweite Laminatmaterial angrenzend
an die zweite Schicht positioniert, wobei die melaminharzbeschichtete
Oberfläche
des zweiten Laminatmaterials der zweiten harzbehandelten Schicht
gegenüber
liegt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die zweite harzbehandelte Schicht
ein drittes Laminatmaterial, das auf einer ersten Oberfläche mit Melaminharz
und auf einer zweiten Oberfläche
mit dem mit der ersten Substanz angepassten Harz beschichtet ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das dritte Laminatmaterial angrenzend
an die erste thermoplastische Schicht positioniert, wobei die mit
dem an gepassten Harz beschichtete Oberfläche des dritten Laminatmaterials
an die erste thermoplastische Schicht grenzt.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein Laminat bereitzustellen,
das weiterhin einen phenolharzimprägnierten Kraftpapierbogen umfasst,
der angrenzend an die nicht angepasste melaminharzbeschichtete Oberfläche des
drittes Laminatmaterials positioniert ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Laminat weiterhin ein
melaminharzimprägniertes
viertes Laminatmaterial, das angrenzend an die nicht angepasste
melaminharzbeschichtete Oberfläche
des dritten Laminatmaterials positioniert ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Laminat weiterhin einen
phenolharzimprägnierten
fünften
Kraftpapierbogen, der angrenzend an das vierte Laminatmaterial positioniert ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das dritte Laminatmaterial eine
für die
Sättigung
mit einem Harz geeignete Lage.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Laminat weiterhin eine
angrenzend an die dritte Schicht positionierte Dekorschicht zwischen
der dritten und der zweiten Schicht.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Laminat weiterhin ein
zwischen der Dekorschicht und der zweiten Schicht positioniertes Substrat.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das Substrat ein Substrat auf
Nichtholzbasis.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das Substrat ein Substrat auf
Holzbasis.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung befinden sich die erste und die zweite
Substanz wünschenswerterweise
in dem Laminat in derselben gewünschten
Schicht.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Bodenplatte bereitzustellen,
die Folgendes umfasst: eine erste Schicht einer Schutzsubstanz zum Schutz
der Bodenplatte vor externen Faktoren, eine zweite Schicht einer
flüssigkeitsundurchlässige Eigenschaften
verleihenden Substanz und eine dritte Schicht einer Kompensationssubstanz,
wobei die dritte Schicht die erste Schicht der Schutzsubstanz kompensiert,
die dritte Schicht angrenzend an die zweite Schicht zwischen der
ersten und der zweiten Schicht positioniert ist und die Kompensationssubstanz
so angepasst ist, dass sie zwischen der zweiten und der dritten
Schicht eine gewünschte
Haftung erzeugt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Anpassung der Kompensationssubstanz
das Mischen einer zuvor bestimmten Menge eines Haftvermittlers mit
der Kompensationssubstanz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist der Haftvermittler Silan.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Anpassung der Kompensationssubstanz
das Mischen von etwa 0,1 bis 0,5 Gew.-% eines Haftvermittlers mit
der Kompensationssubstanz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Bodenplatte eine vierte
Schicht einer Struktureigenschaften verleihenden Substanz, wobei
die vierte Schicht zwischen der ersten und der dritten Schicht positioniert
ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Bodenplatte weiterhin
ein zwischen der ersten und der vierten Schicht positioniertes Substrat.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Bodenplatte weiterhin
eine fünfte Schicht
einer Schutzsubstanz, die der Bodenplatte verbesserte Schutz eigenschaften
verleiht, wobei die fünfte
Schicht zwischen der ersten Schicht und dem Substrat positioniert
ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Bodenplatte weiterhin
eine sechste Schicht der Kompensationssubstanz, die der Bodenplatte
verbesserte Kompensationseigenschaften verleiht, wobei die sechste
Schicht zwischen der dritten und der vierten Schicht positioniert
ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung sind entgegengesetzte Oberflächen des
Kraftpapierbogens mit der sechsten Schicht der Kompensationssubstanz
bzw. der vierten, Struktureigenschaften verleihenden Schicht beschichtet.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung sind entgegengesetzte Oberflächen eines Kraftpapierbogens
mit der dritten Schicht der Kompensationssubstanz bzw. der sechsten
Schicht der Kompensationssubstanz beschichtet.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Bodenplatte weiterhin
eine siebte Schicht der Kompensationssubstanz, wobei die siebte
Schicht zwischen der vierten und der sechsten Schicht positioniert
ist und dem Laminat eine gewünschte
negative Aufwerfung verleiht.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die Schutzsubstanz Melaminharz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die Kompensationssubstanz Melaminharz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die zweite Schicht eine Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht,
die der Bodenplatte eine gewünschte
Flüssigkeitsundurchlässigkeitseigenschaft
verleiht.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Bodenplatte weiterhin
eine achte, angrenzend an die erste Schicht positionierte Dekorschicht,
die der Bodenplatte eine gewünschte
Dekoroberfläche
verleiht, sowie eine neunte Schicht ei nes phenolharzimprägnierten
Kraftpapiers, wobei die achte Dekorschicht zwischen der ersten und
der dritten Schicht und die neunte Schicht zwischen der achten und
der dritten Schicht positioniert ist.
-
Es
ist außerdem
eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines
Laminates bereitzustellen, das folgende Schritte umfasst: Auswählen einer
ersten Substanz, die dem Laminat eine erste gewünschte Eigenschaft verleiht,
Auswählen
einer zweiten Substanz, die dem Laminat eine zweite gewünschte Eigenschaft
verleiht, wobei die erste und die zweite Substanz in mindestens
einer Hinsicht nicht miteinander kompatibel sind, Anpassen der zweiten
Substanz mit einer ausgewählten
Menge einer dritten Substanz, was zu einem ersten Gemisch führt, das
mit der ersten Substanz in mindestens einer Hinsicht kompatibel
ist, Bereitstellen einer die erste Substanz umfassenden ersten Schicht
und Bereitstellen einer das erste Gemisch umfassenden zweiten Schicht,
wobei die erste und die zweite Schicht aneinander angrenzend positioniert
sind.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung beträgt die ausgewählte Menge
der dritten Substanz etwa 0,1 bis 0,5 Gew.-% der zweiten Substanz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die dritte Substanz ein Haftvermittler.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die dritte Substanz Silan, das
der zweiten Substanz eine gewünschte
Bindungseigenschaft verleiht.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die erste an das Laminat zu verleihende
Eigenschaft Flüssigkeitsundurchlässigkeit.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die erste Substanz ein Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer,
das dem Laminat eine Flüssigkeitsundurchlässigkeitseigenschaft
verleiht.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die zweite Substanz Melaminharz,
das dem Laminat eine gewünschte
negative Aufwerfung verleiht.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die zweite an das Laminat zu
verleihende Eigenschaft eine Kompensationseigenschaft.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst der Anpassungsschritt den
Schritt des Mischens der ausgewählten
Menge der dritten Substanz mit einer zuvor bestimmten Menge der
zweiten Substanz, so dass ein erstes Gemisch entsteht.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst der Bereitstellungsschritt
den Schritt der Behandlung eines ersten Laminatmaterials mit dem
ersten Gemisch.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin den
Schritt der Bereitstellung einer vierten Substanz, die dem Laminat
eine Schutzeigenschaft verleiht, wobei die zweite Substanz die vierte
Substanz des Laminats kompensiert.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die vierte Substanz Melaminharz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung bindet sich die erste Substanz nicht
richtig an die zweite Substanz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin folgende Schritte:
Bestimmen einer Menge einer fünften
Substanz zur Beschichtung einer ersten Seite eines ersten Laminatmaterials,
wobei die fünfte
Substanz mit der zweiten Substanz kompatibel ist, und Beschichten
einer ersten Seite eines ersten Laminatmaterials mit der bestimmten
Menge der fünften
Substanz, um dem Laminat eine gewünschte Struktureigenschaft zu
verleihen.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst der Schritt der Bereitstellung
der zweiten Schicht folgende Schritte: Bestimmen einer Menge eines
ersten Gemisches zur Beschichtung einer zweiten Seite des ersten
Laminatmaterials, um dem Laminat eine zweite Eigenschaft zu verleihen,
und Beschichten der zweiten Seite des ersten Laminatmaterials mit
der bestimmten Menge des ersten Gemisches.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst der Schritt der Bereitstellung
der zweiten Schicht weiterhin den Schritt des Positionierens des
ersten Laminatmaterials, wobei die mit dem ersten Gemisch beschichtete
Seite des ersten Laminatmaterials der ersten Schicht des Laminats
gegenüber
liegt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst der Schritt zur Bereitstellung
der zweiten Schicht folgende Schritte: Behandeln eines zweiten Laminatmaterials
mit dem ersten Gemisch und Positionieren des zweiten Laminatmaterials
angrenzend an die erste Schicht des Laminats.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin folgende Schritte:
Bestimmen einer Menge der zweiten Substanz zur Beschichtung einer
zweiten Seite des ersten Laminatmaterials, um dem Laminat die zweite
Eigenschaft zu verleihen, und Beschichten der zweiten Seite des
ersten Laminatmaterials mit der bestimmten Menge der zweiten Substanz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin den
Schritt des Positionierens des ersten Laminatmaterials, wobei die
mit der zweiten Substanz beschichtete Seite des ersten Laminatmaterials
dem zweiten Laminatmaterial gegenüber liegt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst der Schritt der Bereitstellung
der zweiten Substanz die Schritte des Beschichtens einer ersten
Seite eines dritten Laminatmaterials mit dem ersten Gemisch und
des Beschichtens einer zweiten Seite des dritten Laminatmaterials
mit der zweiten Substanz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst der Schritt der Bereitstellung
der zweiten Substanz weiterhin den Schritt des Positionierens des
dritten La minatmaterials, wobei die mit dem ersten Gemisch beschichtete
Seite des dritten Laminatmaterials an die erste Schicht des Laminats
grenzt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin die
Schritte des Imprägnierens
eines vierten Laminatmaterials mit einer sechsten Substanz und das
Positionieren des vierten Laminatmaterials angrenzend an die mit der
zweiten Substanz beschichtete Seite des dritten Laminatmaterials,
um dem Laminat eine gewünschte Struktureigenschaft
zu verleihen.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin die
Schritte des Imprägnierens
eines fünften
Laminatmaterials mit der zweiten Substanz und das Positionieren
des fünften
Laminatmaterials angrenzend an die mit der zweiten Substanz beschichtete
Seite des dritten Laminatmaterials, um dem Laminat eine verbesserte Kompensationseigenschaft
zu verleihen.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin die
Schritte des Imprägnierens
eines sechsten Laminatmaterials mit einer siebten Substanz und das
Positionieren des sechsten Laminatmaterials angrenzend an das fünfte Laminatmaterial,
um dem Laminat eine gewünschte Struktureigenschaft
zu verleihen.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin den
Schritt des Bestimmens einer Menge der zweiten Substanz zur Verleihung
einer gewünschten
negativen Aufwerfung in dem Laminat bei Herstellung inklusive erster
und zweiter Substanz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung wird die negative Aufwerfung vorhersehbar
erreicht, ohne dass eine Anpassung der Eigenschaften anderer Schichten
des Laminats erforderlich ist.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das dritte Laminatmaterial ein
Kraftpapierbogen, das fünfte
Laminatmaterial ein Zurichtebogen, das sechste La minatmaterial ein
Kraftpapierbogen, die zweite Substanz Melaminharz und die siebte Substanz
Phenolharz.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist das dritte Laminatmaterial ein
Kraftpapierbogen, das vierte Laminatmaterial ein Kraftpapierbogen,
die zweite Substanz Melaminharz und die sechste Substanz Phenolharz.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Bodenplatte bereitzustellen,
die Folgendes umfasst: eine erste Schicht einer flüssigkeitsundurchlässige Eigenschaften
verleihenden Substanz und eine zweite Schicht einer Kompensationssubstanz,
wobei die zweite Schicht der Bodenplatte eine gewünschte Kompensationseigenschaft
verleiht, angrenzend an die erste Schicht positioniert ist und so
angepasst ist, dass sie zwischen der ersten und der zweiten Schicht eine
gewünschte
Haftung erzeugt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Anpassung der zweiten
Schicht die Behandlung der zweiten Schicht mit einer zuvor bestimmten
Menge eines Haftvermittlers.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung wird Silan als Haftvermittler eingesetzt.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Anpassung der zweiten
Schicht das Aufbringen von etwa 0,1 bis 0,5 Gew.-% eines Haftvermittlers
auf die zweite Schicht.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die Bodenplatte weiterhin
eine dritte Schicht einer Struktureigenschaften verleihenden Substanz,
wobei die dritte Schicht angrenzend an die zweite Schicht positioniert
ist und die Struktureigenschaften verleihende Substanz mit der Kompensationssubstanz
kompatibel ist.
-
Für ein vollständigeres
Verständnis
der vorliegenden Erfindung und deren Vorteile wird nun auf die folgende
Beschreibung Bezug genommen, die in Verbindung mit den nachfolgenden
Zeichnungen zu sehen ist, in denen:
-
1 ein Schema einer Laminatplatte
aus dem Stand der Technik ist;
-
2 ein Schema einer Verstärkungsschicht gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
-
3 ein Schema einer Verstärkungsschicht gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
-
4 ein Schema einer Verstärkungsschicht gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
-
5 ein Schema einer Verstärkungsschicht gemäß einer
vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
-
6 ein Schema einer Verstärkungsschicht gemäß einer
fünften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
-
7 ein System zur Behandlung
einer Lage mit einer Substanz gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt und
-
8 eine Tabelle ist, die
die Ergebnisse experimenteller Tests darstellt, die unter Verwendung des
Laminats von 2 auf einer
Bodenplatte durchgeführt
wurden.
-
2 stellt ein Schema eines
Laminats, z. B. eines Verstärkungslaminats
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar. In der in 2 dargestellten Ausführungsform schließt das Laminat 20 eine
Schicht mit einer gewünschten
Eigenschaft, z. B. eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht 21,
vorzugsweise eine Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht
ein. Das Styren-Maleinsäurenanhydrid-Copolymer
ist vorzugsweise DYLARK TM, hergestellt von NOVA Chemicals, Inc. Ein
Laminatmaterial zur Verleihung einer anderen gewünschten Eigenschaft, z. B.
eine melaminharzimprägnierte
Schicht 22 kann an die flüssigkeitsundurchlässige Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht 21 grenzen.
Das in Schicht 22 verwendete Laminatmaterial kann ein herkömmlicher
Zurichtebogen sein. Falls gewünscht,
können
ein oder mehrere phenolharzimprägnierte
Kraftpapierbögen wie
z. B. Bogen 23 an die melaminharzimprägnierte Schicht 22 grenzen.
-
Das
Styren-Copolymer ist hydrophob, wodurch es weniger durchlässig für Flüssigkeiten
wie z. B. Wasser ist. Natürlich
können,
wenn andere Materialien genutzt werden, um das erfindungsgemäß angepasste
Laminat zu erzeugen, Polymere oder ungesättigte Monomere mit anderen
Eigenschaften und/oder einer anderen chemischen Zusammensetzung
zur Verleihung von Undurchlässigkeit
gegenüber
Flüssigkeiten
wie z. B. Wasser und einer Bindung, wie zuvor beschrieben, verwendet
werden. Styren-Maleinsäureanhydrid
weist eine gute Wärmestabilität sowie
hervorragende Bindungseigenschaften mit phenolharzimprägniertem
Kraftpapier auf. Die hervorragende Bindung von Styren-Maleinsäureanhydrid
mit Phenolharz ist das Ergebnis der starken Wasserstoffbindungen
zwischen dem Säureanhydrid und
den nicht umgesetzten Hydroxylgruppen des Phenolharzes und/oder
der tatsächlichen
chemischen Vernetzung zwischen diesen beiden Stellen. Das Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer
erzeugt jedoch nicht dieselbe gewünschte Bindung mit der melaminharzimprägnierten
Schicht 22. Man glaubt, dass verschiedene, für den Behandlungsprozess während der
Herstellung des Laminats verwendete Zusätze in dem Melaminharz die
Wasserstoffbindungen, die zwischen den Aminstellen und dem Säureanhydrid
entstehen können,
stören.
-
Daher
wird das Melamin in der melaminharzimprägnierten Schicht 22 in
der bevorzugten Ausführungsform
vorzugsweise vor dem Imprägnieren
des Laminatmaterials angepasst, um der Schicht 22 eine gewünschte Bindungseigenschaft
zu verleihen und eine überlegene
Bindung der melaminimprägnierten Schicht 22 mit
der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 21 zu
erleichtern. Um dem Melaminharz die gewünschte Bindungseigenschaft
zu verleihen, können
eine zuvor ausgewählte
Menge eines Haftvermittlers wie z. B. Silan und eine zuvor bestimmte Menge
einer Kompensationssubstanz wie z. B. Melamin in ein Mischgefäß gegossen
werden. Das Mischgefäß ist vorzugsweise
mit einem Mischschaft mit Propellern zur Dispersion des Haftvermittlers
wie z. B. Silan in dem Melamin versehen bzw. verbunden. Sobald das
Melamin und das Silan vermischt sind, kann das Gemisch in einen
Behandlungsbereich zur Behandlung eines Laminatmaterials, z. B.
eines Zurichtebogens, mit dem Melamin gepumpt oder anderweitig befördert werden.
In der bevorzugten Ausführungsform
beträgt
die Silanmenge in dem Melamingemisch 0,1 bis 0,5 Gew.-% des Melamins.
Vorzugsweise wird für
beste Ergebnisse Z-6040 Silane, hergestellt von Dow Corning TM verwendet,
auch wenn jede Art Silan verwendet werden kann, ohne vom Geist der
vorliegenden Erfindung abzuweichen. Das Z-6040 Silane kann als 3-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
bezeichnet werden.
-
Silan
weist eine gute Wärmestabilität sowie hervorragende
Bindungseigenschaften mit der Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht
auf. Die hervorragenden Bindungseigenschaften des Silans sind das
Ergebnis der Hydroxy(OH)-Gruppen auf dem Silan. Die Hydroxygruppen
des Silans stellen Bindungsstellen bereit, die als Rezeptoren oder Verbindungen
zwischen dem Styren-Maleinsäureanhydrid
und dem Melamin dienen. Daher stellt das Silan in der melaminharzimprägnierten
Schicht 22 Bindungsstellen bereit, die die Erzeugung von
Bindungen und damit eine bessere Haftung zwischen der Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht 21 und
der melaminharzimprägnierten
Schicht 22 der bevorzugten Ausführungsform erleichtern.
-
Die
melaminharzimprägnierte
Schicht 22 der bevorzugten Ausführungsform kann mittels jedes
geeigneten Verfahrens mit Melamin behandelt werden. In der bevorzugten
Ausführungsform
kann eine dem Fachmann bekannte herkömmliche Kiss-Coating-Vorrichtung
zur Behandlung des Laminatmaterials, z. B. eines Zurichtebogens
verwendet werden. 7 stellt
ein schematisches Diagramm eines bevorzugten Systems 70 dar,
das zum Imprägnieren des
Zurichtebogens mit Melamin verwendet werden kann. Das System umfasst
eine Lage S in Form einer Rolle 701, eine Reihe von Walzen 702, 703, 704, 705, 706, 707, 710,
eine Wanne 708, eine Dosiervorrichtung 711 und
eine Konditioniervorrichtung 712, bei der es sich um einen
Ofen zur Anwendung einer kontrollierten Wärmemenge für das nachfolgende Härten einer
Substanz handeln kann. Die Wanne 708 enthält die Substanz 709.
Die Dosiervorrichtung 711 steuert die Menge der Substanz 709,
die auf der Lage S verbleibt.
-
Die
Lage S wird abgewickelt und an den Walzen 702, 703, 704, 705, 706, 707 und 710 entlang
zu der Härtvorrichtung 712 geleitet.
Die Walzen 702, 703, 704, 705, 706, 707 halten
eine gleichmäßige Spannung
auf der Oberfläche
der Lage S und verhindern, dass sie durchhängt und/oder reißt. Die
Spannung auf der Lage S kann durch Einstellen der Geschwindigkeit
der Walzen und/oder des darauf mittels Mitläuferwalzen 702, 703, 704, 705, 706 und/oder 710 ausgeübten Drucks
variiert werden. Zwar ist in dem bevorzugten System eine Reihe von
Walzen 702, 703, 704, 705, 706, 707 und 710 dargestellt, doch
der Betrieb der vorliegenden Erfindung erfordert nicht den Einsatz
all dieser Walzen. Es können z.
B. nur ausgewählte
Walzen vorgesehen sein, je nach der gewünschten Spannung und dem gewünschten
Druck, der auf die Lage S ausgeübt
werden soll.
-
Die
Substanz 709 wird mittels einer Pumpe (nicht dargestellt)
in die Wanne 708 geleitet. Die Konzentration der Substanz 709 in
der Wanne 708 kann durch die Pumpe so gesteuert werden,
dass die Pumpe automatisch mehr Substanz 709 in die Wanne 708 pumpt,
wenn die Substanz 709 unter eine bestimmte Konzentration
fällt.
Die Walze 707 kann je nach der für das Imprägnieren der Lage S erforderlichen
Menge der Substanz 709 bis zu einem gewissen Grad in die
Substanz 709 eingetaucht sein. Die Walze 707 kann
zur Steuerung der Tiefe, bis zu der die Lage S in die Substanz 709 in
der Wanne 708 eingetaucht ist, und damit zur Steuerung
der Menge der in die Lage S imprägnierten
Substanz 709 angehoben oder gesenkt werden. Daher kann
durch das Senken der Walze 707 eine größere Menge der Substanz 709 in
die Lage S imprägniert
werden. Darüber hinaus
kann die gewünschte
Menge der in die Lage S zu imprägnierenden
Substanz 709 auch durch die Pumpe gesteuert werden. Außerdem kann
durch Steuern der Geschwindigkeit der Walzen der Zeitraum, über den
unterschiedliche Teile der Lage S in der Wanne 708 eingetaucht
bleiben, und damit die Menge der Substanz 709, die auf
unterschiedliche Teile der Lage S aufgebracht werden, gesteuert
werden.
-
In
der dargestellten bevorzugten Ausführungsform läuft die
Lage S um die Walze 710, die hinter der Walze 707 angeordnet
ist. Die Dosiervorrichtung 711, die sich vorzugsweise in
der Nähe
der Walze 710 befindet, um die dadurch erzeugte Positionierung
der Oberfläche
der Lage S zu nutzen, kann zur weiteren Steuerung der Menge der
Substanz 709, die auf der Lage S verleibt, verwendet werden.
Daher kann die Menge der Substanz 709, die auf der Lage S
verbleibt, sobald die Lage S durch Eintauchen in die Wanne 708 mit
der Substanz 709 imprägniert worden
ist, durch die Dosiervorrichtung 711 weiter genau gesteuert
werden, damit eine gewünschte Menge
der Substanz in der Lage verbleibt. Daher kann die Dosiervorrichtung 711,
falls gewünscht,
eingestellt werden, indem sie z. B. zu der Walze 710 bewegt
wird, so dass die Menge der Substanz 709, die in der Lage
S verbleibt, reduziert wird. Der Überschuss der Substanz 709,
der von der Lage S entfernt wird, wird vorzugsweise in der Wanne 708 aufgefangen.
Andererseits kann die Menge der Substanz 709, die auf der
Lage S verbleibt, falls gewünscht,
durch Einstellen der Dosiervorrichtung 711, z. B. durch
Erhöhung
des Abstandes der Dosiervorrichtung 711 von der Walze 710 erhöht werden.
-
Die
Dosiervorrichtung 711 kann jede Vorrichtung sein, die die
Menge der Substanz 709, die in der Lage S verbleibt, genau
steuern kann. In der bevorzugten Ausführungsform ist die Dosiervorrichtung 711 ein
Luftmesser, das durch Entfernen der überschüssigen Beschichtung der Substanz 709 von
der Lage S zur präzisen
Steuerung der Menge des Beschichtungsmaterials, das in der Lage
S verbleibt, verwendet werden kann. Daher umfasst die Dosiervorrichtung 711 in
der bevorzugten Ausführungsform eine
Luftschicht, die unter einem Druck in einem Winkel von einer schlitzförmigen Luftdüse auf die
Oberfläche
der Lage S projiziert wird. Daher wird die Luftschicht, während die
Lage S auf einer beweglichen Auflage wie z. B. der Walze 710 gelagert
ist, auf die Lage S projiziert, so dass die Luft in solch einem
Winkel auf die Lage S trifft, dass eine gewünschte Menge der Substanz 709 von
der Lage S entfernt werden kann.
-
Die
Menge der Substanz 709, die auf der Lage S verbleibt, kann
durch Steuerung der über
die Oberfläche
der Lage S geblasenen Luftmenge, der Kraft der über die Oberfläche der
Lage S geblasenen Luft, des Winkels, in dem die Luftschicht auf
die Oberfläche
der Lage S trifft und/oder der Zeit, während der das Luftmesser in
die Oberfläche
der Lage S eingreift, d. h. der Geschwindigkeit, mit der die Lage
an dem Luftmesser vorbei bewegt wird, und/oder der Zeit, die zwischen
dem Auftragen der Substanz und dem Eingriff des Luftmessers verstreicht,
eingestellt werden. Durch Erhöhen
des Abstandes der Dosiervorrichtung 711 von der Walze 710 beispielsweise
kann die Menge der Substanz 709, die in der Lage S verbleibt,
infolge der Reduzierung der Auftreffkraft der Luftschicht des Luftmessers der
bevorzugten Aus führungsform
gegen die Oberfläche
der Lage S erhöht
werden. Dementsprechend schließt
die bevorzugte Ausführungsform
eine Reihe von Schraubenreglern am Ende der Dosiervorrichtung 711 zur
Einstellung des Abstandes von der Lage S ein. Es kann jedoch jedes
Mittel zur Einstellung des Abstandes der Dosiervorrichtung von der
Oberfläche der
Lage S verwendet werden, z. B. ein pneumatischer mechanischer Regler,
ein Exzenter und Aufhalter, ein elektrisch betriebener Regler wie
z. B. ein computergesteuerter Servomechanismus, usw.
-
Die
Lage S wird dann vorzugsweise einem B-Zustands-Prozess oder einem
anderen Konditionierungsschritt unterzogen, um die Substanz 709 z. B.
durch Trocknen oder Härten
vorzugsweise zu konditionieren. Zu diesem Zweck kann die Lage S
durch eine Konditioniervorrichtung 712 geleitet werden.
Die Umgebung in der Konditioniervorrichtung 712 kann, falls
gewünscht,
so gesteuert werden, dass unterschiedliche Temperaturen, Luftströme, Geschwindigkeiten,
Drücke,
Katalysatoren oder dergleichen an unterschiedlichen Punkten in der
Konditioniervorrichtung 712 aufrecht erhalten werden können, um
ein effizientes Härten
der Substanz 709 zu erleichtern. Zu diesem Zweck können z.
B. unterschiedliche Heizelemente in unterschiedlichen Teilen der
Konditioniervorrichtung 712 vorgesehen sein, so dass sich
ein Teil der Konditioniervorrichtung 712 besser für das Härten der
Substanz 709 und ein andere Teil der Konditioniervorrichtung 712 besser
für das
Härten
einer anderen Substanz eignet.
-
Weiterhin
kann, falls gewünscht,
eine optimale Temperatur oder ein anderes Konditionierattribut bei
Anwendung in Kombination mit dem genau gesteuerten, erfindungsgemäßen Aufbringen
des Beschichtungsmaterials so berechnet werden, dass die Substanz 709 bis
zu einem akzeptablen Grad gehärtet
wird. Der akzeptable Grad der Härtung
kann basierend auf der ultimativen Anwendung der Lage S bestimmt
werden.
-
Zwar
wurde die Konditioniervorrichtung 712 als einzelne Vorrichtung
beschrieben, es kann jedoch ein Reihe von Vorrichtungen verwendet
werden, um die gewünschte
Härtung
der Substanzen zu erzielen. Die Reihe von Vorrichtungen kann eine
Kombination von Konditioniervorrichtungen, Kühlschränken, Benetzungsvorrichtun gen,
Trocknungsvorrichtungen, usw. sein. Darüber hinaus kann es wünschenswert sein,
eine Kombination von Bedingungen wie z. B. Temperatur, Druck, Feuchtigkeitsgrad,
usw. in der Konditioniervorrichtung 712 zu steuern, um
ein gewünschtes
Ergebnis, z. B. einen gewünschten
Eindringgrad der Substanz 709 in die Lage S zu erreichen.
-
Die
in 2 dargestellte Ausführungsform stellt
eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht 21 bereit,
die das Eindringen von Feuchtigkeit in das Verstärkungslaminat verhindert. Außerdem verleiht
die Kompensationsschicht 22 der in 2 dargestellten Ausführungsform dem Verbundstoff
die erforderlichen Kompensationseigenschaften und kompensiert eine
Schicht der Dekorseite wie z. B. eine Zurichteschicht der Schutzsubstanz,
z. B. Melamin, indem sie dem durch die entsprechende Schicht des
Dekorlaminats (in der Figur nicht dargestellt) ausgeübten Druck
entgegenwirkt und damit eine Aufwerfung des Verbundstoffes verhindert,
d.h. bewirkt, dass der Verbundstoff im Wesentlichen flach bleibt.
Darüber
hinaus kann es, da die Schicht der Schutzsubstanz in typischen Dekorlaminaten
die äußerste Fläche auf
der Dekorseite ist, wünschenswert
sein, dass sich die Kompensationsschicht 22 der in 2 dargestellten Ausführungsform
auf der Verstärkungsseite
so nah wie möglich
an der Außenfläche befindet,
um dem durch die Schicht der Schutzsubstanz ausgeübten Druck
effektiver entgegenzuwirken. Da die melaminharzimprägnierte
Kompensationsschicht 22 der Ausführungsform von 2 angrenzend an die flüssigkeitsundurchlässige Schicht 21 positioniert
ist, befindet sie sich sehr nahe an der Außenfläche des Laminats und verleiht
dem Laminat so eine für
das Laminat charakteristische, gewünschte Kompensationseigenschaft.
-
Typischerweise
beträgt
die Dicke der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 21 von 2 5 mils, die Dicke der
Melaminharzschicht 22 schwankt zwischen 3 mils und 7 mils
und die Dicke des phenolharzimprägnierten
Kraftpapiers 23 schwankt zwischen 7 mils und 11 mils. Daher
schwankt die Dicke des Verstärkungslaminats
in der in 2 dargestellten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung typischerweise zwischen 15 mils und 23
mils. Bei einigen Anwendungszwecken kann es jedoch wünschenswert
sein, dass die Dicke der Verstärkungsschichten
weniger als 15 mils beträgt.
-
Daher
umfasst eine in 3 dargestellte
alternative Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ein Laminatmaterial 32, z. B.
einen Kraftpapierbogen, der auf einer Seite mit einer eine gewünschte Eigenschaft
verleihenden Substanz, z. B. einer Kompensationssubstanz wie Melamin
und auf der anderen Seite mit derselben oder einer anderen, eine
andere gewünschte
Eigenschaft verleihenden Substanz, z. B. einer Struktureigenschaften
verleihenden Substanz wie Phenolharz behandelt ist. In der zuvor zitierten,
gemeinsam übertragenen
US-Patentanmeldung mit dem Titel "System and method for two sided sheet
treating", auf deren
Offenbarung hierin Bezug genommen wird, sind ein System sowie ein
Verfahren zur Bereitstellung eines solchen Laminatmaterials dargestellt
und beschrieben.
-
In
der in 3 dargestellten
Ausführungsform
schließt
das Laminat 30 von unter nach oben eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht 31 wie
z. B. eine Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht
und ein Laminatmaterial 32 wie z. B. einen auf einer Seite
mit Melaminharz und auf der anderen Seite mit Phenolharz behandelten
Kraftpapierbogen ein. In der Ausführungsform von 3 liegt die melaminharzbehandelte Seite
des Kraftpapierbogens 32 der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 31 gegenüber, da
das Melamin in der Schicht 32, wie mit Bezug auf 2 zuvor beschrieben, angepasst
wurde, um überlegene
Bindungseigenschaften mit der Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht 31 zu
erzeugen. Die flüssigkeitsundurchlässige Schicht 31 verleiht
dem Laminat eine erste gewünschte
Eigenschaft, sie macht das Laminat z. B. im Wesentlichen feuchtigkeitsbeständig. Das
melamin-/phenolharzimprägnierte
Kraftpapier 32 verleiht dem Laminat sowohl eine gewünschte Kompensationseigenschaft
als auch eine gewünschte
Struktureigenschaft.
-
Typischerweise
beträgt
die Dicke der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 31 von 3 5 mils und die Dicke des
melamin-/phenolharzimprägnierten
Kraftpapiers 32 schwankt je nach Art des verwendeten Kraftpapiers
zwischen 7 mils und 11 mils. Daher kann die Dicke des Verstärkungslaminats
je nach der Dicke der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 31 und
der Dicke des melamin-/phenolharzimprägnierten Kraftpapiers 32 zwischen
12 mils und 16 mils schwanken. Das Verhältnis von Phenolharz zu Melaminharz
in dem Kraftpapier 32 kann verändert werden, um die Kompensationseigenschaft
der Lage, wie in der zuvor zitierten US-Patentanmeldung mit dem
Titel "System and
method for two sided sheet treating" dargestellt, zu erhöhen. In dieser Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist die Dicke der Verstärkungsschicht
geringer als die Dicke der in der Ausführungsform von 2 dargestellten Verstärkungsschicht. Darüber hinaus
erlaubt das Verstärkungslaminat
von 3 wie in der Ausführungsform
von 2, dass zwei gewünschte Eigenschaften
verleihende Schichten, die sich natürlicherweise nicht aneinander
binden, aneinander angrenzend platziert werden und eine gewünschte Bindung
aufweisen.
-
Die
in 3 dargestellte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung verleiht dem Laminat dann, wenn die Anzahl
der Schutzschichten auf der Dekorseite 1 beträgt, die
gewünschten
Eigenschaften wie z. B. Flüssigkeitsundurchlässigkeits-
und Kompensationseigenschaften. Diese Ausführungsform kann jedoch in anderen
Fällen,
z. B. wenn die Anzahl der Schutzschichten auf der Dekorseite mehr als
1 beträgt,
wie z. B. bei kommerziellen oder anderen verschleißintensiven
Anwendungszwecken, die eine größere Abriebfestigkeit
erfordern, keine adäquaten
Kompensationseigenschaften bieten. In solchen Fällen ist die Melamingesamtmenge
auf den kombinierten Schutzschichten auf der Dekorseite sehr hoch
und hat eine verstärkte
Tendenz, das Laminat nach oben zu ziehen, was eine positive Aufwerfung
bewirkt. Diese Wirkung ist unter trockenen und feuchtigkeitsarmen
Bedingungen besonders ausgeprägt.
Daher kann es wünschenswert
sein, eine größere Menge
der Kompensationssubstanz in der Verstärkungs- oder Kompensationsseite
des Laminats zu haben, um der Bewegung der zusätzlichen Schutzschichten entgegenzuwirken.
-
Daher
ist in der in 4 dargestellten
Ausführungsform
eine zusätzliche
Schicht 42 eines Laminatmaterials, z. B. ein herkömmlicher
Zurichtebogen, der mit einer eine gewünschte Eigenschaft verleihenden
Substanz, z. B. einer Kompensationssubstanz wie Melamin imprägniert ist,
in das Verstärkungslaminat
eingearbeitet. Das Laminat 40 der Ausführungsform von 4 schließt von unten nach oben eine
flüssigkeitsundurchlässige Schicht 41,
z. B. eine Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht,
ein Laminatmaterial 42, z. B. einen melaminharzimprägnierten herkömmlichen
Zurichtebogen und ein weiteres Laminatmaterial 43, z. B.
einen auf einer Seite mit Melaminharz und auf der anderen Seite
mit Phenolharz behandelten Kraftpapierbogen ein. In der Ausführungsform
von 4 verleiht die flüssigkeitsundurchlässige Schicht 41 dem
Laminat eine erste gewünschte
Eigenschaft, sie macht das Laminat z. B. im Wesentlichen feuchtigkeitsbeständig. Die
melaminharzimprägnierte
Schicht 42 grenzt an die flüssigkeitsundurchlässige Schicht 41,
da es wünschenswert
ist, dass sich die Melaminschicht in der Nähe der Außenfläche der Verstärkungsschicht befindet,
um die Schutzschicht der Dekorseite zu kompensieren. Der Kraftpapierbogen 43 kann
an das Laminatmaterial 42 grenzen, wobei die Melaminseite des
Kraftpapierbogens 43 an das melaminimprägnierte Laminatmaterial 42 grenzt.
In der in 4 dargestellten
Ausführungsform
kann die Phenolschicht des Kraftpapierbogens 43, falls
gewünscht,
an ein Substrat (in der Figur nicht dargestellt), z. B. ein herkömmliches
Substrat auf Holzbasis oder ein Substrat auf Nichtholzbasis, wie
es in der zuvor zitierten US-Patentanmeldung mit dem Titel "Polymeric foam compositions
and method of making, substrates made from such compositions and
method of making, products made from such substrates and method
of making" beschrieben
ist, grenzen, um eine Bindung des Verstärkungslaminats mit dem Substrat
zu erlauben.
-
Typischerweise
beträgt
die Dicke der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 41 von 4 5 mils, die Dicke der
Melaminschicht 42 schwankt zwischen 3 mils und 7 mils und
die Dicke des melamin-/phenolharzimprägnierten Kraftpapiers 43 schwankt
je nach Art des verwendeten Kraftpapiers zwischen 7 mils und 11
mils. Es ist wünschenswert,
dass das Laminat der Ausführungsform
von 4 mehr Melamin besitzt
als das Laminat der Ausführungsform
von 3, um die vielfachen
Schutzschichten auf der Dekorseite richtig zu kompensieren und den
Verbundstoff flach zu halten. Verstärkungsschichten aus dem Stand
der Technik verwenden spezielle, melaminharzimprägnierte Zurichtebögen. Der
Kraftpapierbogen mit Phenolharz auf der einen und Melaminharz auf
der anderen Seite wurde jedoch angepasst, um, wie in der zuvor zitierten
US-Patentanmeldung mit dem Titel "System and method for two sided sheet treating" diskutiert, eine
gewünschte
Melaminmenge aufnehmen zu können.
Daher kann der Kraftpapierbogen eine größere Menge Melamin aufnehmen
als dies bei einem Zurichtebogen möglich ist. Zwar ist in der
bevorzugten Ausführungsform
nur die Hälfte
des Kraftpapiers mit Melamin imprägniert, doch die Melaminmenge
in der Schicht 43 kann je nach dem speziellen Anwendungszweck
erhöht
werden und entspricht in den meisten Fällen der Menge, mit der ein herkömmlicher
Zurichtebogen imprägniert
ist, oder übersteigt
sie. Daher ist ein Vorteil der in 4 dargestellten
Ausführungsform,
dass eine größere Menge
der Kompensationssubstanz in dem Verstärkungslaminat enthalten ist,
da das Kraftpapier mehr Harz pro Bogen bereitstellt als ein herkömmlicher, melaminharzimprägnierter
Zurichtebogen. Weiterhin wird in der Ausführungsform von 4 eine zusätzliche Schicht eines melaminharzimprägnierten
Laminatmaterials zur Verleihung besserer Kompensationseigenschaften,
z. B. durch Verleihung von mehr Festigkeit und Steifigkeit, eingesetzt,
um die vielfachen Schutzschichten der Dekorseite zu kompensieren.
Daher wird die Flachheit des Verbundstoffes in dieser Ausführungsform
aufgrund der hohen Melaminkonzentration in dem Verstärkungslaminat
sowohl unter feuchtigkeitsintensiven als auch feuchtigkeitsarmen
Bedingungen aufrecht erhalten.
-
Außerdem kann,
falls gewünscht,
nur das Melamin in der melaminharzimprägnierten Schicht 42 mit
einem Haftvermittler, z. B. Silan angepasst werden, um die gewünschte Bindung
mit der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 41 zu
erzeugen, da Melaminharz die gewünschte
Bindung mit der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
nicht natürlicherweise
erzeugt. Es ist nicht wünschenswert,
das in der Melamin/Phenol-Schicht 43 verwendete Melamin (mit
einem Haftvermittler) anzupassen, da sich das Melamin in der Melamin/Phenol-Schicht 43 leicht
an das Melamin in der Schicht 42 bindet. Dies würde zu Kosteneinsparungen
führen,
da die wünschenswerterweise
mit dem Melamin zu vermischende Silanmenge reduziert wird. Falls
gewünscht,
kann das Melamin in beiden Schichten 42 und 43 jedoch
mit Silan angepasst werden. Weiterhin ist das so hergestellte Laminat
feuchtigkeitsbeständig
und wirft sich aufgrund der Gegenwart der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 41 in
fließendem
oder stehendem Wasser nicht auf.
-
Zwar
wurde die Ausführungsform
von 4 so beschrieben,
dass die Melaminseite des Kraftpapiers 43 der melaminimprägnierten
Schicht 42 gegenüber
liegt, das Kraftpapier 43 alternativer Ausführungsformen
kann jedoch umgekehrt liegen, so dass die Phenolseite des Kraftpapiers 43 der
Melaminseite des Kraftpapiers 42 gegenüber liegt und ein kompensiertes
Laminat entsteht.
-
5 stellt eine alternative
Ausführungsform des
Laminats der in 4 dargestellten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar, bei der die melaminimprägnierte
Schicht 42 von 4 durch
ein auf beiden Seiten melaminbeschichtetes Laminatmaterial 52 und
die Melamin/Phenolschicht 43 durch einen phenolharzimprägnierten
Kraftpapierbogen 53 ersetzt wurde. Das Laminat 50 der
dargestellten Ausführungsform
von 5 schließt von unten
nach oben eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht 51,
ein Laminatmaterial 52, z. B. einen auf beiden Seiten melaminharzbeschichteten
Kraftpapierbogen und ein weiteres Laminatmaterial 53, z.
B. einen phenolharzimprägnierten
Kraftpapierbogen ein. In der Ausführungsform von 5 grenzt die Melamin/Melamin-Schicht 52 an
die flüssigkeitsundurchlässige Schicht 51,
da es wünschenswert
ist, dass sich die Melaminschicht in der Nähe der Außenfläche des Laminats befindet,
um die Schutzschicht, die die Außenfläche der Dekorseite bildet,
zu kompensieren. Das Melamin auf der Oberfläche der Schicht 52,
die der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 51 gegenüber liegt,
kann zur Verleihung einer gewünschten
Bindung mit der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 51 angepasst
werden. Wie zuvor diskutiert, kann dies durch Mischen eines Haftvermittlers
wie Silan in Melaminharz unter Verwendung des zuvor beschriebenen
Verfahrens vorzugsweise vor der Behandlung des Laminatmaterials
mit Melamin erfolgen, wobei vorzugsweise das in der zuvor zitierten
US-Patentanmeldung mit dem Titel "System and method for two sided sheet
treating" beschriebene
Verfahren angewandt wird. Darüber
hinaus ist es nicht ausschlaggebend, das Melamin, mit dem die dem
phenolharzimprägnierten
Kraftpapier 53 gegenüber
liegende Seite des Laminatmaterials 52 beschichtet ist,
anzupassen, da sich das phenolharzimprägnierte Kraftpapier 53 leicht
an die angrenzende melaminbeschichtete Seite des Kraftpapiers 52 binden
würde.
In alternativen Ausführungsform
kann die herkömmliche Schicht 53 mit
anderen Harzen imprägniert
oder weggelassen werden, ohne vom Geist der vorliegenden Erfindung
abzuweichen.
-
Wie
zuvor diskutiert, macht die mit derselben Substanz, z. B. Melamin,
auf beiden Seiten zweiseitig behandelte Lage 52 die Notwendigkeit,
melaminimprägnierte
Zu richtebögen
zu verwenden, um die melaminharzimprägnierten Zurichtebögen der
Dekorseite zu kompensieren, überflüssig. Typischerweise sind
die Zurichtebögen
teurer als der Kraftpapierbogen. Daher ist ein Vorteil der Ausführungsform
von 5 der vorliegenden
Erfindung, dass die Herstellungskosten der flüssigkeitsundurchlässigen Laminate
reduziert werden. Weiterhin kann die Menge der Kompensationssubstanz
je nach der zur Kompensation des/der melaminimprägnierten Zurichtebogens/Zurichtebögen der
Dekorseite erwünschten Menge
gesteuert werden. Daher kann die Menge des imprägnierten Melamins je nach dem
speziellen Anwendungszweck erhöht
oder reduziert werden. Darüber
hinaus kann die Menge des verwendeten Haftvermittlers, z. B. Silan
so eingestellt werden, dass weniger als ein festgelegter Prozentsatz,
z. B. 50%, des Melamingesamtgehaltes des Kraftpapierbogens 52 den
Haftvermittler enthält.
-
6 stellt eine in 5 dargestellte alternative
Ausführungsform
des Laminats der vorliegenden Erfindung dar, bei der vorzugsweise
zwischen der Melamin/Melamin-Schicht 52 von 5 und dem phenolharzimprägnierten
Kraftpapier 53 von 5 eine
zusätzliche
Schicht eines Laminatmaterials, z. B. ein Zurichtebogen, der mit
einer eine gewünschte Eigenschaft
verleihenden Substanz, z. B. Melaminharz imprägniert ist, eingefügt wird.
Daher schließt das
Laminat 60 der dargestellten Ausführungsform von 6 von unten nach oben eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht 61,
z. B. eine Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht,
ein Laminatmaterial 62, z. B. ein auf beiden Seiten melaminharzbeschichtetes
Kraftpapier und ein weiteres Laminatmaterial 63, wie z.
B. einen melaminharzimprägnierten Zurichtebogen
ein. In alternativen Ausführungsformen
kann jede zum Imprägnieren
mit einem Harz, z. B. einem Melaminharz geeignete Lage als Laminatmaterial 63 verwendet
werden. In der Ausführungsform
von 6 grenzt die Melamin/Melamin-Schicht 62 an
die flüssigkeitsundurchlässige Schicht 61,
da es wünschenswert
ist, dass sich die Melaminschicht in der Nähe der Außenfläche des Laminats befindet, um
die Schutzschicht, die die Außenfläche der
Dekorseite bildet, zu kompensieren. Das Melamin auf der der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 61 gegenüberliegenden
Seite der Schicht 62 kann zur Verleihung einer gewünschten
Bindung mit der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht 61 angepasst
werden. Darüber
hinaus ist es nicht notwendig, das Melamin, mit dem die der melaminharzimprägnierten Schicht 63 gegenüber liegende
Seite des Laminatmaterials 62 beschichtet ist, anzupassen,
da sich die melaminharzimprägnierte
Schicht 63 leicht an die angrenzende melaminbeschichtete
Seite des Kraftpapiers 62 binden würde. Falls gewünscht, können sich
ein oder mehrere Schichten des phenolharzimprägnierten Kraftpapiers 64 auf
der Schicht 63 befinden. In alternativen Ausführungsformen
kann die zusätzliche Schicht 64 mit
anderen Harzen beschichtet oder nicht vorhanden sein, ohne vom Geist
der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
-
Daher
ist jede Kombination von Laminatkonfigurationen denkbar, bei der
die flüssigkeitsundurchlässige Schicht,
z. B. eine Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht die äußerste Lage
ist. Der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
kann eine Kombination einer gewünschten
Anzahl Melaminlagen, doppelt behandelter Melamin/Melamin-Lagen oder doppelt
behandelter Melamin/Phenol-Lagen in einer beliebigen Reihenfolge
folgen, so dass eine Melaminschicht an die Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht
grenzt und das Melaminharz, das an die Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht grenzt,
einen Silanhaftvermittler enthält.
Darüber
hinaus kann eine gewünschte
Anzahl phenolharzimprägnierter
Kraftpapierbögen
zwischen die Melaminlagen oder doppelt behandelten Lagen positioniert werden.
Weiterhin können
die phenolharzimprägnierten
Haltepapierbögen
auch hinter die Melaminlagen (und/oder doppelt behandelten Lagen)
positioniert werden, so dass sich die Melaminlagen (und/oder doppelt
behandelten Lagen) zwischen der Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Lage
und den Phenollagen befinden.
-
Experimente
haben gezeigt, dass die zuvor beschriebenen Ausführungsformen der Laminate der vorliegenden
Erfindung verbesserte Kompensationseigenschaften verleihen. Die
Wirkung der Einarbeitung der Melaminkompensationslage in das Verstärkungslaminat
ist in der Tabelle von 8 dargestellt. Bei
der Durchführung
des Experimentes wurden zwei 7' × 5' große Böden über einem
Unterboden aus Spanplatten in einer Kammer mit kontrollierter Umgebung
verlegt. Die die einzelnen Böden
bildenden Platten wurden mittels eines Urethanklebstoffes miteinander
verbunden. Der erste Boden 1 besaß ein Verstärkungslaminat, das aus einer
Schicht eines Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymers
und drei Lagen eines phe nolharzimprägnierten 140 Ib-Kraftpapiers
bestand. Der zweite Boden 2 besaß ein Verstärkungslaminat, das aus einer
Schicht eines Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymers, einer
Lage eines mit Silan und Melamin behandelten Zurichtematerials und
drei Lagen eines phenolharzimprägnierten 140 Ib-Kraftpapiers
bestand. Beide Böden
besaßen
ein identisches Substrat und identische Dekorlaminate. Die Aufwerfung
der einzelnen Bodenplanken wurde bei der Verlegung nach Nass- bzw.
Trockenkonditionierung über
die Länge
von 7' gemessen.
Die Nass- bzw. Trockenaufwerfung der unterschiedlichen verlegten
Bodenplatten ist in der Tabelle von 8 dargestellt.
Der Mittelwert aller Planken der einzelnen Böden ist in der letzten Reihe
der Tabelle von 8 angegeben.
In der Tabelle von 8 weist
ein negativer Wert darauf hin, dass die Bodenplatte zum Unterboden
nach unten gekrümmt
ist. Ein positiver Wert weist darauf hin, dass die Bodenplatte vom
Unterboden weg nach oben gekrümmt
ist. Alle Werte sind in Inch angegeben.
-
Das
spezifische Konditionierungsprogramm für die Bodenmuster sieht wie
folgt aus. Die Temperatur in der Feuchtigkeitskammer wurde von 9
bis 11 Uhr bei 70 EF gehalten, die relative Luftfeuchtigkeit bei
50%. Um 11 Uhr wurde in der Feuchtigkeitskammer ein zyklischer Prozess
gestartet, bei dem Temperatur und Feuchtigkeit zweimal verändert wurden. Die
Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit in der Kammer wurden zunächst um
11 Uhr auf 90 EF und 90% relative Luftfeuchtigkeit (heiße und nasse
Bedingungen) geändert
und bis 17 Uhr so belassen, dann um 17 Uhr auf 90 EF und 10% relative
Luftfeuchtigkeit (heiße
und trockene Bedingungen) geändert
und bis 8 Uhr am nächsten
Tag so belassen.
-
Es
wurde beobachtet, dass die Platten des Bodens 1 aus der
Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht
und den drei Phenolharzschichten bei Verlegung eine geringere negative
Aufwerfung aufwiesen, wie durch die Werte in der Spalte "Verlegt" der Tabelle von 8 angegeben. Andererseits wiesen
die Platten des Bodens 2 aus einer Styren-Maleinsäureanhydrid-Copolymer-Schicht,
der mit Silan angepassten melaminbehandelten Zurichteschicht und
den drei Phenolharzschichten bei Verlegung eine stärkere negative
Aufwerfung auf. Da die Bodenplatten von 11 bis 17 Uhr bei hoher
Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit konditioniert wurden, hat die
exponierte Melaminzurichteschicht (die Schutzschicht) auf der Außenfläche der
Dekorseite des Bodenverbundstoffes die Tendenz, Wasser zu absorbieren
und die Platten leicht quellen zu lassen. Dieses Quellen der obersten
Laminatplatte drückt
die Platten des Bodens nach unten, was eine erhöhte negative Aufwerfung bewirkt,
wie durch die Werte in der Spalte "Nass" der
Tabelle von 8 angegeben.
Da die Bodenplatten nachfolgend von 17 bis 8 Uhr am nächsten Tag
bei hoher Temperatur und geringer Luftfeuchtigkeit konditioniert
werden, trocknet das exponierte Melamin der Dekorseite der Platten
aus und schrumpft. Es wurde beobachtet, dass die Platten des Bodens 1 ohne
Kompensationsschicht eine stärkere
positive Aufwerfung zeigten als die Platten des Bodens 2,
die aus der aneinander angrenzenden Kompensations- und der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
bestanden, wie in der Spalte "Trocken" der Tabelle von 8 angegeben. Die positive
Aufwerfung des Verbundstoffes ist nicht wünschenswert, da sich die Nähte zwischen
den Planken nach oben biegen, was visuell störend ist. Dies vermittelt den
Eindruck, dass sich die Nähte
zwischen den Bodenplanken öffnen,
was das Erscheinungsbild der Oberfläche beeinträchtigt. Der Bodenverbundstoff 1 wies
im Vergleich zu dem Bodenverbundstoff 2 eine stärkere positive
Aufwerfung auf. Darüber
hinaus war die positive Ausbeulung des Bodens 1 physisch
beobachtbar, wohingegen die negative Ausbeulung des Bodens 2 nicht
sichtbar war. Daher sollte es klar sein, dass Laminate mit einer
aneinander angrenzenden flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
und einer Kompensationsschicht, wie zuvor beschrieben, verbesserte Kompensationseigenschaften
verleihen.
-
Wie
zuvor erwähnt,
zeigte der Bodenverbundstoff 2 aus der Verstärkungsschicht
der Ausführungsform
von 2 der vorliegenden
Erfindung eine stärkere
und konsistente negative Aufwerfung bei oder nach der Verlegung
als der Boden 1. Dementsprechend können der Boden oder andere
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung hergestellte Laminate so hergestellt werden,
dass Produkte mit einer konsistenten negativen Aufwerfung entstehen.
Eine negative Aufwerfung ist bei flüchtigem Hinsehen für den Beobachter nicht
generell erkennbar und wird als flach wahrgenommen. Im Gegensatz
dazu jedoch scheint selbst eine kleine positive Aufwerfung unter
typischen Umständen,
unter denen laminierte Produkte verlegt werden, erkennbar zu sein.
Darüber
hinaus tendieren laminierte Produkte mit einer exponierten Melaminoberfläche unter
strengen Um gebungsbedingungen dazu, sich im Laufe der Zeit in positive
Richtung aufzuwerfen. Dementsprechend kann man sich auf die Verleihung
einer konsistenten, aber geringen negativen Aufwerfung im natürlichen
Zustand des Produktes verlassen, um einer solchen späteren positiven Aufwerfung
entgegenzuwirken und damit ein überlegenes
Produkt bereitzustellen, da die beobachtbare positive Aufwerfung
vermieden oder eliminiert werden kann. In einer bevorzugten Ausführungsform wird
daher eine Menge der Kompensationssubstanz wie z. B. Melamin bestimmt,
die aufgrund ihrer Eigenschaften die zuvor erwähnte anfängliche negative Aufwerfung
in einem Laminat bewirkt. Es hat sich herausgestellt, dass beispielsweise
die Verwendung von zwei Schichten des Melaminkompensationsmaterials
die zuvor beschriebene konsistente und leicht negative Aufwerfung
erzeugt.
-
Die
zuvor diskutierten verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung gelten als beispielhaft für Laminate, die erfindungsgemäß eingesetzt
werden können.
Verschiedene Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
als Dekor- und/oder Verstärkungslaminate
verwendet werden, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Dekorschichten können
z. B. verschieden Formen und Laminatschichten in einer Vielzahl
von Kombinationen aufweisen. Die Schichten des Verstärkungslaminates
als solche können
variiert werden, um Veränderungen
in der Dekorschicht zu ergänzen,
ohne vom Geist der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Darüber hinaus
können
die erfindungsgemäße flüssigkeitsundurchlässige Schicht und
die Kompensationsschicht, wie zuvor beschrieben, in der Dekorschicht
oder der Verstärkungsschicht,
falls gewünscht,
ohne entsprechende Verwendung eines Substrates eingesetzt werden.
Eine Platte mit einer flüssigkeitsundurchlässigen Schicht auf
einer oder allen Seiten und einer an die flüssigkeitsundurchlässige Schichte
grenzenden Kompensationsschicht beispielsweise kann in einer Reihe von
Ausrichtungen verwendet werden, um eine Oberfläche bereitzustellen, die flüssigkeitsundurchlässig ist
und sich nicht aufwirft, wenn ein Substrat unter Umständen nicht
erwünscht
ist.
-
Die
Laminate aus dem Stand der Technik verwenden Materialien auf Holzbasis
wie z. B. Sperrholz, Spanplatten, Graupappe, Faserplatten mittlerer Dichte,
Faserplatten hoher Dichte, usw. als Substrat. Zwar können die
zuvor beschriebenen verschiede nen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung mit jeder Art Substrat, z. B. Substraten auf Holzbasis und
Nichtholzbasis verwendet werden, doch die vorliegende Erfindung
ist für
die Verwendung bei Substraten aus Wechselsubstratmaterialien (ASM)
besonders nützlich.
Solche ASM können,
falls gewünscht, Nichtholzkerne
oder -substrate wie synthetische oder Nichtzellulose-Substratmaterialien,
z. B. recycelte Kunststoffsubstrate, ABS/PC, Nylon, PVC, Polystyrol,
Olefine oder derartige Materialien alleine oder in Kombination mit
derartigen oder andersartigen Materialien wie Kalziumcarbonat, Magnesiumhydroxid, Talk,
Lehm, Glasfasern, Kohlenstofffasern, Flammverzögerern, Rauchunterdückern, Wollastonit
einschließen.
Die fehlende Steifigkeit der Substrate auf Nichtholzbasis macht
die Anwendung der zuvor beschriebenen verschiedenen Ausführungsformen
der Laminate zur Verleihung der gewünschten Eigenschaften wie z.
B. Festigkeit und Kompensation an die Laminate wünschenswerter als die Verwendung der
herkömmlichen
Laminate mit Substraten auf Holzbasis.
-
Bei
den zuvor beschriebenen verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung wurde die in der Schicht zur Verleihung der zweiten gewünschten
Eigenschaft verwendete Substanz, z. B. Melamin angepasst, um die
gewünschte
Bindung mit der die erste gewünschte
Eigenschaft verleihenden Schicht, z. B. der flüssigkeitsundurchlässigen Schicht der
bevorzugten Ausführungsform
zu erzeugen. Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt, und
in alternativen Ausführungsformen
kann die die erste gewünschte
Eigenschaft verleihende Schicht so angepasst werden, dass die gewünschte Bindung
entsteht. In einer alternativen Ausführungsform beispielsweise kann
die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
selbst mit einem Haftvermittler wie z. B. Silan behandelt werden,
um die gewünschte
Bindung mit der die zweite gewünschte
Eigenschaft verleihenden Schicht, z. B. der melaminharzimprägnierten
Kompensationsschicht zu erzeugen. In einer Ausführungsform kann die die erste
gewünschte
Eigenschaft verleihende Schicht, z. B. die flüssigkeitsundurchlässige Schicht
in ein Silanbad eingetaucht werden, so dass die Oberfläche der
flüssigkeitsundurchlässigen Schicht
mit Silan behandelt wird, wodurch Bindungsstellen für die Bindung
mit der Substanz in der die zweite gewünschte Eigenschaft verleihenden
Schicht entstehen würden.
-
Darüber hinaus
wird die die zweite gewünschte
Eigenschaft verleihende Substanz in der bevorzugten Ausführungsform,
z. B. Melamin zwar vor der Behandlung eines Laminatmaterials angepasst;
doch die Erfindung ist nicht darauf beschränkt, und in alternativen Ausführungsformen
kann das Melamin nach der Behandlung des Laminatmaterials mit Silan
behandelt werden. In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung kann das Laminatmaterial beispielsweise zunächst mit
Melaminharz behandelt werden, um die gewünschten Kompensationseigenschaften
zu verleihen, und anschließend
mit einem Haftvermittler wie Silan, um die Bindung mit einer Schicht,
die dem Laminat flüssigkeitsundurchlässige Eigenschaften
verleiht, zu fördern.
-
Darüber hinaus
können
mehr als zwei Lagen des Laminatmaterials, dessen eine Seite mit
einer eine gewünschte
Eigenschaft verleihenden Substanz und dessen andere Seite mit derselben
oder einer anderen, eine gewünschte
Eigenschaft verleihenden Substanz beschichtet ist, verwendet werden,
ohne vom Geist der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Außerdem können die
verschiedenen Schichten zur Verleihung von Eigenschaften oder Funktionen
verwendet werden, die sich von den zuvor beschriebenen unterscheiden.
Daher kann die vorliegende Erfindung dazu verwendet werden, eine
Struktur mit guter Bindung und den gewünschten Eigenschaften zu erzeugen,
auch wenn Materialien mit diesen Eigenschaften sich nicht leicht
binden.
-
Der
Fachmann wird erkennen, dass die Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung zwar zuvor mit Bezug auf eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht
und eine Kompensationsschicht beschrieben wurden, die Erfindung
jedoch nicht darauf beschränkt ist
und die Lehren der vorliegenden Erfindung in jeder Situation eingesetzt
werden können,
in der es wünschenswert
ist, dass zwei Substanzen aneinander grenzen und die beiden Substanzen
nicht aneinander haften können.
Darüber
hinaus wurden die beispielhaften Ausführungsformen zwar mit Bezug
auf Verstärkungslaminate
diskutiert, doch die vorliegende Erfindung kann auch für die Dekorseite
der Laminate verwendet werden.
-
Zwar
wurden die vorliegende Erfindung und ihre Vorteile im Detail beschrieben,
doch es ist davon auszugehen, dass verschiedene Änderungen, Substituierungen
und Variationen erfolgen können,
ohne vom Geist und Umfang der Erfindung, wie sie in den beigefügten Ansprüchen definiert
sind, abzuweichen. Darüber
hinaus soll der Umfang der vorliegenden Erfindung nicht auf die
speziellen Ausführungsformen des
Prozesses, der Maschine, der Herstellung, der Materialzusammensetzung,
der Mittel, der Verfahren und der Schritte, wie sie in der Patentbeschreibung beschrieben
sind, beschränkt
sein. Der Fachmann wird aus der Offenbarung der vorliegenden Erfindung Prozesse,
Maschinen, Herstellung, Materialzusammensetzungen, Mittel, Verfahren
oder Schritte, die bereits existieren oder noch zu entwickeln sind
und im Wesentlichen dieselbe Funktion erfüllen oder im Wesentlichen dieselben
Ergebnisse liefern, leicht erkennen, da die hierin beschriebenen
entsprechenden Ausführungsformen
erfindungsgemäß eingesetzt werden
können.
Dementsprechend sollen die beigefügten Ansprüche in ihrem Umfang solche
Prozesse, Maschinen, Herstellung, Materialzusammensetzungen, Mittel,
Verfahren oder Schritte einschließen.