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Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine hitzebeständige
Kunststofffolie. Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin einen
Infusionsbeutel, gebildet aus der hitzebeständigen Kunststofffolie mit
ausgezeichneter Transparenz und Flexibilität. In der in dem Beutel enthaltenen
Flüssigkeit
wird keine signifikante Anzahl von unlöslichen feinen Teilchen gebildet.
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Hintergrund
der Erfindung
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Die Erfordernisse für medizinische
Behälter
aus Kunststoff, wie Infusionsbeutel oder Blutkonservierungsbeutel,
sind Flexibilität
und Transparenz. Zusätzlich
wird noch eine Hitzebeständigkeit
gegenüber
der Hochdruckwasserdampfsterilisation gefordert. Olefinpolymere
wie Polyethylen oder Polypropylen, Polyvinylchloride, Ethylenvinylacetatcopolymere
etc. sind herkömmlicherweise
als Material für
medizinische Behälter verwendet
worden. Von diesen ist insbesondere Polyethylen als Material für Infusionsbeutel
wegen seiner ausgezeichneten chemischen Beständigkeit verwendet worden.
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Jedoch hat, obgleich Polyethylen
mit niedriger Dichte eine relativ ausgezeichnete Flexibilität und Transparenz
hat, dieses doch aufgrund seines niedrigen Erweichungspunkts eine
schlechte Hitzebeständigkeit.
Aus diesem Grund widersteht diese Art von Polyethylen einer Hochdruckwasserdampfsterilisation
nicht und sie ist einer Deformation, einer Weißverfärbung, einer Blockierung und
dergleichen unterworfen.
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Herkömmliche Polyethylenbehälter haben
auch Probleme hinsichtlich der Erzeugung von unlöslichen Teilchen. Die unlöslichen
Teilchen sind Teilchen, die bei einem Injektionstest für unlösliche Teilchen,
standardisiert in dem japanischen Arzneibuch (13. Ausgabe), erfasst
werden können.
Die Teilchen sollten auch bei einem Test von medizinischen Vorrichtungen
aus Kunststoff, der ebenfalls in dem japanischen Arzneibuch (13. Ausgabe)
standardisiert ist, festgestellt werden können. Jeder Test wird dazu
angewendet, die Größe und die Anzahl
der Teilchen in einem Behälter
für Flüssigkeiten
zu bestimmen. Der erstgenannte Test ist genauer als der letztgenannte
Test. Ein Infusionsbeutel sollte beide Tests bestehen, damit er
auf dem Markt vertrieben werden kann. Es wird angenommen, dass die
unlöslichen
Teilchen Verschmutzungsstoffe sind, die aus dem Kunststoff durch
die in dem Behälter
enthaltenen Chemikalien eluiert worden sind oder durch deren Zersetzung
gebildet worden sind.
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Hinsichtlich von Techniken zur Verringerung
solcher Mängel
von Polyethylenbehältern
sind schon verschiedene Vorschläge
gemacht worden, denen zufolge das Material zur Bildung des Behälters aus
einer mehrschichtigen Folie hergestellt wird, so dass dieser die
oben genannten drei Eigenschaften besitzt, d. h. Flexibilität, Transparenz
und Hitzebeständigkeit
(JP-PS 2550256, JP-OSen Sho 58-165866, Hei 6-209981, etc.). Der in
der JP-PS 2550256 beschriebene Beutel besteht aus einer mehrschichtigen
Folie, bei der die inneren und die äußeren Schichten aus Polyethylen
mit hoher Dichte als Hauptkomponente gebildet sind, und einer Zwischenschicht
zwischen der inneren Schicht und der äußeren Schicht, hergestellt
aus geradkettigem Polyethylen mit niedriger Dichte. Der in der JP-OS
Sho 58-165866 beschriebene Behälter
besteht aus einer mehr schichtigen Folie mit einer Zwischenschicht,
umfassend ein Polymeres, wie ein Ethylenvinylacetatcopolymeres oder
ein Elastomeres. Schließlich
besteht der in der JP-OS Hei 6-209981
beschriebene Behälter
aus einer mehrschichtigen Folie mit einem geradkettigen Polyethylen
mit niedriger Dichte als erster Schicht und einer Polymerzusammensetzung,
umfassend ein Polyethylen mit hoher Dichte und ein Polyethylen mit
niedriger Dichte als zweiter Schicht.
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Derartige mehrschichtige Folien haben
jedoch den Nachteil, dass die Bildung eines mehrschichtigen Produkts
komplizierte, schichtbildende Bedingungen beinhaltet, was zu einer
Erhöhung
der Produktionskosten führt.
Aufgrund dieses Nachteils wird derzeit Polyethylen mit niedriger
Dichte, hergestellt unter Verwendung eines Metallocenkatalysators
(nachstehend als M-LLDPE
bezeichnet), als Material zur Bildung von Beuteln mit ausgezeichneter
Flexibilität
und Transparenz erkannt. Weiterhin sind schon medizinische Behälter vorgeschlagen
worden, bei denen ein Harz verwendet worden ist (JP-OSen Hei 6-32948,
Hei 9-99035, Hei 11-19183, etc.).
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Als Alternative wird ein in der JP-OS
Hei 9-99035 beschriebener medizinischer Behälter aus einer mehrschichtigen
Folie gebildet, bei der eine innere oder eine Zwischenschicht M-LLDPE mit einer Dichte
von 0,928 g/cm3 oder weniger umfasst und
demgemäß die Transparenz
und die Flexibilität
verbessert worden sind. Weiterhin umfasst bei einem in der JP-OS
Hei 11-19183 beschriebenen
medizinischen Behälter
die Wand des Hauptkörpers
des Behälters
eine M-LLDPE-Schicht mit einer Dichte in einem Bereich von 0,921–0,925 g/cm3 (der M-LLDPE-Gehalt beträgt 60% oder mehr in der Schicht
und stellt eine Hauptschicht mit einer Dicke von 60% oder mehr dar).
Demgemäß ist zusätzlich zu
der Transparenz und der Flexibilität auch die Hitzedimensionsstabilität verbessert.
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Die in der JP-OS Hei 6-329848 beschriebenen
Polymerzusammensetzung ist ein Gemisch aus (I) einer Polymerzusammensetzung,
umfassend (A) 5-95 Gew.-% eines C3-20 α-Olefin/Ethylencopolymeren
mit einer Dichte von 0,880-0,940 g/cm3 und
einer intrinsischen Viskosität
von 1,0-10,0 dl/g (bei 135°C
in Decalin) und (B) 5-95 Gew.-% eines C3-20 α-Olefin/Ethylencopolymeren
mit einer Dichte von 0,910–0,96
g/cm3 und einer intrinsischen Viskosität von 0,5–2,0 dl/g
(bei 135°C
in Decalin), wobei bei jedem Copolymeren eine speziell bestimmte
Beziehung zwischen den Werten von Tm(°C) und der Dichte, der Schmelzspannung
und der Fließfähigkeit
(MFR) und dem Gewicht der löslichen
Komponenten und der Dichte besteht, und aus (II) einem Polyethylen
mit niedriger Dichte, hergestellt durch ein radikalisches Hochdruckverfahren
mit einem MFR-Wert von 0,1-50
g/10 min, das einer bestimmten Beziehung zwischen der Molekulargewichtsverteilung
und dem MFR-Wert genügt.
Das Gewichtsverhältnis
der Polymerzusammensetzung (I) zu dem Polyethylen mit niedriger
Dichte (II) liegt im Bereich von 99 : 1 bis 60 : 40. Ein aus der
Polymerzusammensetzung gebildeter Film zeigt eine ausgezeichnete
Transparenz und Hitzebeständigkeit.
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Obgleich medizinische Behälter, hergestellt
aus dem M-LLDPE, eine ausgezeichnete Transparenz haben, ist die
Hitzebeständigkeit
der Gefäße doch
nicht zufriedenstellend, was zu einer häufigen Deformation, hervorgerufen
durch Hitze, führt,
wenn die Behälter
bei 115°C
sterilisiert werden, was ein Problem darstellt. Weiterhin haben
auch die in der JP-OS Hei-9-99035 beschriebenen medizinischen Behälter, bei
denen eine mehrschichtige Folie verwendet worden ist, ebenfalls
einen Defekt bei ihrem Formprozess unter komplizierten Bedingungen,
was zu einer Erhöhung
der Produktionskosten führt.
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Die vorliegende Erfindung ist im
Hinblick auf die obigen Umstände
gemacht worden. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
eines Infusionsbeutels, bei dem keine signifikante Anzahl von feinen Teilchen
in der in dem Beutel enthaltenen Flüssigkeit erzeugt werden soll
und der ausgezeichnete Eigenschaften hinsichtlich der Transparenz
und der Flexibilität
hat und der auch eine genügende
Hitzebeständigkeit
hat, so dass selbst bei Durchführung
der Sterilisation bei 115°C
keine Deformation erfolgt.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Als Ergebnis von ausgedehnten Untersuchungen
zur Lösung
der vorgenannten Probleme haben die benannten Erfinder nun gefunden,
dass ein Material für
einen Infusionsbeutel mit guter Hitzebeständigkeit und ausgezeichneten
Eigenschaften hinsichtlich der Transparenz, der Schlagfestigkeit
und der Flexibilität,
bei dem keine signifikante Anzahl von unlöslichen feinen Teilchen in
der in dem Beutel enthaltenen Flüssigkeit
erzeugt wird, erhalten wird, wenn in geeigneter Weise drei Arten
von Polyethylen mit unterschiedlichen Eigenschaften kombiniert werden.
Bei diesen Polyethylenen handelt es sich um ein geradkettiges Polyethylen
mit einer Dichte von 0,928 g/cm3 oder mehr,
hergestellt unter Verwendung eines Metallocenkatalysators, bei dem
keine signifikante Anzahl von unlöslichen feinen Teilchen in
der in dem Beutel enthaltenen Flüssigkeit
erzeugt wird und das eine ausgezeichnete Hitzebeständigkeit
besitzt; um ein Polyethylen mit niedriger Dichte, hergestellt unter einem
hohen Druck und mit hoher Viskosität beim Schmelzen und mit guter
Transparenz; und schließlich
um ein geradkettiges Polyethylen mit einer Dichte von 0,91 g/cm3 oder weniger, hergestellt unter Verwendung
eines Metallocenkatalysators, das ausgezeichnete Eigenschaften hinsichtlich
der Flexibilität
und der Schlagfestigkeit hat.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist daher eine hitzebeständige
Kunststofffolie, gebildet aus einer Polymerzusammensetzung, enthaltend
40–75
Gew.-%, vorzugsweise 50–70
Gew.-%, von (a) einem geradkettigen Polyethylen mit einer Dichte
von 0,928 g/cm3 oder mehr, hergestellt mit
einem Metallocenkatalysator, 5–35
Gew.-%, vorzugsweise 10–30
Gew.-%, von (b) einem Polyethylen mit niedriger Dichte, hergestellt
unter hohem Druck, und 15–45
Gew.-%, vorzugsweise 20–40
Gew.-%, von (c) einem geradkettigen Polyethylen mit einer Dichte
von 0,91 g/cm3 oder weniger, hergestellt
mit einem Metallocenkatalysator. Die vorliegende Erfindung betrifft
weiterhin einen Infusionsbeutel, der unter Verwendung dieser hitzebeständigen Kunststofffolie gebildet
worden ist.
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Die hierin verwendete Bezeichnung „geradkettiges
Polyethylen, hergestellt unter Verwendung eines Metallocenkatalysators” soll
allgemein Copolymere von Ethylen mit einem oder mehreren Co-Monomeren, ausgewählt aus
C3 bis C20 α-Olefinen,
wie 1-Buten, 1-Hexan, 1-Octen, Methylpenten und dergleichen bedeuten,
wobei die Polymermoleküle
lange Ketten mit relativ wenigen Seitenkettenverzweigungen umfassen.
Diese Polymeren werden durch Niederdruckpolymerisationsprozesse
unter Verwendung von Metallocenkatalysatoren erhalten. Die Seitenverzweigung,
die vorhanden ist, ist im Vergleich zu nicht-linearen Polyethylenen
(z. B. LDPE, einem Polyethylenhomopolymeren mit niedriger Dichte)
kurz.
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Metallocenkatalysatoren sind homogene
Katalysatoren mit hoher katalytischer Aktivität. Comonomere, z. B. höhere Kohlenstoff-Olefine,
die unter Verwendung von herkömmlichen
Katalysatoren nicht mit Ethylen oder Propylen copolymerisiert werden
können,
können
copolymerisiert werden. Die copolymerisierte Menge wird durch die
Katalysatoren erhöht
und es werden viele neue Polymere, speziell Polymere mit überlegener Taktizität, erhalten.
Metallocenkatalysatoren werden z. B. in den US-PSen 4 542 119, 5
324 800, 5 703 187 und anderen beschrieben.
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Die gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendeten geradkettigen Polyethylene werden vorzugsweise durch
einen Metallocenkatalysator mit einziger Stelle, beispielsweise
von solchen, beschrieben in den JP-OSen Hei 6-329848, Hei 10-7848
und 2000-202002, gebildet.
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Das geradkettige Polyethylen (a)
hat eine Dichte von etwa 0,928 g/cm3 oder
mehr und vorzugsweise eine solche im Bereich von 0,928 bis 0,960
g/cm3, bestimmt nach der japanischen Industrienorm
K6760-1981. Die Fließfähigkeit
des geradkettigen Polyethylens (a) beträgt 0,1 bis 10 g/10 min, bestimmt
unter einer Last von 2160 g bei einer Temperatur von 190°C gemäß der japanischen
Industrienorm K7210-1976.
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Das geradkettige Polyethylen (c)
hat eine Dichte von etwa 0,91 g/cm3 oder
weniger und vorzugsweise eine solche im Bereich von 0,870 bis 0,910
g/cm3, bestimmt gemäß der japanischen Industrienorm K6760-1981.
Die Fließfähigkeit
des geradkettigen Polyethylens (c) beträgt 0,1 bis 10 g/10 min, bestimmt
unter einer Last von 2160 g bei einer Temperatur von 190°C gemäß der japanischen
Industrienorm K7210-1976.
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Die hierin verwendete Bezeichnung „Polyethylen
mit niedriger Dichte, hergestellt unter hohem Druck” bedeutet
allgemein verzweigte Polyethylene mit niedriger Dichte, hergestellt
durch radikalische Hochdruck-Polymerisation. Gewöhnlich wird Polyethylen mit
niedriger Dichte dadurch hergestellt, dass Ethylen in Gegenwart eines
radikalischen Initiators bei einer Temperatur von 150 bis 350°C und einem
Druck von 500 bis 3000 kg/cm2 polymerisiert
wird. Die Dichte des Polyethylens mit niedriger Dichte (b), hergestellt
unter hohem Druck, liegt vorzugsweise in dem Bereich von 0,910 bis
0,935 g/cm3. Die Fließfähigkeit des Polyethylens mit
niedriger Dichte beträgt
0,1 bis 30 g/10 min., bestimmt unter einer Last von 2160 g bei einer
Temperatur von 190°C
gemäß der japanischen
Industrienorm K7210-1976.
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Um die hitzebeständige Folie gemäß der vorliegenden
Erfindung durch Aufblasen zu bilden, ist der Abstand der Düsenlippen
zweckmäßig 2,5
mm oder mehr, so dass kein Schmelzbrechen der Folie aufgrund von Scherkräften während der
Extrudierung mit hoher Geschwindigkeit (8 m/min oder mehr) erfolgt.
Weiterhin beträgt
die Verformungstemperatur zweckmäßig 180–210°C, ausgedrückt als
Temperatur der Düse
bzw. des Formwerkzeugs. Wenn das Verformen bei einer Düsentemperatur
von mehr als 210°C
durchgeführt
wird, dann kann die Folie brennen oder es können fischaugenartige Defekte
auftreten. Weiterhin nimmt die Schmelzviskosität ab, wodurch es erschwert
wird, einen Film zu bilden. Das Kompressionsverhältnis der Schnecke (Ein-Steigungsvolumen
des Bodens der Schnecke gegenüber
dem Ein-Steigungsvolumen der Oberseite der Schnecke) beträgt zweckmäßig 3,0
oder weniger. Wenn das Kompressionsverhältnis diesen Wert übersteigt, dann
nimmt die Bildung von selbst erzeugter Hitze zu, wodurch die Herstellung
der Folie erschwert wird.
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Erfindungsgemäß ist die Dicke der hitzebeständigen Folie
etwa 200 bis 300 μm,
vorzugsweise etwa 220 bis 280 μm.
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Unter Infusionsbeutel soll ein Beutel
verstanden werden, der eine Flüssigkeit
enthält,
die zur Behandlung eines Patienten geeignet ist, wie z. B. ein Dialysat,
eine Nährmittellösung, eine
Kochsalzlösung,
Blut, eine Infusionslösung
und dergleichen. Die Gestalt oder die Abmessungen des Infusionsbeutels
können
entsprechend der gewünschten
Anwendungsweise variiert werden.
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Nachstehend werden spezielle Beispiele
der vorliegenden Erfindung erläutert.
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Beispiele 1–7
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Ein geradkettiges Polyethylen (M-PE-1)
mit einer Dichte von 0,928 g/cm3 oder mehr
und einer Fließfähigkeit
von 2,0 g/10 min, hergestellt mit einem Metallocenkatalysator (Warenzeichen
7P07A für
ein Produkt, hergestellt von der Toso Corp.), ein Polyethylen mit
niedriger Dichte (LDPE) mit einer Dichte von 0,922 g/cm3 und
einer Fließfähigkeit
von 0,6 g/10 min und hergestellt unter hohem Druck (Warenzeichen
175K für
ein Produkt, hergestellt von der Toso Corp.) und ein geradkettiges
Polyethylen (M-PE-2) mit einer Dichte von 0,91 g/cm3 oder
weniger und einer Fließfähigkeit
von 2,0 g/10 min, hergestellt mit einem Metallocenkatalysator (Warenzeichen
9P52A für
ein Produkt, hergestellt von der Toso Corp.), wurden in den in der
Tabelle 1 angegebenen Verhältnissen
unter Verwendung eines Mischers gemischt. Eine rohrförmige bzw.
schlauchförmige
Folie mit einer flachen Breite von 100 mm und einer Wanddicke von
250 μm wurde
unter Verwendung einer Blasmaschine unter den Formbedingungen eines
Düsenlippenabstands
von 2,5 mm, ei ner Zuggeschwindigkeit von 8 m/min und einer Düsentemperatur
von 190°C
gebildet. Zur Herstellung von 10 Behältern wurde dann die rohrförmige Folie
zu länglichen
Abschnitten von 150 mm zerschnitten und beide Enden der abgeschnittenen Folien
wurden durch Hitze versiegelt. Bei allen Gefäßen wurde die Hitzebeständigkeit,
die Transparenz, die Anwesenheit oder das Fehlen von feinen Teilchen
in der in dem Beutel enthaltenen Flüssigkeit und die Flexibilität (Schlagbeständigkeit,
Flexibilität)
getestet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
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Die Bewertung der charakteristischen
Eigenschaften erfolgte anhand der folgenden Kriterien.
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Bewertung der Hitzebeständigkeit:
Nach dem Versiegeln eines Endes wurden 100 ml einer physiologischen
Kochsalzlösung
in jeden Behälter
(Breite 100 mm x Länge
150 mm) eingegeben. Dann wurde das andere Ende des Behälters versiegelt.
Es wurde. eine Sterilisierungsbehandlung bei 115°C und einem Innendruck von 2,0
kp/cm2 30 Minuten lang unter Verwendung
eines Hochdruck-Wasserdampfsterilisators durchgeführt.
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Die Sterilisation wurde auf einem
Tablett mit einer Breite von 350 mm, einer Länge von 950 mm und einer Tiefe
von 40 mm durchgeführt.
In dem Tablett wurden durch Stanzen 64 Löcher gebildet. Jedes Loch hatte
einen Durchmesser von 25 mm. Der Infusionsbeutel wurde über vier
Löcher
in dem Tablett positioniert (auf einem Tablett wurden vierzehn Beutel
positioniert). Der Beutel hatte jeweils eine Breite von 100 mm und
eine Länge
von 140 mm. Nach der Behandlung wurde getestet, ob die Gestalt eines
Lochs auf dem Tablett, auf dem der Behälter sterilisiert worden war,
auf den Beutel übertragen
worden war. Ein Behälter,
bei dem die Gestalt des Lochs nicht auf den Beutel übertragen
worden war, wird als solcher mit guter Hitzebeständigkeit angesehen.
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Bewertung der Transparenz: Es wurde
die Lichtdurchlässigkeit
in Wasser, das in dem Gefäß enthalten war,
bei einer Wellenlänge
von 450 nm mit einem Spektrofotometer gemessen.
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Bewertung der feinen Teilchen: Die
Anzahl der feinen Teilchen im Wasser in dem Behälter nach der Sterilisation
bei 115°C
wurde mit einem Zählgerät für feine
Teilchen (Warenzeichen CI-1000 für
ein von CLIMET hergestelltes Gerät)
gemessen.
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Bewertung der Schlagbeständigkeit:
Diese erfolgte unter Verwendung eines Pendelschlagtestgeräts (DG-TB),
hergestellt von Toyo Seiki K. K., gemäß der japanischen Industrienorm
(JIS) K 7160.
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Bruchfestigkeitstest: Ein Behälter, der
Wasser enthielt, wurde bei Raumtemperatur von einer Höhe von 150
cm fallen gelassen. Das Brechen des Behälters aufgrund des Herunterfallens
wurde bestimmt.
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Vergleichsbeispiele 1–10
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Zehn Proben der gleichen Behälter wie
in den Beispielen wurden hergestellt, wobei Polymerzusammensetzungen,
gemischt in den Verhältnismengen
gemäß Tabelle
1, verwendet wurden. Jeder Behälter
wurde auf die Hitzebeständigkeit,
die Transparenz, die Erzeugung von feinen Teilchen und die Flexibilität getestet. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
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Wie in Tabelle 2 gezeigt wird, haben
die Folien gemäß der vorliegenden
Erfindung alle Tests bestanden. Andererseits war bei den Probekörpern der
Vergleichsbeispiele 4, 5, 9 und 10, bei denen der Anteil von M-PE-1
weniger als 45% betrugt, die Hitzebeständigkeit der Behälter schlecht
und die Behälter
waren geschmolzen, was zu einer Deformation führte. Aufgrund einer solchen
Deformation konnte die Bestimmung der Transparenz, der Erzeugung
von feinen Teilchen und der Flexibilität nicht durchgeführt werden.
Weiterhin bestanden bei den Probekörpern der Vergleichsbeispiele
1 und 3, bei denen der Anteil von M-PE-1 75% überstieg und derjenige von
LDPE weniger als 5% betrug, Probleme hinsichtlich der Transparenz.
Bei den Probekörpern der
Vergleichsbeispiele 1, 2, 6 und 7, bei denen der Anteil von M-PE-2
geringer als 15% war, bestanden Probleme hinsichtlich der Flexibilität. Weiterhin
wurde im Fall des Vergleichsbeispiels 8, bei dem das in Beispiel
5 erwähnte
M-PE-2 durch ein
geradkettiges Polyethylen vom Metallocenkatalysatortyp (M-PE-3)
mit einer Dichte von größer als
derjenigen von M-PE-2 ersetzt worden war, keine genügende Flexibilität erhalten.
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(Fußnote) Die Sterilisationstemperatur
betrugt 115°C.
Proben, bei denen die Anzahl der feinen Teilchen mit einem Durchmesser
von 1–2 μ oder mehr
100/ml oder weniger war, die Transparenz nach der Sterilisation
70% oder mehr betrug und die Schlagfestigkeit 250 kp/cm2 oder
mehr betrug, wurden als annehmbare Produkte angesehen. Weiterhin
werden die Werte bezüglich
der Beständigkeit
gegenüber
einem Herunterfallen durch die Anzahl der gebrochenen Behälter angegeben,
wenn die Behälter
von einer Höhe
von 150 cm bei Raumtemperatur von 23°C herunterfallen gelassen wurden.
Was die Formbarkeit und die Hitzebeständigkeit betrifft, so bedeutet
O gut und X bedeutet schlecht.
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Effekte der
Erfindung
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Wie aus der vorstehenden Erläuterung
hervorgeht, kann gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Infusionsbeutel zur Verfügung gestellt werden, der eine
gute Flexibilität,
Transparenz und Hitzebeständigkeit
hat und bei dem keine signifikante Anzahl von feinen Teilchen in
der Flüssigkeit
gebildet wird, die in dem Beutel enthalten ist. Weiterhin kann das
Formen der Folie leicht durchgeführt
werden und die Kosten der Folie sind niedrig, weil die Folie des
Beutels aus einem Ein-Schicht-Film
besteht. Als Ergebnis können
billige Infusionsbeutel zur Verfügung
gestellt werden.