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Die Erfindung betrifft in erster
Linie eine Schließ-
und Öffnungsvorrichtung
der Brühkammer einer
Kaffeemaschine.
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Die Erfindung bezieht sich ebenfalls
auf ein Verfahren zur Steuerung des Schließvorgangs der Brühkammer.
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Diese Vorrichtung und dieses Verfahren
werden insbesondere angewandt in Expressomaschinen für den privaten
oder gewerblichen Gebrauch, wie in den Patenten US-A-4 484 515 oder
WO-A-94 03092 angegeben ist.
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Bei den betroffenen Kaffeemaschinen
handelt es sich um Maschinen, deren Brühkammer zwei Teile besitzt,
die sich relativ zueinander bewegen können. Diese Bewegung wird durch
einen Elektroantrieb erzeugt, der die Brühkammer öffnet oder schließt.
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Es wird angemerkt, dass die Brühkammer ein
Volumen umschließt,
um eine Dosis Kaffeepulver aufzunehmen, aus der anschließend das
kaffeehaltige Getränk
gebrüht
wird.
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Eine besondere Anwendung besteht
darin, die vorliegende Erfindung zum Einsatz in Kaffeemaschinen
zu nutzen, in denen Verpackungseinheiten mit Kaffeepulver verwendet
werden.
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Diese Verpackungseinheiten mit Kaffeepulver
werden weiter unten als Kapseln bezeichnet.
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Gemäß dem derzeitigen Stand der
Technik sind verschiedene Öffnungs-
und Schließjphasen
der Brühkammer
während
des Arbeitsablaufs der Kaffeemaschine notwendig.
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Zunächst wird das Kaffeepulver
in die Brühkammer
gefüllt,
wozu diese geöffnet
werden muss.
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Anschließend wird die Brühkammer
dicht geschlossen, bevor das Brühen
unter Druck erfolgen kann.
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Zur Zeit wird die geschlossene Stellung
der Brühkammer
mit Hilfe eines Weggebers detektiert, der auf dem Elektoantrieb
oder einem beweglichen Element angeordnet ist, dessen Stellung das
Schließen
der Brühkammer
anzeigt.
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Leider muss man feststellen, dass
diese Art der Detektion der geschlossenen Stellung der Brühkammer
verschiedene Nachteile aufweist.
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Zunächst werden bei der Detektion
mögliche Abmessungsschwankungen
der Bauteile der Maschine nicht berücksichtigt.
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So kann sich bei Spiel oder Abmessungsschwankungen
aufgrund der Fertigungstoleranzen oder sonstiger Dinge die optimale
Schließstellung ändern, ohne
das dies durch einen Weggeber angezeigt wird.
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Außerdem können bei Verwendung von Kapseln
auch diese Maßschwankungen
unterliegen.
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So haben insbesondere verschiedene
Kapseln einen steifen Rand, um sie zu verstärken und während des Brühvorgangs
zur Abdichtung der Brühkammer
beizutragen.
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Der steife Rand solcher Kapseln kann
beträchtliche
Maßschwankungen
aufweisen.
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Deshalb kann es sein, dass gemäß dem derzeitigen
Stand der Technik die Brühkammer
nicht optimal geschlossen ist.
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So kann die geschlossene Stellung
von einem Weggeber zu früh
detektiert werden, so dass der Elektroantrieb zu früh angehalten
wird.
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Ebenso kann der Schließvorgang
zu spät
beendet werden (Schalten des Weggebers nach der optimalen Schließstellung),
was zum Verschleiß der Bauteile,
fehlerhaftem Schließen
oder unnötigem
Energieverbrauch führen
kann.
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Die vorliegende Erfindung soll die
Nachteile der derzeitigen Technik in diesem Punkt beseitigen.
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Eines der vorrangigen Ziele ist die
einwandfreie Positionierung der beiden beweglichen Teile der Brühkammer
in der geschlossenen Stellung.
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So wird eine optimale Fluchtung der
Ränder der
beweglichen Teile gewährleistet,
was eine gute Dichtwirkung ohne jeden Verschleiß gewährleistet.
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Das Aneinanderdrücken erfolgt ebenfalls effizient
und unter Vermeidung von Lecks, wobei die ganze Leistung des Elektroantriebs
für den
Schließvorgang
zur Verfügung
steht.
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Außerdem führt das korrekte Anhalten des Elektroantriebs
zur einer geringeren Stromaufnahme des Elektroantriebs.
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Schließlich wird bei starken Maßabweichungen
der Bauteile oder Kapseln eine sofortige Anpassung der Vorrichtung
vorgenommen.
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Außerdem ermöglicht die Erfindung gegebenenfalls
ein zusätzliches
Klemmen der Kammer während
des Brühvorgangs,
um über
den gesamten Zyklus eine optimale Dichtigkeit zu gewährleisten.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Schließ-
und Öffnungs-Steuerungsvorrichtung
der Brühkammer
einer Kaffeemaschine der Art von Espressomaschinen, bei der die
Brühkammer
zwei bewegliche Teile besitzt, die mit Hilfe eines Elektroantriebs
relativ zueinander bewegt werden und dadurch die Brühkammer öffnen oder
schließen,
gekennzeichnet dadurch, dass sie
- – Messmittel
zur Messung der Stromaufnahme des Elektroantriebs zumindest während der Schließphase der
Brühkammer
besitzt,
- – Sonden
zur Erkennung des Rückgangs
der zeitlichen Ableitung der Stromaufnahme des Elektroantriebs unter
einen bestimmten Grenzwert besitzt, um die optimale Schließstellung
der Brühkammer
zu erkennen und die Bewegung der beiden beweglichen Teile zu stoppen,
wenn diese Stellung erreicht ist.
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Diese Vorrichtung kann verschiedene
Ausführungsformen
aufweisen, darunter die nachstehend beschriebenen.
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Die Messmittel umfassen:
- – einen
elektrischen Messwiderstand, an dessen Klemmen die Spannung VR anliegt, die der Stromaufnahme der Elektroantriebs
proportional ist,
- – eine
Baugruppe mit einem nicht invertierenden Operationsverstärker, mit
dem die Spannung VR an den Klemmen des Messwiderstandes
verstärkt werden
kann,
um damit eine elektrische Größe zu erzeugen, die der Stromaufnahme
entspricht und von den Sonden verarbeitet werden kann.
- – Sie
umfassen weiterhin einen Analog-Digital-Wandler zum Umwandlung der
Stromaufnahme oder der ihr entsprechenden elektrischen Größe in eine
digitale Größe.
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Die Sonden besitzen einen Mikroprozessor mit
einem Eingang, dem die der Stromaufnahme entsprechende digitale
Größe zugeführt wird,
und ein Rechenprogramm zur Bildung der zeitlichen Ableitung des
genannten Stromes oder der genannten elektrischen Größe.
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Die Sonden besitzen mindestens einen
Ausgang zur Steuerung des Elektroantriebs in Abhängigkeit von dem Wert der zeitlichen
Ableitung.
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Sie besitzt einen Weggeber, um die
geöffnete
Stellung der Brühkammer
anhand der Winkelstellung des Elektroantriebs oder eines Getriebes
erkennen zu können.
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Sie besitzt mindestens eine Sonde
zur Erkennung des Vorhandenseins einer Kapsel.
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Sie besitzt eine Sonde zur Feststellung
des Vorhandenseins einer Kapsel in der oberen Position und eine
Sonde zur Feststellung des Vorhandenseins einer Kapsel in der unteren
Position.
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Sie besitzt einen Weggeber und eine
Platte, die mit einem Getriebe verbunden ist, wobei diese Platte
aus zwei Kreisscheibenhälften
mit unterschiedlichen Radien besteht und die Platte derart auf dem
Getriebe angeordnet ist, dass die Frontseiten zwischen den beiden
Halbscheiben jeweils vor dem Weggeber vorbeilaufen, wenn die Brühkammer
offen und wenn die Brühkammer
in maximal geschlossener Stellung ist.
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Die Erfindung betrifft außerdem ein
Verfahren zur Steuerung der Schließbewegung der Brühkammer
einer Kaffeemaschine der Art von Espressomaschinen, bei der die
Brühkammer
zwei bewegliche Teile besitzt, die mit Hilfe eines Elektroantriebs
relativ zueinander bewegt werden und dadurch die Brühkammer öffnen oder
schließen,
wobei das genannte Verfahren mit Hilfe der Vorrichtung eingesetzt
wird, die dadurch gekennzeichnet ist,
- – dass mindestens
während
der Schließphase
der Brühkammer
die Stromaufnahme des Elektroantriebs gemessen wird,
- – dass
ein Rückgang
der zeitlichen Ableitung der Stromaufnahme unter einen vorgegebenen Grenzwert
erkannt und dadurch die optimale Schließstellung der Brühkammer
ermittelt wird, um die Bewegung der beiden beweglichen Teile zu
stoppen, wenn diese Stellung erreicht ist.
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Das Verfahren besitzt folgende bevorzugten Ausführungsformen:
- – Die
gemessene Stromaufnahme wird verarbeitet, um eine digitale Größe zu erzeugen,
die ein Bild der genannten Stromstärke ist.
- – Der
Rückgang
der zeitlichen Ableitung der Stromaufnahme wird durch iterative
Ausführung folgender
Schritte festgestellt:
- – Erfassung
des Wertes der digitalen Größe am Anfang
und am Ende eines vorgegebenen Zeitintervalls,
- – Berechnung
der Steigung der Geraden durch die beiden Punkte, die durch die
Zeit auf der Abszisse und die digitale Größe auf der Ordinate definiert
sind.
- – Stoppen
des Elektroantriebs, wenn die Steigung der Geraden bei einer vorgegebenen
Zahl von Iterationsschritten unter dem vorbestimmten Grenzwert liegt.
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Während
des Brühens
wird eine zusätzliche Schließbewegung
der Brühkammer
ausgeführt.
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Diese zusätzliche Schließbewegung
ist eine sequenzielle Bewegung.
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Die zusätzliche Schließbewegung
wird bis zum Ende des Brühvorgangs
oder bis zum Erreichen einer maximalen Schließstellung der Brühkammer fortgesetzt.
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Die beigefügten Zeichnungen sind als Beispiele
zu verstehen und wirken in keiner Weise einschränkend. Sie stellen bevorzugte
Ausführungsarten
der Erfindung dar und dienen zum besseren Verständnis der Erfindung.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung der mit zwei beweglichen Teilen ausgerüsteten Brühkammer,
auf welche die vorliegende Erfindung angewandt werden kann.
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2 zeigt
im Detail den Schnitt A-A der 1.
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Die 3 zeigt
eine Ausführungsart
einer elektronischen Schaltung, die Bestandteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist.
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Die 4 ist
ein Diagramm mit einer Folge von Funktionsschritten, um die vorliegende
Erfindung umzusetzen.
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Die 5 ist
eine Gesamtzeichnung einer Brühkammer
in einer besonderen Ausführungsart der
Erfindung.
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Die Kaffeemaschinen, deren Brühkammer (5)
zwei bewegliche Teile (3, 4) besitzt, können unterschiedlicher
Konzeption sein.
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So kann eine Translationsbewegung
der beweglichen Teile (3, 4) realisiert werden,
um die Brühkammer
(5) zu öffnen
und zu schließen.
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Die 1 zeigt
eine andere, besonders vorteilhafte Ausführungsart, bei der die beweglichen
Teile (3, 4) drehbar gelagert sind und außerdem dank
einer querliegenden Achse mit Exzenter (8), die an jedem
beweglichen Teil vorhanden ist, eine Translationsbewegung ausführen können.
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Ein Getriebe (7) dient zur Übertragung
der Antriebsleistung des Elektroantriebs (6) an die beweglichen
Teile (3, 4).
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In dieser Ausführungsart kann die Brühkammer
(5) von einer offenen Stellung in Form eines „V", die zum Einführen der
Verpackungseinheit mit dem Kaffeepulver oder einer Kapsel dient,
in eine geschlossene Stellung bewegt werden, in der sich die beiden
beweglichen Teile (3, 4) linear und parallel aneinander
anlegen.
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Das Auswerfen des gebrauchten Kaffeepulvers
oder der Kapsel (2) kann durch eine weitere Drehbewegung
der beweglichen Teile (3, 4) erfolgen, bei der
sie einen nach unten geöffneten
Winkel bilden.
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Es wird darauf hingewiesen, dass
die geschlossene Stellung der Brühkammer
(5) aus den oben genannten Gründen mit größter Präzision realisiert werden muss.
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Hingegen ist eine solche Präzision für die Öffnungsphase
zum Einlegen einer Kapsel (2) oder zum Auswerfen nicht
erforderlich.
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Die 1 zeigt
ein nach diesem Prinzip arbeitendes Brühaggregat.
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In der 1 ist
außerdem
eine Kapsel (2) mit einem ringförmigen, steifen Rand dargestellt.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt vor
allem Messmittel für
die Stromaufnahme des Elektroantriebs (6).
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Diese Messung wird mindestens während der
Schließphase
der Brühkammer
(5) vorgenommen.
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Die erfindungsgemäßen Messmittel haben die Funktion,
den Wert der Stromstärke
der Stromversorgung des Elektroantriebs (6) zu erfassen
und diese Stromaufnahme wenn nötig
zu verarbeiten, um einen Wert zu erhalten, der direkt von den Detektionsmitteln
verwendet werden kann.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt außerdem Detektionsmittel,
um den Rückgangs
der zeitlichen Ableitung der Stromaufnahme unter einen vorgegebenen
Grenzwert zu erkennen.
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Bei der Bewegung aus der nach oben
geöffneten
Stellung der Brühkammer
(5) in die geschlossene Stellung, in der das Brühen unter
Druck erfolgt, erkennt der Elektroantrieb (6) den Rückgang seiner Stromaufnahme
in Abhängigkeit
von der Zeit.
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So wird beim Zusammendrücken der
beiden beweglichen Teile (3, 4) eine zusätzliche
Leistung vom Elektroantrieb angefordert, die sich in einem deutlichen
Anstieg der Stromaufnahme ausdrückt.
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Bei einem optimalen und starken Zusammendrücken wird
man einen starken Rückgang
der Steigung in der Kurve der zeitlichen Abhängigkeit der Stromaufnahme
feststellen.
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Dieser Rückgang kann soweit gehen, dass die
zeitliche Ableitung null wird, bevor eine Phase mit sinkender Stromaufnahme
beginnt.
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Die hier beschriebenen Detektionsmittel
erfassen den zeitlichen Verlauf der Stromaufnahme und ermöglichen
vor allem den Zeitpunkt zu erkennen, an dem sich der Anstieg dieser
Stromstärke
verringert.
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Der vorgegebene Grenzwert, unter
dem ein Absinken der Stromaufnahme detektiert wird, kann konstruktiv
festgelegt werden.
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So kann zum Beispiel eine Detektion
für eine Steigung
kleiner eins oder für
eine Steigung null vorgesehen werden (Wenn die zeitliche Ableitung
der Stromaufnahme null wird).
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Dank der Detektion des Rückgangs
der Stromaufnahme unter einen vorgegebenen Grenzwert kann ein Schaltvorgang
des Elektroantriebs ausgelöst
werden, insbesondere dessen Stillstand in einer optimal geschlossenen
Stellung der Brühkammer
(5).
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In der in 3 dargestellten Ausführungsart können die Messmittel eine elektronische
Schaltung besitzen, die folgende Komponenten aufweist:
- – einen
elektrischen Bezugswiderstand R für die Messung
- – eine
mit (11) bezeichnete Baugruppe mit einem nicht invertierenden
Operationsverstärker.
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Durch Messung der Spannung VR an den Klemmen des Widerstands R kann eine
der Stromaufnahme des Elektroantriebs (6) proportionale Spannung
erzeugt werden.
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Die Baugruppe (11) mit dem
Operationsverstärker
hat die Aufgabe, den erzeugten Spannungswert VR um
einen bestimmten Wert zu verstärken.
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Auf diese Weise wird am Ausgang der
Baugruppe 11 eine in der 3 mit
S bezeichnete elektrische Größe erzeugt,
die ein Bild der Stromaufnahme ist und von den Detektionsmitteln
verwendet werden kann.
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Weiterhin sind in der 3 der Eingang 12 der
Stromversorgung des Elektroantriebs dargestellt, dem in der dargestellten
Ausführungsart
ein Transformator und eine Diodenbrücke unmittelbar nachgeschaltet
sind.
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Die Leistungssteuerung des Elektroantriebs (6)
ist mit (13) bezeichnet.
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In einer bevorzugten Ausführungsart
der Erfindung erfolgt eine analogdigital-Umwandlung der Größe S, die
am Ausgang der Messmittel erzeugt wurde.
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Hierzu kann ein Analog-Digital-Wandler
herkömmlicher
Bauart verwendet werden.
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So wird die elektrische Größe S in
einen digitalen Wert umgewandelt, der von den nachgeschalteten Einrichtungen
verwendet werden kann,
weil die Detektionsmittel in einer bevorzugten
Ausführungsart
einen Mikroprozessor mit einem Eingang besitzen, an den der so erzeugte
digitale Wert angelegt wird.
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Außerdem enthalten die Detektionsmittel
ein Programm zur Berechnung der zeitlichen Ableitung des erzeugten
digitalen Wertes, der ein Bild der Stromaufnahme des Elektroantriebs
(6) ist.
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Hierzu kann ein Mikroprozessor herkömmlicher
Bauart verwendet werden.
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Wenn der Rückgang der zeitlichen Ableitung der
Stromaufnahme detektiert wurde, können die Detektionsmittel den
Elektroantrieb (6) ansteuern.
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Der Elektroantriebs wird dabei gestoppt, wenn
die Ableitung unter einen Grenzwert gesunken ist, der zum Beispiel
gleich eins oder auch gleich null sein kann (d.h. dem Gipfel des
zeitlichen Verlaufs der Stromstärke
entspricht).
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In einer besonderen Ausführungsart
der Erfindung besitzt die Einrichtung zur Steuerung der Öffnungs-
und Schließbewegung
der hier präsentierten Brühkammer
(5) außerdem
einen Weggeber (10) für die
offene Stellung der Kammer (5).
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Dieser Weggeber (10) ist
in den 1 und 2 dargestellt.
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In der dargestellten Ausführungsart
ist der Weggeber (10) gegenüber einer der Getriebe (7)
angeordnet, welche die Leistung des Elektroantriebs an die beweglichen
Teile (3, 4) übertragen.
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Wenn das Getriebe eine bestimmte
Winkelposition erreicht hat, wird der Weggeber aktiviert und ermöglicht die
Detektion der offenen Stellung der Kammer (5).
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Zur Detektion dieser Position kann
ein Weggeber herkömmlicher
Bauart verwendet werden.
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Nachstehend werden die einzelnen
Funktionsschritte der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des Verfahrens
beschrieben.
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Üblicherweise
beginnt der Funktionsablauf der Gruppe 1 in einer Stellung,
in der die Brühkammer
(5) offen ist. Diese Öffnung
ermöglicht
das Eingeben von Kaffeepulver oder einer Kapsel (2).
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Eine Ausführungsart hierzu ist in 1 dargestellt.
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Anschließend kann der Benutzer das
Gerät von
Hand einschalten.
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Dieses Einschalten führt zum
Anlaufen des Elektroantriebs (6) und zur Bewegung der beweglichen
Teile (3, 4), die sich nach und nach einander
annähern.
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Nach einer gewissen Zeit legen sich
die beweglichen Teile (3, 4) immer stärker aneinander
an, was zu einer Erhöhung
der Stromaufnahme des Elektroantriebs führt.
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Am Abschluss dieser Phase kommt es
zu einer optimalen Pressung, die einer maximalen Leistung des Elektroantriebs
gleichkommt, die daran zu erkennen ist, dass die zeitliche Ableitung
der Stromaufnahme null wird oder die Steigung des zeitlichen Verlaufs
der Stromaufnahme zumindest deutlich zurückgeht.
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Durch Messen der Stromaufnahme (mit
Hilfe der Messmittel) erhält
man ein Bild des zeitlichen Verlaufs der Stromstärke.
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Die Detektionsmittel verarbeiten
diesen Verlauf, um einen Rückgang
der Steigung unter einen vorbestimmten Grenzwert zu erkennen.
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Die auf die Detektion folgenden Schritte
sind in einer Ausführungsart
in 4 dargestellt.
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Bei diesen Schritten handelt es sich
im wesentlichen um:
- – das Nullsetzen der Stromstärke und
der Steigung (Reinitialisierung vor Verwendung der gemessenen Stromaufnahmewerte,
- – Verwendung
eines Zählers,
um die Anzahl der Iterationsschritte der durchgeführten Berechnungen
zu zählen.
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Zu Beginn des Zyklus, Nullsetzen
des Zählers,
- – in
einer abgeschlossenen iterativen Berechnung wird der letzte gemessene
Stromaufnahmewert (neuer Wert) an die Stelle des sogenannten alten Wertes
gesetzt,
- – Wartezeit
entsprechend einer Zeitverzögerung, die
im Beispiel 10 ms beträgt.
- – Eingabe
eines neuen Stromaufnahme-Messwertes in die Detektionsmittel,
- – eventuell
Korrektur des neuen Wertes durch Bildung des arithmetischen Mittels,
- – Berechnung
der Steigung des zeitlichen Verlaufs der Stromaufnahme mit Verwendung
der beiden gespeicherten Werte (neuer Wert und alter Wert), deren
Abstand dem Zeitintervall der vorgegebenen Zeitverzögerung (hier
10 ms) entspricht. Es kann eventuell eine Korrektur durch Bildung des
arithmetischen Mittels vorgenommen werden, wie es in dem in 4 dargestellten Beispiel
der Fall ist.
- – Wenn
die gemessene Steigung über
dem vorgegebenen Grenzwert liegt (in dem in 4 dargestellten Beispiel beträgt der Grenzwert
1), wird die iterative Berechnung fortgesetzt.
- – In
dem in 4 dargestellten
Fall, wird eine vorbestimmte Anzahl von Iterationsschritten ausgeführt, bei
denen eine Steigung unterhalb des vorgegebenen Grenzwertes detektiert
wird, um sicherzugehen, dass es sich um einen reellen und kontinuierlichen
Rückgang
handelt.
- – Wird
kein Rückgang
unter den vorgegebenen Grenzwert detektiert, wird mit der Berechnung fortgefahren
und der Iterationszähler
auf null gesetzt.
- – Diese
Berechnungsschritte können
in dem Mikroprozessor ausgeführt
werden, der Bestandteil der Detektionsmittel ist. Diese Berechnungen
erfolgen im Anschluss an die Messung mit den Messmitteln, mit denen
der Wert der Stromaufnahme, oder ein Wert, der für den Verlauf der Stromaufnahme
charakteristisch ist, in die Detektionsmittel eingegeben werden
kann. Eine vorherige Verarbeitung der gemessenen Stromaufnahme ermöglicht die
Bereitstellung einer für
sie charakteristischen digitalen Größe.
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Nachstehend wird die in 5 gezeigte Ausführungsart
näher beschrieben.
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In dieser Ausführung sind zwei Sonden (15, 16)
zum Detektieren der Anwesenheit der Kapsel (2) ausgebildet.
Sie ermöglichen
die Detektion der Kapsel (2) bei ihrer Annäherung an
die Brühkammer
(5).
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Zwei Sonden (15, 16)
sind zweckmäßig, da sie
das versehentliche Vorhandensein von zwei Kapseln detektieren können. In
diesem Fall wird eine Fehlermeldung erzeugt und angezeigt.
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Der Benutzer wird aufgefordert, die
zweite Kapsel herauszunehmen, bevor mit der Kaffeezubereitung begonnen
wird.
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Die Sonden können auch die Funktion besitzen
festzustellen, ob die Kapsel ein verwendbares Format hat.
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Des weiteren wird im Beispiel in 5 eine Variante der Detektion
der offenen bzw. geschlossenen Stellung der Brühkammer (5) dargestellt.
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Ein Weggeber (10) kann nicht
nur zur Erkennung der offenen Stellung, sondern auch zur Erkennung
der maximal geschlossenen Stellung der Brühkammer (5) verwendet
werden.
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Das Schließen der Kammer (5)
kann daher bis zu einer maximalen Grenze gehen, die durch die Detektion
mit dem Weggeber (10) festgelegt ist.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine vorteilhafte Lösung,
um die beiden Stellungen offen und geschlossen zu erkennen.
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Hierzu wird eine Platte (14)
ausgebildet, die zur Übertragung
der Leistung des Elektroantriebs an die beiden beweglichen Teile
mit einem der Getriebe (7) verbunden ist.
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In dem bevorzugten Beispiel in 5 ist die Platte (14)
in zwei Halbscheiben mit unterschiedlichem Radius geteilt. Dieser
Unterschied erzeugt zwei Fronten (17) die sich diametral
gegenüber
liegen.
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Erfindungsgemäß wird die Stellung der Fronten
(17) so angepasst, dass sie der offenen und maximal geschlossenen
Stellung der Brühkammer
entspricht. Diese Anpassung wird in Bezug auf die Bewegung der Getriebe
(7) ausgeführt,
die hier dazu bestimmt ist, eine Umkehrbewegung zwischen beiden
extremen Stellungen auszuführen.
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Nachstehend wird die Funktionsweise
einer Variante der oben präsentierten
Vorrichtung beschrieben.
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Das Laden der Kapsel (2)
erfolgt, wenn die Brühkammer
(5) offen ist. Der Weggeber (10) ist dann in Detektionsstellung,
da die erste Front (17) erreicht ist. Die Kammer (5)
wird geschlossen, wobei die Schließbewegung unterbrochen wird,
wenn der maximale Grenzwert detektiert wird.
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Die Schließbewegung der Brühkammer
(5) wird eingeleitet und unterbrochen, wenn der maximale
Grenzwert detektiert wird
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Dann beginnt das Brühen zur
Zubereitung des Kaffees.
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Im Laufe des Brühens werden stoßartige
und regelmäßige Schließbewegungen
ausgeführt,
um ein einwandfreies Schließen
zu erzielen.
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Es wurde nämlich bemerkt, dass der Schließdruck sich
im Laufe des Brühzyklus
in ungünstiger
Weise verändern
kann, insbesondere durch Einwirkung eines Befeuchtungssystems für Kaffee
und Filter.
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Die hier vorgeschlagene zusätzliche
Klemmung beseitigt diesen Nachteil.
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Diese zusätzliche Bewegung kann mit Hilfe des
Weggebers (10) begrenzt werden, wenn die zweite Front (17)
erreicht ist.
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Dann detektiert die Vorrichtung,
dass die maximale Schließstellung
erreicht ist und das Klemmen nicht mehr verbessert werden kann.
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- 1
- Aggregat
- 2
- Kapsel
- 3
- Bewegliches
Teil
- 4
- Bewegliches
Teil
- 5
- Brühkammer
- 6
- Elektroantrieb
- 7
- Getriebe
- 8
- Achse
mit Exzenter
- 9
- Führung
- 10
- Weggeber
- 11
- Baugruppe
mit Operationsverstärker
- 12
- Stromversorgung
- 13
- Steuerung
des Elektroantriebs
- 14
- Platte
- 15
- Sonde
in oberer Stellung
- 16
- Sonde
in unterer Stellung
- 17
- Frontseite
- S
- Analoge
Größe
- R
- Elektrischer
Widerstand
- VR
- Spannung
an den Klemmen des Widerstands R