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Technisches
Anwendungsgebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft allgemein
Spritzvorrichtungen zum selektiven Auftrag von Materialien auf Gegenstände, zum
Beispiel den Auftrag einer konformen Beschichtung auf eine Leiterplatte.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine verbesserte Düsenanordnung
für einen
in solchen Spritzvorrichtungen verwendeten Ausgabekopf. Ein Ausgabekopf,
der die Merkmale des bekannten Teiles des Anspruches 1 oder 10 umfasst,
ist aus
US 5 368 233 bekannt.
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Hintergrund
der Endung
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Leiterplatten mit darauf befestigten
elektrischen Komponenten werden typischerweise mit einer feuchtigkeitsbeständigen elektrisch
isolierenden Schicht beschichtet. Solche dünnen Beschichtungen sind allgemein
als konforme Beschichtungen bekannt, wie zum Beispiel Silikon-,
Polyurethan-, Acryl- oder Epoxydharze. Konforme Beschichtungen spielen
beim Schutz von Leiterplattenkomponenten vor Feuchtigkeit, Staub
und anderen Verunreinigungen, die die Funktionsfähigkeit der Komponenten nachteilig
beeinflussen können,
eine wichtige Rolle. Weil einige Komponenten und Kontakte auf einer
Leiterplatte unbeschichtet bleiben müssen, wurden selektive Beschichtungsverfahren
entwickelt. Traditionelle Verfahren, wie normale Spritzvorrichtungen,
Streichen und Eintauchen sind für
einen genauen selektiven Auftrag konformer Beschichtungen ungeeignet. Solche
bekannten Systeme umfassen oft einen wesentlichen Anteil für das Maskieren
und Demaskieren, was sehr arbeitsintensiv ist und zu übermäßiger Nachbearbeitung
führen
kann.
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Kürzlich
wurde ein neues robotergesteuertes Auftragsystem für konforme
Beschichtungen von der Nordson Corporation aus Westlake, Ohio, eingeführt. Dieses
System wird unter dem Namen SELECT COAT® -Spritzsystem
verkauft. Dieses System und seine Komponenten werden in den folgenden US-Patenten beschrieben:
4,753,819; 4,880,663; 5,336,320; und 5,409,733. Im allgemeinen wird
für eine
selektive Beschichtungsvorrichtung wie das SE- LECT COAT- Spritzsystem ein elektronisches Steuersystem
verwendet, um die Arbeitsweise einer robotergestützten Ausgabeeinheit zu steuern.
Das Steuerungssystem steuert die Arbeitsweise eines Robotermechanismus
zum Positionieren eines Ausgabekopfes in Bezug auf die Leiterplatte
und die spezifischen Stellen darauf, auf denen das Beschichtungsmaterial
aufzubringen ist. Das Steuerungssystem steuert auch die Arbeitsweise
der Ausgabeeinheit zum selektiven Öffnen und Schließen eines Steuerventils
zu richtigen Zeiten, um Beschichtungsmaterial auf die Leiterplatte
aufzutragen. Solche Systeme können
selbständige
alleinstehende Arbeitsstationen sein, oder können alternativ zur Anpassung
an Massenfertigungsverfahren, die in die Fertigungsstraße integrierte
Aushärtungsöfen umfassen,
in eine kontinuierlich laufende Fertigungslinie mit Bandförderung
integriert sein.
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Der Ausgabekopf ist ein wichtiger
Teil der gesamten Spritzvorrichtung, weil der Ausgabekopf das auf
die Leiterplatte gerichtete Sprühmuster
des Beschichtungsmateriales ausbildet. Die Ausgabeoptionen umfassen
nicht zerstäubende
Verfahren, die typischerweise für
niedrigviskose Beschichtungsmaterialien (zum Beispiel unter 0,1
Ns/m2 (unter 100 centipoise)) angewandt
werden, und druckluftunterstützte
Zerstäubungsverfahren
für höherviskose
Beschichtungsmaterialien (zum Beispiel 0,1–3,5 Ns/m2 (100
bis 3.500 centipoise)), sind jedoch nicht auf diese beschränkt.
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Das Nordson-SELECT COAT®-Spritzsystem umfasst
außerdem
die Möglichkeit
der SWIRL COATTM-Spritzauftragstechnik von
konformem Beschichtungsmaterial auf eine Leiterplatte. Das SWIRL
COATTM-Spritzverfahren und = vorrichtung werden
in den anhängigen
US-Patentanmeldungen mit den Anmeldenummern 08/687,790, angemeldet am
19. Juli 1996, jetzt fallen gelassen, und ihrer continuation-in-part-Anmeldung,
Aktenzeichen 08/878,756, angemeldet am 19. Juni 1997, beschrieben,
wobei der Inhaber der beiden Anmeldungen der Rechtsnachfolger der
vorliegenden Erfindung ist. Die angesprochenen Anmeldungen beschreiben
einen Ausgabekopf, der für
eine Vielzahl von Ausgabeoptionen eine Einzeldüsenkonstruktion umfasst. Die Ausgabeoptionen
umfassen die Ausgabe im Raupenmodus, die Ausgabe im Monofilmodus
und die Ausgabe im Wirbelmodus, müssen aber nicht auf diese beschränkt sein.
Die Vorrichtung ist für
niedrigviskoses Material, hochviskoses Material und feste Materialien
anwendbar. Der Raupenmodus ist gewöhnlich eine luftlose Spritztechnik,
während
für den
Monofilmodus und den Wirbelmodus ein Luftstrom verwendet wird, der
auf den Materialstrom gerichtet wird, um ihn in Drehung zu versetzen.
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Die vorliegende Erfindung ist auf
Verbesserungen des Ausgabekopfes und des Düsenaufbaus nicht nur für den SWIRL
COATTM-Ausgabekopf gerichtet, der bei dem
SELECT COAT-Spritzsystem verwendet wird, sondern für jeden
Spritzausgabekopf, für
den eine zweiteilige Spritzdüse
verwendet wird, um den Zusammenbau und die Wartung zu erleichtern.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Zum Erreichen der vorgenannten Ziele
und gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung umfasst ein Ausgabekopf für den luftunterstützten und
luftlosen Auftrag eines Materiales auf eine Oberfläche die Merkmale
des Anspruches 1.
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Gemäß einem anderen Aspekt der
Erfindung umfasst der Ausgabekopf die Merkmale des unabhängigen Anspruches
10.
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Diese und andere Aspekte und Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden für Fachleute auf dem Gebiet
aus der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
unter Berücksichtigung
der beigefügten
Zeichnungen ersichtlich.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die Erfindung kann in bestimmten
Teilen und Anordnungen von Teilen verkörpert sein, von denen bevorzugte
Ausführungsformen
und ein Verfahren in dieser Beschreibung ausführlich beschrieben und in den
beigefügten
Zeichnungen dargestellt werden, die einen Teil derselben bilden
und in denen:
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1 eine
Ansicht eines zur Anwendung für die
vorliegende Erfindung geeigneten Ausgabekopfes ist;
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2 der
Ausgabekopf aus 1 im
Längsschnitt
entlang der Linie A-A in 1 ist;
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3 den
Bereich innerhalb des Strichpunktkreises aus 2 in vergrößerter Schnittansicht zeigt;
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4A und 4B in einer vereinfachten Schnittansicht
eine erfindungs- gemäße Düsenanordnung
in einem nicht eingebauten Zustand ( 4A)
und nachdem Zusammenbau (4B)
zeigen; und
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5 eine
Schnittansicht entlang der Linie 5–5 in 2 zeigt.
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Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Unter Bezugnahme auf 1 ist ein Ausgabekopf 10 dargestellt,
wie er gemäß den Konzepten der
vorliegenden Erfindung anwendbar ist. Obwohl die Erfindung und ihre
bevorzugten Ausführungsformen
hierin unter Bezugnahme auf einen spezifischen Typ eines Ausgabekopfes 10 beschrieben
werden, der für
den Auftrag und das Spritzen einer konformen Beschichtung auf eine
Leiterplatte verwendet wird, dient die Beschreibung nur der Erläuterung
und sollte nicht in beschränkendem
Sinn ausgefegt werden. Die vorliegende Erfindung findet generell
Anwendung bei jedem Ausgabekopf für den ein separater Düsenkörper und
Düsensitz
verwendet wird.
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Der Ausgabekopf 10 kann
zum Beispiel das Teil Nr. 226315 sein, das von Nordson Corporation aus
Amherst, Ohio erhältlich
ist. Mit Ausnahme der hierin nachfolgend beschriebenen Einzelheiten
der Düsenanordnung
ist die Konstruktion und Arbeitsweise des Ausgabekopfes 10 in
dem oben genannten US-Patent 5,336,320 (nachfolgend das "'320er
Patent") ausführlich
beschrieben und es kann auf jene Beschreibung Bezug genommen werden.
Der Ausgabekopf 10 der vorliegenden Erfindung ist etwas modifiziert
gegenüber
dem im '320er Patent beschriebenen Ausgabekopf und diese Unterschiede werde
hierin beschrieben. Allgemein umfasst der erfindungsgemäße Ausgabekopf 10 eine
Luftzuführung,
um ein luftunterstütztes
Sprühmuster
bewirken zu können,
obwohl der erfindungsgemäße Ausgabekopf 10 auch
in einem luftlosen Modus arbeiten kann.
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Der Ausgabekopf 10 umfasst
ein Hauptausgabegehäuse 12,
das an seinem ersten Ende 13 einen Ventilstößelrückführungs-
und einstellmechanimus 14 besitzt, der durch Schrauben 16 am
Hauptgehäuse 12 befestigt
ist. Die Konstruktion und Arbeitsweise des Mechanismus 14 ist
in dem '320er Patent vollständig
beschrieben und muss hierin nicht wiederholt werden. Eine Spritzgehäuseanordnung 18 umfasst
eine Hülse 20,
die entgegengesetzt vom ersten Ende 13 durch Schrauben 22 am
Hauptgehäuse 12 befestigt
ist. Die Spritzgehäuseanordnung 18 umfasst
eine Düse
und einen Düsensitz
sowie innere und äußere Spritzgehäuse oder
Rohre, wie es später in
Verbindung mit 2 beschrieben
wird.
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Unter Bezugnahme auf 2 ist der Ausgabekopf 10 im
Längsschnitt
gezeigt. Beim Vergleich der 2 mit
der Offenbarung im '320er Patent sollte beachtet werden, dass das
Hauptgehäuse 12 in
der vorliegenden Erfindung einstückig
ist, während
das Hauptgehäuse
in dem '320er Patent zwei Module umfasst. Beide Ausführungsformen
sind für
den Ausgabekopf geeignet. Außerdem
wurde ein Verteiler zum Anschluss des Ausgabekopfes 10 an
eine Beschichtungsmaterialquelle und an eine Druckluftquelle zum
Betätigen
des Stößelmechanismus 14 aus Gründen der
Klarheit in den Zeichnungen weggelassen. Das '320er Patent beschreibt
den Verteiler und seine Arbeitsweise vollständig und für zusätzliche Einzelheiten kann Bezug
darauf genommen werden. Des weiteren umfasst die beispielhafte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung nicht das in dem '320er Patent beschriebene
Zirkulationsmerkmal, jedoch kann ein solches Merkmal für die vorliegende Erfindung
angewandt werden, wenn es für
eine besondere Anwendung erforderlich ist.
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Für
die vorliegende Erfindung ist es ausreichend anzugeben, dass das
Beschichtungsmaterial über
eine Einlassöffnung 24 in
den Ausgabekopf 10 eingeführt wird, und das Stelldruckluft über eine
Luftöffnung 26 in
den Mechanismus 14 eingeführt wird. Das Beschichtungsmaterial
tritt in einen Holraum 25 ein und dann nach unten in eine
Zuführungsbohrung, wie
es nachfolgend beschrieben wird. An einem Ende zur Öffnung 24 ist
durch ein geeignetes Verbindungsstück (nicht gezeigt) wie es im
Stand der Technik allgemein bekannt ist, ein Zuführungsschlauch A angeschlossen,
und am anderen Ende eine Zuführung
B des auszugebenden Materiales, in dieser beispielhaften Ausführungsform
flüssiges
konformes Beschichtungsmaterial; die Fachleute auf dem Gebiet werden
jedoch leicht verstehen und erkennen, dass die vorliegende Erfindung
nicht auf die Ausgabe einer konformen Beschichtung be schränkt ist,
sondern in Verbindung mit der Ausgabe irgend einer Flüssigkeit
anwendbar ist, die zur Anwendung für die gesamte Ausgabevorrichtung
geeignet ist.
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Die vorliegende Erfindung ist insbesondere auf
die Spritzgehäuseanordnung 18 gerichtet.
Unter weiterer Bezugnahme auf 2 umfasst
diese Anordnung 18 die Hülse 20, die einen
Flansch 28 zum Befestigen der Hülse 20 am Hauptgehäuse 12 mittels Schrauben 22 besitzt.
Die Hülse 20 hat
eine mittige Bohrung 30, die ein erstes Ende 32a eines
ersten oder inneren Spritzgehäuses
oder Materialzuführungsrohres 32 aufnimmt.
Das innere Spritzgehäuse 32 gleitet
in der Hülse 20 nach
oben und stößt an eine Schulter 34 ihrer
Zylindersenkung. Das innere Spritzgehäuse 32 erstreckt sich
zu einem gegenüberliegenden
Ende 32b des Düsensitzes.
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Unter Bezugnahme auch auf 3 besitzt das Düsenende 32b des
inneren Spritzgehäuses 32 eine
darin ausgebildete Düsensitzaussparung 36.
In dieser Ausführungsform
hat die Aussparung 36 die Form einer Zylindersenkung, das
Spritzgehäuse 32 kann
jedoch mit einer beliebigen Bauform versehen sein, die zum Aufnehmen
eines Düsensitzes
geeignet ist, oder der Sitz könnte
zum Beispiel integral mit diesem ausgebildet sein.
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In dieser beispielhaften Ausführungsform umfasst
der Ausgabekopf 10 eine zweistückige Düsenanordnung 40. Die
Düsenanordnung 40 umfasst einen
Düsensitz 42 und
eine Austragsdüse 44.
Der Düsensitz 42 wird
in der Aussparung 36 aufgenommen und wird eingesetzt, bis
der Sitz 42 mit einer Schulter 46 ineinander greift,
an der er angelötet
oder auf andere Weise befestigt wird. Der Düsensitz 42 ist vorzugsweise
aus einem geeigneten harten Material hergestellt, wie zum Beispiel
Hartmetall. Es können jedoch
für den
Sitz 42 auch andere Materialien verwendet werden, wie es
in Abhängigkeit
vom auszugebenden Materialtyp und dem zur Regelung des Materialstromes
angewandten Ventils erforderlich ist. Andere geeignete Materialien
umfassen Werkzeugstahl, Keramiken usw., um nur einige Beispiele
zu nennen, sind jedoch nicht auf diese beschränkt.
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Unter zusätzlicher Bezugnahme auf 4A ist der Düsensitz 42 grundsätzlich eine
zylindrische Konstruktion mit einer sich nach innen erstreckenden Sitz wand 48,
die eine darin ausgebildete mittige Durchflussöffnung 50 besitzt.
Die Öffnung 50 wird durch
ein Ventllelement 52 geöffnet
und geschlossen, das in Form einer an einem Ende eines Ventilstößels 54 getragenen
Kugelspitze realisiert werden kann. Andere Ventilkonstruktionen
können
verwendet werden, wenn es für
eine besondere Anwendung erforderlich ist, zum Beispiel könnte eine
Nadelventilkonstruktion verwendet werden, um nur ein Beispiel zu
nennen.
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Der Stößel 54 ist in einer
mittigen Zuführungsbohrung 56 des
inneren Spritzgehäuses 32 angeordnet.
Der Stößel 54 ist
geeignet dimensioniert, so dass ausreichend Platz ist, dass das
Beschichtungsmaterial vom Hohlraum 25 am Spritzgehäuse 32 herunter
zur Düsenanordnung 40 fließen kann. Das
Beschichtungsmaterial fließt
somit am inneren Spritzgehäüse 32 nach
unten durch die Bohrung 56 an der Außenseite des Stößels 54 entlang.
Wenn der Stößel 54 zurückgezogen
ist (nicht gezeigt), ist die Kugelspitze von der Sitzwand 48 gelöst, um die Öffnung 50 zu öffnen und
somit den Durchfluss des Materiales durch die Öffnung 50 zur Austragsdüse 44 zu erlauben.
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Der Stößel 54 ist derart
funktionell mit der Stößelrückführungsanordnung 14 verbunden,
wie sie in dem '320er Patent beschrieben wird. Die Anordnung 14 umfasst
einen Mechanismus, um den Stößel in eine
geschlossene Position zu drücken,
wie es hierin in 2 dargestellt
ist. In dieser Ausführungsform
wird eine Federanordnung 15 verwendet, um das Ventil 52 geschlossen
zu halten. Um das Ventil 40 zu öffnen, wird der Öffnung 26 Druckluft
zugeführt und
wirkt auf eine Luftkolbenanordnung 58, um den Stößel 54 zurückzuziehen,
der funktionell mit dem Kolben verbunden ist, wobei dessen Einzelheiten
in dem "320er Patent vollständig
beschrieben sind.
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Unter weiterer Bezugnahme auf die 2 und 4A umfasst der Düsensitz 42 eine zylindrische Verlängerung 60 mit
einer darin ausgebildeten zylinderförmigen Aussparung 62.
Diese Aussparung 62 nimmt einen mittigen ringförmigen Düsengehäuseschaft 70 der
Austragsdüse 44 auf.
Der Schaft 70 hat eine darin ausgebildete Dichtungsnut 72.
In der Nut 72 am Schaft 70 ist eine Dichtung 74 angeordnet.
Die Dichtung 74 wird vorzugsweise ausreichend in der Nut 72 aufgenommen,
so dass sie nicht verdrängt wird,
wenn der Düsenschaft 70 in
die Düsensitzaussparung 62 eingesetzt
wird. In dieser Ausfüh rungsform
wird die Dichtung 74 in Form eines O-Ringes aus einem geeigneten
Material realisiert, das mit dem auszugebenden Material kompatibel
ist, in diesem Fall ein konformes Beschichtungsmaterial. Die Dichtung 74 kann
zum Beispiel aus KALREZ® hergestellt sein, das
zum Beispiel von DuPont Dow Elastomers erhältlich ist. Neben einem O-Ring
können
andere Dichtungskonstruktionen verwendet werden, sofern sie geeignet
sind, zum Beispiel kann ein viereckiger Ring verwendet werden.
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Die Austragsdüse 44 umfasst außerdem eine
konische mittige Spitze 76, durch die Material auf ein
Zielobjekt, wie eine Leiterplatte (nicht gezeigt) ausgegeben wird.
Eine mittige Ausgabebohrung 78 erstreckt sich durch die
Düse 44 vom
Schaft 70 zur Spitze 76. Aus der Öffnung 50 fließendes Material wird
somit durch eine Auslassspritzöffnung 80 ausgegeben,
wenn das Ventil 52 öffnet.
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Die Düse 44 umfasst auch
in einem Ringflansch ausgebildete Luftdüsen 82. Die Luftdüsen 82 können in
Form einzelner, durch den Flansch 84 hindurch ausgebildeter
Bohrungen realisiert werden, wie es dargestellt ist. Vorzugsweise
sind die Düsen 82 präzise angewinkelt,
so dass sie Luft auf das aus der Öffnung 80 austretende
Material richten, um das Materialstrommuster in Wirbelbewegung zu
versetzen. Diese Wirbelbewegung ist von der Art einer Wirbelsturmbewegung,
um einen genauen, aber hochgradig selektiven und kontrollierten
Auftrag des konformen Beschichtungsmateriales auf das Zielobjekt zu
bewirken. Die Düsen 82 sind
außerhalb
der Sitzverlängerung 60 radial
angeordnet, so dass sie zu einem Hohlraum offen sind, der die Außenseite
des Düsensitzes 42 umgibt,
wie es nachfolgend ausführlicher
beschrieben wird.
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4B zeigt
die Düse 44 vollständig im
Düsensitz 42 eingesetzt
und eingepasst. Es wird angemerkt, dass der Sitz 74 geeignet
dimensioniert ist, so dass er mit der Wand der Zylindersenkung 62 ineinander
greift, wenn der Schaft darin sitzt. Der Sitz 74 wird vorzugsweise
zwischen der Wand der Zylinderbohrung 62 und der Wand der
Schaftnut 72 zusammengedrückt, wie es dargestellt ist.
Die Dichtung 74 dichtet somit gegen das aus der Düsenanordnung 40 um
den Schaft 70 herum austretende Material und verhindert
auch das Hindurchgehen von Luft nach oben in die Zuführungsbohrung 56.
Mit anderen Worten, die Dichtung 74 trennt den Flüssigkeitsbereich oder
Bohrung 56 vom Luftbereich oder Kanal 92. Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird die Dichtung 74 im wesentlichen
innerhalb der Nut 72 aufgenommen, umschlossen und isoliert,
nachdem der Schaft 70 vollständig in die Aussparung 62 eingesetzt
ist. Dieses hilft, die Möglichkeit
zu reduzieren, dass die Dichtung 74 zu den Luftdüsen 82 hin
ausgestoßen
wird und diese behindert. Vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise,
stößt der Flansch 82 an
die untere Wand 60a der Sitzverlängerung 60, bevor
die obere Wand 70a des Schaftes 70 an die untere
Wandfläche 48a der
Sitzwand 48 stößt. Die
Düse 44 kann
durch Schieben der Düse 44 aufwärts in die Aussparung 62 mit
einer leichten Drehbewegung in den Sitz 42 eingesetzt werden.
Die Sitzverlängerung 60 kann
wie bei 60b abgeschrägt
sein, um die Führung
des Düsenschaftes 70 in
die Aussparung 62 zu unterstützen und das Auftreten von
Beschädigungen der
Dichtung 74 während
der Montage zu verringern.
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Unter nochmaliger Bezugnahme auf
die 2 und 3 ist ein äußeres Spritzgehäuse oder
-rohr 86 allgemein konzentrisch um das innere Spritzgehäuse 32 und
die Düsenanordnung 40 angeordnet. Das äußere Spritzgehäuse 86 umfasst
ein mit Innengewinde versehenes rohrförmiges Ende 88, das
auf ein mit Außengewinde
versehenes Ende 20a der Hülse 20 geschraubt
wird. Ein O-Ring 90 oder eine andere geeignete Dichtungstechnik
wird verwendet, um diese Verbindung gegen Druckluftverlust zu dichten.
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Das äußere Spritzgehäuse 86 ist
geeignet dimensioniert, so dass ein Luftdurchgang 92 zwischen der
Innenwand 86a des Spritzgehäuses 86 und der Außenwand 94 des
inneren Spritzgehäuses 32 vorgesehen
wird. In diesem Luftkanal 92 können Abstandhalter 96 verwendet
werden, um die konzentrische Ausrichtung der zwei Spritzgehäuse 32, 86 entlang
ihrer axialen Ausdehnung beizubehalten. Die Abstandhalter 96 können auch
verwendet werden, um die Luftströmung
in turbulente oder wirbelnde Bewegung zu versetzen.
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Der Luftkanal 92 ist ein
Ring, der in Strömungsverbindung
mit einer Lufteinlassöffnung 98 steht,
die an ein Lufteinlassverbindungsstück 100 (1) angeschlossen ist. Das
Anschlussstück 100 schließt an einen
Standardluftschlauch 102 an, der Luft von einer Druckluftzuführung 104 zuführt. Der Ring 92 führt Luft
in drei Luftkanalflügel 93 (siehe 93a, 93b und 93c, 5), wobei sich die Flügel an der
Außenseite
des inneren Spritzgehäuses 32 entlang
nach unten erstrecken, um dem Luftkanal 92 Luft zu Verfügung zu
stellen. Auf diese Weise kann das innere Spritzgehäuse 32 mit
Presspassung in die Hülse 20 eingesetzt
werden, während
gleichzeitig die Zuführung
von Luft in den Zwischenraum zwischen dem inneren und äußeren Spritzgehäuse 32, 20 zugelassen
wird.
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Der Luftkanal 92 öffnet in
einen bevorzugt, jedoch nicht notwendig vergrößerten Lufthohlraum 108.
Die Luftdüsen 82 öffnen auch
in diesen Hohlraum 108. Der Ventilsitz 42 kann
wie bei 110 (4A)
konisch sein, um diesen vergrößerten Lufthohlraum
vorzusehen. Die Düsen 82 sind
vorzugsweise nach unten und radial angewinkelt, um um die Austragsöffnung 80 herum
ein rotierendes Luftmuster zu erzeugen. Wenn die Flüssigkeit,
die aus der Düse 40 ausgegeben
wird, in das rotierende Wirbelsturmluftmuster eintritt, wirbelt
und rotiert die Flüssigkeit,
so dass ein gewünschtes
Spritzmuster erzeugt wird, das ein wirbelndes zerstäubtes Flüssigkeitssprühmuster
oder ein wirbelndes monofiles Flüssigkeitsmuster
umfasst.
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Wie in den 2 und 3 dargestellt
ist, hat das Düsenende
des äußeren Spritzgehäuses 86 eine sich
nach innen erstreckende Schulter oder Flansch 106. Dieser
Flansch 106 greift mit dem Flansch 84 der Düse 42 ineinander
und hält
die Düse 42 an
ihrem Platz fest, nachdem das äußere Spritzgehäuse 86 vollständig auf
die Hülse 20 geschraubt
und nach unten festgezogen ist. Die radiale Erstreckung des äußeren Spritzgehäuseflansches 106 ist
begrenzt, um die Behinderung der Luftdüsen 82 zu verhindern und
die Überlagerung
mit dem wirbelnden Luftstrom zu verhindern.
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Es sollte beachtet werden, dass der
Ausgabekopf 10 ohne Luftstrom betrieben werden kann, wobei
in diesem Fall ein Raupenauftragsmodus durch Erzeugen eines nicht
zerstäubten
Beschichtungsmaterialstromes aus der Düse 42 angewandt wird. In Abhängigkeit
vom Luftdruck und den Materialströmungsgeschwindigkeiten kann
ein Monofilspritzmodus durch Anwendung von Luft bewirkt werden,
um dem Materialstrom ein konisches verschlungenes Muster zu verleihen.
Die Steuerung des Materialstromes und des Luftstromes kann somit
angewandt werden, um das monofile Muster oder ein Wirbelmuster zu
bewirken, mit dem zerstäubten
Wirbelsturmsprühmuster,
wie es zuvor erläutert wurde.
Diese verschiedenen Aspekte der unterschiedlichen Modi des Sprühmusters
werden vollständig
in den oben aufgenommenen, anhängigen
US-Patentanmeldungen
beschrieben.
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Gemäß einem anderen Aspekt der
Erfindung dient der eng anliegende Eingriff der Dichtung 74 mit der
Sitzwand 62 und der Wand der Nut 72 dazu, die Düse 44 in
richtiger Ausrichtung im Reibschluss zu halten und die Düse 44 und
den Sitz 42 während
des weiteren Zusammenbaus des Ausgabekopfes 10 zusammenzuhalten,
selbst wenn der Ausgabekopf 10 vertikal gehalten wird.
Die Düse 44 fällt nicht
aus dem Düsensitz 42 Auf
diese Weise kann das äußere Spritzgehäuse 86 eingebaut
werden, nachdem die Düse 42 und
der Sitz 44 zusammengebaut wurden, ohne dass der Monteur
all die Teile halten muss oder die Teile horizontal zusammenbauen
muss und des weiteren ohne die Ausrichtung zu verlieren, wenn das Spritzgehäuse 86 angebaut
und nach unten festgezogen wird.
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Die Erfindung wurde unter Bezugnahme
auf die bevorzugte Ausführungsform
beschrieben. Selbstverständlich
fallen anderen beim Lesen und Verstehen dieser Beschreibung Modifikationen
und Änderungen
ein. Alle solche Modifikationen und Änderungen sollen eingeschlossen
sein, sofern sie in den Schutzbereich der anhängigen Ansprüche fallen.