DE60001114T2 - Vorrichtung zur herstellung von giessformteilen mit führungshilfsmitteln - Google Patents
Vorrichtung zur herstellung von giessformteilen mit führungshilfsmittelnInfo
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- B22C11/00—Moulding machines characterised by the relative arrangement of the parts of same
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Gießformteilen, indem Sand oder ein anderes ähnliches Material zwischen einer vertikalen Pressplatte und einer vertikalen schwenkbaren Platte verdichtet wird, die bewegliche Endwände in einer Presskammer bilden. Die schwenkbare Platte kann nach einer Verdichtung wegschwenken, um einen Durchgang des Formteils aus der Presskammer durch eine weitere Vorwärtsbewegung der Pressplatte zu erlauben, und die schwenkbare Platte ist an einem vorderen Joch gelagert, welches wiederum an Führungssäulen für eine Bewegung in bezug auf die Presskammer montiert ist. Ein Ziehjoch ist hinter der Presskammer angeordnet und mit den Führungssäulen verbunden. Das vordere Joch, das Ziehjoch und die Führungssäulen bilden eine verhältnismäßig steife Rahmenstruktur parallel mit der Längsachse der Presskammer. Eine Vorrichtung dieser Art ist z. B. aus EP-231,741 und EP-020,082 bekannt.
- In solchen bekannten Vorrichtungen wird das Ziehjoch in seinen Bewegungen nur durch die Führungssäulen geführt, und dementsprechend bewirken ungleichmäßige Kräfte, die durch die Pressplatte bzw. die schwenkbare Platte in Verbindung mit verschieden geformten Mustern angewendet werden, eine Verformung der verhältnismäßig steifen Rahmenstruktur, die aus den Führungssäulen und den beiden verbundenen Jochen besteht. Um eine derartige Verformung zu reduzieren und dementsprechend die Neigebewegung der schwenkbaren Platte zu reduzieren, ist z. B. aus EP-231,741 bekannt, Lager für die Führungssäulen nahe der Vorderseite der Presskammer und nahe der Rückseite der Presskammer vorzusehen. Dies wird jedoch eine bestimmte Neigebewegung der schwenkbaren Platte während des Verdichtens nicht vollständig verhindern.
- Die Aufgabe der Erfindung ist, eine solche Verformung weiter zu reduzieren, und gemäß der Erfindung wird dies durch das Vorsehen von Mitteln zum Führen des Ziehjochs wie im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben erreicht. Dadurch wird das Ziehjoch direkt geführt und gegen Bewegungen in einer Ebene senkrecht zur beabsichtigten Bewegung der Rahmenstruktur abgestützt, und dementsprechend wird eine steifere Rahmenstruktur erreicht, was eine steifere Führung der schwenkbaren Platte ermöglicht, insbesondere eine Neigebewegung verhindert, ohne die Abmessungen der Vorrichtung wesentlich zu vergrößern und ohne das Gewicht der aus dem vorderen Joch, dem Ziehjoch und den Führungssäulen bestehenden bewegten Rahmenstruktur wesentlich zu erhöhen.
- Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.
- Im folgenden detaillierten Teil der vorliegenden Beschreibung wird die Erfindung mit Verweis auf die beispielhaften Ausführungsformen einer Vorrichtung zum Herstellen von Giesformteilen gemäß der Erfindung ausführlicher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt ist, in welchen:
- Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung in der verdichtenden Position zeigt;
- Fig. 2 die Vorrichtung in Fig. 1 in der Extraktionsposition zeigt,
- Fig. 3 eine Detailzeichnung von Teilen der Vorrichtung in Fig. 1 ist,
- Fig. 4 eine schematische Skizze ist, die eine Ausführungsform der Erfindung entsprechend Fig. 1 angibt,
- Fig. 5 eine Fig. 4 entsprechende Skizze ist, die eine alternative Ausführungsform der Erfindung zeigt, und
- Fig. 6, 7 und 8 alternative Konstruktionen zum Führen des Ziehjochs zeigen.
- Die Vorrichtung zum Herstellen von Gießformteilen durch Verdichten von Sand oder eines anderen ähnlichen Materials ist von der Bauart, die aus einer vertikalen Pressplatte 1 und einer vertikalen schwenkbaren Platte 2 besteht, die bewegliche Endwände in einer Presskammer 3 bilden. Die schwenkbare Platte 2 ist mit einem vorderen Joch 4 schwenkbar verbunden, das auf Führungssäulen 5 für eine Bewegung in bezug auf die Presskammer 3 montiert ist. Ein Ziehjoch 6 ist mit den Führungssäulen 5 an den dem vorderen Joch 4 gegenüberliegenden Enden verbunden. Die Führungssäulen 5 sind in Führungen 7 gelagert, die in der in Fig. 1 gezeigten verdichtenden Stellung nahe der Position des vorderen Jochs 4 mit der Presskammer 3 verbunden sind, und das Ziehjoch 6 ist mit einer hydraulischen Antriebseinheit 11 zum Bewegen der aus dem vorderen Joch 4, dem Ziehjoch 6 und den Führungssäulen 5 bestehenden Rahmenstruktur verbunden, wodurch die schwenkbare Platte 2 in bezug auf die Presskammer 3 bewegt wird. In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Konstruktion umfasst das Ziehjoch 6 Führungen 8, die auf Hilfsführungssäulen 9 gelagert sind, wodurch die Bewegung des Ziehjochs 6 gesteuert wird. Die Hilfsführungssäulen 9 sind an einem Ende nahe der Presskammer 3 mit der Presskammer 3 oder einem anderen festen Teil der Vorrichtung verbunden, und am gegenüberliegenden Ende sind die Hilfsführungssäulen 9 an einem festen Teil der Vorrichtung, in Fig. 1 und 2 als Block 12 dargestellt, befestigt. Die Bewegung der Pressplatte 1 wird mit Hilfe der hydrau- lischen Antriebseinheit 10 geliefert.
- Durch die gezeigte Konstruktion ist die aus dem vorderen Joch 4, den Führungssäulen 5 und dem Ziehjoch 6 bestehende Rahmenstruktur verhältnismäßig kompakt, was die Steifigkeit dieser Rahmenstruktur erhöht, und die Distanz zwischen den Führungen 7 für die Führungssäulen 5 und den Führungen 8 für die Hilfsführungssäulen 9 liegt nahe einem Maximum in der in Fig. 1 gezeigten verdichtenden Position, in der die Kräfte auf die Struktur bei einem Maximum liegen, und diese Distanz ist in der in Fig. 2 gezeigten Extraktionsposition kleiner, in welcher Position die Kräfte auf die Struktur minimal sind und die Steifigkeit von untergeordneter Bedeutung ist.
- Die Vorrichtung zum Herstellen von Gießformteilen funktioniert in der herkömmlichen Weise, wobei die Presskammer 3 mit Sand gefüllt und der Sand zwischen der Pressplatte 1 und der schwenkbaren Platte 2 verdichtet wird, welche mit Hilfe der hydraulischen Antriebseinheiten 10 und 11 in die Kammer 3 bewegt werden. Nach einem Verdichten bewegt die hydraulische Antriebseinheit 11 die schwenkbare Platte 2 von der Presskammer 3 weg, und die schwenkbare Platte wird in die in Fig. 2 gezeigte Position bewegt, um einen Durchgang des Formteils aus der Presskammer 3 durch eine Vorwärtsbewegung der Pressplatte 1 mit Hilfe der hydraulischen Antriebseinheit 10 zu ermöglichen. Die die Vorrichtung verlassenden Formteile bilden einen Formstrang, der wie dem Fachmann bekannt zum Formstrangguß verwendet wird.
- Fig. 3 zeigt die wesentlichen Teile der Vorrichtung gemäß der Erfindung, nämlich die aus dem vorderen Joch 4, den Führungssäulen 5 und dem Ziehjoch 6 bestehende Rahmenstruktur, wobei die Führungssäulen 5 in Führungen 7 gelagert sind und das Ziehjoch 6 Führungen 8 aufweist, die auf Hilfsführungssäulen 9 gelagert sind. In Fig. 3 ist das System in der verdichtenden Position dargestellt, und es ist aus dieser Zeichnung klar, dass das vordere Joch 4 durch die Führungen 7 in seiner Position genau gesteuert wird und die Position des Ziehjochs 6 in einer zur Bewegungsrichtung des Ziehjochs 6 vertikalen Ebene durch den Eingriff zwischen den Führungen 8 und den Hilfsführungssäulen 9 genau gesteuert wird, welche mit einem festen Teil der Vorrichtung nahe der Position der Führungen 8 in der verdichtenden Stellung verbunden sind.
- Fig. 4 und 5 zeigen schematisch zwei verschiedene mögliche Lagen der Hilfsführungssäulen 9 und der entsprechenden Führungen 8 im Ziehjoch 6, wohingegen die Lagen der Führungen 7 für die Führungssäulen 5 in den beiden Zeichnungen die selben sind.
- Fig. 6, 7 und 8 zeigen alternative Konstruktionen, um eine direkte Führung des Ziehjochs 6 in der verdichtenden Position zu schaffen.
- Die in Fig. 6 gezeigte Konstruktion umfasst Rollen 14, die mit dem Ziehjoch 6 verbunden sind und an entsprechenden Rollflächen 15 auf einem festen Teil der Vorrichtung anliegen. Natürlich können die Lagen der Rollen 14 und Rollflächen 15 umgekehrt sein.
- Die in Fig. 7 gezeigte Konstruktion umfasst Lagerflächen 16 auf dem Ziehjoch 6, die mit entsprechenden Lagerflächen 17 auf einem festen Teil der Vorrichtung zusammenwirken. Aufgrund der Tatsache, dass die direkte Führung des Ziehjochs 6 nur in dessen verdichtender Position benötigt wird, können die Lagerflächen 17 auf solche eine Weise ausgebildet sein, dass sie nur mit den Lagerflächen 16 auf dem Ziehjoch 6 in Positionen nahe dieser verdichtenden Position in Kontakt sind, wodurch eine "Docking- bzw. Kopplungs"-Funktion für das Ziehjoch 6 geschaffen wird.
- Die in Fig. 8 gezeigte Konstruktion umfasst Fortsätze der Säulen 5 hinter dem Ziehjoch 6, und zumindest während des Verdichtens stehen diese Fortsätze der Säulen 5 mit Führungen 18 in Eingriff, die mit einem festen Teil der Vorrichtung verbunden sind.
- Dem Fachmann ist offensichtlich, dass man sich viele andere Alternativen vorstellen kann, ohne von den folgenden Ansprüchen abzuweichen.
Claims (9)
- Vorrichtung zum Herstellen von Gießformteilen durch Verdichten von Sand oder eines anderen ähnlichen Materials zwischen einer vertikalen Pressplatte (1) und einer vertikalen schwenkbaren Platte (2), die bewegliche Endwände in einer Presskammer (3) bilden, wobei die schwenkbare Platte (2) nach einer Verdichtung wegschwenkt, um einen Durchgang des Formteils aus der Presskammer (3) durch eine weitere Vorwärtsbewegung der Pressplatte (1) zu ermöglichen, und die schwenkbare Platte (2) auf einem vorderen Joch (4) gelagert ist, welches wiederum an Führungssäulen (5) für eine Bewegung in bezug auf die Presskammer (3) montiert ist, ein Ziehjoch (6) hinter der Presskammer (3) angeordnet und mit den Führungssäulen (5) verbunden ist, wobei das vordere Joch (4), das Ziehjoch (6) und die Führungssäulen (5) somit eine steife Rahmenstruktur parallel mit der Längsachse der Presskammer (3) bilden, wobei zumindest zwei Führungssäulen (5) in einer entsprechenden Zahl Führungen (7) gelagert sind, die mit der Presskammer (3) oder einem anderen festen Teil der Vorrichtung nahe der Position des vorderen Jochs (4) in der verdichtenden Position verbunden sind, gekennzeichnet durch Führungsmittel (8, 9, 14, 15, 16, 17, 18), um das Ziehjoch (6) gegen Bewegungen in einer Ebene senkrecht zur beabsichtigten Bewegung des Ziehjochs (6) zu führen, wobei die Führungsmittel (8, 9, 14, 15, 16, 17, 18) das Ziehjoch (6) direkt führen und mit einem festen Teil der Vorrichtung nahe der verdichtenden Position des Ziehjochs (6) verbunden sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des Ziehjochs (6) durch zumindest eine Führung (8) geschaffen wird, die an einer entsprechenden Zahl Hilfsführungssäulen (9) gelagert ist, wobei die Hilfsführungssäulen mit der Presskammer (3) oder anderen festen Teilen der Vorrichtung nahe der Rückseite der Presskammer (3) an einem Ende und mit einem festen Teil der Vorrichtung nahe der verdichtenden Position des Ziehjochs (6) am gegenüberliegenden Ende verbunden sind.
- 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei Hilfsführungssäulen (9), die so angeordnet sind, dass sie mit im Ziehjoch (6) symmetrisch gelegenen Führungen (8) in Eingriff stehen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des Ziehjochs (6) durch Rollen (14) und Rollflächen (15) geschaffen wird, die auf dem Ziehjoch (6) bzw. einem festen Teil der Vorrichtung vorgesehen sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des Ziehjochs (6) mit Hilfe zusammenwirkender Lagerflächen (16, 17) geschaffen wird, die auf dem Ziehjoch (6) bzw. festen Teilen der Vorrichtung vorgesehen sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des Ziehjochs (6) durch Fortsätze der Führungssäulen (5) hinter dem Ziehjoch (6) geschaffen wird, die mit entsprechenden, auf festen Teilen der Vorrichtung montierten Führungen (18) zusammenwirken.
- 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenstruktur vier Führungssäulen (5) aufweist, die mit den Jochen (4, 6) an ihren Ecken verbunden sind.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass alle vier Führungssäulen (5) in Führungen (7) gelagert sind, die mit der Presskammer (3) oder anderen festen Teilen der Vorrichtung nahe dem vorderen Ende der Presskammer (3) verbunden sind.
- 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungen der Pressplatte (1) bzw. der aus den Jochen (4, 6), den Führungssäulen (5) etc. bestehenden Rahmenstruktur mit Hilfe jeweiliger hydraulischer Antriebseinheiten (10, 11) geliefert werden.
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