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Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Schneiden und Rühren
von Käsebruch.
Derartige Vorrichtungen, die aus der Praxis bekannt sind, weisen
einen Tank mit einer darin angeordneten drehbaren Welle auf, an
der radial von der Welle abstehende Schneidrahmen gehalten sind,
welche versetzt an der Welle angeordnet sind. Die Schneidrahmen
weisen jeweils zwei voneinander beabstandete parallele Rahmenträger auf,
die mit einem Ende an der drehbaren Welle befestigt sind und deren
anderes Ende sich bis zu einem Punkt nahe der Wand des Tanks erstreckt.
Der Tank kann horizontal oder vertikal angeordnet sein, wobei die
drehbare Welle dann ebenfalls horizontal oder vertikal verläuft.
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Zwischen den Rahmenträgern ist
ein Gitter aus Längs-
und Quer-Messern angeordnet. Die Quer-Messer verlaufen quer zu den
Rahmenträgern und
sind mit diesen verschweißt.
Die Längs-Messer verlaufen
parallel zu den Rahmenträgern
und sind durch Schweißen
an den Quer-Messern befestigt.
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Ein Beispiel für eine derartige Vorrichtung
ist der gekrümmte
Behälter,
der von Tetra Pak Tebel unter der Bezeichnung OST4 vertrieben wird.
Eine derartige Vorrichtung ist ferner z. B. in dem U.S.-Patent 4,108,058
beschrieben. Eine Variante mit zwei horizontalen Wellen in einem
horizontalen ovalen Tank ist in dem U.S.-Patent 4,989,504 beschrieben.
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Sämtliche
bekannten Vorrichtungen sind zum Rühren und Schneiden von Milchbruch
ausgebildet, der in dem Tank erzeugt worden ist, indem der Tank
mit Milch gefüllt
und ein Initiator und Lab hinzugefügt worden sind. Zu diesem Zweck
wird die zentrale Welle drehend angetrieben, so dass sich die Schneidrahmen
durch den gebildeten Milchbruch bewegen. Die Schneidrahmen sind
normalerweise derart ausgebildet, dass die Messer und die Rahmenträger ent lang
eines Randes eine Schneidkante bilden und entlang des anderen Randes
stumpf und abgerundet sind. Somit erzeugt die Drehung der zentralen Welle(n)
in einer Richtung im wesentlichen einen Schneidvorgang, während die
Drehung in der anderen Richtung im wesentlichen einen Rührvorgang
erzeugt.
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Ein bei den bekannten Vorrichtungen
auftretendes Problem besteht darin, dass diese Vorrichtungen zahlreiche
Schweißstellen
aufweisen, die sämtlich
sehr gründlich
poliert werden müssen,
um eine Ansammlung von Verunreinigungen und bakterielles Wachstum
zu verhindern. Die Längs-Messer
können mit
Zwischenräumen
in der Größenordnung
von z. B. 4 bis 5 cm und die Quer-Messer mit Zwischenräumen von
z. B. 14,5 bis 17,5 cm angeordnet sein. Ein Schneidrahmen kann z.
B. eine Gesamtbreite in der Größenordnung
von 50 cm und eine Länge
von z. B. 150 cm haben. Dies bedeutet, dass ein einzelner Schneidrahmen
z. B. mit ungefähr
100 rechtwinkligen Gitter-Öffnungen
versehen sein kann, die jeweils vier Ecken aufweisen, an denen ein
Längs-Messer oder
Rahmenträger
mit einem Quer-Messer verschweißt
ist. Jede dieser Schweißstellen
muss nicht nur erzeugt werden, sondern muss auch sorgfältig poliert
werden, um die Anforderungen zu erfüllen, die aufgrund gesetzlicher
Regulierungen zur Reinigbarkeit bestehen. Innerhalb der durch die
Längs-
und Querelemente eines Schneidrahmens gebildeten Gitteröffnungen
ist jedoch nur wenig Raum für
die Schweißoperation
und insbesondere auch für
die Polieroperation verfügbar.
Folglich sind die Schweiß- und
die Polierarbeit sehr zeit- und kostenaufwendig.
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In der Vergangenheit wurde vorgeschlagen, die
Schneidrahmen demontierbar auszubilden, um sie besser reinigen zu
können.
Ein beträchtlicher Nachteil
dieses Lösungsansatzes
besteht darin, dass jedes Mal, wenn ein Käsebruch-Behälter gereinigt werden soll,
zeitaufwendige und umständliche
Demontagearbeiten erforderlich sind.
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Somit besteht Bedarf an einer Vorrichtung des
oben beschriebenen Typs, die eine derartige Ausgestaltung aufweist,
dass die erforderlichen Schweiß-
und Polierarbeiten beträchtlich
reduziert und vereinfacht werden, während dennoch ein effektiver
Schneid- und Rührvorgang
und eine ausgezeichnete Reinigbarkeit garantiert bleiben.
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Gemäß der Erfindung ist zu diesem
Zweck eine Vorrichtung zum Schneiden und Rühren von Käsebruch vorgesehen, die einen
Käsebruch-Behälter aufweist,
der mit einer drehend antreibbaren Welle versehen ist, die eine
Anzahl von Schneidrahmen trägt,
welche radial von der Welle abstehen und in versetzter Beziehung
an der Welle angeordnet sind, wobei jeder Schneidrahmen zwei Rahmenträger aufweist,
die radial von der antreibbaren Welle abstehen und zwischen denen
eine Gitterstruktur angeordnet ist, die aus Längs-Messern und Quer-Messern
gebildet ist, wobei die Quer-Messer durch Schweißen an den Rahmenträgern befestigt
sind, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass die Quer-Messer
in Linie angeordnete Öffnungen
bilden, in denen die Längs-Messer
mit weitem Spielraum aufgenommen sind, wobei Vorrichtungen vorgesehen
sind, um eine Verlagerung der Längs-Messer
in der Längsrichtung
im wesentlichen zu verhindern.
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Im folgenden wird die Erfindung im
Zusammenhang mit den beigefügten
Zeichnungen näher beschrieben.
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1 zeigt
einen schematischen Längs-Querschnitt
eines Beispiels einer bekannten Vorrichtung zum Schneiden und Rühren von
Käsebruch;
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2 zeigt
einen entlang der Linie II-II von 1 angesetzten
schematischen Querschnitt der Vorrichtung gemäß 1;
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3 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Beispiel eines bekannten Schneidrahmens
einer Vorrichtung zum Schneiden und Rühren von Käsebruch;
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4 zeigt
eine schematische Endansicht des Schneidrahmens gemäß 3;
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5 zeigt
eine entlang der Linie V-V von 3 angesetzte
schematische Schnittansicht;
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6 zeigt
eine Draufsicht auf ein Beispiel eines Schneidrahmens gemäß der Erfindung;
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7 zeigt
eine schematische Seitenansicht des Schneidrahmens gemäß 6; und
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8 zeigt
einen an der Linie VIII-VIII von 6 angesetzten
schematischen Querschnitt;
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9 zeigt
ein Detail des Schneidrahmens gemäß 6;
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10 zeigen
schematische Darstellungen von Beispielen der Weise, in der und
11 ein Quer-Messer eines Schneidrahmens gemäß der Erfindung ein Längs-Messer
aufnehmen kann;
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12 zeigt
schematisch einige Beispiele von Formen eines gekrümmten Längs-Messers;
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13 zeigt
schematisch ein Beispiel eines gekrümmten Quer-Messers;
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14 zeigen
eine schematische Seitenansicht und eine schematische und 15 Draufsicht
eines Beispiels eines Verfahrens zum Befestigen eines Längs-Messers;
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16 zeigen
eine schematische Seitenansicht und eine schematische und 17 Draufsicht
eines Beispiels eines alternativen Verfahrens zum Befestigen eines
Längs-Messers;
und
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18 zeigt
schematische Draufsichten einiger Beispiele von Formen des freien
Endes eines Längs-Messers.
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1 und 2 zeigen einen bekannten zylindrischen,
horizontal angeordneten Käsebruch-Behälter 1,
der von mehreren Beinen 2 gehalten ist. Die Endwände 3,4 des
Käsebruch-Behälters 1 sind
in diesem Beispiel konisch ausgebildet, und durch eine dieser Endwände erstreckt
sich eine Welle 5 mittig in den Käsebruch-Behälter hinein. Diese Welle, die
in dem vorliegenden Beispiel in der gegenüberliegenden Endwand gelagert
ist, trägt
ein Werkzeug zum Schneiden und Rühren
von Käsebruch
in dem Käsebruch-Behälter. Mit
dem Bezugszeichen 7 ist ein zwischen der Welle 5 und
der Wand 3 angeordnetes Dichtelement gekennzeichnet, durch
das sich die Welle 5 in den Käsebruch-Behälter erstreckt.
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Außerhalb des Käsebruch-Behälters ist
die Welle 5 über
eine Kupplung 8 mit einer Welle 9 verbunden, die
in den meisten Fällen über eine
Getriebevorrichtung 10 direkt mit einem Antriebsmotor 11 gekoppelt
ist. Der Motor 11 ist derart ausgebildet, dass er das Werkzeug 6 um
die Mittellinie des Käsebruch-Behälters 1 herum
alternativ in einer Richtung und in der anderen Richtung drehen
kann.
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In diesem Beispiel ist der Käsebruch-Behälter 1 an
seinem oberen Teil mit einem Mannloch 13 versehen, das
von einem Mannloch-Deckel 13a verschlossen ist. Ferner
ist gemäß diesem
Beispiel in dem oberen Teil des Käsebruch-Behälters 1 eine
mit 14 gekennzeichnete weitere Öffnung
ausgebildet, die zum Eintauchen eines Molke-Siebs 15 in
den Käsebruch-Behälter 1 vorgesehen
ist. Das Molke-Sieb 15 ist in diesem Beispiel von einem
gekrümmten
Rohr 16 gehalten, das bei 17 drehbar mit dem Käsebruch-Behälter 1 verbunden
ist. Der Käsebruch-Behälter 1 ist
an seinem untersten Teil mit einem Auslass 18 versehen.
Das Dreieck P zeigt den normalen Pegel des Käsebruchs in dem Kä sebruch-Behälter an.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Erfindung auch für Käsebruch-Behälter mit
anderen Ausgestaltungen anwendbar ist.
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Das Werkzeug 6 weist eine
Anzahl von Schneidrahmen 19 auf, die gemäß 1 nebeneinander an der Welle 5 angeordnet
sind. Bei der gezeigten Ausführungsform
weist das Werkzeug sechs Abschnitte auf. Die Anzahl der Abschnitte
ist abhängig
von der Größe des Tanks.
Die Abschnitte sind derart mit der Welle verbunden, dass sie gemäß 2 Winkel relativ zueinander
bilden. Bei der gezeigten Ausführungsform
sind die Abschnitte derart entlang der Welle platziert, dass sie
in einer schraubenlinienförmigen
Konfiguration von der Welle nach außen abstehen.
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Jeder der Abschnitte kann ferner
mit einem Winkel an der Welle 5 befestigt sein, wie in 1 durch eine unterbrochene
Linie 20 gezeigt ist, die den Abschnitt andeutet, der am
weitesten links angeordnet ist und von der Welle 5 verdeckt
wird.
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3 und 4 zeigen eine schematische Draufsicht
und eine schematische Endansicht eines Beispiels eines bekannten
Schneidrahmens 19, wie er z. B. bei der Vorrichtung gemäß 1 und 2 verwendet werden kann. Der bekannte
Schneidrahmen weist zwei parallele Rahmenträger 21 auf, zwischen denen
Quer-Messer 22 quer zu den längsverlaufenden Trägern 21 verlaufen,
wobei die Quer-Messer 22 mit den Rahmenträgern verschweißt sind.
Quer zu den Quer-Messern 22 und parallel zu den Rahmenträgern verlaufen
Längs-Messer 23,
die mit den Quer-Messern verschweißt sind. Die Längsträger, die
Quer-Messer und
die Längs-Messer
weisen an einem Längsrand
eine Schneidkante 24,25,26 auf, wobei
diese Schneidkanten sämtlich
auf der gleichen Seite relativ zu dem Schneidrahmen angeordnet sind.
Der andere Längsrand
ist in jedem Fall stumpf und typischerweise abgerundet ausgebildet.
Die scharfen Zähne
dienen zum Schneiden des Käsebruchs
in einer Drehrichtung der Welle 5, und die stumpfen Ränder dienen
zum Rühren
des Käsebruchs
in der anderen Drehrichtung.
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Es ist anzumerken, dass in 3 die Längs-Messer länger sind
als die Rahmen-Träger.
In der Praxis jedoch erstrecken sich die Rahmenträger zumindest
an der Seite der drehbaren Welle 5, deren Achse in 3 bei 27 angedeutet ist,
entweder so weit wie die drehbare Welle, oder sie sind mit der drehbaren
Welle durch geeignete Erweiterungsstücke verbunden, die z. B. zur
Aufnahme der freien Enden der Rahmenträger ausgebildet sind.
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5 zeigt
schematisch einen Querschnitt entlang der Linie V-V in 3. Bei 28 und 29 sind
die Schweißungen
zwischen den Quer-Messern und den Längs-Messern bzw. zwischen den Rahmenträgern und
den Quer-Messern gezeigt. Jede Gitter-Öffnung in dem in 3 gezeigten Gitter, die
durch die Quer- und Längs-Messer
und die Rahmenträger
gebildet wird, weist vier Schweißungen auf, die sämtlich poliert
werden müssen,
um Hohlräume
und Rauhigkeiten zu entfernen. Zudem sollten die Schweißungen keine
Risse zeigen. Die Ausbildung und Oberflächen-Endbehandlung der Schweißungen ist
ein hoch arbeitsintensiver, umständlicher
und kostenaufwendiger Vorgang, wie oben bereits erwähnt wurde.
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6 zeigt
eine schematische Draufsicht eines Beispiels eines Schneidrahmens
für eine
Vorrichtung gemäß der Erfindung,
und 7 zeigt eine schematische
Seitenansicht des Schneidrahmens gemäß 6. Der gezeigte Schneidrahmen kann in ähnlicher
Weise wie die bekannten Schneidrahmen an einer zentralen drehbaren
Welle montiert werden, deren Mittellinie 27 in 6 gezeigt ist. Der gezeigte Schneidrahmen
weist wiederum zwei im wesentlichen parallele Rahmenträger 30,31 auf,
zwischen denen sich Messer 32 in Querrichtung erstrecken. Die
Rahmenträger
weisen wiederum eine scharfe Schneidkante 33, die in 7 an der oberen Seite angeordnet
ist, und einen stumpfen In diesem Falle gerundeten – unteren
Rand 34 auf. Die Quer-Messer 32 weisen ebenfalls
entsprechende Schneidkanten 35 und stumpfe Ränder 36 auf.
Optional jedoch können
die Quer-Messer und/oder die Längs-Messer auch
an beiden Seiten mit einer Schneidkante versehen sein. Die Quer-Messer
sind an ihren Enden in herkömmlicher
Weise durch Schweißungen 37 mit den
Rahmenträgern
verbunden. Die Quer-Messer sind ferner jeweils mit einer Reihe von Öffnungen versehen,
die gleichförmig
entlang der Länge
der Quer-Messer verteilt sind. Jede Öffnung eines Quer-Messers befindet
sich in Registeranordnung mit entsprechenden Öffnungen der anderen Quer-Messer,
und die Öffnungen
sind derart ausgebildet, dass ein Längs-Messer in sie eingeführt werden
kann. Die Längs-Messer
sind mit relativ großem Spielraum
lose in den Öffnungen
angeordnet. Dies verhindert eine Ansammlung von Käsebruch-Material an den Überschneidungsbereichen
von Quer- und Längs-Messern
und ermöglicht
eine gute Reinigbarkeit. Die Längs-Messer
sind somit nicht fest an den Quer-Messern befestigt und können einfach
angebracht werden, indem sie in die Öffnungen der Quer-Messer eingeführt werden.
Anschließend
werden die Längs-Messer
in noch zu beschreibender Weise zusammen mittels eines oder mehrerer
Querstifte oder durch andere Vorkehrungen befestigt.
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Die in den Quer-Messern ausgebildeten Öffnungen
können
verschiedene Formen haben, z. B. eine kreisartige, ovale, rechteckige
und diamantartige Form. Die Ränder
der Öffnungen
oder zumindest deren unterer Bereich können mit Schneidkanten versehen
sein. Vorteilhafterweise können
die oberen Ränder
oder sämtliche
Ränder
der Öffnungen
ebenfalls schart sein, um die kleinstmögliche Kontaktfläche und
das kleinstmögliche
Risiko von Schmutzverkrustung zu erzielen.
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Beispiele von in einem Quer-Messer
ausgebildeten Aufnahmeöffnungen
für Längs-Messer
sind in 10 und 11 schematisch gezeigt, wobei
jede Figur zwei nebeneinander angeordnete Öffnungen 60 bzw. 61
zeigt, in denen ein Uförmiges
gekrümmtes Längs-Messer 38 aufgenommen
ist.
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Zur Verbesserung der Festigkeit können die Quer-Messer
im Querschnitt betrachtet wahlweise eine gekrümmte oder gebogene Form aufweisen,
wie 13 schematisch zeigt.
Das im Querschnitt gezeigte Quer-Messer weist einen unteren Teil 50 und einen
oberen Teil 51 auf, die einen Winkel a von z. B. 160° oder 170° einschließen.
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Bei dem in 7 und 8 schematisch
gezeigten Ausführungsbeispiel
werden zwei Reihen von Quer-Messern oder Quer-Elementen 32a,32b verwendet,
die mit einem Zwischenraum D übereinander
platziert sind, wobei zwei übereinander
angeordnete Quer-Messer oder Quer-Elemente zusammen ein vollständiges Quer-Messer
bilden. Das obere Quer-Messer 32a weist eine obere Schneidkante 35 auf.
Das untere Quermesser 32b in dem gezeigten Beispiel weist
oben keine Schneidkante auf, könnte jedoch
bei Bedarf mit einer Schneidkante versehen sein. Ferner sind beide
Quer-Messer jedes Satzes in diesem Beispiel an der unteren Seite
stumpf. Die Bezeichnungen "obere
Seite" und "untere Seite" beziehen sich auf 8 und verweisen auf die
vorlaufende oder nachgeführte
Seite während
des Schneidens des Käsebruchs.
Der Abstand D zwischen den übereinander
angeordneten Quer-Messern ist kleiner als die Höhe der Längs-Messer 38. Zur
Ermöglichung der
Aufnahme der Längs-Messer und zum Verriegeln der
Messer gegen seitliche Verlagerung sind in den Quer-Messern Reihen
einander gegenüberliegender Vertiefungen 39,40 ausgebildet,
die in dem in 8 gezeigten
Beispiel im wesentlichen die Form eines stumpfen Dreiecks haben.
Zwei einander gegenüberliegende Öffnungen
können
zusammen ein Längs-Messer 38 aufnehmen.
Die Schneidkante 41 der Längs-Messer ist in 8 nach oben gerichtet. Das
Längs-Messer
hat innerhalb der Öffnung 39,40 eine
gewisse Möglichkeit
zur Bewegung sowohl in vertikaler Richtung als auch in horizontaler
Richtung, wie durch 51 und S2 in 8 angedeutet.
In dem gezeigten Beispiel sind die Längs-Messer als U-förmige gebogene
Streifen mit Schenkeln ungleicher Länge ausgebildet. Die U-förmigen Streifen
werden in jedem Fall von den beiden Enden eines Schneidrahmens her
in die Öffnungen
der Quer-Messer eingeführt,
wobei die Schenkel der U-Form in aufeinanderfolgenden Öffnungen
enden. Der gekrümmte
Teil der U-Formen ist in 6 durch
42 gekennzeichnet. Der gekrümmte
Teil kann auf verschiedene Arten ausgestaltet sein, z. B. in Form
eine runden Krümmung,
einer zugespitzten Krümmung,
oder einer leicht rechteckigen Krüm mung, wie in 12 bei 42,42',42'' schematisch gezeigt
ist. Ferner gelangt in jedem Fall ein von einer Seite her eingeführter langer
Schenkel eines Uförmigen
Längs-Messers
in liniengerechte Lage mit einem kurzen Schenkel eines von der anderen
Seite her eingeführten
U-förmigen
Längs-Messers.
Die langen Schenkel der U-förmigen Längs-Messer überlappen
einander dann in einen Überlappungsbereich 43,
der, wenn die Längs-Messer
im wesentlichen identische Formen haben, auf halber Länge eines
Schneid-Rahmens angeordnet ist. In den langen Schenkeln sind nahe
den freien Enden und in dem Überlappungsbereich Öffnungen 44 ausgebildet,
die sich in Registeranordnung miteinander und mit entsprechenden Öffnungen 45 in
den Rahmenträgern
befinden. Durch diese in Registeranordnung vorgesehenen Öffnungen
ist ein Stift 46 eingeführt,
dessen Enden 47 anschließend umgebogen worden sind,
so dass der Stift nicht mehr aus der Schneidrahmen herausgleiten
kann. Eines der Enden kann bereits im voraus umgebogen worden sein. Der
Durchmesser der Öffnungen
in den Längs-Messern
und den Rahmenträgern
ist größer als
der Querschnitt des Stifts 46, wodurch die Möglichkeit
eines Anhaftens von Material in den Öffnungen und um diese herum
ausgeschlossen wird. Die in den Rahmenträgern ausgebildeten Öffnungen
sind vorzugsweise an beiden Seiten mit einer Aufweitung ausgebildet, wie
bei 48 gezeigt, da die Rahmenträger
relativ dick sind. In dieser Weise werden enge Spalte zwischen dem
Stift und den Rahmenträgern
vermieden. Wahlweise kann diese Technik auch für die Öffnungen in den Längs-Messern
angewandt werden; in Anbetracht der geringen Dicke der Längs-Messer
ist dies jedoch normalerweise nicht erforderlich.
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Der oben beschriebene Aufbau eines Schneidrahmens
ermöglicht
ein relativ einfaches Zusammenfügen
des Schneidrahmens mit verhältnismäßig wenig
Schweißarbeit.
Ferner kann aufgrund der Beschaffenheit der Konstruktion, bei der
die Längs-Messer
mit relativ großen
Spielraum in dem Schneidrahmen befestigt sind, eine Schmutzverkrustung
an den Überschneidungsbereichen
der Längs- und
Quermesser und nahe dem Fixierungsstift 46 effektiv verhindert
werden.
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Es ist anzumerken, dass Fachleuten
in Kenntnis der vorstehenden Beschreibung direkt zahlreiche Modifikationen
ersichtlich sein werden. So besteht, wie bereits erwähnt, die
Möglichkeit,
nach Belieben einzelne, relativ breite Quer-Messer mit einer darin ausgebildeten Öffnung für die Längs-Messer, oder
Paare zweier Quer-Messer zu verwenden, die übereinander angeordnet sind
und einander gegenüberliegend
angeordnete Vertiefungen aufweisen. Es ist auch möglich, lange
U-förmige
Messer zu verwenden, die sich im wesentlichen über die gesamte Länge eines
Schneidrahmens erstrecken und die wahlweise alternierend von einem
Ende des Schneidrahmens und von dem anderen Ende her befestigt sind. Ferner
können
anstelle von U-förmig
gekrümmten Längs-Messern
geradlinige Längs-Messer
verwendet werden, welche die gleiche Länge wie der Schneidrahmen haben.
Es ist auch möglich,
kürzere Messer
zu verwenden, die einander überlappen
können,
damit sie mit einem einzigen Fixierstift festgelegt werden können. Alternativ
können
mehr als ein einziger Fixierstift, z. B. zwei Stifte, verwendet
werden. Dies gilt auch, falls die U-förmig gekrümmten Längs-Messer mit Schenkeln gleicher
Länge versehen
sind. Ferner besteht bei Verwendung U-förmiger Längs-Messer selbstverständlich die
Möglichkeit,
die Schenkel so lang wie der Schneidrahmen zu gestalten. Dann ist
wiederum ein einziger Stift ausreichend.
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Der in den Figuren gezeigte Fixierstift
weist zwei gekrümmte
Enden auf, was bedeutet, dass mindestens ein- Ende umgebogen werden
muss, nachdem der Stift platziert worden ist. Alternativ sind andere
Befestigungsverfahren möglich,
z. B. das Anschweißen
des Stifts an einem Rahmenträger
oder beiden Rahmenträgern
oder die Verwendung eines Stifts, der zwei Teile aufweist, die,
nachdem sie an einer geeigneten Position zwischen den Rahmenträgern angeordnet
worden sind, unter Verwendung von Schrauben oder durch Verschweißung aneinander befestigt
werden.
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Ferner können die Längs-Messer mit Vertiefungen
statt mit Öffnungen
versehen sein, wobei diese Vertiefungen unter Belassung von Spielraum
einen Fi xierstift aufnehmen, der eine Verschiebung der Längs-Messer
in deren Längsrichtung
verhindert. In diesem Fall kann anstelle eines durch die Öffnungen eingeführten Fixierstifts
ein spezielles Quer-Messer oder Quer-Element verwendet werden, das
in die Vertiefungen ragt und das nach dem Positionieren der Längs-Messer
mit den Rahmenträgern
des Schneidmessers verschweißt
wird. Ein derartiges Befestigungsverfahren ist in 14 und 15 schematisch
gezeigt. Ein Quer-Element 53 reicht in die Vertiefungen 54 an
der unteren Seite (oder der oberen Seite) einer Anzahl von Längs-Messern 38 und
ist an seinen Enden mit den Rahmenträgern 30,31 des Schneidrahmens
verbunden, in diesem Beispiel durch Schweißen, wie bei 55 angedeutet.
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Gemäß einer weiteren Alternative
können die
Längs-Messer
an einem ihrer Enden durch Schweißen mit einem Quer-Messer oder
einem speziellen Quer-Element
verbunden werden. In 16 und 17 ist ein derartiges Befestigungsverfahren veranschaulicht,
wobei dieses in dem vorliegenden Beispiel für U-förmig gekrümmte Längs-Messer verwendet wird,
deren Länge
im wesentlichen derjenigen des Schneidrahmens entspricht und deren Schenkel
nicht gleich lang sind. Dieses Befestigungsverfahren kann jedoch
auch für
kürzere Längs-Messer
und/oder nicht U-förmige
gekrümmte Längs-Messer
und/oder Uförmige
gekrümmte Längs-Messer
mit Schenkeln gleicher Länge
verwendet werden, wobei je nach der gewählten Konfiguration einer oder
beide Schenkel eines U-förmigen Längs-Messers
durch Schweißen
fixiert werden können.
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16 zeigt
in Draufsicht einen Teil eines Schneidrahmens, der ein U-förmiges gekrümmtes Längs-Messer 38 mit
ungleichen Schenkeln aufweist. Das Ende des kürzeren Schenkels ist bei 56 durch
Schweißen
mit dem letzten Quer-Messer 32 oder mit einem speziell
für diesen
Zweck angeordneten Quer-Element
verbunden. Bei diesem Beispiel ragt der andere Schenkel durch eine Öffnung in
dem Quer-Messer, was durch einen Pfeil 57 angedeutet ist.
Die Öffnung
kann auf eine der bereits oben beschriebenen Arten ausgebildet sein.
Wie aus der Seitenansicht gemäß 17 ersichtlich, ist bei
diesem Beispiel das Quer-Messer 32 ein gekrümmtes Quer-Messer,
um die Festigkeit zu erhöhen.
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Das freie Ende 58 des langen
Schenkels des Längs-Messers,
das über
das Quer-Messer oder das Quer-Element hinausragt, kann bei Bedarf
umgebogen sein oder mit einem Quer-Abschnitt versehen sein, wie
in 18 bei a, b, c und
d als Beispiel gezeigt ist.
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Diese und ähnliche Modifikationen werden Fachleuten
leicht ersichtlich sein.