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DE60000668T2 - Elektrischer, pyrotechnischer Zünder mit integrierter Elektronik - Google Patents

Elektrischer, pyrotechnischer Zünder mit integrierter Elektronik

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DE60000668T2
DE60000668T2 DE60000668T DE60000668T DE60000668T2 DE 60000668 T2 DE60000668 T2 DE 60000668T2 DE 60000668 T DE60000668 T DE 60000668T DE 60000668 T DE60000668 T DE 60000668T DE 60000668 T2 DE60000668 T2 DE 60000668T2
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DE
Germany
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electrical
pyrotechnic
igniter
electronic card
pyrotechnic igniter
Prior art date
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DE60000668T
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Jean-Rene Duguet
Jean-Pierre Vedel
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Livbag SAS
Original Assignee
Livbag SAS
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Publication date
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Publication of DE60000668T2 publication Critical patent/DE60000668T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/12Bridge initiators
    • F42B3/121Initiators with incorporated integrated circuit

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  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf den Bereich der automobilen Sicherheitstechnik und betrifft insbesondere einen elektrischen pyrotechnischen Zünder.
  • Seit ungefähr dreißig Jahren gibt es zahlreiche elektrische pyrotechnische Zünder, die entweder Zündvorrichtungen für Gaserzeuger, die die Schutzkissen für die Insassen eines Kraftfahrzeugs aufblasen sollen oder Mikrogaserzeuger darstellen, die in den Vorspannungseinrichtungen der Sicherheitsgurte vorhanden sind.
  • Üblicherweise weisen elektrische pyrotechnische Zünder einerseits Metallstifte auf, die mit einer elektrischen Stromquelle verbunden sind und zwischen denen üblicherweise ein Ferritkern angeordnet ist, und andererseits ein ohmsches Heizelement, das mit den beiden metallischen Stiften verbunden ist, und das von einer pyrotechnischen Zusammensetzung für die Initialzündung bedeckt ist. Wie in der französischen Patentanmeldung FR 2 704 944 oder in der entsprechenden Anmeldung US 5,544,585 beschrieben ist, kann das ohmsche Heizelement aus einer ohmschen Heizbahn bestehen, die in eine bedruckte Unterschaltung integriert ist.
  • Ebenso wurde in der französischen Patentanmeldung FR 2 760 525 ein elektrischer pyrotechnischer länglicher Zünder mit geringem Durchmesser beschrieben, der es ermöglicht, die metallischen Stifte sowie den Ferritkern wegzulassen, indem ihre Funktionen in eine komplette bedruckte Schaltung integriert sind. Durch seine beson dere geometrische Konfiguration kann dieser Zünder jedoch nicht anstelle und am Ort von üblicherweise verwendeten Gaserzeugern und Vorspannungseinrichtungen für Sicherheitsgurte benutzt werden.
  • Der starke Anstieg der Anzahl von Airbag-Modulen, die in einem Kraftfahrzeug eingebaut sind, führt zu einer Vielzahl von verwendeten Zündern, wobei ein Airbag-Modul aus einer einzelnen Einheit besteht, die einen Gaserzeuger, der mit einem Schutzkissen verbunden ist, umgibt. Um zu verhindern, dass einzelne elektrische Verbindungen zwischen jedem Zünder und der elektrischen Stromquelle hergestellt werden müssen, was zu hohe Installationskosten und einen zu großen Raumbedarf bedeuten würde, ist es wünschenswert, in die Gaserzeuger der verschiedenen Airbag-Module Zünder einzubauen, und sie mit einer zentralen Steuereinheit durch ein Kabelnetz so zu verbinden, dass die im Fahrzeug angeordneten Kabel begrenzt werden.
  • Hierbei entstehen jedoch mehrere Probleme, die darin bestehen,
  • - dass der äußere Platzbedarf eines derartigen Zünders ungefähr dem Platzbedarf entsprechen muss, der ein verbreiteter Zünder einnimmt, so dass letzterer in den Airbag-Modulen ersetzt werden kann,
  • - dass im Falle eines Unfalls die zentrale Steuereinheit nicht in der Lage sein kann, genug elektrische Energie zu liefern, um das Auslösen der unterschiedlichen Zünder in den Airbag-Modulen sicherzustellen,
  • - und dass es in Abhängigkeit von der Natur und der Stärke des Unfalls beispielsweise wünschenswert ist, nur die Auslösung der Airbag-Module auszuwählen, die einen geeigneten Schutz bieten.
  • Der Fachmann ist somit immer auf der Suche nach elektrischen pyrotechnischen Zündern, die in ein Kabelnetz integriert werden können, das mit einer zentralen Steuereinheit verbunden ist, und die einen ähnlichen äußeren Platzbedarf wie die üblichen Zünder haben.
  • Die Erfindung betrifft folglich einen pyrotechnischen elektrischen Zünder nach Anspruch 1. Hieraus folgt, dass
  • - dieser elektrische pyrotechnische Zünder für die gleiche Anwendung wie ein üblicher Zünder verwendet werden kann, da es durch die Verwendung einer elektronischen Karte, auf der die unterschiedlichen elektronischen Komponenten integriert sind, möglich ist, dass dieser erfindungsgemäße Zünder einen ähnlichen äußeren Raumbedarf hat wie ein herkömmlicher Zünder,
  • - es die Verwendung eines solchen Zünders in jedem der verschiedenen, in dem Fahrzeug vorhandenen Airbag-Module, die durch ein Kabelnetz nach Art eines Bussystems mit einer zentralen Steuereinheit verbunden werden können, einerseits ermöglicht, dass die zentrale Steuereinheit auswählen kann, nur das oder die Airbag-Module, die für den Insassen in Abhängigkeit von einem Stoss einen effektiven Schutz bieten können, auszuwählen, und andererseits, der zentralen Steuereinheit nur die elektrische Energiemenge zu liefern, die für das Auslösen eines solchen Zünders notwendig ist. Dies wird in jedem Zünder einerseits durch eine elektrische Energiespeichereinrichtung erreicht, die periodisch von einem elektrischen Strom mit geringer Stärke versorgt wird, der von der zentralen Steuereinheit erzeugt wird, und andererseits durch eine Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung, die eine kodierte Information detektieren kann, die von der zentralen Steuereinheit kommt, und die der elektrischen Energiespeichereinrichtung den Befehl geben kann, die bis jetzt gespeicherte elektrische Energiemenge abzugeben. Dies ermöglicht die Erwärmung des ohmschen Heizelements durch den Joule-Effekt, so dass die pyrotechnische Zusammensetzung für die Initialzündung ausgelöst wird.
  • Vorzugsweise ist die Wechselwirkungs- und die Auslöseeinrichtung eine spezielle integrierte Schaltung, und die kodierte Information, die zwischen der zentralen Steuereinheit und der Dialog- und Auslöseeinrichtung zirkuliert, besteht aus einzelnen elektrischen Impulsfolgen. In der vorliegenden Erfindung weist die kodierte Information gleichzeitig die Informationen, die die Auslösebefehle der unterschiedlichen Zünder darstellen, und die Informationen auf, die es der zentralen Steuereinheit ermöglichen, die Sicherheit der in jedem Zünder enthaltenen elektronischen Komponenten sicherzustellen.
  • Weiterhin ist die Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung vorzugsweise auf einer der beiden ebenen Seiten der elektronischen Karte angeordnet, wobei die elektrische Energiespeichereinrichtung auf der anderen ebenen Seite angeordnet ist.
  • Vorteilhafterweise ist die Quertrennwand mit Hilfe eines metallischen Teils hergestellt, das mehrere Löcher aufweist, wobei jedes Loch eine Seitenwand aus Glas darstellt. Vorzugsweise weist das Metallteil zwei Löcher auf, und die elektrischen Verbindungseinrichtungen bestehen aus zwei metallischen Verbindungsstiften, die jeweils in eines der zwei Löcher, die von dem metallischen Teil getragen werden, eingefügt werden, und die ein erstes Ende aufweisen, das mit dem ohmschen Heizelement verbunden ist, und ein zweites Ende, das mit den leitenden Bahnen verlötet ist. Durch die Quertrennwand kann somit die Dichtheit zwischen der vorderen Kammer und der hinteren Kammer vor und nach der Betätigung des Zünders sowie die elektrische Isolierung der metallischen Verbindungsstifte untereinander sichergestellt werden.
  • Die elektronische Karte ist weiterhin vorzugsweise senkrecht zur Quertrennwand angeordnet, und für die Verbesserung des mechanischen Widerstandes der elektronischen Karte und der darauf befestigten elektronischen Komponenten ist es wünschenswert, die Gruppe durch einen Überguss über einen Überzug zu bedecken.
  • Vorzugsweise besteht das ohmsche Heizelement aus einer dünnschichtigen Widerstandsbrücke, die auf dem metallischen Teil liegt, wobei die dünnschichtige Widerstandsbrücke aus Tantalnitrit besteht, dessen Dicke zwischen 0,01 um und 1 um liegt. Die Widerstandsbrücke kann ebenfalls aus einer Schicht einer Chrom-Nickel- Legierung bestehen. Weiterhin vorzugsweise besteht die pyrotechnische Zusammensetzung für die Initialzündung aus einem Lack auf der Basis von Bleitrinitroresorcinat, der die Widerstandsbrücke be deckt. Die pyrotechnische Zusammensetzung für die Initialzündung kann beispielsweise aus Salzen von Dinitrobenzofuroxan bestehen.
  • Vorzugsweise bestehen die äußeren Elektroden aus äußeren metallischen Stiften, die in der Verlängerung der elektronischen Karte angeordnet und parallel zu dieser Karte sind.
  • Vorzugsweise besteht die elektrische Energiespeichereinrichtung aus einem Kondensator.
  • Die Erfindung betrifft ebenso die Verwendung von derartigen elektrischen pyrotechnischen Zündern in Gaserzeugern für Airbag-Module, die in einem Kraftfahrzeug durch ein Kabelnetz in Form eines Bussystems mit einer zentralen Steuereinheit verbunden sind.
  • Nachfolgend werden in den Fig. 1 und 2 eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung und in Fig. 3 das Schema einer Ausführungsform eines Kabelnetzes in Form eines Bussystems beschrieben.
  • Fig. 1 ist eine Teilansicht eines Längsschrittes eines elektrischen pyrotechnischen Zünders gemäß einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform, wobei die elektrischen Komponenten und ein Teil des Überzugs weggelassen wurden.
  • Fig. 2 ist eine perspektivische auseinandergezogene Sicht des Zünders, der teilweise in Fig. 1 dargestellt wurde, wobei der Überzug weggelassen wurde.
  • Fig. 3 zeigt ein Schema eines Kabelnetzes in Form eines Bussystems, in das vier Airbag-Module integriert sind, die jeweils einen in den Fig. 1 und 2 dargestellten elektrischen pyrotechnischen Zünder aufweisen.
  • Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 ist zu erkennen, dass ein erfindungsgemäßer elektrischer pyrotechnischer Zünder 1 aus einer Schutzkappe 2 besteht, die mit einer Seitenwand 6 versehen ist, die einerseits durch einen Boden 4 und andererseits durch ein freies Ende 33 endet, und in der zuerst eine zylindrische Verkleidung 3 eingefügt ist. Letztere weist ein erstes Ende auf, das am Boden 4 der Schutzkappe 2 anliegt, und eine Seitenwand 5, deren äußere Fläche in Kontakt mit einem Abschnitt der Innenfläche der Seitenwand 6 der Schutzkappe 2 ist. Eine pyrotechnische Zusammensetzung für die Zündung 7 in der Form einer pulvrigen Substanz wird anschließend in die Schutzkappe 2 eingefügt. Eine nachfolgend beschriebene Gruppe wird schließlich in die Schutzkappe 2 eingeschoben.
  • Diese Gruppe weist eine Glasdurchführung auf, die einerseits ein plattenförmiges Metallstück 8 mit einer Vorder- und einer Hinterseite aufweist, auf der ein ohmsches Heizelement 11 angebracht ist, und andererseits zwei metallische Verbindungsstifte 13, 14. Genauer ist das plattenförmige Metallteil 8 mit zwei Öffnungen versehen, die jeweils eine Seitenwand 9, 10 aus Glas aufweisen, wobei die zwei metallischen Verbindungsstifte 13, 14 jeweils in eine der beiden Öffnungen eingeführt sind, wobei die Stifte 13, 14 jeweils ein erstes Ende aufweisen, das durch Löten mit dem ohmschen Heizelement 11 verbunden ist. Letzteres ist vorteilhafterweise eine dünnschichtige Widerstandsbrücke, die aus Tantalnitrit besteht, dessen Dicke ungefähr 0,5 ìéôé ist. Ein bedruckter Schaltungsträger in der Form einer rechteckigen elektronischen Karte 17 mit einer ebenen oberen Seite 26 und einer ebenen unteren Seite 27, auf denen leitende Bahnen 18, 19 angeordnet sind, ist mit den Verbindungsstiften 13, 14 verbunden. Weiterhin ist das zweite Ende 24, 25 jedes elektrischen Verbindungsstifts 13, 14 an die leitenden Bahnen 18, 19 auf der oberen ebenen Seite 26 so festgelötet, dass die Scheibe 28 der rechteckigen elektronischen Karte 17 in Kontakt mit der Vorderseite des plattenförmigen Metallteils 8 steht. Eine elektrische Energiespeichereinrichtung 20, bestehend aus einem Kondensator, und Schutzeinrichtungen 21, 22 gegen elektrostatische Entladungen und gegen elektromagnetische Störungen sind auf der oberen ebenen Seite mit den leitenden Bahnen 18, 19 verbunden, und eine Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung für einen Zug spezieller elektrischer Impulse ist mit den leitenden Bahnen 18, 19 auf der ebenen Unterseite 27 verbunden. Diese Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung ist vorteilhafterweise mit Hilfe einer speziellen integrierten Schaltung ausgeführt. Die rechteckige elektronische Karte 17 wird weiterhin durch drei äußere metallische Stifte 29 bis 31 verlängert, deren erstes Ende mit den leitenden Bahnen 18, 19 verlötet ist, wobei die äußeren Stifte 29, 30 auf der oberen ebenen Seite 26 befestigt sind und in ein Kabelnetz in Form eines Bussystems integriert werden sollen, das mit einer zentralen Steuereinheit verbunden ist, wobei der äußere Stift 31 auf der unteren ebenen Seite 27 angeordnet ist und die Erdung sicherstellt.
  • Eine pyrotechnische Zusammensetzung für die Initialzündung 12 in der Form eines Lacks auf der Basis von Bleitrinitroresorcinat ist auf dem ohmschen Heizelement 11 angebracht, und die wie oben be schriebene Gruppe wird in die Schutzkappe 2 eingeführt, wobei das plattenförmige Metallstück 8 am zweiten Ende der zylindrischen Verkleidung 3 anliegt.
  • Ein Teil 32 aus Plastikmaterial wird in die Schutzkappe 2 eingeführt, wobei sein freies Ende 33 um das Teil 32 gewickelt wird. Ein wärmehärtendes Überzugspolymer wird anschließend durch eine in dem Teil 32 vorhandene Öffnung injiziert, das das Innere des Teils 32 ausfüllt.
  • Ein elektrischer pyrotechnischer Zünder 1, wie oben beschrieben, arbeitet wie folgt.
  • Unter normalen Funktionsbedingungen, d. h. wenn das Kraftfahrzeug, in dem der Zünder 1 eingebaut ist, keinen Unfall hat, der die Entfaltung eines Schutzkissens für den Schutz des Insassen notwendig macht, wird die elektrische Energiespeichereinrichtung 20, die hier aus einem Kondensator besteht, regelmäßig durch einen Strom mit geringer Stärke versorgt, der von der zentralen Steuereinheit ausgegeben und über die äußeren Stifte 29 und 30 an den Kondensator übertragen wird.
  • In dem Fall, dass durch einen Stoß der Zünder betätigt werden soll, damit der daran angeschlossene Gaserzeuger ausgelöst wird, liefert die zentrale Steuereinheit einen Auslösebefehl in der Form einer Folge von speziellen elektrischen Impulsen, die nur durch die Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung im Zünder 1 detektiert werden kann. Diese Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung ermöglicht folglich die Belastung des Kondensators, der hierdurch veranlasst wird, in den zwei Verbindungsstiften 13, 14 und somit in dem ohmschen Heizelement 11 die elektrische Energiemenge freizugeben, die gespeichert war. Das ohmsche Heizelement 11 führt somit durch den Joulschen Effekt zur Auslösung der pyrotechnischen Zusammensetzung für die Initialzündung 12 und nachfolgend zur Auslösung durch Verbrennen der pyrotechnischen Zusammensetzung für die Zündung 7, wodurch der Boden 4 der Schutzkappe 2 zerbrochen wird.
  • Bei der Berücksichtigung des mechanischen Widerstandes des plattenförmigen Metallteils 8 liegt ein wichtiger Vorteil darin, dass bei der Betätigung des Zünders 1 die unterschiedlichen elektronischen Komponenten durch die Druckwelle von der Auslösung der pyrotechnischen Zusammensetzung für die Initialzündung 12 nicht beschädigt werden, wobei die Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung noch Informationen mit der zentralen Steuereinheit in den folgenden Millisekunden austauschen kann, insbesondere um ihr beispielsweise mitzuteilen, dass die Auslösung des Zünders 1 korrekt erfolgte.
  • Bezug nehmend auf Fig. 3 ist ein Schema dargestellt, das ein Kabelnetz in Form eines Busses darstellt, in das eine zentrale Steuereinheit 110 sowie vier Airbag-Module 111a, 111b, 111c und 111d integriert sind, wobei die zwei Airbag-Module 111b und 111c beispielsweise jeweils einen Gaserzeuger zum Aufblasen eines frontalen Schutzkissens, und die zwei anderen Airbag-Module 111a und 111d beispielsweise jeweils einen Gaserzeuger für das Aufblasen eines seitlichen Schutzkissens enthalten können.
  • Der in diesen unterschiedlichen Modulen enthaltene Gaserzeuger umschließt einen elektrischen pyrotechnischen Zünder, wie vorher beschrieben, der somit drei metallische äußere Stifte 114 bis 116 aufweist, wobei die zwei äußeren Stifte 114 und 115 mit einem ersten elektrischen Versorgungsleiter 112 verbunden werden, der mit der zentralen Steuereinheit 110 verbunden ist, und der äußere Stift 116 mit einem zweiten elektrischen Leiter 113 verbunden ist, der ebenfalls an die zentrale Steuereinheit 110 angeschlossen ist und der Erdung dient.
  • Unter normalen Betriebsbedingungen, d. h. wenn das Kraftfahrzeug keinem besonderen Stoß unterliegt, der die Betätigung eines oder mehrerer Airbag-Module 111a, 111b, 111c und 111d notwendig macht, liefert die zentrale Steuereinheit 110 periodisch einen elektrischen Strom mit geringer Stärke in dem ersten elektrischen Versorgungsleiter 112, wobei dieser elektrische Strom durch die äußeren Stifte 114 und 115 an die elektrische Energiespeichereinrichtung des Zünders übertragen wird, der in jedem der vier Airbag- Module 111a, 111b, 111c und 111d vorhanden ist.
  • In dem Fall, dass als Folge eines Stoßes die Betätigung des Airbag- Moduls 111c beispielsweise wünschenswert ist, liefert die zentrale Steuereinheit 110 in dem ersten elektrischen Versorgungsleiter 112 eine spezielle elektrische Impulsfolge, die eine Auslösefolge für den Zünder des Airbagmoduls 111c darstellt. Diese spezielle elektrische Impulsfolge wird durch die äußeren Stifte 114 und 115 an jeden Zünder übertragen, jedoch kann nur die Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung in dem Zünder des Airbag-Moduls 111c diese detektieren und analysieren. Die in dem Zünder des Airbag-Moduls 111c vorhandene, mit der Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung verbundene Energiespeichereinrichtung wird nachfolgend belastet und bewirkt die Auslösung der pyrotechnischen Zusammensetzung für die Initialzündung, wie vorher beschrieben.
  • In dem Fall, in dem aufgrund eines Stoßes die Betätigung mehrerer Airbag-Module wünschenswert ist, beispielsweise der Airbag-Module 111a und 111b liefert die zentrale Steuereinheit in dem ersten elektrischen Versorgungsleiter 112 die speziellen elektrischen Impulsfolgen, die für die Zünder in jedem der Airbag-Module 111a und 111b bestimmt sind. Die Betätigung eines jeden dieser zwei Zünder ist anschließend analog, wie oben beschrieben.

Claims (13)

1. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) zur Verwendung in der Automobilsicherheitstechnik, der einen Körper aufweist, der ein Wärmewiderstandselement (11), eine pyrotechnische Zusammensetzung für die Initialzündung (12), eine pyrotechnische Zusammensetzung für die Zündung (7) aufweist, wobei das Wärmewiderstandselement (11) elektrisch mit mindestens zwei äußeren Elektroden verbunden ist, die an einem Träger einer in der Form einer elektronischen Karte ausgeführten bedruckten Schaltung angeschlossen sind, auf der leitende Bahnen (18, 19) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
i) eine Quertrennwand (8) das Innere des Körpers in eine stromabwärtige Kammer, die das Wärmewiderstandselement (11), die pyrotechnische Zusammensetzung für die Initialzündung (12), ebenso wie die pyrotechnische Zusammensetzung für die Zündung (7) aufweist, und in eine stromaufwärtige Kammer teilt, die die elektronische Karte (17) aufweist,
ii) elektrische Verbindungseinrichtungen die Quertrennwand (8) durchqueren und die leitenden Bahnen (18, 19) der elektronischen Karte (17) mit dem Wärmewiderstandselement (11) verbinden,
iii) eine Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung einer kodierten Information ebenso wie eine elektrische Energie speichereinrichtung (20) an die leitenden Bahnen (18, 19) angeschlossen sind.
2. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselwirkungs- und Auslöseeinrichtung auf einer der beiden ebenen Seiten (27) der elektronischen Karte (17) angeordnet ist und dass die elektrische Energiespeichereinrichtung (20) auf der anderen ebenen Seite (26) angeordnet ist.
3. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Quertrennwand (8) mit Hilfe eines metallischen Teils hergestellt wird, das mehrere Löcher aufweist, wobei jedes Loch eine Seitenwand (9, 10) aus Glas darstellt.
4. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Karte (17) senkrecht zur Quertrennwand (8) angeordnet ist.
5. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Verbindungseinrichtungen aus zwei metallischen Verbindungsstiften (13, 14) bestehen, die jeder in eines der Löcher eingefügt sind, die von dem metallischen Teil (8) getragen werden und ein erstes Ende aufweisen, das mit dem Wärmewiderstandselement (11) verbunden ist, wobei ein zweites Ende auf die leitenden Bahnen (18, 19) gelötet ist.
6. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmewiderstandselement (11) aus einer dünnschichtigen Widerstandsbrücke besteht, die auf dem metallischen Teil (8) liegt.
7. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dünn schichtige Widerstandsbrücke aus Tantalnitrid besteht, dessen Dicke zwischen 0,01 um und 1 um liegt.
8. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dünn schichtige Widerstandsbrücke aus einer Nickel/Chrom-Legierung mit einer Dicke zwischen 0,01 um und 1 um besteht.
9. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die pyrotechnische Zusammensetzung für die Initialzündung (12) ein Lack auf der Basis von Bleitrinitroresorcinat ist, der die Widerstandsbrücke bedeckt.
10. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die pyrotechnische Zusammensetzung für die Initialzündung (12) ein Lack auf der Basis eines Dinitrobenzofuroxan-Salzes ist.
11. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Elektroden aus metal lischen äußeren Stiften (29-31) bestehen, die in der Verlängerung der elektronischen Karte angeordnet sind und die parallel zu dieser elektronischen Karte (17) sind.
12. Elektrischer pyrotechnischer Zünder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Energiespeichereinrichtung (20) aus einem Kondensator besteht.
13. Verwendung von Zündern nach einem der Ansprüche 1 bis 12 in Gaserzeugern für Airbagmodule, die in einem Kraftfahrzeug durch ein Kabelnetz mit einer zentralen Steuereinheit verbunden sind.
DE60000668T 1999-02-18 2000-01-26 Elektrischer, pyrotechnischer Zünder mit integrierter Elektronik Expired - Lifetime DE60000668T2 (de)

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