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DE609479C - Verfahren und Einrichtung zum Trocknen fertiger Drucke durch Ozon - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Trocknen fertiger Drucke durch Ozon

Info

Publication number
DE609479C
DE609479C DES109108D DES0109108D DE609479C DE 609479 C DE609479 C DE 609479C DE S109108 D DES109108 D DE S109108D DE S0109108 D DES0109108 D DE S0109108D DE 609479 C DE609479 C DE 609479C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ozone
stack
sheets
container
sheet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES109108D
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Maeder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES109108D priority Critical patent/DE609479C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE609479C publication Critical patent/DE609479C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F23/00Devices for treating the surfaces of sheets, webs, or other articles in connection with printing
    • B41F23/04Devices for treating the surfaces of sheets, webs, or other articles in connection with printing by heat drying, by cooling, by applying powders
    • B41F23/0486Particular types of dryers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
15. FEBRUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15 d GRUPPE 13
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. April 1933 ab
Die außerordentlich wirksame Ozontrocknung von Drucken ist allgemein bekannt und wird infolge ihrer wirtschaftlichen Vorteile, insbesondere wegen der Verkürzung der
. 5 Trocknungsdauer, bereits vielfach angewandt. Nach einem bekannten Verfahren bläst man Ozon gegen die aus der Maschine kommenden bedruckten Bogen oder Bahnen in beliebigem, der Druckfarbe wie dem Bogen- oder Bahnstoffe angepaßtem Sättigungsgrad. Dabei kann die Druckbahn mit einem Kasten umbaut werden, um dem Ozon eine längere Einwirkungsgelegenheit zu geben und zugleich die Bedienungsmannschaft vor gesundheitlichen Schädigungen zu schützen.
Bei schnellem Maschinenlauf, großen Auflagen usw. geniigen aber die geschilderten Maßnahmen noch nicht, um zu wirklich fortschrittlichen Trocknungsbeschleunigungen zu
ao gelangen.
Gemäß der Erfindung werden nun die frisch bedruckten Bogen unter Zwischenschießen von Abschtnutzbogen auf profiliertem, hinreichend steifem Papier gestapelt und erst dann ozonisiert. Vorteilhaft wird diese Ozonisierung in einem für den Bogenstapel vorgesehenen, mit Düsen versehenen Behälter vorgenommen. Dabei spielt die Trocknungsdauer nicht mehr die nachteilige Rolle wie bei dem bekannten Verfahren, weil ja nicht mehr das Produkt im Arbeitskreislauf, sondern das fertige lagerreife Produkt ozonisiert wird.
Eine besonders günstige Ausführungsform des neuen Verfahrens besteht in dem seitlichenEinführen des Gasstromes in den Stapel, in den er dank des Profilpapieres eindringen kann und wo das trocknende Ozon gleichfalls infolge der Profile der zwisdhengeschossenen Bogen festgehalten wird. Der Vorzug dieser Ausführungsform des Verfahrens beruht = außerdem auch noch auf der Tatsache, daß der Gasstrom annähernd parallel über die Druckbogen zu streichen gezwungen ist, wobei sich seine Einwirkungsdauer erhöht.
Die Profile der zwischenzuschießenden Abschmutzbogen können völlig beliebig sein. Es kann sich um Erhebungen über die Papierfläche handeln, die halbkugelförmig, kalottenartig oder kegelig sind. Si& können pyramidal, obeliskenhaft, trapezoedisch, nach Art des Pyramidenstumpfes, quaderförmig oder kubisch sein. Kurz gesagt, ist jede stereometrische oder jede ungleichmäßige Form mit der Papierfläche als Grundfläche nach Belieben anwendbar. Ferner können die Papierquerschnitte eine zusammenhängende Wellenoder Mäanderform aufweisen, wobei für die einzelnen Kurventeile alle Kurvenarten, Kegelschnitte usw. anwendbar sind.
*) Von dem Falentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Kurt Mader in Berlin-Charlottenburg.
Diese Erhebungen oder Vertiefungen können einseitig in Richtung der einen Papieroberfläche herausgepreßt werden, oder es können auch Erhebungen und Vertiefungen derselben Papierfläche gemeinsam vorgesehen sein, wodurch die doppelte Entfernung eines Druckbogens von dem über oder unter ihm nächstliegenden Druckbogen erzielt wird.
Der Stapel wird vorteilhafterweise in einer ίο kastenförmigen Ablage* durch abwechselndes Einlegen eines Druck- und eines Abschmutzbogens hergestellt. Derartige Ablegekästen mit gelochter Doppelwandung sind für das Lufttrocknen von Druckbogen bekannt. Für die Ozontrocknung genügen schon einfache Kästen mit seitlichen Düsen und vorzugsweiser Anwendung eines Deckels, wobei der Ablegekasten durch Schlitze in den Seitenwänden mit den zu trocknenden Druckbogen beschickt wird.
Auch kann eine stetig arbeitende Vorrichtung ausgebildet werden, die z. B. die an der Bogenablage gebildeten! Stapel, nachdem diese eine gewisse Höhe erreicht haben, selbsttätig einer Ozonkammer zuführt. Die Stapel durchwandern die Ozonkammer mit Hilfe einer Fördervorrichtung. Die Fördergeschwindigkeit bzw. die Länge der Kammer und die Höhe der Stapel ist so zu wählen, daß beim Austritt der Stapel aus der Kammer der gewünschte Trocknungsgrad erreicht worden ist.
Von einer gewissen Bogengröße ab wird aber bei der geschilderten Ozoneinführung nur schwer eine gleichmäßige Ozonverteilung in dem Bogenstapel zu erlangen sein. In solchen Fällen ist es zweckmäßig, die mit gebuckeltem Absdhmutzbogen durchschossenen Druckbogen in einer einen Unterdruck aufweisenden Kammer unterzubringen, in die man Ozon nachströmen läßt. So werden alle Hohlräume von der nachströmenden Ozonluft ausgefüllt, so daß, selbst wenn der Druckbogenstapel aus großflächigen Bogen besteht, eine ziemlich gleichmäßige Ozoneinwirkung erreicht wird.
Soll die Erzeugung eines Unterdrucks in der Ozonkammer vermieden werden, so läßt sich eine gleichmäßige Ozoneinwirkung unter anderem auch noch auf folgende Weise hervorrufen :
Die zu behandelnden Druckbogenstapel werden so umfaßt, daß ein unter einem gewissen Überdruck stehender Ozonluftstrom gezwungen wird, zwischen den Ausbuchtungen der Abschmutzbogen hindurchzustreichen. Auf diesem Wege kommt die Ozonluft mit allen Teilen der bedruckten Oberfläche der Bogen in Berührung. Diese Ozonzuführung hat den Vorteil, daß die frisch bedruckte Oberfläche einem zeitlich beliebig andauernden Ozonluftstrom ausgesetzt werden kann.
Zum Durchführen dieses Arbeitsverfahrens ist eine Vorrichtung nach den Fig. 1 bis 3 erforderlich.
Dem Behälter 1 wird bei 6 mit Hilfe eines Rohres unter einem gewissen Überdruck Ozon zugeführt. In dem Behälter 1 ist ein zu behandelnder Stapel von Druckbogen 4 und Zwischenlagen 5 enthalten. Um die Bogen des Stapels zusammenzuhalten, wird über dem obersten Bogen eine entsprechend 'große Platte 7 gelegt.
Da der Stapel aber nur in den seltensten Fällen den vollen Querschnitt des Behälters 1 ausfüllt, sind Schottenwände 8 vorgesehen, die den Ozonstrom zwingen, nur den Stapel zu durchströmen. Um die Schottenwände 8 in den Behälter 1 einführen zu können, sind zwei Wände des Behälters, z. B. eine Seitenwand und die Decke, quer zur Strömungsrichtung aufgeschlitzt. Durch diese Schlitze 9 lassen sich die Schottenwände 8 einschieben, von denen schon zwei entsprechender Größe genügen, um einen Stapel von beliebigem rechteckigem Querschnitt im kanalartigen Behälter ι abzudichten. Um Ozonverluste zu vermeiden, sind die Schotten 8 in den Schlitzen 9 abzudichten. go
Um ein seitliches Abfließen des Ozons aus dem Stapel hinter den Schotten 8 zu vermeiden, ist die in Fig. 3 angedeutete Seitenwand 10 vorgesehen. Diese Seiten- oder Leitwand ist von den jeweiligen Abmessungen eines Stapels abhängig und kann auf billige Weise durch ein U-förmig gebogenes Blatt steifen Papiers von Fall zu Fall gebildet werden. Der zu behandelnde Bogenstapel wird von der U-förmig gebogenen Leitwand 10 seitlich umfaßt, während ihre freien Schenkel vom Stapel auf den Boden des Behälters 1 bzw. vom Deckbrett 7 auf den obersten Bogen des Stapels gedrückt werden.
Statt das Ozon in geschilderter Weise durch den Bogenstapel zu pressen, kann es natürlich auch durch ihn hindurchgesaugt werden.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Trocknen fertiger Drucke durch Ozon, dadurch gekennzeichnet, daß die Ozoneinwirkung erst an dem abgelegten Stapel von bedruckten Bogen vorgenommen wird, zwischen die profilierte Bogen als Abschmutzbogen Zwischengeschossen worden sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ozon von der Seite her in den Druckbogenstapel eingeblasen wird.
3· Verfahren nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß das Ozon seitlich durch den Stapel hindurchgesaugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als profiliertes Papier Bogen mit Erhebungen und Vertiefungen beliebiger stereometrischer Form verwendet werden.
5. Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ozon in einem kanalartigen Behälter (1) auf den beim Erreichen einer gewissen Höhe dorthin beförderten Bogenstapel seitlich einwirkt.
6. Einrichtung nach Anspruch 5 für den Fall, daß der Bogenstapel und der Querschnitt des kanalartigen Behälters nicht übereinstimmen, dadurch gekennzeichnet, daß Schottenwände (8), die in Schlitzen (9) der Wände des kanalartigen Behälters (1) abdichtbar sind, den freien Durchgang des Ozons um den Bogenstapel versperren.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweckmäßig aus Papier bestehende, ü-förmig gebogene Seitenwand (10) für den Bogenstapel vorgesehen ist, die nur dessen Stirnflächen frei läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES109108D 1933-04-22 1933-04-22 Verfahren und Einrichtung zum Trocknen fertiger Drucke durch Ozon Expired DE609479C (de)

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DE609479C true DE609479C (de) 1935-02-15

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ID=7529287

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DE (1) DE609479C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10316472A1 (de) * 2003-04-09 2004-10-28 Heidelberger Druckmaschinen Ag Verfahren zum Trocknen einer Druckfarbe auf einem Bedruckstoff in einer Druckmaschine und Druckmaschine

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10316472A1 (de) * 2003-04-09 2004-10-28 Heidelberger Druckmaschinen Ag Verfahren zum Trocknen einer Druckfarbe auf einem Bedruckstoff in einer Druckmaschine und Druckmaschine
US7913622B2 (en) 2003-04-09 2011-03-29 Heidelberger Druckmaschinen Ag Method for drying a printing ink on a printing substrate in a printing press, and a printing press

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