DE608039C - Kleinverkaufs- und Aufbewahrungspackung fuer Schmierseife - Google Patents
Kleinverkaufs- und Aufbewahrungspackung fuer SchmierseifeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
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Description
- Kleinverkaufs- und Aufbewahrungspackung für Schmierseife Schmierseife vermochte im Kleinhandel bisher noch nicht zum Markenartikel zu werden, wie es andere Waschmittel seit langem sind, weil dafür eine allen Anforderungen genügende Kleinpackung fehlt. Die Schaffung einer solchen liegt nicht nur im Interesse des Fabrikanten, welcher durch eine alsdann ermöglichte Markenartikelreklame den Absatz dieser Seife heben kann, sondern auch im Interesse von Händler und Verbraucher.
- An Kleinhändler wird Schmierseife fast nur in Fässern und Eimern geliefert, welche offen in den Laden gestellt werden. An der Luft verdirbt die Seife nach und nach, und ein Teil des in ihr enthaltenen Wassers verdunstet; weitere Verluste entstehen dem Händler bei dem pfundweisen Auswiegen. Im Hinblick auf die in Kolonialwarengeschäften mitgehandelten Lebensmittel ist dieser offene Verkauf von Schmierseife unhygienisch. Der Verbraucher; die Hausfrau, muß die Seife in Papier gewickelt zwischen Lebensmitteln und anderen Waren heimtragen, wobei die Seife häufig aus dem Papier dringt und alles beschmutzt. Das Einpacken im Laden und das Entleeren daheim ist ohne Beschmieren von Händen und Geräten nicht zu . ermöglichen. Ein wirksamer Markenschutz der Seife ist nicht möglich, und dennoch gekennzeichnete Fässer können unmerklich mit Seifen anderer Hersteller nachgefüllt werden.
- Jahrzehntelange Bestrebungen zur Schaffung einer geeigneten Kleinpackung brachten noch keinerlei Erzeugnis, welches sich bewährt hätte und durchzusetzen vermochte. Eine solche Packung muß sein luftdicht, alkalifest,, wasserfest (auch von außen, da Schmierseife oft wochenlang im feuchten Keller bis zur Versandreife lagern muß), hitzebeständig, um heißes Abfüllen unmittelbar aus dem Kessel zu ermöglichen, dauerhaft für mehrere Monate, billig, einfach und sauber zu füllen wie zu entleeren, zur Anbringung von Reklameschrift geeignet.
- Bekannt ist, Kleinpackungen durch Verwendung präparierten Einwickelpapiers herzustellen. Pergamentpapier wird durch Schmierseife bald durchfressen; bei paraffingetränktem oder -überzogenem Papier entstehen beim Einwickeln Kniffe, in denen das 7araffin bröckelt, so daß die Alkalien der Seife dort an die Papiermasse gelangen. Ein Papier, welches durch eine Milch aus Kautschuklösung, Karnaubawachs, Paraffin, Harz und neutraler Kaliseife präpariert wird, erwies sich gleichfalls nicht alkalifest. Teer-und Asphaltpapiere stören durch starken Eigengeruch. Alle Pakete lassen der Luft Zutritt, auch hat man in ihnen Gewichtsschwunde durch Verdunstung des Wassergehaltes der Seife bis zu :2o Prozent festgestellt. Die leicht weich werdende Seife gestattet kein Aufstapeln der dann unförmlich werdenden Pakete im Laden. Einfüllen wie Entleeren 'der Seife ist umständlich und unsauber.
- Auch verwendet man Dosen; aus Glas oder Blech sind solche zwar luftdicht und alkalifest, aber im Vergleiche zum Schmierseifenpreis zu teuer. Aus Hartpapier oder Pappe sind sie bald durchfressen; gießt man solche mit Paraffin aus, so. bröckelt dies leicht ab, oft schon beim Transport der leeren Dosen. Innen rauhe Pappgußdosen halten zwar das Paraffin fester, doch kann auch hier, wie bei allen mit Paraffin präparierten Verpackungsstoffen, keine heiße Einfüllung .der Seife wegen des niedrigen Paraffinschmelzpunktes erfolgen. Wird sie kalt hineingeschmiert, so kommt stets Luft dazwischen; wird sie sd warm eingegossen, daß sie zwar flüssig ist, aber das Paraffin noch nicht schmilzt, so sackt sie beim Erkalten zusammen, und in die oben entstehende Mulde gelangt die verderbende Luft. Das Verfahren, die Seife in lange Röhren aus Pappe oder ähnlichem schneidbarem Stoff zu gießen, diese nach dem Zusammensacken der Seife zu zerteilen und die Rohrstücke oben und unten' mit Deckeln dicht zu schließen wie die Dose, welche innen mit Nitrocelluloselack behandelt ist, bedient sich des zu teueren Dosenmaterials.
- Alle bisher bekannten Kleinpackungen müssen im Haushalt umständlich und bald nach dem Einkauf in Aufbewahrungsgefäße oder in den Waschkessel entleert werden.
- Es ist bekannt, Tuben für Kosmetika innen mit Gummi auszukleiden und zwecks luftdichten Abschlusses mit kompliziertem Schraubverschluß zu versehen. Für Schmierseife sind solche Tuben indessen unbekannt und wären auch ungeeignet, da sich diese infolge ihrer eigenartigen Konsistenz nicht aus verengten Verschlüssen pressen läßt und solche Tuben für beispielsweiser Kilo Füllung viel zu teuer und umständlich wären: Auch ist bekannt, zum Imprägnieren von mit Schmierseife gefüllten tierischen Därmen eine Milch zu verwenden, welche neben Asbest, Paraffin, Dammarlack und Harzen etwa 3 bis q. Prozent Kautschuklösung enthält. Hier dient der kleine Zusatz von Kautschuk zum Elastischmachen des Schutzüberzuges, währenddessen Seifenfestigkeit durch die bekannten Mittel Asbest und Paraffin erreicht wird.
- Ferner ist bekannt, Alkalien in Metallfässern aufzubewahren, auf deren Innenwand eine Kautschukschicht aufvulkanisiert ist. Ferner ist es auch bekannt, anstatt der aufvulkanisierten Kautschukschicht in das Faß einen sackartigen Behälter aus Kautschuk einzusetzen.
- Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, daß als Verpackungsmaterial für Kleinverkaufspackungen von Schmierseife Gummi verwendet wird, und zwar in Gestalt von abbindbaren Gummiblasen nach Art der bekannten Kinderluftballons. Schmierseife enthält stets einen geringen Überschuß von freiem Alkali, etwa 0,3 bis o,6 Prozent; freie Fettsäuren oder Neutralfette sind nie in ihr vorhanden. Der Bestand an freiem Ätzkali und die in Schmierseife enthaltene Pottasche und Soda u. dgl. schaden dem dünnen Gummi in keiner Weise, im Gegenteil beeinflussen diese Alkalien den Gummi in jeder Weise günstig und halten ihn lange geschmeidig. Es kommt reiner Gummi zur Verwendung, und die Blasen werden einfach am Füllhals abgebunden.
- Die Vorteile der Kleinpackung in Form einer abbindbaren Gummiblase gegenüber losem Verkauf und bisherigen Kleinpackungen sind wesentlich. Da Gummi eine feuchte Wärme von über roo° C verträgt; ohne sich zu verändern, kann die Einfüllung der Seife in die Blasen heiß aus dem Kessel stattfinden. Dies kann einfach, sauber und in Massenfabrikation durch Pumpen geschehen, welche beispielsweise für jeden Kolbenstoß 1/2 Kilo Seife fassen. Der Ballon dehnt sich hierbei entsprechend der Füllmasse aus; sackt diese beim Erkalten zusammen, so zieht er sich entsprechend enger. Durch einfaches Abbinden am Füllhals gelangt keine Luft an die Seife und keine Seife aus der Blase heraus. Etwa mit hineingekommene Luft kann am Füllhals leicht herausgelassen werden. Die Kosten der Gummiblasen sind niedrig, da diese nur klein zu sein brauchen und entsprechend dem Inhalt ausgedehnt werden können. Sie gelangen in Schachteln aus billiger Pappe mit Reklameaufdruck in den Handel, wobei Beilage von Druckschriften, Zugaben u. dgl. möglich ist. Im Laden nehmen diese Schachteln übereinandergestapelt wenig Platz ein. Die Entleerung einer Blase geschieht, indem man sie am Füllhals hängend über den zu füllenden Topf hält und sie am unteren Ende anritzt, worauf sich der Gummi rings der Seife zurückzieht und diese, ohne mit etwas berührt zu werden, in den' Topf oder gleich in den Waschkessel fällt. Transparenter Gummi zeigt bei gekörnten Schmierseifen sehr vorteilhaft die Größe und Menge des Kornes.
- In gleicher Weise wie Blasen können andere abbindbare Gummigebilde, beispielsweise vor dem Füllen unten, dann oben abbindbare dünne Gummischlauchstücke, Verwendung finden. Auch kann die Gummiblase außer als Verkaufspackung infolge ihrer Haltbarkeit als Aufbewahrungspackung dienen. Außer für Schmierseife ist ihre Verwendung mit den gleichen Vorteilen für ähnliche alkalihaltige Stoffe, beispielsweise flüssige Seife, Seifenextrakt u. a., möglich. Für Spezialseifen können Blasen aus Spezialgummi Verwendung finden, während für gewöhnliche Schmier-und ähnliche Seifen reiner handelsüblicher Gummi genügt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kleinverkaufs- und Aufbewahrungspackung für Schmierseife und ähnliche alkalihaltige Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung aus reinem Gummi in Gestalt einer abbindbaren Gummiblase besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DER83465D DE608039C (de) | 1931-12-03 | 1931-12-03 | Kleinverkaufs- und Aufbewahrungspackung fuer Schmierseife |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE608039C true DE608039C (de) | 1935-01-14 |
Family
ID=7416932
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE608039C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE751228C (de) * | 1936-11-21 | 1953-04-27 | Leroy Lincoln Salfisberg | Packung |
-
1931
- 1931-12-03 DE DER83465D patent/DE608039C/de not_active Expired
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