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Satz von Matrizen, die zum dichteren Aneinanderrücken in der Zeile
je nach der Gestalt des Schriftzeichens seitlich abgesetzt sind Die Erfindung bezieht
sich auf einen Satz von Matrizen, die zum dichten Aneinanderrücken in der Zeile
je nach der Gestalt des Schriftzeichens seitlich rechtwinklig abgesetzt sind
und im Satz ineinandergreifen.
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Die bisher bekannten Schriftzeichensätze dieser Art waren alle an
den erforderlichen Stellen abgesetzt, wodurch, wenn nicht ineinandergreifende Schriftzeichen
nebeneinander gesetzt wurden, Lücken in dem Satz entstanden, was bei einem Matrizensatz,
von dem ein Abguß gemacht werden soll, .nicht angängig ist.
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Um diesem Nachteil abzuhelfen, sollest gemäß der Erfindung für jedes
Schriftzeichen verschieden abgesetzte Matrizen vorgesehen werdest, so daß die Matrizen
so gewählt werden können, daß sie unter allen Umständen in dem Satz eine geschlossene
Gußfläche bilden. Zum Gießen eines Schriftzeichens können nunmehr ohne weiteres
die Matrizen dicht aneinander herangerückt werden, ohne einen Spalt in der Gießfläche
eines Matrizensatzes zu hinterlassen.
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Auf der Zeichnung sind eilige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen Abb. r, a und 3 in einem Grundriß drei Matrizen, die
zum Herstellen einer Druckfläche dienen, die einen großen Buchstaben. trägt, dessen
Seiten nach oben hin zusammenlaufen, und die mit verschiedenen Ausnehmungen versehen
sind, um bei verschiedenen Zusammensetzungen von Buchstaben Verwendung zu finden.
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Abb. q., 5 und 6 sind ähnliche Ansichten von drei Matrizen, die zum
Herstellen eileer Druckfläche dienen, die einen großen Buchstaben trägt, dessen
Seiten nach unten hin zusammenlaufen, und die mit verschiedenen Ausneh'mungen versehen
sind, um bei verschiedenen Zusammensetzungen von Buchstaben Verwendung zu finden.
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Abb. 7 zeigt eilne Mehrzahl von mit großen Buchstaben versehenen Matrizen,
die zu einer Zeile zusammengesetzt sind, und veranschaulicht das Ineinandergreifen
der einzelnen Matrizen.
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Abb. 8 zeigt .eine Matrize mit einem kleinen Buchstaben, die so -gestaltet
ist, daß sie mit einer Matrize gemäß Abb. 5 zttsammengestellt werden kann.
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Abb. g zeigt eine Mehrzahl von Zeilen: matrizen, von denen zwei mit
ineinanderpassenden Vorsprüngen bzw. Ausnehmungen versehen sind, und von denen eine
einen großen
Buchstaben und die andere einen kleinen Buchstaben
trägt.
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Abb. i o zeigt die Matrize gemäß Abb. i in schaubildlicher Ansicht,
und Abb. i i zeigt eine Matrize für eine Druckfläche, die einen italienischen großen
Buchstaben trägt, dessen Seiten nach oben hin zusammenlaufen, und die mit einer
Ausnehmung versehen ist wie die Matrize gemäß Abb. i.
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Zum Veranschaulichen der Erfindung sind in Abb. i bis 6 Matrizen zum
Herstellen rämüscher großer Buchstaben A und W gei .hlt, da diese Matrizen die verschiedenen
Ausnehmungen haben, die in einem vollen Satz der mit Ausnehmungen versehenen Matrizen
vorgesehen sind.
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Die Matrize i-- der Ab'b. i besitzt eine obere linke Ausnebmung 13,
die Matrize 14 der Abb.2 eine obere rechte Ausnehmung 15, die Matrize 16 der Abb.
3 eine obere rechte Ausnehmung 17 und eine obere lilnke Ausnehmung 18, die Matrize
i g der Abb. q. eine untere linke Ausnehmung 20, die Matrize 21 der Abb.5 eine untere
rechte Ausnehmung 22 und die Matrize 23 der Abb. 6 eine untere rechte Ausnehmung
24 undelne untere linke Ausnehmung 2 5.
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Zum Ergänzen der obenerwähnten A- und W-Matrizen würde ein Satz Matrizen
noch folgende mit Ausnehmungen versehene Matrizen einschließen: i. :eine L-Matrzze,
die mit einer oberen rechten Ausnehmungähnlich der Matrize der Abb. 2 versehen sein
würde, 2. M-Matrizen mit Ausnehmungen nach Art der in Abb. 1, 2 und 3 veranschaulichter
Matrizen, 3. ;eine F-Matrize mit einer unteren rechten Ausnehmung wie in Abb. 5
und a,. T-, V- und Y-Matrizen mit Ausnehmungen wie in Abb. q., 5 und 6.
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Die unteren Ausnehmungen der verschiedenen Matrizen sind von derselben
Tiefe, und die oberen Ausnehmungen ebenfalls von derselben Tiefe, um ein genaues
üb;ere@@#,en der Buchstaben auf den Matrizen unabhängig von den Buchstabenzusammensetzungen
herbeizuführen. Es haben jedoch die oberen. Ausnehmungen eine geringere Tiefe als
die unteren Ausnehmungen, um das erwünschte dichte Zusammenrücken der benachbarten
Buchstaben zu ermöglichen.
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Natürlich muß ein vollständiger Satz Matrizen auch solche Buchstabenmatrizen
für alle Buchstaben aufweisen, die nicht mit Ausnehmungen versehen sind.
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In Abb.7 ist veranschaulicht, wie mehrere mit Ausnehmungen versehene
Matrizen zusammengestellt werden, um das Wort »Away« zu bilden. Bei einer solchen
Anordnung wird das erste A von der Matrize 14 der Abb. 2, das W von der Matrize
2¢ der Abb. 6, das zweite A von der Matrize 16 der Abb. 3 und das Y von der Matrize
26 entsprechend der Matrize z9 der Abb. 4 gebildet, und es ist ersichtlich, daßeine
unerwünschte Lücke zwischen diesen Matrizen entstehen würde, wenn nicht richtig
ineinandergreifende Matrizen verwendet würden.
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Handelt .es sich um Matrizen, die mit kleinen Buchstaben versehen
sind und an Matrizen mit großen Buchstaben. und unteren rechten Ausnehmungen zwecks
Herstellens einer Zeile herangerückt werden sollen, so werden Matrizen, die die
niedrigen kleinen Buchstaben, wie a, e, o, u, r und s, tragen, mit oberen linken
Ausnehmungen versehen, wie bei 28 an der Matrize 29 der Abb. B. Diese Aus= nehmung
28 besitzt dieselbe Tiefe wie die Ausnehmungen ;gemäß Abb. 1, 2 und 3. Auch hier
muß ein vollständiger Satz Matrizen auch solche Matrizen für alle kleinen Buchstaben
umfassen, die nicht mit Ausnehmungen versehen sind.
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Abb.9 zeigt -eine Gruppe von Matrizen in Zeilenform, die z. B. das
Wort »Wet« bilden. Hier wird der Buchstabe W von der Matrize 21 der Abb. 5 gebildet,
der Buchstabe e von der Matrize 29 und der Buchstabe t von der Matrize 3o, deren
einander gegenüberlieg-ende Seiten flach sind.
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Die Erfindung kann. auch bei dein Gießen von italienischen Schriftzeichen
Anwendung finden, deren einander gegenüberliqggende Seiten nach der üblilchen Praxis
parallel zueinander verlaufen, aber unter einem Wikel mit Bezug auf die Grundlia:iie
der durch Zusammenstellen einer Mehrzahl von Matrizen gebildeten Zeile. Eiaa solcher
Satz von Matrizen würde die Matrizen des oben beschriebenen Satzes von Matrizen
mit römischen Schriftzeichen umfassen. Eine Form einer mit einer Ausnehmung versehenen
Matrize 3 mit einem italienischen A ist in Abb. i i veranschaulicht (Abb. i i).
Die Ausnehmung 32 entspricht ihrer Lage nach der Ausnehmung 13 der Matrize 12.
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Die Anzahl der mit Ausnehmungen versehenen Matrizen, die erforderlich
ist, um einen vollen Satz von Matrizen herzustellen, hängt von den verschiedenen
Größen der einzelnen Buchstaben, unter besonderer Berücksichtigung der römischen
großen Buchstaben A, M, V und W ab. Ist die Form gewisser Schriftznchen so, daß
das gewünschte dichte Aneinanderrücken benachbarter Schriftzeichen, ohne daß die
Matrizen für diese besonderen Schriftzeichen mit Ausnehmungen versehen werden, möglich
ist, so kommen natürlich Matrizen mit Ausnehmungen in Fortfall.