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DE607806C - Einrichtung zur Beheizung von Trommeln u. dgl. zur thermischen Vorbehandlung bituminoeser Brennstoffe - Google Patents

Einrichtung zur Beheizung von Trommeln u. dgl. zur thermischen Vorbehandlung bituminoeser Brennstoffe

Info

Publication number
DE607806C
DE607806C DEK123536D DEK0123536D DE607806C DE 607806 C DE607806 C DE 607806C DE K123536 D DEK123536 D DE K123536D DE K0123536 D DEK0123536 D DE K0123536D DE 607806 C DE607806 C DE 607806C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heating
pipes
drum
coal
media
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK123536D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Koppers GmbH filed Critical Heinrich Koppers GmbH
Priority to DEK123536D priority Critical patent/DE607806C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE607806C publication Critical patent/DE607806C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/10Rotary retorts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Beheizung von Trommeln u. dgl. zur thermischen Vorbehandlung bituminöser Brennstoffe Zur Entgasung von Kohle wurde bereits die indirekte Beheizung angewendet, die sowohl von außen wie auch durch innen beheizte Drehkörper erfolgte, die sich im Kern der Beschickung der Retorte drehen. - Hierbei erfolgt die Beheizung der sich drehenden Rohre, um ein Anbacken von Teer und Koks zu verhindern.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun eine Einrichtung zur Beheizung von Trommeln u. dgl. zur thermischen Vorbehandlung bituminöser Brennstoffe in großen Mengen, beispielsweise zur Oxvdation oder Tieftemperaturverkokung von Kohle bei bestimmten Temperaturen, ohne daß die Kohle überhitzt wird. Zur Herstellung bestimmter Kokssorten benötigen nämlich manche Kohlen Zusätze, die beispielsweise durch Oxydation von pulverisierter, an und für sich kokender Kohle hergestellt werden. Die Kohle kann je nach ihrer Eigenart ganz oder teilweise oxydiert werden. Durch die Oxydation wird beispielsweise die Backfähigkeit der Kohle vermindert. In manchen Fällen kann es auch zweckmäßig sein, einen Teil der Kohle abzuschwelen, etwa bei Temperaturen zwischen 400 und 50o°, während für die Oxydation Temperaturen von etwa Zoo bis z60° zweckmäßig sind. Da die Kohle ein schlechter Wärmeleiter ist, wurden zur thermischen Vorbehandlung der Kohle die verschiedensten Einrichtungen geschaffen, ohne daß es gelungen ist, relativ große Kohlenmengen in wirtschaftlicher Weise abzuschwelen bzw. zu oxydieren, wodurch derart thermisch vorbehandelte Kohle in größeren Mengen zur Herstellung von Koks in Mischung mit anderen Kohlen verwendet werden kann.
  • Zwecks Erzielung großer Leistungen bei der thermischen Vorbehandlung der Kohle wird gemäß der Erfindung eine Einrichtung zur Beheizung von Trommeln u. dgl. vorgeschlagen, die sich durch die im wesentlichen konzentrische Anordnung von zwei oder mehreren Heizgas getrennt zuführenden und nebeneinanderliegenden feststehenden oder sich drehenden Rohren in der zu beheizenden Einrichtung kennzeichnet, wobei die Rohre mit über ihre Länge verteilten, in geringem Abstand voneinander angeordneten Austrittsöffnungen für Heizgas bzw. Luft versehen sind.
  • Die einzelnen Austrittsöffnungen werden verhältnismäßig klein gehalten, so daß in der Einrichtung gewissermaßen ein Flammenband entsteht. Die Gase brennen unmittelbar in die Einrichtung zur thermischen Vorbehandlung der Kohle, so daß eine wirksame Wärmeübertragung an die Kohle erfolgt.
  • Es ist zwar eine Trockentrommel bekannt, bei der die Gase durch ein in der Trommel konzentrisch angeordnetes Rohr austreten. Hier handelt es sich jedoch lediglich um Abgase, die durch die hohle Welle der Trommel zugeleitet werden. Auch ist die Trockentemperatur wesentlich geringer als die Temperatur zur thermischen Vorbehandlung der Kohle. Eine Verbrennung der Gase vor dem Austritt in die Trommel zur thermischen Vorbehandlung bituminöser Brennstoffe würde eine hohe Temperatur in dem Zuleitungsrohr voraussetzen, wodurch dessen Bestand gefährdet wird.
  • Diese Nachteile werden bei der Erfindung vermieden, indem sich die Flammen erst in der Trommel selbst bilden, so daß eine große Leistung erreicht wird.
  • Weiterhin ist Gegenstand der Erfindung, daß die die Heizmedien zuführenden Rohre mit gegeneinandergerichteten Rohrstutzen versehen sind.
  • Es ist zwar ein Zuführungsrohr bekannt, das mit zwei Austrittsöffnungen versehen ist, wobei das Heizgas gegen eine Stoßplatte brennt. Bei diesen Austrittsstutzen handelt es sich nicht um Rohrstutzen, sondern um Fittinge, die überdies nicht. gegeneinandergerichtet sind. Es ist allerdings nicht Bedingung für die Erfindung, daß diese Rohrstutzen gegeneinandergerichtet sind. Die Anordnung der Austrittsöffnungen bzw. Rohrstutzen kann derart erfolgen, daß die Wärmezufuhr in der Längserstreckung der Einrichtung dem Wärmebedarf angepaßt ist, indem diese mit entsprechenden Zwischenräumen angeordnet oder deren 'Austrittsquerschnitte entsprechend dimensioniert sind. Zwecks Erzielung kurzflammiger Verbrennung kann dem Heizgas Primärluft zugesetzt werden, wodurch es entleuchtet wird.
  • Die die Heizmedien zuführenden Rohre können auch gekühlt sein, etwa durch Anordnung von von Kühlmedien durchflossenen, konzentrisch in diesen liegenden Rohren. Als Kühlmedien können Luft oder andere Gase, kaltes oder warmes Wasser o. dgl. dienen. Bei Verwendung von Wasser kann dieses auch unter einem solchen Druck gehalten werden, daß eine Dampfbildung in den Rohren selbst vermieden wird.
  • Weiterhin können die die Heizmedien zuführenden Rohre durch mit Zwischenräumen übergreifende Bleche o. dgl. überdeckt werden, um ein Verstopfen der Austrittsöffnungen für Gas und Luft durch darauffallende Kohle zu vermeiden. Eine derartige Einrichtung ist beispielsweise bei Trockentrommeln bekannt.
  • Gemäß der Erfindung können sich weiterhin die die Heizmedien zuführenden. Rohre oderf und die Heizrohre überdeckende Einrichtung mit der Schweleinrichtung drehen. Es ist zwar bekannt, solche Wände zusammen oder einzeln rotieren zu lassen. Im vorstehenden Falle bietet die Drehung den großen Vorteil, daß der Brennstoff auch durch die Inneneinrichtung der Trommel in Bewegung versetzt wird und die Heizgase infolge der Drehung stets mit anderen Brennstoffteilchen in Berührung kommen.
  • Ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist in den Abb. i bis 3 dargestellt. Die Trommel io ist außen durch eine Isolierschicht i i gegen Wärmeverluste geschützt und auf Rollen 1a drehbar gelagert. Die Kohle wird durch den Trichter 13, der durch den Drehschieber 14 beherrscht wird, aufgegeben und durchwandert die geneigt angeordnete Trommel, um am Austragende die Trommel durch das Zellenrad 15 zu verlassen. Die Trommel ist in ihrem Innern mit Rieseleinbauten 16 versehen, um die Kohle möglichst weitgehend aufzuteilen und den Luftraum möglichst gering zwecks Vermeidung von Explosionen zu halten. Die Beheizung erfolgt durch zwei in das Trommelinnere eingeführte Rohre 17 und 18, die Heizgas und Luft zuführen. Konzentrisch in den Heizrohren 17 und 18 sind Kühlrohre i9 angeordnet, die zur Kühlung der Rohre mit Heißwasser aus der Rohrleitung 2o gespeist werden. Die Trommel wird mittels des Antriebszahnkranzes -gi in Drehung versetzt, wobei sich die Brennrohre 17 und 18 mitdrehen. Zu diesem Zweck sind an den Trommelenden entsprechende Drehstopfbüchsen aa vorgesehen. Die Ausführungen der Trommelenden können im übrigen beliebig feststehend oder drehbar gestaltet werden.
  • Die Heizrohre 17 und 18 sind auf ihrer ganzen Länge mit gegeneinandergerichteten Rohrstutzen z3 versehen, um die zur Verbrennung gelangenden Stoffe zwecks Erzielung guter Verbrennung unmittelbar aufeinandertreffen zu lassen. Die Austrittsöffnungen bzw. Rohrstutzen 23 erstrecken sich über die ganze Länge der Trommel io, wobei sie in solchen Abständen voneinander angeordnet sein können, daß die Wärmezufuhr dem jeweiligen Wärmebedarf entspricht. Zwecks Anpassung an den verschiedenen Wärmebedarf auf die Länge der Trommel können die Austrittsöffnungen auch verschieden dimensioniert sein. In jedem Falle müssen jedoch die öffnungen nahe beieinander liegen, um durch eine Vielzahl kleiner Flammen eine Art Flammenstreifen zu erzielen.
  • Um zu vermeiden, daß Brennstoff auf die Rohre 17 und 18 fällt und die Austrittsöffnungen verstopft, werden diese überdeckt, ohne den Austritt der Heizgase in den Schwelraum zu verhindern. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zu diesem Zweck urn die Heizrohre 17 und 18 vier rechtwinklig zueinander stehende Bleche 24 angeordnet, deren Enden sich überdecken, wobei die übergreifenden Enden 25 rechtwinklig abgebogen sind. Hierdurch wird vermieden, daß bei der Drehung der Trommel Brennstoff auf die Austrittsöffnungen der Rohre 17 und 18 fällt. Die Brennrohre 17 und i8 sind an diesen Blechen 24 durch Winkel 26 befestigt und drehen sich mit dem Einbau mit der Trommel. Es ist selbstverständlich auch möglich, die Brennerrohre feststehend anzuordnen und den Trommeleinbau allein rotieren zu lassen oder diesen auch stationär anzuordnen. In letzterem Falle kann es genügen, oberhalb der Brennerrohre eine dachförmige Schutzhaube anzuordnen.
  • Eine derartige Trommel kann sowohl zur Tieftemperaturverkokung von Kohlen wie zur Oxydation von Kohlen dienen. Wird Kohle oxydiert, so ist es möglich, die zur Oxydation der Kohle dienende Luft durch eine besondere Rohrleitung am Eintragsende in die Trommel einzuführen. Die Luft verläßt die Trommel am Austragsende, worauf sie entstaubt und der Gasfördereinrichtung zugeführt wird. Selbstverständlich ist diese Art der Luftzufuhr nicht Bedingung.
  • Wird die Kohle zur Tieftemperaturverkokung verwendet, so kann das entwickelte Gas zusammen mit den Abgasen abgezogen werden, wie auch die Abgase zusammen mit der Oxydationsluft abgezogen werden. Die Entzündung des Heizgases erfolgt in einfachster Weise an einem Ende der Trommel.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Beheizung von Trommeln u. dgl. zur thermischen Vorbehandlung bituminöser Brennstoffe, gekennzeichnet durch die im wesentlichen konzentrische Anordnung von zwei oder mehreren Heizgas und Luft getrennt zuführenden und nebeneinanderliegenden feststehenden oder sich drehenden Rohren in der zu beheizenden Einrichtung, wobei die Rohre mit über ihre Länge verteilten, in geringem Abstand voneinander angeordneten Austrittsöffnungen für Heizgas bzw. Luft versehen sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Heizmedien zuführenden Rohre mit an den Austrittsöffnungen gegeneinandergerichteten Rohrstutzen versehen sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Heizmedien zuführenden Rohre durch Anordnung von von Kühlmedien durchflossenen, konzentrisch in diesen liegenden Rohren gekühlt sind.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Heizmedien zuführenden Rohre durch mit Zwischenräumen übergreifende Bleche überdeckt sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die die Heizmedien zuführenden Rohre oderiund die die' Heizrohre überdeckende Einrichtung mit der Schweleinrichtung drehen.
DEK123536D 1931-12-25 1931-12-25 Einrichtung zur Beheizung von Trommeln u. dgl. zur thermischen Vorbehandlung bituminoeser Brennstoffe Expired DE607806C (de)

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE607806C true DE607806C (de) 1935-01-09

Family

ID=7245386

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DE (1) DE607806C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1069570B (de) * 1959-11-26 Ruhrgas Aktiengesellschaft, Essen Verfahren zur Beseitigung der Backfähigkeit von feinkörnigen Kohlen oder Kohlenstaub

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1069570B (de) * 1959-11-26 Ruhrgas Aktiengesellschaft, Essen Verfahren zur Beseitigung der Backfähigkeit von feinkörnigen Kohlen oder Kohlenstaub

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