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DE606156C - Doppelpoliger Hochspannungsstufenschalter mit Haupt- und Hilfsstromkreis und im Schaltergehaeuse angeordneten Schmelzsicherungen - Google Patents

Doppelpoliger Hochspannungsstufenschalter mit Haupt- und Hilfsstromkreis und im Schaltergehaeuse angeordneten Schmelzsicherungen

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Publication number
DE606156C
DE606156C DEM117623D DEM0117623D DE606156C DE 606156 C DE606156 C DE 606156C DE M117623 D DEM117623 D DE M117623D DE M0117623 D DEM0117623 D DE M0117623D DE 606156 C DE606156 C DE 606156C
Authority
DE
Germany
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slide
switch
fuses
housing
main
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Expired
Application number
DEM117623D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
METROPOLITAN DEVICE CORP
Original Assignee
METROPOLITAN DEVICE CORP
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to US291636A priority Critical patent/US1833173A/en
Priority to GB29899/31A priority patent/GB385389A/en
Application filed by METROPOLITAN DEVICE CORP filed Critical METROPOLITAN DEVICE CORP
Priority to DEM117623D priority patent/DE606156C/de
Priority to FR726487D priority patent/FR726487A/fr
Application granted granted Critical
Publication of DE606156C publication Critical patent/DE606156C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/04Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
    • H01H33/06Insulating body insertable between contacts

Landscapes

  • Fuses (AREA)
  • Switch Cases, Indication, And Locking (AREA)

Description

  • Doppelpoliger Hochspannungsstufenschalter mit Haupt- und Hilfsstromkreis und im Schaltergehäuse angeordneten Schmelzsicherungen Die Erfindung bezieht sich auf einen doppelpoligenHochspannungsstufenschalter mit Haupt-und Hilfsstromkreis und im Schaltergehäuse angeordneten Schmelzsicherungen.
  • Gemäß der Erfindung nehmen an der Stufenabschaltung bei Überlastung und Kurzschluß außer dem stufenartig wirkenden Schieberschalter auch die Sicherungen in beiden Stromkreisen teil.. Zu diesem Zweck sind die Sicherungen so bemessen, daß die Schmelzsicherung im Hilfsstromkreis einen geringeren Widerstand besitzt als jene im Hauptstromkreis, so daß bei Überstrom nach Öffnen des Hauptschalters nur die Sicherung im Hilfsstromkreis durchbrennt und bei Kurzschluß sämtliche Sicherungen ansprechen und dann die Schalter geöffnet werden.
  • Durch die Verbindung eines stufenartig wirkenden Schaltschiebers mit Schmelzsicherungen, derart, daß die verschiedenen Abschaltstufen zum Teil von dem Stufenschaltschieber und zum Teil von den Sicherungen übernommen werden, ist es ermöglicht, Hochspannung ohne Hilfe von Ölschaltern mit ihrer komplizierten Bauart abzuschalten.
  • Ferner sind dadurch die mit dem Gebrauch von Ölschaltern verbundenen Gefahren beseitigt.
  • Weitere Merkmale der baulichen Ausgestaltung des Schalters und der Anordnung der Sicherungen ergeben sich aus der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung. Es zeigen Fig. i eine perspektivische, zum Teil geschnittene Darstellung eines Hochspannungsstufenschalters gemäß der Erfindung, Fig. i a und i b schematische Darstellungen der Schaltungsanordnungen, Fig. 2 einen zum Teil abgebrochenen Querschnitt durch den Schalter der Fig. i mit den Kontaktklingen in geschlossener Stellung, Fig. 3 denselben Schnitt wie Fig. 2, nur mit den Kontaktklingen in geöffneter Stellung, Fig. q. einen Schnitt nach- der Linie 4-q. der Fig. 3 mit den Klingen in Ansicht, wobei der Kontakt des Hauptstromkreises in geöffneter Stellung und der Kontakt des Hilfsstromkreises in geschlossener Stellung dargestellt ist, Fig. 5 einen senkrechten Schnitt durch eine der Sicherungen.
  • Fig. 6, 7 und 8 zeigen eine andere Ausführungsform der Schaltklinge und Messer nebst den verschiebbaren Isolierböden, und zwar sind Fig. 6 und 7 senkrechte, teilweise abgebrochene Querschnitte durch die Schalt- und Kontaktklingen (Fig. 6 zeigt die Stellung der Teile bei vollständig geschlossenem Kontakt und Fig. 7 bei teilweise geöffnetem Kontakt), und Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 7 und zeigt die Schalt- und Kontaktklinge in Ansicht.
  • Fig. g und io zeigen im senkrechten Schnitt durch den Schalter eine Ausführungsform der Schaltklingen mit dreieckigen Enden, und zwar Fig. 9 in geschlossener und Fig. io in geöffneter Stellung der Teile.
  • Fig. ii stellt eine andere Ausführungsform des Schalters im Schnitt wie Fig. g dar.
  • Fig. 12, 13 und 14, 15 veranschaulichen zwei weitere Ausführungsformen des Schalters im senkrechten Schnitt, je in geschlossener und geöffneter Stellung der Schaltklingen, während Fig.16 eine perspektivische, zum Teil geschnittene Ansicht der Vorrichtung mit andersartigem Sicherungstyp ist.
  • Fig. 17 und 18 zeigen in vergrößertem Maßstab die in Fig. 16 dargestellte Sicherung mit ihren Nebenteilen im senkrechten bzw. waagerechten Schnitt, während Fig. ig den Apparat in seiner Verwendung als wechselseitige oder wahlweise Ausschaltvorrichtung perspektivisch darstellt und Fig. 2o eine geeignete Vorrichtung zur Steuerung des Schiebers des Hauptschalters in Seitenansicht veranschaulicht.
  • $ei Verwendung der Anordnung an Stelle eines Ölschalters kann die Bedienung in üblicher Weise von Hand oder automatisch erfolgen, wobei der Stromkreis durch eine Sicherung geöffnet wird, die unmittelbar bei Eintritt eines völligen Kurzschlusses durchschmilzt. Der Stromkreis wird so in weitaus kürzerer Zeit unterbrochen als bei den bekannten Schaltern, wo die Trägheit mechanischer Vorrichtungen überwunden oder der Stromkreis mechanisch durch Relais, Federn oder andere Hilfsmittel, die in Bewegung gesetzt werden müssen, geöffnet wird.
  • In der Ausführungsart nach Fig. i und i a führen die Hauptleiter io und ii je zu einem Verbinder 12 auf dem Isolierboden 13 eines aus Seitenwänden 14, Vorder- und Hinterwand 15 bestehenden Gehäuses oder Kastens, der eine in der Längsrichtung verlaufende innere Scheidewand 15d besitzt und mit einem besonderen Deckel versehen ist. In den beiden Abteilen dieses Gehäuses sind getrennt die Hauptschalter und Hilfsschalter untergebracht. Die Verbinder =2 tragen je zwei gegabelte Kontaktklingen 16 und 17, und zwischen ihnen liegt eine feststehende, senkrechte Schranke 18 mit durchgehendem, senkrechtem Längsschlitz zur Führung der beiden die Schaltklingen 2i und 22 steuernden und eine in der Querrichtung liegende Scheidewand bildenden Träger oder Schieber ig und 2o.
  • Zu beiden Seiten des Schiebers ig ist je eine Leiste 23 mit leitender Platte 24 vorgesehen, die mit dem oberen Ende der Klinge 21 in Berührung steht und drei Kontakte 25 besitzt, welche die an Leitern 26 hängenden Schaltklingen aufnehmen. Diese Leiter 26 führen zu Sicherungen 27, die im oberen Ende des aus Isoliermaterial bestehenden Schiebers ig liegen.
  • Der Schieber 2o ist ebenso gestaltet, aber unabhängig vom Schieber ig verstellbar. Seine Leisten 28 tragen Kontakte 29, die an die Klingen 22 angreifen und an Leitern 3o hängende Schaltklingen aufnehmen. Die Leiter 30 zu beiden Seiten des Schiebers 2o sind durch eine oben im Schieber gelagerte Sicherung 31 miteinander verbunden.
  • Der Schieber ig bedient so je einen Doppelausschalter 2i auf beiden Seiten, und zwischen diesen Schaltern befinden sich drei Zweigleitungen je mit einer Sicherung, die parallel wie in rig. ia oder auch in Reihe wie in. Fig. ib geschaltet sein mögen. Der Apparat kann mit nur einer oder auch mit mehreren solcher Sicherungen. ausgestattet sein. Da es sich meist um hohe Überströme handelt, wird man daher gewöhnlich mehrere Sicherungen verwenden.
  • Der Schieber 2o trägt einen Doppelschalter 22 in Parallelschaltung mit dem Schalter 2i, und in der Leitung 30 zwischen den Schaltklingen 22 befindet sich eine einzige Sicherung, obschon auch hier mehrere Sicherungen vorgesehen werden können. Diese Sicherung 31 ist schwächer bemessen als die Sicherungen 27. Die parallel geschalteten Sicherungen 27 kann man auch stärker bemessen und dann ihre Anzahl entsprechend verringern.
  • Bei der mechanischen Bedienung des Unterbrechers wird der Träger oder Schieber ig vor dem Schieber 2o betätigt. Diese zeitliche Abstimmung läßt sich auf verschiedene Weise durchführen; der Apparat nach Fig. i ist zur Bedienung von Hand eingerichtet. Der Handhebel 32 ist gegabelt und greift mit einer Gabelzinke 33 in einen kurzen Schlitz 34 des Schiebers ig und mit dem anderen Gabelarm 35 in einen längeren Schlitz 36 des Schiebers 2o. Wird der Griff des Hebels 32 niedergedrückt, so wird dabei der Schieber ig angehoben, und die hochgehenden Klingen 21 unterbrechen den Stromkreis kurz bevor der Schieber 2o hochgeht und seine Klingen 22 den Stromkreis unterbrechen.
  • Wie die Fig. 2 bis 4 zeigen, sind auch bewegliche Isolierböden 37 und 38 vorgesehen, je ein Paar zu beiden Seiten der Schranke 18. Sie lassen sich verstellen, und ihre geschärften Kanten greifen bei geöffnetem Schalter in Kerben 39 der Schranke 18, so daß eine isolierende waagerechte Scheidewand entsteht, die keinen Lichtbögen zwischen den Klingen aufkommen läßt. Die Bewegung der Isolierböden wird durch Federn 4o bewirkt.
  • Sind die Schaltklingen geschlossen, so werden diese Isolierböden durch Nasen 41, die gegen Vorsprünge 42 des Schiebers ig anliegen, zurückgehalten. Die Unterkanten 43 der Vorsprünge 42 verlaufen schräg einwärts, so daß beim Hochgehen des Schiebers die Böden 37 einwärts vorschnellen und beim Niedergehen des Schiebers die Böden wieder zurückgetrieben werden. Eine Sicherung von geeigneter Bauart ist in der Fig. 5 dargestellt. Die Leiter 26 sind an einen Schmelzeinsatz 44 angeschlossen, dessen verjüngte Schmelzstelle 45 zwischen zwei Blökken oder Kolben 46 liegt, die fest am Metallstreifen 44 im Zylinder 47 sitzen. Dieser Zylinder ruht im Träger oder Schieber und ist mit Isoliermasse 48 ausgefüttert.
  • Schmilzt der Metallstreifen durch, so treibt das dabei entwickelte Gas die beiden Kolben 46 aus dem Zylinder heraus und bringt die geschmolzenen Enden des Metallstreifens so weit voneinander, daß ein Lichtbogen nicht. entstehen kann. Auch die beiden Leiter 26 gehen dabei zurück, und die Seitenwände 14 des Gehäuses fangen die herausgeschleuderten Kolben 46 auf. Die Leiter 26 sind lösbar mit den Kontakten 25- verbunden, um das Auswechseln der Sicherungen zu erleichtern.
  • Das Gehäuse ist durch zwei Platten 49 abgedeckt, zwischen denen Seitenflügel oder Flansche 5o der Schieber =g, 2o einfallen, wenn diese ihre Tiefstellung einnehmen. Der Abstand der beiden Platten 49 voneinander ist so groß, daß beim Ausheben der Schieber die Sicherungen und angeschlossenen Leiter durchtreten können. Andererseits sind an die Platten 49 Klappen 51 angelenkt, die den Verschluß des Gehäuses vervollständigen. Beim Durchschmelzen einer Sicherung heben die Gase die Klappen 51 hoch und blasen aus, so daß ein Stehenbleiben des Lichtbogens bzw. Schaltfeuers durch die viel Metalldämpfe enthaltenden Gase vermieden wird. Die beiden Schieber ragen über den von den Teilen 49, 50. 51 gebildeten Deckel hinaus, so daß sie erfaßt und für Reparatur und sonstige Zwecke ganz herausgehoben werden können.
  • Die Fig. 6 bis 8 stellen eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Schaltklingen und Messer nebst den verschiebbaren Isolierböden 37 dar. Die bewegliche Schaltklinge 21 greift hier mit einem Zahn 52 in eine Kerbe 53 des Bodens 37. Wird die Klinge 21 aus der Stellung nach Fig. 6 in die Lage nach Fig. 7 gehoben, wobei noch ein leitender Weg zwischen den Klingen besteht, so kann der Boden 37 bis an die Schranke 18 vorgehen, und- bei der weiteren Aufwärtsbewegung der Klinge wird dann der Boden 37 mit einem Ruck vorgeschnellt, um den engen Weg zu verschließen, durch den- der Strom sonst durchtreten würde.
  • Die Fig. g und =o zeigen eine Ausführungsform, bei der die oberen Klingen 21 mit dreieckigen Enden 54 zwischen- die unteren Kontaktklingen 55 fahren, deren Klingenschlitze in der Bewegungsrichtung der Böden 37 liegen, deren dreieckige Nasen 56 an Gegennasen 57 der senkrecht verstellbaren Träger oder Schieber angreifen. Wird der Schieber angehoben, so treiben die Federn 4o die Böden einwärts, und der Kontakt zwischen den Klingen nimmt allmählich an Umfang ab, ohne ganz abzubrechen, bis die Böden 37 fast in ihre Schließstellung gelangt sind. Am Ende der Aufwärtsbewegung der Schieber und Klingen können dann die Böden 37 ihre Endstellung nach Fig. =o einnehmen.
  • Die Fig. =i veranschaulicht eine andersartige Vorrichtung. zum Verstellen der Gleitböden 37. Diese ruhen auf ortsfesten Platten 58, die von den Klingen 21 durchsetzt werden, stehen unter der Wirkung von Zugfedern 59 und werden durch die Arme 6o von Hebeln gesteuert, die bei 61 ihren Drehpunkt haben und mit ihren Armen 62 unter Vorsprünge 63 der Leisten 28 des Schiebers =g fassen. Wird der Schieber angehoben, so gleiten die Böden 37 bis an die Klingen 21 vor und schnellen zwischen den Klingen' durch, sobald diese den dazu erforderlichen Abstand erreicht haben. Beim Niederführen des Schiebers =g werden die Böden 37 vorerst durch Niederdrücken des Hebelarms 62 zurückgezogen.
  • Die Bauart des Ausschalters nach Fig. 12 ist der nach Fig. g ähnlich, nur daß die Böden 37 in Fig. 12 durch lange Blattfedern 64 einwärts getrieben werden, die oben an Zapfen 65 der Gehäusewand befestigt sind. Auch sind hier die Deckklappen 66, abweichend von der Bauform nach Fig. i, an der Rückwand des Gehäuses mit Scharnieren angelenkt, um das Herausheben der Schieber mit ihren angeschlossenen Teilen zu ermöglichen. Die Pig. 13 zeigt die hier mit einer Stufe 67 versehenen Schaltklingen 2i in der Hochstellung und die Gleitböden 37 unter dem Druck der Federn 64 in die Schließ- und Ausschaltlage geschoben.
  • Die Fig. 14 und 15 stellen eine Ausführungsart mit gekrümmten Schwingböden 68 (an Stelle der Gleitböden) dar, die bei 7o an der Gehäusewand aufgehängt sind und unter der Wirkung von Druckfedern 71 stehen. Der Schieber =g besitzt hier ebenfalls Winkelnasen 72, die gegen die Innenkanten der Hängearme 69 anliegen, die Böden 68 bei tiefstehendem Schieber in der Offenstellung (Fig. 14) halten und sie freigeben und einfallen lassen, wenn der Schieber hochgezogen wird (s. Fig. i5).
  • Es ist wichtig, daß die den Schmelzstreifen haltenden Klemmen der Leiter schnell und weit voneinander zurücktreten, wenn der Streifen durchschmilzt. Die Fig. 16 bis 18 zeigen andere Mittel zur Erreichung dieses Zwecks wie Fig. 5. Die Metallstreifen 44 liegen in Öffnungen 73 des Schiebers =g, und an den mit dem Streifen verbundenen: Enden der Leiter 26 sind Drähte oder Kabel 74 angeschlossen, die durch Löcher im Gehäuseboden 13 gehen und Gewichte 75 tragen oder auch mit Zugfedern verbunden sein mögen. Beim Durchschmelzen einer Sicherung werden die Leiterenden schnell auf den Gehäuseboden niedergezogen und erreichen dabei einen Abstand voneinander, der größer als jede mögliche Lichtbogenlänge ist. Auch hier können überdies Gleitböden oder Schwingböden der beschriebenen Art vorgesehen werden. Alle mit den Leitern verbundenen Schmelzstreifen schmelzen gleichzeitig durch, und ein einziges Zugkabel 7¢ auf jeder Seite genügt, um die frei gewordenen Enden der drei Leiter niederzuziehen. Ein besonderes Paar Kabel mit Gewichten ist für die Hilfsleiter 30 vorgesehen.
  • Die Fig. i9 zeigt die Verwirklichung der Erfindung unter Verbindung einer Hauptschiene 76 und Hilfsschiene 77 mit einer Speiseleitung 78. Die Ausschaltvorrichtung nach Fig. i ist hier mit 79 und 8o bezeichnet und in die leitende Verbindung zwischen den Schienen und der Speiseleitung eingeschaltet. Die Vorrichtung 79 befindet sich in geschlossener, 8o in geöffneter Stellung, so daß die Speiseleitung mit der Schiene 76 verbunden, dagegen mit der Schiene 77 nicht verbunden ist.
  • Fig. 2o stellt eine Vorrichtung zur Steuerung des Schiebers ig des Hauptschalters dar. Bei der in ausgezogenen Linien veranschaulichten Stellung ist eine Spule 81 erregt worden und zieht den Schieber mittels eines Armes 82 des Magnetkerns der Spule nieder, während eine Magnetspule 83 eine Federklinke 84 freigibt, die dann eine Scheibe 85 am unteren Ende des Schiebers entgegen der Wirkung einer Feder 86 verriegelt. Wenn der Schalter geöffnet wird, wird die Spule 83 erregt. Beim Abschalten der Spule 81 treibt die Feder den Schieber ig in. die in punktierten Linien dargestellte Lage hoch, und die ebenfalls abgeschaltete Spule 87 jäßt die Klinke 88 in die Öffnung 89 des Schiebers einklinken und den Schieber sperren. Diese Vorrichtung vermittelt eine schnelle und weite Trennung der Schaltklingen in verläßlicher Weise.
  • In dem Schaltschema nach Fig. i a ist mit den Verbindern 12 ein Hauptschalter, der aus Leitern 24 mit parallelen Zwischenleitern oder Brücken 26 besteht, deren jede eine Schmelzsicherung 27 enthält, und weiter ein Hilfsschalter verbunden, der aus einem Leiter oder Brücke 30 mit eingeschalteter Sicherung 31 besteht. Der Hauptschalter wird durch den Schieber ig, der NTebenschalter durch den Schieber 2o gesteuert.
  • Die Leiter i2 sind in ihren verschiedenen Teilen so bemessen, daß bei normalem Arbeitsgange der Strom durch die Schalter so verteilt wird, daß ein Durchschmelzen einer der Sicherungen nicht gut eintreten kann. Wird der Schieber ig von Hand oder automatisch angehoben und damit der Hauptschalter gezogen, so werden die einzelnen Klemmen der Leiter 26 gleichmäßig bewegt, die Kontaktklingen treten voneinander zurück und durch die entstehende Leitungslücke wird der Stromkreis unterbrochen, während die gleitbeweglichen oder schwingbaren Zwischenböden in die Leitungslücke einfahren, um die Lichtbogenbildung zu verhüten. Durchaus notwendig ist diese Sicherung durch die Böden 37 oder 68 allerdings nicht in allen Fällen.
  • Die Fig. ib veranschaulicht eine Anordnung, bei der die Sicherungen des Hauptschalters in Reihe zwischen den Leitern io und ii angeordnet sind, so daß die Gesamtweite der beim Anheben der Schieber ig entstehenden Leitungslücke dreimal so groß ist als bei Anordnung nach Fig. i a.
  • Die Unterbrechung des Stromkreises durch den Hauptschalter treibt die ganze Belastung durch den Hilfsschalter, der geschlossen bleibt, und die Hilfssicherung 31 schmilzt dann durch, wobei der Stromkreis vollständig unterbrochen wird. Geschieht dies, so leisten die verstellbaren Böden des Hauptschalters den wichtigen Dienst der Verhütung einer Lichtbogenbildung zwischen den Klemmen des Hauptschalters. Die feststehende Scheidewand 15a läßt kein entflammbares Gas aus einem der beiden damit gebildeten, die beiden Schalter getrennt haltenden Abteile in den anderen Abteil übertreten.
  • Bei einem vollständigen Kurzschluß oder sonstiger plötzlicher Überlastung, die die automatische Betriebseinrichtung nicht bewältigen kann, sofern eine solche überhaupt vorhanden ist, schmelzen die Sicherungen im Hauptschalter durch, da die Widerstände in den Zweigleitungen des Stromkreises so geregelt sind, daß der größere Anteil der Überlastung durch den Hauptschalter geht. Dabei wird die ganze Belastung auf den Hilfsstromkreis geworfen, und dessen Sicherung schmilzt dann sofort durch und vervollständigt die Stromunterbrechung.
  • Ist nur die Hilfssicherung allein oder sind beide Sicherungssätze durchgeschmolzen, so müssen neue Sicherungsstreifen eingesetzt werden, bevor der Stromkreislauf wiederhergestellt wird. Zu dem Zwecke werden die Sicherungsträger oder Schieber angehoben, so daß die Einsetzstellen oberhalb des Gehäuses zur Hand liegen. Das Einsetzen erfolgt dann in an sich bekannter Weise.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung in- Verbindung mit nur einer Leitung dargestellt. Bei einem Mehrphasensystem kommt je eine Ausschaltvorrichtung für jede einzelne Phase in Anwendung. Die Kapazität der Sicherungen im Hauptschalter oder der einzigen Sicherung, falls nur eine vorgesehen ist, wird zweckmäßig so gehalten, daß eine Durchschmelzung nur erfolgt, wenn ein Strom fließt, der wesentlich stärker ist als die zugemessene Kapazität, die dem normalen Strom im Sfromkreise entspricht. Die Sicherung soll nur in Wirkung treten, wenn der Strom mindestens io Prozent über ihre zugemessene Kapazität und zweckmäßig ein Mehrfaches ihrer normalen Kapazität, etwa das Fünfzehnfache, beträgt. Dadurch erhält man die Gewißheit, daß sie nur bei einem sehr heftigen Kurzschluß in Wirkung tritt, während bei schwächeren Überströmen das Ansprechen der Sicherungen vom Anheben des Schiebers und Öffnen des Schalters abhängt.
  • Beispielsweise wird man bei einer Belastung von Zoo Ampere eine 3ooo-Ampere-Sicherung verwenden. Damit wird eine erhebliche Erhitzung und Stromunterbrechung bei kleinen Störungen vermieden. Die gewöhnlichen Sicherungen in elektrischen Stromkreisen reichen nur für geringe Überlast aus, in den meisten Fällen nur etwa 5. Prozent, so daß eine 2oo-Ampere-Sicherung bei etwa. Rio Ampere durchschmelzen soll. Die Sicherung im Hilfsschalter ist andererseits nur von geringer Kapazität im Vergleich zum Normalstrom, so daß sie unmittelbar beim Öffnen des Hauptschalters durchschmilzt. Beispielsweise kann es eine Sicherung von 5 bis io Ampere Kapazität bei einem Stromkreise sein, dessen normale Belastung Zoo Ampere beträgt. Nur nach Unterbrechung. des Stromkreises und Durchschmelzen der Sicherung sollen die Klemmen gelöst werden, um eine neue Sicherung einsetzen zu können.

Claims (7)

  1. PATEN TANSPRÜCIIE x. Doppelpoliger Hochspannungsstufenschalter mit Haupt- und Hilfsstromkreis und im Schaltergehäuse angeordneten Schmelzsicherungen, dadurch gekennzeichnet, daß an der an sich bekannten Stufenabschaltung bei Überlastung und Kurzschluß außer dem stufenartig wirkenden Schieberschalter auch die Sicherungen in beiden Stromkreisen teilnehmen.
  2. 2. Hochspannungsstufenschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzsicherung im Hilfsstromkreis einen geringeren Widerstand besitzt als jene im Hauptstromkreis, derart, daß bei Überstrom nach Öffnen des Hauptschalters nur die Sicherung im Hilfsstromkreis - durchbrennt und bei Kurzschluß sämtliche Sicherungen ansprechen und dann die Schalter geöffnet werden.
  3. 3. Hochspannungsstufenschalter nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schaltgehäuse zwei senkrechte Schieber (ig, 2o), welche je zwei Schaltklingen und diese verbindende Leitungen mit zwischengeschalteten Schmelzsicherungen tragen, eine am Boden des Schaltgehäuses angeordnete und die Klemmsätze isolierende Schranke (i8) durchsetzen und aus dem Gehäuse vorspringen, wobei eine Scheidewand (15a) die Hauptschaltv orrichtung (i6, 21) mit Schmelzsicherungen (27) von der Hilfsschaltvorrichtung (i7, 22) mit Schmelzsicherung (3z) in zwei Abteile innerhalb des Gehäuses trennt, beide Klemmen der Schalter aber parallel an die Hauptleiter (io, ii) geschaltet sind.
  4. 4. Hochspannungsstufenschalter nach den Ansprüchen r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Bewegung der Schieber dienende Gabel mit ihren Zinken (33, 35) in Schlitze verschiedener Länge (34, 36) der Schieber (ig, 2o) eingreift, so daß beim Anheben der Gabel um einen Drehpunkt erst nach Ausrücken des Hauptschalters durch den Schieber (ig) der Hilfsschalter durch den Schieber (2o) in die Offenstellung gelangt.
  5. 5. Hochspannungsstufenschalter nach den Ansprüchen = bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel des Gehäuses (i4, 15) aus zwei seitlichen, gegebenenfalls mit aasgelenkten Klappen (5i) versehenen Platten (49) und einer geteilten mittleren Platte (5o) besteht, die die Seitenflügel der beiden Schieber (i9, 2o) bildet und daher mit den Schiebern bewegt wird.
  6. 6. Hochspannungsstufenschalter nach den Ansprüchen i bis 5 mit beim Öffnen selbsttätig zwischen den Klemmen und der Schaltvorrichtung einfallender Isolierplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die in Kerben (39) der Schranke (i8) eingreifenden ebenen (37, 38) bzw. um einen Drehpunkt (7o) schwingend aufgehängten gekrümmten Platten (68) durch gegen Vorsprünge (42 bzw. 72) des Schiebers angreifende Nasen (4i bzw. 69) zurückgehalten und die Vorsprünge an den Nasen so geführt werden, daß beim Hochgehen des Schiebers die isolierenden Platten unter der Wirkung ihrer Federn (4o bzw. 64, 71) vorschnellen und vom niedergehenden Schieber wieder zurückgetrieben werden.
  7. 7. Hochspannungsstufenschalter nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltklinge (2i) mit einem Zahn (52) bzw. mit einem dreieckigen Ende (54) so in die Klemme (i6 bzw. 55) eingreift, daß die Isolierplatte bis an die Schranke (i8) vorgehen kann, während die Klinge (2i) noch mit der Klemme (i6, 55) in Kontakt steht, und erst bei weiterem Hochgehen der Klinge in die Kerbe (39)-- schnellt, wobei auf der Isolierplatte (37) entweder ein Ausschnitt (53) oder eine Winkelnase (56), die an eine Gegennase (57) des Schiebers stößt, vorgesehen ist. B. Hochspannungsstufenschalter nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Sicherung die verjüngte Schmelzstelle (45) des Schmelzbandes (44), welches in bekannter Weise zwischen Leitern (26) angeordnet ist, sich zwischen zwei Kolben (46) befindet, die am Schmelzbande befestigt in einem mit Isoliermasse ausgefütterten Zylinder (47) liegen, der im Schieber gelagert ist. g. Hochspannungsstufenschalter nach den Ansprüchen r bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das zweckmäßig mit einer verjüngten Schmelzstelle versehene Schmelzband (44) in einer Durchbrechung (73) des Schiebers gelagert ist, an welchem die angeschlossenen Leiter (26) mit Kabeln (74) angreifen, die mit Gewichten (75) belastet durch den Gehäuseboden (r3) gehen.
DEM117623D 1928-07-10 1931-11-13 Doppelpoliger Hochspannungsstufenschalter mit Haupt- und Hilfsstromkreis und im Schaltergehaeuse angeordneten Schmelzsicherungen Expired DE606156C (de)

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