DE604600C - Elektrische Natriumdampfbogenlampe mit Gluehkathode - Google Patents
Elektrische Natriumdampfbogenlampe mit GluehkathodeInfo
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
- H01J61/70—Lamps with low-pressure unconstricted discharge having a cold pressure < 400 Torr
- H01J61/74—Lamps with low-pressure unconstricted discharge having a cold pressure < 400 Torr having a main light-emitting filling of difficult vaporisable metal vapour, e.g. sodium
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
24. OKTOBER 1934
24. OKTOBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 604600 KLASSE 21 f GRUPPE 82
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. August 1932 ab
Man hat schon vorgeschlagen, für Beleuchtungszwecke Natriumdampf enthaltende elektrische
Bogenentladungslampenmit Glühkathode und derartig kurzem Elektrodenabstand zu verwenden,
daß kerne positive Säule auftritt.
Die Erfindung befaßt sich mit dieser Gattung von Entladungslampen und bezweckt, diesen
Lampentyp zu verbessern.
Nach der Erfindung wird in dieser Lampenart neben dem Natriumdampf eine ganz oder zum größten Teil aus Neon bestehende Gasfüllung gebracht. Die Verwendung von Zündgasen in Metalldampfentladungslampen, auch in Lampen mit Alkalimetalldampf, ζ. B. Natrium, ist bekannt. Es wurde gefunden, daß die Verwendung einer aus Neon bestehenden Füllung in dem erwähnten Lampentyp große Vorteile hat gegenüber der Benutzung der anderen Edelgase, und zwar vor allem die, daß die Lichtausstrahlung
Nach der Erfindung wird in dieser Lampenart neben dem Natriumdampf eine ganz oder zum größten Teil aus Neon bestehende Gasfüllung gebracht. Die Verwendung von Zündgasen in Metalldampfentladungslampen, auch in Lampen mit Alkalimetalldampf, ζ. B. Natrium, ist bekannt. Es wurde gefunden, daß die Verwendung einer aus Neon bestehenden Füllung in dem erwähnten Lampentyp große Vorteile hat gegenüber der Benutzung der anderen Edelgase, und zwar vor allem die, daß die Lichtausstrahlung
ao wesentlich größer und über einen größeren Bereich nur wenig von dem Druck des Neons abhängig
ist. Übrigens hat man den Vorteil, daß die Innehaltung des Gasdruckes weniger kritisch
ist.
Der optimale Gasdruck, d. h. der Druck, bei der der größte Wirkungsgrad erzielt wird, ist
beim Gebrauch von Neon größer als bei Anwendung anderer Edelgase. Dieser höhere Neondruck
ist sehr vorteilhaft, da hierdurch die Gasfüllung während des Betriebes nicht zu schnell
verschwindet. Außerdem ist die Zerstäubung der Glühkathode bei diesem höheren Gasdruck
geringer als bei kleinerem Gasdruck, was der Lebensdauer der Entladungslampe förderlich ist.
Zur Vergrößerung dieser Lebensdauer kann es sogar erwünscht sein, den Druck des Neons etwas
größer als den optimalen Druck zu wählen.
Außerdem hat der Gebrauch von Neon den Vorteil, daß die Entladungsröhre schon sofort
nach dem Einschalten, wenn der Natriumdampf nur noch einen so geringen Druck aufweist, daß
er praktisch noch nicht an der Entladung beteiligt ist, Licht ausstrahlt, nämlich Neonlicht.
Beim Gebrauch von Argon z. B. wird in diesem Fall praktisch kein Licht ausgesandt. Das Neonlicht
vermischt sich bei höher werdendem Natriumdampfdruck mit dem vom Natriumdampf
ausgesandten Licht und wird dann von diesem Licht überherrscht.
Der Neondruck wird zweckmäßig kleiner als 4 mm gewählt, gemessen bei Zimmertemperatur
und nicht während des Betriebes. Zweckmäßig wird man den Druck fi des Neons derart wählen,
daß er zwischen einem Höchstwert
frnax = 3.3 — 11,5 · IO~3 Q
und einem Mindestwert
tmm =1,1 —
liegt, worin Q die Oberfläche in cm2 des Glaskolbens
der Entladungsröhre darstellt.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Willem de Groot in Eindhoven, Holland.
Die Beziehungen haben keinen unbeschrankten Geltungsbereich. Sie gelten annähernd bis zu
Kolbenflächen von 175 bis 200 cm2. Bei größeren Kolbenfiächen wählt man den Druck des Neons
zweckmäßig zwischen x/2 und 2 mm (bei Zimmertemperatur).
Die Erfindung ist in der Zeichnung näher erläutert.
Fig. ι zeigt beispielsweise eine Entladungslampe
nach der Erfindung.
Die Fig. 2, 3 und 4 stellen einige bei Gleichstrombelastung gemessene Kurven dar, die mit
Hilfe solcher Entladungslampen festgestellt wurden und das Wesen der Erfindung deutlich
erkennen lassen.
Die in .Fig. 1 dargestellte Entladungslampe
besitzt eine nahezu kugelförmige Wand χ, an der sich eine nach außen vorspringende Quetschstelle
2 befindet. Durch diese Quetschstelle sind die Stromzuführungsdrähte hindurchgeleitet, die zu den Elektroden der Entladungslampe
führen. Diese bestehen aus einer schraubenlinienförmig gewundenen, mit einer Erdalkalioxydschicht überzogenen Kathode 3
und zwei plattenförmigen, in einer Entfernung von annähernd 15 mm von der Glühkathode
angeordneten Anoden 4. Die Lampe enthält eine Gasfüllung, die aus Neon besteht, das bei
Zimmertemperatur einen Druck von 2,5 mm aufweist. In der Lampe ist ferner eine Menge
Natrium enthalten, dessen Dampf an der Entladung beteiligt ist. Zur Verringerung der
Wärmeabgabe der Entladungslampe ist diese in einer Hülle 5 eingeschlossen, die mit einer
Quetschstelle 6 versehen ist, durch welche die Stromzuleitungsdrähte der Elektroden hindurchgeführt
sind. Diese Drähte dienen, gleichzeitig als Halter der Entladungslampe. Der Raum
zwischen dem Glaskolben der Entladungslampe und der Hülle ist entlüftet.
Das Neon erleichtert nicht nur die Zündung der Entladung, sondern ist auch später beim
Betrieb an der Entladung beteiligt. Die durch die Entladung erzeugte Wärme erhitzt das in der
Lampe enthaltene Natrium, so daß der Druck des Natriumdampfes erhöht wird. Von diesem
Dampf wird dann ein sehr starkes Licht ausgestrahlt. Zweckmäßig wird die Temperatur so
hoch gesteigert, daß der Druck des Natriumdampfes einer Temperatur von 200° bis 300 ° C
entspricht. Bei diesem Druck ist der Wirkungsgrad der Entladungslampe am größten.
Die Entladung weist den Charakter einer Bogenentladung ohne positive Säulenentladung
auf. Die Zündspannung beträgt 17 Volt, während die Betriebsspannung der Entladung 13 Volt
ist.
In bekannter Weise wird eine Impedanz, z.B. in Form eines Widerstandes, einer Drosselspule
oder eines Streufeldtransformators, mit der Entladungsröhre in Reihe geschaltet.
Fig. 2 stellt die Anzahl internationaler Kerzen des von der Entladungslampe nach Fig. 1 ausgesandten
Lichtes in Abhängigkeit von dem Gasdruck, und zwar für eine Neon-, Argon-, Krypton- und Heliumfüllung dar. Der Energieverbrauch
(einschließlich der zum Heizen der Glühkathode erforderlichen Energie) ist für die verschiedenen Gasfüllungen nahezu der
gleiche, nämlich 53 Watt für die Neonfüllung, 57 Watt für die Argonfüllung und 58 Watt für
die Kryptonfüllung. Der Druck des Gases bei Zimmertemperatur ist in Millimeter ausgedrückt.
Die Kurve A stellt den Verlauf bei Anwendung von Neon dar, während die Kurven B und C
bei Anwendung von Argon- bzw. Krypton gelten. Es ist aus den Figuren ersichtlich, daß
die* Lichtausstrahlung der neongefüllten Entladungslampe wesentlich größer ist als die der
argon- oder kryptongefüllten Entladungslampe. Helium liefert ungünstigere Ergebnisse. In
Fig. 2 ist z. B. die Linie D dargestellt, die den Verlauf der Kerzenstärke einer heliumgefüllten
Natriumdampflampe wiedergibt. Obgleich der Energieverbrauch dieser heliumgefüllten Entladungslampen
etwas kleiner war als derjenige der Lampen, für welche die Linien, A, B und C
festgestellt sind, nämlich 44 Watt, ergibt sich doch durch Vergleich der Kurven, daß auch
unter Berücksichtigung dieses niedrigen Energie-Verbrauchs der Wirkungsgrad wesentlich kleiner
als der einer neongefüllten Entladungslampe ist. Die Kurven A1 B und C zeigen einen Scheitel,
was mit der Kurve D nicht der Fall ist. Der Scheitel der Linien B und C ist ziemlich scharf,
derjenige der Kurve A hingegen nicht. Dies ist von großem Vorteil, da hierdurch der optimale
Wert des Gasdruckes einer Neonfüllung nicht so kritisch wie derjenige einer Argon- oder
Kryptonfüllung ist. Außerdem ist der optimale Neondruck größer als der optimale Argon- und
Kryptondruck, was den Vorteil hat, daß eine verhältnismäßig erhebliche Neonmenge in die
Lampe eingeführt werden muß, was der Lebensdauer förderlich ist, da diese Neonmenge nicht
so schnell verschwindet wie die kleineren Argon- und Kryptönmengen. Außerdem ergibt dieser
hohe Neondruck den Vorteil einer geringeren Zerstäubung der Glühkathode und dementsprechend
einer größeren Lebensdauer der Entladungslampe. Will man diese Lebensdauer
noch mehr vergrößern, so kann man den Neondruck größer als den optimalen Neondruck
wählen. In der Regel bleibt man jedoch unterhalb 10 mm.
In Fig. 3 sind noch einige Kurven E, F, G
und H von Entladungslampen mit anderen Abmessungen dargestellt. Betrug der Durchmesser
der kugelförmigen Entladungslampe, mit der die Linien der Fig. 2 festgestellt wurden, 50 mm
und derjenige der Lampe, welche die Linien E und F lieferte, 60.mm, so wurden die Linien G
und H an einer kugelförmigen Entladungslampe mit einem Durchmesser von 45 mm gemessen.
Die Linie E gilt für eine Neonfüllung und einen Energieverbrauch in der Entladungslampe
(einschließlich der Heizenergie der Glühkathode) von 90 Watt, während die Kurve F
für eine Argonfüllung und einen Energieverbrauch von 85 Watt gilt. Die Kurven G und H
wurden bei einem Energieverbrauch von 53 Watt und einer Gasfüllung aus Neon bzw. Argon festgestellt.
Auch aus dieser Figur ist ersichtlich, daß der Gebrauch von Neon große Vorteile ergibt.
Der optimale Druck der Neonfüllung erweist sich als von der Größe der Kolbenfiäche der Entladungslampe
einigermaßen abhängig. In Fig. 4 ist dieser optimale Druck als Funktion der Oberfläche
aufgetragen (Kurve K). Der Druck ist bei Zimmertemperatur in Millimeter und die Oberfläche
in Quadratzentimeter gemessen. Aus der Figur ist ersichtlich, daß der Neondruck zweckmäßig
niedriger als 4 mm zu wählen ist. Ferner ist aus der Figur ersichtlich, daß in dem von
der Figur dargestellten Bereich der optimale Druck ungefähr nach einer Linearfunktion von
der Größe der Oberfläche abhängt. Aus den Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, daß der Druck des
Neons ohne große Nachteile sowohl etwas unterhalb als auch oberhalb des optimalen Wertes
liegen kann, da die Kurven A, E und G in dem Scheitel ziemlich flach verlaufen und eine Änderung
des Neondruckes in der Nähe des optimalen Druckes nur eine kleine Verringerung der Lichtausstrahlung zur Folge hat. Die güntigen
Werte des Druckes liegen in Fig. 4, daher auch in einem Bereich oberhalb und unterhalb
der Kurve K, also in dem von den Geraden L und M begrenzten Bereich. Die Geraden
L und M werden durch die Funktion -pmax
= 3,3—11,5.10-3.Q bzw. fmin = 1,1— 4,10-3.Q
dargestellt, in der p den Druck in Millimeter und Q die Größe der Kolbenoberfläche in QuadratZentimeter
darstellen. Man wird daher zweckmäßig dafür Sorge tragen, daß der Neondruck zwischen den durch diese Gleichungen dargestellten
Höchst- und Mindestwerten liegt.
Diese Beziehungen haben keinen allgemeinen Geltungsbereich, was z. B. schon daraus hervorgeht,
daß die Linien L und M bei größeren Kolbenflächen die Abszissenachse schneiden, so
daß der Neondruck negativ sein müßte, was natürlich nicht zutreffen kann. Die angegebene
Beziehung zwischen dem Gasdruck und der Kolbenfläche gilt daher auch nur bis zu einer
Kolbenfläche von 175 bis 200 cm2. Bei größeren
Kolbenflächen wählt man den Neondruck zweckmäßig zwischen 0,5 und 2 mm.
Claims (3)
1. Elektrische Natriumdampfbogenlampe mit Glühkathode (zweckmäßig Oxydkathode),
bei der der Elektrodenabstand so klein ist, daß keine positive Säule auftritt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lampe eine
ganz oder zum größten Teil aus Neon bestehende Gasfüllung enthält, deren Druck bei Zimmertemperatur zweckmäßig kleiner
als 4 mm ist.
2. Elektrische Entladungslampe nach Anspruch ι mit kugel- oder birnenförmigem Gefäß,
dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des Neons bei Zimmertemperatur zwischen einem Höchstwert ^w* = 3,3—11,5 · io~~3'(?
und einem Mindestwert pmin = 1,1 — 4,10—3 Q
liegt, worin Q die Kolbenfiäche der Entladungslampe in Quadratzentimeter darstellt.
3. Elektrische Entladungslampe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druck des Neons bei Zimmertemperatur zwischen 0,5 und 2 mm liegt, wobei die Kolbenfläche der Entladungslampe größer
als 200 cm2 ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL400388X | 1931-12-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=19785886
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN34040D Expired DE604600C (de) | 1931-12-24 | 1932-08-03 | Elektrische Natriumdampfbogenlampe mit Gluehkathode |
Country Status (5)
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| GB (1) | GB400388A (de) |
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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1932
- 1932-08-03 DE DEN34040D patent/DE604600C/de not_active Expired
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-
1933
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| FR743225A (de) | 1933-03-25 |
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| US1919933A (en) | 1933-07-25 |
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