DE599268C - Steuervorrichtung fuer eine durch Unterdruck bediente und durch den Gasfusshebel gesteuerte Hilfskraftkupplung fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Steuervorrichtung fuer eine durch Unterdruck bediente und durch den Gasfusshebel gesteuerte Hilfskraftkupplung fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Steuervorrichtungen für eine durch Unterdruck bediente
und durch den Gashebel gesteuerte Hilfskraftkupplung für Kraftfahrzeuge, Derartige
Steuervorrichtungen arbeiten bekanntlich in der Weise, daß durch den von der Antriebsmaschine des Kraftfahrzeugs erzeugten
Unterdruck, dessen Höhe sich danach richtet, ob und wie weit die Gasdrossel geöffnet
ist, ein in dem Kupplungszylinder angeordneter Kolben bewegt wird, der mit dem Kupplungshebel in Verbindung steht, so daß
beim Abdrosseln der Maschine und dem dabei hervorgerufenen starken Unterdruck die
Kupplung ausgerückt wird, während beim Gasgeben infolge der damit verbundenen Verringerung
des Unterdruckes das Einströmen von Luft in den Kupplungszylinder und damit das Einrücken der Kupplung unter der
Wirkung der Kupplungsfeder erfolgen kann. Es ist nun allgemein üblich, daß das Einrücken
der Kupplung gedämpft wird, da sich die beiden Kupplungshälften meistens mehr oder weniger unterschiedlich drehen, so daß
bei einem schnellen Einrücken Stöße oder Beschädigungen erfolgen können. Anderseits
ist es nicht gut, wenn die Einrückbewegung zu langsam erfolgt, da dann unnötig Zeit
verlorengeht. Es ist bekannt, zum Erzielen der üblichen Dämpfungswirkung für die Einrückbewegung
der Kupplung eine Dämpfungsvorrichtung vorzusehen, welche die dabei erfolgende Bewegung des Kupplungskolbens
derart abbremst, daß er sich zunächst schnell bewegen kann, bis die Kupplungshälften sich
fast berühren, und daß erst dann eine die Stoßfreiheit des Einrückens begünstigende
Verlangsamung der Bewegung eintritt.
Es ist das Ziel der Erfindung, diese selbsttätigen Kupplungsvorrichtungen zu verbessern,
indem das bekannte Dämpfungsventil der bekannten Hilfskraftkupplung, deren Steuerventil mit dem Gasfußhebel verbunden
ist, von der Höhe des Unterdruckes in der Ansaugleitung abhängig gemacht wird, in der
Weise, daß das von dem Kupplungskolben unabhängig wirkende Dämpfungsventil in Abhängigkeit
von der Höhe des Unterdruckes in der Ansaugleitung der Antriebsmaschine selbsttätig einstellbar ist. Der Grad der
Dämpfung, damit also die Schnelligkeit der Einkupplungsbewegung, wird von der Höhe
des Unterdruckes in der Ansaugleitung und •damit mittelbar von der Umdrehzahl der
Antriebsmaschine abhängig gemacht. Das geschieht dadurch, daß das Dämpfungsventil
so angeordnet wird, daß es der Wirkung des Unterdruckes unterliegt, der hoch ist, wenn
die Gasdrossel ganz geschlossen ist, schnell abnimmt, wenn die Gasdrossel schnell und
weit geöffnet wird, und nur langsam abnimmt, wenn die Gasdrossel langsam oder nur
teilweise geöffnet wird.
Eine zweckmäßige bauliche Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß das Dämpfungsventil
in an sich bekannter Weise eine Anzahl verschieden einstellbarer Entlüftungsöffnungen
hat, die von einem Ventilkolben bei Abnahme des Unterdruckes in der Ansaugleitung
der Reihe nach, mit der Dämpfungsseite des Kupplungsgliedes verbunden werden.
Neben diesen von der Höhe des Unterdruckes gesteuerten Entlüftungsöffnungen kann auch eine an sich bekannte weitere Entlüftungsöffnung
vorgesehen sein, die erst dann ao geschlossen wird, wenn die Kolbenstange einen bestimmten Weg zurückgelegt hat.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:
Abb. ι die Kupplungssteuervorrichtung in
as einer schematischen Ansicht und
Abb. 2 die Einzelheiten des Kupplungszylinders, das Dreiwegsteuerventil dafür und
das selbsttätig wirkende Dämpfungsventil im Schnitt in der Stellung, in der die Kupplung
ausgerückt ist.
Bei dem in der Abb. 1 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel ist 10 der Kupplungsfußhebel,
durch welchen die übliche nicht dargestellte Kupplung gesteuert werden kann. Dieser Fußhebel ist so eingerichtet, daß er
durch einen doppeltwirkenden Kupplungszylinder 12 mit Unterdruckantrieb, dessen hin
und her gehender Kolben 14 durch, ein biegsames Seil 16 mit dem Kupplungsfußhebel
verbunden ist, selbsttätig in die dem Ausrücken der Kupplung entsprechende Stellung
gebracht werden kann. Der Kupplungszylinder 12 ist durch eine Leitung 18 mit dem
Saugrohr 20 des Verbrennungsmotors verbunden. Ein elektrisch bedientes Dreiwegventil
22 ist in der Leitung zwischen dem Saugrohr und dem Zylinder eingeschaltet, um den Betrieb des letzteren zu steuern.
Bekanntlich wird im Saugrohr bei geschlossenem Gasventil durch, die Saugwirkung
der Motorkolben ein Unterdruck von ungefähr 50 cm Quecksilber erzeugt. Dieser Unterdruck im Saugrohr wird nun infolge
der Verbindung mit dem Kupplungszylinder in den letzteren geleitet und dazu benutzt,
die Kupplung auszurücken. Infolgedessen ist die Kupplung bei der dargestellten Ausführung
ausgerückt, sooft das Steuerventil 22 geöffnet und das Gasventil der Antriebs-6q
maschine geschlossen ist.
Das Ventil 22 wird durch eine Feder 24 geöffnet, welche einen Ventilkolben 26 in der
linken Stellung (s. Abb. 2) festhält, um eine offene Verbindung für das Druckmittel zwischen
der Leitung 18 und dem Kupplungszylinder über die im Ventilgehäuse vorgesehenen
Öffnungen 28 und 30 aufrechtzuerhalten. Zum Schließen des Ventils, um den Unterdruck aus dem Kupplungszylinder
durch eine die Verbindung mit der Außenluft herstellende Öffnung 32 hindurch entweichen
zu lassen und das Einrücken der Kupplung zu ermöglichen, dient eine Magnetspule 34,
welche mittels eines Schalters 36 erregt werden kann, der unmittelbar vor dem Zeitpunkt
geschlossen wird, in welchem das Gasventil der Antriebsmaschine durch, den Gasfußhebel
38 geöffnet wird. Der Gasfußhebel ist durch eine Verbindungsstange 40 mit dem Bedienungshebel
42 für die Drosselklappe des Vergasers verbunden, wobei an der Verbindungsstelle
der Verbindungsstange mit dem Drosselklappenhebel ein mit Spiel arbeitendes Gleitgelenk 44 vorgesehen ist.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Beim Loslassen des Gasfußhebels 38 wird zunächst die Drosselklappe geschlossen, wobei
der letzte Teil der Bewegung des Gasfußhebels das Ausschalten des Schalters 36 herbeiführt, um die Magnetspule 34 abzuerregen
und die Öffnung des Steuerventils 22 zu bewirken, um die Kupplung auszurücken. Durch Niederdrücken des Gasfußhebels erfolgt
dieser Kreislauf von Arbeitsvorgängen in umgekehrter Richtung.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der vorbeschriebenen bekannten Hilfskraftkupplung
durch eine Hilfsvorrichtung, durch welche die Geschwindigkeit der Kupplungseinrückbewegung
selbsttätig abhängig von der Höhe des Unterdrucks in der Ansaugleitung gesteuert wird, indem eine Steuerung
der Bewegungsgeschwindigkeit der Druckscheibe der Kupplung stattfindet. Dies ist
erwünscht und im allgemeinen gebräuchlich, um die Kupplungsscheiben dann miteinander
in Eingriff zu bringen, wenn die Drehzahl der treibenden Kupplungsscheibe mit der Geschwindigkeit
der angetriebenen Kupplungsscheibe gleich, oder nahezu gleich ist.
Zu diesem Zweck ist das allgemein gebräuchliche Dämpfungsventil 46 am Gehäuse
des Dreiwegsteuerventils 22 befestigt. Dieses Ventil besteht aus einem Gehäuse 48, in welchem
ein federbelasteter Ventilkolben 50 angeordnet ist, dessen rechter Kolbenteil 52 so
eingerichtet ist, daß er die äußerste linke Öffnung einer Reihe von durch Stellschrauben
einstellbaren Entlüftungsöffnungen 54 überdeckt, wenn das Ventilstück durch den Unterdruck
nach, links gezogen wird, wie in der
Abb. 2 dargestellt. Das Ventilgehäuse ist mit einer öffnung 56 versehen, die durch eine
Leitung 58 mit der der Arbeitsseite gegenüberliegenden
Dämpfungsseite des doppeltwirkenden Kupplungszylinders 12 verbunden
ist.
Die Arbeitsweise des Dämpfungsventils ist folgende.
Beim öffnen der Gasdrossel sinkt der
ίο Unterdruck im Saugrohr, so daß der Ventilkolben
50- durch die zugehörige Feder nach rechts gezogen wird und eine oder mehrere
von den öffnungen 54 freilegt, um auf diese Weise die Geschwindigkeit zu bestimmen, mit
welcher die Luft während des Kupplungseinrückvorganges aus der Dämpfungsseite des Kupplungszylinders entweicht. Das Dreiwegventil
22, das die Bewegung des Kupplungskolbens 14 einleitet, wird wegen des
Spiels im Gelenk 44 geöffnet, bevor die Gasdrossel sich öffnet, um das Dämpfungsventil
zu öffnen. Der erste Teil der Bewegung des ' Kolbens 14 erfolgt etwas rasch wegen der
verhältnismäßig hohen Geschwindigkeit, mit welcher die Luft durch eine in dem Deckel 62
des Kupplungszylinders vorgesehene öffnung 60 entweicht. Die Kolbenstange 64 des
Kupplungskolbens 14 besitzt ein verjüngtes Ende 66, und nachdem diese Stange 64 in der
Bohrung des Deckels 62 aufgenommen worden ist, wird der weitere Teil des Kolbenhubes
in bekannter Weise allein durch das Dämpfungsventil gesteuert.
Die Bewegung des Kolbens und des damit verbundenen Kupplungsfußhebels beim Einrücken
der Kupplung wird während des ersten Teils des Kolbenhubes durch die Ausbildung des Kupplungszylinders bestimmt.
Der restliche Teil der Bewegung des Kupplungskolbens bis zum vollen Fassen der Kupplung wird durch die Höhe des Unterdruckes
im Saugrohr bestimmt, welche die Stellung des beweglichen Ventilkolbens, des Dämpfungsventils und damit auch die Geschwindigkeit
regelt, mit welcher die Luft aus dem Kupplungszylinder entweicht.
Wenn die Gasdrossel z. B. wesentlich geöffnet wird, um die Kupplung einzurücken,
wenn der direkte Gang eingeschaltet ist, so wird der Unterdruck im Saugrohr entsprechend
sinken, so daß die Kupplung auch entsprechend rasch eingerückt wird.
Durch die Erfindung wird also eine sehr einfache, selbsttätig arbeitende Vorrichtung
geschaffen, um die Geschwindigkeit der Kupplungsscheibenbewegung entsprechend der
Höhe des Unterdrucks im Saugrohr zu dämpfen.
Claims (3)
1. Steuervorrichtung für eine durch Unterdruck bediente und durch den Gas'-fußhebel
gesteuerte Hilfskraftkupplung für Kraftfahrzeuge mit einem für das Einrücken der Kupplung vorgesehenen,
selbsttätig wirkenden Dämpfungsventil, dadurch gekennzeichnet, daß das von dem Kupplungskolben (14) unabhängig wirkende
Dämpfungsventil (46) in Abhängigkeit von der Höhe des Unterdruckes in der Ansaugleitung der Antriebsmaschine
selbsttätig einstellbar ist.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungsventil
(46) eine Anzahl verschieden einstellbarer Entlüftungsöffnungen (54) hat, die von einem Ventilkolben (50, 52)
bei Abnahme des Unterdruckes in der Ansaugleitung der Reihe nach mit der Dämpfungsseite des Kupplungsgliedes
verbunden werden.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß außer
den von der Höhe des Unterdrucks in der Ansaugleitung gesteuerten Entlüftungsöffnungen
(54) eine an sich bekannte weitere Entlüftungsöffnung (60) vorhanden ist, die nach Zurücklegen eines bestimmten
Weges des Kupplungskolbens (14) von der Kolbenstange (64) beim go
Einrücken der Kupplung geschlossen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US599268XA | 1931-11-27 | 1931-11-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE599268C true DE599268C (de) | 1934-06-28 |
Family
ID=22026178
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB158292D Expired DE599268C (de) | 1931-11-27 | 1932-11-18 | Steuervorrichtung fuer eine durch Unterdruck bediente und durch den Gasfusshebel gesteuerte Hilfskraftkupplung fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE599268C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE933432C (de) * | 1949-08-27 | 1955-09-22 | Daimler Benz Ag | Vorrichtung zum wahlweisen Schalten von Wechselkupplungen |
| DE1077990B (de) * | 1954-11-18 | 1960-03-17 | Edward Foley | Durch Unterdruck betaetigbare Hilfskraftkupplung fuer Kraftfahrzeuge |
| DE3732741A1 (de) * | 1987-09-29 | 1989-04-13 | Peter Nawrath | Druckmittel-beaufschlagter arbeitszylinder mit elastisch federnder kolbenstange und elastisch federndem kolbenband |
-
1932
- 1932-11-18 DE DEB158292D patent/DE599268C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE933432C (de) * | 1949-08-27 | 1955-09-22 | Daimler Benz Ag | Vorrichtung zum wahlweisen Schalten von Wechselkupplungen |
| DE1077990B (de) * | 1954-11-18 | 1960-03-17 | Edward Foley | Durch Unterdruck betaetigbare Hilfskraftkupplung fuer Kraftfahrzeuge |
| DE3732741A1 (de) * | 1987-09-29 | 1989-04-13 | Peter Nawrath | Druckmittel-beaufschlagter arbeitszylinder mit elastisch federnder kolbenstange und elastisch federndem kolbenband |
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