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DE59854C - Französischer Rundwirkstuhl mit Ringelapparat - Google Patents

Französischer Rundwirkstuhl mit Ringelapparat

Info

Publication number
DE59854C
DE59854C DENDAT59854D DE59854DA DE59854C DE 59854 C DE59854 C DE 59854C DE NDAT59854 D DENDAT59854 D DE NDAT59854D DE 59854D A DE59854D A DE 59854DA DE 59854 C DE59854 C DE 59854C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needles
thread
machine
arm
slide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59854D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. TERROT in Cannstatt
Publication of DE59854C publication Critical patent/DE59854C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B13/00Circular knitting machines with fixed spring or bearded needles, e.g. loop-wheel machines
    • D04B13/02Circular knitting machines with fixed spring or bearded needles, e.g. loop-wheel machines with horizontal needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf französischen Rundstühlen kann man mit einer Arbeitsstelle behufs Herstellung von Ringelwaare zwei verschiedenfarbige Fäden in beliebigem Wechsel nach einander verarbeiten, wenn der arbeitende Faden über die Nadeln und vor die Kulirplatinen, der nicht arbeitende ,Faden aber vor die Nadeln gehalten, auch von seiner zuletzt gearbeiteten Waare abgeschnitten und das aus seinem Fadenführer vorstehende Fadenende unter die Nadelreihe gezogen und dort festgehalten wird.
Ein bisher diesem Zwecke dienender Apparat, Patent No. 47246, besafs zwei Fadenführer, welche die zu wechselnden Fäden in horizontaler, und verticaler Richtung bewegen mufsten, was einen sehr langen Weg bedingte und bei der enormen Geschwindigkeit, mit welcher diese Fadenführer sich bewegen müssen, eine rasche Abnutzung zur Folge hatte.
Bei vorliegendem Wirkstuhl sind die Fadenführer derart angeordnet, dafs sie um eine gemeinsame Schraube, ähnlich wie zwei Scheerentheile, schwingen, und weil sie die Fäden nur in horizontaler Richtung und nur auf einem kurzen Weg zu bewegen brauchen, sehr sicher arbeiten und von grofser Dauerhaftigkeit sind.
Die Verticalbewegung der Fäden ist bei diesem Apparat der Scheere übertragen; dieselbe schwingt vor den Nadeln auf und ab, sie öffnet sich beim Aufwärtsgehen, schliefst sich in ihrem höchsten Standpunkt, schneidet dabei den ausgebrauchten Faden ab, klemmt das eine Ende desselben fest, zieht ihn bei ihrer Abwärtsbewegung mit nach unten und giebt diesen Faden erst bei ihrer nächstfolgenden Aufwärtsbewegung wieder frei.
Der Apparat, welcher, wie üblich, mittelst Winkel A auf der Tragscheibe b des Rundstuhles befestigt wird, besteht im wesentlichen aus' dem Gestell a, Fig. 1 bis 5, den zwei Fadenführern c und d, welche sich beide um eine in α befestigte Schraube e drehen, c dient dem Faden 1, d dem Faden 2 zur Führung. Die Ausmündungsstellen der Fäden liegen bei c und d in gleicher Höhe; damit nun beim gegenseitigen horizontalen" Wechsel d über c weggleiten kann, ist d im Scharnier άλ beweglich. Die Schraubenfedern C2 d2 , welche einerseits an c und d, andererseits an dem Gestell α befestigt sind, ziehen c in die Endstellung vor die Nadeln, d jedoch in die Endstellung über die Nadeln. In dieser Lage stofsen die über ihren Drehpunkt e hinaus verlängerten Fadenführer zusammen; sobald jedoch ein auf Achse g befestigter, als Keil ausgebildeter Hebel / zwischen diese verlängerten Führerenden geschoben wird, wechseln c und d ihre Stellung so lange (Fig. 5), bis f wieder zurückgezogen wird.
Der Hebel f sitzt fest auf Achse g, welche im Gestell α drehbar gelagert ist und an ihrem hinteren, der Rundstuhlachse B zugewendeten Ende, einen Schaltflügel g1 trägt.
Auf diesen Schaltflügel gx wirken zwei im Körper ax, Fig. 1 und 6, angebrachte Schieber i und Z1 derart, dafs, wenn i hochgehoben wird, sich Hebel / von c und d entfernt (Fig. 2 und 9), und, wenn Z1 gehoben wird, / zwischen c und d zu stehen kommt (Fig. 4 und 5).
Am unteren Ende des Gestelles α ist ferner ein Winkel Ar2 angebracht, in welchem eine
Achse ο befestigt ist. Auf dieser Achse ο dreht sich ein Arm k, an dessen Stirnfläche das eine Scheerenblatt u befestigt ist, während das andere Scheerenblatt M1 auf einer Achse festsitzt, welche im Arm k drehbar gelagert ist. Bewegt wird Achse r und Scheerenblatt M1 durch eine kleine, ebenfalls auf r festsitzende Kurbel U2, welche mit dem Kurbelstift U3 versehen ist.
Bei der Abwärtsbewegung des Armes k gleitet dieser Kurbelstift U3 hinter einer am Winkel Ar2 festgeschraubten Plattfeder p, Fig. 7, nach unten, bis ρ über U3 zurückfedern kann. Durch dieses Zurückgehen von ρ gleitet U3 bei der Aufwärtsbewegung von k auf der Vorderseite von p, Fig. 8, und öffnet, durch den schräg gebogenen Obertheil von ρ gezwungen, die Scheere. Sobald der Arm k in seiner höchsten Stellung angekommen ist, hat auch U3 die Feder ρ verlassen und wurde durch eine in M2 angehängte (nicht gezeichnete) Schraubenfeder nach hinten gegen die Nadeln des Rundstuhles gezogen, was gleichbedeutend ist mit dem Schliefsen der Scheere.
Da nun aber die Scheere den Faden nicht nur abschneiden, sondern auch festhalten soll, so ist am Arm k zugleich mit dem Scheerenblatt u auch eine Zangenhülse ν festgeschraubt, und auf der Achse r ist aüfser der Scheerenhälfte M1 auch noch der Zangentheil V1 befestigt, so dafs sich zugleich mit der Scheere auch diese Zange ν V1 zum Erfassen und Festhalten des Fadens öffnet und schliefst.
Die Aufwärtsbewegung des Armes k wird durch eine hier nicht gezeichnete Schraubenfeder bewirkt, während das Abwärtsdrücken von k folgendermafsen geschieht:
Auf den Druckplatten n, mit welchen die Nadeln χ im Rundstuhl befestigt sind, ist ein Stahlbolzen M1 angebracht, welcher bei der Drehung des Rundstuhles unter dem Arm m4 und m3 hindurchgehl und denselben hochhebt (Fig. 2). Dieser Arm m3 sitzt fest auf der Achse m, welche im Gestell α gelagert ist, ebenso sitzt der Daumen In1 fest auf Achse m; dadurch wird die Bewegung des Armes mi ni3, welche durch Ti1 verursacht wurde, auf mx übertragen. W2j drückt Hebel m2 und wz2 den Schieber / nach unten. / sitzt auf dem Daumen Ar1, welcher an k angebracht ist, auf, wodurch die Abwärtsbewegung von / auch auf k übertragen wird, d. h. wenn der Arm m4 durch Ti1 gehoben wird, so bewirkt dies die Abwärtsbewegung der Scheere.
Da nun aber M1 den Arm mi nach dem Hochheben rasch wieder verläfst, so würde auch k mit seiner Scheere sofort wieder in die Höhe schnellen. Dies wird verhindert, indem sich zwei Stellhebel w und Wx , Fig. 2 und 4, abwechselnd unter einen im Arm 3 befestigten Stellstift s schieben, w und W1 sind an den Ansätzen a2 des Körpers αλ drehbar befestigt, werden durch kleine Schraubenfederchen gegen den Stellstift s gezogen und durch die ebenfalls an Ci1 drehbar befestigten doppelarmigen Hebel q und qx von s entfernt.
Der Doppelhebel q1, Fig. 6, steht mittelst eines Stiftes \ in Verbindung mit einem in ax gelagerten Schieber i1? ebenso ist q durch einen solchen Stift mit Schieber t in Verbindung gebracht, aufserdem sind q und qx unter sich durch den Doppelhebel q.2, Fig. 1, 5 und 6, derart verbunden, dafs, wenn t hochgehoben wird und durch \ Hebel q mit sich nimmt, diese Bewegung durch q2 in entgegengesetzter Richtung auf qx bezw. tx übertragen wird, d.h. eine Aufwärtsbewegung des Schiebers ί bewirkt einen Niedergang von tx, und umgekehrt.
Wie schon oben erwähnt wurde, beeinflussen q und qx auch die Stellhebel w und W1, indem q bei seinem Aufwärtsgehen an einen Stift des Hebels w stöfst und auf diese Weise w von s entfernt; dasselbe gilt von qx und W1.
In Fig. 2 z. B. hat sich W1 unter s eingestellt, und w ist durch den Hebel q von s entfernt worden; sobald nunmehr Schieber tx sich aufwärts zu bewegen beginnt (Fig. 4), drückt qx den Stellhebel W1 unter s weg, Arm m3 senkt sich, d. h. die Scheere schnellt empor und schneidet den von d dargereichten Faden 2 ab. Inzwischen wurde tx vollends hochgehoben, was zur Folge hatte, dafs w sich gegen s hinbewegt, um an Stelle von W1 unter s sich einzustellen, sobald K1 den Arm W4 hochgehoben hat. Derselbe Vorgang spielt sich ab, wenn Schieber t gehoben wird und infolge dessen Wx sich unter s einstellt.
Das abwechselnde Hochheben der in ax gelagerten vier Schieber i t und ix tx wird durch einen sogenannten Wechsel h bewirkt, welcher auf den Druckplatten κ scharnierartig angebracht ist und durch eine der bekannten Musterketten entweder nach aufsen gegen die Nadeln oder nach innen gegen die Maschinenstange B hin umgelegt wird.
Im ersten Fall hebt h zuerst den Schieber i, dann Schieber t, im zweiten Fall, wenn h nach innen gelegt wurde, wird erst Schieber Z1, sodann tx gehoben.
Es bleibt also der Wechsel h während so vieler Maschinenumgänge in seiner jeweiligen Stellung, als der zur Zeit arbeitende Faden Maschenreihen geben soll.
In Fig. 2 sind einige Platinen y gezejchnet, wie sie den vom Führer d vorgeha Itenen Faden 2 als neue Maschenschleifen zwischen die Nadeln drücken.
(Die Bewegung und Führung der Platinen und das Abpressen und Abschlagen der neuen Maschen wird ganz genau wie bisher mit Mailleusen, Prefsrad und Abschlag bewerkstelligt.)
Der zweite Fadenführer c hat seinen Faden ι vor die Nadeln gehalten und die Scheere hat ihn hier abgeschnitten und nach unten gezogen; die Stellung, in welcher der Apparat hier gezeichnet', ist dadurch hervorgerufen, dafs Wechsel h von der Musterkette nach aufsen gegen die Nadeln gelegt wurde und deshalb Schieber i und t gehoben worden sind. Wenn jetzt behufs erneuten Wechselns die Musterkette den Wechsel h nach innen legt, so hebt derselbe in erster Linie den Schieber Z1, dadurch wird f zwischen c und d geschoben, weshalb dieselben nunmehr ihre Stellung von Fig. 4 und 5 einnehmen.
Führer c hat seinen Faden 1 hierbei in die Nadeln χ gestreift, welche denselben zu den Platinen y ziehen und verarbeiten.
Führer d hat seinen Faden 2 vor die Nadeln hinausgeschoben, gleich darauf hebt h den Schieber tx , welcher den Stellhebel Wx unter s wegdrückt, wodurch die Scheere aufwärts schnellt, den von d dargebotenen Faden 2 abschneidet und unter die Nadeln zieht, sobald K1 Arm m4 hochhebt.
In Fig. 4 ist deutlich sichtbar, wie Schieber ίλ durch sein Hochgehen den Stellhebel ινλ von s weggedrängt hat und wie iv durch das gleichzeitige Niedergehen von Schieber t sich dem Stellstift s genähert hat; es wird, sobald H1 s gehoben hat, w sich unter s einstellen und die Scheere so lange am Schneiden verhindern, bis die Musterkette wieder einen erneuten Wechsel hervorruft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein französischer Rundwirkstuhl, welcher mit zwei horizontal über den Nadeln vor- und zurückschwingenden Fadenführern in eine'm System Ringelwaare in der Weise arbeitet, dafs eine vor der Nadelreihe auf- und abschwingende Scheere den ausgerückten Faden zerschneidet, sein Ende festhält und dasselbe unter die Nadelreihe hinabzieht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT59854D Französischer Rundwirkstuhl mit Ringelapparat Expired - Lifetime DE59854C (de)

Publications (1)

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ID=334032

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