DE597455C - Zeitrelais mit thermischem Verzoegerungsglied - Google Patents
Zeitrelais mit thermischem VerzoegerungsgliedInfo
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- DE597455C DE597455C DEA64710D DEA0064710D DE597455C DE 597455 C DE597455 C DE 597455C DE A64710 D DEA64710 D DE A64710D DE A0064710 D DEA0064710 D DE A0064710D DE 597455 C DE597455 C DE 597455C
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- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
Bibliotheek
Bur. Ir-d. Cigendom
19 JUN. 1934
AUSGEGEBEN AM
25. MAI 1934
25. MAI 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 597455 KLASSE 21 c GRUPPE
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*) Zeitrelais mit thermischem Verzögerungsglied
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1932 ab
Es sind Zeitrelais mit thermischem Verzögerungsglied bekannt, bei denen durch aufgespeicherte
Wärme bewegte Heizkörper zur Betätigung von "Kontakten benutzt werden. Bekannte Ausführungen dieser Art haben den
Nachteil, daß sie eine relativ lange Zeit benötigen, bis der aufgespeicherte Wärmevorrat
so weit wieder abgeleitet ist, daß das Relais für ein_neues Ansprechen arbeitsbereit
ist. Um diese Nachteile zu beseitigen, hat man bereits die Auslösung von mehreren
periodisch aufeinanderfolgenden Beheizungen und Abkühlungen abhängig gemacht. Das
thermische VerzögerungsgEed versetzt dann durch seine periodischen Bewegungen ein
Klinkenrad in Drehung. Dadurch wird die aufgespeicherte Wärmemenge für jede· Arbeitsperiode
sehr gering, so daß. selbst bei langen Verzögerungszeiten das Relais rasch
wieder seine Arbeitsbereitschaft erhält. Namentlich· für Relais, bei denen keine allzu
hohe Genauigkeit gefordert wird, sind derartige Einrichtungen bekannt.
Werden nun derartige Relais mit einer Rückzugfeder ausgerüstet, dann besteht die
Gefahr, daß während der rückwärtigen Bewegung des thermische^ Verzögerungsgliedes
auch das Klinkenrad wieder durch die Rückzugfeder in seine ursprüngliche Lage zurück gezogen
wird. Um dies zu vermeiden, schlägt die Erfindung vor, auf das Klinkenrad eine
den Rücklauf verhindernde Sperrklinke einwirken zu lassen, welche in Abhängigkeit von
derselben Spannung "wie das thermische Betätigungsglied beheizt wird und deren Heiz-Stromkreis
mit der Betätigung der Zeitrelaiskontakte unterbrochen wird.
In der Abbildung ist das thermisch, beheizte Glied mit 1 bezeichnet, auf das eine Heizwicklung
6 einwirkt. Diese liegt an dem Steuerstromkreis 7 und. 8, der durch das Ansprechen
irgendeines Betätigungsrelais, wie z. B. eines Überstromrelais, an Spannung gelegt
wird. Der Bimetallstreifen 6 ist an seinem einen Ende am Relaisgehäuse befestigt,
an seinem anderen als Klinke 10 ausgebildet, die in ein als Addierwerk wirkendes
Klinkenrad 2 eingreift. Die Steuerleitung der Wicklung 6 ist über Kontakte 4 und 5 gelegt,
welche nach erfolgter Ausbiegung des Bimetallstreifens geöffnet und mit seiner Abkühlung
wieder geschlossen werden. .^ Mit dem Klinkenrad 2 steht eine weitere aus einem
Bimetallstreifen 3 bestehende Klinke in Verbindung, welche in erwärmtem Zustand den
Rücklauf des Klinkenrades 2 unter dem, Einfluß der Feder 11 verhindert. Mit dem Klinkenrad
2 ist ein Kontakt 12 verbunden, . der von einem Anschlag 13 aus auf den Kontakt
14 zu bewegt wird und damit den Arbeits-Stromkreis 15 und 16 des Zeitrelais schließt.
Gleichzeitig werden durch das Schließen der
*) Von dem Patentsudwr ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Siegfried Scherer in Berlin.
Claims (2)
- Kontakte 12 und 14 die Kontakte 17 und 18 getrennt und dadurch, der Heizstromkreis 19, 20 der Sperrklinke 3 unterbrochen.Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende: Durch das Ansprechen des Steuerrelais beim Auftreten eines Fehlers oder einer sonstigen Ursache, von deren Eintritt an nach einem bestimmten" Zeitablauf irgendein Schaltvorgang ausgelöst werden soll, werden die Leitungen 7 und 8 an Spannung gelegt und - damit die Bimetallstreifen 1 und 3 geheizt.Der BimetaHstreifen 1 hebt sich nach oben und bringt damit das Klinkenrad 2 über die Klinke 10 um einen Zahn weiter. Gleichzeitig werden die Kontakte 4 und 5 und damit der Stromkreis der Heizwicklung 6 unterbrochen. Damit der Wärmeübergang von der Wicklung 6 auf den Bimetallstreifen 1 noch nach dem Trennen der Kontakte 4 und 5 erfolgt, sind Mittel vorgesehen, welche den Wärmeübergang verzögern, z. B. Glimmerzwischenlagen zwischen dem Bimetallstreifen 1 und der Wicklung 6. Beim Öffnen der Kontakte 4 und s hört dann das Überströmen von Wärme auf den Bimetallstreifen noch nicht auf, und er kann um so sicherer das Sperrad betätigen.Gleichzeitig mit dem Bimetallstreifen 1 wirdauch der Bimetallstreif en 3 geheizt, so daß er sich aus seiner gestrichelten Lage in die voll ausgezeichnete Stellung bewegt, in der er federnd an dem Sperrad anliegt und dessen Rückwärtslauf verhindert. Die Zeitkonstante des Bimetallstreifens 3 wird zweckmäßig wesentlich kleiner gewählt als die des Streifens ι, damit bereits dessen erster Schalthub ausgenutzt werden kann.Nach einer bestimmten Zahl von Arbeitsspielen des Bimetallstreifens 1 trifft der Kontakt 12 auf den Kontakt 14 und schließt dadurch den Arbeitsstromkreis 15, 16, der die Betätigung eines Signais oder die Auslösung von Schaltvorgängen herbeiführt. Durch die Unterbrechung der Ruhekontakte 17, 18 wird der Heizstrom der Klinke 3 unterbrochen. Sobald diese so weit abgekühlt ist, daß sie das Sperrad freigibt und sobald die Klinke 10 sich in ihre Ausgangslage zurückbewegt hat, kann die Feder 11 das Klinkenrad 2 in seine Ausgangsstellung zurückbewegen. Die Klinke 10 muß also das Klinkenrad 2 nach jedem Arbeitshüb vollständig freigeben. Bleibt das Steuerrelais noch weiter in seiner Betätigungsstellung, dann beginnt das Zeitrelais sofort ohne äußeren Eingriff von neuem zu arbeiten.Um die Genauigkeit des Relais zu erhöhen, ist es vorteilhaft, die Temperaturen im Bimetall hoch über die Zimmertemperatur zu legen und Maßnahmen zur Konstanthaltung der Steuerspannung zu treffen.Ein sicheres Arbeiten der Kontakte wird durch die Verwendung von Quecksilberkontakten oder in Vakuum angeordneten Unterbrechungsstellen erreicht. ' Weiterhin können parallel geschaltete Kondensatoren 9 vorgesehen werden. Werden mehrere Kontakte vorgesehen, welche nach einer verschieden großen Anzahl von periodischen Bewegungen des thermischen Gliedes betätigt werden, dann wird die Zurückstellung des Klinkenrades 2 erst nach der letzten Kontaktgabe durch Unterbrechung des Stromkreises der Sperrklinke 3 bewirkt.An Stelle eines stabförmig ausgebildeten Bimetallstreifens für das thermische Betätigungsglied kann auch ein spiralig gewundener, koaxial zum Sperrad 2 angeordneter Bimetallstreifen ι vorgesehen werden, bei dem die Heizung mittels eines zentral angeordneten Widerstandskörpers erfolgt.80 Pa τ ε ν ϊ λ ν s i*k ii c η κ:ι. Zeitrelais mit thermischem Verzögerungsglied, das periodisch ein Klinkenrad in Drehung versetzt, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Klinkenrad (2) eine den Rücklauf verhindernde Sperrklinke (3) einwirkt, welche in Abhängigkeit von derselben Spannung wie die thermisch gesteuerte Fortschaltklinke (10) beheizt wird und deren Heizstromkreis mit der Betätigung der Zeitrelaiskontakte (12, 14) unterbrochen wird.
- 2. Zeitrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitkonstajitc der Sperrklinke (3) kiemer als die der thermischen Fortschaltklinke (10) ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA64710D DE597455C (de) | 1932-01-12 | 1932-01-12 | Zeitrelais mit thermischem Verzoegerungsglied |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA64710D DE597455C (de) | 1932-01-12 | 1932-01-12 | Zeitrelais mit thermischem Verzoegerungsglied |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE597455C true DE597455C (de) | 1934-05-25 |
Family
ID=6943575
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA64710D Expired DE597455C (de) | 1932-01-12 | 1932-01-12 | Zeitrelais mit thermischem Verzoegerungsglied |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE597455C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1029747B (de) * | 1955-01-21 | 1958-05-08 | Hanning Robert | Sicherheitseinrichtung an rotierenden Maschinen, wie Zentrifugen |
| US3143616A (en) * | 1960-02-12 | 1964-08-04 | Seemark Switches Ltd | Spring-driven time-delayed switch-operating device |
| DE1288180B (de) * | 1961-01-17 | 1969-01-30 | U S Servicator Corp | Durch einen heizbaren Bimetallstreifen betaetigbares Schrittschaltwerk |
-
1932
- 1932-01-12 DE DEA64710D patent/DE597455C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1029747B (de) * | 1955-01-21 | 1958-05-08 | Hanning Robert | Sicherheitseinrichtung an rotierenden Maschinen, wie Zentrifugen |
| US3143616A (en) * | 1960-02-12 | 1964-08-04 | Seemark Switches Ltd | Spring-driven time-delayed switch-operating device |
| DE1288180B (de) * | 1961-01-17 | 1969-01-30 | U S Servicator Corp | Durch einen heizbaren Bimetallstreifen betaetigbares Schrittschaltwerk |
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