DE597307C - Selbstschalter mit Freiausloesung - Google Patents
Selbstschalter mit FreiausloesungInfo
- Publication number
- DE597307C DE597307C DE1930597307D DE597307DD DE597307C DE 597307 C DE597307 C DE 597307C DE 1930597307 D DE1930597307 D DE 1930597307D DE 597307D D DE597307D D DE 597307DD DE 597307 C DE597307 C DE 597307C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- component
- locking system
- circuit breaker
- breaker according
- drive system
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 description 1
- 239000011810 insulating material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/50—Manual reset mechanisms which may be also used for manual release
- H01H71/56—Manual reset mechanisms which may be also used for manual release actuated by rotatable knob or wheel
Landscapes
- Breakers (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. MAI 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE 68 oi
2JC Sch 22.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1930 ab
Nur Selbstschalter mit Freiauslösung vermögen höhere Ansprüche zu befriedigen. Allein
der weitesten Verbreitung dieser Schalter stand bisher ihr hoher Preis entgegen. Die Erfindung
löst die Aufgabe der Schaffung eines Selbstschalters mit Freiauslösung von außerordentlich
großer Einfachheit. Ihr Wesen wird darin, erblickt, daß ein und derselbe mittels eines
Antriebssystems bewegliche Bauteil sowohl das «o gesamte Sperrsystem trägt als auch die beweglichen Schaltstücke steuert.
Die Abbildungen stellen ein Ausführungs-•beispiel
der Erfindung und einige Einzelheiten schematisch dar.
Fig. ι gibt das Ausführungsbeispiel in Einschaltstellung,
Fig. 2 in Ausschaltstellung mit noch unverschobenem und
Fig. 3 mit verschobenem Antriebssystem im Grundriß wieder.
Fig. 4 veranschaulicht einen Schnitt nach A-A der Fig. 1.
Fig. 5 zeigt eine Möglichkeit, die beweglichen Schaltstücke zu steuern und
Fig. 6 eine etwas abweichende Ausführungsform des Antriebssystems.
Fig. 6 eine etwas abweichende Ausführungsform des Antriebssystems.
Gemäß den Fig. 1 und 4 trägt der Bauteil 1,
der zweckmäßig aus Isoliermaterial besteht, das gesamte Sperrsystem. Das Sperrsystem besteht
aus einem Doppelkniehebel mit den Doppellaschen 2, 3, 4. Die Laschen 2 und 4 sind in den
Punkten 5 und 6 an dem Bauteil 1 angelenkt. Die Lasche 2 ist mit der Lasche 3 durch das
Gelenk 7 und die Lasche 3 mit der Lasche 4 durch das Gelenk 8 verbunden. Der Doppelkniehebel
ist kurz vor der Strecklage von zwei seiner Laschen, nämlich der Laschen 2 und 3,
verklinkt. Zwecks Verklinkung des Doppelkniehebels weist die Lasche 3 einen Ansatz 3"
auf, der den Stift 3* trägt. Dieser Stift ruht in der Einkerbung ga des Auslösegliedes 9, das
durch einen Winkelhebel gebildet wird, der entgegen der Kraft der kleinen Feder 10 um die
Achse 11 drehbar ist. Der Bauteil 1 steuert die
beweglichen Schaltstücke. Die Ausführung des Schalters fällt am einfachsten aus, wenn man
den Bauteil 1 als Poltraverse benutzt, d. h. entweder die beweglichen Schaltstücke aller Pole
an ihm befestigt oder sie unmittelbar durch ihn betätigt. Die zuletzt genannte Ausführungsmöglichkeit
ist in Fig. 5 schematisch dargestellt. Bewegt sich der Bauteil 1 im Sinne des Pfeiles S,
so drückt er die Blattfedern 12 mit den an ihnen befestigten beweglichen Schaltstücken 13
gegen die ortsfesten Schaltstücke 14. (Da Fig. 5 ein Seitenriß ist, decken sich in ihm die
Blattfedern 12 sowie die Schaltstücke 13 und 14
aller Pole.) Wird der Bauteil 1 in der Richtung des Pfeiles T bewegt, so können sich die beweglichen
Schaltstücke 13 von den ortsfesten Schaltstücken 14 infolge der den Federn 12 innewohnenden
Kräfte abheben.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Ernst Besag in Baden-Baden.
597
Der Bauteil ι kann grundsätzlich sowohl durch das Antriebssystem gedreht als auch parallel zu
sich selbst verschoben werden. Das Vorsehen einer Geradeführung für den Bauteil ι ist jedoch
zweckmäßiger. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Bauteil ι durch die
Leisten 15 gerade geführt. Das Antriebssystem für den Bauteil 1 weist eine schiefe Ebene 16,
durch deren Bewegung er verschoben wird, und eine Rast i6a auf, die ihn in der Einschaltstellung
festhält. Bei dem in den Abbildungen wiedergegebenen Ausführungsbeispiel handelt
es sich um einen Schalter mit Drehbetätigung. In diesem Fall wird die schiefe Ebene durch
eine Schraubenfläche gebildet. Auf der schiefen Ebene 16 gleitet die Rolle 17, die um den
Gelenkzapfen 8 drehbar ist.
Auf den Bauteil 1 wirkt stets eine Kraft, vorzugsweise
die einer Feder, die bestrebt ist, diesen Bauteil im Sinne des Pfeiles T zu verschieben,
wodurch sich die beweglichen Schaltstücke 13 von den ortsfesten Schaltstücken 14 entfernen
würden. Solange der Stift 3* aber in der Kerbe 90
liegt, kann sich der Bauteil 1 nicht verschieben. Tritt ein Überstrom unzulässiger Stärke auf, so
wird der Winkelhebel 9 durch einen ortsfest angeordneten, der größeren Übersichtlichkeit wegen nicht eingezeichneten Auslöser, etwa durch
einen Bimetallstreifen oder einen Elektromagneten, im Gegensinn des Uhrzeigers gedreht.
Nunmehr vermag die im Sinne des Pfeiles T auf den Bauteil 1 wirkende Kraft
diesen zu verschieben. Hierbei drehen sich die Laschen 2, 3 und 4 vorerst in die in Fig. 2
eingezeichnete Lage.
Erfindungsgemäß soll der Bauteil 1 bei selbsttätiger
Ausschaltung auf das Antriebssystem eine Kraft solcher Richtung ausüben, daß sich
das Betätigungsorgan in seine Ausschaltstellung bewegt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel rührt diese Kraft von der Schraubenfeder
18 her, die auf den Bolzen 7 geschoben ist und deren Enden sich gegen die Laschen 2
und 3 legen. Infolge der Kraft dieser. Feder dreht die Rolle 17 den Handgriff 19 in seine
Ausschaltstellung, so daß man von außen erkennen kann, daß der Stromkreis des Schalters
unterbrochen ist. Die Lage, welche sämtliche Teile des Schalters einnehmen, wenn sein Betätigungsgriff
19 sich in der Ausschaltstellung befindet, geht aus Fig. 3 hervor.
Die Feder 18 hat bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung noch eine zweite Bedeutung. Sie dient nämlich noch dazu, um beim selbsttätigen Ausschalten die Wiederverklinkungdes
Sperrsystems herbeizuführen. Wenn das Antriebssystem der Kraft der Feder 18 ausweicht,
führt diese das Sperrsystem wieder in seine verklinkte SteEung zurück. Um die Wiederverklinkung des Sperrsystems
bei selbsttätiger Ausschaltung zu erreichen, kann man auch in an sich bekannter Weise die
Ausschaltbewegung des Antriebssystems benutzen, die, wie oben angegeben wurde, auch
in diesem FaE dadurch herbeigeführt wird, daß vom Bauteil 1 ausgehend auf das Antriebssystem
eine im Ausschaltsinne wirkende Kraft bzw. Kraftkomponente übertragen wird.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, erfolgt die selbsttätige Ausschaltung auch dann, wenn der
Handgriff 19 in der Einschaltstellung durch irgendeine äußere Kraft festgehalten wird, etwa
dadurch, daß ihn die bedienende Person zufällig in der Hand hält. Wird der Handgriff aber
freigegeben, so bewegt er sich in die Ausschaltstellung gemäß Fig. 3. Nunmehr ist der Schalter
wieder einschaltbereit. Seine Einschaltung von Hand aus erfolgt durch die Kraftkomponente,
welche die Schraubenfläche 16 auf den Bauteil 1
überträgt. In der Einschaltstelkmg ruht die Rolle 17 des Sperrsystems auf der Rast i6a.
Bei Ausschalten von Hand aus wird der Bauteil ι einschließlich der von ihm getragenen Teile
im Sinne des Pfeiles T bewegt, da er hierbei durch das Antriebssystem freigegeben wird.
Das Antriebssystem gemäß Fig. 6 weist die parallel zu sich selbst verschiebbare schiefe
Ebene 16 mit der Rastfläche i6a auf. Wird die
schiefe Ebene 16 nach abwärts bewegt, so verschiebt sich die Rolle 17 des Bauteils 1 von rechts
nach links, bis sie auf der Rastfläche i6a aufliegt.
In dieser Lage ist der Schalter wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 eingeschaltet.
Claims (10)
1. Selbstschalter, bei dem die Lage eines
die beweglichen Schaltstücke steuernden-Bauteils einerseits von der Stellung eines
Freiauslösung ermöglichenden Sperrsystems und andererseits von der Stellung eines zusätzlichen,
ihn bewegenden Antriebssystems abhängt, dadurch gekennzeichnet, daß der
die beweglichen Schaltstücke steuernde Bauteil das gesamte Sperrsystem trägt, so daß
sowohl das Anfangs- als auch das Endglied des Sperrsystems an ihm gelagert ist.
2. Selbstschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bauteil (1)
entweder die beweglichen Schaltstücke (13) aller Pole trägt oder sie unmittelbar betätigt.
3. Selbstschalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bauteil (1) in einer Geradeführung verschiebbar ist.
4. Selbstschalter nach Anspruch 1, 2 oder
3, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebssystem eine schiefe Ebene (16), durch
deren Bewegung der Bauteil (1) verschoben wird, und eine Rast (i6a) aufweist, die den
Bauteil (1) in der Einschaltstellung festhält.
5. Selbstschalter nach Anspruch 4 mit
Wl
Drehbetätigung, dadurch gekennzeichnet, daß die schiefe Ebene (16) durch eine
Schraubenfläche gebildet wird.
6. Selbstschalter nach Anspruch ι oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bauteil (1)
bei selbsttätiger Ausschaltung auf das Antriebssystem eine Kraft solcher Richtung
ausübt, daß sie dessen Betätigungsorgan (19) in seine Äusschaltstellung bewegt.
7. Selbstschalter nach Anspruch 1, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
schiefen Ebene (16) eine Rolle (17) des Sperrsystems gleitet.
8. Selbstschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrsystem
aus einem Doppelkniehebel (2, 3, 4) besteht, der kurz vor der Strecklage von zwei seiner
Laschen (2, 3) verklinkt ist.
9. Selbstschalter nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebssystem
bei selbsttätiger Ausschaltung durch seine Ausschaltbewegung die Wiederverklinkung
des Sperrsystems in an sich bekannter Weise herbeiführt.
10. Selbstschalter nach Anspruch 1 und 6,
gekennzeichnet durch eine Feder (18), die beim selbsttätigen Ausschalten die Wiederverklinkung
des Sperrsystems herbeiführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE597307T | 1930-01-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE597307C true DE597307C (de) | 1934-05-22 |
Family
ID=6574008
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930597307D Expired DE597307C (de) | 1930-01-15 | 1930-01-15 | Selbstschalter mit Freiausloesung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE597307C (de) |
-
1930
- 1930-01-15 DE DE1930597307D patent/DE597307C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE741351C (de) | UEberstromschalter | |
| DE1043478B (de) | Selbstschalter, insbesondere Installationsselbstschalter | |
| DE597307C (de) | Selbstschalter mit Freiausloesung | |
| DE537706C (de) | Kniehebel-Installations-UEberstromschalter mit elektromagnetischer und thermischer Ausloesung | |
| DE605139C (de) | Einrichtung zur Kompensation des Einflusses der Raumtemperatur auf einen strombeheizten Waermeausloeser, namentlich Bimetallausloeser von Selbstschaltern, und zur Einstellung des Ausloeseweges des Ausloesers | |
| DE918578C (de) | Selbstschalter mit UEberstromausloesung | |
| DE967500C (de) | Federkraftspeicher mit zwanglaeufiger Verklinkung fuer Schaltschloesser von Schaltgeraeten, insbesondere Motorschutzschaltern u. dgl. | |
| DE1096468B (de) | Leistungsschalter mit geradlinig verstellbarem Brueckenkontakt | |
| DE838920C (de) | Selbstschalter mit Kipphebelbetaetigung | |
| DE858712C (de) | Motorschutzschalter mit Schnellausloesung | |
| DE662458C (de) | Elektrischer Umschalter, dessen Schaltglied eine Ausschaltstellung und zwei Einschaltstellungen hat | |
| DE556665C (de) | Nullspannungsausloeser fuer einen Selbstausschalter | |
| DE651422C (de) | Antriebsvorrichtung fuer elektrische Schalter | |
| DE683214C (de) | Installationsselbstschalter | |
| DE898030C (de) | UEberstromwaermezeitrelais | |
| DE839672C (de) | UEberstromschalter mit Selbstausloesung und Handabschaltung | |
| DE468176C (de) | Elektrischer Stromunterbrecher mit einem durch einen Handhebel gesteuerten, unter der Wirkung einer Ausschaltfeder stehenden Kontaktschlitten | |
| DE722817C (de) | Installations-Selbstschalter | |
| DE1463086C3 (de) | Thermisches Überstrom- und Phasenausfall-Schutzrelais | |
| DE504766C (de) | Vorrichtung zum mehrmaligen Wiedereinschalten eines Schalters | |
| DE703630C (de) | UEberstrom-Selbstschalter mit Kippschaltgriff | |
| DE745006C (de) | Klinkenloses Kniehebelschaltwerk fuer Kleinselbstschalter | |
| AT143937B (de) | Vorrichtung zur Momenteinschaltung von elektrischen Selbstschaltern. | |
| DE941984C (de) | Freiausloesung fuer UEberstromselbstschalter | |
| DE653211C (de) | Elektromagnetisch und thermisch gesteuerter mehrpoliger Sockelselbstschalter |