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DE596117C - Schaltungsanordnung fuer Verstaerkereinrichtungen mit Elektronenroehren - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Verstaerkereinrichtungen mit Elektronenroehren

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Publication number
DE596117C
DE596117C DEA52274D DEA0052274D DE596117C DE 596117 C DE596117 C DE 596117C DE A52274 D DEA52274 D DE A52274D DE A0052274 D DEA0052274 D DE A0052274D DE 596117 C DE596117 C DE 596117C
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DE
Germany
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tubes
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tube
pull
group
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Expired
Application number
DEA52274D
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English (en)
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FRANZ AIGNER DR
Original Assignee
FRANZ AIGNER DR
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Publication date
Application filed by FRANZ AIGNER DR filed Critical FRANZ AIGNER DR
Application granted granted Critical
Publication of DE596117C publication Critical patent/DE596117C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F3/00Amplifiers with only discharge tubes or only semiconductor devices as amplifying elements
    • H03F3/46Reflex amplifiers
    • H03F3/48Reflex amplifiers with tubes only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Verstärkereinrichtungen mit Elektronenröhren Schaltungsanordnungen mit Elektronenröhren, bei denen eine mehrfache- Ausnutzung einzelner Röhren oder aller Röhren stattfinden kann, sind bekannt. Das in der Praxis fast allein verwendete Prinzip der Mehrfachausnutzung von Röhren ist das der sog. Reflexschaltungen, bei denen einige oder alle Röhren einer Schaltung mit zwei oder mehreren Frequenzen beschickt werden, die so weit auseinanderliegen, daß sie sich gegenseitig nicht stören.
  • Gelegentlich wurde jedoch auch noch eine zweite Art von Mehrfachausnutzung vorgeschlagen, die bisher auf der Ausnutzung der Sonderumstände eines bestimmten Falles beruhte. Sie besteht darin, die Röhren eines zusammenarbeitenden Röhrenpaares, z. B. eines in Gegentaktschaltung arbeitenden Paares, noch außerdem durch einen Gleichtaktschaltweg miteinander zu verbinden.
  • Die Erfindung hat ein Schaltungsprinzip für Verstärkereinrichtungen mit Elektronenröhren zum Gegenstand, dessen Anwendung die mehrfache Ausnutzung der innerhalb der einzelnen Stufen verwendeten Röhren ganz im allgemeinen möglich macht. Sie besteht in einer Schaltungsweise, bei welcher in jeder Stufe mindestens zwei Elektronenröhren zur Wirkung kommen, wobei jedoch von den in dieser Röhrengruppe verwendeten Elektronenröhren mindestens eine auch in einer in einer anderen Stufe zur Wirkung gebrachten Röhrengruppe benutzt wird.
  • Unter einer Gruppe ist hierbei ein innerhalb einer Verstärkerstufe tätiger Verband von Röhren verstanden, die nur gemeinsam zur Wirkung gelangen und die die Verstärkung in dieser Stufe durch diese ihre gemeinsame Wirkung herbeiführen. Jede Röhre wirkt hierbei bloß als Teil. Wird sie in gleicher Weise mit anderen Röhren gemeinsam innerhalb eines weiteren Verbandes für eine andere Verstärkungsstufe wirksam gemacht, so ist sie eben mehrfach, d. h. innerhalb verschiedener Verstärkungsstufen, ausgenutzt. Selbstverständlich bleibt daneben noch die Möglichkeit erhalten, den Röhren einzeln oder auch innerhalb des genannten Gruppenverbandes einander nicht störende Funktionen bekannter Art z. B. mit Hilfe von Reflexschaltungen zuzuweisen.
  • DieVerwirklichung der angegebenen Schaltungsweise erfolgt vorteilhaft in der Art, daß alle Röhrengruppen aus einer geraden Anzahl von Elektronenröhren bestehen, die durch Gegentaktschaltwege miteinander verbunden sind. Wie bereits erwähnt, kann jede Gruppe überdies neben der neuen Funktion auch nach dem Reflexprinzip gleichzeitig zur Verstärkung verschiedener Frequenzen dienen. Neben Röhrengruppen, die zwei Röhren in Gegentaktschaltung enthalten, können auch solche Röhrengruppen vorgesehen werden, bei denen j e zwei der erstgenannten Röhrengruppen dadurch zu einer neuen Gegentakt- oder Gleichtaktgruppe verbunden sind, daß zwischen die elektrischen Mittelpunkte der erstgenannten Gegentaktgruppen neue Gegentaktschaltwege oder Gleichtaktschaltwege eingeschaltet werden. Der elektrische Mittelpunkt eines Gegentaktschaltweges, der selbst zwischen die elektrischen Mittelpunkte von andere Elektronenröhren verbindenden Gegentaktschaltivegen eingeschaltet wurde, kann mit dem Anschlußpunkt aller Anoden, z. B. mit dem einen Pol der Anodenbatterie, oder aller Gitter oder aller Kathoden, z. B. mit dem gemeinsamen Pol aller Batterien, verbunden werden. Diese Verbindung kann gegebenenfalls selbst wieder einen weiteren Gleichtaktschaltw eg bilden, durch den alle vermittels der verschiedenen Schaltwege angeschlossenen Röhrengruppen zu einer weiteren Röhrengruppe, die unabhängig von den angeschlossenen Röhrengruppen ist, zusammengefaßt werden.
  • Als eine in den Ansprüchen nicht besonders angeführte, jedoch sich aus dem Vorstehenden bereits ergebende bloße Variation der dargelegten Grundsätze und Ausführungen sei noch erwähnt, daß die mehrfache Eingliederung ein und derselben Elektronenröhre in verschiedene Gruppen (Stufenverbände) auch durch Anordnung einer Mehrzahl von unabhängigen Schaltwegen zwischen denselben Röhren oder durch Verbindung jeder Röhre mit weiteren Elektronenröhren mittels mehrerer Schaltwege oder durch Verbindung von als Einheit wirksamen Gruppen (Stufenverbänden) mit anderen Gruppen (Stufenverbänden) oder anderen Elektronenröhren durch mehrere Schaltwege erzielbar ist.
  • Die nähere Erläuterung der Erfindung erfolgt mit Hilfe der schematischen Zeichnungen, in denen Abb. i das prinzipielle Schema eines Zweiröhrenverbandes, Abb.2 ein ausführliches Schaltungsschema für eine der Verwendungsarten dieses Zweiröhrenverbandes, Abb.3 das prinzipielle Schema eines Dreiröhrenv erbendes, Abb. q. das prinzipielle Schema eines Vierröhrenverbandes und Abb. 5 schließlich das Schaltungsschema für eine bestimmte Anwendung des Vierröhrenverbandes zeigt.
  • Da die Röhrengruppen nicht nur durch die Kombinationen verschiedener Elemente, sondern auch durch physikalisch unabhängige Kombination gebildet werden können, indem mehrere gleichartige Schaltwege, z. B. mehrere Gegentaktschaltwege, zwischen denselben körperlichen Elementen vorgesehen sind, so enthält der an Röhren ärmste und einfachste Verband zwei Röhren, die zwei physikalisch verschiedene Gruppen bilden müssen. Jede Röhre dieses Verbandes ist daher mit der anderen zumindest durch zwei Gegentaktschaltwege verbunden, und jeder der Gegentaktschaltwege ist daher ein Mittel, um die beiden Röhren zu einer Gruppe zusammenzufassen. In den schematischen Abbildungen sind die Röhren durch Kreise angedeutet, in welche eine Ziffer eingeschrieben ist, die die Ordnungszahl der Röhre bezeichnet. Die eingezeichneten Linien bedeuten Schaltwege. Da es genügend ist, in einem Röhrenverband entweder die Gitter- oder die Anodenkreise zu betrachten, wurde diese vereinfachte Darstellung gewählt, und die Kreise bedeuten daher entweder die Gitter oder die Anoden der Röhren. Der weiter dargestellte Doppelkreis, welcher mit dem Buchstaben a. bezeichnet ist, bedeutet denjenigen Punkt, an welchem entweder die Kathoden angeschlossen sind oder der positive Pol der Anodenstromquelle, an welchem alle Anoden der Röhren angeschlossen werden. Es ist auch eine zyklische Vertauschung der Elektroden möglich, so daß unter Umständen die bezifferten Kreise einerseits die Kathoden, andererseits die Gitter bedeuten können, wobei dann der Doppelkreis den gemeinsamen Punkt aller Anoden darstellen kann. Dies ist z. B. bei Schaltungen der Fall, die die Verwendung einer gemeinsamen Heizbatterie nicht erlauben. Es ist dabei selbstverständlich, den Erfindungsgedanken auch auf Elektronenröhren mit mehr als drei Elektroden, also z. B. auf Doppelgitterröhren, anzuwenden.
  • Der in Abb. i dargestellte Zweiröhrenv erbend besteht aus den Röhren i und ä und zeigt die beiden diese Röhren verbindenden gleichartigen unabhängigen Schaltwege, -welche aus den Linien i-c-z und i-d--9 bestehen. Es sind Gegentaktschaltwege, deren elektrische Mittelpunkte bei c und d liegen. Der Zweiröhrenverband besitzt demnach hinsichtlich dieser beiden Gegentaktschaltwege zwei physikalisch verschiedene Röhrengruppen, die durch das gleiche Röhrenpaar, d. h. dieselben körperlichen Elemente, dargestellt -werden. Die Tatsache, daß Gegentaktschaltungen stets elektrische Mittelpunkte aufweisen, gestattet nun eine Schaltivegv erbindung von c nach b und von d nach b und schließlich die Verbindung dieser beiden Wege von b aus mit a. Dadurch werden drei Gleichtaktschaltwege erzielt, indem zwischen c und b, zwischen b und d und zwischen a und b Gleichtaktschaltungen eingebaut werden können. Sämtliche Schaltstufen führen zu denselben zwei Röhren, und es sind somit zwei Gegentaktschaltstufen und drei Gleichtaktschaltstufen, also im ganzen fünf Schaltstufen, erzielbar. Ohne die gemäß der vorenden Erfindung durchgeführte Anordlieg nung würde man für die gleiche Schaltungsanordnung ohne Mehrfachausnutzung der Röhren zehn Röhren benötigen, so d'aß also jede Röhre des die Mindestzahl von Röhren und physikalisch verschiedenen Gruppen enthaltenden Zweiröhrenverbandes fünfmal ausgenutzt werden kann.
  • Der in der Zeichnung dargestellte Zweiröhrenverband kann beispielsweise für den Verstärkerteil eines Transponierungsempfängers in der Weise verwendet werden, daß man in einem der beiden Gegentaktschaltwege und in einem der beiden Gleichtaktschaltwege c, b oder b, d zunächst die Fernwelle zweimal verstärkt, dann in den anderen angeführten Gleichtaktschaltweg und zweiten Gegentaktschaltweg die Zwischenfrequenz zweimal verstärkt und schließlich in dem letzten. Gleichtaktschaltweg, dem das Wegstück a, b angehört, die Niederfrequenz einmal zur Verstärkung bringt. Jede der beiden Röhren führt auf diese Weise drei verschiedene Frequenzen und wird von zweien dieser Frequenzen doppelt ausgenutzt. Es ist somit ersichtlich., daß man mit dem Zweiröhrenverband eine Röhre, ,zum Durchgang mehrerer unter sich verschiedener Frequenzen und überdies zum mehrmaligen Durchgang ein und derselben Frequenz heranziehen kann.
  • Überdies gestattet der Zweiröhrenverband auch das Problem einer ausschließlich in Gegentaktschaltung arbeitenden Reflexschaltung zu lösen, wenn man die verfügbaren Gleichtaktschaltwege unbenutzt läßt.
  • Von den bekannten Schaltungsanordnungen unterscheidet sich der hier beschriebene Zweiröhrenverband dadurch, daß zwei Gegentaktschaltwege vorgesehen sind. Würde einer derselben weggelassen werden, so würde keine Mehrzahl von physikalisch verschiedenen Röhrengruppen mehr möglich sein, und der Röhrenverband würde seinen Charakter verlieren. Es würde in diesem ' Fall mit einem einzigen Röhrenpaar oder mit zwei einzelnen Röhren gearbeitet werden, die zur Verwirklichung der bisher bekanntgewordenen Röhrenschaltungen dienen können, wobei die für bestimmte Schaltungen erzielbare Röhrenersparnis innerhalb der eingangs angedeuteten Grenzen bleibt. Wohl aber können die gleichartigen Schaltwege eines Zweiröhrenverbandes, anstatt wie in Abb. r nebeneinanderzuliegen, auch ganz oder zum Teil zusammenfallen. Dieser Fall tritt dann ein, wenn etwa bloß der Gegentaktschaltweg 1-c-2 und der Gleichtaktschaltweg c-b-a übrigbleiben. Wird dann in einem oder auch in beiden Schaltwegen eine Reflexschaltung eingebaut, so erhält man einen Zweiröhrenverband, der im Minimum insgesamt drei physikalisch verschiedene Röhrengruppen enthält, die durch das gleiche Röhrenpaar, d. h. durch, dieselben körperlichen Elemente, dargestellt werden; der hinsichtlich Röhrenausnutzung am bescheidensten arbeitende Zweiröhrenverband besteht demnach aus einem Röhrenpaar, das dreimal als solches ausgenutzt wird, also drei physikalisch verschiedenen Röhrengruppen, wobei jede Gruppe die im Sinne des Röhrenverbandes geforderte Minimalzahl von zwei Röhren enthält. Von den bisher bekannten Schaltungen zweier Röhren im Gleich- und Gegentakt unterscheidet sich daher der beschriebene Zweiröhrenverband mit ganz oder zum Teil zusammenfallenden gleichartigen Schaltwegen dadurch, daß mindestens in einem der verschiedenartigen Schaltwege eine Reflexschaltung vorgesehen ist.
  • Abb. 2 zeigt eine schalttechnische Ausführungsform des früher für den Verstärkerteil eines Transponierungsempfängers angegebenen Zweiröhrenverbandbeispieles. Die Wechselspannung der Fernwelle wird bei dieser Schaltungsanordnung vermittels einer aperiodischen Antenne R und eines induktiv mit ihr gekoppelten, auf die Fernwelle abgestimmten Kreises M über den elektrischen Mittelpunkt c eines Kreises N und über die Übertragungskondensatoren K, K den Gittern G1 und G2 der Röhren in Gleichtaktschaltung zugeführt. Im Anodenkreis der beiden Röhren findet sich die verstärkte Fernwelle nunmehr in der Spule S1 wieder, zu der sie von den Anoden A1 und A2 über die Übertragungskondensatoren K", K" und über den elektrischen Mittelpunkt c' der Spule S2 gelangt und schließlich über den Übertragungskondensator K ihren Weg nach +A, also dem positiven Pol der Anodenbatterie, findet. Die Spule S1 dient dazu, die nunmehr einmal im Gleichtakt verstärkte Fernwelle induktiv mit dem auf sie abgestimmten Gegentaktgitterkreis N zu koppeln und sie so neuerdings, nunmehr aber im Gegentakt über die übertragungskondensatoren K', K' den beiden Gittern zuzuführen. Die im Gegentakt verstärkte Fernwelle arbeitet nunmehr auf die Anodenspule S2, in die sie über die Übertragungskondensatoren K", K" gelangt. Die Schwingung wirkt nun induktiv auf den auf die Fernwelle abgestimmten Gitterkreis 0 eines angedeuteten Transponierungseinganges T, in dessen Anodenkreis in bekannter Weise ein auf die durch den Transponierungseingang gewonnene Zwischenfrequenz abgestimmter Filter F mit seiner Primären PP eingeschaltet ist. Für die Zwischenfrequenz wiederholt sich nun das gleiche Spiel wie früher für die Fernwelle. Die Filtersekundäre SF arbeitet über den elektrischen Mittelpunkt d des Kreisen H und über die Fernwellendrosseln D', D' auf die beiden Gitter der Röhren zunächst im Gleichtakt. Der Verzweigungspunkt b gestattet der Zwischenfrequenz über den Kondensator K, und über die Gittervorspannbatterie B' an - B, also an den negativen Pol der Heizbatterie, zu gelangen. Der andere Weg über den Kreis IVl und N ist durch die Kondensatoren K', K' für sie gesperrt. Im Anodengleichtaktschaltweg beider Röhren erscheint die verstärkte Zwischenfrequenz nun in der Spule S3, in die sie über die Hochfrequenzdrosseln D", D" und über den elektrischen Mittelpunkt d' der Spule S4 gelangt. Spule S3 koppelt nunmehr die Zwischenfrequenz auf einen abgestimmten Zwischenfrequenzgegentaktkreis H, der neuerdings, nunmehr aber im Gegentakt die Zwischenfrequenzspannungen über die Hochfrequenzdrosseln D', D' den beiden Gittern zuführt. Die nunmehr im Gegentakt verstärkte Zwischenfrequenz wird mit Hilfe der Gegentaktspule S4 auf einen auf die Zwischenfrequenz abgestimmten Gitterkreis U eines angedeuteten Audions V übertragen, dessen Anodenkreis die Primäre Pw eines Niederfrequenztransformators W eingeschaltet hat. Seine Sekundäre Sw führt schließlich die im Audion erhaltene Niederfrequenz über den Punkt b, die Spule des Filtersekundärkreises SF, den Punkt d und über die Hochfrequenzdrosseln D', D' den beiden Gittern zur Verstärkung im Gleichtakt zu. Die verstärkte Niederfrequenz arbeitet auf die Primäre Pz eines Ausgangstransformators Z, an dessen Sekundäre SZ ein Lautsprecher L angeschlossen ist. In dieser Schaltung entspricht der Punkt -f- A dem in der schematischen Abb. i angeführten Punkt a.
  • Ein weiteres zurErläuterung derErfindung dienendes Beispiel ist der in Abb. 3 dargestellte Dreiröhrenverband. Dieser enthält drei Gegentaktschaltwege, nämlich den Schaltweg i-c-2 zwischen den Röhren i und 2, den Schaltweg i-d-3 zwischen den Röhren i und 3 und den Schaltweg 2-e-3 zwischen den Röhren :2 und 3. Es sind ferner noch vier Gleichtaktschaltwege verfügbar, nämlich die drei Wege b-c, b-d und b-e und der vier lte Gleichtaktschaltiveg über b-a, welcher mit allen Röhren gleichzeitig arbeitet. Der einfachste Dreiröhrenverband ergibt demnach sieben verfügbare Schaltwege.
  • Die technische Auswertung dieser Schaltungsanordnung eines Dreiröhrenverbandes für Empfangsapparate kann beispielsweise in Form einer reinen Gegentaktverstärkung erfolgen, indem man zunächst die Gleichtaktschaltwege unbenutzt läßt. Auf einem der drei Gegentaktschaltwege wird dann etwa die modulierte Fernwelle, auf einem zweiten die Zwischenfrequenz eines Transponierungsempfängers und auf dem dritten die Niederfrequenz den Röhrengruppen zugeführt, welche -drei Frequenzen sämtlich im Gegentakt verstärkt werden. Jede der drei Röhren wird in diesem Fall von zwei verschiedenen Frequenzen durchlaufen. Die mehrfache Ausnutzung der Röhren wird je- doch zum Unterschied von den gewöhnlichen Reflexschaltungen, die bisher auch keine Gegentaktverstärkung aufwiesen, in der Weise erzielt, daß jede Röhre einer Zweiergruppe gleichzeitig auch einer zweiten Zweiergruppe angehört.
  • Werden als weiteres Beispiel auch die drei für die Zweiergruppen vorhandenen Gleichtaktschaltwege etwa noch zu einer Gleichtaktverstärkung der früher im Gegentakt verstärkten drei Frequenzen herangezogen, so ist leicht ersichtlich, daß nunmehr jede Röhre von zwei unter sich verschiedenen Frequenzen und außerdem zweimal von jeder dieser Frequenzen ausgenutzt wird.. Dies liefert eine vierfache Röhrenausnutzung, die hinsichtlich des kombinierten Gleich- und Gegentaktes mit den bisherigen Mitteln überhaupt undurchführbar wäre. Zur Erzielung der gleichen Schaltung ohne mehrfache Röhrenausnutzung wären zwölf Röhren erforderlich.
  • Als weiteres Beispiel für einen Dreiröhrenverband, bei welchem auch die Nutzbarmachung des vierten Gleichtaktschaltweges erfolgt, soll die Verwendung des Dreiröhrenverban.des zur Verstärkung der Frequenzen eines Zweifachtransponierungsempfängers herangezogen werden. In diesem Beispiel wird außer den drei bereits ausgenutzten Gruppen noch idie vierte, aus allen,drei Röhren z, 2, 3 bestehende Gruppe verwertet. Während die Zweiröhrengruppe mit der Fernwelle und,den beiden Zwischenfrequenzen beschickt werden können, wird in diesem Fall zweckmäßig die Niederfrequenz in den Gleichtaktschaltweg für alle drei Röhren verlegt. Ein solcher Verstärker würde ohne mehrfache Röhrenausnutzung nicht weniger als 1s Röhren benötigen.
  • In diesem Schaltbeispiel gehört jede Röhre drei verschiedenen Gruppen an, wobei sie fünfmal ausgenutzt wird: nämlich durch drei verschiedene Frequenzen und von je zweien dieser Frequenzen doppelt.
  • Die Ausmutzbarkeit dieses einfachsten Dreiröhrenverbandes ist damit aber noch nicht erschöpft; denn eine Erhöhung der physikalischen Gruppenanzahl durch Hinzufügen weiterer Gegentaktschaltwege in einer Zweiergruppe nach dem Musterdes in Abb. i dargestellten Zweiröhrenverbandes ist ohne weiteres möglich. Schließlich kann. man noch in allen Schaltwegen Reflexschaltungen anwenden, was bei den bisherigen Beispielen unterlassen worden ist. Aus den bisher .erwähnten Beispielen ergibt sich, daß sowohl der Zwei als auch der Dreiröhrenverbandschon in seiner einfachsten Form imstande ist, sowohl reine Gegentaktrefiexschaltungen zu verwirklichen als auch bei Benutzung mehrerer Frequenzen einige. oder auch alle in j eder Röhre mindestens zweimal zu verstärken. Aus: dem in Abb. 4 dargestellten Beispiel soll nunmehr hervorgehen, daß es auch möglich ist, ein und dieselbe Frequenz .durch eine Röhre mehr als zweimal zu verstärken. Als Beispiel für diesen Fall wird ein einfacher Vierröhrenverband gewählt, bei dem bloß so viele Röhrengruppen gebildet und so viele Schaltwege herangezogen werden, als zum Nachweis eines dreimaligen Durchganges ,durch eine Röhre mit ein und derselben Frequenz erforderlich sind. Die übrigen Kombinationen, die bei einem Vierröhrenverband bereits außerordentlich zahlreich sind, werden weggelassen.
  • Aus dein Vierröhrenverband werden zu dem angegebenen Zweckdrei Röhrengruppen herausgegriffen, und zwar die Gruppe der Röhren i und 3, die Gruppe, der Röhren 2 und 4 und die aus sämtlichen Röhren bestehende Gruppe i, 2, 3, 4. Hierbei sind lauter .Gruppen verwendet, die aus einer geraden Anzahl von Röhren bestehen, so daß alle drei Gruppen in Gruppenhälften geteilt werden können, die durch Gegentaktschaltwege miteinander verbindbar sind.
  • Wie aus Abb. 4 ersichtlich, ist die Röhre i durch einen Gegentaktschaltweg 1-c-3 mit der Röhre 3 und die Röhre :2 .durch einen ebensolchen Weg 2-d-4 mit der Röhre 4 verbunden. Die beiden elektrischen Mittelpunkte c und d dieser beiden Gegentaktschaltwege ergeben verbunden einen dritten Gegentaktschaltweg c-b-d, der die halbe Röhrengruppe der Vierröhrengruppe, nämlich die Röhren i und 3, mit der anderen Hälfte, nämlich mit den Röhren 2 und 4, verbindet. An den elektrischen Mittelpunkt b dieses dritten Gegentaktschaltweges schließt sich noch ein Gleichtaktschaltweg b-a an, der neuerdings auf alle vier Röhren wirkt. Wird nun .der Erfindung gemäß unter Benutzung dieser vier Schaltwege der Reihe nach mit ein und .derselben Frequenz durch die drei Röhrengruppen hindurchgegangen, was wegen der vorliegenden Brückenschaltung störungsfrei möglich ist, so wird jede Röhre, beispielsweise etwa die Röhre i, in der Röhrengruppe i, 3; einmal im Gegentakt und in der Gruppe i, 2, 3, 4 einmal im Gegentakt und einmal im Gleichtakt, im ganzen also dreimal, von ein und derselben Frequenz ,durchlaufen, was .an diesem Beispiel gezeigt werden sollte.
  • Die Erfindung ist besonders geeignet zur Verwirklichung mehrstufiger Gegentaktschaltungen, wie schon eingangs bemerkt. Die technische Durchführung dieses Gedankens erfolgt hier stets in der Weise, daß man von einem Röhrenverband lediglich diejenigen physikalischen Röhrengruppen schalttechnisch verwendet,,die aus einer geraden Anzahl von Röhren bestehen. Dann kann man jede dieser Gruppen in zwei oder mehrere Untergruppen gleicher Röhrenanzahl zerlegen und sie durch reine Gegentaktschaltwege verbinden. Ein Ausführungsbeispiel reiner mehrstufiger Gegentaktschaltungen, und zwar in Form einer ausgeführten Schaltung für den Vierröhrenverband, ist in Abb. 5 dargestellt, bei welchem Beispiel zwei verschiedene Frequenzen, etwa ,die Zwischenfrequenz und die Niederfrequenz eines Transponierungsempfängers, jede dreistufig, in reinem Gegentakt verstärkt werden soll. Eine solche Schaltung würde, da zwei von den Gegentakten je vier Röhren besitzen, ohne mehrfache Ausnutzung 16 Röhren erfordern. Das in Abb. 5 dargestellte Schaltungsschema stellt einen Teil eines solchen Transponierungsempfängers dar, bei dem, wie bekannt, die Fernwelle auf eine lokal erzeugte Welle überlagert wird, so daß eine Differenzwelle entsteht, die dann der Verstärkung und der Demodulation unterzogen wird. Die vom nicht dargestellten Transponierungseingang T kommende Differenzwelle wird über den Filter I geleitet, der aus den abgestimmten Kreisen P, und S, besteht und dessen Sekundärkreis S, in Gegentaktschaltung liegt. Die Differenzwelle wird über die beiden Übertragungskondensatoren K' an @die Gitter der Röhren i und 3 gebracht. Mittels der Drosselspulen D' wird der Weg zu den Gittern der beiden anderen Röhren 2 und 4 gesperrt. Im Anodenkreis der Röhren i und 3 wird die Zwischenfrequenz verstärkt und hierauf über die Übertragungskondensatoren K" der Primärspule "eines Gegentaktzwischenfrequenztransformators II zugeführt. Von dem abgestimmten Sekundärkreis S" dieses Transformators gelangt die Zwischenfrequenz zu den Gittern der Röhren 2 und 4 über die Übertragungskondensatoren K" und K"'. Im Anodenkreis des Röhrenpaares 2, 4 liegt in Gegentaktschaltung' der Zwischenfrequenztransformator III, dessen abgestimmte Sekundärspule Slll die Zwischenfrequenz einerseits über den elektrischen Mittelpunkt der Filtersekundärspule S, den Gittern des Röhrenpaares i, 3 und anderseits über den elektrischen Mittelpunkt der Sekundärspule S" des Zwischenfrequenztransformators II den Gittern des Röhrenpaares 2, 4 im Gegentakt zuführt. Die Anodenkreise dieser beiden Röhrenpaare arbeiten ebenfalls im Gegentakt auf den letzten Zwischenfrequenztransformator IV, dessen abgestimmte Sekundärwick- Jung SiV `den Gitterkreis G des Gleichrichters bildet. Die im Anodenkreis G' des Gleichrichters erhaltene Niederfrequenz wird nun mit Hilfe sdes NiederfrequenztransformatorsX dem Röhrenpaar i, 2 zur Verstärkung im Gegentakt zugeführt. Die Übertragun.gskondens.atoren K' bzw. K"' verhindern hierbei die Verschleppung .der Niederfrequenz zu den Gittern des Röhrenpaares 3, 4. Die im Röhrenpaar i, 2 verstärkte Niederfrequenz wird nun mittels eines Niederfrequenztransformators Y dem Gitterkreis des Röhrenpaares 3, 4 zur weiteren Verstärkung im Gegentakt zugeführt und nach erfolgter Verstärkung zum Niederfrequenztransforinator C geleitet. Die Sekundäre S, dieses Transformators wirkt nun einerseits auf das Röhrenpaar i, 2 und anderseits auf das Röhrenpaar 3, 4 bezüglich ihrer Gitterkreise im Gegentakt. Die so erzielte verstärkte Niederfrequenz gelangt in den. Gegentaktnederfrequenztransformator E, dessen Sekundäre SE an einen Indikator-I, etwa an ein Telephon, angeschlossen ist.
  • Es erfolgt demnach zunächst eine Verstärkung der Zwischenfrequenz in der Röhrengruppe i, 3, :danach eine weitere Verstärkung in der Röhrengruppe 2, 4 und eine dritte Verstärkung in der Röhrengruppe i, 2, 3, 4, wobei .diese mehrstufige Verstärkung der Zwischenfrequenz durchweg im Gegentakt durchgeführt wird. Das gleiche gilt für die Niederfrequenz, mit dem einzigen Unterschied, daß die Verstärkung in anderen Röhrengruppen erfolgt. Die erste Gruppe für die Nie-derfrequenzverstärkung ist die aus -den Röhren i, 2 gebildete Gruppe, die zweite, die aus den Röhren 3, 4 gebildete Gruppe, während. die dritte Gruppe aus allen Röhren i, 2, 3, 4 gebildet wird. Dabei wird die letztere Gruppe in solcher Weise verwendet, @daß die Röhrenpaare i, 2 und 3, 4 parallel geschaltet sind. Diese Gruppe weicht daher physikalisch von der entsprechenden Gruppe i, 2, 3, 4 für die Zwischenfrequenz ab, bei ,der das Röhrenpaar i, 3 und das Röhrenpaar 2, 4 parallel geschaltet waren. Jede einzelne der vier Röhren wird demnach viermal ausgenutzt; und zwar von zwei Frequenzen je zweimal.
  • Wie aus dem Vorsteheriden ersichtlich, gestattet daher die vorliegende Erfindung, die bisher bestandenen Beschränkungen in der Ausnutzung der Röhren, insbesondere in der Ausnutzung von Gegentaktschaltungen, weitgehend. zu beseitigen, und ergibt außerdem die Möglichkeit einer die Zahl der verfügbaren Frequenzen übersteigende Mehrfachausnutzung einer Röhre.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCi-iR: i. Schaltungsanordnung für V erstärkereinrichtungen mit Elektronenröhren mit Ausnahme von ein- oder mehrstufigen Re-$exernpfängern in Gegentaktschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Stufe mindestens zwei Elektronenröhren zur Wirkung kommen und von den in dieser Röhrengruppe verwendeten Elektronenröhren mindestens eine auch in einer in einer anderen Stufe zur Wirkung gebrachten Röhrengruppe benutzt wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung mach Anspruch i"dadurcli gekennzeichnet, daß alle Röhrengruppen aus einer geraden Anzahl von Elektronenröhren bestehen, die durch Gegentaktschaltwege miteinander verbunden sind.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, .dadurch gekennzeichnet, daß sie nach dem Reflexprinzip gleichzeitig zur Verstärkung verschiedener Frequenzen dient.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß neben Röhrengruppen, die zwei Röhren in Gegentaktschaltung enthalten, auch solche Röhrengruppen vorgesehen sind, bei denen je zwei der erstgenannten Röhrengruppen dadurch zu einer neuen Gegen- -oder Gleichtaktgruppe verbunden sind, daß zwischen die elektrischen Mittelpunkte der erstgenannten Gegentaktgruppen neue Gegentaletschaltwege oder Gleichtaktschaltwege eingeschaltet werden.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Mittelpunkt eines Gegentaktschaltweges, der selbst zwischen die elektrischen Mittelpunkte von anderen (Elektronenröhren verbindenden) Gegentaktschaltwegen eingeschaltet wurde, mit dem Anschlußpunkt aller Anoden, z. B. dem einen Pol der Anodenbatterie, oder aller Gitter oder aller Kathoden, z. B. mit dem gemeinsamen Pol aller Batterien, verbunden wird, welche Verbindung gegebenenfalls einen weiteren Gleichtaktschaltweg bildet, durch den alle vermittels der verschiedenen Schaltwege angeschlossenen Röhrengruppen zu einer weiteren Röhrengruppe, die unabhängig von allen angeschlossenen Röhrengruppen ist, zusammengefaßt wird.
DEA52274D 1926-11-03 1927-10-20 Schaltungsanordnung fuer Verstaerkereinrichtungen mit Elektronenroehren Expired DE596117C (de)

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DE (1) DE596117C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968071C (de) * 1952-03-22 1958-01-16 Telefunken Gmbh Empfaenger mit wahlweiser Verstaerkung einer kurzwelligen Zwischenfrequenz beim UKW-Empfang oder einer kurzen Empfangswelle in derselben Empfaengerstufe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968071C (de) * 1952-03-22 1958-01-16 Telefunken Gmbh Empfaenger mit wahlweiser Verstaerkung einer kurzwelligen Zwischenfrequenz beim UKW-Empfang oder einer kurzen Empfangswelle in derselben Empfaengerstufe

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