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DE595216C - Durch ein gasfoermiges oder fluessiges Mittel lediglich aufwaerts oder aufwaerts und abwaerts angetriebener Hammer - Google Patents

Durch ein gasfoermiges oder fluessiges Mittel lediglich aufwaerts oder aufwaerts und abwaerts angetriebener Hammer

Info

Publication number
DE595216C
DE595216C DEU11609D DEU0011609D DE595216C DE 595216 C DE595216 C DE 595216C DE U11609 D DEU11609 D DE U11609D DE U0011609 D DEU0011609 D DE U0011609D DE 595216 C DE595216 C DE 595216C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
upwards
piston rod
hammer
pistons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU11609D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JULIUS URBANEK DR
Original Assignee
JULIUS URBANEK DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JULIUS URBANEK DR filed Critical JULIUS URBANEK DR
Application granted granted Critical
Publication of DE595216C publication Critical patent/DE595216C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J7/00Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
    • B21J7/02Special design or construction
    • B21J7/04Power hammers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Durch ein gasförmiges oder flüssiges Mittel lediglich aufwärts oder aufwärts und abwärts angetriebener Hammer Die Kolbenstangen von Krafthämmern der üblichen Bauart sind durch die plötzliche Verzögerung beim Schlage des Hammers sehr hoch auf Druck und durch die Schrägstellung des Hammerbären bei exzentrischen Schlägen und bei Spiel in den Bärführungen auch stark auf Biegung beansprucht.
  • Nach der Erfindung werden diese Nachteile vermieden, indem man für jede Druckrichtung (Hub allein oder Hub und Schlag) mindestens eine einseitig offene Bohrung im Bär anbringt, in welcher je ein einfach wirkender Kolben spielt. Die Kolbenstange für den Hub ist mit der Schabotte und die für den Schlag mit dem Hammergestell verbunden. Die Verbindung erfolgt' zweckmäßigerweise nachgiebig (gelenkig), am besten federnd, so daB die Kolbenstange nicht fest eingespannt ist; sondern etwas ausschwingen kann.
  • Die einseitig offenen Bohrungen erreichen zwar die angestrebte Schonung der Kolbenstange in vollkommener Weise, haben aber bei den Hubzylindern den Nachteil, daß die nach unten aus dem Bär ragenden Kolbenstangen den für die Werkzeuge (beispielsweise Gesenke) verfügbaren Raum vermindern. 'Weiterhin führen sie wegen der Notwendigkeit, den Durchlußquerschnitt in den hohlen Kolbenstangen erheblich kleiner zu machen als dieKolbenflächen, beimBärniedergange (vor dem Schlage) hohe Strömungsgeschwindigkeiten in den Kolbenstangen herbei. Bei tropfbar flüssigen Treibmitteln erfordern diese Geschwindigkeiten zu ihrer Erzeugung einen ziemlich hohen Druck in den Hubzylindern und schwächen daher den Schlag.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung werden daher für den Bärhub die einseitig offenen Bohrungen durch zwar durchgehende, aber abgesetzte Bohrungen ersetzt, in denen Differentialkolben spielen. Hierdurch wird es einerseits möglich, die Kolbenstangen nach oben aus dem Bären zu führen, -und andererseits, die Strömungsgeschwindigkeit des Treibmittels in den hohlen Kblbenstangen erheblich zu vermindern.
  • Die einseitige Wirkungsweise der Kolben (denn auch der Differentialkolben wirkt nur einfach) ermöglicht es, alle lösbar mit dem Bär verbundenen Bauteile (Zylinderdeckel, Stopfbüchse u. dgl.) zu vermeiden, und weiterhin gestattet die gelenkige Verbindung der Kolbenstangen mit den festen Teilen des Hammers, auch alle Biegungsbeanspruchungen von den Kolbenstangen fernzuhalben. Wohl ist an Schmiedepressen die Anordnung von einfach wirkenden Kolben und auch von Differentialkolben bekannt, aber weder der angestrebte Zweck noch die erreichte Wirkung stimmen mit denen der vorliegenden Erfindung überein. Die Massenkräfte durch die dem Hammerschlage entsprechende Verzögerung des Pressen-Querhauptes beim Preßdruck betragen bei den üblichen Arbeitsgeschwindigkeiten der Pressen nur einen geringen Bruchteil (unter i °/o) der beim Hammer auftretenden Kräfte, und die Biegungsmornente sind bei den bekannten Bauarten nicht von den Kolbenstangen ferngehalten; ja bei manchen Bauarten ist sogar eine erhebliche Vergrößerung der biegenden Momente festzustellen.
  • Die Abbildungen stellen den Erfindungsgegenstand beispielsweise dar, und zwar: Abb. i den Aufriß eines Hammers mit Oberdampf (d. h. Wirkung des Treibmittels auch von oben, selbstverständlich läßt sich die Erfindung sinngemäß durch Weglassung des Zylinders 3 samt Kolben 6 und Kolbenstange auch auf Fallhämmer anwenden), teils in Ansicht und teils im Schnitt, Abb.2 einen waagerechten Schnitt durch den Bären nach Linie A-B der Abb. i, Abb. 3 die grundsätzliche Anordnung der Bauart mit Differentialkolben für die Hubzylinder.
  • Die Abb.4 bis 8 zeigen Weiterbildungen der letztgenannten Bauart.
  • In der Abb. i bedeutet i den Hammerbär. Er enthält drei Bohrungen; die beiden seitlichen Bohrungen z dienen als Hubzylinder, die mittlere Bohrung 3 ist der Schlagzylinder. In den Bohrungen 2 gleiten die Kolben 4, die durch Kolbenstangen 5 mit der Schabotte g verbunden sind. In der Bohrung 3 spielt der Kolben 6, der mittels der Kolbenstange 7 am Gestell hängt. Die Kolbenstangen sind zur Zu- und Abfuhr des Treibmittels durchbohrt.
  • Das Gestell wird im dargestellten Ausführungsbeispiel durch vier Quadratstangen 8 gebildet, die unten in der Schabotte_g befestigt und oben durch das Querhaupt io verbunden sind.
  • Eine durch Schraubenfedern 18 und Kugelgelenk ig nachgiebig gemachte Verbindung der Kolbenstange 7 mit dem Querhaupt io ist in Abb. i beispielsweise dargestellt. 2o sind vorgespannte Ringfedern, die den Bärhub nach oben elastisch begrenzen.
  • Die Bauart mit durchgehender, aber abgesetzter Bohrung ist in Abb. 3 dargestellt. Der Bär ist wieder mit i, das Onerliaupt des Hammergestelles finit io bezeichnet. 2i ist die als Hubzylinder dienende, durchgehende aber abgesetzte Bohrung im Bär, in der die auf der Kolbenstange 22 sitzenden Kolben 23 und 24 (die zusammen den Differentialkolben bilden) spielen. Das obere Ende der Kolbenstange 22 ist mit dem Hammergestell io verbunden. Auch hier ist die Kolbenstange zur Zu- und Ableitung des Treibmittels hohl. Öffnungen 25 stellen die Verbindung des Hohlraumes der Kolbenstange mit dem wirksamen Zylinderraum her. Die wirksame Kolbenfläche ist die Differenz der Flächen des großen und des kleinen Kolbens 24, 23. Durch entsprechende Wahl der Durchmesser der Kolben 23 und 24 und der lichten Weite der hohlen Kolbenstange 22 läßt sich die Ströinungsgeschwindigkeit des Treibmittels weit unter die Bärgeschwindigkeit drücken und daher der im Hubzylinder beim Schlag entstehende Druck auf ein durchaus zulässiges Maß verringern.
  • Bei der Bauart nach Abb. i haben seitliche und kippende Bärbewegungen eine geringe Schrägstellung der Kolben in ihren Zylindern und eine gleichfalls sehr geringe Auslenkung der Kolbenstange an ihren Befestigungspunkten zur Folge. Um bei der Bauart nach Abb. 3 seitliche und kippende Bärbewegungen zu ermöglichen, genügt es nicht, die Kolbenstange finit dem Hammergestell gelenkig oder einfach federnd zu verbinden, vielmehr wäre noch eine seitliche Nachgiebigkeit der Verbindung erforderlich. Zwar ließe sich eine solche auch seitlich nachgiebigeVerbindung unschwer entwerfen, doch wäre diese Lösung nicht nur baulich unbequem, sie hätte auch den Nachteil, daß das erhebliche Moment, das die Kolbenstange beim Schlage zwingt, die Kippbewegung des Bären mitzumachen, durch die Kolben 23 und 24 übertragen werden müßte. Eine starke Abnutzung der Kolben und der Zylinder wäre die unvermeidliche Folge. Um dies zu vermeiden, ist nach der Erfindung die Kolbenstange selbst nicht biegungssteif, sondern gelenkig oder elastisch nachgiebig gemacht. Wenn die Kolben 23 und 24 eine geringe Schrägstellung im Zylinder gestatten, kann die Nachgiebigkeit der Kolbenstange auf den zwischen den Kolben 23 und 24 liegendenTeil der Kolbenstange beschränkt werden, vorausgesetzt, daß die Verbindung der Kolbenstange mit dem Hammerständer gelenkig oder federnd ausgeführt wird.
  • Diese Bauart ist aber nur bei ganz geringen Winkelausschlägen des Bären zulässig. Ist mit größeren Ausschlägen zu rechnen, so empfiehlt es sich, die beiden Kolben 23 und 24 starr miteinander zu verbinden und die Nachgiebigkeit in den oberhalb des Kolbens 23 gelegenen Teil der Kolbenstange zu verlegen. Diese Bauart ist kinetisch richtiger, hat aber den Nachteil, daß der die Nachgiebigkeit bewirkende Teil der Kolbenstange (Gelenk. o. dgl.) als Rohr dichthalten muß, während die erstgenannte Bauart keine Abdichtung erfordert.
  • In den Abb. 4 bis 6 und 8 sind Lösungen dargestellt, bei denen die Nachgiebigkeit in den unteren Teil der Kolbenstange gelegt ist, wogegen die Abb. 7 eine Lösung betrifft, bei der der obere Teil der Kolbenstange die Nachgiebigkeit erhält. Die Nachgiebigkeit selbst kann in verschiedener Weise erreicht werden. Die Abbildungen geben beispielsweise verschiedene Lösungsmöglichkeiten an.
  • Abb.4 zeigt eine Anordnung mit einem Kreuzgelenk; es könnte aber auch ein Kugelgelenk verwendet werden. Die Kolbenstange 22 ist unterhalb des Kolbens 23 unterbrochen und mittels des rohrförmigenZwischenstückes 26 und der beiden Bolzen 2Z und 28 an den die Öffnungen 25 und den größeren Kolben z4 tragenden Teil der Kolbenstange angeschlossen.
  • Nach Abb. 5 wird die erforderliche Nachgiebigkeit des unteren Kolbenstangenteiies durch gerade oder besser schraubenförmige Schlitze 29 in der Wand der rohrförmigen Kolbenstange erreicht. Diese Schlitze dienen auch zum Durchtritte des Treibmittels, ersetzen also die Öffnungen 25. Selbstverständlich kann an dieser Stelle auch eine richtige Schraubenfeder eingeschaltet werden.
  • Eine weitere Lösung ist in Abb. 6 dargestellt. Hier sitzt der Kolben 23 an der rohrförmigen Kolbenstange 22, die wieder zur Zu-und Abfuhr des Treibmittels dient, während der Kolben 24 von der Stange 30 gehalten wird, die unter Freilassung einer genügenden Ouerschnittsfläche durch die Stange 22 geführt und an deren oberem Ende befestigt ist. Seitenbewegungen des Kolbens 23 werden durch das federnde Kugelgelenk 31 im Hammerständer io, Seitenbewegungen des Kolbens 24 durch die Elastizität der Stange 30 ermöglicht. Bei dieser Anordnung kann durch eine außenliegende Feder 32 auch eine Nachgiebigkeit des Kolbens 24 in der Längsrichtung erzielt werden, was zur Vermeidung von Stößen bei tropfbar flüssigen Treibmitteln vorteilhaft sein kann. Im gleichen Sinne wirken übrigens auch die schraubenförmigen Schlitze 29 nach Abb. 5, wenn die Verwindung genügend groß gemacht wird.
  • Die bisher gegebenen Beispiele betreffen jene Bauart, bei der die Nachgiebigkeit der Kolbenstange in den Raum zwischen den beiden Kolben 23 und 24 gelegt ist. Ein Beispiel für die Nachgiebigkeit des oberen Kolbenstangenteiles zeigt Abb.7. Die beiden Kolben 23 und 24 sind starr miteinander verbunden und bilden so einen Körper, der sich gut in der abgesetzten Bohrung des Bären führt. In den oberen Teil der Kolbenstange ist der Hochdruckschlauch 33 eingeschaltet, und er ermöglicht sowohl Seitenverschiebung als auch Schrägstellung des Kolbenkörpers. Zur Aufnahme der Zugspannungen dient die lange elastische Stange 3o, die gegebenenfalls auch durch ein Drahtseil ersetzt werden kann.
  • Die für die Bauart mit Differentialkolben angeführten Beispiele haben den Nachteil einer großen Baulänge. Dieser Nachteil läßt sich vermeiden, indem man den Scheibenkolben der Abb. 6 durch einen Tauchkolben ersetzt, wie in Abb. 8 beispielsweise dargestellt ist. Die hohle Kolbenstange 22 wirkt hier als Tauchkolben; alle übrigen Teile bleiben ungeändert.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Durch ein gasförmiges oder flüssiges Mittel lediglich aufwärts oder aufwärts und abwärts angetriebener Hammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitszylinder als einseitig offene Bohrungen im Hammerbär und die Kolben und Kolbenstangen ortsfest angeordnet sind.
  2. 2. Hammer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Zylinderbohrungen im Bär als abgesetzte Bohrungen ausgebildet und die zugehörigen ortsfesten Kolben Differentialkolben sind.
  3. 3. Hammer nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstangen mit dem Gestell bzw. der Schabotte nachgiebig (gelenkig oder federnd oder beides) verbunden sind.
  4. 4. Hammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den beiden Kolben (23, 24) liegende Teil der Kolbenstange gelenkig oder elastisch nachgiebig ist.
  5. 5. Hammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der über dem oberen Kolben (23) liegende Teil der Kolbenstange gelenkig oder elastisch nachgiebig ist.
DEU11609D 1931-01-21 1932-01-21 Durch ein gasfoermiges oder fluessiges Mittel lediglich aufwaerts oder aufwaerts und abwaerts angetriebener Hammer Expired DE595216C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT595216X 1931-01-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE595216C true DE595216C (de) 1934-04-10

Family

ID=3677212

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU11609D Expired DE595216C (de) 1931-01-21 1932-01-21 Durch ein gasfoermiges oder fluessiges Mittel lediglich aufwaerts oder aufwaerts und abwaerts angetriebener Hammer

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE595216C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116510B (de) * 1955-04-11 1961-11-02 Rheinstahl Gmbh Wanheim Gegenschlaghammer

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116510B (de) * 1955-04-11 1961-11-02 Rheinstahl Gmbh Wanheim Gegenschlaghammer

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