DE586896C - Scheibenkommutator, insbesondere fuer elektrische Maschinen - Google Patents
Scheibenkommutator, insbesondere fuer elektrische MaschinenInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K13/00—Structural associations of current collectors with motors or generators, e.g. brush mounting plates or connections to windings; Disposition of current collectors in motors or generators; Arrangements for improving commutation
- H02K13/006—Structural associations of commutators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Motor Or Generator Current Collectors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
26. OKTOBER 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 586896 KLASSE 21 d1 GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. August 1929 ab
Zur Kommutierung an Gleich- und Wechselstrommaschinen sowie auch als Schalteinrichtung
für andere Zwecke sind Kommutatoren bekannt, die aus einer Reihe, voneinander
isolierter Lamellen bestehen.
Unter diesen Kommutatoren unterscheidet man im wesentlichen zwei Typen, nämlich
die sog. Zylinderkommutatoren und die Scheibenkommutatoren. Die Erfindung betrifft
nun einen neuen Kommutator, der zu der Gruppe der sog. Scheibenkommutatoren gehört. Dieser besteht aus evolventenförmig
gebogenen Flachkupferlamellen, die, in der üblichen Weise gegeneinander isoliert, zu
einer Kreisringscheibe als Scheibenkommutator zusammengesetzt sind. Da hierbei die
Lamellen nach der Form von Evolventen gebogen sind, die, sofern sie durch die Teilpunkte
eines gleichmäßig geteilten Grundkreises gezogen sind, untereinander kongruent sowie auf ihrer ganzen Länge äquidistant
sind, lassen sich Lamellen, die aus Flachkupfer von genau rechteckigen Querschnitt
gebogen sind, unter der Verwendung von Glimmerzwischenlagen konstanter Dicke vollständig
spielfrei zusammensetzen.
Für Zylinderkommutatoren ist bereits eine Ausführungsform bekanntgeworden, bei der
Lamellen in der Form von Evolventen verwendet sind, bei denen an der Zylinderoberfläche
die Lamellen schräg geschnitten sind. Hierbei laufen die einzelnen Lamellen jedoch
in eine spitze Kante aus, die es nicht erlauben würde, den Kommutator für beide Drehrichtungen
zu verwenden.
Dadurch, daß aber nach der Erfindung derartige Lamellen bei einem Scheibenkommutator
angewendet werden, also an der Stirnfläche als Schleiffläche ausgenutzt werden, ergibt
sich eine erheblich günstigere Ausnutzung der Schleiffläche, wobei im Vergleich zu den
Zylinderkommutatoren eine erhebliche Verkürzung der axialen Baulänge bei gleichzeitiger
Vergrößerung der Schleiffläche, im Vergleich zu Scheibenkommutatoren mit anders- *5
artigen, beispielsweise keilförmigen Lamellen, aber eine wesentlich günstigere Ausnutzung
der gegebenen Schleiffläche ermöglicht ist, da die benutzbare'Lamellenlänge erheblich vergrößert
ist.
Mit Rücksicht auf diese Vorteile und die vorerwähnte Vereinfachung und Verbilligung
der Herstellung der Lamellen wird daher durch die Erfindung die Möglichkeit gegeben,
auch für größere Abmessungen und Leistungen Scheibenkommutatoren zu verwenden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist.
*) Von dem Patentsucher Ast als der Erfinder angegeben worden:
Kurt Schönfelder in Berlin-Charlottenburg.
in der Zeichnung dargestellt. Mit r ist der Grundkreis der Evolventen 2 bezeichnet, die
gleichen Abstand voneinander haben. 3 und 4 stellen den äußeren und inneren Umfang der
kreisringförmigen Schleiffläche des Scheibenkommutators dar. Die Lamellen sind durch
Flachkupferstäbe 5 gebildet, die nach der Form der Evolventen gebogen sind und untereinander
völlig gleich sind." Zwischen den einzelnen Lamellen ist weiter je eine Glimmerisolationsschicht
6 eingefügt, die sich beim Zusammenfügen von selbst der durch die Lamellen
bestimmten Evolventenform anpaßt. Mit 7 ist die Schleiffläche einer Reihe von
Bürsten bezeichnet, die, an sich rechteckförmig, der Evolventenform folgend nebeneinander
angeordnet sind. Die inneren Enden . 4er Lamellen 5 liegen hierbei unter Zwischenlage
einer Isolationsschicht 8 an einem Ring 9 so an. Der von den Lamellen gebildete Ringkörper
ist nach außen gleichfalls mit Isolation umgeben und dann durch einen Schrumpfring
10 fest zusammengehalten. Auf diese Weise ergibt sich also bei einem einfachen
«5 mechanischen Aufbau eine Anordnung mit großer Festigkeit und Zuverlässigkeit, bei der
die Anschlüsse von den Lamellen zu" der Wicklung an der der Schleiffläche gegenüberliegenden
Seite der Lamellen in axialer Richtung erfolgen kann.
Bei hochbelasteten Maschinen ist hierbei außerdem noch die Möglichkeit gegeben, beide
Seiten des Scheibenkommutators als Schleifflächen auszubilden, wodurch also annähernd
die doppelte Schleiffläche zur Verfügung steht. Die Wicklungsanschlüsse werden in
diesem Fall zweckmäßig zu den inneren Enden der Lamellen geführt.
Für den Kommutator nach der Erfindung kann man ohne weiteres normale Bürstenhalter
verwenden, indem man den Bürstenbolzen gleichfalls nach einer Evolvente biegt. Im Bedarfsfalle kann man aber auch eigene
Bürstenhalter konstruieren, in denen die Aus- *5 sparungen, die die Führungen für die Bürsten
bilden, etwa durch zueinander parallel geführte Werkzeuge ausgestanzt oder geräumt
werden..
Bei dem Kommutator nach der Erfindung So sind zunächst wie bei den anderen Scheibenkommutatoren
sämtliche Nachteile der Zylinderkommutatoren vermieden, die darin bestehen,
daß das Kupfergewicht mit Rücksicht auf die Biegungsbeanspruchung ein Vielfaches
des aus elektrischen Gründen Notwendigen beträgt, daß ferner die für die Schwalbenschwanzbefestigung
notwendige Zusatzhöhe totes Gewicht und damit eine zusätzliche Biegungsbeanspruchung darstellt, daß die konischen
Isolätionskappen schwer herzustellen und teuer sind, daß weiter Schwingungen der
Wellen sowie auch die Fliehkraftbeanspruchungen senkrecht zur Bürstenschleiffläche
wirken, was das bekannte Unrundwerden und Lockern der Zylinderkommutatoren zur Folge
hat u. dgl. m. Außerdem ist aber auch der Hauptnachteil der bekannten Scheibenkommutatoren,
daß nämlich die Dicke der Lamellen in der Umfangsrichtung nach außen zunimmt, die Lamellen also bei größeren Abmessungen
schwierig herzustellen sind sowie daß die Bürstenhalter schwierig anzuordnen
sind, gleichfalls vermieden.
Einen weiteren Vorteil bedeutet es, daß man mit wenigen Flachkupferprofilen eine
große Zahl von verschiedenen Ko'mmutatorausführungen herstellen kann, da bei vorgeschriebenem
Kommutatordurchmesser und Lamellenzahl durch entsprechende Wahl des Grundkreises die Verwendung von Lamellen
einer bestimmten Dicke ermöglicht wird. Wie auch aus der Abbildung deutlich zu ersehen
ist, ist weiter die Länge der Schleiffläche erheblich größer als die radiale Breite
der Ringfläche des Kommutators, was gleichfalls einen wesentlichen Vorteil darstellt.
Claims (9)
1. Scheibenkommutator, insbesondere für elektrische Maschinen, gekennzeichnet
durch die Verwendung evolventenförmig gebogener Lamellen, insbesondere aus Flachkupfer.
2. Scheibenkommutator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen
von zwei innen und außen angeordne-
- ten Ringen zusammengehalten werden.
3. Scheibenkommutator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere
Ring als Schrumpfring ausgebildet ist.
4. ScheibenkommutatornachAnspruch 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungsanschlüsse an den Lamellen
längs eines Ringes angeordnet sind, dessen Durchmesser dem der Wieklungslage in dem. Anker entspricht.
5. Scheibenkommutator nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide
Stirnflächen des Kommutators als Schleifflächen ausgebildet sind.
6. Scheibenkommutator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungsanschlüsse
zu den inneren Enden der Lamellen geführt sind.
7. Bürstenhalteranordnung für einen ■ Scheibenkommutator nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch die Verwendung von Normalbürstenhaltern, die von einem evolventenförmig gebogenen Bolzen ge- iso
tragen werden.
8. Bürstenhalter für einen Scheiben-
kommutator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere nach der
Evolventenform aneinandergereihte rechteckförmige Bürstenführungskasten aus einem Stück bestehen.
9. Bürstenhalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen,
die die Führungen für die Bürsten bilden, durch zueinander parallel geführte Werkzeuge geräumt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES93500D DE586896C (de) | 1929-08-22 | 1929-08-22 | Scheibenkommutator, insbesondere fuer elektrische Maschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES93500D DE586896C (de) | 1929-08-22 | 1929-08-22 | Scheibenkommutator, insbesondere fuer elektrische Maschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE586896C true DE586896C (de) | 1933-10-26 |
Family
ID=7518054
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES93500D Expired DE586896C (de) | 1929-08-22 | 1929-08-22 | Scheibenkommutator, insbesondere fuer elektrische Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE586896C (de) |
-
1929
- 1929-08-22 DE DES93500D patent/DE586896C/de not_active Expired
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