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Selbstdichtende Koksofentür Gegenstand des Patents 52q.351 ist eine
selbstdichtende Koksofentür mit durchlaufender elastischer Platte, bei der die feuerfeste
Ausmaüerung in mehrere Abschnitte unterteilt ist, die von einer entsprechenden Anzahl
nur mit der Metallplatte, aber nicht untereinander fest verbundener Trageisen gehalten
werden, während die Metallplatte in jedem der gegeneinander beweglichen Abschnitte
angepreßt werden kann. Die Unterteilung der Ausmauerung verringert die Gefahr des
Verziehens und Verkrümmens der elastischen Platte, da sich etwaige durch'die Wärme
auftretende Spannungen in dem Türkörper ausgleichen können.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Tür noch nachgiebiger zu gestalten,
um Wärmespannungen in dem Türkörper, die zu Verwerfungen Anlaß geben können, nach
Möglichkeit ganz auszuschalten. Die Erfindung besteht darin, daß die einzelnen Ausmauerungsabschnitte
nicht fest mit der Türplatte verbunden sind, sondern mittels waagerechter, durch
die elastische Platte geführter Schraubenbolzen lose aufgehängt. sind. Die eisernen
Tragrahmen der Ausmauerungsabschnitte legen sich mit wulstartigen waagerechten Vorsprüngen
oder Rippen an die Innenseite der Türplatte und sind mit so großen Löchern zum Durchführen
der Bolzen versehen, daß in ihnen die Bolzen einen gewissen Spielraum haben und
so einer Bewegung der Türplatte.in ihrer ganzen Länge gegenüber der Ausmauerung
keinen Widerstand entgegensetzen. Die wulstartigen Vorsprünge halten die Mauerstopfen
in einem gewissen Abstande von der elastischen Platte, innerhalb dessen sich Durchbiegungen
des Türkörpers nicht schädlich auf den gasdichten Abschluß der Tür auswirken können.
Es genügt, wenn jeder Abschnitt der feuerfesten Ausmauerung durch je. ein Paar im
oberen und unteren Teil vorgesehener Bolzen gehalten wird. Eine solche Ausbildung
einer Koksofentür mit unterteiltem Mauerstopfen gestattet nicht nur eine Beweglichkeit
der einzelnen, den Stopfen entsprechenden Teilen der Türplatte gegeneinander, sondern
ermöglicht eine Durchbiegung an jeder Stelle der elastischen Platte. Es kann auf-diese
Weise jede Verwerfung des Türrahmens durch entsprechende Nachstellung des an der
Platte befestigten Dichtungsrahmens ohne Mühe ausgeglichen werden und so, insbesondere
bei großen Kammerhöhen, stets ein gasdichter Abschluß erzielt werden. Die gemäß
der Erfindung ausgebildete lose Verbindung der einzelnen Türstopfen mit der Türplatte
erfordert eine gute zusätzliche Isolierung der Platte gegen die aus der Kammer abstrahlende
Hitze; die Innenseite der elastischen Platte ist daher durch
eine
durchlaufende Asbestplatte abgedeckt, und die seitlichen Teile der Metallplatte,
die über die Ausmauerung ragen, sind mit einer Isolierschicht versehen, die so nachgiebig
ist, daß sie der Beweglichkeit der Platte keinen Widerstand entgegensetzt.
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Um die Bolzen, mit denen die Ausmauerungsabschnitte an der Türplatte
hängen, zu entlasten, können die wulstartigen Vorsprünge der eisernen Tragrahmen
des Türstopfens auf Leisten aufruhen, die mit der Türplatte fest verbunden sind.
Diese Leisten nehmen das ganze Gewicht der Ausmauerung auf, die somit durch die
Bolzen nur gegen ein Herabfallen von den Leisten beim Einsetzen und Ausheben der
Tür gehalten werden. Die Oberkante der Leisten kann in der Richtung nach außen etwas
abgeschrägt und die Aufsitzfläche der wulstartigen Vorsprünge der Ausmauerungsrahmen
entsprechend geneigt sein, so daß die einzelnen Ausmauerungsteile einen festeren
Sitz bekommen. Bei dieser Anordnung können die unteren Befestigungsschrauben der
Ausmauerungsabschnitte fortfallen, wobei sich also diese mit den unteren wulstartigen
Rippen frei an die elastische Platte anlegen und die Stopfen die Möglichkeit haben,
um die obere Aufhängung um einen geringen Betrag zu pendeln und Bewegungen der Türplatte
nachzugeben.
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Man kann auch die Schraubenbolzen durch senkrechte Langlöcher der
Türplatte führen und mit einer an der Außenseite der Tür gleitbaren Querleiste verbinden,
die sich beim Einsetzen der Tür gegen schräge, an den Ankerständern befestigte Auflageeisen
legt. Das gesamte Gewicht der Stopfenabschnitte wird auf diese Weise von den Ankerständern
aufgenommen und die Türplatte vollkommen entlastet. Die Dichtung der Bolzenlöcher
wird durch sich niederschlagenden Teer gesichert, es kann aber auch ein besonderes
Dichtungsmittel vorgesehen sein.
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An der Türplatte sind Profileisen befestigt, die die Stellschrauben
für das Nachstellen der Dichtung tragen. Bei der Tür gemäß der Erfindung ist es
nicht nötig, Stellschrauben über den ganzen Umfang des Türkörpers zu verteilen,
sondern die Nachgiebigkeit der Türplatte über ihre ganze Länge ermöglicht es, eine
einwandfreie Dichtung zu erzielen, wenn die Metallplatte mit ihrer Dichtung nur
an den Stellen, an denen sich die wulstartigen Vorsprünge anlegen, nachgestellt
werden kann. Die Nachstellschrauben können seitlich am Umfang oder auch nur in der
Mitte der Türplatte angeordnet sein.
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In der Zeichnung ist die Tür gemäß der Erfindung in beispielsweiser
Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigen Abb. z einen senkrechten Längsschnitt
durch die Tür, Abb. 2 eine Vorderansicht, Abb. 3 einen waagerechten Querschnitt
nach Linie III-III der Abb. x und Abb. q. und 5 Einzelteile der Tür in vergrößertem
Maßstabe.
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Die elastische Türplatte a trägt an ihrem Umfang den Dichtungsrahmen
b, der sich gegen die Dichtungsfläche des Türrahmens c anlegt. Die Ausmauerung der
einzelnen Türstopfen d wird durch eiserne Rahmen c gehalten, die mit zwei wulstartigen
waagerechten Rippen f an der Innenseite der elastischen Platte a anliegen. Durch
die Türplatte und die wulstartigen Vorsprünge sind Schraubenbolzen g geführt, wobei
für die Schrauben in den Löchern der Wülste ein gewisser Spielraum belassen wird.
An der Außenseite der Tür sind Leisten la angebracht, die dazu dienen, die Schrauben
in ihrer waagerechten Lage zu halten und ihre Auflagetangsfläche zu vergrößern.
Die Verriegelung der Tür geschieht in der üblichen Weise mittels zweier durch eine
senkrechte Stange] verbundenen Riegel k, die hinter an dem Türrahmen c befestigte
Haken m greifen. An der elastischen Platte sind zwei T-Eisen 7t befestigt, die die
Einrichtungen zum Nachstellen der Dichtung tragen. Zur Führung der Nachstellschrauben
o dienen mit den I-Eisen fest verbundene Gewindestücke P. Die Leisten lt haben an
den Seiten oder der Mitte Aussparungen i, in die die Köpfe der Nachstellschrauben
eingreifen. Um die Schraubenbolzen, an denen die Türstopfen hängen, zu entlasten,
können an der Innenseite der Türplatte, wie die Abb. 5 zeigt, Leisten q aufgenietet
sein, auf denen die wulstartigen Vorsprünge der Türstopfen aufsitzen. Bei dieser
Anordnung ist der untere Teil jedes Stopfenabschnittes nicht mit der elastischen
Platte verschraubt, sondern legt sich mit dem Wulst frei gegen die Türplatte. Zum
Schutze gegen die abstrahlende Wärme aus dem Ofeninnern ist die TürpIatte nach innen
mit einer durchlaufenden Asbestschicht y abgedeckt und die Teile der Platte, die
seitlich über die Ausmauerung ragen und der Wärmeeinwirkung besonders stark ausgesetzt
sind, mit einer Isolierschicht s versehen. Damit diese Isolierschicht die Beweglichkeit
der Tür nicht beeinträchtigt, ist sie entweder aus einer nachgiebigen Masse hergestellt,
oder es wird zwischen ihr und der Türplatte eine Asbestschicht t gelegt, so daß
eine gewisse Beweglichkeit beider Teile gegeneinander gewährleistet ist.