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DE573339C - Verfahren zum Verstaerken von Pelzfellen - Google Patents

Verfahren zum Verstaerken von Pelzfellen

Info

Publication number
DE573339C
DE573339C DEI44129D DEI0044129D DE573339C DE 573339 C DE573339 C DE 573339C DE I44129 D DEI44129 D DE I44129D DE I0044129 D DEI0044129 D DE I0044129D DE 573339 C DE573339 C DE 573339C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
leather
stretched
skins
glued
reinforcing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI44129D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WILLIAM INFIELD
Original Assignee
WILLIAM INFIELD
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WILLIAM INFIELD filed Critical WILLIAM INFIELD
Priority to DEI44129D priority Critical patent/DE573339C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE573339C publication Critical patent/DE573339C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H41/00Machines or appliances for making garments from natural or artificial fur

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verstärken von Pelzfellen Für die Pelzwarenindustrie besteht in zahlreichen Fällen die Notwendigkeit, schwache, dünne bzw. sonst minderwertige Pelzfelle zu verstärken und dadurch widerstandsfähiger zu machen.
  • Für diesen Zweck ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, nach dem diese Verstärkung 11 der Weise .erfolgt; daß man die Innenseiten solcher Felle mit einem besonders ausgewählten Leder hinterklebt, das dieselbe Dchnungsfähigkeit wie das zu verstärkende Fell selbst hat. Dieses Verfahren ermöglicht es zwar, den gewünschten Erfolg zu erzielen, hat aber den Nachteil, daß, ies eine sehr sorgfältige Auswahl. der zum Hinterkleben benutzten Ledersorten in jedem cüizelnen Fall bedingr und daß die Festigkeit der danach hergestellten Verbindungen im Lauf der Zeit nachläßt, abgesehen von einer Reihe anderer Schwierigkeiten bei der Durchführung.
  • Es wurde nun gefunden, daß.:es nicht erforderlich ist, besonders ausgesuchte Ledersorten von gleicher Dehnungsfähigkeit zum Hinterkleben zu verwenden, sondern daß. jede beliebige sonst geeignete Ledersorte hierfür benutzt werden kann, sofern das Leder vor dem Hinterkl:eben soweit wie möglich gedehnt wird. Wird ein so praktisch vollkommen gedehntes Hinterklebeleder auf ein Füll aufgeklebt, das ebenfalls vorher schon gedehnt und gereckt worden ist, so läßt sich eine Verbindung schaffen, die immer weich und biegsam bleibt, -es ermöglicht, die Felle und Häute nach der Verstärkung zu schneiden oder auch zu färben, ohne daß sich hierdurch Schwierigkeiten in bezug auf das Anhaften der Verbindung ergeben, und die sich niemals von dem Fell lösen kann, auch wenn es lange getragen und sogar abgenutzt ist.
  • Unter Umständen ist :es gar nicht einmal erforderlich, für das Hinterklcben Leder zu verwenden, sondern es kommen auch andere Stoffe- hierfür in Frage, die lediglich ebenfalls der Voraussetzung entsprechen müssen, daß sie nicht bz«-. nicht weiter dehnungsfähig sind.
  • Während des Klebevorganges wird zweckmäßig, vor allem dann, wenn es sich um die Verstärkung von Fellen handelt, die ein grobes Leder haben. auf die zu klebende Fläche beispielsweise mittels einer Walze o. dgl. ein Druck ausgeübt, durch den das verwendete Klebemittel teilweise in das Leder hineingepreßt wird und so noch weiter zur Erzielung einer homogenen Verbindung beiträgt.
  • Als Klebemittel zur Durchführung des neuen Verfahrens hat sich als besonders zweckmäßig Gummimilchsaft, d. h. der rohe Gummisaft, der unmittelbar von den Gummipflanzungen geliefert wird, erwiesen, der für diesen Verwendungszweck so stark eingedickt wird, daß er schadhafte Stellen in dem Pelzwerk oder durchlässige Nähte nicht durchdringen kann. Dieser Milchsaft wird handelsüblich als Latex bezeichnet.
  • Es ist bei Verwendung eines solchen Bindemittels möglich, das ganze Aufklebeverfahren kalt durchzuführen. Die Konsistenz des h;Lebemittels verhindert es, durch unzusammenhängende Nähte oder Löcher auf die behaarte Seite der Felle hindurchzudriiigen: Ein weiterer Vorteil des beschriebenen Bindemittels ist der, daß es unentzündbar ist und ständig weich und elastisch bleibt.
  • Das neue Verfahren ermöglicht es in außerordentlich einfacher Weise, die schwierige Aufgabe der Verstärkung - schadhafter bzw. schwacher oder minderwertiger Felle, Pelze, Häute u. dgl. zu lösen, und bedeutet daher für die in Frage kommenden Industriezweige einen erheblichen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCRE: z. Verfahren zum Verstärken von Pelzfellen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Felle u. dgl. mit einem Leder hinterklebt werden, das vor dem Klebevorgang einer größtmöglichen Dehnung unterworfen worden ist. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verstärkenden Felle vor dem Hinterkleben ebenfalls gedehnt und gereckt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeicluiet, daß an Stelle von Leder andere Stoffe zum Hititerkleben - verwendet werden, die vor dem Klebevorgang soweit wie möglich gedehnt worden bzw. nicht dehnungsfähig sind. ¢. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, da.ß während des Klebevorganges zweckmäßig durch eine Walze o. dgl. ein gleichmäßiger Druck auf die zu klebenden Flächen ausgeübt wird, durch die ein Teil des- Bindemittels in die Poren des Leders hineingepreßt wird. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß. als Bindemittel roher Gummimilchsaft (Latex) verwendet wird, der so stark eingedickt ist, daß er durch schadhafte Stellen und durchlässige Nähte nicht hindurchdringen kann.
DEI44129D 1932-04-03 1932-04-03 Verfahren zum Verstaerken von Pelzfellen Expired DE573339C (de)

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DEI44129D DE573339C (de) 1932-04-03 1932-04-03 Verfahren zum Verstaerken von Pelzfellen

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DEI44129D DE573339C (de) 1932-04-03 1932-04-03 Verfahren zum Verstaerken von Pelzfellen

Publications (1)

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DE573339C true DE573339C (de) 1933-03-30

Family

ID=7191203

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DEI44129D Expired DE573339C (de) 1932-04-03 1932-04-03 Verfahren zum Verstaerken von Pelzfellen

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DE (1) DE573339C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE964435C (de) * 1954-07-04 1957-05-23 Basf Ag Klebemittel fuer die Kaschierung von gegerbten und zugerichteten Pelzfellen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE964435C (de) * 1954-07-04 1957-05-23 Basf Ag Klebemittel fuer die Kaschierung von gegerbten und zugerichteten Pelzfellen

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