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Vorrichtung zum Dämpfen des Stoßes der Fadenführerschienen gegen die
hubbegrenzenden Anschläge für flache Kulierwirkmaschinen Auf flachen Kulierwirkmaschinen
gewöhnlicher Art werden die Fadenführerschienen beim Hubende durch feste oder einstellbare
Anschläge aufgehalten, die sich auf dem Maschinengestell befinden.
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Die kinetische Energie dieser Schienen ist erheblich, und es ergibt
sich daraus ein heftiger Stoß und eine Beanspruchung, die in den verschiedenen Teilen
der Maschine Formveränderungen verursacht, die die Elastizitätsgrenze dieser Teile
überschreiten und sie rasch zerstören.
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Außerdem prallen bei diesem Vorgang die Schienen in der Regel zurück,
anstatt bei der Berührung mit den Anschlägen sofort zum Stillstand zu kommen, und
es werden dadurch Störungen im Betrieb der Maschine verursacht.
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Man benutzt häufig zur Beseitigung dieses Nachteiles Vorrichtungen,
die im gewünschten Augenblick eine starre Verbindung zwischen den Schienen und den
Anschlägen herstellen.
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Solche Vorrichtungen lösen aber die gestellte Aufgabe nur teilweise,
da sie das Aufschlagen der Fadenführerscbienen gegen die ihren Hub begrenzenden
Anschläge nicht beseitigen.
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Weitere Vorrichtungen sind vorgeschlagen worden, welche den Stoß beseitigen
oder dämpfen, indem sie die Bewegung der Fadenführerschienen etwas vor dem Aufschlagen
gegen die Anschläge allmählich verzögern. Jene Vorrichtungen haben aber im allgemeinen
einen anderen Nachteil: Da dieBewegung der Fadenführer vor dem Ende ihres Hubes
verzögert wird, die Rößchen aber an dieser Verzögerung nicht teilnehmen, wird der
Abstand' zwischen jedem Fadenführer und dem entsprechendenRößchen verkleinert. Dieser
Abstand muß aber einen gewissen Wert beibehalten, damit die Fadenführer das Vorschieben
der Kulierplatinen nicht hindern. Man ist somit genötigt, zu Beginn,des Kulierhubes
zwischen den Fadenführern und den Rößchen einen viel größeren Abstand als erforderlich
vorzusehen, was insbesondere für das Plattieren nachteilig ist.
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Außerdem hat man gesucht, bei den bekannten Vorrichtungen :die Bewegung
der Fadenführerschienen vor der Ankunft auf die den äußeren Rändern des Gewirkes
entspre= chenden Anschläge zu verzögern, jedoch nicht für die den inneren Rändern
entsprechenden Anschläge (Hochfersen und Fersen).
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Um die an sich bekannte Aufgabe des Dämpfens des Stoßes der Fadenführerschienen
gegen ihre hubbegrenzenden Anschläge zu lösen und dabei die genannten Nachteile
der obenerwähnten Lösungen dieser Aufgabe zu beseitigen, besteht der Zweck der Erfindung
darin, die Fadenführer sofort bei Berührung mit ihren Anschlägen und ohne nachteilige
Nachwirkungen des Stoßes, insbesondere unter Vermeidung des Zurückprallens, stillzusetzen,
welchen Rändern des-
Gewirkes (äußeren oder inneren) diese Anschläge
auch entsprechen mögen.
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Gemäß der Erfindung wird die beim Zusammenstoßen praktisch undeformierbarer
Körper auftretende Erscheinung ausgenutzt, gemäß welcher sich der angestoßene, vorher
unbewegliche Körper unter der Einwirkung des Stoßes verschiebt.
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Die Erfindung umfaßt zwei nebengeordnete Lösungen der gestellten Aufgabe.
In beider Fällen sind zu diesem Zweck bewegliche, praktsich undeformierbare Körper
vorgesehen.
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Bei .der einen Ausführung sind diese Körper auf dem Maschinengestell
derart angeordnet, daß die Fadenführerschienen an ihrem Hubende annähernd einen
Millimeter vor der Berührung mit den eigentlichen, ,den äußeren oder inneren Rändern
des Gewirkes entsprechenden Anschlägen dagegenstoßen.
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Dabei geben die Fadenführerschienen sofort an diese beweglichen Körper
die kinetische.Energie ab, die sie bis zumAugenblick des Aufschlagens gegen diese
Körper aufgespeichert haben, wodurch die - beweglichen Körper fortgeschleudert werden.
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Es ergibt sich daraus, daß das Aufschlägen der Fadenführerschienen
gegen die beweglichen Körper keine nachteiligen Wirkungen erzeugt und insbesondere
kein Zurückprallen der Fadenführerschienen verursacht.
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Die Fadenführerschienen beendigen sodann den sehr kleinen Resthub
unter der Einwirkung ihrer Antriebsvorrichtung und gelangen mit einer sehr geringen
Geschwindigkeit auf die eigentlichen Anschläge.
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Würden die Fadenführerschienen nicht durch die Antriebsvorrichtung
weiter verschoben, so würden sie durch das Aufschlagen gegen die beweglichen Körper
stillgesetzt. In Wirklichkeit beendigen sie den noch übrigbleibenden, sehr kleinen
Weg, ohne eine für die Erzeugung eines Stoßes gegen den eigentlichen Anschlag genügende
Geschwindigkeit annehmen zu können, wobei auch zwischen den Fadenführern und den
entsprechenden Rößchen keine merkliche Abstandsänderung auftreten kann.
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Bei der zweiten Ausführung des Erfindungsgegenstandes werden .die
beweglichen Körper in Erwartung des Stoßes gegen eine Fläche des festen Anschlages
angedrückt, die der Anschlagfläche für die Fadenführerschienen entgegengesetzt angeordnet
ist. Beim Aufschlagen überträgt somit der auf diese Weise zwischen die Fadenführerschienen
und die beweglichen Körper eingesetzte, feste Anschlag den größten Teil der kinetischen
Energie der Fadenführerschienen auf die beweglichen Körper. Daraus ergibt sich,
daß = auch in diesem Fall der Stoß der Schienen gegen ihre festen Anschläge keine
nachteilige Wirkung ausüben kann.
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Bei beiden Ausführungen bleibt nach dem Aufschlagen der Fadenführerschienen
eine mehr als genügende Zeit übrig, um die fortgeschleuderten Körper zu bremsen,
stillzusetzen und wieder in die Wartestellung zurückzubringen, bevor `ein neues
Aufschlagen stattfindet. , Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist
auf der Zeichnung dargestellt.
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Die Fig. i und ia zeigen in- Ansicht mit weggedachten Teilen die Vorrichtung
in Anwendung auf einer flachen Kulierwirkmaschine. Die beiden Figuren ergänzen sich
jeweils beiderseits der Linie x-x.
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Fig. 2 ist eine Seitenansicht mit Teilschnitt gemäß der Linie II-II
der Fig. ia einer Vorrichtung gemäß der Erfindung in Anwendung auf einer Maschine
mit sieben Fadenführerschienen.
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Die Fig. 3, 4, 5 sind Schnitte gemäß den Linien III-I.11, IV-IV der
Fig. z und V-V der Fig. ia durch einen der beweglichen Körper.
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Fig.6 zeigt eine andere Ausführung der Vorrichtung.
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Auf einem Träger i, der fest an einem auf dem Gestell der flachen
Kulierwirkmaschine befindlichen Längswinkel sitzt, befindet sich in bekannter Weise
eine Mindervorrichtung mit der Minderspindel 3.
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Die Mindervorrichtung 2 trägt zwei Arme, an deren oberen Enden ein
Stab 4 befestigt ist, der auf der Unterseite mit einer Längsnut versehen ist: Zwei
Schlitten 5 und 6 sind ebenfalls auf dem Träger i angeordnet und können sich entgegengesetzt
zueinander verschieben. Ihre Bewegungen werden durch eine Schraubenspindel 7 erzeugt,
die mit zwei entgegengesetzt gerichteten Gewindegängen versehen ist, in die die
Schlitten eingreifen. Das Ende 8 der Schraubenspindel 7 ist in einer axialenBohrung
derMinderspinde13 gelagert, und beide Spindeln werden durch zwei Lager der Länge
nach festgehalten, die sich auf dem Träger i befinden.
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Die oberen Enden der Arme der Schlittens und 6 tragen jeweils Stäbe
9 und io, von denen jeder auf der Oberseite mit einer Längsnut versehen ist.
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Führungsstücke i 1, 12, 13, die mit 'Tuten versehen und jeweils auf
den Schlitten 2, s, 6 befestigt sind, dienen zum Tragen und Führen ,der beweglichen
Körper 14, deren Anzahl gleich ist derjenigen der Fadenführerschienen.
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Jeder bewegliche Körper 14 ist mit Aussparungen 15 und 16 (Fig. i
und 4) versehen, die einen Durchgang jeweils für die Stäbe 4, 9 und io schaffen,
welches auch die Stellung
des beweglichen Körpers gegenüber diesen
Stäben sei.
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Jeder Körper ist ferner mit einer Kulisse versehen, die zur Aufnahme
des Kopfes eines Zapfens 18 dient, um den ein Hebel 17 schwenkbar gelagert ist.
Diese Kulisse ist außerdem derart angeordnet, daß der bewegliche Körper 14 und der
Hebel 17 einander gegenüber der Länge nach verschoben werden können (Fig. i und
4).
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Das Ende eines jeden Hebels 17, das sich auf der linken Seite der
Fig.i außerhalb der Vorrichtung befindet, trägt einen Zapfen i9, auf dem ein Steuergriff
2o schwenkbar gelagert ist.
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Am entgegengesetzten Ende trägt der Hebel 17 zwei Zähne, von denen
der eine 21, der auf der Oberseite des Hebels 17 angeordnet ist, in die untere Nut
des Ouerstabes 4 und der andere 22, der auf der Unterseite des Hebels 17 angeordnet
ist, in die obere Nut eines der O.uerstäbe 9 oder io eingreifen kann.
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jeder der beweglichen. Körper ist noch mit einer Aussparung versehen,
die zur Aufnahme einer Stange 23 dient, welche zwei Führungsstücke 24, 25 trägt,
die mit einem Kopf wie der Zapfen 18 versehen sind. Diese Köpfe greifen in Langlöcher
des beweglichen Körpers 14 derart ein, daß die Stange 23 in ihrer Aussparung gehalten
wird und dabei trotzdem sich etwas verschieben kann.
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Am inneren Ende der Stange 23, das sich dem Hebel 17 gegenüber befindet,
ist eine Aussparung vorgesehen, die das zylindrische Ende eines Lenkers 26 aufnimmt,
das entweder in den Einschnitt 27 oder den Einschnitt 28 der genannten Aussparung
eingreifen kann.
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Das andere Ende des Lenkers, das ebenfalls rund ausgebildet ist, .greift
in eine Aussparung ein, die am inneren Ende des Hebels 17 vorgesehen ist.
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Am äußeren Ende der Stange 23 ist eine Rückzugfeder 29 angehängt,
die auf Zug beansprucht wird und an einem Zapfen 3o angreift, der auf demMaschinengestell
befestigt ist.
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Der Hebel 17 ist mit einem Vorsprung 33 versehen, der als Kulisse
ausgebildet ist, in die der Schweif 32 eines Anschlages 31 eingreift, der durch
eine Stange 35 mit eirein Anschlagstück 34 verbunden isl. Die Profile der Kulisse
33 und des Schweifes 3-9 sind derart gewählt, daß der Hebel 17 um den Zapfen
18 schwingen kann, ohne das aus den Teilen 31, 35, 34 bestehende Ganze zu verschieben.
In keinem Augenblick entsteht jedoch ein Spielraum zwischen dem Schweif 32 und der
Kulisse 33, so daß die Teile 31, 35, 34 bei der Längsbewegung des Hebels 17 und
seines Zapfens 18 mitgenommen werden. Die Stange 35, die lose durch Aussparungen
von zylindrischer Gestalt des beweglichen Körpers 14 hindurchgeht, trägt -zwei Gewinde
von verschiedener Steigung, die jeweils in den Anschlag 31 und das Anschlagstuck
34 eingeschraubt sind und die es gestatten, den Abstand zwischen diesen beiden Teilen
zu regeln. Eine Schraube 36 ermöglicht es, durch Druck den Anschlag 31 auf der Stange
35 festzuhalten, indem sie nach der Einstellung in den Anschlagar eingeschraubt
wird.
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Eine Feder 37, die zwischen das Ende 55 der Stange 35 und einen Schulteransatz
des beweglichen Körpers 14 gedrückt ist, sucht diesen Körper beständig in eine derartige
Lage zu bringen, daß der Boden 54 der Aussparung, in die das Anschlagstück 34 eingreift,
in Berührung mit der senkrechten äußeren Fläche dieses Anschlagstückes kommt. Außerdem
ist die Länge des Anschlagstückes 34 so bemessen, daß in der oben bestimmten Lage
die senkrechte Fläche 38 des beweglichen Körpers 14 etwas über die senkrechte innere
Fläche des Anschlagstückes 34 vorsteht.
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Auf der vorbeschriebenen Anordnung ergibt sich folgendes: i. Die aus
.den Teilen 17, 33, 32, 31. 35, 34 bestehende Einrichtung bestimmt die Lage der
senkrechten inneren Fläche des Anschlag-' stückes 34 in einer bestimmten und einstellbaren
Entfernung von der Nut desjenigen Ouerstabes 4, 9, io, in dem die aus den Teilen
2,6, 23, 29 bestehende Vorrichtung entweder den Zahn 2i oder den Zahn 22
des Hebels 17 festhält.
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2. Welches die Lage ,des Anschlagstückes 34 sei, so wird die Feder
37 die Fläche 38 des Körpers 14 derart beeinflussen, daß diese Fläche 38 gegenüber
dem Anschlagstück 34 die oben bestimmte Lage einnimmt.
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In einem Schlitz des Anschlagstückes 34 ist durch eine Niete ein Stahlband
39 befestigt, das durch einen Einschnitt im oberen Teile des beweglichen Körpers
14 hindurchgeht.
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In einer Aussparung am oberen Ende des beweglichen Körpers 14 ist
ein Rohr 42 vorgesehen, das durch Klauen 43, 44 (Fig.1) in einer etwas gegenüber
der waagerechten Ebene geneigten Lage gehalten wird. Ein Kolben 41 gleitet in dem
Rohr 42 und trägt einen Zapfen 40, der durch die Wand .des Rohres in einer passend
gestalteten Öffnung hindurchgeht.
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Der Zapfen 4o ist selbst auf dem Stahlband 39, und zwar an dessen
Ende, befestigt.
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Das untere Ende des Rohres 42 ist durch einen Stopfen 45 verschlossen.
Ein Loch ist im unteren Teile des Rohres über dem Stopfen vorgesehen und durch ein
zylindrisches dünnes Metallstück 46 geschlossen, das als Saugklappe ausgebildet
ist.
Der Kolben 41 sitzt im Rohre 42 mit etwas Spiel, und Öffnungen
47 sind im unteren Teile des Rohres gegenüber dem Kolben vorgesehen.
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Die Aussparung des beweglichen Körpers, in der sich das Rohr befindet,
ist teilweise mit Öl angefüllt.
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Die Fadenführerschiene 48 ruht auf dem Stahlband 39 und wird seitlich
durch die Ränder des oberen Einschnittes dQs beweglichen Körpers geführt. Das Ende
der Fadenführerschiene ist fest mit einem Anschlagstück 49 verbunden, das bei Hubende
dei Schiene gegen die Fläche 38 des beweglichen Körpers 14 vor der Berührung mit
dem Anschlag 34 stößt.
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Ein Halter 50, der sich auf dem Träger i befindet, trägt eine Kappe
5 i, die die Körper 14 führt und ihr Gegeneinanderreiben verhindert, -da diese Körper
gegen die Senkrechte geneigt sind (Fig. 2).
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Es ist bekannt, daß auf Maschinen Cottonscher oder ähnlicher Bauart
die Fadenführerschienen in Stellungen stehenbleiben, die den Rändern der Strumpflängen
oder auch der Sohle, den äußeren und inneren Rändern der Hochfersen und der Fersen
entsprechen. Fig. i zeigt die linke Seite einer Maschine. Das Einhaken des Hebels
17 auf dem Stab q. entspricht dort z. B. dem äußeren linken Rand der Beinlängen,
auf dem Stab 9 dem inneren Rand der linken Hochferse und der linken Ferse, auf dem
Stab io dem inneren Rand der rechten Hochferse und der rechten Ferse.
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Der Übergang von einer in die andere Stellung entsprechend der durch
die verschiedenen Fadenführerschienen auszuführenden Arbeit findet wie folgt statt:
Ist der Hebel 17 z. B. in den Querstab 4 (Fig. i) eingehängt und hebt man den Steuergriff
2o, so wird das Ende 52 dieses Griffes sich gegen .den unteren Rand des Einschnittes
des beweglichen Körpers 14 legen, welcher den Hebel aufnimmt und dessen Schwingbewegung
um den Zapfen 18 bewirkt, wodurch sich der Zahn 2i löst und der Hebel 17 sich in
einer mittleren Lage einstellt, derart, daß derLenker 26 die Lage 26a und der Griff
die Lage 2o11 einnimmt.
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In diesem Augenblick können sich weder der Zahn 21 noch der Zahn 22
des Hebels 17 in den Nuten der Querstäbe 4, 9 oder io festhaken, wenn sich der Hebel
17 längsverschiebt.
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Das Ende des Lenkers 26 stützt sich gegen den Boden derAussparung
27, und die untere Fläche des Lenkers 26 legt sich gegen die obere Fläche des Einschnittes
der Stange 23, in dem er sich befindet. - Anderseits kann der Steuergriff 2o nicht
weiter um seinen Zapfen i 9 schwingen, denn er stößt gegen das Ende des Hebels 17.
In dieser Lage des Steuergriffes wind somit der Steuerhebel 17 leicht in der ausgerückten
Lage festgehalten.
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Unter der Einwirkung der Feder 29 werden die Stangn 23, der Hebel
17 und demgemäß auch der durch diesen letzteren mitgenommene Körper 14 in Richtung
des Pfeiles F gezogen. Läßt man den Hebel 17 sich in Richtung :dieses Pfeiles bewegen,
so wird ein auf dem Körper 14 befestigter Zapfen 53 gegen den Halter 5o stoßen,
und der Anschlag 34 der Fadenfiihrerschiene 48 wird sich außerhalb der Arbeitslage
befinden.
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Drückt man im Gegenteil gegen den Hebel 17 in der entgegengesetzten
Richtung, d. h. indem man die Feder 29 derart spannt, daß der Zahn 22 zwischen die
Querstäbe 9 und io kommt, und übt man in diesem Augenblick eine weitere Kraft aus,
um den Zapfen ig des Hebels 17 zu heben, so wird .der Hebel auf den Lenker 26 einwirken
und ihn gegen den unteren Rand des Einschnittes am Ende der Stange 23 drücken und
das Ende des Lenkers 26 zwingen, um diesen Stützpunkt zu schwingen und aus dem Einschnitt
27 herauszutreten, um in den Einschnitt 28 zu treten. Der Lenker wird alsdann die
Lage 26b und der Griff die Lage tob einnehmen.
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Läßt man das Ganze unter der Einwirkung der Feder 29 zurückgehen,
so wird der Zahn 22, der von der Schrägfläche des Querstabes 9 angegriffen wird,
sich etwas anheben und alsdann in die Nut des Querstabes zurückfallen.
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Hätte man den Hebel 17 am Querstab io anhängen -,vollen, so hätte
es genügt, den Hebel um eine genügende Länge zu verschieben, damit der Zahn 22 über
diesen Onerstab io hinausging.
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Der Rückgang in die Lage gemäß Fig. i findet durch eine umgekehrte
Steuerung statt. Die Wirkungsweise der beweglichen Körper ist die gleiche, welches
auch die Lage des Einhängepunktes des Hebels 17 an einem der Querstäbe 4, 9 oder
io sei. Dies wird nachfolgend nur für die in Fig. i dargestellte Lage beschrieben
(wobei sich .der Hebel 17 mit dem Querstab 4 in Eingriff befindet).
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Sobald die Fadenführerschiene 48, die sich in Richtung des Pfeiles
Fi verschiebt, auf die senkrechte Fläche 38 des beweglichen Körpers 14 stößt, schleudert
sie durch ihren Stoß diesen beweglichen Körper in der gleichen Richtung F1 fort.
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Da die Masse des beweglichen Körpers 14 gleich ist der Masse der Fadenführerschiene
48, würde die Fadenführerschiene gleich nach ihrem Aufschlagen gegen den beweglichen
Körper stillstehen, wenn sie nicht durch ihre Antriebsvorrichtung weiter verschoben
würde.
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Unter der fortwährenden Einwirkung ihrer Antriebsvorrichtung bewegt
sich jedoch die Fadenführerschiene 49 bis zu ihrem festen
Anschlag
34 weiter, an dem sie mit sehr geringer Geschwindigkeit ankommt, da sie ihre gesamte
kinetische Energie beim Aufschlagen an den beweglichen Körper 14 abgegeben hat und
während des Resthubes bis zum festen Anschlag 34, der nur ungefähr einen Millimeter
beträgt, nur eine sehr geringe neue kinetische Energie aufspeichert.
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Der bewegliche Körper 14, welcher die kinetische Energie der Fadenführerschiene
aufgenommen bat, erhält eine gewisse Geschwindigkeit, mit der er in Richtung des
Pfeiles FT verschoben wird. (Die Verschiebung des beweglichen Körpers gegenüber
dem Hebel 17 wird durch das Langloch in diesem Körper ermöglicht, das den Zapfen
18 des Hebels aufnimmt.) Da die mit dem Querstabe 4 £est verbundene Stange 35 nicht
an dieser Bewegung teilnimmt, wird die Feder 37 gespannt und setzt diese Bewegung
einen beständig größer werdenden Widerstand entgegen, der schließlich die Geschwindigkeit
des Körpers 14 vernichtet, nachdem er einen gewissen Weg zurückgelegt hat, und ihn
alsdann in Richtung des Pfeiles F2 zurückzuziehen sucht.
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Während der ersten Bewegung hat aber der Körper 14 das Rohr 4a mitgenommen,
und da der Kolben 41 fest stehenbleibt und zu diesem Zwecke mit dem festen Anschlag
34 durch das Stahlband 39 verbunden ist, so wird durch die relative Verschiebung
des Rohres und des Kolbens Öl in das Rohr 42 eingesaugt, wobei sich die Klappe 46
selbsttätig öffnet.
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Sobald die Feder 37 auf den beweglichen Körper 14 in Richtung des
Pfeiles F2 einwirkt, sucht der Kolben 41 das 0I aus dem Rohr 42 auszutreiben. Jedoch
wind durch den Druck die Klappe46 wieder geschlossen, und das 01 kann nur
durch die Löcher 47 infolge des beringen Spieles zwischen dem Kolben und dem Rohr
entweichen. Die Bewegung des Körpers 14 in Richtung des Pfeiles F2 wird somit gehemmt,
und die Fläche 38 des beweglichen Körpers 14 wird wieder mit der auf dem Anschlag
34 verbliebenen Fadenführerschiene 48 in Berühung kommen, und zwar mit einer derart
geringen Geschwindigkeit, daß sich diese Fadenführerschiene nicht verschieben kann.
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Sobald die Fadenführerschiene in Richtung des Pfeiles F2 für die Herstellung
der folgenden Reihe angetrieben wird wird, der Körper 14 die ursprüngliche Lage
wieder einnehmen, die in Fig. i dargestellt ist, wobei sich die Fläche 38 etwas
vor dem Anschlag 34 befindet.
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Eine weitere Ausführung des Erfindungsg eg e ilstandes (Fig. 6) besteht
darin, den beweglichen Körper 14 in Erwartung des Stoßes derart anzuordnen, daß
die äußerste Fläche 38 dieses Körpers sich gegen die Fläche des festen Anschlages
34 legt, die derjenigen, mit welcher die Fadenführerschiene inBerührung kommt, entgegengesetzt
ist (Fig.6), anstatt sie, wie oben beschrieben, in einerEbene vorzusehen, -die sehr
nahe an der Fläche des festen Anschlages liegt, der die Fadenführerschiene aufnimmt.
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Letztere schlägt dadurch nur gegen den festen Anschlag, und dieser
überträgt durch Elastizität den größten Teil der kinetischen Energie der Fadenführerschiene
auf den beweglichen Körper, ohne selbst eine Verschiebung zu erleiden.
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Der auf diese Weise angestoßene bewegliche Körper wird in Richtung
der Verschiebung der Fadenführerschiene fortgeschleudert und legt sich dann wieder
gegen den festen Anschlag wie vor dem Stoß, was unter der Einwirkung von Dämpf-
und Hemmvorrichtungen stattfindet, die den vorbeschriebenen nachgebildet sind.
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Die verschiedenen Ausführungen mit unabhängigen, beweglichen Körpern,
die jeweils einer Fadenführerschiene entsprechen, könnten ebenfalls für einen einzigen
beweglichen Körper für alle Fadenführerschienen vorgesehen werden.