DE571818C - Ablesemarke fuer mit Druck oder Waermemesser arbeitende Untersuchungsvorrichtungen, insbesondere fuer Gasgemische - Google Patents
Ablesemarke fuer mit Druck oder Waermemesser arbeitende Untersuchungsvorrichtungen, insbesondere fuer GasgemischeInfo
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Description
- Ablesemarke für mit Druck oder Wärmemesser arbeitende Untersuchungsvorrichtungen, insbesondere für Gasgernische In Bergwerken, Gruben, Wohnraumen o. dgl. tritt häufig der Fall ein, daß durch Eindringen oder Absonderung nicht atembarer Gase, z. B. Kohlensäure, ein gefahrbringender Mangel an Sauerstoff entsteht. Die Grenze, bei der Menschen noch leben können, ist erreicht, wenn der Gehalt der Atemluft auf 15 Olo Sauerstoff gesunken ist.
- Es ist nun schon häufig versucht worden, diesen Grenzgehalt durch Indikatoren, z. B. durch Mitnahme chemisch, physikalisch oder elektrisch wirkender Mittel, rechtzeitig kenntlich zù machen Insbesondere ist es üblich, bei Überschreitung der gefahrbringenden Grenze der Zusammensetzung von Gasgemischen mit Hilfe von elektrischen Kontakten, welche in den zur Anzeige benutzten Druckmessern oder Thermometern angeordnet sind, ein Alarmzeichen zu geben. Alle diese Verfahren bewährten sich aber nicht, entweder wegen ihrer Unzuverlässigkeit oder wegen ihrer Umständlichkeit und der zu ihrer Durchführung benötigten zu langen Zeitdauer.
- Im übrigen hat man auch schon vorgeschlagen, an einem Zugmesser für mit künstlichem Zug betriebene Ofen mittels eines verschiebbaren Zeigers auf einer Skala als Merkmal für den Heizer einen Punkt empirisch festzulegen, den die Flüssigkeitssäule nicht über- oder unterschreiten darf.
- Schließlich sind verschiebbare Skalen, deren Nullpunkt entsprechend den Untersuchungsbedingungen eingestellt wird, gebräuchlich, insbesondere auch bei Druckmessern zur Berücksichtigung des richtigen Nullwertes der manometrischen Flüssigkeit in einem U-Rohr.
- Diese Einrichtungen betreffen aber teils völlig abseits liegende Arbeitsgebiete, teils sind sie zu teuer und umständlich.
- Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Ablesemarke für mit Druck-oder Wärmemesser arbeitende Untersuchungsvorrichtungen für Gasgemische o. dgl.
- Der eigentliche gasanalytische Apparat besteht in bekannter Weise aus einem mit einem Druckmesser oder -einem Wärmemesser ausgestatteten und mit einem Sauerstoff schnell unter Wärmeentwicklung absorbierenden Mittel beschickten, verschließbaren Behälter zur Aufnahme einer bestimmten Menge des zu prüfenden Luftgemisches. Als Absorptionsmittel kann z. B. alkalische Pyrogallol-oder Natriumhydrosulfitlösung dienen.
- Zweckmäßig verfährt man nach einem bekanntenVerfahren so, daß man diePyrogallol-oder Natriumhydrosulfitlösung in leicht zerbrechlichen Kapseln 0. dgl. einschließt, sie in dieser Umhüllung in den mit Kalilauge beschickten Behälter bringt, den Behälter schließt und dann durch Schütteln ein Zerbrechen der Kapsel bewirkt. Infolge der sofort eintretenden Sauerstoffabsorption tritt eine. mit mehr oder weniger großer Wärmeentwicklung verbundene Druckverminderung im Innern des Behälters ein.
- Diese Druckminderung bzw. die Wärmetönung kann an dem Druck- bzw. Wärmemesser abgelesen werden.
- Erfindungsgemäß wird nun an aber Skala des Druckmessers oder des Wärmemessers eine verschiebbare Ablesemarke angebracht, die im wesentlichen aus zwei die Skala federnd umfassenden Ringen 0. dgl. besteht, welche durch ein festes, die gleichzeitige Verschiebung beider Ringe erzwingendes Zwischenstück miteinander verbunden sind. Die Länge dieses Verbindungsstückes wird durch Versuche empirisch festgestellt. Es soll so lang sein, daß es dem Steigen der Quecksilbersäule o. dgl. eines Druck- oder Wärmemessers für einen bestimmten Grenzfall entspricht. Wie oben gesagt, liegt z,B. die Grenze für den Sauerstoff in noch atembarer Luft bei 15 O/o. Will man nun die Vorrichtung dazu benutzen, um zu prüfen, ob noch genügendSauerstoff in der Atmungsluft eines Raumes vorhanden ist, so hat man bei dem Bau des Apparates zunächst durch Versuche festzustellen, um wieviel die Quecksilbersäule o. dgl. im Druck- oder Wärmemesser steigt, wenn man in der Vorrichtung Luft mit I5 0/o Sauerstoffgehalt untersucht. Steigt die Quecksilbersäule o. dgl. dabei z. B. um x mm, so wählt man die Länge des Verbindungsstückes so, daß auch die Entfernung zwischen den beiden Ringen genau x mm beträgt. Zur Messung des Sauerstoffgehalts in einem bestimmten Raum öffnet man die Flasche und stellt den unteren Ring der Ablesemarke auf den Meniskus der Quecksilbersäule o. dgl. im Druck- oder Wärmemesser ein. Dann füllt man die Flasche mit der zu untersuchenden Raumluft, was gegebenenfalls durch Ausblasen mittels eines Gummiballes, der die Raumluft ansaugt, oder auf andere bekannte Weise geschehen kann, schließt die Flasche wieder und schüttelt sie dann so stark, daß die mit der Reagenzlösung gefüllte Kapsel 0. dgl. zerbricht. Man beobachtet dann, ob die Quecksilbersäule mindestens bis zum oberen Ringe steigt. Ist dies der Fall, so ist noch genügend Sauerstoff in der Atmungsluft vorhanden.
- Natürlich kann man die Einrichtung auch zum Nachweis anderer Gase, z. B. von Kohlenoxyd, benutzen. So bewirkt z.B. Luft, die eine bestimmte Menge Kohlenoxyd enthält, beim Durchgang durch einen Oxydationskatalysator eine bestimmte Wärmetönung, die am Steigen eines in den Katalysator eingebetteten Thermometers gemessen werden kann Stellt man nun auch in diesem Falle empirisch fest, um wieviel Grad bzw.
- Millimeter die ouecksilbersäule bei dem eben noch zulässigen Gehalt an Kohlenoxyd in der Atmungsluft steigt, so kann man danach den Abstand der Ringe bestimmen. Eine Raumluft, die ein stärkeres Steigen des Thermometers bewirkt, ist dann nicht mehr als atmungsfähig anzusehen. Der Träger der-Vorrichtung wird also sofort darauf aufmerksam gemacht, daß ein gefahrdrohender Sauerstoffmangel einzutreten beginnt bzw. daß Giftgase in schädlicher Menge vorhanden sind. Die Einrichtung und die Handhabung der Ablesemarke ist so, daß auch jeder Ungeübte mit Sicherheit damit umgehen kann.
- Auf der Zeichnung ist die neue Vorrichtung dargestellt, und zwar in Verbindung mit einer Einrichtung zur Bestimmung des Sauerstoffs in der Atmungsluft.
- Abb. I zeigt eine mit einem Druckmesser und Abb. 2 eine mit einem Wärmemesser ausgestattete Einrichtung, während Abb. 3 in größerem Maßstabe die verschiebbare Ablesemarke von der Seite und in einem Querschnitt von oben gesehen darstellt.
- Mit a ist das die Kalilauge b enthaltende Gefäß, mit c die leicht zerbrechliche, z.B. mit Pyrogallol gefüllte Kapsel bezeichnet. f ist der Druckmesser, auf dessen Skala die verschiebbare Ablesemarke g, die aus den beiden Ringen g1 und g2 und dem festen Mittelstückg3 gebildet ist, angebracht ist (Abb. I und 3). e in Abb. 2 bezeichnet ein Thermometer, an dem wiederum die Vorrichtung g verschiebbar sitzt. d bezeichnet einen Flaschenverschluß, z. B. einen Gummistopfen o. dgl.
- Bei Benutzung der Vorrichtung wird der Ring g2 auf den Meniskus des Druck- oder Wärmemessers vor der Reaktion eingestellt, während der Ring gt die Stelle kemlzeichnet, bis zu welcher die Ouecksilbersäule z. B. bei Prüfung des Sauerstoffgehalts mindestens steigen muß bzw. welche sie bei der Untersuchung auf einen schädlichen Gasgehalt der Luft nicht überschreiten darf.
- Um ein. rund dieselbe Anzeigevorrichtung für verschiedene Gase benutzen zu können, kann man das Verbindungsstück zwischen den Markierungsringen in seiner Länge veränderlich gestalten, z. B. dadurch, daß man den oberen Ring auf einem Verbindungsstück beliebiger Länge gleiten läßt und den Abstand beider Ringe durch eine Mikrometerschraube o. dgl. dem jeweils zu untersuchenden Gasgemisch entsprechend einstellt.
Claims (2)
- PATNTANSPRÜCHE: 1. Ablesemarke für mit Druck- oder Wärmemesser arbeitende Untersuchungsvorrichtungen, insbesondere für Gasgemische, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablesemarke aus zwei durch ein Zwischenstück fest miteinander verbundenen, die Skala des Druck- oder Wärmemessers zweckmäßig federnd umfassenden Ringen oder Klemmen besteht, wobei die Länge des Zwischenstücks durch empirischeVersuche dem jeweils zu untersuchenden Gasgemisch angepaßt ist.
- 2. Ablesemarke nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,. daß das Verbindungsstück in seiner Länge veränderlich gestaltet ist, z. B. dadurch, daß man den oberen Ring auf einem Verbindungsstück beliebiger Länge gleiten läßt und den Abstand beider Ringe durch eine Mikrometerschraube o.dgl. dem jeweils zu untersuchenden Gasgemisch entsprechend einstellt.
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