DE579810C - Elektrische Leuchtroehre - Google Patents
Elektrische LeuchtroehreInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
- H01J61/02—Details
- H01J61/52—Cooling arrangements; Heating arrangements; Means for circulating gas or vapour within the discharge space
- H01J61/523—Heating or cooling particular parts of the lamp
Landscapes
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Description
AUSGEGEBEN AM
1. JULI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Jlft 579810 KLASSE 21 f GRUPPE 82o2
Zusatz zum Patent 518948
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Oktober 1930 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 12. Januar 1930.
Im Patent 518948 ist eine elektrische
Leuchtröhre mit einer Füllung aus kondensierbaren Metalldämpfen und die Entladung
einleitenden Gasen, insbesondere Edelgasen, beschrieben, bei der den beiden Elektrodengefäßen
kurze Übergangsstellen von einer gegenüber der Temperatur des Hauptrohrteils höheren Temperatur vorgelagert sind, um eine
schädliche Kondensation des Metalldampfes in den im Betriebe etwas kälteren. Elektrodengefäßen
zu verhindern.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß es bei Gleichstrombetrieb derartiger Leuchtröhren
im vollen Gegensatz zum meist üblichen
Wechselstrombetrieb weit vorteilhafter ist, wenn nur vor einem der Elektrodengefäße
eine kurze Übergangsstelle von die Röhrentemperatur übersteigender Temperatur vorgesehen
wird. Bei Gleichstrombetrieb tritt näm-
ao Hch unter dem Einfluß des gerichteten Spannungsgefälles
eine Trennung der beiden Füllungsbestandteile des zur Erleichterung der Zündung verwendeten Gases, etwa Edelgases,
und des Metalldampfes in der Weise ein, daß der elektropositivere bzw. der leichter ionisierbare
Bestandteil der Füllung allmählich zur Kathode wandert. Da der Metalldampf meist
elektropositiver ist als das zur Erleichterung der Zündung beigegebene Gas, so entsteht
an der Kathode eine Anreicherung des Metalldampfes und an der Anode eine Anreicherung
des Zündgases. Dieser als Elektrophorese bekannte Vorgang des Wanderns der Füllungsbestandteile
unter dem Einfluß der gerichteten Entladung ist für den Betrieb derartiger Leuchtröhren an Gleichstrom noch
weit nachteiliger als die unerwünschte Kondensation des Metalldampfes in den Elektrodengefäßen,
und zwar ,deswegen, weil die Elektrophorese meist schon im Verlauf weni- 4»
ger Stunden zur Folge hat, daß die Röhren in ihren verschiedenen Teilen mit verschiedener
Farbe leuchten.
Dieser den Betrieb derartiger Röhren praktisch unmöglich machende Nachteil der Elektrophorese
wird nun durch Vorsehung einer der einen Elektrode vorgelagerten, auf hoher Temperatur gehaltenen Übergangsstelle unschädlich
gemacht, da letztere eine Rückdiffusion des angereicherten Füllungsbestandteils
veranlaßt. Die Elektrophorese kommt dadurch, sehr schnell zum Stillstand bzw. wird
praktisch sogar am Entstehen gehindert.
Die Stelle hoher Temperatur kann, wie schon im Hauptpatent angegeben, in an sich
bekannter Weise durch Einschnüren des Rohrs
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden;
Dr. Martin Reger in Berlin.
an der vorgelagerten Übergangsstelle, Umschließen der Übergangsstelle mit einem
Wärmeschutzmantel oder auch Erhitzen der Übergangsstelle, etwa mittels einer Heizdrahtwicklung,
erzielt werden. Zweckmäßig wird die auf höherer Temperatur gehaltene Übergangsstelle
vor derjenigen Elektrode ange-' bracht, zu welcher der Metalldampf hinzuwandern geneigt ist, also in der Regel vor der
ίο Kathode,, so daß durch Rückdiffusion des
Metalldampfes auch eine Ansammlung des beigegebenen Zündgases an der Anode verhindert
wird. Es kann aber auch umgekehrt die Übergangsstelle höherer Temperatur vor der Anode bzw. vor· derjenigen Elektrode angebracht
werden, zu welcher das Zündgas hinwandert. In letzterem Falle wird dann durch Rückdiffusion des Gases der Metalldampf
gehindert, sich an der anderen Elektrode anzusammeln.
Die durch die Stelle erhöhter Temperatur bei Gleichstrombetrieb ausgelöste neue Wirkung
der Verhinderung der Elektrophorese tritt, wie sich gezeigt hat, auch ein, wenn die
Füllung der Leuchtröhre aus einem Gasgemisch besteht. Beispielsweise wandert bei
einem Gemisch von Helium und Argon das Argon zur Kathode, bei einem Gemisch von Xenon und Argon dagegen das Xenon und
bei einem Gemisch von Helium und Wasserstoff das Helium zur Kathode. Dieser zu
einer Umschichtung des jeweils verwendeten Gemisches führende Vorgang tritt jedoch
praktisch nicht in Erscheinung, sobald erfindungsgemäß einer der beiden Elektroden, und
zwar zweckmäßig der Kathode, eine , aufhöherer Temperatur gehaltene Übergangsstelle
vorgelagert wird.
Claims (2)
1. Elektrische Leuchtröhre, deren Füllung aus einem Gemisch leicht kondensierbarer
Dämpfe und die Entladung einleitenden Gasen, insbesondere Edelgasen, besteht, gemäß Patent 518 948, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Vermeidung der Elektrophorese des Gemisches bei Gleichstrombetrieb nur vor einem Elektrodengefäß
eine kurze Übergangsstelle von die Rohr temperatur übersteigender Temperatur
vorgesehen ist.
2. Elektrische Leuchtröhre nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung
der nur vor einem Elektrodengefäß angebrachten, auf hoher Temperatur'
gehaltenen Übergangsstelle bei einer mit einem Gasgemisch, gefüllten, mit
Gleichstrom betriebenen Leuchtröhre.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE579810T | 1930-10-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE579810C true DE579810C (de) | 1933-07-01 |
Family
ID=34608809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930579810D Expired DE579810C (de) | 1930-10-28 | 1930-10-28 | Elektrische Leuchtroehre |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE579810C (de) |
| FR (1) | FR40399E (de) |
| GB (1) | GB382042A (de) |
-
1930
- 1930-10-28 DE DE1930579810D patent/DE579810C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-06-24 FR FR40399D patent/FR40399E/fr not_active Expired
- 1931-10-02 GB GB2743631A patent/GB382042A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR40399E (fr) | 1932-06-09 |
| GB382042A (en) | 1932-10-20 |
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