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Spulenwickelmaschine mit einer Einrichtung zum automatischen Einbringen
von Papier- oder Isolierstreifen zwischen die Lagen der Spule und Steuerung der
Papierzuführung durch die hin und her gehende-Drahtführung Die Erfindung bezieht
sich auf Spulenwickelmaschinen mit einer Einrichtung zum Einbringen von Papier-
oder Isolierstreifen zwischen die Lagen der in der Entstehung begriffenen Spule.
Spulenwickelmaschinen mit automatischer Papierzuführung und automatischer Abmessung
der Längen der einzuwickelnden Papier- oder Isolierstreifen sind bereits bekannt.
Auch bedeutet es bei solchen Maschinen nichts Neues mehr, federnde Finger zum Andrücken
und Niederhalten der einzuwickelnden Papier- oder Isolierstreifen vorzusehen und
die intermittierende Funktion der Papierzuführung mechanisch vermittels einer mit
der hin und her laufenden Drahtführung in Eingriff 'gebrachten Schiene zu steuern,
die als solche die Papierzuführung auslöst und das Papier abmessen, abschneiden
und der Spule zuführen läßt.
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Zweck der Erfindung ist Schaffung einer Maschine, die die oben angegebenen
Funktionen mit möglichst einfachen, billigen und zuverlässig arbeitenden Mitteln
zu erfüllen vermag. Demgemäß kennzeichnet sich die Erfindung vor allem dadurch,
daß im Gegensatz zu dem bis jetzt Bekannten die Steuerung der ganzen Papierzuführung
einschließlich der entsprechend der Vergrößerung des Spulendurcbmessers erforderlichen
Längenbemessung der Papier- oder Isolierstreifen durch eine in der Maschine hinten
angeordnete, mit einer geraden und mit einer schraubenförmigen Nut versehene Meßrolle
vermittelt wird.
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Eine solche Konstruktion hat nicht- nur den Vorzug, daß sie, wie an
sich bekannt, das Papier automatisch zuführt und vom Vorrat in gewissen Längen automatisch
abschneidet, sondern auch noch einen gewissen Vorzug insofern, als die entsprechend
dem größer werdenden Spulendurchmesser erforderliche Längenzunahme der Papier- oder
Isolierstreifen automatisch so reguliert wird, daß sich die Enden der Streifen stets
gleichmäßig weit überlappen. -Nur so ist es möglich, sauber, d. h. gleichmäßig fest
und glatt gewickelte Spulen zu liefern.
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Auf weitere Einzelheiten der Erfindung hieran dieser Stelle des näheren
einzugehen, würde jedoch zu weit führen, weshalb im folgenden die Beschreibung der
Erfindung gleich an Hand eines besonderen, auf beiliegenden Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels geschehen soll.
Mit Bezug auf die Zeichnungen
stellen dar: Abb. i eine mit einer Papierzuführungsvorrichtung gemäß dieser Erfindung
ausgestattete Maschine in der Ansicht von vorn, Abb. 2 dasselbe, jedoch ohne- den
oberen Teil der Spulenwickelmaschine, in der, Ansicht von oben, Abb. 3 einen Schnitt
nach Linie 3-3 der Abb. i, Abb.4 einen ähnlichen Schnitt nach Linie 4-4 der Abb.
i.
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Abb. 5 und 6 stellen die Art der Zuführung und des Durchschneidens
des Papierstreifens dar.
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Abb.7 stellt schaubildlich eine Meßrolle gemäß dieser Erfindung dar.
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Mit Bezug auf diese Zeichnungen ist die Spulenwickelmaschine auf eine
Grundplatte i i gebaut. Es trägt diese Grundplatte' zwei Seitenständer 1a, 13 sowie
einen Elektromotor i4, der die Aufgabe hat, die zu wickelnde Spule 15 mit hoher
Geschwindigkeit in Umlauf zu setzen. 16 bezeichnet einen Reitstock zum Zentrieren
der Spule 15 und 17 eine auf der Motorwelle befestigte Reibscheibe. Eine Triebscheibe
18, die gegebenenfalls mit Gummi belegt wird, ist mit einem Träger i9 auf einer
Stange 2o verschiebbar gelagert. Die Stange 2o ist wiederum gelagert in besonderen,
auf der Grundplatte i i sitzenden Lagerböcken 2i. Die Triebscheibe 18 ist dank dieser
Anordnung zwischen der Reibscheibe 17 und einer zweiten, auf der Leitspindel 25
befestigten Reibscheibe 22 verschiebbar, so daß die Geschwindigkeit der Leitspindel
beliebig verstellt werden kann. Der Draht wird von einer Spule 24 abgenommen und
der Spule 15 über eine auf einem federgesteuerten Arm 26 sitzende Spannrolle 25
zugeführt. Es bezeichnet .weiterhin 27 den Anlaßschalter, 28 die Meßvorrichtung,
29 einen automatischen Ausschalter und 3o den hin und her beweglichen Drahtführer.
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Die Papierzuführungsvorrichtung besteht zunächst aus einer Grundplatte
31, die auf der schon eingangs erwähnten Grundplatte i i für die ganze Maschine
mit Schrauben 32 befestigt ist. Es können diese Schrauben gegebenenfalls gleich
mit zum Halten der Seitenständer 12 und 13 verwendet werden. Die Grundplatte 31
ist mit zwei hochstehenden Seitenständern 33, 34 versehen, die zur Achse der Leitspindel
23 rechtwinklig gerichtet sind, so daß die in jenen Ständern 33, 34 gelagerten Rollen
usw. um zur Leitspindel 23 parallele Achse rotieren.
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Die Meßrolle 33 ist in den Seitenständern 33, 34 gelagert, und zwar
nahe dem hinteren Ende dieser beiden Ständer. Die Meßrolle 35 besteht aus Stahl
o. dgl. und ist mit zwei Schlitzen versehen, von denen der eine Schlitz 36 gerade
und zur Drehachse der Rolle 35 parallel gerichtet ist, während der andere Schlitz
37 von dem einen Ende der Rolle 35 ausgehend bis zu dem anderen Ende schraubenförmig
eingeschnitten ist, und zwar so, daß er an dem einen Ende jener Rolle 35 ungefähr
6 mm vor dem geraden Schlitz 36 seinen Anfang nimmt und am anderen Ende ungefähr
6 mm hinter dem geraden Schlitz zu Ende geht (hierzu s. Abb- 7). Die hinteren Ränder
der Schlitze 36, 37 sind zu einem Zwecke, auf den erst weiter unten des näheren
eingegangen werden soll, etwas abgeschrägt.
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In zweckentsprechender Anordnung ist mit Bezug auf die Meßrolle und
etwas hinter derselben eine kleine Leitspindel 38 vorgesehen. Sie ist in den Seitenständern
33, 34 gelagert und in Eingriff gebracht mit einer halben Mutter 39 o. dgl., die
an ihrem vorderen Ende auf einem auf einer Stange 41 verschiebbaren Ringe 40 festgelegt
ist. Die Stange 41 ist in den Seitenständern montiert. Der Ring 4o ist in Mitte
mit einem Winkelhebel 42 verseben, und zwar ist dieser auf der Stange 41 derart
schwenkbar gelagert, daß er bei seiner durch den Ring vermittelten und zur Stange
41 längsgerichteten Verschiebung gegebenenfalls noch eine Versch@@enkung relativ
zum Ring ausführen kann. Wie das geschieht, wird weiter unten noch genauer beschrieben.
Ein Gegengewicht 43 könnte noch vorgesehen werden, um die halbe Mutter 39 mit der
Leitspindel 38 gut in Eingriff zu halten. Auf den horizontalen Arm des Winkelhebels
42 drückt eine kleine Blattfeder 44 o. dgl., damit der Winkelhebel 42 mit der Meßrolle
35 stets innigen Kontakt hält. Das vordere Ende des horizontalen Armes des Winkelhebels
42 ist, wie bei 45 angedeutet, nach unten gezogen, um so den schon eingangs erwähnten,
in den beiden Schlitzen 36, 37 der Meßrolle 35 arbeitenden Stift zu formen. Die
Leitspindel 38 wird in irgendeiner geeigneten Weise vom Hauptantrieb der Spulenwickelmaschine
in Umlauf gesetzt. Die bevorzugte Art des Antriebs der Leitspindel 38 sieht
jedoch auf der mit 23 bezeichneten Leitspindel eine Schnecke 46 vor, die zum Eingriff
in ein auf einer Welle 48 befestigtes Schneckenrad 47 bestimmt ist. Die Welle 48
liegt auf der Rückseite des Motors 14 und ist ein wenig schräg nach unten gerichtet.
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Welle 48 trägt des weiteren eine Reibkupplung 49 und ein Kronenrad
So, das mit einem zweiten, auf einer Welle 52 sitzenden Kronenrad 51 in Eingriff
gesetzt ist. Die Welle 52 treibt die Meßrolle 35 und trägt noch ein Zahnrad 53,
das auf der einen Seite mit
einem kleinen, mit Gummi bezogenen Rade
54 o. dgl. in Eingriff gehalten ist. Das Rad 54 steht andererseits mit einer Reibscheibe
55 in Berührung, die auf der von der Leitspindel 38 angetriebenen Welle 56 befestigt
ist. Das mit Gummi bezogene Rad 54 sitzt auf einem besonderen Träger 57, der als
solcher auf einer Stange 58 verschiebbar gelagert ist, so daß es möglich ist, die
Stellung des Rades 54 zwischen dem Zahnrad 53 und der Reibscheibe 55 und demzufolge
die relative Geschwindigkeit der Leitspindel 38 und der Meßrolle 35 zu verändern.
. 59 bezeichnet ein federgesteuertes Mittel zur Veränderung des auf das Rad 54 ausgeübten
Druckes. Mit dem Zahnrade 53 kämmt ein Zahnrad 6o - sitzend auf der Welle 61, auf
der auch die Zuführungsrolle 62 montiert ist - in solch einer Weise, daß die Zuführungsrolle
mit einer größeren Geschwindigkeit als die Meßrolle 35 in Umlauf gelangt. Die Zuführungsrolle
62 kann, sofern es verlangt wird, mit Gummi bezogen werden. Es ist weiterhin mit
der Zuführungsrolle 62 und über Zahnräder 63, 64 eine Rolle 65 gekuppelt, über welche
ein Förderband 66 geführt ist. Aufgabe dieses Bandes ist es, den Papierstreifen
bzw. das Isoliermaterial mit Bezug auf die Spule in Stellung zu bringen. Zwischen
der Zuführungsrolle 62 und dem Förderband 66 ist das Schneidmesser 67 untergebracht,
das das Papier in der erforderlichen Länge zuschneidet.
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Das Schneidmesser 67 ist etwas bogenförmig gehalten und montiert zwischen
den in den Seitenständern 33, 34 mittels einer Spindel 69 drehbar gelagerten Naben
68.
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Mit Bezug auf die Einrichtung der Steuerung der Arbeitsvorgänge sei
zunächst erwähnt, daß die vorderen Enden der Seitenständer 33, 34 mit hochstehenden
Lagern 70, 71 versehen sind und in diesen Lagern eine verschiebbare Stange 72 untergebracht
ist. Der hin und her bewegliche Drahtführer ist mit einem nach hinten gerichteten
Arm 73 versehen, der mit seinem hinteren Ende auf die Stange 72 gesetzt ist. Ferner
sind auf der Stange 72 zwei Anschläge 74, %5, je einer auf jeder Seite des Armes
73, vorgesehen. Die obenerwähnten Anschläge sind auf der Stange 72 verstellbar und
können in der gegebenen Einstellung gehörig festgelegt werden. Die Stange 72 selbst
ragt über das Lager 71 noch etwas hinaus und ist hier noch mit zwei weiteren festen,
gegenseitig etwas auf Abstand gehaltenen Anschlägen 76, 77 versehen. Zwischen diesen
Anschlägen und lose auf der Stange 72 ist ein zylindrischer, an den Enden 79, 8o
abgeschrägter Körper 78 angeordnet.
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Am Seitenständer 34 ist eine Nabe 8i angezapft, die mit einem hochstehenden
Arm 83 versehen und mit diesem Arm den zylindrischen Körper 78 angreift. Die Nabe
81 ist außerdem noch mit einem nach unten gerichteten Arm 83 versehen, der bei 84
mit einer längs neben dem Ständer 34 nach hinten laufenden Steuerstange 85 gelenkig
verbunden ist. Die Stange 85 ist auf der Grundplatte 31 in zweckentsprechend angeordneten
Lagerböckchen 86 und 87 gelagert. Auf der Stange 85 ist ein Widerlager 88 für eine
Druckfeder 89 angeordnet. Die Feder selbst sitzt zwischen diesem Widerlager 88 und
dein Lagerböckchen 86. Aufgabe der Feder ist es, die Stange 85 normalerweise immer
nach hinten zu drücken und so das obere Ende des Armes 82 mit dem zylindrischen
Körper 78 in inniger Berührung zu halten. Auf einem Ansatz 9o der Stange 85 ist
ein Stift 91 angeordnet, der zum Eingriff in den im unteren Arm 93 des Winkelhebels
9,4. befindlichen Schlitz 92 bestimmt ist. Diesem unteren Arm 93 des Winkelhebels
94 ist eine nach hinten sich erstreckende Stange 95 angeschlossen, die als solche
wiederum mit einem auf einer Spinde197 festsitzenden Hebe196 verbunden ist. Die
Spinde197 erstreckt sich quer durch die Papierzuführungsvorrichtung und besitzt
einen Längsnocken 98, welcher mit dem unteren Arm des Winkelhebels 42 zum Zwecke
der Verschwenkung des letzteren in Berührung steht. Gegen den oberen Arm ioo des
Winkelhebels 94 liegt ein Arm 99, der mit einer Stellschraube ioi auf einer ebenfalls
querdurch die Papierzuführungsvorrichtung hindurchgehenden Stange io2 befestigt
ist. Zwischen den Seitenständern 33, 34 ist diese Stange io2 mit zwei geschlitzten
Armen 103 versehen, die dazu dienen sollen, die Spindel 104 einer über der Zuführungsrolle
62 angeordneten Springrolle 105 zu halten.
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Zwischen dem Drehzapfen des Winkelhebels 94 und einem Stift 107, der
auf einer auf. der Messerspindel befestigten Scheibe io8 angebracht ist, ist eine
Zugfeder io6 verspannt. Die Scheibe io8 ist bei iog ausgeschnitten. Das Schneidmesser
wird in seiner oberen Stellung mittels eines Hebels iio gehalten, der mit seinem
einen Arm gegen das eine Ende des obenerwähnten Ausschnittes log zu liegen kommt
und mit seinem anderen Ende gegen das vordere Ende des Winkelhebels 94. Die oben
beschriebene Einrichtung bildet die Steuerung, deren Wirkungsweise im folgenden
noch. genauer beschrieben werden soll. Das Papier gelangt nach dem Passieren des
Schneidmessers 67 auf das Förderband 66 und wird durch zwei Springrollen 113 mit
dem Förderband in inniger Berührung gehalten. Das Schneidmesser ist an seiner Hinterkante
mit mehreren federnden Fingern 112 versehen, die ebenfalls mithelfen
sollen,
das Papier nach dem Passieren des Schneidmessers an das Förderband 66 fest anzudrücken.
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ach dem Verlassen des Förderbandes 66 wird das Papier von einem weiteren
Förderband 113 aufgenommen, in der Maschine nach vorn und schließlich vom Förderband
aus unter federnden Fingern 114., 115 der in der Wicklung befindlichen Spule zugeführt.
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Um das Kriechen der Bänder 66 und 113 auf ihren Rollen zu verhüten,
sind letztere gerillt und die Bänder um die Rippen gelegt. 1in Zusammenhang hiermit
sei erwähnt, daß es eine allgemein bekannte Tatsache ist, daß ein laufender Riemen
stets und ganz automatisch auf den höchsten Punkt der Riemenscheibe oder Reibrolle
aufzulaufen sucht.
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Zwischen der Zuführungsrolle 62 und,dem Schneidmesser 67 ist ein kleiner
Tisch 116 untergebracht. Das vordere Ende dieses Tisches dient. der Schneide des
Schneidmessers 67 gleichzeitig als Gegenschneide.
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Auf diesem Tisch ist an dem einen Ende mittels einer Schraube 118
ein leicht federnder Finger 117 befestigt, der das Papier auf dem Tisch fest niederhält,
ohne .jedoch die Reibung nennenswert zu vergrößern.
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Am hinteren Ende der Seitenständer 33, 34. sind zwei Arme iig und
i2o befestigt. Sie sind nach oben gerichtet und zur Aufnahme der Papierrollenspindel
122 mit Schlitzen 121 versehen. Die Papierrolle als solche ist mit 123 bezeichnet.
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Es soll nunmehr auf die Wirkungsweise der Vorrichtung näher Bezug
genommen werden. Der auf die Spule 15 zu wickelnde Draht soll von der Spule 24.
abgenommen; über die am Ende des Spannarmes sitzende Spannrolle 25 geleitet und
von hier zwischen den Glasröhrchen 125 und den dünnen Platten 126 hindurch der Spule
15 zugeführt werden. Wenn also die Reibrolle 18 zwischen den Reibscheiben 17 und
22 richtig eingestellt ist und wenn ebenso auch die Reibrolle 57 zwischen der Scheibe
55 und dem Zahnrad 53 korrekt eingestellt ist, wird der Draht von der Spule 24 ab
über die Spannrolle 25 hinweg und dann zwischen den Armen 125 und den dünnen Stahlplatten
126 nach unten hindurch zur Spule 15 gezogen. Der Zapfen 45 wird nunmehr mit dem
schraubenförmigen Schlitz 37 der Rolle 35 in Eingriff gebracht und das Schneidmesser
67 hochgehalten, so wie es der Fall ist, wenn das obere Ende des Armes 82 mit der
Stange 72 in Kontakt steht.
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Der Draht wird nunmehr auf der Spule festgelegt, und damit wäre die
Maschine anlaßfertig.
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Das Anlassen der Maschine erfolgt durch den Anlaßschalter 27. Nach
dein Anlassen wird der hin und her bewegliche Drahtführer seine Bewegung längs der
Leitspindel 23 antreten, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die entsprechend dem
Durchmesser des aufzuspulenden Drahtes durch die Stellung der Rolle 18 bestimmt
wird. Durch die auf der Leitspindel sitzende Schnecke q.6 und weiter über das Schneckenrad
47 wird auch die Welle 4.8 in Umdrehung versetzt. Da jedoch der Zapfen 45 mit dem
Schlitz 37 in Eingriff steht, kann die Meßrolle 35 sich nicht drehen, so daß die
Reibkupplung 4.9 schlupft und die Papierzuführungsvorrichtung noch außer Betrieb
bleibt.
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Der Drahtführer setzt seinen Weg auf der Leitspindel 23 in der einen
Richtung wie üblich fort, bis schließlich der Arm 73 den toten Gang zwischen den
Ringen 7q., 75 überholt hat. Sobald das der Fall ist, stößt der Arm 73 gegen einen
der obenerwähnten Ringe (gemäß Abb. 2 beispielsweise gegen den Ring 74.), so daß
die Stange 72 in derselben Richtung, mit anderen Worten in der Laufrichtung des
Drahtführers, mitgenommen wird. Die Stange 72 nimmt den Körper 78 mit, bis das obere
Ende des Armes 82 gegen das Ende des soeben erwähnten Körpers 78 zu liegen kommt.
Eine -weitere Bewegung des Körpers 8 zusammen mit der Stange 72 wird hierdurch verhindert,
" d. h. mit anderen Worten, der Körper 78 wird unter dem Drucke des Armes 82 längs
der Stange 72 verschoben, bis er mit seinem Ende gegen den Anschlag 77 zu liegen
kommt oder gegen 76, je nach Lage des Falles. Eine weitere Bewegung des Körpers
78 auf der Stange 72 wird sonach verhindert, so daß die fortgesetzte Bewegung des
Drahtführers das Ende des Armes 82 auf das abgeschrägte Ende des Körpers 78 auflaufen
läßt. Im Auflauf auf das abgeschrägte Ende des Körpers 78 wird der Arm 82 und mit
dieseln die Nabe 81 so weit verschwenkt, bis der Arm 82 den zvlin= drischen
Abschnitt des Körpers 78 erreicht und eine weitere Verschwenkung des Armes 82 dann
nicht mehr stattfindet. Durch die Rückbewegung des Armes 82 wird, wie es hiernach
wohl ohne weiteres verständlich sein dürfte, die Stange 85 nach vorn gezogen. Es
soll nunmehr näher auf das eingegangen werden, was die Vorwärtsbewegung der Stange
85 zur Folge hat. Der Ansatz 9i wird mit nach vorn genommen und dadurch den Winkelhebel
94. um -seinen im Seitenständer 3.4 sitzenden Drehzapfen schwenken. Mit der Verschwenkung
des Winkelhebels wird dessen vordere Nase unter dem Ende des Hebels i io vorgezogen,
so daß jetzt die Feder loh die Scheibe iog zur Bewegung und Abwärtsführung des Schneidmessers
67 herumdrehen kann. Mit Bezug auf die eben angedeutete Bewegung des Schneidmessers
wird auf
Abb. 6 hingewiesen. Das Schneidmesser wirkt im Verein mit
dem Tisch 116 gleich einer Schere und trennt das Papier, soweit es über den Tisch
116 hinausragt, vom übrigen Vorrat ab. Im ersten Arbeitsgange des Drahtführers,
wird jedoch noch kein Papier über den Tisch 116 hinausragen. Also wird im ersten
Arbeitsgange des Drahtführers auch noch kein Papier geschnitten.
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Die Bewegung des - Winkelhebels 94 wird aber auch auf die Stange 95
übertragen, d. h. letztere wird nach vorn gezogen und mit der Verschwenkung des
auf der Spindel 97 sitzenden Hebels 96 den Nocken 98, der ebenfalls auf der
Spindel 97 sich befindet, in Bewegung setzen. Mit der Bewegung des Nockens wird
der Winkelhebel 42 verschwenkt und so der am Ende des Winkelhebels sitzende Zapfen
45 weit genug gehoben, um vom oberen Rand der vertikalen Wand des Schlitzes 37 freizükommen.
Es bedeutet dies die Auslösung bzw. Freigabe der Meßrolle 35, so daß nunmehr die
Reibkupplung 49 den Antrieb bzw. die Drehung derselben aufnehmen kann. Die Meßrolle,
die Zuführungsrolle und (las Förderband werden nunmehr über die Getriebeteile 5o,
51, 6o, 64 und 64 in Umlauf gesetzt und so lange in. Umlauf gehalten, bis der Zapfen
45 gegen die vertikale Wand des' geraden Schlitzes 36 zu liegen kommt. Der abgeschrägte
hintere Rand des Schlitzes 36 läßt den Zapfen 45 in den Schlitz schnell hineingleiten
und gewährleistet eine direkte (positive) Wirkung.
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Die Verschwenkung des Winkelhebels 94 wird weiterhin den Arm ioo und
damit die in den Armen 103 gehaltene Springrolle io5 anheben. Durch das Anheben
dieser Springrolle bekommt die Zuführungsrolle 62 unter dem Papier einen
sogenannten Slip, so claß der weitere Vorschub des Papiers vorläufig unterbleibt.
Das mit dem Schneidmesser 67 abgetrennte Papierende wird jedoch von dem Förderband
26 mit vorgenommen. All die oben beschriebenen Vorgänge erfolgen gleichzeitig und
während der Arm 82 längs über den zylindrischen Abschnitt des Körpers 78 hinwegläuft.
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Wenn der Arm 82 das Ende des zvlindrischen Abschnittes erreicht,
wird der Körper 78 auf der Stange 7- unter dem mit der Stange 82 ausgeübten
Druck scharf beiseite gedriickt. Es hat dies zur Folge, daß der Arm 8'2 und die
Stange 85 unter dem Einfluß der Feder 89 dann wieder in ihre normale Stellung zurückgebracht
werden. Hierbei veranlaßt die Stange 85, daß der Winkelhebel 94 ebenfalls in seine
normale Lage zurückgebracht und damit das Schneidmesser 67 entgegen der Feder 16o
wieder in seine normale Lage gehoben wird. Auch die Springrolle iö5 wird hierdurch
wieder auf die Zuführungsrolle 6z gesenkt, und zwar dank ihres eigenen Gewichtes
sowie durch die Senkung des Armes ioo. Der Hebel 96 wird mit der Bewegung der Stange
95 ebenfalls verschwenkt, so daß der auf der Spindel 97
sitzende Nocken 98
den Winkelhebel 42 ausschwenkt, d. h. den Zapfen 45 aus dem geraden Schlitz 36 heraushebt.
Dies gibt, wie schon eben erwähnt, der Reibkupplung 49 die Möglichkeit, den Antrieb
der Meßrolle 35, der Zuführungsrolle 62 und des Förderbandes 66 wieder aufzunehmen.
Es werden diese Teile ihre Drehung so lange fortsetzen, bis der Zapfen 45 gegen
die vertikale Wand des in der Meßrolle 35 vorgesehenen schraubenförmigen Schlitzes
37 zu liegen kommt. Nunmehr soll die Wirkung dieser Bewegung einer näheren Betrachtung
unterworfen werden. Dadurch, daß die Springrolle 105 mit der Zuführungsrolle
62 in Berührung steht, wird das Papier unter dem federnden Finger 117 und der offenstehenden_
Schneidvorrichtung nach vorn auf das Förderband 66 gebracht. Schon auf dem Förderband
66 liegendes Papier wird natürlich zum Förderband 113 vor und auf der in der Wicklung
befindlichen Spule in Stellung gebrach. Hiernach ist ersichtlich, daß die Menge
des vorgeschobenen Papiers abhängig ist von dem Wege, welchen der Zapfen 45 überläuft,
bevor er wieder in den schraubenförmigen Schlitz 37 einfällt. Der Drahtführer tritt
schließlich seine Bewegung an, somit sich die oben beschriebenen Vorgänge bei der
Bewegung des Armes 82 vermittels des zylindrischen Körpers 78 in genau derselben
Weise wiederholen werden. Das vorgeschobene Papier wird abgeschnitten und nach vorn
befördert während des ersten Hubes des Armes 82, während die Zuführung zu Ende gebracht
und eine frische Länge Papier vorgeschoben wird mit dem zweiten Hube.
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All diese Vorgänge wiederholen sich bei jedem Hube des Drahtführers.
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Aus obigem ergibt sich, daß die eigentliche Zuführung des Papiers
in zwei Stufen erfolgt. Die eine entspricht der Bewegung des Zapfens 45 von dein
geraden Schlitz bis zu dein schraubenförmigen Schlitz (Kontrolle der Länge des abzuschneidenden
Papiers), w iihrend die andere der Bewegung von dem schraubenförmigen Schlitz bis
zu dem geraden Schlitz entspricht und eine reine Vorwärtsbewegung des- schon abgeschnittenen
Papiers darstellt. Die Summe beider Bewegungen ist entsprechend dem Umfang der Meßrolie
35 konstant. Durch zweckentsprechende Bemessung der =Triebe 6o, 63 und 64, also
durch Bemessung derselben so, wie es der tatsächlichen Länge des Weges des Papiers
von
der Schneidvorrichtung bis zur Zuführungsstelle an der in der Wicklung begriffenen
Spule entspricht, ist die Möglichkeit gegeben, den Vorschub der im richtigen Augenblick
abgetrennten Papierlänge mit absoluter Sicherheit zu bestimmen.
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Der vordere Rand der abgeschnittenen Papierlänge wird am Ende der
zweiten Bewegungsstufe so gestellt, daß er von dem Draht, welcher auf die Spule
aufgewickelt wird, bei Beginn der nächsten Wicklungslage aufgegriffen, mit in die
Spüle hineingewickelt und so die nächste Lage auf das Papier gespult wird.
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Die federnden Finger i i-1 und 115 tragen ebenfalls mit bei, das Papier
dicht um die Spule herumzuwickeln, da sie sich auf das Papier legen und ein Falten
oder Zerknittern verhindern.
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Die sich einander folgenden Drähtlagen nehmen durch das Einlegen des
Papiers allinählich immer größer werdende Durchmesser an, und zwar dies im Vergleich
zu der voraufgehenden Lage, so daß ebenfalls die Längen des zugeführten und für
die einzelnen Wicklungslagen zugeschnittenen Papiers nach und nach immer größer
werden.
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Mit der Maschine gemäß dieser Erfindung geschieht das automatisch
und so, daß eine geringe, jedoch konstante überlappung der Papierenden erreicht
werden kann. Es ist mit diesen Mitteln nicht nur möglich, ein Minimum an Papier
zu verbrauchen, sondern außerdem auch eine sehr saubere und feste Wicklung zu erzielen.
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Die Mittel, welche die allmähliche Vergrößerung in der Länge des zugeführten
Papieres bewirken, bestehen aus dem Friktionsantrieb 53, 54, 55, der halben Mutter
39 und der Leitspindel 38. Jedesmal, wenn die Friktionskupplung 49 den Antrieb aufnimmt,
wird die Leitspindel 38 in Umdrehung versetzt, so daß die halbe Mutter 39
sich längs der Spindel in Bewegung setzt und dann den Winkelhebel 44 und den Zapfen
45 zur Meßrolle 35 axial verschiebt. Da die Stellung des Zapfens 45 auf der Meßrolle
35 die Bewegung der letzteren bestimmt, indem der Zapfen entsprechend der Menge
des zum Schnitt vorzuschiebenden Papieres von dem geraden Schlitz 36 zu dem schraubenförmigen
Schlitz 37 übergeht, so ist ersichtlich, tfaß die Länge des zum Schnitt vorgeschobenen
Papieres mit der Wanderung der halben Mutter 39 längs zur Leitspindel 38 eine immer
größere wird. Die mit einer einzelnen Bewegung erfolgende Zunahme entspricht der
Stellung der Reibrolle 54 zwischen den Scheiben 53 und 55. Zur Einstellung dieser
Rolle 54, und zwar zur Einstellung entsprechend der Stärke des Drahtes und des verwendeten
Papieres wird vorzugsweise eine besondere Skala vorgesehen, die hier allerdings
nicht zur Darstellung gebracht ist. Die Stellung dieser Rolle 54 wird bis zu einem
gewissen Grade von der Stellung abhängig sein, welche die Rolle 18 zwischen den
Scheiben 17 und 22 einnimmt.
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An der Einrichtung selbst sind selbstverständlich noch gewisse Änderungen
möglich, ohne an der Erfindung irgend etwas zu ändern bzw. ohne von der eigentlichen
Erfindungsidee irgendwie abzuweichen.