DE578272C - - Google Patents
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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- B60T7/12—Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
- B60T7/20—Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger specially for trailers, e.g. in case of uncoupling of or overrunning by trailer
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die Erfindung bezieht sicli auf eine beim
Auflaufen des Anhängers auf den Sattelschlepper wirkende Bremsvorrichtung mit
einem am Anhänger gelagerten Zahnrade, das in eine Zahnstange des Schleppers eingreift
und beim Auflaufen des Anhängers dessen Bremse anzieht. Das Neue der Erfindung besteht in der Hauptsache darin, daß eine
zwischen dem Zahnrade und dem Brems-
J.0 gestänge des Anhängers befindliche Kupplung
derart mit dem Gestänge der Sattelschlcpperbremse verbunden ist, daß die Anhängerbremse
bei Rückwärtsfahrt gelöst bleibt. Während bei den bekannten Einrichtungen das Zahnrad unmittelbar mit dem Bremsgestänge
des Anhängers gekuppelt ist, wird beim Auflaufen des Anhängers bei der Einrichtung
nach der Erfindung diese Kupplung erst durch eine besondere von der Bremse des Schleppers aus bediente Einrichtung hergestellt.
Es wird hierdurch erreicht, daß die Bremsen des Anhängers in der gekuppelten Stellung und bei normaler Vorwärtsfahrt des
Sattelschleppers gelöst sind, beim Bremsen des Schleppers oder allgemein beim Auflaufen
des Anhängers dem Triebwagen gegenüber angezogen, bei der Rückwärtsfahrt, des Sattelschleppers
aber gelöst werden. Schließlich ist die Anordnung derart, daß die Bremsen des Anhängers beim Stillstand ständig wirksam
sind sowohl in der gekuppelten wie auch in der entkuppelten Stellung.
Weitere Merkmale und Vorteile des SaHeI-Schleppers
gemäß der Erfindung werden in der untenstellenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
verdeutlicht.
Die Zeichnung veranschaulicht in
Fig. 1 eine Seitenansicht der Kuppel- und .Bremsvorrichtung in gekuppeltem Zustande
des Sattelschleppers, Fig. 2 eine Draufsicht von Fig. 1,
Fig. 3 die Stellung der Bremsvorrichtungin entkuppeltem Zustande der Fahrzeuge,
Fig. 4 die Stellung der Bremsvorrichtung in gekuppeltem und ruhendem Zustande der
Fahrzeuge,
Fig. 5 die Stellung der Bremsvorrichtung bei normaler Vorwärtsfahrt,
Fig. 6 die Stellung der Bremsvorrichtung beim Bremsen des vorwärts fahrenden Sattel-Schleppers,
,Λ.
Fig. 7 die Stellung der Bremsvorrichtung bei Rückwärtsfahrt des Sattelschleppers,
Fig. S eine Seitenansicht der Hebevorrich- >,
lung für die vorderen Stützen des Anhängers, 5^:'
Fig. 9 eine Draufsicht von Fig. 8,
Fig. 10 die Kuppelvorrichtung während der Kupplung des Anhängers mit dem Triebwagen,
;
Fig. 11 die Kuppelvorrichtung nach der
Ankupplung des Anhängers,
Fig. 12 die Kuppelvorrichtung während der Entkupplung,
Fig. 13 eine rauinbildliche Darstellung der.
Verriegelungsvorrichtung der Kuppelvorrichtuns'.
Fig. 14 eine raumbiklliche Darstellung eines
Teiles der in Fig. 10 bis 13 abgebildeten Bremseinrichtung,
Fig. 15 die Bremse des Anhängers mit ihrem Gestänge.
Im Tragrahmen 1 des Untergestells des Anhängers ist ein um eine waagerechte
Welle 2 drehbares Zahnrad 3 angeordnet (Fig. ι und 8), welches aus einem doppelten
Zahnkranz mit zwischenliegender Nabe (Fig. 2) besteht und in eine Zahnstange 4 zu
greifen vermag, die mittels Bolzen (Fig. 10 bis 12) auf der Drehscheibe 5 des Triebwagens
befestigt ist.
1S Beim Kuppeln des Triebwagens mit dem
Anhänger fährt man den Triebwagen rückwärts auf den Anhänger zu, wobei der vordere
Teil des letzteren vom Boden gehoben wird. Zu diesem Zweck sind am Anhängergestell
Laufrollen 8 (Fig. 9) befestigt, welche bei dieser Bewegung auf die schrägen Auflaufflächen
9 des Triebwagens (Fig. 3 bis 7) auflaufen, während für die richtige Lage des Zahnrades 3 gegenüber der Zahnstange 4
durch die Richtflächeri 10 (Fig. 2) gesorgt wird. Nachdem der vordere Teil des Anhängers
vom Boden abgehoben ist, müssen die Stützen 7 mit. ucn an ihnen angeordneten
Vorderrädern nach oben gedreht werden.
Dies geht mittels des am Zahnrade 3 befestigten Hebelsystems 6 (Fig. 8, 9) vor sich, welches,
sobald das Zahnrad 3 mit der Zahnstange 4 in Eingriff kommt, die Stützen hebt und iii die in Fig. 8 mit punktierten Linien
angegebene Stellung bringt. Wichtig isi dabei vor allem, daß auch die Stützen vom
Zahnrad 3 aus bewegt werden.
Beim Auflaufen der Räder 8 auf die Flächen 9 trifft die Kuppelwelle 2 auf die gekrünimte
Fläche. 11 (Fig..10, 11 und 1:2) des
um die Welle 12 drehbaren Zughakens 13.
Der Zughaken 13 wird von einer Feder 14
immer nach oben gedruckt. Beim Kuppeln (Fig. 10) drückt jedoch die Welle 2 den Haken
13 gegen die Wirkung der Feder 14 nach unten, bis sie in den Schlitz 15 des Zughakens
13 einschnappt. Der Anhänger ist nunmehr mit dem Triebwagen gekuppelt', und
zwar federnd, weil der Zapfen 12 des Zughakens
13 an den Balkon 16 (Fig. 1 und 2) befestigt
ist, welche durch das .Federgestell 17 und das Gestell 18 mit dem Triebwagen verbunden
sind.
In den Fig. 10, 11 und 12 sind die drei
wichtigsten Lagen der Kuppel vorrichtung angegeben, und zwar zeigt Fig. 10 die gegenseitige
Lage der Teile beim Kuppeln, Fig. 11: die Lage der Teile, wenn die Wagen gekuppelt
sind, und Fig. 12 dieselben während der Entkupplung. Fig. 13 stellt schaubildlich die
■ dabei wirksame Schiebeplatte 21 dar, während Fig. 14 den unten näher beschriebenen
Kuppelstift 24 schaubildlich wiedergibt.
Die Schiebeplatte 21 besitzt, wie deutlich
aus Fig. 13 hervorgeht, zwei schräge Flächen 21" und an der Vorder- und Hinterseite
schräge Flächen 21''. Beim Ankuppeln wird ' eine Stange 20, welche vom Führersitz aus
bedient werden kann, mit Hilfe eines Hebels angezogen. Dadurch wird die Schiebeplatte
21 nach vorn (in Fig. 10 nach links) gezogen,
so daß die schrägen Flächen 21" an die an der unteren Seite des Zughakens 13 angeordneten
Haken 22 stoßen. Die schrägen Flächen drücken bei dieser Bewegung die Haken 22 und gleichzeitig auch den Zughaken 13 nach
unten. Bei dieser Bewegung kann der Nocken 23 des Zughakens 13 sich nach unten bewegen.
In dieser Weise kann die Welle 2, welche sich beim Kuppeln unter die Federn 19 (Fig. 2)
schiebt, in den Schlitz 15 gebracht werden.
Fig. 1 τ stellt den Zustand nach dem Ankuppeln dar. Die WeIJe 2 befindet sich nun in
dem Schlitz 15. Der Haken 13 springt infolge des Druckes der Feder 14 wieder nach
oben, was dadurch ermöglicht wird, daß, nachdem die Welle 2 über ilen Schlitz 15 geschoben
worden ist, die Stange 20 wieder gelöst wird, so daß die Schiebeplatte 21 sich zurückbewegt.
Der Zughaken 13 ist nun zugleich verriegelt, weil der Nocken 23 sich nicht mehr
nach unten bewegen kann, da er durch die 1 Matte 21 gesperrt wird. In Aufwärtsrichtung
wird die Welle 2 ebenfalls festgehalten, und zwar durch die Blattfedern 19. Die Teile
befinden sich nun in der Lage gemäß Fig. 11.
Schließlich zeigt Fig. 12 die Lage der Teile während der Entkupplung des Anhängers.
In Fig. LO bis 12 sind verschiedene Stellungen
des Stiftes 24 angegeben. Dieser Stift (s. auch Fig. ι und 3 bis 7) liegt in der gekuppelten
Lage (Fig. 1 und 11) am Nocken
2O an, wodurch ein am Zahnrad 3 drehbar gelagerter gekrümmter Hebel 27 in seiner Lage
gehalten wird. In gekuppeltem Zustande des Anhängers mit dem Triebwagen wird der
Stift 24 durch die Schiebeplatte 21: der Kuppelvorrichtung
nicht beeinflußt. Bei der Kupplung und der Entkupplung drückt jedoch die schräge Fläche 21'' der Schiebeplatte. 21
gegen den im Stift 24 angeordneten Stift 24", so daß letzterer nach unten gedrückt wird und
gegen die Fläche 2i6' zu liegen kommt, so daß
also der Stift'24 bei der Kupplung und der
Entkupplung immer heruntergezogen wird. Die Blattfedern oder Schließstreifen 1.9 sorgen
zugleich für ständigen Eingriff des Zahnrades 3 mit der Zahnstange 4 während der
Fahrt, und zwar über die ganze Länge dieser Zahnstange.
In den Fig. 1 und 3 bis 7 ist die Vorrichtung
dargestellt, die ein Anziehen der Brem-
sen des Anhängers hervorruft oder verhindert. Diese Vorrichtung dient, wie oben bemerkt,
auch dazu, die vorderen Stützen des Anhängers rechtzeitig zu heben und niederzulassen.
Das Zahnrad 3, welches drehbar auf der Kuppelwelle 2 angeordnet ist, steht in gekuppeltem
Zustande mit der auf der Drehscheibe 5 des Triebwagens befestigten Zahnstange 4 in
Eingriff. Der am Zahnrad 3 bei 28 drehbare,
to kreisförmig gekrümmte Hebel 27 wird mittels
einer Feder 280 immer in einer bestimmten Stellung (Fig. 4) gegenüber dem Zahnrad 3
festgehalten und ist mit. einer Nut 29 versehen, in welche ein Haken 31 eingreifen
kann, welcher mit einem Hebel 33 gelenkig verbunden ist, der auf die Bremsen der Hinterräder
des Anhängers einwirkt. Das freie Ende des Hebels 27 besitzt ein hakenförmiges
Ende mit einem Nocken 26 und einer Ausnehmung 50 mit Zahn 51. Der Stift 24, welcher
durch die Zugstange 44 mit der Zugfeder 25 bewegt wird, ist. in der Ausnehmung 50
auf und nieder beweglich und wird beim Bremsen des Triebwagens durch Niederdrücken
des Fußhebels 44" in die Ausnehmung 50 gedrückt. Wenn der Stift 24 in die Ausnehmung 50 gebracht ist, ist der Hebel 27
mit dem Zahnrad 3 fest verbunden und bildet mit diesem ein Ganzes; bei herausgezogenem
Stift 24 kann der Hebel 27 dem Zahnrad 3 gegenüber um 28 schwenken. Am Gestell 1
des Anhängers ist eine Blattfeder 45 befestigt, die an ihrem Ende einen umgebogenen Teil
45" besitzt, welcher in gekuppeltem Zustande von Trieb\vagen und Anhänger in eine am
Umfang des Zahnrades 3 (Fig. 4) vorgesehene Ausnehmung 45^ gelangt. In dieser Weise ist
das Zahnrad 3 in entkuppeltem Zustande immer in einer bestimmten Stellung verriegelt,
und zugleich wird dafür gesorgt, daß — weil das Zahnrad 3 auch das Heben und Senken
der Stützen 7 bewirkt (Fig. 8) — die Vorderräder des Anhängers unbedingt niedergelassen
sind, wenn der Triebwagen und der Anhänger entkuppelt sind.
Am Hebel 33 der Bremsvorrichtung für die Anhängerräder ist bei 42*" eine mit einem
Schlitz 42f versehene Lasche 42'' gelenkig befestigt.
In diesem Schlitz 426' ist ein Stift 42''
auf und nieder beweglich, welcher mittels einer am Gestell 1 des Anhängers befestigten
Blattfeder 47 nach unten gedrückt wird. Am Stift 42'' ist eine Klinke 42 mit Zahn 41 befestigt,
welcher auf das Zahnrad 3 drückt.
Die Wirkung und der Zweck dieser Klinke werden unten ausführlich beschrieben.
Die Klinke 3 t, welche um 32 drehbar mit dem Hebel 33 der Bremsvorrichtung verbunden
ist, zieht die Radbremse mit Hilfe der Stangen 34, 35 und 36 an. Die Radbremse
ist eine .Innenbackenbremse üblicher Bauart (Fig. 15), deren halbkreisförmige Bremsbakken
37 mittels einer Zugfeder 38 gegeneinandergezogen und mittels eines Nockens 39
gegen die Trommel 40 gedrückt werden.
Die verschiedenen wichtigen Stellungen und Wirkungen der Teile der Bremsvorrichtung
werden an Hand der Fig. 3 bis 7 beschrieben. ....
In Fig. 3 ist das Zahnrad 3 mit den zügehörigen
Teilen in entkuppeltem Zustande abgebildet. Das Zahnrad ist so weit rechtsherum
gedreht, daß der Teil 45a der Feder 45 in der Ausnehmung 45" des Zahnrades 3 liegt,
so daß dieses gesperrt wird und eine bestimmte, feste Stellung einnimmt. Der Nok- : ;;
ken 30 der Klinke 31 liegt hierbei nicht in der Nut 29, so daß die Klinke 31 die Bremsen
des Anhängers nicht beeinflußt. .Die Blattfeder
47 drückt jedoch auf den Stift 42*,
welcher hierbei am unteren Ende des Schiit- -...·?
zes 42'-' liegt, so daß eine bestimmte Zugkraft
bei 42" auf den Hebel 33 ausgeübt wird. Diese Kraft wird durch geeignete Bemessung
der Kraft der Feder 47 derart eingestellt, daß die Zugkraft der Feder 38 (Fig. 15) überwunden
wird und demzufolge die Bremsbacken 37 geg^ii die Bremstrommel 40 drücken. In
entkuppeltem Zustande wird also der Anhänger immer gebremst. ,
Beim Auflaufen der Lauf räder 8 auf die schrägen Flächen 9, also beim Kuppeln des
Triebwagens mit dem Anhänger, greift .der erste Zahn des Zahnrades 3 in den ersten Zahn
der Zahnstange 4. Demzufolge wird sich das Zahnrad 3, welches über die Zahnstange 4 abläuft,
linksherum drehen, bis die Kuppelwelle 2 in den Schlitz-1:5 des Zughakens 13
einschnappt und dort gesperrt wird. Das Zahnrad3· befindet sich alsdann in der in Fig.4
abgebildeten Stellung. Dabei hat sich das , ·;.
Zahnrad 3 so weit herumgedreht, daß der Nocken 30 der Klinke 31 in, die Nut 29 des
Hebels 27 eingreift und die Klinke 42 mit dem Zahn 41: ohne Druck an dem Zahn 43 anliegt. 105,
Auch jetzt wird der Anhänger, welcher sich noch mit dem Triebwagen in der Ruhelage befindet,
durch den Hebel33 gebremst, und zwar noch immer mit Hilfe der Blattfeder 47.
In Fig. 5 ist der normale Zustand bei der Vorwärtsfahrt des Sattelschleppers abgebil-(let,
wobei also der Triebwagen und der Anhänger eine gleiche Geschwindigkeit besitzen
und daher der Anhänger keine Neigung zum Auflaufen dem Triebwagen gegenüber zeigt.
Beim Anziehen des Triebwagens hat sich das Zahnrad 3 ein wenig rechtsherum gedreht, da
die Zugkraft am Zughaken eine Dehnung der Feiler 17, r8 und daher eine kleine Verschiebung
ilcr Welle 2 gegenüber der Zahnstange 4,
die fest am Triebwagengestell. sitzt, hervor- ruft.
Hierdurch wird die Klinke 31, entgegen
der Wirkung der Blattfeder 47, aufwärts gedrückt, so daß sich der Hebel 33 nach oben
dreht und dabei die Bremsen des Anhängers löst. Der Anhänger wird also in dem Augenblick,
in welchem der Triebwagen anzieht, in fahrbaren Zustand gebracht. Während der
Vorwärtsfahrt steht der Stift 24 des Bremspedals 44" gegenüber der Nut 50, greift aber
nicht hinein, so daß der Zahn 51 sich erforderlichenfalls über das Ende des Stiftes 24
hinwegbewegen kann, falls der Hebel 27 um 28 geschwenkt wird. In der entgegengesetzten
Richtung (linksherum) kann sich der Hebel 27 nicht drehen, da der Vorsprung 26 gegen den Stift 24 stößt. Die Bremsen des
Anhängers bleiben während dieser normalen Vorwärtsbewegung gelöst, da in diesem Falle
die Federn 17 normal belastet werden und die Klinke 31 also immer aufwärts gedrückt wird.
Das Zahnrad 3 ist unter Wirkung der Zugkraft des Triebwagens immer bestrebt, sich
rechtsherum zu drehen und die Klinke 31 aufwärts zu,drücken.
Die Stellung der Teile beim Bremsen des Triebwagens, wobei also der Anhänger die
Neigung zeigt, dem Triebwagen gegenüber aufzulaufen, ist in Fig. 6 abgebildet. Beim
Bremsen des Triebwagens wird der Fußhebel
■ 44" niedergetreten, wodurch mit Hilfe der Stange 44 und des daran sitzenden Kniehebels
der Stift 24 bis in die Nut 50 aufwärts gedrückt wird, so daß der Hebel 27 nun nicht
länger auszuschwenken imstande ist, vielmehr mit dem Zahnrad 3 festgekuppelt ist und
gewissermaßen mit diesem ein Ganzes bildet. Beim Auflaufen dem Triebwagen gegenüber
drückt der Anhänger die Feder 17 zusammen und rpft damit eine Linksdrehung des Zahnrades
hervor. Dabei zieht das Rad 3 über den Hebel 27 die Klinke 31 und demzufolge
den Hebel 33 nach unten, so daß der Anhänger gebremst wird, je mehr der Anhänger
.den Triebwagen vorwärts zu drücken versucht, um. so stärker wird die bremsende
Wirkung der Bremsbacken 37 gegen die Bremstrommel 40. Sobald der Anhänger wieder die gleiche Geschwindigkeit wie der
Triebwagen erhalten hat, hört die Bremswirkung auf. Die einzelnen Teile gelangen dann
wieder in die Stellung nach Fig. 5.
Während des Bremsens wird, da sich das Zahnrad 3 nach links dreht, der Zahn 41 der
Klinke 42 vom Zahn 43 mitgenommen. Demzufolge wird der Stift 42'' nach oben in den
55. Schlitz 42C geführt, währenddessen ungeachtet
die Blattfeder 47 den Stift 42'' nach unten drückt. Hierdurch wird eine dämpfende Wirkung
auf das Bremsen ausgeübt, da die Klinke 42 immer bestrebt ist, das Zahnrad 3
zurückzudrehen und die Bremsen wieder zu -lösen.
Der Zustand während der Rückwärtsfahrt des Sattelschleppers ist in Fig. 7 abgebildet.
In diesem Falle wird der Fuß hebel 44" nicht niedergetreten. Daher kann also der Hebel
27 frei um 28 ausschwenken. In diesem Falle zeigt der Anhänger dieselbe Neigung zum
Auflaufen dem Triebwagen gegenüber wie beim Bremsen während der Vorwärtsfahrt. Das Zahnrad 3 sucht hierbei also auch sich
linksherum zu drehen. Da nun jedoch der Hebel 27 nicht mehr ein Ganzes mit dem Zahnrad 3 bildet, ist es ihm möglich, frei
auszuschwenken. In dieser Weise übt die Klinke 31 keine nach unten gerichtete Zugkraft
auf den Hebel 33 aus, so daß die Bremsen dadurch gelöst .bleiben und die Feder 38
die Bremsbacken 37 nach innen zieht. Diesem Vorgang wirkt die Blattfeder 47, die an
sich bestrebt ist, die Lasche 42^ nach unten zu ziehen, bis eier Stift 42* unten im Schlitz 42'"
liegt, nicht entgegen. Denn nun wird auch die Klinke 42 vom Zahn 43 mitgenommen und
bewegt den Stift 42'' im Schlitz 42'' aufwärts. Der Stift 42'' übt allerdings keine Druckkraft
nach unten auf die Lasche 42^ aus, aber beim [[alten des Sattelschleppers ist die Feder 47
sofort in der Lage, den Hebel 33 wieder nach unten zu ziehen und in dieser Weise die
Bremsen anzuziehen. Obwohl also bei Rückwärtsfahrt das Zahnrad 3 sich linksherum
über die Zahnstange 4 bewegt, bleiben die Bremsen des Anhängers gelöst.
Die Bewegungen des 'Zahnrades 3 beim Vorziehen, Kuppeln, Entkuppeln, Bremsen
und Rückwärtsfahren brauchen nur äußerst gering zu sein, da das Übertragungsverhältnis
auf die Bremsvorrichtung des Anhängers groß gewählt werden kann, so daß schon eine geringe
Drehung,des Zahnrades 3 ein vollständiges Anziehen der Bremsen verursachen kann.
Daß unbedingt immer die richtige Wirkung erzielt wird, ist weiter eine Folge der genügend
starken Ausführung der verschiedenen Federn, insbesondere der Federn 16, 47 und 38.
Claims (7)
1. Beim Auflaufen des Anhängers auf den Sattelschlepper wirkende Bremsvor- no
richtung mit einem am Anhänger gelagerten Zahnrade, das in eine Zahnstange des
Schleppers ,eingreift und beim Auflaufen des Anhängers dessen Bremsen anzieht,
dadurch gekennzeichnet, daß eine zwischen dem Zahnrade (3) und dem Bremsgestänge
(33) des Anhängers befindliche Kupplung
(24, 27, 31) derart mit dem Gestänge (44, 25) der Sattelschlepperbremse verbunden
ist, daß die Anhängerbremse bei Rückwärtsfahrt gelöst bleibt.
2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Zahnrad
(3) ein Hebel (27) gelagert ist, in dem ein mit dem Bremsgestänge (33) des Anhängers
verbundener Mitnehmer (31) derart eingreif), daß der Hebel (27) beim Anziehen
des Schleppers mitgenommen wird und an der Drehung des Zahnrades (3) (eilnimmt, wodurch die bei Stillstand angezogene
Anhängerbremse gelöst wird, während der Hebel (27) bei Rückwärtsfahrt
auf dem Zahnrad frei drehbar ist und die Bremse nicht beeinflußt, beim Anziehen der Schlepperbremse aber mit dem
Zahnrad (3) festgekuppelt wird und beim Auflaufen die Anhängerbremse anzieht.
3. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hebel (27) an seinem freien Ende mil einer Nut: (50) versehen ist, in die ein mit
dem Gestänge (44, 25) der Schlepperbremse zwangsläufig verbundener Sperrstift (24) eingreift, der in seiner Grundstellung
als Anschlag für den Hebel (27) bei der Mitnahme durch das Zahnrad (3) während der Vorwärtsfahrt dient.
4. Bremsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Bereich
des Sperrstiftes (24) eine vom Führersitz aus zu bewegende, mit Schrägflächen versehene Platte (21) verschiebbar
angeordnet ist, durch die der Sperrstift (24) beim Kuppeln und Entkuppeln des Anhängers so weit herausgezogen wird,
daß der Hebel (27) nach beiden Seiten frei ausschwingen kann.
5. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anhängerbremse unter Wirkung einer Feder (47) steht, an der eine bei Rückwärtsfahrt
durch das Zahnrad (3) mitzunehmende Klinke (42) angreift.
6. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf
dem Zahnrad (3) eine am Anhängergestell befestigte Schleppfeder (45) aufruht, durch
die. das Zahnrad (3) bei vom Schlepper losgekuppeltem Anhänger durch Einfallen in eine Rast (45ft) in einer bestimmten
Stellung festgehalten wird.
7. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Zahnrad (3) ein Gestänge (6) zum Anheben und .Senken der Stützräder des Anhängers
angreift.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL728548X | 1931-07-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE578272C true DE578272C (de) |
Family
ID=19817885
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT578272D Active DE578272C (de) | 1931-07-04 |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE381379A (de) |
| DE (1) | DE578272C (de) |
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| NL (2) | NL35603C (de) |
-
0
- NL NL57548D patent/NL57548C/xx active
- BE BE381379D patent/BE381379A/xx unknown
- NL NL35603D patent/NL35603C/xx active
- DE DENDAT578272D patent/DE578272C/de active Active
-
1931
- 1931-07-22 FR FR728548D patent/FR728548A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR728548A (fr) | 1932-07-07 |
| NL35603C (de) | |
| NL57548C (de) | |
| BE381379A (de) |
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