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Instrument zum Messen oder Registrieren veränderlicher Kräfte nach
der Nullmethode Vorliegende Erfindung betrifft solche Instrumente zum Messen oder
zum Registrieren von veränderlichen Kräften, z. B. von Gasdruck, die zum Ablesen
oder zum selbsttätigen Registrieren nach der sogenannten Nullmethode dienen und
mit einem unter dem Einfluß der zu messenden Kräfte beweglichen Meßorgan versehen
sind, auf das außerdem eine Gegenkraft wirkt, deren Größe zwecks Einstellung des
Meßorgans in eine Nullage beim Ablesen mittels eines Nullstellmechanismus geregelt
werden kann. Die Größe der Nullstellbewegung, die dem Nullstellmechanismus erteilt
werden muß, um die Nullstellung des Meßorgans zu bewirken, dient hierbei als Maß
der Veränderung der zu messenden Kraft.
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Es ist bekannt, den Meßbereich eines solchen Nullstellinstrumentes
dadurch zu ändern, däß das Übersetzungsverhältnis eines zum Übertragen der Bewegungen
des Meßorgans auf den Zeiger dienenden Hebels geändert wird. Ziel der Erfindung
ist es, diese Regulierung des Meßbereichs möglichst bequem, einfach und genau durchführen
zu können. Das wird dadurch erreicht, daß der Hebel in an sich bekannter Weise im
Gestell mittels eines biegsamen Bandes o. dgl. aufgehängt wird, und daß die Befestigungen
dieses Bandes im Gestell bzw. am Hebel verstellbar, beispielsweisemittels Stellschraubenverschiebbar
angeordnet werden. Durch diese verstellbare Lagerung des spannungsübertragenden
Hebels läßt sich die Einstellung des Meßbereichs mit einer gewissen Zwangslosigkeit
ausführen, indem die beiden genannten Befestigungspunkte des Bandes infolge der
Biegsamkeit des letzteren innerhalb gewisser Grenzen unabhängig voneinander verschoben
werden können.
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Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung an einer beispielsweisen,
teilweise bekannten Ausführungsform dargestellt.. .Das Meßorgan besteht nach dieser
Ausführungsform aus einem im Gestell 15, montierten System von reihengeschalteten
Membrandosen 16. Die freie Membran des Systems ist am Punkte i mit dem Hebel 2 verbunden,
der am einen Ende durch Aufhängung im Gestell mittels eines biegsamen Bandes 17
o. dgl. gelagert ist. Die -auf die Membrandosen wirkende Gegenkraft wird durch ein
regelbares Federsystem geliefert, das eine bei g am Hebel 2 angreifende und einen
gewissen unteren Grenzwert der zu messenden Kraft ausgleichende Feder 8 und eine
zusätzliche Feder io umfaßt, die bei i i am Hebel angreift und deren Spannung für
die Nullstellung des Meßorgans regelbar ist. Das andere Ende der Feder io ist mit
einer Mutter 12 verbunden,
die auf eine im Gestell gelagerte Mikrometerschraube
13 aufgeschraubt ist. Durch deren Drehung kann die Mutter 12, ohne selbst mitgedreht
zu werden, gehoben oder gesenkt werden, wodurch die Spannung der Feder io vergrößert
bzw. vermindert wird. Die Mikrometerschraube trägt einen Zeiger 14, der auf einer
festen Skala die Größe der Drehung der Mikrometerschraube anzeigt. Die Mikrometerschraube
13, durch deren Drehung mittels einer Handhabe 18 die Spannung der Feder io geändert
wird, ist am unteren Ende in einem festen Bügel 1g gelagert, dessen einer Schenkel
als Geradfüh--rung für einen von der Mutter 12 vorragenden Arm 2o dient. Anstatt
einer einzigen regelbaren Feder io kann man zwei zur Mikrometerschraube symmetrisch
angeordnete Federn verwenden, die an entgegengesetzten Seiten an die Mutter x2 angeschlossen
sind.
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Auf den zur Beobachtung der Bewegungen der Membran dienenden Tendenzzeiger
21, der über einer festen. Skala 22 spielt, werden die Membranbewegungen durch den
Hebel 2 und ein zwischen diesem und dem Tendenzzeiger 21 eingeschaltetes elastisches
Bandsystem übertragen. Das Bandsystem besteht aus einem zwischen dem freien Ende
des Hebels und einem Punkt im Gestell winkelförmig gespannten Bande 23 und einem
Bande 24, das mit einem Ende an der Winkelspitze des Bandes 23 befestigt ist und
um die Zeigerwelle gewunden ist, während das andere Ende mit einer im Gestell befestigten
Feder verbunden ist, durch die das Bandsystem gespannt wird.
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Der Hebel ?- ist in derjenigen Lage dargestellt, die er beim
Ablesen einnehmen soll. Die Membran befindet sich dabei ebenfalls in ihrer Mittellage,
und der Tendenzzeiger 21 zeigt auf den Nullstrich der Skala 22. Der zur Zeit herrschende
Luftdruck wird dabei durch den Zeiger 14 auf der zugehörigen Skala angezeigt.
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Jedesmal wenn das Instrument abgelesen werden soll, wird der Tendenzzeiger
21 durch Drehung der Mikrometerschraube 13 in dem einen oder anderen Drehsinne in
die auf der Zeichnung dargestellte Nullage eingestellt.
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Zwecks Einregelung des Meßbereichs des Instruments sind die Befestigungen
für das Aufhängeband 17 des Hebels 2 einstellbar angeordnet. Die obere Befestigung
besteht aus einem Gleitstück 25, welches mittels einer Stellschraube 26 längs einer
dem Hebel 2 parallelen Geradführung im Gestell 15 verstellt werden kann. Mittels
einer Mutter 27 kann das Gleitstück in eingestellter Lage festgestellt werden. Die
untere Befestigung des Bandes 17 besteht aus einem ähnlichen Gleitstück 25', das
mittels der Stellschraube 26' längs einer entsprechenden Geradführung am Hebel 22
verschiebbar und mittels der Mutter 27' in eingestellter Lage fixierbar 'ist.