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DE577158C - Phasenwaehlanordnung fuer Dreiphasen-Schutzsysteme - Google Patents

Phasenwaehlanordnung fuer Dreiphasen-Schutzsysteme

Info

Publication number
DE577158C
DE577158C DER81044D DER0081044D DE577158C DE 577158 C DE577158 C DE 577158C DE R81044 D DER81044 D DE R81044D DE R0081044 D DER0081044 D DE R0081044D DE 577158 C DE577158 C DE 577158C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phase
relay
contacts
phase selection
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER81044D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
A Reyrolle and Co Ltd
Original Assignee
A Reyrolle and Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by A Reyrolle and Co Ltd filed Critical A Reyrolle and Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE577158C publication Critical patent/DE577158C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H1/00Details of emergency protective circuit arrangements
    • H02H1/0038Details of emergency protective circuit arrangements concerning the connection of the detecting means, e.g. for reducing their number
    • H02H1/0046Commutating the detecting means in dependance of the fault, e.g. for reducing their number

Landscapes

  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Schutzsysteme für Dreiphasenkreise, die allgemein als Impedanz- u. dgl. Schutzsysteme bekannt sind und deren Arbeiten davon abhängt, daß die Impedanz, Reaktanz und Resistanz des geschützten Kreises zwischen Störstelle und Schutzrelais annähernd proportional dem Abstand der Störstelle vom Relais ist. Bei derartigen Systemen ist eine Anzahl von zeitabhängigeh Schutzrelais oder von Gruppen derartiger Relais an den Enden der geschützten Abschnitte angeordnet, und die Relais dienen dazu, einen Distanzschutz für die Abschnitte dadurch zu erzielen, daß man sie so anordnet, daß die Arbeitszeit jedes Relais proportional der Impedanz oder einem anderen Quotienten elektrischer Größen der Leitung ist. Es ist bei solchen Systemen üblich, daß die Zeitrelais normalerweise abgetrennt und beim Eintreten eines Fehlers durch Anregerelais eingeschaltet werden; aber bei einer Mindestzahl von Anregerelais (nämlich eins für Erdschlüsse und drei für Phasenkurzschlüsse) besteht die Gefahr einer unbeabsichtigten Auslösung durch Anschließen der Zeitrelais an gesunde Phasen statt an die * gestörte Phase oder Phasen.
Die Erfindung will eine einfache und zufriedenstellend arbeitende Phasenwählanordnung schaffen, mit der sich erreichen läßt, daß die Zeitrelais bei einem System der geschilderten Art beim Einschalten in den Stromkreis nur von der gestörten Phase oder den gestörten Phasen erregt werden.
Es sind schon mancherlei Phasenwählanordnungen in Vorschlag gebracht worden, bei denen die Bestimmung der richtigen Phase oder Phasen zur Erregung der Zeitrelais dadurch bewirkt wird, daß man die Spannungen oder Ströme der verschiedenen Phasen in einem oder mehreren Differentialrelais vergleicht. Bei solchen Anordnungen werden Erdschlüsse und Phasenkurzschlüsse vorzugsweise getrennt behandelt; es ist ein getrenntes Phasenwählrelais oder eine Phasenwählrelaisgruppe für jede der beiden Arten von Fehlern vorgesehen. Offenbar ist es aber von großer Wichtigkeit, daß der Fehler mit möglichst geringer Zeitverzögerung festgestellt wird, und es hat sich gezeigt, daß die Differentialrelais, die bei den bekannten Phasenwählanordnungen nötig sind, nicht rasch genug für den Zweck arbeiten, wenigstens wenn Erdschlüsse vorliegen,
Die Phasenwählanordnung gemäß der Erfindung weist drei Phasenwählrelais mit heb- und senkbarem Anker auf, die je nach der Größe der Erdspannung einer Phase des geschützten Kreises (bei einer Anordnung zum Auswählen der Erdschluß aufweisenden Phase) oder je nach der Größe der Spannung zwischen zwei Phasen des geschützten Kreises (im Fall einer Anordnung zum Auswählen to eines Phasenkurzschlusses) wirksam werden und deren Kontakte derart miteinander verbunden sind, daß das Arbeiten jedes Relais unwirksam bleibt, wenn auch das in einer festgelegten Phasenfolge benachbarte Relais arbeitet. Zweckmäßig ist jedes Phasenwählrelais normalerweise erregt und kommt zur Wirkung, wenn die entsprechende Spannung unter einen bestimmten Wert sinkt, wobei es einen Satz normalerweise geschlossener Konao takte öffnet und einen Satz normalerweise offener Kontakte schließt. Die Phasenwählrelais können selbst unmittelbar die Erregungen der Zeitrelais steuern. Zwecks Vermeidung einer verwickelten Kontaktanordnung ist es jedoch gewöhnlich vorzuziehen, daß diese Steuerung mit Hilfe von Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen bewirkt wird. Eine Erdschlußphasen-Auswählvorrichtung gemäß der Erfindung enthält zweckmäßig einen Spannungstransformator an dem geschützten Kreise mit sterngeschalteter Sekundärwicklung, drei Phasenwählrelais, die zwischen die drei Phasen dieser Sekundärwicklungen und den Sternpunkt geschaltet sind, und drei Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen, von denen je eine je einem Phasenwählrelais zugeordnet ist und deren Erregungskreis durch normalerweise offene Kontakte des zugeordneten. Phasenwählrelais und durch normalerweise geschlossene Kontakte des nächsten Phasenwählrelais gesteuert wird; die Kontakte der drei Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen überwachen den Erregungskreis der Spulen des einzigen Erdschlußzeitrelais.
Eine im allgemeinen analoge Anordnung kann für Kurzschlußphasenauswahl unter entsprechender Änderung des Erregungskreises der drei Phasenwählrelais verwendet werden; um aber in diesem Falle dem Dreiphasenkurzschlußzustand Rechnung zu tragen, ist vorzugsweise jedes Phasenwählrelais mit einem weiteren Satz normalerweise offener Kontakte versehen, die in Reihe miteinander in einem zweiten Erregungskreis für eine der Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen geschaltet sind.
Die beschriebene Anordnung ist auch für den Schutz anderer Kreise verwendbar, ist aber insbesondere bestimmt für eine Übertragungsleitung, die von einem Generator gespeist wird, dessen Nullpunkt über einen Widerstand geerdet ist. In manchen Übertragungssystemen wird jedoch der neutrale Punkt unmittelbar statt über einen Widerstand geerdet, und es wurde festgestellt, daß in solchen Fällen die neue Anordnung unter gewissen Umständen nicht richtig arbeiten kann. Diese Schwierigkeit läßt sich jedoch dadurch beseitigen, daß man die Anordnung so abändert, daß der Fehlerstrom benutzt wird, das Arbeiten des in der Phasenfolge nächsten Relais zu verhüten. Dies läßt sich auf verschiedene Weise erreichen. In einer bevorzugten Anordnung ist jedes Phasenwählrelais mit einer Hilfswicklung versehen, die von dem Strom erregt wird, der in der Phase fließt, die dem vorhergehenden Relais in der Phasenfolge zugeordnet ist.
Die Zeichnungen veranschaulichen schematisch beispielsweise einige zweckmäßige Phasenwählanordnungen gemäß der Erfindung, und zwar zeigt
Abb. ι eine Anordnung zur Auswahl einer Phase mit Erdschluß,
Abb. 2 eine einfache Form einer Übertragungsleitung, auf welche das Schutzsystem mit der Phasenwählanordnung nach Fig. 1 besonders anwendbar ist,
Abb. 3 eine Wählanordnung für den Kurz-Schluß analog der Anordnung nach Fig. 1,
Abb. 4 eine Abänderung der in Fig. 1 wiedergegebenen Anordnung zur Auswahl der Phase mit Erdschluß.
Bei der Anordnung nach Abb. 1 werden drei Phasenrelais B, C, D verwendet, von denen je eines jeder Phase des geschützten Kreises A1, A2, ΑΆ zugeordnet ist. Jedes der drei Relais besitzt eine einzige Spule auf einem magnetischen Kern, dessen Anker ein Kontaktpaar B1 bzw. C1 oder D1 verbindet, wenn die Spule erregt ist, und ein anderes Kontaktpaar B2 bzw. C2 oder D2, die er bei aberregter Spule verbindet. Die Spule jedes Phasenwählrelais ist mit einer Klemme an den Sternpunkt Ei der Sekundärwicklung E1, E2, E3 eines Spannungstransformators angeschlossen, dessen Primärwicklung E an den geschützten Kreis angeschlossen ist. Die andere Klemme jedes Relais ist mit dem freien Ende der Spannungstransformatorsekundärwicklung der zugeordneten Phase in Verbindung. Somit wird jedes Phasenwählrelais entsprechend der Erdspannung der zugeordneten Phase des geschützten Kreises erregt, und es ist so eingestellt, daß sein Anker normal angehoben ist, jedoch fällt, wenn die entsprechende Spannung unter einen bestimmten Wert absinkt. Es ist zu bemerken, daß ein Relais der beschriebenen einfachen Elektromagnetbauart außerordentlich rasch wirkt; es laßt sich so herstellen, daß es unter
günstigen Verhältnissen in weniger als 1^0 Sekunde arbeitet.
Die Kontakte der drei Phasenwählrelais überwachen die Erregungskreise von drei Hilfsgleichstromkontaktvomchtungen G1, G~, G3 (eine für jede Phase), die ihren Erregungsstrom von einer Gleichstromquelle F beziehen. Der Erregungskreis jeder Gleichstromkontaktvorrichtung enthält außer den
ίο Kontakten H eines Erdschlußanregerelais (das immer wirkt, wenn ein Erdschluß eintritt) die normalerweise offenen Kontakte des Phasenwählrelais der entsprechenden Phase und die normalerweise geschlossenen Kontakte des in einer festgelegten Phasenfolge benachbarten Phasenwählrelais. Somit wird die Gleichstromkontaktvorrichtung G1 in der Phase A1 gesteuert durch die normalerweise offenen Kontakte B2 des Phasenwählrelais B in der Phase A1 und die normal geschlossenen Kontakte D1 des Phasenwählrelais D in der in der Phasenfolge vorhergehenden Phase A3. Betrachtet man eine einfache Übertragungsleitung (Abb. 2), die von einem Generator / gespeist wird, dessen neutraler Punkt über einen Widerstand J1 geerdet ist, so wird beim Auftreten eines Erdschlusses beispielsweise am Punkt L der Phase A1 an der vom Generator / abgekehrten Seite der Schutzrelaisstation der Strom in der Phase A1 der Spannung in dieser Phase nacheilen, und die Spannung in der Phase wird um einen Betrag fallen, der dem Spannungsabfall aus dem Strom in der Phase A1 in dem Teil des Kreises zwisehen Schutzrelaisstation K und Generator / sowie in der Nullpunktverbindung J1 des Generators entspricht. Der Spannungsabfall der Verbindung 71 wird auch die Spannungen an den anderen beiden Phasen beeinflussen; der in der Phasenfolge nächstfolgenden Phase A2 wird etwas verringert und der in der Phasenfolge vorhergehenden Phase As etwas erhöht. · Demnach wird beim Eintreten eines solchen Erdschlusses das Phasenwählrelais B in der Phase A1 arbeiten und das Relais D in der Phase A3 unwirksam bleiben. Bei dem Relais C in der Phase A2 hängt es von der Stärke des Schlusses ab, ob es zur Wirkung kommt oder nicht. Wenn das Phasenwählrelais B in der Phase A1 allein arbeitet, so wird die entsprechende Gleichstromkontaktvorrichtung G1 erregt, während die beiden anderen Vorrichtungen G2 und G3 unerregt bleiben. Wenn die Phasenwählrelais B und C in den Phasen A1 und A2 arbeiten, so wird die Gleichstromkontaktvorrichtung G1 in der Phase A1 noch zur Wirkung kommen, weil sie von den Kontakten des Phasenwählrelais C in der Phase A2 nicht be-
6q einflußt wird. Die Gleichstromkontaktvorrichtung G2 in der Phase A2 aber wird unwirksam bleiben, weil ihr Erregungskreis vom Kontakt B1 durch Arbeiten des Phasenwählrelais B in der Phase A1 unterbrochen wird. Somit wird in jedem Falle die einzige Kontaktvorrichtung, die arbeitet, die sein, welche der gestörten Phase A1 zugeordnet ist. Gleiche Erwägungen gelten auch für die Fälle, daß der Schluß in anderen Phasen eintritt. Man erkennt also, daß die Anordnung so getroffen ist, daß sichergestellt wird, daß bei einem Erdschluß nur die Kontaktvorrichtung in der gestörten Phase zur Wirkung kommt.
Jede Gleichstromkontaktvorrichtung G1, G- oder G3 weist eine Anzahl von Kontakten auf, die die Erregungskreise der Spulen eines einzigen Erdschlußzeitrelais und weiter zugeordnete Stromkreise steuern, die erforderlich werden können. Das Zeitrelais ist vorzugsweise von der Bauart mit Strom- und Spannungsspulen und einem veränderlichen Widerstand unter -Einwirkung eines Zeitwerkes im Stromkreis der Spannungsspulen. In diesem Falle werden die Anschlüsse der Strom- und Spannungsspulen des Zeitrelais mit den entsprechenden Phasen der Sekundärwicklungen von Strom- und Spannungswandlern des geschützten Kreises durch Kontakte der drei" Gleichstromkontaktvorrichtungen G1, G2, G3 verbunden; weitere Kontakte an diesen Vorrichtungen überwachen zweckmäßig den Auslösekreis sowie einen Kreis zum Ingangsetzen des Zeitwerkes, das den veränderlichen Widerstand steuert.
Bei den meisten bekannten Systemen wird zwar die Wirkung eines Erdschlusses an einer Phase so sein wie oben beschrieben wurde; es ist aber auch möglich, ein System zu haben, bei welchem die Spannung der nacheilenden Phase wächst und die der voreilenden Phase abfällt, wenn ein Fehler entsteht. Einem solchen Fall kann leicht dadurch Rechnung getragen werden, daß man die Kontakte der Phasenauswählrelais in der entgegengesetzten Phasenfolge untereinander verbindet.
Die beschriebene Erdschlußphasenauswählanordnung kann auch zusammen mit einer im allgemeinen gleichartigen, bei Kurzschluß zwischen den Phasen zur Wirkung kommenden Phasenauswählvorrichtung verwendet werden, oder bisweilen wird eine Kurzschlußphasenauswählvorrichtung bevorzugt, bei der eine einzige differentiell beeinflußte Phasenauswählrelaiseinrichtung verwendet wird, deren beide Arbeitsspulen nach Maßgabe der Ströme in zwei der Phasen des geschützten Kreises erregt werden. Das Kontaktglied dieser Vorrichtung hat drei Arbeitsstellungen, deren eine es normal sowie auch dann einnimmt, wenn der Schluß zwischen den beiden Phasen erfolgt, die die Schalt-
spulen speisen, während die »beiden anderen eingenommen werden, wenn der Kurzschluß zwischen den beiden anderen Phasenpaaren erfolgt.
Im ersten Fall (Abb. 3) kann die Kurzschlußphasenauswählvorrichtung drei Phasenauswählrelais M, N, 0 der einfachen, obenbeschriebenen Elektromagnetbauart aufweisen, deren Arbeitsspulen von den Sekundärwicklungen E^E1, Ex-E2, E2-Es der Spannungswandler aus erregt werden. Jedes Phasenauswählrelais hat normal geöffnete und normal geschlossene Kontakte Jkf2, JIi1 bzw. IV2, JV1 oder O2, O1, die in der obenbeschriebenen Weise untereinander für Erdschlußphasenauswahl mit den Kontakten der anderen Relais in den Erregungskreisen von Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen P1, P2, P3 verbunden sind; außerdem sind sie noch mit einem weiteren Paar von Kontakten M3 bzw. JV3 oder O3 versehen, die bei erregtem Relais geöffnet sind.
Diese weiteren Kontakte JVi3, N3, O3 an den drei Relais sind hintereinander in einem Eras satzerregungskreis für eine der drei Gleichstromkontaktvorrichtungen P1 angeordnet. Sie dienen dazu, daß eine der Gleichstromkontaktvorrichtungen; in Tätigkeit tritt, wenn ein' Dreiphasenkurzschluß eintritt. Es finden drei Phasenschlußanregerelais Verwendung, und ihre Kontakte H1, H2, H3 beherrschen die Erregungskreise der drei Gleichstromkontaktvorrichtungen P1, P2, P3.
Die Kontakte dieser Vorrichtung P1, P2, P3 beherrschen die Erregungskreise für die Strom- und Spannungsspulen der Zeitrelais für Phasenkurzschlüsse, und auch den Abstellkreis sowie den Anlaßkreis des Zeitwerkes, das die veränderlichen Widerstände der Zeitrelais steuert. Es kann eine symmetrische Anordnung der drei Zeitrelais, die von den drei Gleichstromkontaktvorrichtungen gesteuert werden, Verwendung finden. Es ist aber auch möglich, das gewünschte Ergebnis mit nur zwei solcher Relais zu erreichen, von denen das eine Kurzschlüsse zwischen den Phasen ^1 und A2 oder zwischen den Phasen A1 und A3 überwacht, während das andere für Kurzschlüsse zwischen den Phasen A2 und A3 dient.
Abb. 4 zeigt eine Abänderung der Schaltung nach Abb. 1 für den Fall einer Übertragungsleitung, in welcher der neutrale Punkt am Generator unmittelbar statt über einen Widerstand J1 (Abb. 2) geerdet ist. In diesem Falle ist kein Spannungsabfall in der Nullpunktverbindung beim Eintreten eines Erdschlusses vorhanden. Wenn also ein sol-■ eher Schluß entsteht, so werden die Spannungen weder in der voreilenden noch in der nacheilenden Phase zunehmen, sondern im Gegenteil bisweilen etwas abfallen. Dies kann möglicherweise zu einem unrichtigen Arbeiten der Phasenwählanordnungen führen. Dieser Gefahr wird völlig durch die Abänderung nach Abb. 4 vorgebeugt, die sich von der Schaltung nach Abb. 1 nur dadurch unterscheidet, daß jedes der Phasenwählrelais B bzw. C oder D mit einer Hilfswicklung Bi bzw. C4 oder D4 versehen ist. . Die Hilfswicklungen brauchen nur aus wenigen Windungen zu bestehen; sie werden von den sterngeschalteten Sekundärwicklungen Q1, Q2, Q3 von Stromwandlern der Leitungen A1, A2, A3 erregt, und zwar liegt die Wicklung Bi zwischen der Sekundärwicklung Q2 und dem Sternpunkt Q4, die Wicklung C4 zwischen der Sekundärwicklung Q3 und dem Sternpunkt Q4 und die Wicklung D4 zwischen der Sekundärwicklung Q1 und dem Sternpunkt Q4. Es ist naturgemäß wesentlich, daß die Hilfswicklung im richtigen Sinne angeschlossen wird, damit der gesamte Kraftfluß im Relaiskern wächst. Beim Erdschluß in der Phased1 ζ. B. wird die Hilfswicklung D4 stark erregt und hindert also den Anker des Relais D die Kontakte D1 zu öffnen, so daß eine richtige Erregung der Kontaktvorrichtung G1 durch Entregung des Relais B sichergestellt ist. Ob das Relais C arbeitet oder nicht ist unwesentlieh, denn es kann keinen Arbeitskreis herstellen, wenn das Relais B entregt und das Relais D erregt ist.
Eine der Schaltung nach Abb. 4 ganz analoge Abänderung kann auch für die bei Phasenkurzschlüssen arbeitende Phasenwähleinrichtung nach Abb. 3 verwendet werden. Es sei hier daran erinnert, daß der Strom in der Phased1 der Spannung A3-A^ entspricht, der Strom in*der Phased2 der SpannungAx-A2 ιοΌ und der Strom in der Phase A3 der Spannung A2-A3. Wenn also Hilfsstromwicklungen auf den Relais M, JV, 0 (Abb. 3) angebracht werden, so wird die des Relais M. von der Phase A2, die des Relais JV von der Phase A3 und die des Relais 0 von der Phase A1 erregt.
Man sieht, daß bei dieser Abänderung, sei es in Anwendung auf die Erdschlußanordnung nach Abb. 1 oder auf die Phasenkurzschlußanordnung nach Abb. 3, die zwischen no Strömen und Spannungen vorhandene Beziehung der Anordnung der Relaiskontakte entsprechen muß. In der bevorzugten Anordnung hat jedes Relais einen Satz von normalerweise offenen und einen Satz von nor- n5 malerweise geschlossenen Kontakten; jene sind der gleichen Phase oder den gleichen Phasen zugeordnet wie die Spannungswicklung des Relais und diese der gleichen Phase wie die Stromwicklung des Relais.
Die dargestellten Schaltungen sind nur als Ausführungsbeispiele zu betrachten.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    ι. Phasen wählanordnung
    für Dreiphasen-, Impedanz- o. dgl. Schutzsysteme, dadurch gekennzeichnet, daß: die Kontakte von drei Phasenauswählrelais mit heb- und senkbarem Anker, die bei Erdschlußphasenauswählvorrichtungen von der Erdspannung einer Phase des geschützten Kreises oder bei Kurzschlußphasenaus-Wählvorrichtungen von der Spannung zwischen zwei Phasen des geschützten Kreises erregt werden, derart miteinander verbunden sind, daß das Arbeiten jedes Relais (B oder C oder D) wirkungslos bleibt, wenn auch das in einer festgelegten Phasenfolge benachbarte Relais (D oder B oder C) arbeitet.
  2. 2. Phasenwählanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Phasenwählrelais normal erregt ist und beim Auftreten eines Fehlers, wenn die entsprechende Spannung unter einen festgelegten Wert sinkt, die normalerweise geschlossenen Kontakte öffnet und weitere normalerweise geöffnete Kontakte schließt.
  3. 3. Phasenwählanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die normalerweise offenen Kontakte des einen Relais in Reihe mit den normalerweise geschlossenen Kontakten des der Phase nach nächstfolgenden Relais geschaltet sind und daß über diese Kontakte eine Hilfskontaktvorrichtung erregt wird, deren Kontakte die Erregung von Zeitrelais steuern. ■
  4. 4. Phasenwählanordnung nach Anspruch 3 für Kurzschlußphasenauswählvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Phasenauswählrelais weitere normalerweise offene Kontakte aufweisen, die in einem besonderen Erregungskreis für eine der Hilfskontaktvorrichtungen derart hintereinander liegen, daß diese Hilfskontaktvorrichtung nur dann erregt wird, wenn alle drei Phasenauswählrelais gleichzeitig wirken.
  5. 5. Phasenwählanordnung nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auftreten eines Fehlers, der ein Phasenwählrelais zur Wirkung bringt, der Phasenfehlerstrom mit dazu herangezogen wird, das· Arbeiten des in der Phasenfolge nächsten Relais zu verhüten.
  6. 6. Phasenwählanordnung nach Anspruch -5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Phasenwählrelais mit einer Hilfswicklung ausgestattet ist, die vom Phasenstrom der dem in der Phasenfolge vorausgehenden Relais zugeordneten Phase erregt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DER81044D 1930-04-10 1931-03-17 Phasenwaehlanordnung fuer Dreiphasen-Schutzsysteme Expired DE577158C (de)

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