DE577158C - Phasenwaehlanordnung fuer Dreiphasen-Schutzsysteme - Google Patents
Phasenwaehlanordnung fuer Dreiphasen-SchutzsystemeInfo
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- DE577158C DE577158C DER81044D DER0081044D DE577158C DE 577158 C DE577158 C DE 577158C DE R81044 D DER81044 D DE R81044D DE R0081044 D DER0081044 D DE R0081044D DE 577158 C DE577158 C DE 577158C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H1/00—Details of emergency protective circuit arrangements
- H02H1/0038—Details of emergency protective circuit arrangements concerning the connection of the detecting means, e.g. for reducing their number
- H02H1/0046—Commutating the detecting means in dependance of the fault, e.g. for reducing their number
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- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Schutzsysteme für Dreiphasenkreise, die allgemein
als Impedanz- u. dgl. Schutzsysteme bekannt sind und deren Arbeiten davon abhängt,
daß die Impedanz, Reaktanz und Resistanz des geschützten Kreises zwischen Störstelle und Schutzrelais annähernd proportional
dem Abstand der Störstelle vom Relais ist. Bei derartigen Systemen ist eine Anzahl von zeitabhängigeh Schutzrelais oder
von Gruppen derartiger Relais an den Enden der geschützten Abschnitte angeordnet, und
die Relais dienen dazu, einen Distanzschutz für die Abschnitte dadurch zu erzielen, daß
man sie so anordnet, daß die Arbeitszeit jedes Relais proportional der Impedanz oder
einem anderen Quotienten elektrischer Größen der Leitung ist. Es ist bei solchen Systemen
üblich, daß die Zeitrelais normalerweise abgetrennt und beim Eintreten eines Fehlers
durch Anregerelais eingeschaltet werden; aber bei einer Mindestzahl von Anregerelais (nämlich
eins für Erdschlüsse und drei für Phasenkurzschlüsse) besteht die Gefahr einer unbeabsichtigten
Auslösung durch Anschließen der Zeitrelais an gesunde Phasen statt an die * gestörte Phase oder Phasen.
Die Erfindung will eine einfache und zufriedenstellend arbeitende Phasenwählanordnung
schaffen, mit der sich erreichen läßt, daß die Zeitrelais bei einem System der geschilderten
Art beim Einschalten in den Stromkreis nur von der gestörten Phase oder den gestörten Phasen erregt werden.
Es sind schon mancherlei Phasenwählanordnungen in Vorschlag gebracht worden,
bei denen die Bestimmung der richtigen Phase oder Phasen zur Erregung der Zeitrelais dadurch
bewirkt wird, daß man die Spannungen oder Ströme der verschiedenen Phasen in einem oder mehreren Differentialrelais vergleicht.
Bei solchen Anordnungen werden Erdschlüsse und Phasenkurzschlüsse vorzugsweise getrennt behandelt; es ist ein getrenntes
Phasenwählrelais oder eine Phasenwählrelaisgruppe für jede der beiden Arten von Fehlern
vorgesehen. Offenbar ist es aber von großer Wichtigkeit, daß der Fehler mit möglichst
geringer Zeitverzögerung festgestellt wird, und es hat sich gezeigt, daß die Differentialrelais,
die bei den bekannten Phasenwählanordnungen nötig sind, nicht rasch genug für den Zweck arbeiten, wenigstens wenn Erdschlüsse
vorliegen,
Die Phasenwählanordnung gemäß der Erfindung weist drei Phasenwählrelais mit heb-
und senkbarem Anker auf, die je nach der Größe der Erdspannung einer Phase des geschützten
Kreises (bei einer Anordnung zum Auswählen der Erdschluß aufweisenden
Phase) oder je nach der Größe der Spannung zwischen zwei Phasen des geschützten Kreises
(im Fall einer Anordnung zum Auswählen to eines Phasenkurzschlusses) wirksam werden
und deren Kontakte derart miteinander verbunden sind, daß das Arbeiten jedes Relais
unwirksam bleibt, wenn auch das in einer festgelegten Phasenfolge benachbarte Relais
arbeitet. Zweckmäßig ist jedes Phasenwählrelais normalerweise erregt und kommt zur
Wirkung, wenn die entsprechende Spannung unter einen bestimmten Wert sinkt, wobei es
einen Satz normalerweise geschlossener Konao takte öffnet und einen Satz normalerweise
offener Kontakte schließt. Die Phasenwählrelais können selbst unmittelbar die Erregungen
der Zeitrelais steuern. Zwecks Vermeidung einer verwickelten Kontaktanordnung ist es jedoch gewöhnlich vorzuziehen,
daß diese Steuerung mit Hilfe von Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen
bewirkt wird. Eine Erdschlußphasen-Auswählvorrichtung
gemäß der Erfindung enthält zweckmäßig einen Spannungstransformator an dem geschützten
Kreise mit sterngeschalteter Sekundärwicklung, drei Phasenwählrelais, die zwischen
die drei Phasen dieser Sekundärwicklungen und den Sternpunkt geschaltet sind, und drei Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen,
von denen je eine je einem Phasenwählrelais zugeordnet ist und deren Erregungskreis
durch normalerweise offene Kontakte des zugeordneten. Phasenwählrelais und durch normalerweise geschlossene Kontakte
des nächsten Phasenwählrelais gesteuert wird; die Kontakte der drei Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen
überwachen den Erregungskreis der Spulen des einzigen Erdschlußzeitrelais.
Eine im allgemeinen analoge Anordnung kann für Kurzschlußphasenauswahl unter
entsprechender Änderung des Erregungskreises der drei Phasenwählrelais verwendet werden;
um aber in diesem Falle dem Dreiphasenkurzschlußzustand Rechnung zu tragen, ist vorzugsweise jedes Phasenwählrelais
mit einem weiteren Satz normalerweise offener Kontakte versehen, die in Reihe miteinander
in einem zweiten Erregungskreis für eine der Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen geschaltet
sind.
Die beschriebene Anordnung ist auch für den Schutz anderer Kreise verwendbar, ist
aber insbesondere bestimmt für eine Übertragungsleitung, die von einem Generator gespeist
wird, dessen Nullpunkt über einen Widerstand geerdet ist. In manchen Übertragungssystemen
wird jedoch der neutrale Punkt unmittelbar statt über einen Widerstand geerdet, und es wurde festgestellt, daß
in solchen Fällen die neue Anordnung unter gewissen Umständen nicht richtig arbeiten
kann. Diese Schwierigkeit läßt sich jedoch dadurch beseitigen, daß man die Anordnung
so abändert, daß der Fehlerstrom benutzt wird, das Arbeiten des in der Phasenfolge
nächsten Relais zu verhüten. Dies läßt sich auf verschiedene Weise erreichen. In einer
bevorzugten Anordnung ist jedes Phasenwählrelais mit einer Hilfswicklung versehen,
die von dem Strom erregt wird, der in der Phase fließt, die dem vorhergehenden Relais
in der Phasenfolge zugeordnet ist.
Die Zeichnungen veranschaulichen schematisch beispielsweise einige zweckmäßige
Phasenwählanordnungen gemäß der Erfindung, und zwar zeigt
Abb. ι eine Anordnung zur Auswahl einer Phase mit Erdschluß,
Abb. 2 eine einfache Form einer Übertragungsleitung,
auf welche das Schutzsystem mit der Phasenwählanordnung nach Fig. 1
besonders anwendbar ist,
Abb. 3 eine Wählanordnung für den Kurz-Schluß analog der Anordnung nach Fig. 1,
Abb. 4 eine Abänderung der in Fig. 1 wiedergegebenen Anordnung zur Auswahl
der Phase mit Erdschluß.
Bei der Anordnung nach Abb. 1 werden drei Phasenrelais B, C, D verwendet, von
denen je eines jeder Phase des geschützten Kreises A1, A2, ΑΆ zugeordnet ist. Jedes der
drei Relais besitzt eine einzige Spule auf einem magnetischen Kern, dessen Anker ein
Kontaktpaar B1 bzw. C1 oder D1 verbindet,
wenn die Spule erregt ist, und ein anderes Kontaktpaar B2 bzw. C2 oder D2, die er bei
aberregter Spule verbindet. Die Spule jedes Phasenwählrelais ist mit einer Klemme an
den Sternpunkt Ei der Sekundärwicklung E1,
E2, E3 eines Spannungstransformators angeschlossen, dessen Primärwicklung E an den
geschützten Kreis angeschlossen ist. Die andere Klemme jedes Relais ist mit dem
freien Ende der Spannungstransformatorsekundärwicklung der zugeordneten Phase in
Verbindung. Somit wird jedes Phasenwählrelais entsprechend der Erdspannung der zugeordneten
Phase des geschützten Kreises erregt, und es ist so eingestellt, daß sein Anker normal angehoben ist, jedoch fällt, wenn die
entsprechende Spannung unter einen bestimmten Wert absinkt. Es ist zu bemerken, daß ein Relais der beschriebenen einfachen
Elektromagnetbauart außerordentlich rasch wirkt; es laßt sich so herstellen, daß es unter
günstigen Verhältnissen in weniger als 1^0 Sekunde
arbeitet.
Die Kontakte der drei Phasenwählrelais überwachen die Erregungskreise von drei
Hilfsgleichstromkontaktvomchtungen G1, G~,
G3 (eine für jede Phase), die ihren Erregungsstrom von einer Gleichstromquelle F
beziehen. Der Erregungskreis jeder Gleichstromkontaktvorrichtung enthält außer den
ίο Kontakten H eines Erdschlußanregerelais
(das immer wirkt, wenn ein Erdschluß eintritt) die normalerweise offenen Kontakte des
Phasenwählrelais der entsprechenden Phase und die normalerweise geschlossenen Kontakte
des in einer festgelegten Phasenfolge benachbarten Phasenwählrelais. Somit wird
die Gleichstromkontaktvorrichtung G1 in der Phase A1 gesteuert durch die normalerweise
offenen Kontakte B2 des Phasenwählrelais B
in der Phase A1 und die normal geschlossenen Kontakte D1 des Phasenwählrelais D in der
in der Phasenfolge vorhergehenden Phase A3. Betrachtet man eine einfache Übertragungsleitung
(Abb. 2), die von einem Generator / gespeist wird, dessen neutraler Punkt über einen Widerstand J1 geerdet ist, so wird beim
Auftreten eines Erdschlusses beispielsweise am Punkt L der Phase A1 an der vom Generator
/ abgekehrten Seite der Schutzrelaisstation der Strom in der Phase A1 der Spannung
in dieser Phase nacheilen, und die Spannung in der Phase wird um einen Betrag fallen,
der dem Spannungsabfall aus dem Strom in der Phase A1 in dem Teil des Kreises zwisehen
Schutzrelaisstation K und Generator / sowie in der Nullpunktverbindung J1 des
Generators entspricht. Der Spannungsabfall der Verbindung 71 wird auch die Spannungen
an den anderen beiden Phasen beeinflussen; der in der Phasenfolge nächstfolgenden
Phase A2 wird etwas verringert und der in der Phasenfolge vorhergehenden Phase As
etwas erhöht. · Demnach wird beim Eintreten eines solchen Erdschlusses das Phasenwählrelais
B in der Phase A1 arbeiten und das Relais D in der Phase A3 unwirksam bleiben.
Bei dem Relais C in der Phase A2 hängt es
von der Stärke des Schlusses ab, ob es zur Wirkung kommt oder nicht. Wenn das Phasenwählrelais B in der Phase A1 allein
arbeitet, so wird die entsprechende Gleichstromkontaktvorrichtung G1 erregt, während
die beiden anderen Vorrichtungen G2 und G3 unerregt bleiben. Wenn die Phasenwählrelais
B und C in den Phasen A1 und A2 arbeiten,
so wird die Gleichstromkontaktvorrichtung G1 in der Phase A1 noch zur Wirkung
kommen, weil sie von den Kontakten des Phasenwählrelais C in der Phase A2 nicht be-
6q einflußt wird. Die Gleichstromkontaktvorrichtung G2 in der Phase A2 aber wird unwirksam
bleiben, weil ihr Erregungskreis vom Kontakt B1 durch Arbeiten des Phasenwählrelais
B in der Phase A1 unterbrochen wird. Somit wird in jedem Falle die einzige
Kontaktvorrichtung, die arbeitet, die sein, welche der gestörten Phase A1 zugeordnet ist.
Gleiche Erwägungen gelten auch für die Fälle, daß der Schluß in anderen Phasen eintritt.
Man erkennt also, daß die Anordnung so getroffen ist, daß sichergestellt wird, daß
bei einem Erdschluß nur die Kontaktvorrichtung in der gestörten Phase zur Wirkung
kommt.
Jede Gleichstromkontaktvorrichtung G1, G-
oder G3 weist eine Anzahl von Kontakten auf, die die Erregungskreise der Spulen eines
einzigen Erdschlußzeitrelais und weiter zugeordnete Stromkreise steuern, die erforderlich
werden können. Das Zeitrelais ist vorzugsweise von der Bauart mit Strom- und Spannungsspulen und einem veränderlichen
Widerstand unter -Einwirkung eines Zeitwerkes im Stromkreis der Spannungsspulen.
In diesem Falle werden die Anschlüsse der Strom- und Spannungsspulen des Zeitrelais
mit den entsprechenden Phasen der Sekundärwicklungen von Strom- und Spannungswandlern des geschützten Kreises durch Kontakte
der drei" Gleichstromkontaktvorrichtungen G1, G2, G3 verbunden; weitere Kontakte
an diesen Vorrichtungen überwachen zweckmäßig den Auslösekreis sowie einen
Kreis zum Ingangsetzen des Zeitwerkes, das den veränderlichen Widerstand steuert.
Bei den meisten bekannten Systemen wird zwar die Wirkung eines Erdschlusses an einer
Phase so sein wie oben beschrieben wurde; es ist aber auch möglich, ein System zu haben,
bei welchem die Spannung der nacheilenden Phase wächst und die der voreilenden Phase
abfällt, wenn ein Fehler entsteht. Einem solchen Fall kann leicht dadurch Rechnung getragen
werden, daß man die Kontakte der Phasenauswählrelais in der entgegengesetzten Phasenfolge untereinander verbindet.
Die beschriebene Erdschlußphasenauswählanordnung kann auch zusammen mit
einer im allgemeinen gleichartigen, bei Kurzschluß zwischen den Phasen zur Wirkung
kommenden Phasenauswählvorrichtung verwendet werden, oder bisweilen wird eine Kurzschlußphasenauswählvorrichtung bevorzugt,
bei der eine einzige differentiell beeinflußte Phasenauswählrelaiseinrichtung verwendet
wird, deren beide Arbeitsspulen nach Maßgabe der Ströme in zwei der Phasen des
geschützten Kreises erregt werden. Das Kontaktglied dieser Vorrichtung hat drei Arbeitsstellungen, deren eine es normal sowie auch
dann einnimmt, wenn der Schluß zwischen den beiden Phasen erfolgt, die die Schalt-
spulen speisen, während die »beiden anderen eingenommen werden, wenn der Kurzschluß
zwischen den beiden anderen Phasenpaaren erfolgt.
Im ersten Fall (Abb. 3) kann die Kurzschlußphasenauswählvorrichtung
drei Phasenauswählrelais M, N, 0 der einfachen, obenbeschriebenen Elektromagnetbauart aufweisen,
deren Arbeitsspulen von den Sekundärwicklungen E^E1, Ex-E2, E2-Es der Spannungswandler
aus erregt werden. Jedes Phasenauswählrelais hat normal geöffnete und normal geschlossene Kontakte Jkf2, JIi1 bzw.
IV2, JV1 oder O2, O1, die in der obenbeschriebenen
Weise untereinander für Erdschlußphasenauswahl mit den Kontakten der anderen Relais in den Erregungskreisen von Hilfsgleichstromkontaktvorrichtungen
P1, P2, P3 verbunden sind; außerdem sind sie noch mit
einem weiteren Paar von Kontakten M3 bzw. JV3 oder O3 versehen, die bei erregtem Relais
geöffnet sind.
Diese weiteren Kontakte JVi3, N3, O3 an den
drei Relais sind hintereinander in einem Eras satzerregungskreis für eine der drei Gleichstromkontaktvorrichtungen
P1 angeordnet. Sie dienen dazu, daß eine der Gleichstromkontaktvorrichtungen;
in Tätigkeit tritt, wenn ein' Dreiphasenkurzschluß eintritt. Es finden
drei Phasenschlußanregerelais Verwendung, und ihre Kontakte H1, H2, H3 beherrschen die
Erregungskreise der drei Gleichstromkontaktvorrichtungen P1, P2, P3.
Die Kontakte dieser Vorrichtung P1, P2, P3
beherrschen die Erregungskreise für die Strom- und Spannungsspulen der Zeitrelais
für Phasenkurzschlüsse, und auch den Abstellkreis sowie den Anlaßkreis des Zeitwerkes,
das die veränderlichen Widerstände der Zeitrelais steuert. Es kann eine symmetrische
Anordnung der drei Zeitrelais, die von den drei Gleichstromkontaktvorrichtungen gesteuert werden, Verwendung finden. Es ist
aber auch möglich, das gewünschte Ergebnis mit nur zwei solcher Relais zu erreichen, von
denen das eine Kurzschlüsse zwischen den Phasen ^1 und A2 oder zwischen den Phasen
A1 und A3 überwacht, während das andere
für Kurzschlüsse zwischen den Phasen A2 und A3 dient.
Abb. 4 zeigt eine Abänderung der Schaltung nach Abb. 1 für den Fall einer Übertragungsleitung,
in welcher der neutrale Punkt am Generator unmittelbar statt über einen Widerstand J1 (Abb. 2) geerdet ist. In diesem
Falle ist kein Spannungsabfall in der Nullpunktverbindung beim Eintreten eines Erdschlusses vorhanden. Wenn also ein sol-■
eher Schluß entsteht, so werden die Spannungen weder in der voreilenden noch in der
nacheilenden Phase zunehmen, sondern im Gegenteil bisweilen etwas abfallen. Dies
kann möglicherweise zu einem unrichtigen Arbeiten der Phasenwählanordnungen führen.
Dieser Gefahr wird völlig durch die Abänderung nach Abb. 4 vorgebeugt, die sich von der
Schaltung nach Abb. 1 nur dadurch unterscheidet, daß jedes der Phasenwählrelais B
bzw. C oder D mit einer Hilfswicklung Bi
bzw. C4 oder D4 versehen ist. . Die Hilfswicklungen
brauchen nur aus wenigen Windungen zu bestehen; sie werden von den sterngeschalteten Sekundärwicklungen Q1, Q2,
Q3 von Stromwandlern der Leitungen A1, A2,
A3 erregt, und zwar liegt die Wicklung Bi
zwischen der Sekundärwicklung Q2 und dem Sternpunkt Q4, die Wicklung C4 zwischen der
Sekundärwicklung Q3 und dem Sternpunkt Q4 und die Wicklung D4 zwischen der Sekundärwicklung
Q1 und dem Sternpunkt Q4. Es ist naturgemäß wesentlich, daß die Hilfswicklung
im richtigen Sinne angeschlossen wird, damit der gesamte Kraftfluß im Relaiskern
wächst. Beim Erdschluß in der Phased1
ζ. B. wird die Hilfswicklung D4 stark erregt und hindert also den Anker des Relais D die
Kontakte D1 zu öffnen, so daß eine richtige
Erregung der Kontaktvorrichtung G1 durch Entregung des Relais B sichergestellt ist. Ob
das Relais C arbeitet oder nicht ist unwesentlieh, denn es kann keinen Arbeitskreis herstellen,
wenn das Relais B entregt und das Relais D erregt ist.
Eine der Schaltung nach Abb. 4 ganz analoge Abänderung kann auch für die bei Phasenkurzschlüssen
arbeitende Phasenwähleinrichtung nach Abb. 3 verwendet werden. Es sei hier daran erinnert, daß der Strom in der
Phased1 der Spannung A3-A^ entspricht, der
Strom in*der Phased2 der SpannungAx-A2 ιοΌ
und der Strom in der Phase A3 der Spannung A2-A3. Wenn also Hilfsstromwicklungen auf
den Relais M, JV, 0 (Abb. 3) angebracht werden, so wird die des Relais M. von der Phase
A2, die des Relais JV von der Phase A3 und die des Relais 0 von der Phase A1 erregt.
Man sieht, daß bei dieser Abänderung, sei es in Anwendung auf die Erdschlußanordnung
nach Abb. 1 oder auf die Phasenkurzschlußanordnung nach Abb. 3, die zwischen no
Strömen und Spannungen vorhandene Beziehung der Anordnung der Relaiskontakte entsprechen muß. In der bevorzugten Anordnung
hat jedes Relais einen Satz von normalerweise offenen und einen Satz von nor- n5
malerweise geschlossenen Kontakten; jene sind der gleichen Phase oder den gleichen
Phasen zugeordnet wie die Spannungswicklung des Relais und diese der gleichen Phase
wie die Stromwicklung des Relais.
Die dargestellten Schaltungen sind nur als Ausführungsbeispiele zu betrachten.
Claims (6)
- Patentansprüche:ι. Phasen wählanordnungfür Dreiphasen-, Impedanz- o. dgl. Schutzsysteme, dadurch gekennzeichnet, daß: die Kontakte von drei Phasenauswählrelais mit heb- und senkbarem Anker, die bei Erdschlußphasenauswählvorrichtungen von der Erdspannung einer Phase des geschützten Kreises oder bei Kurzschlußphasenaus-Wählvorrichtungen von der Spannung zwischen zwei Phasen des geschützten Kreises erregt werden, derart miteinander verbunden sind, daß das Arbeiten jedes Relais (B oder C oder D) wirkungslos bleibt, wenn auch das in einer festgelegten Phasenfolge benachbarte Relais (D oder B oder C) arbeitet.
- 2. Phasenwählanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Phasenwählrelais normal erregt ist und beim Auftreten eines Fehlers, wenn die entsprechende Spannung unter einen festgelegten Wert sinkt, die normalerweise geschlossenen Kontakte öffnet und weitere normalerweise geöffnete Kontakte schließt.
- 3. Phasenwählanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die normalerweise offenen Kontakte des einen Relais in Reihe mit den normalerweise geschlossenen Kontakten des der Phase nach nächstfolgenden Relais geschaltet sind und daß über diese Kontakte eine Hilfskontaktvorrichtung erregt wird, deren Kontakte die Erregung von Zeitrelais steuern. ■
- 4. Phasenwählanordnung nach Anspruch 3 für Kurzschlußphasenauswählvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Phasenauswählrelais weitere normalerweise offene Kontakte aufweisen, die in einem besonderen Erregungskreis für eine der Hilfskontaktvorrichtungen derart hintereinander liegen, daß diese Hilfskontaktvorrichtung nur dann erregt wird, wenn alle drei Phasenauswählrelais gleichzeitig wirken.
- 5. Phasenwählanordnung nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auftreten eines Fehlers, der ein Phasenwählrelais zur Wirkung bringt, der Phasenfehlerstrom mit dazu herangezogen wird, das· Arbeiten des in der Phasenfolge nächsten Relais zu verhüten.
- 6. Phasenwählanordnung nach Anspruch -5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Phasenwählrelais mit einer Hilfswicklung ausgestattet ist, die vom Phasenstrom der dem in der Phasenfolge vorausgehenden Relais zugeordneten Phase erregt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB577158X | 1930-04-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE577158C true DE577158C (de) | 1933-05-30 |
Family
ID=10479873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER81044D Expired DE577158C (de) | 1930-04-10 | 1931-03-17 | Phasenwaehlanordnung fuer Dreiphasen-Schutzsysteme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE577158C (de) |
-
1931
- 1931-03-17 DE DER81044D patent/DE577158C/de not_active Expired
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