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DE574085C - Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern - Google Patents

Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern

Info

Publication number
DE574085C
DE574085C DE1930574085D DE574085DD DE574085C DE 574085 C DE574085 C DE 574085C DE 1930574085 D DE1930574085 D DE 1930574085D DE 574085D D DE574085D D DE 574085DD DE 574085 C DE574085 C DE 574085C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
jumping
scanning
line
television images
lines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930574085D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Schroeter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Application granted granted Critical
Publication of DE574085C publication Critical patent/DE574085C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N3/00Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages
    • H04N3/10Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical
    • H04N3/30Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical otherwise than with constant velocity or otherwise than in pattern formed by unidirectional, straight, substantially horizontal or vertical lines
    • H04N3/34Elemental scanning area oscillated rapidly in direction transverse to main scanning direction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Television Systems (AREA)
  • Transforming Electric Information Into Light Information (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
8. APRIL 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a1 GRUPPE 34 ia
Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern
Patentiert im Deutsehen Reiche vom 27, September 1930 ab
Die Erfindung besteht darin, die an sich bekannte Verwendung nachleuchtender Stoffe auf der Empfangsbildfläche bei der Übertragung von Fernsehbildern mit der an sich bekannten springenden Zeilenabtastung zu verbinden.
Springende Zeilenabtastschemata sind z. B. in der Form vorgeschlagen worden: 1. Übertragung: Zeile 1, 3, 5..., 2. Übertragung:
to Zeile 2, 4, 6..., 3. Übertragung: Zeile 1, 3, 5 ... usw. Es sind auch andere Schemata bekannt. Mit der springenden Zeilenabtastung könnte man zwei wichtige Vorteile erreichen, einerseits würde das durch die sekundliche Bildfolge bedingte Flimmern herabgemindert werden, da gewissermaßen die Bildwechselzahl vervielfacht wird, anderseits würde bei gleicher Bildwechselzahl die Breite des Übertragungsfrequenzbandes verringert werden, da die Zahl der pro Bild abgetastfeten Bildelemente auf einen Bruchteil herabgesetzt wird.
Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß alle diese springenden Abtastschemata bei der An-Wendung eines über die Bildfläche bewegten Lichtpunktes neue störende Effekte im Auge des Beobachters auslösen. Es scheint' nämlich eine Zitier- oder "Wackelbewegung innerhalb einzelner paralleler Streifen des ganzen Bildes stattzufinden. Dies dürfte damit zusammenhängen, daß der nachwirkende Lichteindruck im Auge doch zu rasch verblaßt.
Man könnte den Störeffekt bei dem angegebenen Abtastschema also dadurch erklären, daß in dem Augenblick, wo das Auge die Zeilen 2, 4, 6 usw. aufleuchten sieht und darauf akkommodiert, die Zeilen 1, 3, S usw. als zwar noch bestehende, aber immerhin bereits stark geschwächte Lichteindrücke wirken und umgekehrt, so daß die Zone größerer Helligkeit innerhalb paralleler Streifen von zwei Zeilenbreiten hin und her zu zittern scheint. Werden größere Lücken übersprungen, so sind die Streifen entsprechend breiter. Diese Erscheinung verhindert die Ausnutzung der Vorteile, die die springende Zeilenabtastung bringen könnte.
Was nun die Verwendung nachleuchtender Stoffe auf der Empfangsbildfläche betrifft, so bestand die Wirkung bei den bisherigen Anwendungen darin, das Empfangsmosaik der Bildpunkte auf der Empfangsbildfläche so lange zu erhalten, bis ein ganzes Bild aufgebaut ist, und dann wurde das Phosphoreszenzbild jedesmal gelöscht, bevor der Aufbau des neuen Bildes beginnt. Hierbei findet also ein Bildwechsel fertiger Bilder immer noch in der Weise statt, wie etwa bei den Kinobildern.
Wenn man nun gemäß der Erfindung die Verwendung nachleuchtender Stoffe mit der springenden Zeilenabtastung verbindet, so kommt man zu der folgenden neuen Wirkung:
Das Nachleuchten wird nicht gelöscht. Es
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr, Frits Schröter in Berlin.
wird vielmehr durch geeignete "Wahl der Phosphoreszenzstoffe die Nachleuchtdauer so eingerichtet, daß sie sich dem Springschema anpaßt. Wenn also z. B. das Bild das zweitemal mit den Zeilen 2, 4, 6 usw. aufgebaut wird, so bleibt das zuerst aus den Zeilen 1, 3, 5 usw. aufgebaute Bild infolge des Nachleuchtens noch bestehen, und wenn dann wieder zu den Zeilen 1, 3, 5 usw. übergegangen wird, besteht wiederum das aus den Zeilen 2, 4, 6 usw. aufgebaute Bild noch fort. Es bleibt also gewissermaßen das Bild dauernd im Gesichtsfeld stehen, so daß eine Pause zwischen den Bildwechseln kaum noch vorhanden ist. Auf diese Weise wird zunächst das Flimmern, das sich aus der sekundlichen Bildfolge ergibt, in erhöhtem Maße beseitigt. Darüber hinaus wird aber gleichzeitig die obenerwähnte, dem Springschema eigentümliche neue Art des Flimmerns innerhalb der parallelen Bildstreifen verhindert.
Mit dieser Wirkung aus der Kombination der beiden Erfindungsmerkmale wird es dann überhaupt erst möglich, den wichtigsten Vorteil, den das Springschema an sich hat, nämlich die obenerwähnte Möglichkeit, die Breite des Übertragungsfrequenzbandes wesentlich zu verringern, durchzuführen. Geht man z. B. von einer Bildwechselzahl von 20 pro Sekunde aus, bei der ein Flimmern auch beim Abtasten fortlaufender Zeilen nicht mehr störend ist, so würde die Herabsetzung der Frequenzbandbreite beispielsweise auf die Hälfte eine Herabsetzung der Bildwechselzahl auf 10 bedeuten. Das würde aber ein starkes Flimmern erzeugen. Geht man zum Springschema mit zwei Gruppen 1, 3 S usw.. und 2, 4, 6 usw. über, so würde zwar bei halber Frequenzhandbreite die Bildwechselzahl an sich wieder auf 20 kommen, es würde aber trotzdem das sekundäre Flimmern bestehen bleiben. Erst mit der dem Springschema angepaßten Nachleuchtwirkung der Empfangsbildfläche wird auch bei halber Frequenzbandbreite das Flimmern in jeder Weise derart vermindert, wie es sonst nur bei Steigerung der Bildwechselzahl, also Vergrößerung der Frequenzbandbreite, möglich wäre. Man kann nun den Gedanken des springenden Abtastschemas im Sinne der vorliegenden Erfindung noch weiter ausbauen, etwa so, daß nicht nur eine Zeile, sondern zwei und vielleicht sogar (bei ruhendem Urbilde) drei übersprungen werden. Auf diese Weise wird eine radikale Verminderung der benötigten Frequenzbandbreite ermöglicht. Wie weit man diese Verbesserung in der Praxis treiben kann, hängt von der Stärke ab, bis zu welcher die gedachten Nachleuchteffekte mittels eines erregenden Lichtpunktes getrieben werden können. Der Lichtpunkt muß die zur Erregung der Phosphoreszenz nötige kurzwellige Strahlung enthalten.
Besonders eignet sich zur Durchführung des springenden Zeilenabtastschemas im Sinne der Erfindung die Braunsche Röhre, bei welcher der KathodenstrahlenfLeck auf dem Leuchtschirm Phosphoreszenz hervorbringt. Es wird dadurch möglich, solche Phosphoreszenz viel weitgehender auszunutzen, als es bei der bisher bekannten Abtastung Zeile für Zeile in der Braunschen Röhre möglich war.
Bei der Wahl des phosphoreszierenden Stoffes muß natürlich neben der Intensität auch die Abklingdauer beachtet werden. Diese Abklingdauer kann gemäß der Erfindung größer gewählt werden als bei normaler kontinuierlicher Reihenfolge der Bildzeilen, weil bis zur Wiederkehr der Erregung an der gleichen Stelle größere Zeiten verfließen. . Z. B. ist bei dem eingangs genannten Schema: I.Übertragung: Zeiler, 3, 5...; 2. Übertragung: Zeile 2, 4, 6...; 3. Übertragung: Zeile 1, 3, 5 ... usw. die anwendbare Nachleuchtdauer verdoppelt. Eine Grenze für die Ausnutzung dieser Möglichkeit vergrößerter Nachleuchtdauer ist nur durch die Schnelligkeit etwaiger Bewegungen des Urbildes gezogen. Bei einem ruhenden Urbilde wird go man jene Möglichkeit weitgehend ausnutzen können.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern, dadurch gekennzeichnet, daß die an sich bekannte Verwendung nachleuchtender Stoffe auf der Empfangsbildfläche verbunden wird mit der an sich bekannten springenden Zeilenabtastung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das springende Abtastschema mittels einer Braunschen Röhre als Fernsehempfänger durchgeführt wird.
DE1930574085D 1930-09-27 1930-09-27 Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern Expired DE574085C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE574085T 1930-09-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE574085C true DE574085C (de) 1933-04-08

Family

ID=34584640

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930574085D Expired DE574085C (de) 1930-09-27 1930-09-27 Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE574085C (de)
GB (1) GB380602A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944557C (de) * 1932-07-19 1956-06-21 Rca Corp Tonfilmfernuebertragungssystem mit Lochscheibenabtastung und Wiedergabe durch Braun'sche Roehre

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944557C (de) * 1932-07-19 1956-06-21 Rca Corp Tonfilmfernuebertragungssystem mit Lochscheibenabtastung und Wiedergabe durch Braun'sche Roehre

Also Published As

Publication number Publication date
GB380602A (en) 1932-09-22

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