DE574085C - Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern - Google Patents
Verfahren zur Abtastung von FernsehbildernInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N3/00—Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages
- H04N3/10—Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical
- H04N3/30—Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical otherwise than with constant velocity or otherwise than in pattern formed by unidirectional, straight, substantially horizontal or vertical lines
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
8. APRIL 1933
8. APRIL 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a1 GRUPPE 34 ia
Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern
Patentiert im Deutsehen Reiche vom 27, September 1930 ab
Die Erfindung besteht darin, die an sich bekannte Verwendung nachleuchtender Stoffe
auf der Empfangsbildfläche bei der Übertragung
von Fernsehbildern mit der an sich bekannten springenden Zeilenabtastung zu verbinden.
Springende Zeilenabtastschemata sind z. B. in der Form vorgeschlagen worden: 1. Übertragung:
Zeile 1, 3, 5..., 2. Übertragung:
to Zeile 2, 4, 6..., 3. Übertragung: Zeile 1,
3, 5 ... usw. Es sind auch andere Schemata bekannt. Mit der springenden Zeilenabtastung
könnte man zwei wichtige Vorteile erreichen, einerseits würde das durch die sekundliche Bildfolge bedingte Flimmern herabgemindert
werden, da gewissermaßen die Bildwechselzahl vervielfacht wird, anderseits
würde bei gleicher Bildwechselzahl die Breite des Übertragungsfrequenzbandes verringert
werden, da die Zahl der pro Bild abgetastfeten Bildelemente auf einen Bruchteil herabgesetzt
wird.
Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß alle diese springenden Abtastschemata bei der An-Wendung
eines über die Bildfläche bewegten Lichtpunktes neue störende Effekte im Auge
des Beobachters auslösen. Es scheint' nämlich eine Zitier- oder "Wackelbewegung innerhalb
einzelner paralleler Streifen des ganzen Bildes stattzufinden. Dies dürfte damit zusammenhängen,
daß der nachwirkende Lichteindruck im Auge doch zu rasch verblaßt.
Man könnte den Störeffekt bei dem angegebenen Abtastschema also dadurch erklären,
daß in dem Augenblick, wo das Auge die Zeilen 2, 4, 6 usw. aufleuchten sieht und darauf
akkommodiert, die Zeilen 1, 3, S usw. als zwar noch bestehende, aber immerhin
bereits stark geschwächte Lichteindrücke wirken und umgekehrt, so daß die Zone größerer
Helligkeit innerhalb paralleler Streifen von zwei Zeilenbreiten hin und her zu zittern
scheint. Werden größere Lücken übersprungen, so sind die Streifen entsprechend breiter.
Diese Erscheinung verhindert die Ausnutzung der Vorteile, die die springende Zeilenabtastung
bringen könnte.
Was nun die Verwendung nachleuchtender Stoffe auf der Empfangsbildfläche betrifft,
so bestand die Wirkung bei den bisherigen Anwendungen darin, das Empfangsmosaik der
Bildpunkte auf der Empfangsbildfläche so lange zu erhalten, bis ein ganzes Bild aufgebaut
ist, und dann wurde das Phosphoreszenzbild jedesmal gelöscht, bevor der Aufbau
des neuen Bildes beginnt. Hierbei findet also ein Bildwechsel fertiger Bilder immer
noch in der Weise statt, wie etwa bei den Kinobildern.
Wenn man nun gemäß der Erfindung die Verwendung nachleuchtender Stoffe mit der
springenden Zeilenabtastung verbindet, so kommt man zu der folgenden neuen Wirkung:
Das Nachleuchten wird nicht gelöscht. Es
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr, Frits Schröter in Berlin.
wird vielmehr durch geeignete "Wahl der Phosphoreszenzstoffe die Nachleuchtdauer so
eingerichtet, daß sie sich dem Springschema anpaßt. Wenn also z. B. das Bild das zweitemal
mit den Zeilen 2, 4, 6 usw. aufgebaut wird, so bleibt das zuerst aus den Zeilen 1,
3, 5 usw. aufgebaute Bild infolge des Nachleuchtens noch bestehen, und wenn dann wieder
zu den Zeilen 1, 3, 5 usw. übergegangen wird, besteht wiederum das aus den Zeilen
2, 4, 6 usw. aufgebaute Bild noch fort. Es bleibt also gewissermaßen das Bild dauernd im Gesichtsfeld stehen, so daß eine
Pause zwischen den Bildwechseln kaum noch vorhanden ist. Auf diese Weise wird zunächst
das Flimmern, das sich aus der sekundlichen Bildfolge ergibt, in erhöhtem
Maße beseitigt. Darüber hinaus wird aber gleichzeitig die obenerwähnte, dem Springschema
eigentümliche neue Art des Flimmerns innerhalb der parallelen Bildstreifen verhindert.
Mit dieser Wirkung aus der Kombination der beiden Erfindungsmerkmale wird es
dann überhaupt erst möglich, den wichtigsten Vorteil, den das Springschema an sich hat,
nämlich die obenerwähnte Möglichkeit, die Breite des Übertragungsfrequenzbandes wesentlich
zu verringern, durchzuführen. Geht man z. B. von einer Bildwechselzahl von
20 pro Sekunde aus, bei der ein Flimmern auch beim Abtasten fortlaufender Zeilen nicht
mehr störend ist, so würde die Herabsetzung der Frequenzbandbreite beispielsweise auf die
Hälfte eine Herabsetzung der Bildwechselzahl auf 10 bedeuten. Das würde aber ein starkes
Flimmern erzeugen. Geht man zum Springschema mit zwei Gruppen 1, 3 S usw..
und 2, 4, 6 usw. über, so würde zwar bei halber Frequenzhandbreite die Bildwechselzahl
an sich wieder auf 20 kommen, es würde aber trotzdem das sekundäre Flimmern bestehen
bleiben. Erst mit der dem Springschema angepaßten Nachleuchtwirkung der Empfangsbildfläche wird auch bei halber Frequenzbandbreite
das Flimmern in jeder Weise derart vermindert, wie es sonst nur bei Steigerung der Bildwechselzahl, also Vergrößerung
der Frequenzbandbreite, möglich wäre. Man kann nun den Gedanken des springenden
Abtastschemas im Sinne der vorliegenden Erfindung noch weiter ausbauen,
etwa so, daß nicht nur eine Zeile, sondern zwei und vielleicht sogar (bei ruhendem Urbilde)
drei übersprungen werden. Auf diese Weise wird eine radikale Verminderung der
benötigten Frequenzbandbreite ermöglicht. Wie weit man diese Verbesserung in der
Praxis treiben kann, hängt von der Stärke ab, bis zu welcher die gedachten Nachleuchteffekte
mittels eines erregenden Lichtpunktes getrieben werden können. Der Lichtpunkt muß die zur Erregung der Phosphoreszenz
nötige kurzwellige Strahlung enthalten.
Besonders eignet sich zur Durchführung des springenden Zeilenabtastschemas im Sinne
der Erfindung die Braunsche Röhre, bei welcher der KathodenstrahlenfLeck auf dem Leuchtschirm
Phosphoreszenz hervorbringt. Es wird dadurch möglich, solche Phosphoreszenz viel
weitgehender auszunutzen, als es bei der bisher bekannten Abtastung Zeile für Zeile in
der Braunschen Röhre möglich war.
Bei der Wahl des phosphoreszierenden Stoffes muß natürlich neben der Intensität
auch die Abklingdauer beachtet werden. Diese Abklingdauer kann gemäß der Erfindung
größer gewählt werden als bei normaler kontinuierlicher Reihenfolge der Bildzeilen, weil
bis zur Wiederkehr der Erregung an der gleichen Stelle größere Zeiten verfließen. .
Z. B. ist bei dem eingangs genannten Schema: I.Übertragung: Zeiler, 3, 5...; 2. Übertragung:
Zeile 2, 4, 6...; 3. Übertragung: Zeile 1, 3, 5 ... usw. die anwendbare Nachleuchtdauer
verdoppelt. Eine Grenze für die Ausnutzung dieser Möglichkeit vergrößerter
Nachleuchtdauer ist nur durch die Schnelligkeit etwaiger Bewegungen des Urbildes gezogen.
Bei einem ruhenden Urbilde wird go man jene Möglichkeit weitgehend ausnutzen
können.
Claims (2)
1. Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern, dadurch gekennzeichnet, daß
die an sich bekannte Verwendung nachleuchtender Stoffe auf der Empfangsbildfläche
verbunden wird mit der an sich bekannten springenden Zeilenabtastung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das springende Abtastschema
mittels einer Braunschen Röhre als Fernsehempfänger durchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE574085T | 1930-09-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE574085C true DE574085C (de) | 1933-04-08 |
Family
ID=34584640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930574085D Expired DE574085C (de) | 1930-09-27 | 1930-09-27 | Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE574085C (de) |
| GB (1) | GB380602A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944557C (de) * | 1932-07-19 | 1956-06-21 | Rca Corp | Tonfilmfernuebertragungssystem mit Lochscheibenabtastung und Wiedergabe durch Braun'sche Roehre |
-
1930
- 1930-09-27 DE DE1930574085D patent/DE574085C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-09-22 GB GB2648031A patent/GB380602A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944557C (de) * | 1932-07-19 | 1956-06-21 | Rca Corp | Tonfilmfernuebertragungssystem mit Lochscheibenabtastung und Wiedergabe durch Braun'sche Roehre |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB380602A (en) | 1932-09-22 |
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