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DE563890C - Einrichtung zur Verkokung von Destillationsrueckstaenden - Google Patents

Einrichtung zur Verkokung von Destillationsrueckstaenden

Info

Publication number
DE563890C
DE563890C DEH124911D DEH0124911D DE563890C DE 563890 C DE563890 C DE 563890C DE H124911 D DEH124911 D DE H124911D DE H0124911 D DEH0124911 D DE H0124911D DE 563890 C DE563890 C DE 563890C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
distillation
air
coking
gases
riser pipes
Prior art date
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Expired
Application number
DEH124911D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Priority to DEH124911D priority Critical patent/DE563890C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE563890C publication Critical patent/DE563890C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B55/00Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verkokung von Destillationsrückständen Nach dem Hauptpatent 545 424 wird die Verkokung von Destillationsrückständen, wie z. B. Steinkohlenteerpech, in nach Art von Koksöfen angeordneten und namentlich in Rücksicht auf das Ausdrücken des fertigen Kokskuchens aus betriebenen Koksofenkammern vorgenommen, die nur von der Sohle her beheizt werden. Damit wird ohne Betriebsschwierigkeiten ein Pechkoks von praktisch außerordentlich guten Eigenschaften und besonders großer Reinheit erzielt. Die letztere kann noch dadurch gesteigert werden, daß man den bei der Kühlung der Destillationsgase anfallenden Niederschlag, das Kondensat, das in der Hauptsache aus den schwersten Anteilen des verkokten Peches besteht und letzterem demzufolge sehr ähnlich ist, mit dem neu zu verkokenden Teerpech möglichst in flüssigem Zustande mischt, erneut einer Verkokung unterwirft und so als Zusatzmittel verwendet, um besonders den Aschengehalt noch weiter herabzudrücken.
  • Die vorliegende Weiterbildung gründet sich auf die Beachtung, daß der Pechkoks in den mittleren Partien des Kokskuchens noch nicht genügend abgegart war, ersichtlich, weil der Wärrnedurchfluß von der Wärmequelle bis in das Innere des Kokskuchens sich mit dessen Höhe immer schwieriger gestaltete. Demgem:iß wird im Zusammenhang mit der Sohlenbeheizung der Kammer durch Wärmezufluß zusätzlich eine solche durch Strahlung vorgesehen, und zwar indem zunächst die Decke der Kammer niedrig gezogen und möglichst flach gehalten wird, ähnlich wie bei Öfen, die metallurgischen Zwecken dienen, wie Siemens-Martin-Öfen, Block-Glühöien usw. Außerdem wird nach Abtreiben der Hauptmenge der Destillationsgase durch Einlaß von Luft in das Ofengewölbe eine Verbrennung der Restgase der Destillation und damit eine Beheizung der niedrig gezogenen Kammerdecke herbeigeführt.
  • Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Anlage ist in der zugehörigen Zeichnung in Abb. r im Längsschnitt und in Abb.2 im Querschnitt dargestellt. ' Das flüssige Pech wird in die durch die Türen T geschlossene Ofenkammer eingefüllt und zunächst alleincder Einwirkung der Sohlenbeheizung der Ofenkammer unterworfen. Sobald die Hauptmenge der Destillationsgase entwichen ist, was schon nach etwa 2 bis 4 Stunden eintritt, werden die Vorlageventile V bzw. V' geschlossen, die Deckel R bzw. R' der Steigrohre ein wenig geöffnet und ferner die Luftzuführungsöffnungen L in den Türen T ebenfalls freigelegt. Unter der Kaminwirkung der Steigrohre wird nun Luft in den Ofen eingesaugt, somit eine Verbrennung der Restgase herbeigeführt; dabei bewirkt diese sehr starke Beheizung der niedrig gezogenen Kammerdecke eine intensive Bestrahlung des Kammerinhalts auch von der oberen Seite her. Jedenfalls ist es mit Hilfe dieser zusätzlichen Betriebsweise möglich geworden, den Gehalt an flüchtigen Bestandteilen in dem Pechkoks auf eine untere Grenze von 0,3 °1o herabzusetzen, so daß dadurch die bisherige, mit erheblichem Kostenaufwand verbundene Notwendigkeit des Nachglühens (Calcinierens) des Pechkokses in den Elektrodenfabriken sich erübrigt.

Claims (2)

  1. PATnNTANSPRÜCFIE: i. Einrichtung zur Verkokung von Destillationsrückständen (Pechkoksherstellung) nach Patent 545 424, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abtreiben der Hauptmenge der Destillationsgase unter der Einwirkung der Sohlenbeheizung der Ofenkammern zum vollständigen Abtreiben der flüchtigen Bestandteile eine zusätzliche Beheizung durch die Strahlung der eigens zu diesem Zweck niedrig gezogenen und möglichst flach gehaltenen Ofendecke vorgenommen wird, indem durch Lufteinführung in den Kammerraum oberhalb der Beschickung die Restgase der Destillation verbrannt werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herbeiführung der Zusatzbeheizung die Vorlageventile ,(h, h') geschlossen, die Deckel (R, R') der Steigrohre ein wenig geöffnet und die Luftzuführungsöffnungen (L) an den Türen (T) freigelegt werden, so daß unter dem Kaminzug der Steigrohre Luft in den Ofen eingesaugt und nach Verbrennung mit den Restgasen der Destillation abgeführt wird.
DEH124911D 1931-01-06 1931-01-06 Einrichtung zur Verkokung von Destillationsrueckstaenden Expired DE563890C (de)

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