DE563414C - Elektrisch beheizter, ueber einen Transformator ans Netz angeschlossener Brennstempel - Google Patents
Elektrisch beheizter, ueber einen Transformator ans Netz angeschlossener BrennstempelInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
- H05B3/02—Details
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Description
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein neuer, elektrisch beheizter, über einen- Transformator
angeschlossener Brennstempel.
Es sind bereits elektrisch beheizte Brennstempel bekannt geworden. Diese haben aber
alle den Nachteil, daß sie nicht genügend warm werden, um an einem Bierfaß, das bekanntlich
aus sehr hartem Holz gefertigt ist, den Namen tief genug einbrennen zu können.
Der Einbrand an einem Bierfaß soll wegen der Abnutzung, welcher das Bierfaß unterworfen
ist, verschiedene Millimeter tief sein.
Gewöhnlich sind die Fässer, wenn sie.eingebrannt
werden, auch noch naß oder doch feucht. Die Folge ist dann, daß sich die Stempel schnell abkühlen. Es ist dann nicht
mehr möglich, fortwährend einen vorschriftsmäßigen Einbrand zu erzielen, da der Wärmezufluß
in die Stempelplatte zu langsam erfolgt.
Zum Einbrennen von Bierfässern muß der Brennstempel mindestens auf 10000 erhitzt
werden; der Stempel selbst muß aus massivem, starkem Kupfer hergestellt sein, damit
*5 den Buchstaben und Ziffern, wenn sie bei der Berührung des nassen oder feuchten Faßholzes
abkühlen, unverzüglich Wärme zugeleitet wird.
Einer, derartigen Stempel elektrisch auf eine so hohe Temperatur zu erwärmen und
diese Wärme zu erhalten, ist bei den bekannten Einrichtungen ausgeschlossen. Das Widerstandsmaterial
ließe sich zwar auf eine so hohe Temperatur erwärmen, aber das Isoliermaterial hält nicht stand. Sobald letzteres
auf eine Temperatur von etwa 800 bis 9000 gebracht wird, fängt es an, stromleitend zu
werden. Die Folge davon ist, daß der elektrische Strom durchschlägt. Es entsteht eine
Stichflamme, welche auf die gegenüberliegenden Windungen überspringt und letztere zum
Schmelzen bringt, so daß das Heizelement zerstört ist, bevor der Brennstempel in Betrieb
genommen werden kann. Ein weiterer Mangel ist die große Stromstärke, die bei den +5
bekannten Einrichtungen erforderlich ist, um einen Stempel auch nur auf eine Temperatur
von 500 bis 6oo° zu erwärmen.
Durch vorliegende Erfindung werden oben angeführte Mängel voll und ganz beseitigt.
Die Erwärmung des Brennstempels erfolgt über einen Transformator. Die primäre Stromspannung wird zunächst in bekannter
Weise auf eine sekundäre Spannung von 2 Volt gebracht. In dem Brennstempel sind zwei starke Bänder aus geeignetem Widerstandsmaterial
in entgegengesetzter Richtung befestigt. An den Enden dieser Widerstandsoder Heizbänder sind die Anschlußbolzen angebracht.
Wenn nun der elektrische Strom eingeschaltet wird, so schließt sich der Stromkreis
in der Stempelplatte.
Es ist ohne weiteres möglich, den Brennstempel auch ohne Vorschalten der Widerstands-
oder Heizbänder in bekannter Weise zu erhitzen. Da aber Kupfer einen sehr ge-
ringen Leitungswiderstand hat, so wäre ein großer Transformator und auch eine entsprechend
große Stromstärke erforderlich, um den Brennstempel zu erhitzen. Dies würde den Anschaffungspreis wesentlich erhöhen,
auch der Stromverbrauch wäre viel höher. Der Zweck der Erfindung ist jedoch, mit geringen
Anschaffungskosten und geringem Stromverbrauch einen guten, unverwüstliehen
Brennstempel auf den Markt zu bringen.
Dadurch, daß in jeder Phase ein Heizwiderstand vorgeschaltet ist, sinkt die Stromspannung
im Brennstempel auf annähernd oVolt. Die Heizwiderstände erhitzen sich
sehr schnell auf eine zweckmäßige Temperatur von etwa 12000. Da aber die Heizwiderstände
fest mit dem Brennstempel verbunden sind, so wird die Wärme auch in diesen weiao
tergeleitet. Je mehr sich nun der Brennstempel erwärmt, desto größer wird sein Leitungswiderstand.
Während jetzt die hohe Temperatur in den Heizwiderständen sinkt, steigt dieselbe in dem Brennstempel, bis bei einer
Temperatur von iooo0 der Brennstempel und die Heizwiderstände gleich erhitzt sind. Da
die'Heizwiderstände durch ein wärmeisolierendes Gehäuse abgeschlossen sind, so wird
die beim Einbrennen den Buchstaben und Ziffern der Stempelplatte entzogene Wärme
durch letztere selbst sowie durch die Heiz-j widerstände und der im Gehäuse aufgespeicherten
Wärme sofort wieder zugeleitet. Der Stromverbrauch ist äußerst gering, da sowohl
der Brennstempel als auch die Heizwiderstände nach ihrer Erhitzung nur noch wenig
Strom aufnehmen.
Auf der Zeichnung ist solch ein elektrisch beheizter, über einen Transformator ans Netz
angeschlossener Brennstempel in beispielsweiser Ausführung dargestellt. Abb. ι ist ein Längsschnitt.
Abb. 2 ist eine Draufsicht mit abgenommenem Schutzgehäuse.
Abb. 3 ist ein Querschnitt und zeigt die Anordnung der Heizwiderstände mit Ajischluß.
Der Brennstempel besteht aus dem Schutzgehäuse 22, dem Stempel 23, den Heizwiderständen24
und 241 und den Stromzuführungsbolzen 25 und 251.
Der Arbeitsgang ist folgender: Nachdem der elektrische Strom eingeschaltet
ist, erhitzen sich zunächst die Heizwiderstände 24 und 241. Da diese Heizwiderstände
24 und 241 jedoch entgegengesetzt fest mit dem Stempel 23 verbunden sind, so wird der
Stromkreis im Stempel geschlossen. Die zugeführte Stromspannung wird durch-die Heizwiderstände
24 und 241 bereits auf Nullspannung gebracht. Dadurch, daß der Stromkreis
im Stempel 23 geschlossen wird, wird derselbe bis zu einem gewissen Grad erhitzt.
Gleichzeitig wird aber auch die Wärme von den Heizwiderständen 24 und 241 wärmeleitend
und wärmestrahlend auf den Stempel 23 übertragen, wodurch letzterer auf die gleiche
Temperatur wie die der Heizwiderstände erhitzt wird. In kurzer Zeit ist eine Temperatur
von etwa ieoo° erreicht. Der Brennstempel wird alsdann in bekannter Weise über
die Fässer gebracht, und der Einbrand beginnt. Die durch die Abkühlung beim Einbrand
verlorengegangene Hitze wird den Ziffern durch die Heizwiderstände 24 und 241 sofort
wieder wärmeleitend und wärmestrahlend zugeführt.
Claims (2)
1. Elektrisch beheizter, über einen Transformator ans Netz angeschlossener
Brennstempel, dadurch gekennzeichnet, daß im Sekundärstromkreis des Transformators
zwei Heizwiderstände (24 und 241) liegen, welche mit dem Brennstempel (23)
fest wärme- und stromleitend verbunden sind.
2. Elektrisch beheizter Brennstempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Stromzuleitung zum Brennstempel (23) je ein Heizwiderstand (24 und 241) liegt, der seine Hitze . sowohl
durch Leitung als auch durch Strahlung auf den Brennstempel (23) überträgt und, so als Zusatzbeheizung für den durch den
Stromdurchgang selbst auch erhitzten Brennstempel dient.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF69087D DE563414C (de) | 1929-08-31 | 1929-08-31 | Elektrisch beheizter, ueber einen Transformator ans Netz angeschlossener Brennstempel |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEF69087D DE563414C (de) | 1929-08-31 | 1929-08-31 | Elektrisch beheizter, ueber einen Transformator ans Netz angeschlossener Brennstempel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE563414C true DE563414C (de) | 1932-11-04 |
Family
ID=7111036
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF69087D Expired DE563414C (de) | 1929-08-31 | 1929-08-31 | Elektrisch beheizter, ueber einen Transformator ans Netz angeschlossener Brennstempel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE563414C (de) |
-
1929
- 1929-08-31 DE DEF69087D patent/DE563414C/de not_active Expired
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